DE2064C - Kartoffelgrabemaschiiie mit Sicht- und Ablegevorrichtung - Google Patents
Kartoffelgrabemaschiiie mit Sicht- und AblegevorrichtungInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D17/00—Digging machines with sieving and conveying mechanisms
- A01D17/14—Digging machines with sieving and conveying mechanisms with cylindrical screens
- A01D17/18—Digging machines with sieving and conveying mechanisms with cylindrical screens without a conveyor spiral
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description
1878.
Klasse 45.
W. SIEDERSLEBEN in BERNBURG. Kartoffel-Grabemaschine mit Sicht- und Ablegevorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1878 ab.
Die vorliegende Kartoffelgrabe-Maschine soll
die Aufgabe erfüllen, die Knollen aufzugraben und dieselben, von Kraut und Erde getrennt,
völlig frei auf den Acker niederzulegen. Mit der Kobil ins k i'schen Maschine hat die
vorliegende die Transportkette gemein. Als wesentliche Verschiedenheit ist dagegen hervorzuheben,
dafs der Kobilinski'sche Graber ein festgefügtes steifes Ganze ist, während diese
Maschine aus einem steuerbaren Vorderwagen (Vordersteuer), dem eigentlichen Pfluge und dem
Hinterwagen besteht, die alle drei zusammengehörig und zusammenarbeitend dennoch relativ
von einander unabhängig und beweglich sind.
Durch den steuerbaren Vorderwagen m m ist
es möglich, die Schar / des eigentlichen Pfluges η immer genau unter den Kartoffeldamm zu richten.
Um die lose gegrabenen Knollen mit ihren Anhängseln, als lose Erde, Erdschollen, Kraut etc.,
dann weiter zu verarbeiten, dient zunächst die zu diesem Zwecke besonders eingerichtete Kette/.
Diese Kette, gleichsam das Streichbrett des Pfluges bildend, hat nämlich eine die Fahrgeschwindigkeit
des Geräthes bedeutend übertreffende Geschwindigkeit und trägt entweder bei milderen Bodensorten die Scheiben/1 oder
bei strengeren, mehr zusammenklebenden Boden die Finger β (Fig. 6) auf ihren Querstäben. Die
Scheiben bezw. Finger zerschlagen, um die Rolle e herumschnellend, von unten die Erdklumpen und
lösen die Knollen schon hier theilweise von den Wurzeln und der anhaftenden Erde. Dieser
Procefs wiederholt sich, bezw. setzt sich auf der schiefen Ebene der Kette fort, und eine gröfsere
oder geringere Masse der durch die beschriebene Wirkungsweise der Kette gepulverten Erde
(je nach dem Zusammenhalt der Bodenart) fällt dabei durch die Querstäbe der Kette auf den
Erdboden. Die Scheiben und Finger befördern übrigens auch den exacten Transport zur
Trommel a a.
Die Trommel α α ohne durchgehende Welle, welche auf den sechs . Hartgufsrollen c c des
grofsen Lagerringes b b des Hinterwagens gelagert ist, empfängt von der Kette/ die Kartoffelknollen,
das Kraut und die etwa ganz gebliebenen Erdklumpen.
Diese Trommel α α hat eine sehr schnelle
Umdrehungsgeschwindigkeit. Ihrem Zwecke gemäfs mufs die Trommel leicht haltbar und so
construirt sein, dafs sie die Knollen nicht schädigt. Die völlig hohle innerlich glatte Trommel
besteht demzufolge aus dem aus Winkeleisen und Blech gefertigten Cylinder (Fig. 4), der zugleich
die für die Rollenflihrung passende Winkelschiene am Zahnkranze k trägt; an dem Blechmantel
anschliefsend sind die federnden Holzstäbchen e e befestigt.
