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DE2064924A1 - Cephalospormverbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung Ausscheidung aus 2042169 - Google Patents

Cephalospormverbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung Ausscheidung aus 2042169

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Publication number
DE2064924A1
DE2064924A1 DE19702064924 DE2064924A DE2064924A1 DE 2064924 A1 DE2064924 A1 DE 2064924A1 DE 19702064924 DE19702064924 DE 19702064924 DE 2064924 A DE2064924 A DE 2064924A DE 2064924 A1 DE2064924 A1 DE 2064924A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
group
compound
solution
formula
carboxylate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702064924
Other languages
English (en)
Inventor
Brian Northolt Cowley Brian Richard Humber David Cednc Greenford Middlesex Laundon (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glaxo Laboratories Ltd
Original Assignee
Glaxo Laboratories Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Glaxo Laboratories Ltd filed Critical Glaxo Laboratories Ltd
Publication of DE2064924A1 publication Critical patent/DE2064924A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D501/00Heterocyclic compounds containing 5-thia-1-azabicyclo [4.2.0] octane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. cephalosporins; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
    • C07D501/02Preparation
    • C07D501/04Preparation from compounds already containing the ring or condensed ring systems, e.g. by dehydrogenation of the ring, by introduction, elimination or modification of substituents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cephalosporin Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Dr. F Ziimsiein **»η. - Dr. E. Assntsnn
ik-1- - » vrhys.R.Hola*·«·»
t ./.Cr' : „:;.-., JUiU
B/öuhauwlraß· 4/UI
Cephalosporin 118/131/132/143
PH 95-270
Glaxo Laboratories Limited, Greenford, Middlesex, Großbritannien
Cephalosporinverbindungen und Verfahren zu ihrer Kernteilung.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umwandlung von Cephaloßporinverbindungen.
Die Verbindungen dieser Anmeldung sind im allgemeinen unter Bezugnahme auf Oepham (vgl. J.Am.Chem.Soc. 1962, 84, 3400, und J.Chem.Soc. 1965, 5031) bezeichnet. Der Ausdruck "Cephera" bezieht sich auf die Oephamgrundstruktur mit einer Doppelbindung.
In der US-Patentschrift 3 275 626 wird ein allgemeines Verfahren zur Herstellung antibiotisch wirkender Substanzen einschließlich der Cephalosporine beschrieben, das darin besteht, daß man ein sogenanntes Penicillinsulfoxyd unter sauren Bedingungen auf eine lemperatur von ungefähr 1000C bis ungefähr 1750C erwärmt. Durch dieses Verfahren können Ester der öß-Acylamidopenicillansäure-1-oxyde in die analogen Ester der 7ß-Acylamido-3-methylc3ph-3-em-4-carbonsäuren überführt werden. Durch geeignete Wahl der Eeaktionsbedingungen können die Gephalosporinanalogen in hohen Ausbeuten erhalten werden. Obgleich einige dieser Cephalosporinanalogen starke antibakterielle Eigenschaften besitzen, ist es wünschenswert, daß es möglich ist, die entstehenden Cephalosporinanalogen, die eine 3-Methylgruppe enthalten, in verwandte Verbindungen, die eine substituierte 3-Methylgruppe enthalten, zu überführen. Cephalosporinverbindungen, die 3-Methylgruppen ent-
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halten, können ebenfalls durch vollsynthetische Verfahren erhalten werden und dadurch ist ebenfalls die Möglichkeit geschaffen, sie auf gleiche Weise umzuwandeln.
Versuche, die unternommen wurden, um Ester von Tß-Acylamido-3-methylceph-3-em-4-carbonsäuren zu halogenieren, hatten wenig Erfolg. Es wurde jedoch gefunden, daß Bromierungvon Verbindungen der allgemeinen Formel:
(D
• COOR
worin R' eine geschützte Aminogruppe und R*1 ein Wasserstoffatom oder eine Carboxyl-Blockisrungsgruppe, beispielsweise den Rest
eines esterbildenden Alkohols oder Phenols R OH bedeuten, Verbindungen der allgemeinen Formel:
(II)
COOR
liefern. In den Formeln I und II und in den nachfolgenden Formeln hat die 1-Ozydgruppe vorzugsweise die ß-Eonfiguration.
R ist zweckdienlich eine Acylamidogruppe, insbesondere die eines Penicillins, die durch ein Fermentationsverfahren erhalten wurde, beispielsweise eine Pheny!acetamido- oder Phenoxyacetamidogruppe, da Verbindungen der Formel I wie oben erklärt, leicht aus Penicillinen erhalten werden können. Die Gruppe R kann vorteilhafterweise eine Formamidogruppe sein; diese Gruppe ist unter den Bromierungsbedingungen im wesentlichen stabil und anschließend kann sie leicht abgespalten werden, wodurch es möglich wird, daß man eine andere Acy!gruppe einführt*
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Die Acylamidogruppe kann in dem Endprodukt nicht die gewünschte Gruppe sein, aber dies kann man erreichen, durch nachfolgende Umwandlungen, die unten beschrieben werden. Es ist nicht notwendig, daß die erste Acylgruppe vollkommen inert ist, da sie durch diese folgenden Umwandlungen abgespalten werden kann.
Oarb oxy 1-Blocki erungsgrup-p en
Es wird bevorzugt, Cephalosporinverbindungen als Ester mit einem Alkohol oder einem Phenol, der bei einer späteren Stufe der Reaktionssequenz leicht wieder gespalten werden kann, beispiels-
zu yerv/endtn.
weise durch Hydrolyse oder Reduktion/ Ester sind im allgemeinen in den Lösungsmitteln für die Bromierungsreaktionen löslicher als die freien Säuren und die Bromierung verläuft leichter. Gewünsentenfalls kann die Oephalosporinverbindung (I) als freie 4-Carbonsäure oder als deren Salz verwendet werden·
Alkohol- und Phenolgruppen, die leicht wieder abgespalten werden können, schließen solche ein, die elektronenanziehende Substituenten enthalten, beispielsweise SuIfogruppen und verestern. te Carboxylgruppen; diese Gruppen können nachfolgend durch alkalische Reagentien wieder abgespalten werden. Benzyl- und o-Benzyloxyphenoxyestergruppen können durch Hydrogenolyse bzw. Hydrierung wieder entfernt werden. Ein bevorzugtes Verfahren zum Entfernen schließt Spaltung durch Säuren ein, und Gruppen, die durch Säuren entfernt werden können, schließen ein: Adamantyl-, tert.-Butyl-, Benzylgruppen, wie Anisyl und die Reste von Alkanolen, die Elektronendonatoren in der α-Stellung enthalten, wie Acyloxy, Alkoxy, Benzoyloxy, substituiertes Benzoyloxy, Halogen, Alkylthio, Phenyl, Alkoxyphenyl, oder aromatische Heterocyclen. Es soll bemerkt werden, daß einige dieser Gruppen gleichzeitig der Bromierung unterliegen können.
Alkoholreste, die nachfolgend durch Reduktion leicht abgespalten werden können, sind Reste von 2,2,2-Trihalogenäthanol, beispielsweise 2,2,2-!Drichloräthanol, p-Kitrobenzy!alkohol oder 4-Pyridylmethanol. 2,2,2-Trihalogenäthylgruppen können zweckdienlich durch Zink/Essigsäure, Zink/Ameisensäure, Zink/niedrigen Alko-
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hol oder Zink/Pyridin oder durch Chrom-II-reagentien entfernt werden. p-Nitrobenzylgruppen können geeigneterweise durch Hydrierimg entfernt werden.
Wir die Veresterungsgruppe nachfolgend durch eine Umsetzung entfernt, die durch Säure katalysiert ist, eo kann man dies dadurch "bewirken, indem man Ameisensäure oder Triflnoressigsäure (beispielsweise zusammen mit Anisol) oder alternativ durch Chlorwasserstoff säure (beispielsweise in Mischung mit Essigsäure) verwendet.
Es ist besonders bevorzugt, bei dem erfindungsgemäßen Bromierungsverfahren solche Verbindungen zu verwenden, die eine 2,2,2-tOrichloräthoxycarbonyl- oder eine tert.-Butoxycarbonylgruppe als Estergruppe enthalten. .
Andere Estergruppen, die leicht in die Carboxylgruppen überführt werden können, schließen Silyloxycarbonylgruppen ein.
Obgleich Silyloxycarbonylgruppen durch Umsetzung der Carboxylgruppe mit einem Silanol in einigen Fällen gebildet werden können, kann es besser sein, die Carboxylgruppe mit einem !Derivat eines •Silanols, beispielsweise dem entsprechenden Chlorid oder Amin um-" zusetzen. So werden Silyloxycarbonylderivate gebildet, die vierwertige Siliciumreste enthalten und das Silylierungsmittel ist zweckdienlich ein Halogensilan oder ein Silaaan der Formelt R4 3SiX; R4 2SiXj R4^Si.NR4 2; R4 3Si.EH.SiR4^j R4^Si.HH.COR4J • R4 3Si.HH.CO.BH.SiR^3j R4NH.CO.HR4.SiR4 3; oder'R4O(OSiR4 3)sISiR4 3, worin X ein Halogenatom bedeutet und die verschiedenen R4-öruppen, die gleich oder verschieden sein können, bedeuten? Wasserstoffatome oder Alkylgruppen, beispielsweise Methylr Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-gruppeni Ary!gruppen, beispielsweise eine Pheny!gruppej oder Aralky!gruppen, beispielsweise Benzylgruppen· Einige dieser Terbindungen können unter den Reaktionsbedingungen nicht besonders stabil seinf besonders, wenn R4 für alle R4-(rruppen Wasserstoff bedeutet« Es iet im allgemeinen bevorzugt, daß die R-Gruppen Kohlenwasserotoffgruppen 8inds und bevorzugterweise sollte
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die Kohlenwasserstoffgruppe Methyl oder Phenyl sein, wie "beispielsweise in Hexamethyldisilazan, (Me7-Si)9IJH. Beispiele von geeigneten SiIylierungsmittein sind: Irimethylchlorsilan, Hexamethyldisilazan, Iriäthylchlorsilan, Methyltrichlorsilan, Dimethyldichlorsilan, Iriäthylbromsilan, Iri-n-propylchlorsilan, Brommethyl-dimethylchlorsilan, Iri~n-butylehlorsialn, Methyldiäthylchlorsilan, Dimethyläthylchlorsilan, Phenyldimethylbromsilan, Benzylmethyläthylchlorsilan, Phenyläthylmethylchlorsilan, Iriphenylehlorsilan, Iri-o-tolylchlorsilan, Tri-p-dimethylaminophenyl-chlorsilan, H-Ithyltriäthylsilylamin, Hexaäthyldisilazan, Eriphenylsilylamin, Sri-n-propylsilylamin, letraäthyldimethyl-disilazan, Tetramethyldiäthyl-disilazan, !Detramethyl-diphenyl-disilazan, Hexaphenyldidilazan und Hexa-p-tolyl-disilazan.
Wenn man Verbindungen der Formel I mit Silyloxycarbonylgruppen ι in technischem Maßstab herstellt, kann es vorteilhaft sein, Silylchloride, wie beispielsweise Me^SiÖl oder MegSiOlg -zusammen mit einer Base wie beispielsweise Diethylamin, iDriäthylamin, Dimethylanilin, Chinolin, Lutidin oder Pyridin, zu verwenden.
Ein Vorteil, der durch die Verwendung von Verbindungen der Formel I, ' worin die Estergruppe eine Silyloxycarbonylgruppe bedeutet, auftritt, besteht bei dem erfindungsgemäßen Verfahren darin, daß die Estergruppe unter milden Bedingungen entfernt wird und daher dazu neigt, daß sie während der Isolations- oder nachfolgenden Reak- i tionsstufen entfernt wird.
Die Silyloxycarbonylgruppe wird leicht in eine Carboxygruppe überführt, indem man das Derivat einem Überschuß einer Verbindung oder Verbindungen aussetzt, die aktiven Wasserstoff enthalten, beispielsweise Wasser, angesäuertes oder basisch reagierendes Wasser, Alkohole und Phenole.
Herstellung der als Auspan^smaterial verwendeten 1-Oxyde; Verbindungen &r Formel I können durch Oxydation einer Verbindung der allgemeinen Formel:
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(III)
12 "
worin R und R die oben gegebenen Bedeutungen besitzen und die gestrichelten Linien zwischen den 2-, 3- und 4-Stellungen anzeigen, daß die Verbindung eine Δ - oder i\ -Verbindung oder eine Mischung davon sein kanu, hergestellt werden. Diese Oxydation kann so durchgeführt werden, wie ea von Cocker et al., J.Cheni. Soc. 1965, 5015, beschrieben ist. Die Cephalosporinverbindung (III) wird mit dem Oxydationsmittel in einer Menge vermischt, daß ungefähr 1 Atom aktiver Sauerstoff pro Atom Dihydrothiazinschwefel vorhanden ist» Das Oxydationsmittel sollte vorzugsweise eines sein, das bevorzugt 1ß-0xyd oder eine Mischung von 1a— und 1ß-0xyden liefert, in der das 1ß-0xyd vorherrscht. Geeignete Oxydationsmittel schließen eins Metaperjodsäure, Peressigsäure, Permonophthalsäure und m-Chlorperbenzoesäure. Man sollte vorsichtig sein, um einen Überschuß an Oxydationsmittel zu verwenden, da dieses ζώχ Bildung des.1,1—Biozydes führt.
Verbindungen der Pbrmel (I) können ebenfalls durch Oxydation einer Ceph-2-em-verbindraig hergestellt werden, wobei ein Ceph-3-em~1-oxyd entsteht, wie es in der holländischen publizierten Patentanmeldung Ur, 6910830 beschrieben ist.
Das 1-Oxyd wird vorteilhafterweise bei einer Eemperatur unter^- halb +1O0C gebildet, um die Bildung an SuIfon minimal zu halten.
Das 1-Oxyd kann in Lösung in einem organischen Lösungsmittel gebildet werden und dann nach der Reinigung in der entstehenden Lösung bromiert werden. Geeignete Lösungsmittel werden später unter Bromierung beschrieben, insbesondere sind chlorierte Kohlenwasserstoffe wertvoll.
Die 1-Oxyde können aus einer Verbindung der Formel (III), worin R2 s= H bedeutet, gebildet werden und das entstehende Säure-1-
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oxy el kann verestert werden. Alternativ kann ein "bevorzugter Ester der Formel (III) für die Oxydationsstufe verwendet werden.
Br omi erring:
Die Bromierung der Verbindungen der allgemeinen Formel I kann durch irgendein geeignetes System, das fähig ist, Bromatome zu bilden , wie Brom selbst, oder ein Bromübertragungsmittel, wie ein N-Bromamid oder ein H-Bromimid, durchgeführt werden. Das N-Bromamid oder H-Bromimid kann ein cyclisehee System enthalten, wobei die Amid- oder Imidbindung einen Teil des cyclischen Systems bildet. Beispiele solcher B-Brcmamide schließen ein H-Bromcaprolactam und Beispiele solcher K-Bromimiöe schließen ein die 1,3-Blbrom-5,5-di-niedriglakylfa.ydantione, beispielsweise 1,3-Dibrom-5,5-dimethy !hydantoin, 1,3-Dibrom-5-äthyl-5-iaethy !hydantoin, 1, S-Dibrom-S-isopropyl-S-methylhydantoin, H-Bromsiieeinimid, K-Bromphthalimid, "N-Bromacetamid, usw. »-Andere nützliche N-Bromaiaide schließen ein H-Brom-amide von niedrigen AXkanearbonsäuren, d.h. K-Brom-niedrigalkanoamide, beispielsweise ii-Bromacetamid. Ein anderes wertvolles Bromiemangsmittel ist das 1,3,5-Iribrom-1j2,4-triazol. Besonders bevorzugte Bromienmgsmittel schließen ein H-Bromsuccinimid und 5,5-Bime1äiyl-1,3-äil>roE33iydantoin, und zwar deshalb, weil sie leicht erhältlich sind.
Die verschiedenen Bromierungsmittel erfordern eine Startreaktion, damit sie Bromatome bilden v und geeignete Initiatorsysterne schließen ein freie Eadikalinitiatoren, wie Azoverbindungen, beispielsweise Azobisisobutyronitril, Peroxyde, beispielsweise Benzoylperoxyd, Bestrahlung mit ultravioletten oder sichtbaren Lichtquellen, beispielsweise Quecksilberbogen oder Volframlampen, oder durch v-Strahlen, die durch Co -Quellen emittiert werden.
Das Bromierungsmittel kann als solches oder in Suspension oder . in lösung in einem geeigneten Lösungsmittel zugefügt werden, d.h. einem Lösungsmittel, in dem sich das Ausgangematerial löst und das im wesentlichen unter den Eeaktionsbedingungen inert ist, beispielsweise ein Kohlenwasserstoff, wie Benzol, oder ein halogenierter Kohlenwasserstoff, besonders ein chlorierter Kohlenwas«
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BÄÖ ORIGINAL
serstoff, beispielsweise Chloroform, Methylenchlorid, 1,2-Dichloräthan usw. Das Bromierungsmittel wird zu einer Lösung oder Suspension der Cephalosporinverbindung (I) in einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise einem halogenierten Kohlenwasserstoff, wie Methylenchlorid, Chloroform, 1,2-Dichloräthan oder Chlorbenzol oder einem Kohlenwasserstoff, wie Benzol, zugefügt. Die Bromierung kann bei Temperaturen durchgeführt werden, die im Bereich von -80 bis +1500C liegen, beispielsweise von -20 bis +1500C, bevorzugt von -40 bis +850C, am meisten bevorzugt von -20 bis +850C Der Verlauf der Bromierung kann verfolgt werden, indem man den Verbrauch an Bromierungsmittel bestimmt und durch Dünnschichtchromatograpliie. Der Verlauf der Umsetzung kann ebenfalls verfolgt werden, indem man das Ultraviolettabsorptionsspektrum oder die optische Drehung verfolgt.
Die Bromierung wird vorteilhafterweiße durchgeführt, indem man N-Bromsuccinimid oder ein Dibromhydantoin als Bromieirungsmittel verwendet und die Umsetzung durch Ultraviolettbestrahlung bei niedrigen Temperaturen, beispielsweise von -20 bis +100C, initiiert.
Man hat gefunden, daß die Zugabe geringer Mengen,'beispielsweise bis zu 5 Vol.-# Wasser oder einer wäßrigen Lösung oder Suspension einer schwachen Base, wie ein Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalz einer schwachen Säure, beispielsweise JUatriumbicarbonat, Natriumcarbonat, Ifatriumacetat oder Calciuracarbonat, die Bromierungs'umsetaung günstig beeinflußt. Auf diese Weise können die Anfangszeiten und die Reaktionszeiten vermindert werden, und/oder die Ausbeute an 3-Brommethy!verbindung kann erhöht werden. Die wäßrige Lösung oder Suspension der schwachen Base hat vorteilhafterweise einen pH-Wert von 7 bis 11.
Die Bromierung kann in inerter Atmosphäre durchgeführt werden«,
Die erfindungsgemäße Bromierungsreaktion kann kontinuerlich durchgeführt werden« -
• - ■
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Die erhaltenen 3-Brommethy!verbindungen können in andere 3-Halogenmethylverbindungen, nämlich die 3-Chlor- oder 3-Jodmethylverbindungen, überführt werden, beispielsweise durch Umsetzung mit einem geeigneten Alkalimetallhalogenid, zur Umwandlung der Brommethylverbindungen in andere Halogenmethylverbindungen. Solche Reaktionen können auftreten, bei denen Verbindungen, die andere Halogenidionen liefern, beteiligt sind.
Nach Beendigung der Umsetzung kann die 3-Brommethylverbindung isoliert werden. Ein vorteilhaftes Verfahren besteht darin, daß man die entstehende Reaktionsmischung mit Wasser zur Entfernung der Nebenprodukte, wie Imide oder Amide, die aus dem Bromierungsmittel gebildet wurden, wäscht, und das Produkt dann isoliert, beispielsweise durch Konzentration der Lösung, gefolgt durch Kristallisation des Produktes oder durch Chromatographie. Die wäßri-SO Lösung, die das Imid oder Amid enthält, kann dann mit Brom nach Zugabe von Alkali behandelt werden, um das Bromierungsmittel zu regenerieren.
Verbindungen der allgemeinen Formel:
; . Civ)
COOR
1 ?
worin R und R die oben gegebenen Bedeutungen besitzen und X Brom, Chlor oder Jod bedeutet, sind neue Verbindungen und sie sind ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Wichtige Verbindungen der Formel (IV) schließen ein: 2,2,2-Trichloräthyl-3-brommethyl-7ß~phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd; 2,2,2-!richloräthyl-3~brommethyl-7ß-f ormamido-ceph-3~em-4-carboxylat-1ß-oxyd; tert.-Butyl-3-brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd; 2,2,2-Irichloräthyl-3-brommethyl-7ß-phenoxyacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd; 2,2,2-!Crichloräthyl-3-brommethyl-7ß-[l>-2-( 2,2,2-trichlorätho3tycarbonylamino )-2-phenyl-
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acetamido] -ceph-S-enM-'-earbosgrlat-iß-osyd; p-Metho^benzyl-J
tert.~Butyl~3-broBMeth.yl--7ß-plienylacetamidoceph--3--em-4-carl3oxylat-1 ß-oxyd; 2,2, Z-iEriclilorätliyl-J-'broHimethyl-Tß-(2,2,2~trichloräthoxycar"bonylamino)-cepli-3-ea~4-car'bo3qylat-1ß-oxyd; tert.-Butyl-3-brommethyl-7ß-phenoxy-acetaiiidoeeph~3-em-4-carboxy lat-1 ß-o^grd; lind 2,2,2-iDric]ilorätliyl-3-l3röi3metliyl-7ß-(DIi-2-brom-2-p3ieny!acetamido ) -ceph~3-em-»4-carbo^ylat-1 ß-oxyd «
Zusätzlich zu der Bromierong in der 3-Methylgruppe können andere Bromierungsumsetzungen stattfinden. Eine davon kann so verlaufen, daß als lebenprodukte Verbindungen der Formel:
Br
Z .'(V)
.COOR2 - -
1 2
gebildet werden, worin R und R die oben gegebenen Bedeutungen besitzen und Z Wasserstoff oder Brom bedeutet. Verbindungen der Formel V, worin Z !! H bedeutet, können reduziert werden, beispielsweise mit- Zink/Säure, um die Verbindung der Formel I wieder zu bilden, die dann erneut bromiert werden können, um die gewünschte Verbindung der Formel II zu ergeben. Die Bromierung
kann ebenfalls in der Gruppe R stattfinden, beispielsweise in dem Fall, wenn R = Pheny!acetamido ist, wobei 2-Brom-2-phenyl~ acetamido-3-brommethylverbindungen gebildet werden.
Acy!gruppen;
Die Gruppe R kann in den obigen Formeln eine große Anzahl verschiedener Acylamidogruppen bedeuten, die 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten können. Spezifische Acylgruppen werden nachfolgend aufgezählt, wobei die Aufzählung jedoch nicht erschöpfend isti
(i) RnCnH2nOO-, worin Ru Aryl (carboxylisches oder heterocyclic sches), Cycloalkyl, substituiertes Aryl, substituiertes Cyclo-
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alkyl* Gyclohexadienyl oder eine nicht aromatische oder mesoionisehe Gruppe und η eine ganze Zahl von 1 "bis 4 bedeuten, Beispiele dieser Gruppe schließen ein: Ehenylaeetylj substituiertes Phenylacetyl, "beispielsweise Pluorphenylacetyl, Nitrophenylacetyl, Arainophenylaeetyl, Aeetoxyphenylaeetyl, Methoiscyphenylacetyl, Methylphenylacetyl, oder Hydroxyphenylacetyl; iT,l-bis-(2-Chloräthyl)-amliiophenylpropionyl; (Dhien-2- und -3-ylacetyl; 4-Isoxazolyl-und substituiertes 4-Isoxazoly!acetyl; Pyridy!acetyl; !Eetrazolylacetyl oder eine Sydnonacetylgruppe· Die substituierte 4-Isoxazolylgruppe kann eine 3-AEyl-5-2nethyl-isoxazol-4-yl-gruppe bedeuten, wobei die Arylgruppe beispielsweise eine Phenyl- oder Halogenphenyl-, beispielsweise eine öhlor- oder Bromphenylgruppe sein kann· Eine Aoylgruppe dieser Art ist 3-o-Chlorphenyl~5-methyl-isoxazol-4-yl~acety1.
(ii) c n H2n+1C0~' worin n eine ganze Zahl von 1 bis 7 bedeutet. Die Alkylgruppe kann verzweigt oder geradkettig sein, und gewünsclitenfalls kann sie durch ein Sauerstoff- oder Schwefelatom unterbrochen sein oder durch beispielsvieise eine Cyanogruppe, eine Carbosygruppe, eine Alkoxycarbony!gruppe, eine Hydrozygruppe odei' eine Carboxycarbonylgruppe (-CO.COQH) substituiert sein. Beispiele solcher Gruppen schließen ein: Cyanoacetyl, Hexanoyl, Heptanoyl, Octanoyl und Butylthioacetyl.
(iii) ^rv^pn-i^^""* worin η eine ganze Zahl von'2 bis 7 bedeutet. Die Alkenylgruppe kann geradkettig o. verzweigt sein und gev/üiiscli tenfalls kann sie durch ein Sauerstoff- oder ein Schwefelatom unterbrochen sein. Ein Beispiel einer solchen Gruppe ist Allylthioacetyl,
f
(iv) R11OC-GO- , worin Ru die oben unter (i) angegebene Bedeutung
besitzt und weiterhin Benzyl bedeuten kann und RY und Rw, die gleich oder verschieden sein können, je Wasserstoff, Phenyl, Benzyl, Hienethyl oder Niedrigalkyl bedeuten. Beispiele solcher Gruppen schließen ein: Phenoxyaeetyl, a-Phenoxy-E-phenylacetyl, PhenGxypropionyl, Bienoxybutyryl, Benzylo^carbonyl, 2-Phenoxypropionyl, 2-Phen-
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.- 12-oxybutyryl, Methylthiöphenoxyacetyl. '
T?
(ν) RUS-C-CO-, worin Ru die unter (i) angegebenen Bedeutungen Rw
"besitzt und weiterhin Benzyl bedeuten kann und RT und Rw die unter (iv) angegebenen Bedeutungen besitzen, Beispiele solcher Gruppen schließen eins S-Phenylthioacetyl, S-Chlor-phenylthioacetyl, S-Fluorphenylthioacetyl, Pyridylthioacetyl und S-Benzylthioacetyl.
(vi) RuZ(CH2)m00-, worin Ru die unter (i) angegebenen Bedeutungen besitzt und weiterhin Benzyl bedeuten kann, Z ein Sauerstoffoder Schwefelatom und m eine ganze Zahl von 2 bis 5 bedeuten. Ein Beispiel einer solchen Gruppe ist S-Benzylthiopro~ pionyl.