Die Trommel hat die Aufgabe, die Kettenarbeit ergänzend und noch energischer fortzusetzen,
sie soll die Knollen vom Kraute abschlagen, die etwaigen hineinfallenden Erdklöfse
vollends zerreiben und zerschlagen und die Erdpartikel centrifugal entfernen, endlich die Kartoffeln
unbeschädigt (deshalb sind die Stäbe von federndem Holz und ist die Geschwindigkeit
auch eine relativ begrenzte) frei auf der Ackeroberfläche ablegen. Die Stäbe sind nur an
einem, dem oberen Ende, durch den Blechcylinder quer verbunden. Sie stehen im übrigen
ihrer ganzen Länge nach frei ohne jede weitere Querverbindung, um dem Durchpassiren
des Krautes keinen Anhaftepunkt und so Anlafs zu Verstopfungen zu geben.
Mit Bezug auf die Zeichnung sind noch näher zu erwähnen: das Vordersteuer oder der steuerbare
Vorderwagen m m mit der Vorrichtung η η
zum tieferen oder seichteren Einstellen und Fixiren des gegabelten Pflugbaumes η und somit
der Schar /. Seitlich am Vorderwagen befindet sich der Steuerbaum zum Umsteuern auf den
Vorenden des Ackers , während / / und i i die Zahnstangensteuerung, welche während des geradlinigen
Ganges gebraucht wird, bezeichnet.
Der Pflug besteht aus dem Gabelgrindel oder Pflugbaum n, dem Pflugkopfe k mit der löffelartigen
Schar /, der im Pflugkopfe lagernden Rolle et und der gleichsam das Streichbrett bildenden
Kette mit ihren Spanneisen g und den Holzwänden m und der stellbaren Spanneinrichtung
h mit ihren Stelllöchern Z1 z\.
Die Zugkette// verbindet Pflug und Vorderwagen , während die Windekette g g den Pflugbaum
mit den Längsbäumen des Hinterwagens durch die Winde g g verbindet.
Der Hinterwagen besteht aus den schwanenhalsartig gebogenen Längsbäumen 0, welche am
Vordersteuer zusammengebogen und verbunden sind; in ihrem Verlaufe nach hinten werden sie
durch den Querstab q q, durch die Axe/ und
zuletzt durch die Brücke s s auseinandergehalten und miteinander verbunden. Die Brücke ί ί
trägt zugleich das grofse Ringlager b b mit seinen sechs Laufrollen aus Hartgufs c c.
Zum Hinterwagen gehören noch die Fahrräder a, sowie das Lagergestell .r mit den Triebrädern
c c1 c" w.
Das Haupttriebrad b sitzt fest auf der Axe der beiden Fahrräder. Der Angriff der Fahrräder
α auf den Boden mufs nöthigenfalls durch Beifseisen geregelt werden. Die Fahrräder
haben die Sperrgehäuse r. Die rotirende Trommel besteht aus dem cylindrischen Theile a a
und dem darauf folgenden Theile, der durch die Holzstäbe e e gebildet und etwas konisch
nach der Ausflufsöffnung hin verläuft. Die konische Form dieses Theiles befördert ein besseres
Zusammenfallen der Kartoffeln, r r sind Streben zum Halten des grofsen Lagerringes. An diesem
Lagerringe befinden sich aufser den Laufrollen die Lager und Welle der Räder w1 und y, welches
letztere in den Triebkranz der Trommel eingreift und so letztere in Rotation bringt.
Fig. 4 zeigt dies und die Construction des Blechcylinders näher. Fig. 5 zeigt die Kette
für mildere Böden mit den Scheiben /' versehen.
Fig. 6 zeigt die Kette für strengeren Boden mit den Schlagfingern ß. 0 0 in Fig. 1 ist die
Transportstange; ν der Hebel zum In- und Aufserbetriebsetzen des ganzen Mechanismus.
Claims (2)
1. Die Construction der an einem Ende festgehaltenen
Separationstrommel mit federnden Stäben.
2. Die speciell nachgewiesene Construction einer Kartoffelgrabe-Maschine mit Sicht- und Ablege-Vorrichtung,
wie beschrieben und dargestellt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2064C true DE2064C (de) |
Family
ID=281469
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2064D Active DE2064C (de) | Kartoffelgrabemaschiiie mit Sicht- und Ablegevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2064C (de) |
-
0
- DE DENDAT2064D patent/DE2064C/de active Active
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