(vii) RUCO-, worin Ru die unter (i) angegebenen Bedeutungen besitzt, Beispiele solcher Gruppen schließen ein: Benzoyl, substituiertes Benzoyl (beispielsweise Aminobenzoyl), 4-Isoxazol3Tl- und substituiertes 4-Isoxasoly!carbonyl, Cyclopentancarbonyl, Sydnoncarbonyl, Haphthoyl und substituiertes Haphthoyl (beispielsweise 2-ithoxynaphtlioyl), Chinoxalinylcarbonyl und substituiertes Chinoxalinylcarbonyl (beispielsweise 5-öarboxy-2-chinozalinylcarbonyl)..Andere mögliche Substituenten für die Benzoylgruppe schließen ein: Alkyl, Alkoxy, Phenyl, Carboxy, Alkylamido, Cycloalkylamido, Allylamido, Phenyl(niedrig)alky!amido, Morpholinocarbonyl, Pyrrolidinocarbonyl, Piperidinocarbonyl, !Tetrahydropyridine, Purfury!amido oder H-Alkyl-N-anilino oder ihre Derivate, und diese Substituenten können in der 2- oder in den 2» und 6-Stellungen vorhanden sein. Beispiele solcher substituierter Benzoy!gruppen sindj 2,6-Dimethoxybenzoyl, 2-Methylamidobenzoyl und 2-Carboxybenzoyl, Bedeutet die Gruppe Ru eine substituierte 4-Isox:asoly!gruppe, so können Substituenten wie oben unter (i) angegeben,, vorhanden sein» Beispiele solcher 4~Isoxazoly!gruppen sind % 3-Phenyl«™5-methyl-isozazol-4-yl-carbonyl, 3~o-Chlorphenyl-5-methyl~isoxazol-4-yl-carbonyl und 3-( 2,6-Dichlorphenyl)-5-methyl-isoxa53ol«™4»-yl-carbonyl»
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(viii) RU-GH-CO-, worin Ru die unter (i) angegebenen Bedeutun-
gen besitzt und Z Amino, substituiertes Amino (beispielsweise Acylamido oder eine Gruppe, die durch Umsetzung der ct-Aminoacylamidogruppe der 7-Seitenkette mit einem Aledhyd oder Keton, beispielsweise Aceton, Methyläthylketon oder Ä'thylaeetoacetat, gebildet wurde), Hydroxy, Carboxy, verestertes Carboxy, Triazo-IyI, !Cetrazolyl, Cyano, Halogen, Acyloxy (beispielsweise IOrmyloxy oder Hiedrigalkanoyloxy) oder eine verätherte Hydroxygruppe bedeutet. Beispiele solcher Acylgruppen sind: a-Aminophenylacetyl und a-Carboxyphenylaeetyl. TjX
(ix) Ry-c-CO-, worin Rx, Ry und Rz, die gleich oder verschieden JLz
sein können, je Niedrigalkyl, Phenyl oder substituiertes Phenyl bedeuten oder worin Rx ein Wasserstoffatom bedeutet. Ein Beispiel einer Acylgruppe ist Iriphenylcarbonyl.
(x) RU-1IH-C-, worin Ru die unter (i) angegebene Bedeutung besitzt und weiterhin Wasserstoff, Hiedrigalkyl oder Halogen, sub~ stituiertes Hiedrigalkyl und Y Wasserstoff oder Schwefel bedeuten. Ein Beispiel einer derartigen Gruppe ist
^2\
(xi) (CH2) CJ-CO-, worin X die unter (viii) gegebene
2 Σ
Bedeutung besitzt und η eine ganze Zahl von 1 bis 4 darstellt. Ein Beispiel einer solchen Acylgruppe let 1-Aminocyclohexancarbonyl. ■
(xii) Aminoacyl, beispielsweise R^CH(NH2).(CHg)11CO-, worin η eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet oder liH2.CnH2Ar(CH2)mC0, worin m Full oder eine ganze Zahl von 1 bis 10 und η 0, 1 oder 2 bedeuten, Rw ein V/asserstoffafcom, eine Alkyl-, Aralkyl- oder Carboxygruppe oder eine Gruppe, wie sie oben unter Ru definiert wurde, bedeutet und Ar eine Arylengruppe bedeutet, beispielsweise p-Phenylen oder 1,4-Haphfchylen. Beispiele solcher Gruppen Bind in der britischen Patentschrift 1 054 806 beschrieben. Eine
109833/20 OB
Gruppe dieser Art ist die p-Aminophenylaeetylgruppe. Andere Acyl- ■ gruppen dieser Art schließen ein "beispielsweise b -Aminoadipoylgruppen, die sich von natürlich vorkommenden Aminosäuren ableiten und deren Derivate, beispielsweise üf-Benzoyl- ^-aminoadipoyl.
(xiii) Substituierte Glyoxy Iy!gruppen der. lOrmel Ry.GO,Co-f worin R^ eine aliphatisch^, araliphatische oder aromatische Gruppe bedeutet, beispielsweise eine Thienylgruppe, eine Pheny!gruppe oder eine mono-, di- oder trisubstituierte Phenylgruppe, wobei die Substituenten beispielsweise ein oder mehrere Kalogenatome (F, Cl, Br oder J), Methoxygruppens Methylgruppen oder Aminogruppen oder angegliederte Benaolringe sein können. Eingeschlossen in diese Gruppe sind ebenfalls die a-Oarbonylderivate der obigen substituierten Glyoxylylgrnppenf die beispielsweise mit Hydroxylamin, Semicarbazid, ü?hioseialearbaz±&, Isonicotinsäurelxydrazid oder Hydrazid gebildet werden.
(xiv) Formyl.
(xv) _ Kohlenwasserstoffozycarbonyl und substituierte Eohlenwasserstoffozygruppen (worin die 7»Aminogruppe ein feil eines Urethans ist), insbesondere Miedrigalkoxycarbony!gruppen (wie Methoxyearbonyl-, Ithosycarbonyl- und, am meisten bevorzugt, tert.-Butoxycarbony!gruppen), Halogen-niedrigalkoxycarbonylgruppenj beispielsweise 2,2,2-fricliloräthoxycarbonyl, Aralkozycarbonyl-» gruppen, wie BenzyloxycarboByl-; ^Methoxybenzyloxycarbonyl^ Diphenylmethoxycarbonyl- und 4-ffitrobenzyloxycarbonylgruppen. Cycloalkoxycarbonylgruppen können ebenfalls mit Vorteil verwendet werden, besonders die Adamantyloxycarbony!gruppe.
-j
(xvi) Halogenformyl, beispielsweise Ghlorformyl.
Austausch mit Nukleophilen;
Verbindungen der allgemeinen Formel IF können beispielsweiee mit einem Alkalimetallsalz einer niedrigen aliphatischen Säure, beispielsweise Kaliumacetat, umgesetzt werden, indem man beispielsweise in Aceton oder in der Kälte mit 2J1 N-Dimethy!formamid er-
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- 15 wärmt, wobei man eine Verbindung der allgemeinen Pormel:
CH2O.GO.R? (VI)
1 2
COOR
erhält, worin R1 und R2 die o"ben gegebenen Bedeutungen besitzen und R-5OOOH eine niedrige aliphatisehe Säure "bedeutet. Die Verwendung eines Alkalimetallsalzes einer niedrigen aliphatischen Säure ist jedoch nur ein Beispiel einer Anzahl von Verbindungen, die nukleophile Atome, "beispielsweise Stickstoff» Kohlenstoff, Schwefel oder Sauerstoff enthalten, und die unter Bedingungen verwendet werden können, bei denen die Gruppe X durch das Uukleophi:i ersetzt wird. Umsetzungen dieser Art können gegenüber üblichen nukleophilem Reaktionen, bei denen Acetate von Cephalosporin C-artigen Verbindungen beteiligt sind, Vorteile besitzen, lfukleophile Verbindungen, die verwendet werden können, wurden zuvor in Literatur und Patenten, die sieh mit der Cephalosporinchemie befassen, beschrieben. Beispiele von solchen Nukleophilen schließen ein:
Stickstoffnukleophile;
Sie schließen ein tertiäre, aliphatisehe,' aromatische, araliphatische und cyclische Amine, einschließlich der Trialkylamine, beispielsweise Triäthylamin, Pyridinbasen, wie Pyridin und Alkylpyridine; heterocyclische Amine, die mehr als ein Heteroatom besitzen, wobei mindestens ein Heteroatom Stickstoff ist, wie Pyrimidine, Purine, Pyridazine, Pyrazine, Pyrazole, Imidazole, Triazole und Thiazole.
Somit" schließt der Ausdruck "Stickstoff nukleophile" Verbindungen der folgenden lOrmel ein:
(a) ■ NRaRbRc
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worin Ra, R und Rc, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoffatome oder substituierte oder unsubstituierte niedri ge aliphatisch^ Alkylgruppen, araliphatisch^ Gruppen, beispiels weise Benzyl, oder aromatische Gruppen, "beispielsweise Phenyl; wobei auch R und Rc zusammen mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden können, der, weitere Heteroatome enthalten kann. Beispiele solcher Verbindungen schließen ein H-Methy!anilin, Piperidin, Morpholin, usw.
(b)
worin η O oder eine ganze Zahl von 1 bis 5 und R , wenn η 2 bis 5 bedeutet, gleich oder verschieden sein kann und eine aliphatische Gruppe, beispielsweise Hiedrigalkylgruppe, wie Methyl, Äthyl, n-Propyl, Isopropyl, usw., eine Ary!gruppe, beispielsweise eine Phenylgruppe, eine araliphatische Gruppe, beispielsweise eine Phenyl-niedrigalkylgruppe, wie Benzyl, Phenyläthyl, usw. oder eine Alkoxymethylgruppe, beispielsweise eine Methoxymethyl-, Äthoxymethyl-, n-Propoxymethyl-, Isopropoxymethylgruppe, usw. oder eine Acyloxymethylgruppe, beispielsweise eine Alkanoyloxymethylgruppe wie Acetoxymethyl, Jformyl, Carbamoyl, Acyloxy, beispielsweise Alkanoyloxy, wie Acetoxy, eine veresterte Carboxylgruppe, Alkoxy, beispielsweise Methoxy, Ithoxy, n-Propoxy, Isopropoxy, usw. Aryloxy, beispielsweise Phenoxy, Aralkoxy, beispielsweise Benzyloxy, Alkylthio, beispielsweise Methylthio, Ithylthio, Arylthio, Aralkylthio, Cyano, Hydroxy, H-Mononiedrigalkylcarbamoyl, beispielsweise H-Methylcarbamoyl, H-Athylcarbamoyl, usw.;H,H-Dinledrigalkylcarbamoyl, beispielsweise Ν,ΙΓ-Dimethylcarbamoyl, Η,Ν-Diäthylcarbamoyl, usw.; H-(Hydrozyniedrigalkyl)-carbamoyl, beispielsweise H-(Hydroxymethyl)-carbamoyl, H-(Hydroxyäthyl)-carbamoyl, usw. oder Carbamoylniedrigalkyl, beispielsweise Carbamoylmethyl-, Carbamoyläthyl- usw. bedeuten '
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Gruppen bedeutet.
worin R die unter (b) gegebene Bedeutung besitzt und m O oder eine ganze Zahl von 1 bis 4 darstellt,
worin R und m die unter (c) gegebenen Bedeutungen besitzen,
(Rd)
• Ν
worin. R und m die unter (c) gegebenen Bedeutungen besitzen,
worin Ra djit in (b) gegebene Bedeutung besitzt und ρ Ο oder ein« ganze! Zahl von 1 bis 3 und Re eine aliphatisch©, arallphatieohe, Aryl- oder Aoylgruppe oder ein Vaeserstoffatom bedeutet.
(Rd
HQl
Ir
Re
worin R , Re und ρ die in (f) gegebenen Bedeutungen besitzen,
worin R , Re und ρ die in (f) gegebenen Bedeutungen besitzen, CD . ^V
worin* Rd und Re die in (£) gegebenen Bedeutungen besitzen und q O, 1 oder 2 darstellt,
worin R und jg die in (i) gegebenen Bedeutungen besitzen,
"(kl . ]- · .. ■-■■■..■ ■-.-■'■ ■ " ■
worin Rd und ρ die in (f) gegebenen Bedeutungen besitzen, und (D
worin Rd und ρ die in (f) gegebenen Bedeutungen besitzen, (m) Azide, beispielsweise Alkalimetallazide·
Kohlenst offnukle ophiIe ϊ
Beispiele von "Kohlenstoffnukleophilen" schließen ein anorganische Cyanide, Pyrrole und substituierte Pyrrole, beispielsweise Indole und Verbindungen mit stabilen Carbanionen, beispielsweise Acetylene und Verbindungen mit ß-Diketogruppen, beispielsweise Acetessigsäure- und Malonsäureester und Cyclohexan-1,3-dione oder Enamine, Inamine oder Enole·
Somit schließt der Ausdruck "Kohlenstoffnukleophile" Verbindungen der folgenden Formeln ein:
Ca«) MT+(CiO;
worin M ein Metallkation, vorzugsweise ein Alkalimetall- oder Erdalkalimetallkation oder ein quartemäres Ammoniumion und ν die Wertigkeit des Kations bedeuten.
(V)
worin r3 eine aliphatisch^, Araliphatisch^ oder Arylgruppe oder eine veresterte Carboxy-, Acyloxy- oder Acylgruppe, ρ 0 oder eine ganze Zahl von 1 bie<3 und Rk eine Alkyl-, Aral-
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kyl- oder Arylgruppe oder ein Wasserstoffatom bedeuten,
und mindestens eine der ß-Stellungen nicht substituiert ist,
(C)
worin R^ und R die in ("b') gegebene Bedeutung besitzen und n. . 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 5 darstellt, wobei die 2-Stel-" lung nicht substituiert ist,
(d·) (Rs - 0 5 C~)v Mv+
worin Rs eine aliphatische, araliphatisch^ oder Arylgruppe oder ein Wasserstoffatom und M und ν die in (a1) gegebene Bedeutung besitzen,
(e·) C0Rm
H - C - Rh
worin die Gruppen R , die gleich oder verschieden sein können, Viasserstoffatome oder Alkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppen und
Rm eine Alkyl-, Ära!
oxygruppe bedeuten.
Rm eine Alkyl-, Aralkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aralkoxy- oder Aryl-
(f() R - (C=iCL -C=C-
n M
vrorin R eine elektronenliefernöe Gruppe oder Atom und η 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 5 bedeuten.
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Schwefolnukleofthile:
Beispiele von "Sehwefelnukleophilen" schließen ein Thioharnstoff und aliphatisch, aromatisch, araliphatisch, alicyclisch lind heterocyclisch substituierte !Thioharnstoffe; Dithiocarbamate; aromatische, aliphatische und cyclische Thioamide, "beispielsweise Thioacetamid und Thiosemicarbazid; Thiosulfate; Thiole, Thiophenole; Thiosäuren, beispielsweise Thiobenzoesäure oder Thiopicolinsäure; und Dithiosäuren.
Somit schließt der Ausdruck "Sehwefelnukleophil" ' Verbindungen der Formeln:
(a") R1R2N - CS - NR5R4
ein, worin R , R , R^ und R*, die gleich oder verschieden sein können, je ein Wasserstoffatom, eine aliphatische, beispielsweise lliedrigalkyl-, wie Methyl-, Äthyl-, n~Propyl~ usw. Gruppe, eine alioyclische, beispielsweise Cyclohexyl-» Cyclopentyl-, ubw, Gruppe; eine aromatische, beispielsweise eine Phenyl«, Naphthyl-, ubw» Gruppe; eine araliphatisohe, boispielsweise eine Benzylgruppe, oder eine heberocyclioche Gruppe bedeuten; oder R und R"^ zusammen eine zv;elv;ertige Gruppe darstellen, R oder R1^ können alternativ eine Gruppe -UH Ir sein, worin R und R^ die oben gegebenen Bedeutungen besitzen.
worin It** eine geradketfcige oder ve-rzweigbe aliphatioche oder araliphabische Gruppe bedeutet und Rr und Ra, die gloich oder? verschiEiden sein können, je ein Wasseratoffabom oder eine aliphatisch© Gruppe, beispielsweise eine niedrige Alkyl|;ruppe, wie eine Mobh.yl-, Äthyl-, n-Propyl-, uovf. Gruppe j eine a i-alipha bische, bßiflpielsweise BennyIgruppo; eino 4c;/L», bolr.plelflv/eifj« ©ine niedrige Alkanoy.lgruppe, ;/ie eine Acetyl gruppe iujw. oder eine AryLgruppe, böiopIe Luv/eine ijlne Phf>nyl-? NaphfchyL-, usw, Grtippa büüsuten»
10 OS) 3/ 20 0 S
-S OH \
,ν+
worin M ein Metallisation, vorzugsweise ein Alkali- oder Erdalkalikation, oder ein quaternäres Jjamoniumion und ν die Wertigkeit des Kations bedeuten. ■
,1
worin R die oben gegebenen Bedeutungen besitzt, beispielsweise Fiedrigalkyl und η O, 1 oder 2 bedeutet. Eine bevorzugte Klasse von Nuklepphilen, die unter die obige Formel (&") fällt, ist eine, die die allgemeine Formel:
Ra SH
besitzt, worin Ra eine aliphatische, beispielßv/eiße Niedrigalkyl, beispielBweise Methyl, Ithjl, n-Fropyl, usw.; araliphatische, beispielsweise-Plienyl-riiedrigallcyl, beispielsweise Benzyl, Phenäthyl, usw. oder substituiertes Phenyi-niedxigalkyl; alicyclische, beispielsweise Cycloalkyl, beispielsweise Cyclopentyl oder Cyclohexyl j aromatische, beispielsweise Phenyl oder substituiertes Phenyl oder heterocyclische Gruppe, beispielsweise 5-Methyl-I,3,4-thiadiazol-2-yl bedeuten.
Sauers fc offnukleopaile ι
Beispiele von Säuerstoffnukleophilen schließen ein Wasser, Alkohole, beispielsweise Alkanole, wie Methanol, Äthanol, Propanol und Butanole und niedrige Älkanearbonsäia'en. Wasser liefert sowohl H9O und OH"* und ist daher ein üukleophil, das Im Wettbewerb steht "bei allein Reaktionen, die im «äßrlgen Mediria ablaufen.
Der Auijtlruck " Sauers toffXtukleophil11 schließ fc somit ferbindungen dar folgenden 3?ormel ein;
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BAD ORIGINAL
R15CCO)nOH
worin die Gruppe R Niedrigalkyl ("beispielsweise Methyl, Äthyl, n-Propyl, Isopropyl, η-Butyl, Isobutyl.usw.b Eiedrigalkenyl (beispielsweise Allyl); Uiedrigalkinyl (beispielsweise Propinyl, usw.); Medrigcycloalkyl (beispielsweise Cyclopentyl, Cyclohexyl, usw.); Uiedrigcycloalkyl-niedrlgalkyl (beispielsweise Cyclopenty !methyl, Cyclohexyläthyl, usw.); Aryl (beispielsweise Phenyl oder Haphthyl); Aryl-niedrigaXkyl (beispielsweise Benzyl); heterocyclisch; heterocyclisch Niedrigalkyl (beispielsweise Furfuryl) oder wobei jede dieser Gruppen substituiert sein kann, beispielsweise mit einer oder mehreren Hiedrigalkoxy- (Methoxy-, Äthoxy-, usw.), Hiedrigalkylthio- (Methylthio-, Äthylthio-, usw.) Gruppen, Halogen (Chlor, Brom, Jod oder Fluor), Niedrigalkyl (Methyl, Äthyl, usw.), Nitro, Hydroxy, Acyloxy, Carboxy, Carbalkoxy, Ifiedrigalky!carbonyl, ITiedrigalkylsulfonyl, Niedrigalkoxysulfonyl, Amino, Hiedrigalkylamino oder Acylaminogruppen; und η 0 oder 1 bedeuten. Ist das Säuerstoffnukleophil eine Säure, so wird diese im allgemeinen als Salz mit einer anorganischen oder organischen Base verwendet. Solche Salze schließen ein Alkalimetall--, beispielsweise Natrium- oder Ealiumsalze oder Erialkylammonium, beispielsweise Sriäthy!ammonium.
Umsetzung mit Uukleophilen, besonders mit Sauerstoffnukleophilen, können durch die Anwesenheit eines Salzes von Quecksilber, Silber oder Gold, vorzugsweise Quecksilber, erleichtert werden. Es ist besonders bevorzugt, Quecksilber II (Hg+^-SaIZe zu verwenden. Die Wirksamkeit der Umsetzung hängt ebenfalls von anderen Faktoren ab, einschließlich der Art des Anions des Salzes, der Art des Kations, das in wäßriger Lösung entsteht und der Löslichkeit des Salzes in dem Reaktionsmedium, das, wenn immer das Kukleophil ein niedriges Alkanol ist» geeigneterweise das letztere selbst ist.
Das Metallsalz ist vorteilhafterweise eines der Formel HgD? oder HgD, das in wäßriger Lösung Hg+*-und/oder HgD+-Kationen liefert, bevorzugt die ersteren, wobei D~ ein schwaches nukleophiles Anion
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• ist. Ein ähnlich wirkendes Salz Hg E« von Quecksilber mit einem di- oder mehrwertigen Anion, worin E ein n-wertiges Anion, darstellt, η 2 oder größer bedeutet oder ein Salz der Formel AgmF, worin F ein m-wertiges Anion schwacher nukleophiler Art und m 1 oder mehr bedeutet.
Das Anion des Salzes sollte im wesentlichen unter den Reaktionsbedingungen die Verbindung (IV) nicht oxydieren und es sollte vorteilhafterweise ein Anion einer starken Säure, d.h. einer Säure mit einem pKa-Wert in wäßriger Lösung von geringer als .2 sein, um die Bildung der gewünschten Kationen zu erleichtern.
Die nukleophilen Eigenschaften in dem Anion können mit dem gewählten Nukleophil in Wettbewerb stehen, daher ist'es wünschens-' wert, daß das Anion eine nukleophile Konstante besitzt, die kleiner ist als die des Acetations bei der üblicH^n Einstufen-nukleophilen Austauschreaktion in wäßrigem Medium bei einem tetraedrischen KohlenstoffZentrum (vgl. beispielsweise Mine's "Physical Organic Chemistry", McGraw-Hill, 1962, S. 159-161). Queck-. II-salze mit Anionen, deren nukleophile Konstante geringer ist als die des Acetates, beschleunigen im allgemeinen die Reaktionen der geforderten Art schnell. Quecksilber-II- und Silbersalze, die die oben beschriebenen Eigenschaften besitzen, schließen ein Perchlorat, Nitrat, Trifluoracetat und Eetrafluorborat. Quecksilber-I-perchlorat besitzt ebenfalls die gewünschten Eigenschaften.
Das Metallsalz wird üblicherweise in einer Menge von mindestens dem Äquivalenten zu der Verbindung der Formel (IV) verwendet.
Reaktionsbedingun^en für den Austausch von X durch das Nukleophil Der Ersatz von X in den Verbindungen der Formel (IV) durch das Nukleophile kann geeigneterweise dadurch ausgeführt werden, daß man die Reaktionsteilnehmer in Lösung oder Suspension bei mäßiger !temperatur, beispielsweise von -40 bis +12O0G oder wie von O bis +12O0O, vorzugsweise von -20 bis +350O, beispielsweise
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von O "bis +350C, Torteilhafterweise bei umgebender Temperatur, hält. Die Umsetzungen sind im allgemeinen beim Ersatz von Brom durch Pyridin in N,!-Dimethylformamid nach ungefähr 2 Stunden bei 200O und in entsprechend längeren Zeiten bei niedrigeren Temperaturen oder entsprechenden kürzeren Zeiten bei höheren Temperaturen beendigt.
Die nukleophilen Austauschreaktionen können durch Zugabe eines Säureakzeptors, wie einer organischen Base, die die Bildung des nukleophilen Anions in ]?orm eines Salzes beschleunigt, erleichtert werden. Geeignete organische Basen schließen ein Tri~(niedrigalkyl)amine, beispielsweise Triäthylamin. Jedoch sind bei Umsetzungen mit tertiären Stickstoffnukleophilen im allgemeinen keine Säureakzeptoren erforderlich.
Die Umsetzung wird vorteilhafterweise ausgeführt, indem man ein bis 10 Mol.-Äquivalente des eintretenden Nukleophils verwendet. Der pH-Y/ert der Reaktionslösung wird vorteilhafterweise bei wäßrigen Bedingungen im Bereich von 5 bis 8 gehalten. Arbeitet man unter nicht wäßrigen Bedingungen, so sollte das Reaktionsmedium weder besonders basisch noch besonders sauer sein.
Organische lösungsmittel wie Dioxan, Äthylacetat, Formamid, !,!^-Dimethylformamid oder Aceton können verwendet werden. Die organischen Lösungsmittel können in Anwesenheit oder Abwesenheit von Yfesser verwendet werden. In einigen Fällen kann das Nukleophil selbst ein Lösungsmittel sein, beispielsweise, wenn das Nukleophil Pyridin oder ein niedriger Alkohol ist.
Organische Medien, die verwendet werden können, schließen ein niedrige Alkancarbonsäurenitrlle, beispielsweise Acetonitril oder Propionitril; halogenierte Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Methylenchlorid, Chloroform, Äthylendichlorid oder Perchloräthylen; Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Benzol; cyclische Äther, beispielsweise Dioxan oder Tetrahydrofuran; Amide der allgemeinen Formel R .CO.NR R', worin R^ ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-
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gruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet und R und R^, die gleich oder verschieden sein können, je ein Wasserst off atom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeuten, oder worin R und R' zusammen alternativ eine divalente aliphatische Gruppe bilden, die zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring Mldet. Beispiele von Amiden dieser Art sind N,N-Dimethy!formamid, li,2T-Diäthyifprmamid, N,N-Dimethylacetamid, Formamid und W-Methy!formamid. Andere lösungsmittel, die verwendet werden kömienf schließen ein N-Miedrigalkylpyrrolidone, beispielsweise F-Methy!pyrrolidon und M-niedrigalkylsulfoxyde, beispielsweise Dimethylsulfoxyd·
Das Reaktionsmedium muß "bei Zimmertemperatur nicht flüssig sein. Feststoffe, beispielsweise Acetamid, können verwendet werden, solang sie bei der Reaktionstemperatur flüssig sind.
Das Reaktionsprodukt kann aus der Reaktionsmischun^, die beispielsweise nicht umgesetztes Cephalosporin und andere Verbindungen enthält, durch eine Vielzahl von Verfahren abgetrennt werden, einschließlich Umkristallisation, lonophorese, Papierchromatographie oder durch Chromatographie an lonenaustaiischharzen.
Nach der Einführung der gewünschten nukleophilen Gruppe kann die 1-Sulfinylgruppe durch bekannte Verfahren reduziert werden. Dies kann beispielsweise durch Reduktion der entsprechenden Acyloxysulfonium- oder Alkyloxysulfoniumsalze erreicht werden, die in situ durch Umsetzung mit einem Acetylchlorid im Ealle eines Acetoxysulfoniumsalues hergestellt wurden, wobei die Reduktion beispielsweise durch Hatriuradithionit oder durch Jodidionen, wie mit einer Lösung von Kaliumjodid in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel, beispielsweise Essigsäure, ^tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylformamid oder Dimethy!acetamid, durchgeführt wird. Die Reak"
den.
Reaktion kann bei Temperaturen von -20 bis +500C durchgeführt wer-
Altemativ kann die Reduktion der 1-SuIfinylgruppe durch PhosphortriChlorid oder -tribromid in Lösungsmitteln, wie Methylenchlorid, Dimethylformamid oder Tetrahydrofuran, vorzugsweise bei
109833/?flftR
-27 einer !!temperatur von -20 bis +500C durchgeführt werden.
Aus dem zuvor gesagten ergibt sich, daß die Δ -Unsättigung während der "beschriebenen Sequenz an Reaktionen nicht der Isomerisierung unterlag. Dies ist ein wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung.
Alternativ können Verbindungen der "Formel (IV) zuerst reduziert werden, wobei eine Verbindung der Formel:
- COOR2
gebildet wird, worin R", R und X die oben gegebenen Definitionen besitzen, die dann mit einem Huklecphil wie oben beschrieben, umgesetzt werden kann. Bei dieser Stufe kann jedoch Λ ·* ->Ä -Isomerisierung auftreten.
2
Ist die Gruppe R ein Rest eines Alkohols oder eines Phenols, so kann sie bei jeder geeigneten Stufe der Synthese durch die oben angegebenen Verfahren entfernt werden. In einigen Stufen kann der Schutz der 4-Carboxylgruppe erforderlich sein und der genaue Punkt der Entfernung hängt von diesem Faktor ab. Sollte
2
die Gruppe R während einer spezifischen Umsetzung entfernt werden, so kann es nötig sein, die Carboxylgruppe erneut zu verestern, wenn anschließend ein Schutz erforderlich ist.
Wird die Gruppe R nach der Einführung des Stickstoffnukleophils entfernt, insbesondere eines Stickstoffnukleophils von (b) oben, so kann die entstehende Verbindung geeigneterweise als quarternäres Ammoniumsalz, beispielsweise als Hydronitrat, isoliert werden. Das entstehende Salz kann dann gemäß den in den britischen Patentschriften 1 101 561 oder 1 101 562 beschriebenen Verfahren in das freie Betain überführt werden.
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: — 2Ü84924
Wenn bei irgendeiner Stufe das Produkt eine 7ß-Acylamidoverbindung ist, die nicht die gewünschte Acy!gruppe enthält, so kann die 7ß-Acylamidoverbindung If-deacyliert werden, wobei die entsprechende 7ß-Aminoverbindung entsteht und die letztere kann mit einem geeigneten Acylierungsinittel äcyliert werden.
Geeignete Verfahren zur H-Deacylierung von Cephalosporinderiyaten mit 7ß-Acylamidogruppen sind in den britischen Patentschriften 1 041 985 und 1 119 806, in der belgischen Patentschrift 719 712 und in den südafrikanischen Patentschriften 68/5048 und 68/5327 beschrieben. Ein anderes Verfahren zur IT-Deacylierung, das verwendet werden kann, ist saure Katalyse. Beispielsweise kann M-Deformylierung einer 7ß-Formamidogruppe mit Mineralsäure bei einer lemperatur von —15 bis +1000C, vorzugsweise +15 bis 400O, durchgeführt werden. Ein geeignetes Reagens für IT-Deformylierung ist konzentrierte Chlorwasserstoffsäure in Methanol, Dioxan oder iDetrahydrofuran* Alternativ kann H-Deformylierung mit Hilfe einer Iiewissäure in einem niedrigen Alkanol oder einem niedrigen Alkandiol unter Im wesentlichen wasserfreien Bedingungen durchgeführt werden« I-3Deformylierung unter im wesentlichen wasserfreien Bedingungen kann bei einer Temperatur von -40 bis +1000C, vorteilhafterweise bei -20 bis +700C durchgeführt werden.
Die 7ß-Aminoverbindung kann als unlösliches SaIs, beispielsweise als Hydrochlorid oder als Hydrogen-p-toluolsulfonat9 abgetrennt werden, oder sie kann durch Einstellen des pH-Wertes (beispielsweise auf den isoelektrischen Punkt) ausgefällt werden oder sie kann nötigenfalls mit einem geeigneten lösungsmittel extrahiert werden. Die 7ß-Aminoverbindung kann dann erneut äcyliert werden. Die erneute Acylierung kann mit dem Acylierungsmittel der Wahl durchgeführt werden. Eine große Vielzahl . von Acylierungsmitteln für die Verwendung auf dem Cephalosporingebiet sind in der Literatur beschrieben.
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2084S24
. Enthält die 7ß-Acylamidogruppe eine Aminogruppe, so ist es erforderlich, diese während der verschiedenen Reaktionsstufen zu schützen. Die Schutzgruppe ist geeigneterweise eine, die durch Hydrolyse entfernt werden kann, ohne daß der Rest des Moleküls besonders die lactam- und 7ß-Amidobindungen angegriffen werden. Die Aminsehutzgruppe und die Veresterungsgruppe in der 4-COOH-Stellung können durch das gleiche Reagens entfernt werden. Ein vorteilhaftes Verfahren "besteht darin, beide Gruppen bei der letzten Stufe der Reaktionsfolge zu entfernen. Geschützte Aminogruppen schließen ein Urethan, Arylmethyl- (beispielsweise SCrityl)-amino oder Sulfenylaminoarten. Solche Gruppen können im allgemeinen durch eines oder mehrere Reagentien, wie verdünnte Mineralsäuren, beispielsweise verdünnte Chlorwasserst off säure, konzentrierte organische Säuren, beispielsweise konzentrierte Essigsäure, !Drifluoressigsäure und flüssigen Bromwasserstoff bei sehr niedrigen. {Temperaturen, beispielsweise -800O, entfernt werden. Eine geeignete Schutzgruppe ist die tert.-Butoxycarbonylgruppe, die leicht durch Hydrolyse mit verdünnter Mineralsäure, beispielsweise verdünnter Chlorwasserstoff säure, oder vorzugsweise mit einer starken organischen Säure (beispielsweise Ameisensäure oder Trifluoressigsäure), beispielsweise bei einer Temperatur von 0 bis 400C, vorzugsweise bei Zimmertemperatur (15 bis 250C), entfernt wird. Eine andere geeignete Schutzgruppe ist die 2,2,2-Erichloräthoxycarbony!gruppe, die durch ein Agens wie Zink/Essigsäure, Zink/Ameisensäure, Zink/niedrigen Alkohol oder Zink/Pyridin entfernt werden kann.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung können die oben 'beschriebenen. Reaktionen gemäß der folgenden Sequenz von Reaktionsstufen veri.aufen, wobei H und R die oben gegebenen Definitionen b«ßitzrn, B'0CO die Endacylgruppe und 7 der Rest eines Nu- kleophile
«deuten»
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^s
Oxydation
COOR'
H,
COOR
Bromierung
0 ti
s^ - .. ;■ R
-nukleophile ' γ Reaktion'
0OR'
Reduktion
CH2Br
COOR
\f
Reduktion
GOOR
D(8äcyiienmgCgege"benaafalls)
H2N
- 31 -
Beacylierung (gegebenenfalls)
* R10CO .NK-erneute Acylierung
COOR
COOR'
Nach der Bildung der -CHgBr-G-ruppe kann das Brom gegen Jod oder Chlor ausgetauscht werden, wobei man die analogen -CHpI- oder CHgCl-VerMndungen erhält. Die letztere kann dann einer nukleophilen Reaktion unterworfen werden, wobei ähnliche Überlegungen gelten, wie bei den Reaktionsschemata unten.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindiingsgemäßen Verfahrens läuft die folgende Sequenz an Umsetzungen ab:
H.CO.NH-
COOR*
H.CO NH
COOR
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~ 32 "*
ι-
R10CO.NH
R10CO. NH
COOR
ti
«-7Γ
X.
00R
R10CO.NS
COOR
worin X, R , R und η die oben gegebenen Bedeutungen besitzen und R CO"die Endacylgruppe bedeutet.
Die obige Sequenz ist wegen einer Anzahl von Gründen vorteilhaft: (1) Die Stufe A, bei der die 3-Methylgruppe broniiert wird? gewünschtenfalls gefolgt von einem Halogenaustausch, kann durchgeführt werden» ohne daß wesentlicher Angriff der Pormamidogruppe statt-
10
findet, was der Fall mit R CO sein könnte, beispielsweise wenn dies die 2-Thienylacety!gruppe ist. (2) Die Stufe B, bei der
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N-Deformylierung auftritt, kann leicht durchgeführt werden. (3) Die Stufe C, "bei der die Endacylgruppe R CO eingeführt wird, wird durchgeführt, "bevor die Stufe D, die nachteilig wirken könnte, durchgeführt wird, und (4) die Retention der Oxydgruppe "bis die Stufe D "beendigt ist, vermindert die Δ —* Δ -Isomerisierung, die sonst in Anwesneheit eines Pyridinnukleophils auftreten würde. Geht man auf diese Weise vor, so kommt man auf zufriedenstellendem Weg zu den Verbindungen der allgemeinen Formel (YIII), wie sie unten definiert wird.
Eine andere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht aus der folgenden Sequenz an Reaktionsstufen:
H.CO.NH
COOR
COOR2-
DJ
-40-
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H.CO.NH
M/
-Ct
CJ
M/ :
R10C0.NH
COOR
R10C0.NH
COOR
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π, « \\ψ;< in =ι;;-ι :■ !η|;ιπ;;μ ι»:»!;: »■■
- 35 -
Die Sequenz der Stufen A, B und D liefert ähnliche Vorteile wie sie zuvor für die Sequenz der Stufen A, B und D "beschrieben wurden.
Die vorliegende Erfindung liefert einen ausgezeichneten alternativen Weg zu denjenigen, die "bereits bekannt sind, zur Herstellung von Verbindungen der Formel (VIII).
Verbindungen der allgemeinen Formel:
• R10CONH- ' S
COOH
worin RCO eine Acylgruppe und T den Rest eines Nukleophils bedeuten und deren Salze besitzen im allgemeinen antibakteriell Wirkung.
Wichtige Verbindungen der Formel (VIII), die nach dem erfindungs~ gemäßen Verfanren hergestellt werden können, schließen ein: Cephaloram, Cephalothin, Cephaloridin, Cefazolin, Cephaloglycin, 7ß- (D-2-Amino-2-phenylacetamido)-3-methylthiomethylceph-3~ em-4-carbonsäure, 7ß-(D-2-Amino-2-ph.enylacetamido)r3-iaethoxyrQethylceph-3-em-4-carbonsäure und H-[7ß-(2-!Ehienylacetamido)-ceph-3-em-3-ylmethyl]-4-(li-liydroxymetliylcarbamoyl)-pyridinium-4-carboxylat.
Die folgenden Herstellungsvorsehriften und Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie jedoch, zu beschränken. Bei den Herstellungsvorsehriften und Beispielen sind, wenn nichts anderes angegeben:
1) Die Ultraviolett(UV)-Spektren in Äthanollösungen bestimmt,
2) die Infrarot(IR)-Spektren in Hujol als Film gemessen,
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3) die Proton-magnetischen Resonanzspektren (PMR) bei 60 oder 100 Mhz als 5- "bis 10#ige Lösungen in Dimethylsulfoxyd-dg. ■bestimmt. Die Werte der Kupplungskonstanten (J) werden nicht zugeordnet. Die Signale werden als Singuletts (s), Doubletts (d), doppelte Doubletts (dd), Iripletts (t), AB-Quartetts (AB-q) oder Multipletts (m) bezeichnet. ' - _ ■
4) Die optischen Drehwerte werden bei 19 bis 30° in Konzentratio-. nen im Bereich von 0,8 bis 1,2 fo als Lösungen in Dimethylsulfoxyd bestimmt,
5) die Lösungen wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getröcknet,
6) niedrig siedender Petroläther war eine Fraktion mit dem Siedepunkt 60 bis 80°,
7) alle Arten an Kieselgel G wurden von der Merck A.Ge, Darmstadt, bezogen,
S-) Methylenchlorid wurde getrocknet, indem man es durch basisches Aluminiumoxyd (Woelm, Aktivität I) leitete; N,H-Dimethy!formamid wurde durch Destillation über sauren Aluminiumoxyd (Woelm, Aktivität I) getrocknet.
9) Die Papierelektrophorese wurde auf Whatman ΪΓο. 3 MM-Papier mit 30 v/cm in einem pH 1,9-Puffer durchgeführt, der Ameisensäure (16,7 ml, 98 fo), Essigsäure (84 ml), Aceton (105 ml) und Wasser (495 ml) enthielt, oder wo angegeben, wurde dieser Puffer mit 4 Volumen Wasser auf pH 2,2 verdünnt, Flecken wurden mit einer Hanovia "Chromatolite"- Ultraviolettlampe sichtbar gemacht. Die Rc-Werte bedeuten Wanderungsgeschwindigkeit in bezug auf li-[ 7ß- ( 2-a?hienylacetamido )-ceph-3-em-3-y !methyl] -pyridinium-4-carboxylat (Cephaloridin), E0 1,00 als Standard; Vitamin B1„ diente als ungeladenes Markierungsmittel.
Die Beispiele sind in vier Teile eingeteiltί
Jeil A: Er befaßt sich mit der Herstellung der Ausgangsmaterialien der Formel I. .
Teil B: Er befaßt sich mit der Bromierung der Verbindungen der Formel I, wobei Verbindungen der Formel II entstehen·
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- 37 -
n?eil O; Er befaßt sich mit der Umwandlung der entstehenden 3-Brommethylverbindungen in ihre 3-Jodmethyl- und 3-Chlormethylanalogen, und
Jail D; befaßt sich mit dem nukleophiien Ersatz und nachfolgenden Reaktionen, wobei die Produkte der Seile B und C verwendet werden. Dieser Seil beschreibt die Verwendung von Alkanoat-, Stickstoff-, Schwefel- und Alkanolnukleophilen.
Seil A
Verfahren A1
Methyl-3-methyl~7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carbo:xylat-1ß-o3tyd.
a) Methy l-3~methyl-7ß~pheny Iacetamidoceph-3-em-4-carboxylat ι
"wine Lösung von Methyl-öß-phenylacetamidopenicillanat-iß-oxyd (29,15 g, 80 mMol) in trockenem Diöxan (600 ml), die Pyridin (1,26 g, 16 mMol) und 89$ige Phosphorsäure (1,76 g, 16 mMol) enthielt, wurde 15,5 Stunden am Rückfluß erwärmt. Die kondensierten Dämpfe wurden getrocknet, indem man sie durch ein Bett an Molekularsieben (Linde 4A, 1,5 mm (1/16 inch), 40 g) in trockenem Dioxan (ca. 50 ml) leitete, bevor man sie in die Reaktionsmischung zurückführte, deren Volumen konstant bei ca. 600 ml blieb. Die gekühlte Reaktionsmischung wurde im Vakuum eingedampft und der Rückstand in Methylenclilorid (500 ml) gelöst und dann nacheinander mit Wasser, 2n-0hlorwasserstoffsäure, Wasser, 3$iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser (200 ml von federn) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen Feststoff erhielt, der aus im Handel erhältlichen vergällten Alkohol (industrial Methylated spirits) umkristallisiert wurde, wobei man die Titelverbindung in Form farbloser Prismen erhielt (18,3 g, 66 $), Pp. = 196 bis 198°, [ajjj = + 136° (Dioxan), χ max = 259 nm (£= 6 550). Abkühlen der Mutterlaugen lieferte weiteres identisches Material (1,85 g, 6,7 #). Umkristallisation eines kleinen leils des obigen Feststoffes lieferte eine analytische Probe, Fp. =196 bis 198,5°, V max (GHBr3) 3410 (KH), 1775 (Azetidin-2-on), 1720 imd 1240 (CO2CH3) und 1670cm~1 (COM), T 0,98 (1H,
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d, J 8 Hz;.BH), 2,73 (5H, s; CgH5), 4,39 (1H,■ dd, J 4,5 und 8 Hz; C7-H), 4,95 (1H, ä, J 4,5 Hz; C5-H), 6f25 (3H, s; 6,37 und 6,69 (2H, teilweise verwischt, AB-q, J 18 Hz? 6,46 (2H, s; C6H5CH2) und 7,96 (r3H,."s; C3-GH3).
Analyse: ( J17H 18N2 9 ^S (346,4: ) 1 8, 1 S •9, 3
Berechnet: C 58, 7 H 5,2 ■7f 9 9, 25
Gefunden: 58, 5,2
b) Oxydation von Methyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-.3-em-4-carboxylate
(i) Mit Peres sip: säur es
Unter magnetischem Rühren wurde eine ügsung von Methyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3--em-4-carboxylat (6,93 g, 20 mMol) in Methylenchlorid (100ml) mit ca« 1Geiger Peressigsäurelösung (38 ml, ca, 50 mMol) tropfenweise während 15 Minuten "behandelt. ■Nachdem, man weitere 15 Minuten gerührt hatte, wurde die Mischung vorsichtig mit wäßriger 3$iger Fatriumhydrogencartionatlösung (150 ml) behandelt, wobei ein farbloser Feststoff als Niederschlag ausfiel. Dieser wurde durch Filtration abgetrennt, in Methylenchlorid (600 ml) gelöst und su dem organischen !eil des ursprünglichen 'Filtrates zugefügt. Der wäßrige !eil des Filträts h wurde mit Methylenchlorid (150 ml) zimiclcextrahiert$ das dann mit den obigen Extrakten vereinigt wurde. Die vereinigten organischen Extrakte wurden mit gesättigter wäßriger Uatriumhyärogencarbonatlösung (150 ml), gesättigter Kochsalzlösung (200 ml) gewaschen, getrocknet und dann eingedampft, wobei man das Methyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3--em-4~carbQxylat-1ß-oxyd erhielt (5,65 g, 78 j>) in Form federartiger ladein. Fp = 226 bis 227°, [OC]13 = +183°, λ jnax 265 ^m =8 150). Konsentration der .Mutterlaugen lieferte eine zusätzliche Charge· an identischem Material (0,69 g8 10 #). Die DünnsciiioJiteliromatograpliie und die Spektralanalyse zeigten an, daß das obige Suifoxyd eiia einfaches Mastereoieomeres warf Rj = 0,45 (beschichtet mit ,Silikagel von Merck^ Iceton s Methylenohlorld = 1. : 4·);- Vma3: (CHBr5) 3310 (MH)„ 1780 (Azetidln-2-on)f 1728 (GO2GH3), 1646 und.1540 (OQNH)
to
1 0 ®i 8 1 H / ^ Q 11 S
I y a B aä « f a y W
_ 39 _
und 1030 cm"1 (S-*-O),«C 1,71 (1H, d, J 8 Hz; HH), 2,67 (5H, s; C6U5), 4,20 (1H, dd, J 5 und 8 Hz; C7-H), 5,10 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 6,18 (3H, s; CO2CH5), ca. 6,3 (4H, nicht aufgelöstes
) ( CH5).
Multiplett; C6H5CH2- und G2 95 (3H, s; C3
Analyse: 0I7 11IS1 5S
Berechnet: C 56, H 5, 7V 7 S 8, 85
Gefunden: 56, 4, 7, 4 8, 7
ί2ο (ii) Mit Jodbenzoldichlorid
,3 12'* **
,1 (362,4)
0 N
9
. ·
Eine Lösung von Methyl-3-methyl-7ß-phenylaeetamidoceph-3-em-4·- earboxylat (6,93 g, 20 mMol) in Wasser:Pyridin (1 : 4, 100 ml) wurde "bei ~10° in Abwesenheit von Licht gerührt und mit einer Lösung von Jodbenzoldichlorid (11,0 g, 40 mMol) in trockenem .fyridin (25 ml) tropfenweise während 10 Minuten "behandelt. Die Mischung wurde eine weitere Stunde bei dieser temperatur gerührt, dann in Methylenchlorid (200 ml) gegossen "und mit 2nr-Chlprwasserst off säure (4 x 200 ml), Wasser (2 χ 200 ml), 3#iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung (2 χ 200 ml)und Wasser (2 χ 200 ml) gewaschen. Der getrocknete Extrakt wurde anschließend konzentriert, dann im Eisschrank aufbewahrt, wobei man drei Chargen von Cephalosporin-iß-oxyd erhielt (insgesamt 2,27 g, 31,3 %), in jeder Beziehung mit dem in 1b (i)'beschriebenen Material identisch, farblose, federartige Mädeln, Pp. = 226 bis 227°, X J08x 265,5 nm (£ =8 150); Rp = 0,45 (wie in 1b (i)).
Konzentration des Filtrates lieferte einen braunen leer, der, wenn er mit Äther behandelt wurde, fast weiße Prismen ergab (1,62 g), Fp. = 174 bis 175°, Ea]33 = -70° (Chloroform), IECL (Dünnschichtchromatographie)-Ana3^rse zeigte die Anwesenheit von zwei Verbindungen (S51 s 0,45 und 0,24), wobei das weniger polare in .peiner Wanderungsgeschwindigkeit dem bekannten diastereoisomeren Oxyd entsprach. Die Mischung wurde in Methylenchlorid/ Aceton (4 : 1) (50 ml) aufgenommen und an Kieselgel G (100 g) ■ mit der gleichen Lösungsmittelmischung chromatographiert. 50 ml Fraktionell wurde abgenommen, eingedampft, durch OJLC geprüft und entsprechend vereinigt. Die Fraktionen 8 bis 11 (137 mg wurden
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aus Äther kristallisiert, wobei man eine sehr kleine Menge des bekannten diastereoisomersn Oxyds erhielt (118 mg), Pp. = 222 Ms 223°, LQV 266 nm ( £ = 8 500). Die Fraktionen 13 bis 31 (832 mg) lieferten bei Behandlung mit Äther Methyl-3-methyl-7ß« phenylacetamidoceph^-em^-carboxylat-ioc-oxyd (727 mg, 10 $), Pp. = 184 bis 185°, Umkristallisation aus Aceton/niedrig sieden dem Petroläther lieferte farblose Prismen, Pp. = 186 bis 187°, [a]D = -159°, A max 265 nm ( £ = 5 150), Y max (CHBr3) 3440 (M), 1788 (Azetidin-2-ση), 1728 (CO2OH3), 1682 und 1515 (COM) und 1050 cm""1. (S -*0)j T 2,75 (5H, sj C6H5), 4,42 (1H, d, J 5 Hz und 8 Hz; C7-H), 5,28 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,87 und 6,40 (2H, AB-q, J 17 Hz; C2-H2), 6,25 (3H, s; CO2CH3), 6,45 (2H, s; C6H5CH2) und 7,92 (3H, s; C3-CH3).
Analyse: C17 H18K 2°ί -S (362, 4) 7, 7 S 8, 85 *
Berechnet: C 56, 3 H 5 ,0 N 7, 6 β, 7
Gefunden: 56, 1 4 ,9
Verfahren A2
2,2,2-lErichloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetamido-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
(i) Mit Peressigsäure:
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl~3-methyl-7ß-phenyläcetamido~ ceph-3-em-4-carboxylat (8,36 g, 18 mMol) in Methylenchlorid (100 ml) wurde auf 5° gekühlt und gerührt, während eine Lösung von Peressigsäure (10 $ Gew./Vol.; 20 ml, 26 mMol) zugefügt wurde. Die Mischung wurde dann bei Zimmertemperatur 10 Minuten gerührt. Wasserstoffperoxyd (29 $ Gew./Vol., 4 ml, 3,6 mMol) wurde zugefügt und man rührte weitere 30 Minuten. Die Lösung wurde nacheinander mit Wasser (2 χ 50 ml), Natriumbicarbonatlösung (2 χ 50 ml, 3 %) und Wasser gewaschen, dann getrocknet und eingedampft, wobei ein Gel zurückblieb. Kristallisation des Gels aus Methanol lieferte die Titelverbindung (2,8 g, 32 #), in Form farbloser Kristalle, Pp. « 199 bis 199,5°, Ea]n = +97° (CHCl3), Λ max 269 nm (E]J*m « 165). Eine zweite Charge der iDitelverbindung
10983 3/20 0 5 .
° Ca] = +105°
(0,82 g, 9,5 $), Pp. = 195 Ms 197°, Ca]35 = +105° (GHOl5), λ «,«ν 269 nm (e1^„ =161) wurde erhalten, wenn man die Mut-
terlaugen "bei Zimmertemperatur über Wacht rührte. Das Piltrat von der zweiten Charge wurde eingedampft und der Rückstand wurde an Silikagel (0,05 "bis 0,2 mm, 150 g) Chromatograph!ert, wobei man Methylenchlorid-Acetonmischungen als Eluierungsmittel verwendete. Die Gradientelution lieferte unreines Ausgangsmaterial (0,56 g, 7 #), Fp. = 147 Ms 157°, Ca]35 = 67,5° (CHCl3),
λ max 260 nm (E^m = 124), gefolgt von der litelverbindung (2,29 g, 27,5 1o), Pp. = 190 Ms 198°, Ca]35 = +105,5° (CHCl3),
A maJC 269 nm (E^m = 159), von der Seile aus Methanol umkristallisiert wurden, wobei man farblose Nadeln erhielt. Pp. = ° (Zersetzung) Ca] = 108°
200,5 bis 202° (Zersetzung), Ca]35 = 108° (CHCl3), Λ max 269 nm (E = 7 450), V max (CHBr3) 1800 (Azetidin-2-on), 1740 () 1680 und 1510 (COM) und 1043 cm"1 (S-K)).
Analyse? C18H17Cl3N2U5S (479,8)
Berechnet: C 45,1 H 3,6 Cl 22,2 N 5,8 S 6,7 f° Gefunden: 45,3 3,5 22,0 5,6 6,5
Weitere Elution lieferte das 1a-0xyd (0,21 g, 2,5 $>), Pp. = bis 178°, Ca]35 = -199° (CHCl3), Λ max 269 nm (E^m = 94), das aus Aceton umkristallisiert wurde, wobei man farblose Nadeln erhielt. Pp. = 181 bis 189° (Zersetzung), Ca]35 = -237° (CHCl3), λ max 269 nm ( £ = 4 850), v} ^x (OHBr3) 1780 (Azetidin-2-on), 1725 (CO2R), 1670 und 1510 (CONH) und 1040 onT1.
Analyse:
Gefunden: C 45,2 H 3,6 Cl 21,9 N 5,6 S 6,6 %
(ii) Mit m-Chlorperbenzoesäure;
Eine Lösung von 2,2,2-Irichloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat (18,56 g, 40 mMol) in Methylenchlorid (200 ml) wurde bei 0 bis 10° gerührt und eine Lösung von m-Chlorperbenzoesäure (8,91 g, 85 $> rein, 44 mMol) in Methylenchlorid (150 ml) wurde während eines Zeitraums von 5 Minuten zugefügt.
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Man rührte weitere 15 Minuten und dann wurde die Reaktionslösung ' mit ITatriumbicarbonatlösung (3 #, 4 x 100 ml) gewaschen. Die Bicarbonatextrakte wurden vereinigt und mit Methylenchlorid (100 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Lösungen wurden getrocknet und eingedampft, wobei man einen farblosen Peststoff erhielt, der durch Säulenchromatographie an Silikagel (0,05 bis 0,2 mm, 500 g) mit einer Mischung aus Methylenchlorid-Aceton als · Eluierungsmittel gereinigt wurde. Die entsprechenden Fraktionen wurden vereinigt, wobei man das 1ß-0xyd (16,32 g, 85"%) als weißen Feststoff erhielt, Fp. = 193 bis 200°, [a]D = +104° (CHCl3),
Herstellung A3
2,2,2~Trichloräthyl-7ßK
1ß-oxyd.
a) 2,2,2-iDrichroräthyl-7ß-formamido-3-methylceph~3-em-4-carboxylat;
Essigsäureanhydrid (8 nil) wurde zu einer Lösung von 2,2,2~Irichlor äthyl-7ß-amino-3-methylceph-3-em-4-carboxylat (6,91 g, 20 mMol) in 98- bis 100$iger Ameisensäure (40 ml) zugegeben und die orange ^ Lösung wurde bei Zimmertemperatur 35 Minuten aufbewahrt und dann nacheinander bei 3O°/15 mm und 30°/1 mm eingedampft. Der organge gefärbte Rückstand wurde in Äther (200 ml) gelöst und die Lösung wurde nacheinander mit 2n-Chlorwasserstoffsäure, Wasser und 5$iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung (Jeweils 50 ml) und Wasser (100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man den Titelester in Form eines schwach gelben Schaumes erhielt (6,50 g, 87 70, Ue]1, =+96° (CHCl3), K mx 262 bis 263 Um (35ICm' = 152)» V max (CHB^) 3400 (HH), 1786 (Azetidin-2-on), 1740 (CO2R) und 1700 und 1510 cm"1 (COMH),-T (CDCl3) i,74 (CHO), 7,79 (C3-CH3).
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Analyse; C11H11Cl3Ii2O4S (373,7) ' Berechnet: Cl 28,5 S 8,6 $
Gefunden: 27,5 8,2
(b) 2,2,2-£richloräthyl-7ß-fo:rmamido-3~methylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
(i) Eine Suspension· von 2,2,2-Triehloräthyl-7ß-amino-3-methylceph^-em^-carboxylat-hydrogen-p-toluolsulfonat (155,5 g» 0,3 mMol) in Ätliylacetat (600 ml) und Wasser ( 600 ml) wurde mit Natriumcarbonat (36,0 g) 1 1/2 Stunden gerührt. Die Schichten wurden getrennt und die wäßrige Schicht wurde mit Äthylacetat (230 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit Wasser (600 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man ein braunes Öl erhielt, das in Äthylformiat (500 ml) erneut gelöst wurde. Die Lösung wurde am Rückfluß 1 Stunde erwärmt, dann im Vakuum eingedampft. Das braune Öl wurde erneut in Äthylacetat (600 ml) gelöst und nacheinander mit 2n-Chlorwasserstoffsäure (600 ml), Wasser (600 ml), 3$iger Natriumbicarbonatlösung (600 ml), Wasser (600 ml) gewaschen, getrocknet und im Vakuum eingedampft, wobei man einen schwach gelben Schaum erhielt (1.12,3 g). Dieser Schaum wurde in Methylenchlorid (1 ltr.) gelöst, in Eis gekühlt und während man während 35 Minuten Peressigsäure (0,285 Mol, 0,95 Äquiv.) zufügte, gerührt. Dann rührte man weitere 30 Minuten bei Zimmertemperatur, wobei teilweise Kristallisation des Produktes auftrat. Methylenchlorid (1 ltr.) wurde zugefügt und die Lösung wurde nacheinander mit Wasser (800 ml) und 3$iger Natriumbicarbonatlösung (1x1 500 ml, 1 χ 800 ml) gewaschen, dann getrocknet und im Vakuum auf ein Volumen von ca. 400 ml aufkonzentriert. Methanol (450 ml) wurde zugefügt und die Lösung wurde langsam auf 0° unter Rühren abgekühlt. Der feine fast weiße Feststoff wurde gesammelt und mit zwei weiteren Chargen des Materials, das man durch Konzentration der Mutterlaugen erhalten hatte, vereinigt. Die vereinigten Feststoffe wurden mit Äther-Methanol (19 :1, 750 ml) gewaschen und bei 40° im Vakuum getrocknet, wobei man die
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Titelverbindung erhielt (91,2 g, 78 $).Ρρ. = 168 bis 171° (Zersetzung >f [α]ρ = +105°, λ max 269,5 nur (E^m = 174). Eine klei ne Probejdavon wurde aus Äthanol umkristallisiert, wobei man eine analytische Probe als Hemi-äthanolsolvat erhielt, Fp. = 176 bis 181° (Zersetzung), [cc^ = +107°, /t max 269 mn ( £ =7 740), \f mov (CHBrx) 3610 (Äthanol), 3440 (IiH), 1800 (Azetidin-2-on),
1741 (CO2R), 1698 und 1509 (COM) und 1041 cm"1 (S-^O), 1,74 (IH,s; CHO), 2,90 (IH, d, J 10 Hz; MH), 3,82 ("1H, dd, J 10 " und 4 Hz; O7-H), 4,99 und 5,16 (2H, AB-q, J 11Hz; CO2CH2CCl3), 5,40 (1H, d, J 4 Hz; C6-H), 6,28 und 6,69 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 7,74 (3H, s; C3-CH3). Typische Signale bei'*t 6,34 und 8,76 zeigten die Anwesenheit eines haben Mols Äthanol an.
Analyse: C11H11Cl3N2O5S. 0,5 C2H5OH (412,7) Berechnet: C ,34,9 H 3,4 Cl 25,8 IT 6,8 S 7,8$ Gefunden: 35,0 3,4 25,5 6,7 7,7
(ii) Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl~7ß"formamido-3-methylceph-3-em-4-carboxylat (6,43 g, 17,2 mMol) in Methylenchlorid . (50 ml) wurde bei 0° gekühlt und Peressigsäure (46,2 fo Gew./Vol., 2,98 ml, 1,05 Äquiv.) wurde tropfenweise unter Rühren während 10 Minuten zugefügt. Die schwach gelbe Lösung wurde bei 0 während 30 Minuten gerührt, dann auf Zimmertemperatur erwärmt und nach-. einander mit Wasser, 3$iger wäßriger Natriumhydrogenoarbonatlö- ^ sung und Wasser (jeweils 50 ml) gewaschen, getrocknet und einge- * dampft, wobei man einen gelben Peststoff (5,79 g) erhielt. Dieser Peststoff wurde durch Verreiben mit warmem Äthanol (50 ral) kristallisiert, wobei man die Titelverbindung als Äthanolsolvat erhielt (4,67 g 66 #), Pp. = 178 bis 183° (Zersetzung) [a]D = +110°, λ max 269 nm (<£" = 7 450), die Spektren waren ähnlich wie die der unter (i) oben beschriebenen Verbindung,
Herstellung A4
tert.-Butyl-7ß-formamido-3-methylGeph~3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd
a) tert.-Butyl-7ß-amino~3-methylceph»-3-"em-4--carboxylat.
Eine Mischung von 7ß~Amino-3-'methylceph*-3-em-4-carbo3asäure
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(16,09 g, 75,2 mMol), Dioxan (100 ml),.Schwefelsäure (10 ml) und Isobutylen (90 ml) wurde in einem Druckgefäß geschüttelt, bis eine klare Lösung entstand (2 1/2 Stunden). Die Lösung wurde abgekühlt und in eine Mischung von wäßrigem Natriumbicarbonat (600 ml), Eis (100 g) und Ithylacetat (150 ml) gegeben. Die wäßrige Schicht wurde noch zweimal mit Ithylacetat extrahiert und die Extrakte wurden mit Salzlösung gewaschen und getrocknet. Beim Eindampfen hinterblieb ein Gummi, der mit Petroläther (Siedepunkt 40 bis 60°) verrieben wurde,wobei man fast weiße Kristalle erhielt (11,17 g, 55 $). Eine Probe wurde aus Äther umkristallisiert, wobei man den reinen Ester erhielt. Pp. = 126°, [a]jj = +107° (Äthanol), λ max 271 nm (E]Jm = 239).
Analyser C12H1QH2 0J8
Berechnet: C 53,3 H 6,7 N 10,35 S 11,85 α Gefunden: 53,1 6,5 10,1 11,5
b) tert.-Butyl-7ß-formamido-3-methylceph-3-em-4-carboxylat
(i) Eine Lösung von tert.-Butyl-7ß-amino~3-inethylceph~3-em«-4-carboxylat (2g) in Ameisensäure (20 ml) und Essigsäureanhydrid (3 ml) wurde bei Zimmertemperatur 5 Minuten aufbewahrt. Die Lösungsmittel wurden im Vakuum entfernt und der Rückstand wurde in Äther gelöst. Die Lösung wurde mit 2n-Chlorwasserstoffsäure und Wasser gewaschen und getrocknet. Eindampfen des Äthers lieferte das Amid (1,74 g) in Form eines farblosen Schaumes, [a]^= 127° (CHCl3), Λ max 266 nm (£ = 6 650), V max (CHBr3) 3430 (MH), 1775 (ß-Lactam), 1720 (CO2R) und 1690 und 1508 cm"1 (COM), Z (CDCl3) 1,80 (HCO), 3,03 (M, d, J 9 Hz), 4,23 (C7-H, 1H, dd, J 4,5 und 9 Hz), 5,9 (Cg-H, 1H, d, J 4,5 Hz), 6,49 und 6,88 (C2-CH2, 2H, AB-q, J 18 Hz), 7,91 (C3-CH3), 8,48 (tert.-Butyl).
Analyse: c^^q^2ÖA.S
Berechnet: C 52,3 H 6,0 N 9,3 S 10,7 1> Gefunden: 51,0 5,9 9,1 10,6
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. (ii) Eine Lösung von tert.-Butyl-7ß-amino~3-methylcepli-3-em"-4-carboxylat (0,100 g, 0,3 mMol) in Äthylformiat (5 ml, 73 mMol) wurde am Rückfluß 45 Minuten erwärmt. Das lösungsmittel wurde im Vakuum abdestilliert und der Rückstand wurde in Äther gelöst. Entfernung des Äthers im Vakuum lieferte das Pormamidoderivat als Schaum, Ca]x. = +127° (CHCl,,), K mQV 266 nm (£" = 6 600), R£ = 0,4 (Benzol ι Äthylacetat = 2-: 1 Merck-Silikagel), und die PMR- und IR-Spektren waren ähnlich denen einer Probe, die nach dem Verfahren hergestellt worden war, wie es unter A4 (t>)(i) "beschrieben ist.
c) tert.-Butyl-7ß-forin.amido-3~raethylceph-3-em-4-carTDozylat-1ß'-oxyd.
Eine Lösung von tert.-Butyl-7ß-forinamido-3-methylceph-3-em~4-carboxylat (2,38 g, B mMol) in Methylenchlorid (20 ml) wurde in einem Eis-Wasserbad gekühlt und gerührt, während man Peressigsäure (40 % Gew./Vol., 1,60 ml, 1,05 Äquiv.) tropfenweise während 2 Minuten zufügte. Die Mischung wurde 30 Minuten bei 0 bis 5° gerührt und dann 30 Minuten bei Zimmertemperatur, mit Wasser, wäßriger Bicarbonatlösung und Wasser gewaschen, getrocknet (Na2SO.) und eingedampft, wobei man ein schwach gelbes Gel erhielt, das mit Aceton-Äther verrieben wurde, wobei der 1ß-0xydester als crfemefarbener Peststoff erhalten wurde (1,86 g, 74 ^), Pp. = 163 bis 165° (Zersetzung), [a]D = +182° (CHCl3),
λ max 264 nm (£ =7 850), y max (CHBr5) 3390 (M)., 1796 (Azetidin-2-on), 1720 (CO2R), 1695 und 1508 (COMH) und I040 em"1 (S ~fO). "f (CDCl5, mit 2 Tropfen Me2SO-d6) 1,68 (1H, s; KHCHO), 7,83 (3H, s; C3-CH3), 8,42 (9 H, s, CO2C(CH3)3), 8,78 (0,125 Mol Diäthylather). Das Material wurde ohne weitere Reinigung: für die folgenden Versuche verwendet.
Herstellung A5
2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7ß-phenoxyacetamidoceph-3-em-4-earboxylat-1ß-oxyd. .
Eine Lösung von 2,2,2-Irichloräthyl-3-methyl-7ß-phenoxyacetami-
10903372005
doceph-S-em^-carboxylat (4,80 g, 10 mMol) in Methylenehiorid (50 ml) wurde mit Peressigsäure (1,9 ml, die 5,26 mMol Oxydationsmittel pro ml enthielt, 10 mMol) bei 20 Ms 30° unter Rühren während 3 Minuten behandelt. Die lösung wurde mit Wasser (2 χ 20 ml) und verdünnter Natriumbicarbonatlösung (20 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen weißen Feststoff (5,075 g) erhielt. Dieser Feststoff kann ohne weitere Reinigung bei den nachfolgenden Umsetzungen verwendet werden. Umkristallisation dieses Feststoffes aus einer Mischung von Methanol (50 ml) und Aceton (15 ml) lieferte die Titelverbindung in Form farbloser Kodein (3,10 g, 62,6 #). Fp. = 172 bis 177°, Ea]33 = +65° (OHCl3), λ max 269 mn (E^n - 180) und 275 nm, 3!L = 163); Inflexion bei 264 nm (eJ'° = 165).
I Ulli
Ein kleiner.Seil dieser Verbindung wurde aus Methanol-Aceton umkristallisiert, wobei man eine analytische Probe erhielt, Fp. = 173 bis 178°, [Ct]11 = +66,7° (OHCl3), Λ max 2^ ™ (^ =9075) und 275 nm (£ =8 250), Inflexion bei 265 nm ( E =8 6.75), Y ö_ 3450 (NH), 1780 (Azetidin-2-on), 1745 (CO9R), 1700 (COlIH), 1030 cm". (S-*»0), T (CDCl3) 2,15 (IH, d, J 10 Hz; NH), 2,5 bis 3,2 (5H, m; C5-H5), 3,88 (1H, dd, J 10 und 4,5 Hz; C7-H), 4,93 und 5,18 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 5,38 (3H, verbreitertes s; C6H5OCH2 und C6-H), 6,29 und 6,79 (2H, AB-q, J 19 Hz; C2-H2), 7,78 (3H,s; C3-CH3).
Analyse: C 3H17 Cl 5BT2O6S VJl (495, 8) ,5 F VJl ,7 S 6, VJl
Berechnet: 43 ,6 H 3, 6 Cl 21 ,4 VJl ,2 6, 6
Gefunden: 43 ,7 3, 21
Herstellung A6
2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7ß-[D-2-(2,2,2-trichloräthoxycarbonylamino)-2-phenylacetamido]-ceph-3-em-4~carboxylat-1ß-Qxyd.
Peressigsäure (46,2 fi Gew./Vol., 1,73 ml, 1,05 Äquiv.) wurde tropfenweise während 5 Minuten zu einer gerührten Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7ß-E*P-2-phenyl-2-(2,2,2-trichlor-
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äthoxycarbonylamino)-acetamido]-ceph-3~em-4-carboxylat (6,54 g. 10 mMol) in Methylenchlorid (50 ml) gegeben, die auf 0° gekühlt war. Die Reaktionsmischung wurde 30 Minuten bei 0υ gerührt, mit Wasser, yfoiger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser (jeweils 50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen gelben Feststoff (6,58.g) erhielt, der mit warmem Äthanol (50 ml) verrieben wurde, wobei man das Titelesteriß-Oxyd erhielt (5,78 g, 86 °/o), Fp. = 216,5 bis 217,5° (Zersetzung), [o]B = +42°, Amax 269 nm ( £ = 7 400), r mx (CHBr3) 3560 (M), 1798 (Azetidin-2-on), 1734 (CO2R), 1690 und 1500 (CONII) und 1048 cm~1 (S -*0), T 1,52, 1,63 (zwei 111, d, J 8 Hz; EH), 2,6 (5H, m; C6H5), 4,19 (1H, dd, J 9 und 5 Hz; C7-H), 4,43 (1H, d, J 8 Hz; CHNH), 4,82, 5,01 (2H,.AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 5,12 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,19 (2H, s; NI-ICO2CII2COl3) 6,12, 6,42 (2H, AB-q, J 19 Hz; Cg-H2) und 7,90 (3H, s; C3-CH3).
Analyse: C21 H19 Cl6N3O7 S 2, 9 (670, 2) ,7 N 6, 5 S 4, 8
Berechnet: C 37 ,6 H 2, 8 Cl 51 ,8 6, 0 4, 9
Gefunden: 37 ,9 51
Herstellung A7
p-Methoxybenzyl-5-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Eine Losung von p-Methoxybenzyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat (9,04 g, 20 mMol) und Peressigsäure (50 '$> Gew./Vol., 4,6 ml, 1,5 Äquiv.) in Methylenchlorid (200 ml) wurde 50 Minuten gerührt« Dann wurde gesättigte Natriumhydrogencarbonatlösung (150 ml) zugefügt und weitere 15 Minuten gerührt. Die organische Phase wurde mit 3 #iger Natriumhydrogencarbonatlösung und gesättigter Kochsalzlösung (jeweild 200 ml) gewaschen, getrocknet und auf ca. 75 ml eingedampft, wobei man das Titelester-1ß-oxyd erhielt (7,19 g, 77 %). Fp. = 194 bis 194,5°,
λ mov 226,5 nm (E^n, = 372) und 266 nm (E^ = 212), In- . flexion bei 279 »m (E|cm ~ HO). Eindampfendes Filtrates lieferte eine zweite Charge (1,30 g, 14 $>). Fp. = 188 bis 189°,
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A max ^
xion bei 279 nm (ε]£_ = 133). Ein Teil der ersten Charge (1,5 g) wurde aus Methylenchlorid umkristallisiert, wobei man farblose Kristalle erhielt (0,90 g). Pp. = 194 bis 195°, [a]^ 129°, λ max 227 mn ( £ = 17 350) und 266 nm ( £ = 10 000), Inflexion bei 279 nm (£ =6 700), v> max 1775 (Azetidin-2~on), 1728 und 1716 (CO2R), 1652 und 1540 (COHH), 1236 (OMe) und 1032 om~1 (S ->0), T 1,72 (1H, d, J 8 Hz; M), 2,63, 3,07 (4H, 2d, J 9 Hz; CH2C6H4OCH3), 2,69 (5H, s; C5H5), 4,25 (1H, dd, ■ J~ 8 Hz; C7-H), 4,80 (2H, s; CH2C6H4), 5,16 (1H, d, J 5 Hz; Og-H), 6,21, 6,44 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,24 (3H,s; OCH3), 6,30, 6,48 (2H, AB-CL, J H Hz; C6H5OH2), 7,98 (3H, s; C3CH3)^
Analyse: C04H04IToO6 S (468,5) S 6,8 <fo
Berechnet: C 61,5 H 5,2 Έ 6,0 6,8
Gefunden: 61,5 5,1 5,7
Herstellung A8 tert.-Butyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4~carboxylat-
1ß-oxyd.
Phenylacetylchlorid (0,58 ml, 1,1 Äquiv.) wurde zu einer gerührten Lösung von tert.-Butyl-7ß-amino-3~methylceph-3-em~4~carboxylat (1,08 g, 4 mMol) in Dimethy!acetamid (2,5 ml) und Acetonitril (10 ml) gegeben. Die Mischung wurde bei ca. 25°während 45 Minuten gerührt und dann das wurde das Acetonitril im Vakuum entfernt. Wasser (50 ml) und Äthylacetat (150 ml) wurden zugefügt und dann wurde die organische Phase mit Wasser, 3"#±ger NatriumhydrogencarbonatlöBung und Wasser (jeweils 50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das zurückbleibende farblose öl wurd in Methylenchlorid (10 ml) gelöst und in einem Eisbad gekühlt, während man Peressigsäure (40 i* Gew./Vol., 1,16 ml, 1,1 A'quiv.) tropfenweise zufügte. Die Lösung wurde bei ca. 20° 30 Minuten gerührt^ dann wurde gesättigte Matriumbicarbonatlößung (20 ml) zugefügt. Die organische Phase wurde mit Wasser (50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen farblosen gelatineartigen Feststoff erhielt. Dünnschichtchroma-
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tograpMe (Aceton-Methylenchlorid, 1 :'4), R = 0,49, 0,80. Der Peststoff wurde durch Chromatographie an Kieselgel G (50 g) gereinigt. Elution mit Aceton-Methylenchlorid (1:9) lieferte einen schwach gelten Peststoff, der aus Aceton/niedrig siedendem Petroläther, Siedepunkt 40 bis 60° (1 : 1, 10 ml) uralcristallisiert wurde, wobei man das tert.-Butyl~3-methyl-7ß~phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat~1,1-dioxyd erhielt (0,17 g, 11 %). Pp. = 87 Ms 88°, [a]D = +36,5°, Λ max 259 nm U = 8 150), V „bv (OHBr,,) 3410 (NH)., 1798 (Azetidin-2-on), 17U (CO0R) ' und 1680 und 1510 cm"1 (COUH), °£ (CDCl3) 2,66 (5H, s; C6H5), 3,06 (1H, d, J 10,5 Hz,· NH), 3,90 (1H, dd, J 10,5Hz; C7-H), 5,19 (1H, d, J 5 Hz; C5H), 6.09, 6,55 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2H2), 6,34 (2H, s; C6H5CH2), 7,94 3H,s ; C5-CH5), 8,49 (9H, s; C(CHj-).
j j
Analyse: C20 H24M 2°< 5S 5 (420, 5) 6, 7
Berechnet: C 57, 1 H 5 ,75 N 6, 3
Gefunden: 56, 9 ,8 6; 3
56l 6 ,7
7,6 7,4
Weitere Elution mit Aceton-Methylenchlorid (1 : 9) lieferte einen farblosen gelatineartigen Peststoff, der in Aceton (10 ml) gelöst wurde und durch Zugabe von niedrigsiedendem Petroläther (Sdp. = 40 bis 60°, 10 ml) wieder ausgefällt wurde, v/obei^man das Q?itelester-1ß-oxyd erhielt (1,04 g, 67 $>). Pp. = 181 bis 182° (Zersetzung), [a]D = +164°, Λ max 265 nm (5 = 7 900), V max (CHBr5) 3390 (NH), 1790 (Azetidin-2-on), 1716 (CO2R), 1678 und 1510 (CONH) und 1050 cm"1 (S -#·0), Τ (CDCl5 plus 3 iDropfen Me2S0-dg) 2,68 (5H, sj O6H5), 4,12 (1H, dd, J 9,5, 4,5 Hz; C7-H), 5,34 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 6,37 (2H, s; C 6,56 (2H, s; C2-H2), 7,91 (3H, s; C5-CH5), 8,47 (9H, s; C(CH5)5).
Analyse: c20H; 59 2°5S (404,5) 6, 9 S 7, 9
Berechnet: C 60 A H 6,0 N 6, 7 7, 8
Gefunden: 59 ,0 6,1 6, 7
,6 5,9
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Herstellung A9 ·
2,2,2-Srichlöräthyl-3-methyl-7ß-( .2,2,2-trichloräthoxyearbonyl~ aiaino)-ceph-3-em-4--carboxylat-1ß-oxyd.
a) 2,2,2-Trichloräthyl~3-methyl-7ß-(2,2,2-trichloräthoxycarbonylamino)-ceph-3~em-4-carboxylat.
2,2,2-Trichloräthyl-ehlorformiat (3,15 ml, 22 raMol) wurden zu einer Suspension von 2,2,2-Irichloräthyl-7ß-amino-3-methylceph-3-em-4-carboxylat--hydrogen-p-toluolsulfonat (10,36 g, 20 mMol)
in einer Mischung von Dimethylacetamid (25 ml) und Acetonitril (100 ml) gegeben. Die Mischung wurde bei ca. 25° während. 30 Minuten gerührt, das Acetonitril wurde eingedampft und Äthylacetat (80 ml) wurden hinzugefügt. Die Lösung wurde mit gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung (80 ml) gewaschen, getrocknet und au einem Öl eingedampft, das nicht kristallisiert werden konnte. Das Öl wurde in Chloroform (50 ml) aufgenommen, mit Wasser (3 χ 50 ml) gewaschen und erneut eingedampft, wobei man einen orange gefärbten Schaum erhielt, der beim Verreiben mit Methanol (20 ml) den 9?itelester als einen fast weißen Pest st off ergab.
λ max 262 nm (E^m =113,5). Kristallisation aus Äthanol lieferte die analytische Probe, Pp. = 179 bis 181,5°, [a]D =+70°,
λ max 262 nm (£ =6 000), ΛΓ max (CHBr3) 3410 (NH), 1780 (Azetidin-2-on), 1740 und 1520 (NHCO2R) und 1740 cm""1 (CO2R), T (CDCl3) 3,98 (1H, d, J 9,5 Hz; NH), 4,34 (1H, dd, J 9,5 Hz; C7-H), 4,91 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 4,91, 5,08 (2H, AB-q, J 12 Hz; CO2CH2CCl5), 5,17 (2H, s; NHCO2CH2CCl5), 6,34, 6,73 (2H, AB-q, J 18 Hz; O^Hg), 7,74 (3H, s; C5-CH5).
Analyse: G1 3H1 2C1( 5N 5S 3 (521 ,1) 8 N 5, 3 S 6, 2
Berechnet: C 30 ,0 H 2, 4 Cl 40, 2 5, 3 6, 5
Gefunden: 30 ,3 2, 40,
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b) 2,2,2-Trichloräthyl-3~methyl~7ß~-(2,2,2-trichloräthoxycarbonylamino)-ceph~3-em-4-carbo:xylat-1ß-oxyd.
Peressigsäure (4-0 fa G-ew./Vol., 2,0 ml, 1,05 Ä'quiv.) wurden während 15 Minuten zu einer gerührten Lösung von 2,2,2»Trichloräthyl-3-iaethyl-7ß-(2,2,2-trichloräthoxycarbonylamino)-ceph-3-em-4~carboxylat (5,24 g, 10,07 mMol) in Metliylenchlor.id (50 ml), die in einem Eisbad gekühlt wurde, gegeben. Ein farbloser Poststoff schied sich aus der Lösung ab. Die gekühlte Mischung wurde 30 Minuten gerührt und dann wurde der Peststoff abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet, wobei/aas Titele-Bter-1ß-oxyd erhielt (3,285 g, 61 #). [α]Ώ = +66°, /> ma_ 269 nm (E V* = 135). Das FiItrat und die Waschwasser wurden vereinigt und die organische Phase wurde mit Wasser (2 χ 25 ml), 4 $iger Natriumhydrogencarbonatlösung (20 ml) und Wasser (15 ml) gewaschen, getrocknet und .eingedampft. Der zurückbleibende Feststoff wurde mit Methanol verrieben, wobei man eine weniger reine zweite Charge des Este"r~1ß-oxyds erhielt (1,60 g, 30 %), Fp. = 205 bis 207,5°, CaJ1, = +57°, \ max 269 nm (^Icm = 135). Teile der ersten Charge wurden aus siedendem Methanol umkristallisiert, wobei man eine analytische Probe erhielt. Fp. = 201 bis 202° (Zersetzung), [a}D = +71°, , λ max 269 nm ( E = 7 500), ψ max 3396 (NH), 1772 und 1764 ' (Azetidin-2-on), 1750 (CO2R), 1730 und 1516 (NHCOgR) und 1050
* cm""1 (S-»0), t-2,50 (1H, d, J ? Hz; MH), 4,26 (1H, dd, J 9,5 Hz; C7-H), 4,75, 4,87 (2H, AB-q, J 12 Hz; CO2CH2CCl3), 4,96 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,05 (2H, s; IHCO2CH2CCl3), 6,12 (2H, s; C2-H), 7,84 (3H, s; C3-CH3).
Analyse: °1 3H1 2G16 W2O6S 3 (537,1) 6 N 5, 2 S 6, 0
Berechnet: C 29 ,1 H 2, 3 Cl 39, 0 5, 1 5., 9
Gefunden: 29 ,3 2, 39,
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BAD ORIGiNAL
2084924
Herstellung A1O
tert. -Butyl-3-niethyl~7ß-phenpxyacetaiEidoceph-3-em-4-car'boxylat-1ß-oxyd.
a) tert.-Butyl- 3-methyl-7ß~phenoxyacetamidoceph-3-eni~4~ear'b-
oxylat.
Eine Lösung von Äthylenoxyd (12 ml) in trockenem Methylenchlorid (30 ml) wurde zu einer Lösung von tert.-Butyl-7ß«-amino-3-methylceph-3-em-4-carboxylat (52 g, 0,193 Mol) in trockenem Methylenchlorid (200 ml), die in einem Eis-Wasserbad gekühlt wurde, gegeben. Eine Lösung von frisch destilliertein Phenoxyacetylchlorid (33,2 g, 0,194 Mol) in trockenem Methylenchlorid (25 ml) wurde während 2 Minuten unter Rühren zugegeben. Die Mischung wurde 2 Stunden gerührt, mit 3$iger ITatriumhydrogencarbonatlösung (2 χ 70 ml), Wasser, IT-Chlorwasserstoffsäure und Kochsalzlösung (jeweils 70 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen Schaum erhielt. Dieser Schaum wurde in Methylenchlorid (200 ml) erneut gelöst und ein Teil (3 ml) der Lösung wurde erneut eingedampft, wobei man einen weißen Schaum erhielt (1,13 g), Mn = +107°, λ ™QV 268,5 nm
JJ JDSLa
( £ = 7 850), 274,5 nm ( £ = 7 000), Inflexion bei 264 nm (£ =7 500), y max (CHBr3) 3417 (NH), 1786 (Azetidin-2-on), 1718 (CO2R) und 1697 und 1530 cm"1 (COMH), Tr 0,99 (1H, d, J 8,5-Hz; M), 2,5 bis 3,2 (5H, m; C6H5OCH2), 4,34 (1H, dd, J 8,5, 5 Hz; C7-H), 4,91 (1H, d, J 5 Hzj C6-H), 5,38 (2H, s; C6H5OCH2), 6,38, 6,66 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-Hg), 8,01 (3H, s; C3-CH3), 8,52 (9H, sj CO2C(CH3)3).
Analyse: C 59 ^2O, 5 H 6, (404, 5) 6, 9 ο /, 7
Berechnet t 58 ,4 5, 0 N 6, 7 7, 7
Gefunden: 58 ,3 β, 95 7, 0
,4 0
Td) tert.~Butyl~3-methyl-7ß~phenoxyacetämidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Der Rest der Methylenchloridlösung von tert.-Butyl-3-inethyl-7ß~ phenoxyacetamidOceph^-em^-carboxylat von (a) .vrurde gerührt und auf -5° gekühlt und dann wurde während 30 Minuten Peresaigsäure (38,6 % Gew./Vol., 34,4 ml, 0,190 Mol) zugegeben, wobei man die Temperatur unterhalb von 5° hielt. DünnschichtChromatographie (Aceton-Methylenchlorid, 1 : 4) zeigte, daß die Oxydation unvollständig war, so wurden !Teile (5x1 ml) an Peressigsäure
k zugefügt und man rührte weiter, bis die Dünnschichtchromatographie zeigte, daß nur noch Spuren von nicht umgesetztem Sulfid zurückblieben. Die Reaktionsmischung wurde mit 3^iger Hatriumhydrogencarbonatlösung (3 x 100 ml) und Salzlösung (100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man ein"Gel erhielt. Dieses Gel wurde in 1,2-Dichloräthan (500 ml) gelöst und die Lösung wurde auf ca. 200 ml eingedampft und dann wieder auf 500 ml mit trockenem 1,2-Dichloräthan verdünnt. Ein Teil (6?.,2 ml) dieser lösung wurde für Beispiel B10 (i) verwendet, der Rest wurde eingedampft, wobei man ein Gel· erhielt, das mit Me-. thanol : niedrigsiedendem Petroläther (3 : 2) verrieben wurde und gekühlt wurde. Der farblose kristalline Feststoff wurde abgetrennt, mit niedrigsiedendem Petroläther gewaschen, wobei man das Titelester-1ß-oxyd erhielt (41,54 g). Pp. = 116 bis 120°, mit Erweichen bei 99 bis 100°, [α]-, = +55,5°, λ ~__ 262,5 nm
Λ at Λ°ί UItAJi-
(EJin, = 204) und 267 nm (B]Jn, = 207), Inflexion bei· 273 nm ι cm ι cm
(E?^ = 165), Dünnschichtchromatographie (Aceton-Methylenchlorid, 1 : 4), Rf = 0,44, mit schwachen Flecken bei B.£ = 0,26, 0,65. Eindampfen des Filtrates und erneutes Verreiben mit Methanol-niedrig siedendem Petroleum lieferte eine zweite Charge (7,71 g). Fp. » 95 bis 96°, Co]3, = 71°, Λ max 263 nm # 211) und 267 nm (E]jm = 212), Inflexion bei 273 nm j 169). Die Mutterlaugen wurden an Kieselgel G (350 g) mit Aceton-Methylenchlorid (1 : 4) als Elulerungsmittel chromatography ert, wobei man nicht umgesetztes Ausgangsmaterial (3,31 g);das Titelest er-1 ß-oxyd (12,65 g) erhielt. Fp. =■ 92 Me 95°, Ca]:^ = +73?, A^x 265 nra (B^ = 202) und 267,5 nm (E^
109033/2005
Inflexion bei 273 nm (E^L =165) und tert.-Butyl-S-methyl-Tßplienoxyacetamidoceph-3-em-4-car'boxylat-1a-03cyd in Form eines schwach gelben Schaums erhielt, der aus.Aceton umkristallisiert wurde, wobei man einen farblosen kristallinen Feststoff erhielt (1,33 g), Fp. = 95 bis 110°, Ea]35 = -125°, Λ max 263 nm ( £ = 6 500), und 268 nm ( £ =6 700), Inflexion bei 274,5 nm (€ = 5 450), V max 5252 und 3210 (NH), 1760 (Azetidin-2-on), 1716 (CO2R), 1700 und 1540.(CONH) und 1024 cm"1 (S-=>0),r 0,71 (1H, d, J 9 Hz; HH), 2,5 bis 3,1 (6H, m; O6H5OCH2),'4,34 (1E, dd, J 9, 4,5 Hz; C7H), 5,22 (1H, d, J 4,5.Hz; C6-H), 5,38 (2H, s; C6H5OCH2), 5,86, 6,42 (211, AB-q, J 17 Hz; C2-H2), 7,98 (3H9 s; ), 8,50 (9H, s; CO2O(CH3)-), 7,90 (ca. 0,3M Aceton).
Analyse: C20II24N 2°( 5 H 5, (420, 5) 6, 7 S 7, 6
Berechnet: C 57, 1 5, 75 N 6, 2 7, CVl
G-efunden: 57, 2 6, 9 6, 3
56, 9 O
Ein kleiner Seil des Chromatograph!erten 1ß-0xyds wurde aus Methanol-niedrig siedendem Petroleum umkristallisiert, wobei man eine Verbindung erhielt, die bei 84 bis 91° schmolz und folgende analytischen Werte zeigte: ECt]-Q = +78°, /^ 263 nm ( £ = 9 150) und 267,5 ( € = 9 250), Inflexion bei 273 nm (£■ = 7 350), V max 3375 und 3280 (NH), 1765·(Azetidin-2-on), 1715 (CO2R), 1660, 1670 und 1520 (COIIH) und 1045 cm"1 (S -*0), T 1,88 (1H, d, J 10 Hz; NH), 2,5 bis 3,1 (5H, m; C6H5OCH2), 4,03 (1H, dd, J 10,5 Hz; C7-H), 5,06 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,32 (2H, s; C6H5OCH2), 6,15, 6,39 (2H1 AB-q., J 19 Hz; C2-H2), 7,99 (3H, s; C5-CH3), 8,49 (9H, s; OO2C(CH3)3).
Analyse;
Gefunden: C 56,4 H 5,7 N 6,6 S 7,5 #
BAD 0RK3INAL
109833/2005
Herstellung A11
7ß-Fo:mamido-3-methy lceph~3-em-4-carbonsäure-1ß-oxyd.
7ß-Amino-3-methylceph-3-em-4~carbonsäure (21,4 g, 0,1 Mol) wurde unter Rühren zu einer Mischung von Ameisensäure (98 bis 100 fof 50 ml) und Essigsäureanhydrid (13 ml) gegeben. Die schwarze Reaktionsmischung wurde während 1 Stunde bei 20° gerührt und dann auf ca. 5° abgekühlt, dann wurde Peressigsäure (43,7 % Gew./YoI., 17,4 ml, 0,1 Mol) während 15 Minuten zugefügt. Gegen
ein
Ende der Zugabe hatte sich/schwach, brauner Feststoff ausgeschieden. Die Reaktionsmischung wurde mit Wasser (50 ml) verdünnt und weitere 10 Minuten gerührt und dann wurde der Peststoff abfiltriert, mit Wasser (30 ml) gewaschen, getrocknet (10,63 g) und aus siedendem Wasser (120 ml) kristallisiert, wobei man die Titelsäure_erhielt (6,18 g, 24 %), J1P. = 165 bis 168°, Wiederverfestigung und Schmelzen bei 185 bis 193°, Cf<:]^5 = +293° (c - 1,13, H2O), [α]ψ 5+211° (ο = 1,09, Me2SO), ffiax (pH 6 Phosphat) 255 nm (E^m = 329, = 8 500), max (Nujol) 3300 (IiH), 3620· und ca. 2600 (OH, monomer und dimer), 1770 (Azetidin-2~on), ca. 1760 und 1720 (C02H; monomer und dimer), 1660 und 1535 (CONH) und 990 cm"1 (S 0), (D2O, NaHCO^) 1,80 (1-Proton-Singulett, CHO), 4,12 (1 Proton-Doublett, J 5 Hz; C7-H), 5,14 (1 Proton-Doublett, J 5 Hz; C6-H), 6,36 (2 Protonen-Singulett; C9-H9), 8,04 (3 Protonen-Singulett; C,-CH,).
Analysei C9H10 N2O5S 3 (258 ,3) 1 0 ,85 S 1 2, 4
Berechnet: C 41 ,85 H 4 ,9 IT 9 ,9 1 2, 2
Gefunden: 37 ,5 4 ,0 9 ,6
37 ,85 ,0
Die Verbindung war wahrscheinlich ein Hydrat.
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- 57 Herstellung A12
a) 2,2,2-Ü?richloräthyl-7ß-(DIi-2-bromphenylacetamido)-3-methylceph-3-em-4-carboxylat.
2,2,2-!Drichloräthyl-7ß-amino-3-methylceph-3-em-4-carboxylat (3,5 g, 10,1 mMol) und Dicyolohexylearbodiimid (2,5 g, 12,1 mMol) wurden in trockenem Methylenchlorid (40 ml) gelöst. Eine Lösung von DL-a-Bromphenylessigsäure (2,6 g, 12,1 mMol) in trockenem Methylenchlorid (10 ml) wurde langsam zugefügt. Die Reaktionsmischung wurde während ca. 25 2 Stunden gerührt, dann bei 5° über Nacht gerührt und dann filtrat und das Piltrat wurde eingedampft, wobei man ein braunes öl erhielt. Das Öl wurde in Äthylacetat (50 ml) gelöst und mit verdünnter Natriumbicarbonatlösung (2 χ 50 ml) und Salzlösung (50 ml) gewaschen und eingedampft, wobei man ein Öl erhielt, das beim Verdünnen mit Äther (10 ml) und Ausfällen mit niedrig siedendem Petroläther die Titelverbindung lieferte in Porm eines cremefarbenen Peststoffes (4,80 g, 88,5 $). Pp. = 98 bis 115°, [a]D = +62° (CHOl3), ymax 3275 (M), 1766 (Azetidin-2-on), 1730 (CO2R) und 1660 und 1535 cm"1 (COHH), T (CDCl3) 2,3 bis 2,8 (5H, M, C5H5), 4,28 und 4,32 (1H, 2 überlagerte dd, J 4,5 und 9 Hzj C~-H, Diastereomerenpaar), 4,55 und 4,56 (1H, 2 s; PhCHBr, Diastereomerenpaar), 4,99 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 5,04 und 5,24 (2H, AB-q, J 12 Hz; CO2CH2CCl7), 6,48 und 6,77 und 6,48 und 6,80 (2H, 2 überlagerte AB-q, J 19 Hz; C2-H2, Diastereomerenpaar), 7f'8O (3H, s; C3-CH3).
Analyse: °18H16 BrCl3N2 0 4S (542, 2 7) S- 5 ,9
Berechnet: C 39, 8 H 3 ,0 N 5, 2 5 F 8
Gefunden: 40, 8 3 »1 5, 2
40, 7 3 ,2 5,
Gesamthalogengehalt: 4 A'qu&v*/Mol ber.
3,94 Äquiv./Mol gefa
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b) 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-(DL·-2-bromphenylacetamidö)-3-methyT-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd. ·
Eine lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-(DL~2-bromphenylacetami~ do)-3-methylceph-3-em-4-carbozylat (1,542 g, 2,85 mMol) in Methylenchlorid (40 ml) wurde mit Peressigsäure (ca. 4O$ige Lösung in Essigsäure, 0,54 ml) bei ca. 25° unter Rühren während einiger Minuten umgesetzt. Natriumbicarbonat (0,5 g) wurde zugefügt und dann rührte man weitere 5 Minuten. Die Mischung wurde filtriert und das Filtrat wurde eingedampft, wobei die Titelverbindung in Form eines farblosen Feststoffes zurückblieb, der ohne weitere Reinigung bei den folgenden Stufen verwendet werden konnte. Eine analytische Probe wurde durch Kristallisation des rohen Feststoffes aus Aceton erhalten. Fp. = 199 bis 204°, [a]^ = +110°, \ max 267 nm ( £ = 8 820), V ^ 3356 (M), 1755 (Azetidin-2-on), 1725 (CO2R), 1695, 1675 und 1515 (COM), 1020 und 1045 (S-^O), TT (CDCl3 + Spuren Me2SO-d6), 1,42 (1H, d, J 9 Hz; NH), 2,3 bis 2,7 (5H, m; C5Ii5), 4,21. (1H, dd, J 4,5 und 9 Hz; C7-H), 4,24 und 4,26 (1H, 2s; C6H5CHBr, Diastereomerenpaar), 4,93 und 5,18 (2H, AB-q, J 12,5 Hz; 0O2CH2CCl5), 5,12 (IH, d, J 4,5 Hz; C6-H), 6,2 und 6,64 (2H, AB-q, J 18 Hz; O2-H2
Analyse: C18H16BrCl3Er2O5S (558,7)
Berechnet: C 38,7 H 2,9 H 5,0 S 5,7 $
Gesamthalogengehalt: 4 Aquiv./Mol Gefunden: 39,0 3,0 . 4,7 5,7
Gesamthalogengehalt: 3,94 A'q.uiv./Mol
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■" . - 59 -
Teil B
Beispiel B1
Bromierung von Methyl~3-methyl-7ß-phenylaeetamidoceph~3-em-4--carboxylat-1ß-oxyd unter Herstellung von Methyl~3-brommethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em~4-carboxylat-1ß-oxyd.
(i) Photoinitiierte Bromierung mit H-Bromsuecinimid in Chloroform unter Jürwärmen am Rückfluß.
Eine Lösimg von Mothyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (1,45 g, 4mMol) und N-Bromoucoinimid (1,25 g, 7 mMol) in trockenem, äthanolfreiem Chloroform (100 ml) wurde in einer Atmosphäre von Stickstoff am Rückfluß erwärmt und mit einer Wolframlampe (1 χ 100 Watt-Birne) 1 Stunde "belichtet. Die Reaktionslb'sung wurde auf die Hälfte ihres Volumens eingedampft, dann auf acht präparative Dünnschichtplatten (40 χ 20 cm, die mit Kieselgel nF254+366 überzogen waren und 2 mm dick waren) aufgebracht. Die Platten wurden mit Methylenchlorid-Aceton (4 : 1) eluiert und die Banden mit einem R.~-Wert von 0,4 wurden entfernt, vereinigt und mit Methylenchlorid-Aceton (1 : 1, 600 ml) extrahiert. Eindampfen der organischen Lösung lieferte die Titelverhindung (423 g, 24 %) als Feststoff, der schwach cremefarben gefärbt war. Pp. = 170 bis 178° (Zersetzung), [a]D .= +50°, Λ max 280,5 nm (E^ = 209), W max 1772 (Azetidin-2-on), 1702 (CO2CH5), 1640 und 1516 (CONH) und 1026 cm"' (S-^O), T 5,37 und 5,55 (2H, AB-q, J 5 Hz; CHgBr). Teile dieses Produktes wurden weiter durch Waschen mit kaltem Methylenchlorid gereinigt, wobei man einen farblosen Feststoff erhielt, Fp. = 193 bis 194° (Zersetzung), Ca]71 = +60°, mQV 281 nm ( = 9 960).
Analyse: C17H17BrN2O5S '(.441,3)
Berechnet: C 46,3 H 3,9 Br 18,1 N 6,35 S 7,3 $ Gefunden: 46,7 3,9 18,0 5,6 7,4
109833/2005 ommL
. Das Produkt lieferte (nach TLC) beim Besprühen mit Pyridin, Wärmen auf 60 bis 00° während 2 bis 3 Minuten, Entfernen des überschüssigen Pyridins durch Eindampfen im Vakuum und Besprühen mit Kalium-jοdplatinat eine rosa-purpurrote Färbung.
(ii) Bromierung, initiiert durch Azobisisobutyronitril in Chloroform unter Erwärmen am Rückfluß,
Eine Lösung von Methyl~3-methyl~7ß-phenylacetamidoceph-3~em--4--carboxylat-1ß-oxyd (150 mg, 0,43 mMol), N-Bromsuccinimid (80 mg, 0,45 mMol, 1,05 Ä'quiv.) und Azobisisobutyronitril (5 mg, 0,037 mMol) in trockenem, äthanolfreiem Chloroform (15 ml) wurde in einer.Stickstoffatmosphäre 9,5 Stunden am Rückfluß erwärmt und dann eingedampft. Das zurückbleibende orange gefärbte Öl wurde in Methylenchlorid-Aceton (geringem Volumen, 4 :1) gelöst und an einer Säule von Kieselgel G (10g) mit Methylenchlorid-Aceton (4 ϊ 1)als Eluierungsmittel Chromatograph!ert und in Fraktionen von 10 ml eingeteilt. Die Fraktionen 10 und 11 wurden vereinigt und eingedampft, wobei man die litelverbindung erhielt (65 mg, 35 1o) als fast farblosen kristallinen Feststoff. Fp. 125 bis 160° (Zersetzung), A mQV 280 mn (eJ* = 154), durch Infrarot- und PMR -Spektroskopie und !DLC konnte gezeigt werden, daß das Produkt ähnlich war dem, das man aus Beispiel ' B1 (i) erhalten'hatte.
Beispiel B2
Bromierung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4~carboxylat-1ß~oxyd unter Herstellung von 2,2,2-iDrichloräthyl^-brommethyl^ß-phenylacetamidoceph^-em^-carboxylat-1ß-oxyd.
(i) Photoinitiierte Broraierung mit N-Bromsuccinimid in Chloroform unter Erhitzen am Rückfluß.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidocepli-3-enM-carboxylat-1ß-oxyd (9,584 g, 20 mMol) in trockenem,
109Ö33/200Ö
äthanolfreiem Chloroform (300 ml) wurde in einer Stickstoffatmosphäre am Rückfluß erwärmt und mit fluoreszierendem Licht einer Bandleuchte(8 χ 40 Wattlampen) bestrahlt. H-Bromsuceinimld (890 mg, 5 mMol) wurde zugefügt und die Mischung wurde 1 "3/4 Stunden am Rückfluß erwärmt, wobei weitere Anteile an N-Bromsuccinimld (6 χ 890 mg) in Intervallen von 15 Minuten zugefügt wurden. Die Reaktionsmischung wurde dann eingedampft, wobei man einen braunen Gummi erhielt. Dieser Gummi wurde in Methylenchlorid-Aceton (9 : 1, 50 ml) gelöst und an Kieselgel G (0,05 bis 0,2 mm, 400 g) mit Methylenchlorid-Aceton (9 : 1) als Eluierungsmittel chromatographiert. Auf diese Welse erhielt man die 3-Brommethylverbindung (2,35 g, 21 $) in Form eines cremefarbenen Peststoffes. Pp.^= 153 bis 162°, [ctfj, = +35° (c = 0,78), λ max 283 nm (Ezn. = 159). Die Ohromatographiefraktionen, die man unmittelbar vor denen erhielt, die das obige Material enthielten, wurden mit Aceton-Ather (1 : 1) verrieben, um weniger polare Verunreinigungen zu entfernen. Dies lieferte eine weitere Menge der 3-Brommethylverbindung (600 mg, 11$) als cremefarbenen Feststoff. I?p.= 144 bis 157°, Ia]13 = +31°, \ max 283 nm (E^°m = 165). Eine
max
kleine Probe dieses Produktes wurde aus Aceton-Äther (2:1) umkristallisiert, wobei man die 3-Brommethy!verbindung in Form farbloser Kristalle erhielt, Ip. = 163 bis 166°, [a]^ = +32°, λ max 284 nm ( £ = 9 500), V max 1784 (Azetidin-2-on), 1783
(CO2R), 1654 und 1526 (COM), und 1036 cm~1 (S ~>0), <t 1,48 (1H, d, J 8 Hz; -NH), 2,72 (511, s; CgH5), 4,11 (1H, dd; J 4,5 und 8 Hz; C7-H), 4,75 und 4,93 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 5,00 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 5,34 und 5,50 (2H, AB-q, J 10 Hz; CH2Br), 5,97 und 6,22 (2H, AB-q, J 18 Hz; Cg-H2), 6,26 und 6,47 (2H, AB-q, J 14 Hz; C6H5CH2).
Analyse; O18H16BrCl3IT2O5S (558,7)
Berechnet: C 38,7 H 2,9 H 5,0 S 5,7 vp Gesamthalogengehalt: 4,00 Aquiv./WuI
Gefunden: 38,6 2,7 4,0 (".,fi Gesamthalogen.^ohalt: 3,95 A^tUv , /i'ol.
I fl·"! it I Λ I ViI!) :,
■ " - 62 -
(ii) Photoinitiierte Bromierung mit N-Bromsuccinimid in Chloroform bei 15°.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3~methyl-7ß~pheny!acetamidoceph-3-em-4~carboxylat-1ß-oxyd (50 mg, 0,104 mMol) und H-Bromsuccinimid (18,5 mg, 0,104 mMol) in trockenem, äthanolfreiem Chloroform (2,5 ml) wurde in einem verschlossenen Rohr bei 15° gehalten und mit einer Wolframlampe (1 χ 100 Wattbirne) 22 Stunden beleuchtet. Untersuchung mit DünnschichtChromatographie zeigte die Anwesenheit der Titelverbindung in der Reaktionsmischung an. Die Eitelverbindung'wurde auf der ELC-Platte identifiziert, durch Vergleich der R^-Werte mit einem Material, das.man oben in B2 (i) erhalten hatte und durch seine charakteristische rosa Farbe, wenn es mit Pyridin besprüht, auf 60 bis 80° während 5 Minuten erwärmt wurde, der Überschuß an Pyridin verdampft und die Platte mit «Jodplatinatreagens besprüht wurde«
(iii) Bromierung mit N-Bromsuccinimid, initiiert durch Azobisisobutyronitril in Chloroform unter Erwärmen am Rückfluß.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (102,5mg, 0,214 mMol), N-Bromsuccinimid (56 mg, 0,311 mMol) und Azobisisobutyronitril (5 mg) in trockenem, äthanolfreiem Chloroform (5 ml) wurde vor Licht geschützt und am Rückfluß erwärmt. Nach 2 1/2 Stunden wurde ein weiterer Eeil N-Bromsuccinimid (20 mg, 0,11 mMol) zugefügt und dann erwärmte man weiter, bis insgesamt 4,5 Stunden seit Beginn der Reaktion vergangen waren. Die Lösimg wurde gekühlt und auf eine präparative Dünnscliichtplatte (20 χ 20 cm, überzogen mit Kieselgel ^254+366* ^ mm ^*0*5-) aufgebracht. Die Platte wurde mit Methylenchlorid-Aceton (4:1) entwickelt. Die entsprechende Bande wurde entfernt und mit Methylenchlorid-Aceton (1 : 1, 100 ml) extrahiert. Eindampfen der organischen Lösung lieferte die Tibelverbindimg (36 mg, 30 #), Fp. = 144 bis 149°, /I max 283 mn,
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' -63 -
(iv) Bromierung mit molekularem Brom, aktiviert durch Licht.
Eine Lösung von 2,2,2-!£richloräthyl-3~methyl-7ß~phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (500 mg, 1,04 mMol) in trockenem, äthanolfreiem Chloroform (25 ml) wurde am Rückfluß in einer Stickst off atmosphäre erwärmt und mit Wolframlicht (1 χ 100 Wattbirae) '"bestrahlt. Zu der Lösung, die am Rückfluß erwärmt wurde, fügte man eine Lösung von Brom (0,1 ml, 312. mg, 1,73 mMol) in trockenem, äthanolfreiem Chloroform (10 ml) während eines Zeitraumes von 70 Minuten. Nachdem die Umsetzung 95 Minuten stattgefunden hatte, wurde das Lösungsmittel eingedampft und das zurückbleibende Öl durch Chromatographie an Kieselgel G- (0,05 bis 0,2 mm, 50 g) unter Verwendung von Methylenchlorid-Aceton (9 : 1) als Eluierungsmittel gereinigt. Die entsprechenden Fraktionen aus der Chromatographie wurden vereinigt,wobei man die 3-Brommethylverbindung (198 mg, 34 %) in Form schwach gelber Kristalle erhielt, I?p.= 158 bis 160°, \ max 283 mn (E^m «= 171). Eine kleine Probe dieses Produktes wurde aus Aceton-Petroläther (Sdp. = 60 bis 80°) umkristallisiert, wobei man farblose Nadeln erhielt, I1P. = 163 bis 168°, [cc]D = +32° (c = 0,69), ^ max 284 nm ( € = 9 500).
Analyse: O18H16BrCl5N2O5S (558,7) Berechnet: C 38,7 H 2,9 N 5,0 S 5,7 #
Gesamthalogengehalt: 4,00 Äquiv./Mol Gefunden: 39,7 2,9 4,9 5,7 Gesamthalogengehalt: 3,92 Äquiv./Mol
(v) Bromierung mit N-Bromcaprolaetam.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetainidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (97 mg, 0,202 mMol) und N-Bromcaprolactam (44 mg, 0,23 mMol) in trockenem, äthanolfreiem Chloroform (5 ml) wurde am Rückfluß in einer Stickstoffatmosphäre erwärmt und mit einer Wolframlampe (1 χ 100 Wattbirne) 2 Stunden beleuchtet. Die golden gefärbte Lösung wurde dann gekühlt und auf eine präparative Dünnschichtplatte (20 χ 20 cm, überzogen mit Kieselgel 1^254+366' 2 1^ dick) aufgebracht und dann wurde
1098 Λ i/9 πηκ
die Platte mit Methylenchlorid-Aceton (4 J 1) eluiert. Die Bande mit einem R- = 0,35 wurde entfernt und mit Methylenchlorid-Aceton (1:1, 250 ml) extrahiert. Eindampfendes Filtrats lieferte Ausgangsmaterial (21 mg, 22 $) in Form eines, cremefarbenen Peststoffes, K^v 269 nm (Ei^n = 159). Die Bande mit einem R- = 0,5 lieferte, wenn sie auf ähnliche Weise behandelt wurde, die 3-Brommethylverbindung (17 mg, 15 ^) in Form eines cremefarbenen Peststoffs, λmax 2^ ™ ^lcm = 153)·
(vi) Bromierung mit ΪΓ-Bromphthaiimid.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetamicloceph-3-em-carboxylat-iß-oxyd (102 mg, 0,21 mMoi) und 1-Bromphthalimid (72 mg, 0,30 mMol) in trockenem, äthanolfreiem Chloroform ( 5 ml) wurde am Rückfluß in einer Stickstoffatmosphäre er wärmt und mit-Wolframlicht .(1 x 100 Wattbirne) 5 1-/2 Stunden beleuchtet. Die Reaktionsmischung wurde abgekühlt u. auf eine präpara· tive Dünnschichtplatte (20 χ 20 cm, überzogen mit Kieselgel HF254+3g6» 2 mm dick) aufgebracht und die Platte wurde mit Methylenchlorid-Aceton (4 : i)eluiert. Aufarbeiten der entsprechenden Banden lieferte Ausgangsmaterial (63 mg, 50 fo berechnet auf ^yJ1n -
Werte ), A rnQV 270 nm (eJ^_ = 129) und die 3-Brommethylver- JiXG^α. ι cm λ tf
bindung (61 mg, 32,5 %, berechnet auf E.]Jm -Werte), \ max 284 nm (E/° = 111.) Beide "Verbindungen wurden in Form farbloser Fest-
I Olli
, stoffe erhalten; die mit Phthalimid verunreinigt waren.
(vii) Photochemisch initiierte Bromierung bei 20° in 1,2-Dichloräthan.
Eine Lösung von 2,2,2-33richloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (5 g, 10,4 mMol) in 1,2-Dichloräthan (400 ml) wurde bei 20° unter einer trockenen Stickstoffat-* mosphäre mit N-Bromsuccinimid (2,80 gm 15,7 mMol, 1,51 Äquiv.) gerührt. Die Misehung.wurde mit einem Hanovia 125 Watt-Mittel-
lampe ■
druck-Quecksilberbogen unter Verwendung eines Pyrexfilters belichtet, wobei die Temperatur während der gesamten Umsetzung bei 200O gehalten wurde. Nach 3 Stunden wurde die Lösung mit Wasser
9*3372005
(2 χ 100 ml) gewaschen und die wäßrigen Schichten wurden zusammen mit 1,2~Dichloräthan (50 ml) gewaschen. Die gereinigten organischen Schichten wurden getrocknet und eingedampft, wobei man einen braunen Gummi erhielt, der an Kieselgel G-(I50 bis 200 g) mit Methyl enchlorid-Aceton (9 : 1) als Lösungsmittel Chromatograph!ert wurde. Die entsprechenden Fraktionen wurden'vereinigt, und eingedampft, dann mit Methanol verrieben und erneut eingedampft, wobei man die Titelverbindung als fast farblosen Feststoff, (2,501 g, 43 #), Pp. = 158 bis 165° (Zersetzung) erhielt.Calp = +31°, λ mnv 282,5 nm (EiJn, = 170). Die Fraktionen, die man gesam-
IH CwC I C* IU
melt hatte, vor denen, die die Titelverbindung enthielten, wurden eingedampft und mit Methanol verrieben, wobei man eine rohe Probe von 2,2,2-Trichloräthyl-3-brommethyl-7ß-(DL-2-brom-2-pheny!acetamido )~ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd in Form eines schwach gelben Peststoffes erhielt (0,643 δ), Pp. = 183 bis 186°, [a]^ = +15,9°, λ max 278»5 1^ (E1cm = 147?' identifiziert durch SLO und PMR-Spektrum durch Vergleich mit einer authentischen Probe.
(viii) Photochemisch-initiierte Bromierung bei 0° in 1,2-Dichloräthan.
Eine Lösung von 2,2,2-Irichloräthyl-3-methyl-7ß-phenylacetainidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (5 g, 10,4 mMol) in 1,2-Dichloräthan (400 ml) wurde bei 0° unter einer trockenen Stickstoffatmosphäre mit N-Bromsuccinimid (2,80 g, 15,7 mMol, 1,51 Iquiv.) gerührt. Die Mischung wurde 1 Stunde mit einem Hanovia 125 Watt-Mitteldruck-Quecksilberlampe unter Verwendung eines Pyrexfilters beleuchtet, wobei während der gesamten Umsetzung die Temperatur bei 0° gehalten wurde. Die Lösung wurde mit Wasser (2 χ 100 ml) gewaschen und die vereinigten wäßrigen Schichten wurden mit 1,2-Dichloräthan (50 ml) gewaschen. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet und eingedampft, wobei man ein gelbes Öl erhielt, das an Kieselgel G- (160 g) mit Methylenchlorid-Aceton (9 : 1) als Lösungsmittel chromatographiert wurde. Auf diesem Weg erhielt man die Titelverbindung in Form eines fast weißen Feststoffs (2,805 g, 48 $>), Fp. =» 156 bis 164° (Zersetzung), [cs]D = +30°, /\ niax 28^ 2^1 ^Icm * 1?1»5)· Die Fraktionen, die man vor
denen gesammelt hatte, die die Titelverbindung enthielten, wurden vereinigt und mit Methanol angerieben, wobeiman eine rohe Probe von 2,2,2-Trichloräthyl-3-bronmiethyl-7ß-(DL-2-brom-2-phenylacetamido)-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd erhietl (1,256 g). Fp. = 180 bis 186° (Zersetzung), [a]-^ = 9,8° (c = 0,48), λ
λ (ff X) »
λ (ff
278,5 nm (Ej/0 = 139), identifiziert mit TLC und PMR durch Ver-ι cm .
gleich mit einer authentischen Probe. .
(ix) Photochemisch initiierte Bromierung bei -20° in.1,2-Dichloräthan.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl~7ß-pheny!acetamido-™ ' ceph-3-em-.4-carboxylat-1ß-oxyd (5,0 g, 10,4 mMol) in 1,2-Dichloräthan (400 ml) wurde bei -200C unter einer trockenen Stickstoff-■ ' atmosphäre mit N-Bromsuccinimid (2^78 g, 15,6 mMol, 1,5 Äq,uiv.). gerührt. Die Mischung wurde 3 1/2 Stunden mit einem Hanovia 125 Watt-Mitteldurck-Quecksilberlampe beleuchtet, wobei die Temperatur die ganze Zeit bei -20° gehalten wurde. Die Lösung wurde dann mit Wasser (2 χ 200 ml) gewaschen und die vereinigten wäßrigen Schichten wurden mit Dichloräthan (50 ml) gewaschen. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet und eingedampft, wobei man einen organge gefärbten Feststoff erhielt, der an Kieselgel 6· (250 g) mit Methylenchlorid-Aceton (9 : 1) als Lösungsmittel chromatographiert wurde. Auf diese Weise erhielt man die Titelverbindung in zwei Chargen, beide in Form von fast farblosen Feststoffen, die die folgenden Konstanten zeigten: '
(i) (0,904 g, 15,5 ?*), Fp. = 150 bis 155° (Zersetzung), [a]^ =
282,5 nm. (ε}^ = 165);
(ii) (2,306g, 39,8 %), Fp. =156 bis 168° (Zersetzung),, 3^7°» Ά max m
Die Fraktionen, die man vor denen eluierte, die die Titelverbindung enthielten, wurden vereinigt, eingedampft, mit Methanol ver rieben, wobei man das 2,,2', 2—!Cricfeloräthylr'3--brαlmαethyl-*7■■ß-CIl■ Ii-2 brompheny!acetamido)-αβρ1ι-3-©ηί-4-0ΒΓΐ)θχνΐΕΐ-1 ß-oxyd erhielt (0,751 g, 11,2 £};* %. « 191 yn.a .192°
λ max281'5 im <Elcm = 152>'
(χ) Photochemisch initiierte Bromierung mit ΪΓ-Bromsuccinimid in Benzol unter Erwärmen am Rückfluß.·
Eine Lösung von 2,2,2-1^iChIOrStIIyl-3~inethyl-7ß~phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (5 g, 10,4 mMol) in Benzol (500 ml) wurde gerührt und in einer inerten Stickstoffatmosphäre am Rückfluß erwärmt und mit einer fluoreszierenden Bandleuchte (8 χ 40 Wattlampen) bestrahlt. N-Bromsuccinimid (3 g, 16,85 mMol) wurde zugefügt und die Mischung wurde 30 Minuten am Rückfluß erwärmt und dann eingedampft. Die zurückbleibende gelbe Gummi wurde in Methylenchlorid-Aceton (10 : 1) gelöst und an Kieselgel G (0,05 bis 0,2 mm, 150 g). mit Methylenchlorid-Aceton (10 :1) als Eluiermigsmittel chromatographiert. Auf diese Weise erhielt man die 3-Brommethylverbindung (2,40 g, 41 $) in Form eines cremefarbenen Feststoffs, Fp. = 150 bis 155°, [α]π = +31°, mav 283 nm (E1' = 164). Das Verhalten dieses Produktes iudji · ι cm
bei der Dünnschichtchromatographie und seine IR- und PMR-Spektren waren identisch mit dem einer authentischen Probe des Produktes.
Die chromatographischen Fraktionen, die man vor jenen erhielt, die die 3-Brommethylverbindung enthielten, wurden vereinigt und mit Aceton-Äther verrieben, wobei man das 2,2,2-Srichloräthyl-3-brommethyl-7ß-(DL-2-brompheny!acetamido)-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd erhielt (380 mg), in Form eines farblosen Feststoffs. Fp. 190 bis 192° (Zersetzung), [afL = +15,3°, A ™αν 282 nm,
1cm B 163)» r max (σΗΒΓ 5) 3350 (NH), 1798 (Azetidin-2-on), 1735 (CO2R), 1670 und 1510 (CONH), 1045 cm""1. (S -5>0), T 1,09 a1H, d, J 8 Hz; NH), 2,42 und 2,64 (5H, zwei m; C6H5), 4,00 (1H, s; C6H5-CHBr-), 4,08 (1H, dd, J 4,5 und 8 Hz; C7-H), 4,75 und 4,93 (2H, AB-q, J 12 Hz; -CH2CCl3), 4,90 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H)»-5,29, 5,45 und 5,34 (zwei AB-q, insgesamt 2 Protonen, dadurch entstanden, daß das Produkt eine Diastereoraerenmischung ist, J 12 Hz; -CH2Br), 5,85 und 6,10 (zwei AB-q, insgesamt 2 Protonen, J 19 Hz; C2-H2). Umkristallisation einer kleiner^Probe :\-
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- 68 - ■ ·■·
lieferte eine analytisch reine Probe, Pp.= 193 Ms 194 (Zer-' setzung), [a]^ = +21,1°, A max 284 nm (= 10 400).
Analyse: O18H15Br2Cl3I2O5S (639,6)
Berechnet: C 33,9 H 2,4 N 4,4 S 5,0 fo
....._.;..= Gesamthalogehgehalt: 5,00 A'quiv./Mol Verbindung
Gefunden: 34,4 2,4 4,1 5,3
Gesamthalogengehalt: 4,88 Äuqiv./Mol Verbindung
Eindampfen der Mutterlaugen der Dibromverbindung lieferte ,.--'■-2,2,2-Trichloräthyl-2ß-brom-3~methyl-7ß-phenylac£tamiiiflrfieph-3-em-4~carboxylat-1ß~oxyd (1,33 g) in Porm eines gelben Schaums. [o]D .*= -121° (CHOl3), X max 289 nm ( £ = 6 590), ^ max (OHBr3) , 3350 (WH), 1798 (Azetidin-2-on), 1735 (CO2R), 1670 und 1510 (CONH), 1045 cm"1 (S -*\0), tr (CDCl3) 1,70 (5H, s; C6H5-), 3,40 (1H, d, J 10 Hz; NH), 3,87 (1H, dd,. J 10 und 4,5 Hz; C7-H), 4,86 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 4,91 (1H, s; C2-H), 5,01 und 5,16 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 6,37 (-2H, s; C6H5CH2), 7,70 (3H, s; C7-CH3), Der rohe Schaum zeigte einen Gesamthalogengehalt von 4,0 Aquiv./Hol Verbindung
Beispiel B3
'Bromierung von 2,2,2-iDrichloräthyl-7ß-formamido-3~methylceph-3-em-3-carboxylat-1ß-oxyd (i) unter Bildung von 2,2,2-0?riGhloräthyl-3-brommethyl-7ß-formamido-ceph~3-em-4~carboxylat-1ß-oxyd.
(i). Photochemisch initiierte Bromierung in Chloroform unter Erwärmen am Rückfluß.
(i) Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-formamido-3-methylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd-hemi-äthanol-solvat (2,065 g, 5 mMol) in Chloroform (200 ml) wurde mit Wasser (3 χ 100 ml) gewaschen, um das Äthanol zu entfernen, getrocknet und auf ca. 100 ml aufkonzentriert. N-Bromsuccinimid (1,435 g, 7,5 mMol) ■ wurden zugefügt und die Reaktionsmischung wurde am Rückfluß 30 Minuten in einem Stickstoffstrom erwärmt, während sie mit einer
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BAD GfWSiNAt
8 χ 40 Watt-Wolfram "handleuchte "belichtet wurde. Danach zeigte die TLC (Aceton-Methylenchlorid, 1 : 4, 2 χ eluiert) die Anwesenheit von wenig polaren Verbindungon zusammen mit einer Spur des Ausgangsmaterials. Die Reaktionsmischung wurde mit Wasser (2 χ 100 ml und 1 χ 50 ml) zur Entfernung des N-Succinimids gewaschen, getrocknet und eiiigedampft.-D©r~&UBÜck« "bleibende Schaum wurde in dem gleichen Volumen Aceton-Methylenchlorid (1:4) gelöst und an Kieselgel G- (TLC Qualität, 100 g) mit Aceton-Methylenchlorid (1 : 4, 500 ml) und dann -Aeet-en-Methylenchlorid (1:2) als Eluierungsmittel chromatographis^t=» Man- sammelte 25 ml-Eraktionen und prüfte sie durch TLC (Aceton-Methylenchlorid, 1 : 4). Die entsprechenden !Traktionen wurden vereinigt und eingedampft, wobei man einen fast farblosen Peststoff (1,08 g) erhielt, der mit einer Mischung von Äther (40 ml) und Aceton (5 ml) verrieben wurde, wobei man die Titelverbindung erhielt (O,95 g, 40 fo), Fp. = 172 bis 174° (Zersetzung), \ max 283 nm (E^m = 201), ein Teil (154 mg) davon wurde aus einer Mischung von v/armem Chloroform (25 ml) und niedrigsiedendem Petroläther (Sdp. 40 bis 60°, ml) umkristallisiert, wobei man eine analytische Probe erhielt (121 mg). ]?p. =173 bis 174° (Zersetzung), [a]^ = +4,3°,
λ max 283 1^ ^6 = 9 980)» ^ max 3265 (NH)> 1785 (^etidin-2-on), 1735, 1720 und 1240 (CO2R), 1660 und 1530 (COM) und
1030 cm"1 (S-^O), T 1,58 (1H, d, J 9 Hz; M), 1,84 (1H, s; CHO), 3,99 (1H, dd, J 9,5 Hz; C?-H), 4,77 und 4,95 (2H, AB-q, J 12 Hz; CO2OH2CCl3), 4,94 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,33 und 5,47 (2H, AB-q., J 10 Hz; C5-CH2Br), 5,93 und 6,20 (2H, AB-4, J 18 Hz; C2-H2).
Analyse: C11H10BrCl5N2O5S ( 468,6) Berechnet: C 28,2 H 2,15 N 6,0 S 6,8$
Gesamthalogengehalt: 4,00 Ä'quiv./Mol Verbindung Gefunden: 28,1 2,1 6,0 6,9
Gesamthalogengehalt: 4,00 Äquiv./Mol Verbindung
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; (ii) Photochemisch initiierte Bromierung bei 1.2°.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-formamido-3-methylceph-■ 3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (5 g, 12,815 mMol) in 1,2-Dichloräthan {125 ml, das durch IDure-hleiten durch basisches Aluniiniumoxyd getrocknet worden war) wurde-auf 0° gekühlt und unter einer Stickst off atmosphäre mit ET-Bromsuccinimid (3,42'g, 19,25 mMol, 1,5 iquiT.) verrührt-, DieTMischung wurde mit einer Phillips 125 Watt-Mitteldruck-UV-lampe unter Verwendung eines Pyrexfilters be- : strahlt. Die Temperatur der Reaktion stieg auf 12° an und wurde bis zur Beendigung der Umsetzung, die durch ILC bestimmt wurde, dort gehalten. Die Mischung wurde dann mit Wasser (3 χ 50 nil) gewa'schen und die v/äßrigen Schichten wurden mit 1,2-Dichloräthan (50 ml) gewaschen. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet und auf ungefähr 10 ml konzentriert, als die Kristallisation anfing. Die Mischung wurde,über Kacht gekühlt und dann filtriert. Der,Feststoff wurde mit einer Dichloräthan-Ätherinisdung (1 :1 , 5 ml), dann mit Äther gewaschen und dann im Yakuum bei 40° getrocknet. Die Titerverbindung wurde in Form eines farblosen Pulvers erhalten (3,23 g, 53,5 $), Fp. - 160 bis 162° (Zersetzung), [a]D =4,1°, A mäx 282,5um (E^°m = 196), Das Produkt war in seinem PMR-Spektrum und in seinen R^-Werten ähnlich dem des Beispiels B3 (i). -
(iii) Photochemisch initiierte Bromierung bei 0°.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-förmamido-3-niethylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (4,223 g, 10,83 mMol) in trockenem 1,2-Dichloräthan (400 ml) wurde bei 0° unter einer trockenen Stickstoffatmosphäre gekühlt und mit N-Bromsuccinimid (2,89 g, 16,28 mMol, 1,5 Äquiv.) gerührt. Die Temperatur der Mischung wurde bei 0° gehalten, während sie mit einer Hanovia 125 Watt-Mitteldurck-UV-lampe mit einem Pyrexfilter bestrahlt wurde» ITach 1 Stunde wurde die Reaktionslösung mit Wasser (3 x 100 ml) gewaschen und die wäßrigen Schichten wurden mit 1,2-Dichloräthan (50 ml) gewaschen. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet und eingedampft„ wobei man einen leicht gelben klebrigen Peststoff erhielt, der mit Methanol (25 ml) verrieben wur-
- 109833/2-0'OS . -; - - ' :-
BAD ORIGINAL
de ,und die Titelverbindung in Form eines cremefarbenen Feststoffs ergab (2,405 g, 47,5 #), Pp. = 148 bis 155° ( Zersetzung),
λ mo283 nm (e15_ = 198.) Das Filtrat davon wurde an Kieselgel G mit Methylenclilorid-Aceton (1 : 1) als Lösungsmittel chromatographiert, wobei man eine weitere Menge der !Dite!verbindung in Form eines cremefarbenen Feststoffs erhielt (1,215 g, 23,9 #), Fp. = 132 bis 140° (Zersetzung), A^ax 28^nm
1'ζ = 182). Beide Proben des Produktes waren in ilireiiPMR-
1cm. .
Spektrum und ihren IL^-Werten ähnlich den in Beispiel B3 (i) beschriebenen Proben.
(iv) Photochemisch initiierte Bromierung bei -20°.
Eine Lösung von 2,2,2-!Drichloräthyl-7ß-formamido-3Hoaethylceph-3-em~4-carboxylat-1ß-oxyd (10 g, 25,7 mMol) in trockenem 1,2-Dichloräthan (400 ml) wurde bei -20° unter einer trockenen Stickstoffatmosphäre gekühlt. N-Bromsuccinimid (4,80 g, 27,0 mMol, 1,08 Äquiv.) wurden in die Lösung gegeben und dann wurde gerührt und die Lösung wurde 4 Stunden mit einer Hanovia 125 Watt-Mitteldruck-UV-lampe mit einem Pyrexfilter bestrahlt, wobei die lemperatur bei -20° während der ganzen Zeit gehalten wurde. Die Mischung wurde dann auf 10° erwärmt und mit Salzlösung (3 x 50 ml) gewaschen und die wäßrige Schicht wurde mit 1,2-Dichloräthan (50 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet und auf ungefähr 100 ml aufkonzentriert und dann gekühlt. Die !Ditelverbindung, die durch Filtration erhalten wurde, v/ar ein farbloser Feststoff (8,446 g, 70 0Zo)1 Fp. = 160 bis 165° (Zersetzung), Ca]71 = +4,7°, ^A mav 282 nm ^E1cm = 194)· ·° £MR-Spektrum dieses Produktes zeigte, daß es 7 $ des Ausgangsmateriales enthielt, dessen Anwesenheit durch TLC-Analyse bestätigt wurde. Die Mutterlaugen aus dem Produkt wurden«an Kieselgel G mit Methylenchlorid-Aceton (1:1) als Lösungsmittel chromatographiert, auf diese Weise erhielt man eine weitere Menge der litelverbindung (0,785 g, 6,5 Yo)1 Fp. = 167 bis 170° (Zersetzung), [eck =+3,3°, X mQV 283 nm
/ 1 % ν Π1σ.Λ
^E1cm = 211^· Diese Probe des Produkts war in ihrem PMR-Spektrum und ihren Rp-Werten ähnlich der Probe, die man in Beispiel B3 (i) ' - 109833/2005
BAD ORfGfNAL
.erhalten hatte. Aus der Chromatographie erhielt man ebenfalls eine Menge des Ausgangsmaterials (0,300 g, 3 $> eingesetztes Mate rial), Fp. = 168 bis 170° (Zersetzung), λ■ __ 269 mn
λ of ' BIaJi.
(ν) Bromierung mit photochemischer Initiation, geliefert durch Wolframlicht.
a) IT-Bromsuccinimid (6,05 g, 1,5 Äquiv.) wurde zu einer gerührten Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-formamido-3-metliylceph- . 3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (8,86 g, 22,7 mMol) in trockenem 1,2-P Dichloräthan (400 ml) bei 0° tinter einer trockenen Stickstoffatmosphäre gegeben. Die Temperatur wurde bei 0+5° gehalten und dann wurde 2 Stunden mit sechs. Wolframbirnen (150 Watt) belichtet , iann mit 3 Wolframbirnen während weiterer 2 1/4 Stunden. Die orange gefärbte Lösung wurde mit verdünnter Natriumacetatlösung (200 ml), Wasser (200 ml) gewaschen, mit dem 1,2-Dichloräthan (200 ml) , das man zum Waschen der vereinigten wäßrigen Schichten verwendet hatte, vereinigt, getrocknet und auf ein geringes Volumen eingedampft, wobei man die Titelverbindung als fast weißen Feststoff erhielt (6,36 g, 60.$), λ „__ 282 nm (E1cm - 204)·
^ ' b) Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl~7ß-formamido-3-methylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (10,0 g, 25", 6 mMol) in trockenem 1,2-Dichloräthan (400 ml) wurde mit N-Bromsuccinimid (6,84 g, 1,5 Äquiv.) unter einer trockenen Stickstoffatmosphäre umgesetzt, wobei man a) Wolframlicht (3 χ 150 Wattbirnen) wäh-" ' rend 1 Stunde bei -10 + 5° und dann während 4 Stunden bei -20° verwendete. Die.Titelverbindung wurde gemäß dem in Teil a) beschriebenen Verfahren als fast weißer Feststoff erhalten (7,71 g,
64t4 τ3) f X ^- 283 nm (Ej __ — 201).
f \ ,ax ι cm
c) Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-formamido-3-metliylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (8,86 g, 22,7 mMol) in trockenem 1,2-Dichloräthan (400 ml) wurde mit 1,3-Dibrom-5f5-äimethy!hydantoin (4,87 g, 0,75 Äquiv.) in einer trockenen Stickstoffat-
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BAD OfBQfNAL
mosphäre unter Verwendung einer Wolfram-Licht-Initiation (3 x '15O Wattbirnen) bei 0° 1 t/2 'stunden, dann bei -20° während 5 Stunden umgesetzt. Die Isolation, wie in a) beschrieben, lieferte die üütelverbindung als fast weißen Feststoff (6,476 g, 61 W. A raax 282,5
d) Eine Lösung von 2,2,2-Irichloräthyl-7ß-formamido-3-methylceph-3-em-4~carboxylat-1ß-oxyd (4,52 g, 11,5 mMol) in 1,2-Dichloräthan (250 ml) wurde mit Uatriumacetatlösung (15 ml, 4,25 molar) durch Zugabe von Eisessig auf pH = 7 gepuffert gerührt. Diese Zweiphasenlösung wurde dann mit 1,3-Dibrom-5,5-dimethylhydantoin (2,74 g, 0,83 Xquiv.) in einer Atmosphäre von trockenem Stickstoff bei 0° unter Verwendung von Wolfram-Licht-Initiation (3 x 150 Wattbirnen) während 11/2 Stunden umgesetzt. Die iitelverbindung wurde, wie in a) beschrieben, isoliert, wobei man einen fast weißen Feststoff erhielt (3,769 g, 70 %), λ max 282>5
(vi) Bromierung unter Verwendung einer 125 Watt-Mitteldruck-Quecksilber lampe mit Pyrexfilter in 1,2-Dichloräthan unter Verwendung einer Vielzahl von Bromierungsmittel.
1 098 33/20 0.5.
Konzen
tration31 (I)
in ς
g/10O m]?
~ df 2064924 Eemp. ' Zeil
Std.
2 Ύόΐ. ν.
1,2-Di-
cnlor-
äthan
Mol-Äquivalent ν.
Bromierungsmittel
0
a 2 300 1.5 N-Bromsuccinimid 0 lh
b 2 300 1.5 N-Bromsuccininiid*
+ 1 ml HO
-20 14
C 2 300 1.5 N-Bromace.tamid ' 0
d 2 300 1.5 N-Bromcapro-
lactam.
0 %
e 2 300 1.5 N-Bromphtnalimid 0
f 2 300 075 1,3-Dil3rom-5,5-
dime thy!hydantoin
0 1
S 300 O75 l,3-Di"brom-5,5-
dimethy!hydantoin
+ 3 ml HO
. (ID t jo AU8-
"beute
I?p. [«]D El cm bel
282-3nm
56.5 164-
165°
+ 0.3° 201
a 55 169-
171°
- 3.5° 194
b 44.7 161-
165°
+ 0.85° 199
C 50.8 168.5-
170.5°
+ 0.5° 199
d •te
55.8
162-
164°
+ 1.6° 194
e 55 168-
170°
- 5.15° 204
f 58 164-
165° 1(
-5.5°
3833/^00
194
S
h Konzen
tration (I)
in.
g/100 ml
h .1Jf " Mo i. -At[Uival ent v. 2 U
Bromierungsmittel
P492
iDemp.
(IDt fo Aus
beute
.Fp. Ca]n E, /o bei
1 cm
■ 282-3 nm
I
Zeit
Std.
■i 2 Vol. τ
1,2-Di-
clilor-
äthan
1,3- Dibrora-5,5-
0.75 diinethylhydanto in
+ Na2CO (1 Iq-UiV.)
+4ml HO
0 59.5 165-
168°
- 9.6° 203 \
2 j
M
250 1»3-i)i"brom-5 > 5- *
0.75 dime thy lhydanto in
+ 3"ml H2O
-17 65.3 170-
171°
- 0.2° 201 lh
k 2 ^
k
250 O75 l,3-Dit)rom--5-äthyl-
5-methylhydantoin
» 53 164-
166°
- 2.7° 197 2h
1 2 C
1
h
300 1,3- Di"brom->5-iso-
0.75 propyl-5-methyl
hydantoin
0 50.8 167-ft
170°
- 5.6° 201 1%
m v 2 i m
ι
300 1.5 Bromine 0 •l2.6 * 160-
170°
+ 1.85° 212 4
2 250 . _ 1,3,5-Tribrom-
1,2, 4-triazol
0 *35.5~ 161-
164°
' + 1.5° 212 3
250
C
α
ο
ο
c
C
C
C
BAD ORIGINAL
T = Isoliert nach Waschen mit Wasser,'durch Konzentration der Lösung. ' ·
%. = Verunreinigt mit Phthalimid
^ = 30 $ (I) wurde wiedergewonnen, obgleich alles Br2 verbraucht war.
1S
°° =13$ (I) wurde wiedergewonnen . 0 Produkt wurde durch
. Chromatographie an Kieselgel G- isoliert.
(vii) Broinierung hei -20° mit. photochemischer Initiation bei · 350 mn.
N~Bromsuccinimid (27,4 g, 1,5 Äquiv.) wurde zu einer gerührten Lösung von 2,2,2-Triehloräthyn-7ß~formamido~3-methylceph~3-em-4-earboxylat-1ß-oxyd (40 g, 0,103 Mol) in trockenem 1,2-Dichloräthan (2 Itr.) zugegeben und in einer Atmosphäre von trockenem Stickstoff auf -20° gekühlt. Diese Mischung wurde bei -20° während 9 Stunden durch eine Pyrexsehlange geleitet, die eine Atlas-40 Watt-UV-RÖhre mit einem Peak bei 350 mn umgab. Die dunkel orange gefärbte Reaktionslösung wurde mit Wasser (3 x 1 Itr.) gewaschen, mit dem 1,2-Dichloräthan (1 Itr) das man zum Rückwaschen der vereinigten wäßrigen Waschlösungen verwendet hatte, . vereinigt, getrocknet und zu einem geringen Volumen eingedampft,
fc wobei man das Titelester-1ß-oxyd in Form eines fast weißen Peststoffs erhielt (24,46 g, 51 $>), Pp. = 160 bis 162°, [ajp = -6°, λ max 282 nm (B^ = 202).
Beispiel B4 ·
Bromierung von tert.-Butyl-7ß-formamido-3-metllylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd, unter Herstellung von tert.-Butyl-3-brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
(i) Photochemisch initiierte Bromierung unter Erwärmen am Rückfluß.
Eine Suspension von tert.-Butyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxy-
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■χ ·■·
- 77 -
~lat-1ß~oxyd (314 mg, 1 mMol) und N-Bromsuecinimid (287 mg, 1,5 Ä£Uiv.) in Benzol (50 ml) wurde am Rückfluß 30 Minuten in einem Strom von trockenem Säuerstoff-freiem Stickstoff erwärmt, während man mit einer 8 χ 40 Watt-Wolframbandleuchte "bestrahlte. Das Benzol wurde im Vakuum entfernt und der Rückstand wurde in Aceton-Methylenchlorid (1 : 4, 5 ml) gelöst und an Kieselgel G ([DLC Qualität, 40 g) unter Verwendung von Aceton-Methylenchlorid (1:4) als Eluierungsmittel chromatographiert. Fraktionen von 10 ml wurden gesammelt und durch !EIC (Aceton-Methylenchlorid, 1:2) geprüft. Die Fraktionen 29 bis 45 wurden vereinigt und eingedampft, wobei man einen schwach orange gefärbten Feststoff erhielt (171 mg), Λ max 278,5 mn (ß]^m = 208), der in" Aceton (ca. 4 ml) gelöst wurde. Zugabe von niedrig siedendem Petroläther (Sdp. = 40 bis 60°, ca. 5 ml) fällte den Bromester als fast farblosen gelatineartigen Feststoff aus (117 mg, 30 #), erweicht bei ca. 175°, zersetzt sich bei ungefähr 200°, [a]^ =+26,5°, Λ max 278 nm (<f - 10 150), V max 3320 (NH), 1770 (Azetidin-2-on), 1716 (CO2R), 1682 und 1526 (CONIi), und 1021 cm"1 (S -*► 0), TT 1,64 (1H, d, J 9 Hz; IH), 1,82 (1H, s; NHCHO), 4,03 (1H, dd, J 9,5 Hz; C7-H), 5,01 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,37, 5,61 (2H, AB-q, J 10 Hz; C5-CH2Br), 6,02, 6,30 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 8,50 (9H, s; CO0C(CH5J5).
(ii) Photochemisch initiierte Bromierung bei -20°
Eine Suspension von tert.-Butyl-7ß-formamido-3-methylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (7,55 g, 24 mMol) in trockenem 1,2-Dichloräthan (420 ml) wurde bei 25° gerührt und dann kurz auf 60° erwärmt, um vollständige Lösung zu erreichen. Die Lösung wurde auf ca, 30° abgekühlt und N-Bromsuoeinimid (6,41 g, 36 mMol) wurde zugefügt. Die Lösung wurde unter einer Atmosphäre von trockenem Stickstoff auf -20° gekühlt und 3 1/4 Stunden mit einem Hanovia 125 Watt-Mitteldruck-Quecksilberbogen mit einem Pyrexfiltör belichtet, wobei die (Temperatur im Bereich von -15° bis -20° während der ganzen Zeit gehalten wurde. Die Lösung wurde mit 0,5 M-wäßriger ilatriumacetatlösung (100 ml) und Wasser (100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der zurückblei-
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* bend'e gelatineartige Feststoff wurde in'Chloroform (ca. 50 ml) gelöst und an einer Säule (innerer Durchmesser 9,5 cm) von Kieselgel (0,05 bis 0,2 mm, 200 g) Chromatograph!ert. Elution mit ChIoroform-Äthylacetat (1 : 1,1 ltr.) und Äthylacetat (100 ml) lieferte einen gelben Gummi, der mit Äther (20 ml) verrieben wurde, wobei man das tert.-Butyl-2ß-brom-3-brommethyl-7ß-formamidoeeph~3-em-4-carbo:xylat-1ß~oxyd in Form eines schwach gelben Feststoffs erhielt ( 1,43 g, 13 #), Fp. = 128 bis 130°, A rnnv 295
31111 (E 1 = 181), der mit einer Mischung von Äther (ca. 8 ml) ι cm
und ■ Methanol (ca. 1 ml) verrieben wurde, wobei man eine analytische Probe als farblosen Feststoff erhielt (115 mg), Fp. = 132 bis 134°, [(X]11 = -232°, A max 295 nm ( £ = 8 650), γ max (CHBr3) 3400 (ITH), 1810 (Azetidin-2-on), 1730 (CO2R), 1702 und 1512 (COiTH) und 1060 cm"1 (S ->0), T 1,44 (1H, d, J 9 Hz; NH), 1,83 (111, s; CHO), 3,83 (1H, s; O2-Jl), 3,94 (1H, dd, J 9,5 Hz; C7-H), 4,59 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,56 (2H, s; C3-CH2Br), 8,45 (9H, sj CO9CMe,,). ·
Analyse: C C .."H1 6B] H Ot-S 4 ( 472, 2) N 5, 9 S 6, 8
Berechnet: 33, Ό
1
3, 4 Br 33 »9 . 6, 1 6, 6
Gef linden: 33, O 3, 32 ,9
Weitere Elution mit Äthylacetat (700 ml) und dann mit Äthylacetatt Aceton (2 : 1, 800 ml) gab zuerst gemischt Fraktionen und dann das Tltelester-1ß-oxyd in Form eines schwach orange gefärbten Feststoffs (4,82 g, 51 #), Fp =>200°, A max 278 nm (E1^n = 252), ein Teil davon (300 mg) wurde mit warmem Isopropanol (5 ml),. das einige Tropfen Methanol enthielt, verrieben, wobei man einen farblosen Feststoff erhielt (207 mg), Fp. = >200°, [a]D = +25°,
λ max 278 nm ( 6 =9 800), V max (CHBr3) 3440 (M), 1802 (Azetidin-2-on), 1720 (CO2R), 1695 und 1508 (CONH) und 1038 cm"1 (S )
Analyse: 0IS H17 BrN 2°5S 4, 4 (393,3) 3 N 7, 1 S 8, 15
Berechnet: 0 39 ,7 H 4* 4 Br 20, 8 7, 1 7, 9
Gefunden: 39 ,6 19,
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Beispiel 135
Bromierung von 2,2,2-Irichloräthyl-3-methyl-7ß-phenoxyacetamidoceph-3-em-/|.-carboxylat-1I3-oxyd unter Herstellung von 2,2,2~Tri~
lat-1ß-oxyd.
(i) Bromierung bei -10 bis 0°.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3~methyl-7ß-phenoxyacetaraidoceph-3-em-4~carboxylat-1ß-oxyd (3,26,g, 6,56 mMol) in 1,2-Dichloräthan (150 ml, getrocknet, indem man durch basisches Aluminiumoxyd durchgeleitet hatte) wurde mit H-Bromsuccinimid (1,76 g, 9,9 laMol, 1,5 Äqiiiv.) in einer Atmosphäre von trockenem Stickstoff gerührt und auf -10° gekühlt. Die Reaktionslösung vrarde mi.t einer Mitteldruck-QuecksilberbOgenlarnpe (125 Watt) unter Verwendung eines Pyrexfilters während 1 Stunde 25 Minuten zwischen -10 und 0° bestrahlt. Die Mischung wurde dann mit Wasser (3 χ 75 ml) gewaschen und die wäßrigen Schichten wurden mit 1,2-Dichloräthan (75 ml) zurück extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet und eingedampft, wobei man einen gelben Gummi erhielt, der mit Methanol verrieben wurde und die Titelverbindung als fast farblosen Peststoff lieferte (2,12 g, 56,3 #), Pp. = 148 bis 150°, [a]D = -30,4°,λ· max 275 nm =161), Inflexion bei 271 nm (e1£ = 145) und 280 nm
= 153). Chromatographie der Mutterlaugen lieferte eine weitere Menge der Titelverbindung (0,20 g, 5,3 #), Pp. =152 bis 155,5°, Ca]3J = -36,3°, /\ max 276 nm (13^ = 161), Inflexion bei 272 nm 0ä]*m = 146) und 281 nm (BjJm = 159). Umkristallisation einer kleinen Menge der Titelverbindung aus Methanol lieferte eine analytische Probe, Pp, = 157 bis 161°, [α]^ = -36°, Λ max 276 nm ( £ =9 850), Inflexion bei 271nm (£ - 8 650) und 282.am ( £ = 9 450), Y ffiax 3420 (WH), 1789 (Azetidin-2-on), 1745 (CO2Il), 1702 und 1521 (CONH), 1024 cm""1; <f 1,83 (iff, d, J 9 Hz; HH), 2,60 bis 3,15 (5H, m, C5H5), 3,86 (1H, dd, J 9 Hz und-5 Hz; C7-H), 4,74 und 4,91 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 4,88 (1H, d, J 3 Hz; Cg-H), 5,31 (2H, s; C6H5OCH2), 5,40 (211, e;
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BAD 0RK3INM-
- 80 - ·
2 5,87 und 6,17 (2H, ÄB~g, J 18 22
Anal^sej. ci8Hi6BrC:]LA06S (574,7)
Bereclinet: 0 37,6 H 2,8 1.4,9 S . 5,6$
G-esainthalogeng ehalt: 4 Ä'quiv./Mbl Gefunden:: -37,4 2,8 4,8 5,6 .
G-esamtlialogengeJialt: 3? 91 iquiT./Mol
(ii) Brom!erring bei -20°„ .
2,2,2-Triclilorä*b]iyl-3-m6thyl~7ß-p3aenoxyacetaffliäoceph~3-em-4-car"b O3qylat-1ß-ozyd (1O5178 g, 21,7-6 mMol) wurde, wie in (i) beschrieben, umgesetzt, mit der Ausnahme, daß die !Temperatur bei -20° ™ gehalten wurde, wobei die aütelrerbindung; (8?36 g„ 69 f°) auf ähn
Iiehe Weise wie in (i) erhalten wurde. " -■■■
Bromierung τοη 2,2,2-Trichloräthyl-5-methyl-7ß-[D-2-(2r2,2-trichloräthoxycarbonylamino)-2-pheny!acetamido]~ceph--3-em~4-carboxylat-1ß-ozyd zur Herstellung τοη a^^-'Irichloräthyl-J-brommethyl-7ß-[D-2-(2,2,2-trichloräthosycarbonylamino)-2-pheny!acetamido]-ceph"-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
I-Bromsuccinimid (1,87'g, 1?4 iquiVe) wurde zu ein.er lösung τοη 2,2,2-(Erichloräthyl-3~methyl~7ß~ [D-2»phenyl-2- (2,2,2-tri chlorätho3grcarbonylamino)-acetamido]-eeph-5-em-4~carboxylat~1ß~oxyd (5,03 g, 7,5 mMol) in trockenem 1,.2-Dichloräthan (400 ml) gegeben. Die Suspension wurde auf -30° unter einer trockenen Stickst off atmosphäre gekühlt-und 1 Stunde mit einer HanoTia 125 Watt-Mit'teldruck-Quecksilber-ÜV-lampe mit einem Pyrexfilter bestrahlt, wobei die Temperatur während der ganaen Zeit zwischen -20 und -30° gehalten wurde. Die Dünnschichtchromatographie (Aceton-Me-' thylenchloridj, 1 : 19) zeigte an, daß kaum umsetzung stattgefunden hatte und so wurde die Temperatur auf 0° erhöht und es wurde weitere 2-Stunden bestrahlt«, Die .Reaktionsmisohung wurde mit
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20649Z4 i
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Wasser (2 χ 200 ml) gewaschen und eingedampft, wobei man einen orange gefärbten Schaum erhielt, der an Kieselgel G- (150 g) mit Aceton-Methylenchlorid (1 ; 19) als Bluierungsmittel ehromatographiert war. Die entsprechenden Fraktionen wurden .vereinigt und eingedampft, wobei man die Titelve=:..bindung in Form eines gelben Feststoffs erhielt (2,44 g, 43,5 #), Fp. = 172 bis 174°, [Ct]33 = -14°, X max 282 nm ( t » 9 000), γ max 3330 (IiH), 1790 (Azetidin-2-on), 1738 (0O2R), 1706 und 1530 (HHCO2R), 1660 und 1530 (COHH) und 1040 xm"1 (S —*,0), IT 1,54 (awel überlagert 1H, d; UH), 2,6 (5H, m; C6H5), 4,06 (1H, dd; J 8,5 Hz und 4,5 Hz; O7-H), 4,44 (IH-,-d, J 8 Hz; CH-HH), 4,78 und 4,95 (2H, AB-q, J 12 Hz; CO2CH2GCl5), 5,04 (1H, d, J 4,5 Hz; Cg-H), 5,19 (2H, s; KHCO2CH2CCl3), 5,37, 5,53 (2H, AB-q, J 10 Hz; CH2Br), 6,03, 6,29 (2H, AB~q, J 18 Hz; Og-H2).
Beispiel B7
Br oai er ung von p-Me t L oxy b ensy 1- 3 -methv ,.~7 ß-pheiwl? :■. er ami Coo eph
3-esi-4-oarboxylat-1 ß-oxyd zur Herste!'im
Analyse; O21H18BrCl6H3O17S (749,1)
Berechnet: C 33,7 H 2,4 3J 5,6 S Λ,3 i G-esamthalogengehaltϊ 7>0 Iquiv./Mol Verbindung
Gefunden: 34,45 2,6 5,1 4,3
Gesamthaiogcngehalt ι 6,8 Xqvü/t ■./Hol "verbindung
Me nachfolgenden Fraktionen wurden eingedampft, wofeej. man nicht niBgöaet2tes AusgangEinaterial erhielt (0,?7 g, 17 /ΐ>5 }\ mi,x
268,5 nia-.(E^m = 103). '~ (
Eine Lösung von p-MethoxybeB2;yl-3--ract;hyl--7ß--p*üeny3.acetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (4,00 g, ^,55 wHol) in trockenem 1,2-Mchloräthan (400 ml) wurde auf ~2r° unter trocke-Kor Stickstoffatmosphäre gekühlt, N-BrOJBSUCciniir·Id (228 g, 1,5 Ibuiv.) wurde zugefügt und die Mischung wurde e;nor Banovia 125 Watt-Mitteldruck-Quecksilber'-lampe unter Vervmndur ^ £ ines Pj^re.xfiltGra 2 Stunden
BADORIGfNAL
"belichtet, wobei die Temperatur während- der ganzen Zeit bei ca. —20° gehalten wurde. Der feine Ifiederselilag, der sieh ausgeschie-■ den hatte, wurde durch Filtration gesammelt (.1,80 g), [«l-p = +114°, A max (0,1 M pH 6 Phosphat), 254 dm (E^n = 193) und 309,5 mn (B]Jjn, = 67), Qf 7,97 (sj 0,,-GH*) und das Filtrat wurde mit Wasser (3 χ 200 ml) gewaschen," mit dem Dlehlorätnan (100 ml), das man zum Auswaschen der vereinigten wäßrigen Waschlöpungen verwendet hatte, vereinigt, getrocknet iiaö. eingedampft, wobei man einen rot-schwarzen Halbfeststoff erhielt. Yerrelben mit Metlmnol lieferte das Titelester-1ß~oxjd Ib Eons einesfast weißen Feststoffs (254 mg, 5,4 ?S), Fp. = 171 Ms 174O(Zerseti3ung), [a]n = -28° (Me2NCHO)1 λ mar (MeOH) 225,5'um (£ = 16 500) und 272,5 nm ( £ = 9 050), Inflexion bei 277«,5 eh ( £ = 8 500)r T 1,64 (1H, d, J 9 Hs; KH), 2,63, 3sO5 (4H9 2d? J 9 Haj CH2C6 H4OCH5), 2,70 (5H, s, C6H5), 4,16> (1HS ad, J 9,5 Hz? C7-H), 4,74 {2H, sj CH2C6H4)J 5,08 (1H, d, J 5 Hz5 O5-H)3 5-,38, 5,58 (2H, lE-q, J 11 Hz; C^-CHgBr), 6,06, 6,31 (2H5 Iüs~q9 J 18 Hz; C2-Hg)5 6,24 (3H, s; OCH«), 6936„ 6940 (2H, A3-qs GgH5CH2)O Chromatographie de.s Eilt rat s θ,ώ. Eieselgel Q- lieferte p-Hethosyhenzaldehydj das durch Vergleich fies IR-Spelctrums mit des einer authentischen Pro"be und durch Überführung in sein 2?4="BiKitroph.enjlhydrazon, Tg. ss 250 bis 251°, ent if lsi ert wurde,
3Mii Seil (500 mg) der o'ben durch Filtration der Hea&tionsmischung ™ erhaltenen Säuren wurde in !Tetrahydrofuran (50 ml) suopencliert tmd mit einer Lösung Toa Diazomethan in Itlier verestert« Die Lösungsmittel X'/urden entfernt όχΛ der surückblöibende farblose feststoff vjurde in Methylenchlorid (40 si) gelösto Die entstehende Lösung wurde mit Wasser (20 ml) raid" 3^iger Hatriumhydrogencarbonatlösmig (2 χ Ip ail) gewaschen^ getrocknet und eingedampfts raid der Rüc;;; atand irarde der präparativen Sckieiitchromatogra,phie an Kieselgel G- mit lceton-Methylenchlor-iä (1 s 1) als Eluierung·= mittel unterii7©rfene Elution der weniger- polaren Baa.de lieferte Methyl-3-lDroEEethyl--7ß~phenjlaeetamidoeepii==3raem"='4^öar'boxylat (104 8,8 #), Ipo « 193 Ms 194°5 [a]D « +59Ο Β λ masc 2Ί1>3 m ^m - 197)? während Elntion der stärkeren polaren Bande Methyl«
§ O Iß
1Q9833/26QS
S,
3~methyl~-7ß-piienylacetamIäocepli-3-em-4-carboxyIat ergab (170
max
rag, ,19,7 SO, Pp. = 210 Ms 215°, [«]„ = +185°, Λ 265 nm
Beispiel B8
Bromiermig von tert .-Butyl-3-methyl~7ß-phenylacetamidoceph-3~em■·- 4-carboxylat-1ß~o:xyd zur Herstellung von tert.-Butyl-3-brommethyl~7ß"Phenylacetaiaidoceph-3-em-4-car'boxylat-1 ß-oxyd.
Eine Losung von tert.-Butyl-3-methyl-7ß~phenylacetamidoceph~ 3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (3β9 mg, 1 mMol) und M"-Bromsuccinimid (287 mg, 1,5 Iquiv.) in Bensol (50 ml) wurden unter Rückfluß während 1 Stunde in einem trockenen Stickst of fstr,om erwärmt, während man mit einer 8 χ 40 Watt fluoreszierenden Bandleuchte belichtete. Die Reaktionsinisehung wurde von Spuren unlöslichen Materials abfiltriert und das Benzol wurde eingedampft, Der Rückstand wurde an Kieselgel G- (50 g) mit Aceton-Methyle-nchlorid (1 ϊ 12) als Eluierungsmittel chromatographiert. Die ent~ sprechenden Fraktionen, bestimmt durch 3}LC (Aceton-Methylenchlorid, 1 s 8) wurden vereinigt, eingedampft, mit Ither (ca. 2 ml) verrieben, wobei man das 2itelester-1ß-oxyd in Form eines farblosen kristallinen Feststoffs erhielt (134 mg, 29 $), Fp. = 158 bis 160°, Ca]-J5 = + 52°, ^ max 279 nm ( ζ = 9 300), V max 3250 (!H), 1786 (Asetidin-2-on), 1710-(CO2R), 1673 und 1526 (COHH) und 1028 cm""1 (S -> 0), f 1,57 (LH, d, J 8,5 Hz; NH), 2,62 (5H, s; C5H5), 4,12 (1H, dd,' J 8,5 Hz; C7-H), 5,01 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,32 (2H, AB-q., J 12 Hz; C5CH2Br), 6,18 (2H, breites s; C3-H2), 6,34 (2H, s; CgH5CH2), 8,42 (9H, s; CO2O(CH3)3).
Analyse: O Ηρ,Ι lrff, 5 O1-S 4, 8 (483, 4) 5 N 5, 8 S 6, 6
Berechnet: 49, 7 H 4, 8 Br 16, 0 5, 5 6, 7
Gefunden: 49, 5 16,
10933372005
- 84 - Beispiel B9
Bromierung von 2,2,2-Trichlorät]iyl-5"inethyl-7ß--(2,2,2-Trichlor~ äthoxycärbonylamino)-ceph-3-em~4-oarboxylat-1ß~oxyd unter Herst ellungvon 2,2,2-Iriclilorätliyl-3-'brommethyl-7ß-(2,2,2-trichloräthoxycarbonylamino )~ceph-3-ein~4-carboxylat-1 ß-oxyd.
Eine Lösung von 2,2,2-Triclilorätliyl-3~methyl-7ß~(2,2,2~Trichloräthoxycarbonylamino)-eeph~3-em~4-carboxylat-1ß--oxyd (3,83 g, 7,13 mMol) und Ϊί-Bromsuccinimid (1,78 g, 1,4 Äquiv.) in Benzol (350 ml) wurde am Rückfluß 1 Stunde in einem trockenem Stickstoffstrom erwärmt, während man mit 8 χ 40 Watt fluoreszierendem Licht einer Bandleuchte
bestrahlte. Das Benzol wurde im Yakuum entfernt und der zurückbleibende orange gefärbte Schaum wurde an Eieselgel G- (150 g) mit Aceton-Methylenchlorid (1 : 25) als Eluierungsmittel chromatographiert. Die entsprechenden Fraktionen, bestimmt durch TLO (Aceton-Methylenchlorid, 1 : 15), wurden vereinigt und eingedampft, wobei man einen fast weißen Feststoff (1,54 g) erhielt.· Terreiben mit Äther (ca. 20 ml) ergab das Titelester-1ß-oxyd (1,43 g, 33 #), Pp. = 202 bis 204°, [a]D = -4,9°,
K max 282,5 nm (£ = 9 600), ^ max 3380 (M), 1778 (Azetidin-2-on), 1740 (CO2R), 1730 und 1526 (MiCO2R) und 1020 cm~1 (S "-Χ)),' r'2,33 (1H, d, J 9 Hz; NH), 4,22 (1H, dd, J 9,5 Hz; C7-H), 4,78, 4,95 (2H, AB-q., J 12 Hz; CO2CH2CCl3), 4,92 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,11 (2H, s; IiHCO2CH2CCl3), 5,35, 5,49 (2H, AB-q, J 1.0 Hz; C3-CH2Br), 5,92, 6,17 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2).
Analyse: C13H11BrCl6N2O6S (616)
Berechnet; G 25,3 H 1,8 N 4,55 S .5,2$ Gesamthalogengehalt: 7 Ä'quiv./Mol
Gefunden: 25,6 2,0 4,3 5,2 Gesamthalogengehalt: 6,86 Äquiv./Mol
109833/2005
Beispiel B1O
Bromierung von tert .-Butyl~3--methyl-7ß-phenpxyacetamidoceph~3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd unter Vervrendung von tert.-Butyl-3-broimnethyl-7ß-phenoxyacetamidoceph-3~e<7i-4-oarboxylat~1 ß-oxyd *
(i) Photochemiscli initiierte Bromierung "bei -20° in Anwesenheit von Wasser.
Die Lösung von tert.-Butyl-3^methyl~7ß—phenoxyacetamidoeeph-3-em~4-car Ta oxylat-1ß-oxyd in 1,2-Dichloräthan (62,2 ml) aus dem Herstellungsverfahren A1O (b) wurde mit trockenei* 1,2-Dichloräthan auf 300 ml verdünnt, auf 5° gekühlt und in einer Atmosphäre von Stickstoff gerührt. 1,3*-Di"brom-5,5-dimethy!hydantoin (5,1 g, 17,85 roMol) und Wasser (1 ml) wurden zugefügt und die gerührte Reaktionsmischung wurde auf -20° gekühlt und wahrend 1 1/2 Stunden mit einer Phillips 125 Watt-Quecksilberlampe unter Verwendung eines Pyrexfilters bestrahlt. Die "braune Lösung wurde mit Wasser (2 χ 100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen Schaum erhielt, der mit Aceton verrieben wurde. Das kristalline Material wurde abfiltriert, mit kaltem Aceton-Äther (1 : 1) gewaschen und getrocknet, wobei man das ü!itelester-1 ß-oxyd erhielt (4,19 g, 35 °ß> aus tert.-Butyl-7ß-amino-3-methylceph-3-em-4~carboxylat), Pp. = 130 bis 133° (Zersetzung), [a]D = -26°, λ max 275 mn ( £ =11 300), Inflexion bei 264 nm ( £ = 8 700), 270 nm ( E = 10 350) und 279,5 nm ( £ = 10 750), V mas 3357 (M), 1794 (Azetidin-2-on), 1720 (GO2R), 1694 und 1516 (COHH) und 1004 om~1 (S -e>0), ^1,86 (1H, d, J 10,5 Hz; HH), 2,5 bis 3,2 (5H, m; C6H5OCH2), 3,93 (1H, dd, J 10 Hz; C7-H), 4,97 (1H, d, J 5 Hz;, C6-H), 5,32 (2H1 s; C6H5OCH2), 5,41, 5,57 (2H, AB-q, J 9,5 Hz; C3-CH2Br), 6,00, 6,26 (2H, AB-q, J 19 Hz; C2-H2), 8,46 (9II, s; CO2C(CH3)3), 7,91 (1H1 s; ca. 0,15 M Aceton).
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■- 86 -
Analyse: C20H23BrN2O6S 4, (499 ,4) 16, ο : H 5, 6 S 6, 4
Berechnet : C 48,1 H 4, 6 Br 15, 7 5, 6 β, 2
Gefunden: 48*2 4, 7 5, 7
48,4 . 8
Die Mutterlaugen wurden an Kieselgel G- (150 g) unter Verwendung von Aeeton-Methylenchlorid (3 : 17) als Eliiierungsmittel ehromato graphiert, wobei man eine zweite Charge des Ester—Iß-oxyds erhielt (1,04 g, 9 wie oben), Pp. = 128 bis 132° (Zersetzung), Ca]1J = -28°, A max 275 nm (E^ = 218).
(ii) Photochemisch initiierte Bromierung "bei +5° Ms -5° in Anwesenheit von wäßrigem Hatriumhydrogencarbonat.
Eine Lösung von tert.~Butyl-3~methyl»-7ß~pheiioxyacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (5s0 g„ 11,9 mMol) in 1,2-Dichloräthan (250 ml) wurde «auf 0° gekühlt und 1,3-Dibrom-5,5-dimethy!hydantoin (2,48 g, 8965 mMol)j, liatriumliydrogencarlDonat (1,00 g, 11,9 mMol) und Wasser (5 ml) wurden zugefügt. Die gerührte Reaktionsmischung wurde durch drei 150 Watt-Wolfr'ambirnen in einer Stickst off atmosphäre während 75 Minuten belichtet, während die Temperatur zwiehen +5 und -5 gehalten wurde« Die Lösung wurde mit Wasser ( 2 χ 125 ml) gewaschen, mit dem Dichloräthan (125 ml), W das man zum Waschen der vereinigten wäßrigen Waschlösungen verwendet hatte, vereinigt, getrocknet und eingedampft, wobei man einen gelben Schaum erhielt. Verreiben mit Aceton-niedrig siedendem Petroläther (ca. 1 j 1) und Aufbewahren im Kühlschrank lieferte das Titelester-1ß-oxyd in Form eines leicht beigen Feststoffs (4,49 g,. 76 fo), Fp. = 126 bis 130°, [a]D=s-57°f \ max 274?5nm
(E1cm = 197^» T 7,90 (3H, s; 0,5 M Aceton).
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Beispiel B11
Herstellung von 2,2,2-Trichloräthyl~3-brommethyl-7ß--phenoxyacetamidoceph-3-eni-4-carl)Oxylat-1ß-oxyd (das Produkt von Beispiel B5) aus dem Ausgangsmaterial des Herstellungsverfahrens A5 ohne • Isο1iοrung des ZwIsehenprο duktes.
2,2,2~Trichloräthyl^5"-methyl-7ß--phenpxyacet amidoceph-3--em-4-car'b-oxylat (10,00 g, 20,8 mMol) wurde wie im Herstellungsverfahren A5 oxydiert, mit der Ausnahme, daß die Temperatur bei 0° gehalten wurde, wobei man Rohprodukt (10,4 g) erhielt, das in 1,2-Dichloräthan (400 ml) gelöst wurde und wie in Beispiel B5 (i) bromiert wurde, wobei man die Titelverbindung erhielt (8,57 g, 71,8 Ji), Pp. = 156 bis 157°, [a]D = -43,6°, ^ m&x = 275 nm
= 164)* Inflexionen bei 270 nm (E^n, =146) und 280 nm π/ ι cm
S =158).
Beispiel B12
2,2,2-Trichloräthyl-3-brommethyl-7ß- (DL-2-bromphenylacet ami do) c eph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
N-Bromsuccinimid (1,43 g, 8,04 mMol) wurde zu einer gerührten lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-(D3>-2-bromphenylacetamido)-3-methyleeph-4-carboxylat (3,0 g, 5,36 mMol) in trockenem 1,2-Dichloräthan (150 ml) bei 0° in einer trockenen Stickstoffatmosphäre gegeben. Die Reaktionslösung wurde mit ultraviolettem Licht (125 Watt-Quecksilberlampe mit einem Pyrexfilter) bei. 0° 1 1/4 Stunden belichtet. Die Lösung wurde dann mit Wasser (3 χ 75 ml) gewaschen unü mit dem 1,2-Dichloräthan (75 ml), das man zum Zuriickwaschen der vereinigten wäßrigen Schichten verwendet hatte, vereinigt, getrocknet und eingedampft, wobei man einen öligen Peststoff erhielt. Verreiben dieses Feststoffes mit Me- · thanol"lieferte die !Eitelverbindung in Form eines schwach gelben Feststoffes (2,19 g), Fp. = 187 bis 189°, [ct]D = + 19,1°, Λ max 2T8'5 1^ ^E1cm = 150^* Vergleich des Produktes mit dem, das man in Beispiel B2 (x) erhalten hatte, durch TLC- und PMR-Yerfahren zeigte, daß die zwei im wesentlichen gleich waren, mit
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der Ausnahme, daß das in diesem Beispiel erhaltene Produkt mit 5 bis 10 $ des als Ausgangsmaterial verwendeten 3~Methyl-1ßoxyds-analogen verunreinigt war.
Teil C
Umwandlung der 3-Brommethylverbindungen in 3-Jodinethyl- und 3-Chlormethylänaloge. . · " ,
Beispiel 01 '
tert.~Butyl-7ß-fonnamido-3~jodmethyleeph-3-em-4-carboxylat~1.ß-
Kaliumiodid (1,00 g, 6 mMol) wurde zu einer Lösung von tert.-Butyl-3-'brommethyl~7ß--formamidoceph~3~em-4~Ciai'''box:ylat-1ß-oxyd (0,79 g, 2 mMol) in Aceton (30 ml) gegeben und die Suspension wurde während 2 Stunden in Abwesenheit von Licht gerührt. Das Aceton wurde im Vakuum entfernt und der Rückstand wurde zwischen Chloroform und Wasser (jeweils 30 ml) verteilt. Die wäßrige Phase wurde mit Chloroform (20 ml) zurückextrahiert und die vereinigten Chloroformphasen wurden mit Wasser (20 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man das Titelester-1ß~oxyd erhielt (0,89 g, 100 ^), Pp. = 110 bis 130° (Zersetzung), [a]^= -13,6°, A max 290 mn ( S =9 350), T1,63 (1H, d, J 9 Hz; NH), 1,81 (1H, s; CHO), 4,0.6.'(1H, dd, J 9,5 Hz; C7-Ii), 5,02 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,42, 5,65 (2H, AB-q, J-9 Hz; C5-CH2I)9 6,12 (2H, s; Cp-Hp), 8,46 (9H, s; O())
Beispiel C2 .
2,2,2-Trichloräthyl-7ß-formamido-3-jodmethylceph~3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd. . , ■
ITatriurnjodid (480 mg, 3,21 mMol) wurde zu einer Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-broinmethyl-7ß~formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (500 mg, 1,07 mMol) in Aceton (20 ml) gegeben und die Mischung wurde während 30 Minuten in Abwesenheit von Licht gerührt, in Wasser gegossen und mit Methylenchlorid
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(3x15 ml) extrahiert. Der getrocknete Extrakt wurde eingedampft und der Rückstand wurde mit Ithylacetat verrieben, wobei man das Iitelester-1ß-oxyd erhielt (116 mg, 21 $), λ ma-v- 294 nm.
Beispiel C3
2,2,2-Trichloräthyl-3-chlormethyl-7ß-formamidoceph-3-em~4-carboxylat~1ß-oxyd.
Kaliumchlorid (1,60 gm 21,4 mMol) wurde zu einer gerührten Lösung von 2,2,2-Triehloräthyl-3-brommethyl-7ß-formamidoeeph-3-em-A-carboxylat-iß-oxyd (500 mg, 1,07 mMol) in N,!-Dimethylformamid (50 ml) gegeben. Die Mischung wurde während 3 Stunden gerührt, mit Methylenchlorid (200 ml) verdünnt, mit Wasser (5 x 100 ml) gewaschen, mit dem Methylenchlorid (100 ml), das man zum Zurückwaschen der wäßrigen Waschlösungen verwendet hatte, vereinigt, getrocknet und eingedampft, wobei man eine gelbe Flüssigkeit erhielt. Die Flüssigkeit wurde in Methylenchlorid (100 ml) wieder aufgelöst und diese Lösung wurde mit Wasser (3 χ 100 ml) gewaschen, mit dem Methylenchlorid (50 ml), das man zum Zurückwäschen der wäßrigen Lösungen verwendet hatte, vereinigt, getrocknet und eingedampft, wobei man einen schwach gelben halbfesten Stoff erhielt. Terreiben mit Methanol lieferte einen Feststoff, der abfiltriert wurde, mit Methanol-lther und Äther gewaschen wurde, und der beim Trocknen das [Ditelester-1ßoxyd ergab (315 mg, 69,5 #), [a]D = +38°, ,X^x 276 mn ( f = 8 650), T 1,54 (1H, d, J 10 Hs; NH), 1,81 (1H,s; OHO), 3,95 (1H, dd, J 10,5 Hz; C7-H), 4,75, 4,93- (2H, AB-q., J 12 Ha; OH2CCl3), 4,92 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,26, 5,41 (2H, AB-q., J 12 Hz; C5-OH2Cl), 5,90, 6,21 (2H, AB-q, J 18 Hz; Cg-H2).
■Beispiel 04
2,2,2-Q)richloräthyl-3-jodmethyl-7ß-(2-thienylacetamido)-ceph-3~era-4-carboxylat-1ß-oxyd·
Eine Mischung von 2,2,2-Irichloräthyl-3-broiBinethyl~ und 2,2,2- !CrichXoräthyl«3-ch.lormethyl-7ß~(2~<thlenylacetainido)-ceph-3~em-
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!0-64924
4-Garboxylat-1ß-oxyd (2,82 g, ca. 5 mMbl) wurde in Aceton (70 ml) gelöst. Die Lösung wurde υογ Ment geschützt und Natrium j ödid (2,25 gf 15 mMol) wurde zugefügt. Die Mischung wurde 1 1/2 Stunden gerührt, in Wasser (100 ml) gegeben und mit Methylenchlorid (3 x 50 ml) extrahiert» BIe vereinigten Methylenchlorid extrakte wurden eingedampft und. der gelbe Rückstand wurde mit Äthylacetat (ca«, 15 ml) verrieTbeiij, wobei man das Ti~ telester-1ß-oxyd erhielt (2,02 g, 66 j£), Ip. = 185° (Zersetzung) , [α]■>£ = -7,6°, Ä max 227,5 nm == 12 650) und 294 {€ = 9 300), Έ 1,61 (IH, d, J 8,5 Ha; BH), 2,63, 3fO5 (1Ή, ' 2H, 2m; 2-Thienyl), 4,15 (1H, dd, J S95 Hz; C7-H), 4,76, 4?95 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 4*99 (1E9 d,"J 5 Hz; Cg-H)9 5,40, 5f57 (2H, AB~(if J 9 Hz; C3-CH2I), 6,05 (2H, s; CH2GOlH), 6,05,-6,23 (2H, AB-q, J 16 Hz; C9-H9)*
Analyse; C16H14Cl3IU2S2 (611,7)
Berechnete C 31,4 H 2,3 I 4,6 S 10,5 Gesamthalogengehalt 4 'Äquiir./Mol
Gefundene '51,1 2,3 4,4 10,8 Gesamthalogengehalt; 3*94
Teil D
Ifulcleophiler Austausch und nachfolgende üiasetsung uater Yerwen= dung der Produkte der Teile B und C.
Umsetzung mit Alkanoatnukleophileru
Beispiel D1
Methyl-3-acet oxymethyl-7ß-phenylac etamiäoceph-3-em°4-carboxylat-
1ß-oxyd»
Eine Suspension von Methyl^-bronmetlijl-TB-plieaylaeetamidOceph-3-em-4-carbo2sylat-1ß-oxyd (90 mg, 0f204 sä©1) und Ealiumacetat (100 mg, 1P02' Iquiv.) ia Iceton (15 ml) ^Mrde am Sückfluß in einer Stielest off atmosphäre wahrend, 1,5 Stunden e3wäxmto Nach dem Abkühlen wurde die Eeaktionsmiscliimg auf zwei präparative
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Dünnschichtplatten (20 χ 20 cm, 22 mm überzug aus Kieselgel
HlPpc/.agg) aufgebracht und die Platten mit Me thy lencnlor id.-Aceton (4:1 } als Eluierungsmittel entwickelt. Die Banden mit einem Rf-Wert von 0,5 wurden entfernt und mit Methylenchlorid-Aceton (1 : 1) extrahiert und die organische Lösung wurde eingedampft, wobei man die Sütelverbindung in Form eines schwach cremefarbenen Feststoffes erhielt (58 mg, 67 SO, Fp. = 210 bis 215° (Zersetzung), f>]D = +112°, λ max 168 nm (E^m = 187). Diese Verbindung hatte HfR- und IR-Spektren, d.ie sehr stark denen der
Verbindung ähnelten, die man entweder durch Oxydation von Methyl-3-acet oxymetliyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat oder
durch Veresterung von 3-Aeetoxymethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carbonsäure-1ß-oxyd mit Diazomethan (Cocker et al., J.Chem. Soc. (c), 1966, 1142) erhalten hatte.
Beispiel B2
(i) 2,2,2-Trichloräthyl-3-acetoxymethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-earboxylat-1ß-oxyd.
Eine Lösung von 2,2,2-!Criehloräthyl-3-broiiimethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (1,12 g, 2 mMol) in trockenem NjH-DisethylfQnnamiä (60 ml) wurde bei Zimmertemperatur gerührt und Essigsäure (2 g) und Kaliumacetat (1,01 g, 10 mMol)
wurden zugefügt. Hach Bohren während 1 Stunde wurde die Ileaktionsmischung in Wasser (500 ml) gegossen mit Äthylacetat (3 x 100 ml) extrahiert. Die vereinigten Ithylacetat schicht en wurden nacheinander mit Salzlösung (75 ml), 3$iger üfatriumbicarbonatlösung
(75 ml) und Salzlösung (3 x 75 ml) gewaschen. Die Lösung wurde
dann getrocknet und mit !tierkohle (5 g) während 1 Stundegerührt, durch Kieselguhr filtriert und eingedampft, wobei man die Eitelverbindung (0,82 g, 77 #) in Form eines weißen Feststoffs erhielt, .Fp. = 106 bis" Iii°f Ea[L = +62° (CHOlx), X mov 272 nm * ei . ■*' j * max
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- 92 -
Eine kleine Probe dieses Produkts wurde aus A'thylaeetat umkristallisiert, wobei man farblose Kristalle erhielt, Pp. = 121 bis 125°, [a]^ = +92°, A max 272 mn ( £ =7 370), V max 1780 (Aze tidin-2-on), 1740 und 1220 (CH3COO), 1740 (CO2R), 1645 und 1524 (00M), 1050 cm"1 (S -* 0), -f 7,96 (CH3COO), 6,29 und 6,46 (AB-q, J 14 Hz; PhCH2CO), 5,98 und 6,36 (AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 5,00 und 4,81 (AB-q, J 12 Hz; CO2CH2CCl5), 5;31 und 4,86 (AB-q, J 13 Hz; CH2OCOCH3), 5,O4(d, J 4,5 Hz; C6-H), 4,11 (dd, J 4,5 und 8,5 Hz; C7-H), 2,71 (C6-H5.) und 1,63 (d, J 8,5 Hz;EH).
Analyse: C 20H1 9O13 N2O7S 6
Berechnet: C 44 ,7 H 3, 6
Gefunden: 45 ,0 3,
Cl 19,8 N 5,2 S 6,0 fo 19,7 4,4 5,8
(ii) Natrium-3-acetoxymethyl-7ß-phenylacetamidooeph-3-em-4-carboxylat. ■
Zu einer Lösting von 2,2,2-!Trichloräthyl-3-acetoxymethyl-7ß-phenylacetamidoeeph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (1,075 g, 2 mMol) in Eisessig (50 ml) wurden nacheinander Kaliumiodid (6,0 g) und Acetylchlorid (frisch destilliert, 1,0 ml) zugefügt. Es wurde unmittelbar Jod freigesetzt. Die Reaktionsmischung wurde 6 Minuten bei Zimmertemperatur gerührt, bevor man n-Natriumthiosulfatlösung ',(10 ml) zufügte. Die Lösung wurde im ^Vakuum eingedampft und der Rückstand zwischen Wasser und Ä'thylacetat (jeweils 50 ml) verteilt. Die Schichten wurden getrennt und der wäßrige Teil wurde mit weiteren Äthylacetat (25 ml) extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden mit 3$iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und dann mit gesättigter Salzlösung (jeweils 50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen schwach gelben Schaum (987 mg) erhielt. Die DünnschichtChromatographieanalyse (die Platte war mit Silikagel überzogen und Methylenchlorid-Aceton (9 : 1) wurde als Eluierungsmittel verwendet) zeigte die Anwe~ senheit des 1ß-0xyds, das als Ausgangsmaterial verwendet worden war (Rp = 0,3) und eine neue weniger polare Verbindung (R^ = 0,7). Der Schaum wurde in Aceton gelöst und auf zwei präparative Dünn-
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schichtplatten (20 χ 20 cm χ 2 mm, Kieselgel "bracht. Die Platten wurden mit Methylenchlorid-Aceton (9 ί 1) eluiert und der entsprechenden Banden wurden mit der gleichen Lösungsmittelmischung extrahiert und eingedampft. Die stärker polare Bande lieferte ein schwach gelbes Öl (121 mg), das mit Äthylacetat (2 ml) verrieben wurde, wobei man den als Ausgangsmaterial verwendeten Sulfoxydester erhielt (50 mg, 4,65 $), ^1P* = 11.6 bis 122°, [a]D = +89°, λ max 272 im (E^ = 142).
Die weniger polare Bande lieferte einen farblosen Schaum (642 mg), λ mov 262 um. (E^n. = 124). Der Hauptteil dieses Materials (628 mg) wurde in wasserfreiem Ameisensäure-Methylenchlorid (4 : 1, 15 ml) gelöst und die Lösung wurde unter Rühren auf 0 bis 5° abgekühlt, Zinkstaub (1,2 g, 18,36 g Äquiv.) (frisch aktiviert durch Waschen mit 2n-Chlorwasserstoffsaure und dann mit v/asserfreier Ameisensäure) wurde portionsweise während 2 bis.3 Minuten zugefügt. Die Mischung wurde bei 0 bis 5° während 15 Stunden gerührt, dann durch Celite filtriert, wobei der Filterkuchen mit wasserfreier Ameisensäure-Methylenchlorid (4 ϊ 1, 5 ml) gewaschen wurde. Das Filtrat wurde im Vakuum eingedampft, wobei man ein gelbes Öl erhielt, zu dem man 3$ige wäßrige ETatriumhydrogencarbonatlösung (50 ml) und Äthylacetat (50 ml) zufügte. Eine kleine Menge des unlöslichen Materials wurde durch Filtration entfernt und die Schichten wurden getrennt. Die organische Schicht wurde mit weiterem 3/oigem Matriumhydrogencarbonat (30 ml) extrahiert und dann wurden die vereinigten wäßrigen Teile mit Äthylacetat (50 ml) überschichtet und mit 2n-Chlorwasserstoffsäure auf einen pH-Wert von 1,0 angesäuert. Nach weiterer Extraktion mit Äthylacetat (30 ml) wurden die vereinigten Extrakte mit gesättigter Salzlösung'(30 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man ein farbloses öl (313 mg) erhielt. Dieses wurde in Äthylacetat-n-Butanol (4:1, 15 ml) gelöst und mit einer 1Obigen Lösung von Natrium-2-äthylhexanoat in n-Butanol (1,95 ml) behandelt. Der gelatineartige Niederschlag wurde während 30 Minuten bei O0 stehen gelassen, dann gesammelt, und nacheinander mit Äthylacetat - n-Butanol (1 : 1, 5 ml), Äthylacetat (5 ml) und Äther (25 ml) gewaschen. Der entstehende farblose Feststoff wurde bei 1 mm getrocknet, wobei man die litelverbin-
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dung erhielt (180 mg, 22,4 #), Ea]71 = +141,5° (H0O), Λ mQV (0,1 m Phosphatpuffer bei pH 6,0) 259 mn ( £ = 8 300), γ-3285 (NH), 1750 (Azetidin-2-on), 1730 und 1250 (OCOOH3), 1659 und 1630 (COM) und 1626 cm"1 (CO2"), T (D2O) 2,67 (5H,sJC6-H5), 4,42 (1H, d, J 4,5 Hz; C7-H), 4,98 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 5,16 und 5/37 (2H, AB-(I, J 12 Hz; CH2OCOCH3), 6,35 (2H, s; C6H5CH2), 6,42 und 6,73 (2H, AB-q, J 18 Hz; G2-CH2) und 7,94 (3H, s; OCOCH3)
Das obige Material wurde sowohl chromatographisch als auch durch mikrobiologische Versuche mit einer Probe des Titelnatriumsalzes, Ea]71 = +140° (HpO), hergestellt aus Cephalosporin C durch Phenyl- ^ acetylier'ung von 7ß-Aminocephalosporansäure, verglichen. Die zwei ™ Proben hatten identische Bewerte in einem absteigenden System an äquilibriertem Whatman Ho. 1 Papier, das bei pH 5 gepuffert war und wobei man die obere Phase aus Äthylacetat-n-Butanol-0,1n-Uatriumacetatpuffer bei pH 5 (8: 1 : 8) eluierte, und die untere Phase sich in dem Tamk befand.
Die zwei Proben wurden ebenfalls mikrobiologisch durch parallele Yerdünnungsversuche in Gläsern in vitro verglichen. Die minimale inhibierende Konzentration in ug/ml ist für jeden Organismus angegeben, wobei die Vierte, die man mit einer authentischen Probe erhielt, in Klammern angegeben sind: Staph.aureus 604, 0,8 (0,8); Staph.aureus 663, 0,8 (0,8; Staph.aureus 3452, 1 (<0,5); | Staph.aureus 11127, <0,5 ( <0,5); E.coli 573, 31 (31); E.coli 9001, 31 (31; S.typhimurium 804, 16 (31); Pr.mirabilis 2, 31 (8); Pr.mirabilis 431, 8 (8); Ps.pyocyanea 150,> 250 ( >-250); Calbicans C 316, > 250 ( > 250); Strep.faecalis 850, 16 (16); Pr.morgani HCTC 235, > 250 ( 250); Klebsieila 415, 62 (62).
Beispiel D3 ' .
(i) 2,2,2-Trichloräthyl-3-acetoxymethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Kaliumacetat (245 mg, 2,5 mMol) wurde zu einer Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3~brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (234 mg, 0,5 mMol) in N,N-Dimethylformamid (10 ml) und
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Eisessig (0,5 ml) zugefügt. Die dunkle Lösung wurde 1 Stunde gerührt und mit Wasser (50 ml) und Äthylacetat (25 ml) verdünnt. Die wäßrige Phase wurde mit Äthylacetat (3 x 25 ml) extrahiert und die vereinigten Äthylacetatextrakte wurden mit Wasser (2x25 ml) gewaschen und dann mit !Tierkohle und wasserfreiem Magnesiumsulfat 30 Minuten gerührt. Me Mischung wurde durch Celite filtri'ert und das Filtrat wurde eingedampft, wobei man einen schwach gelben Feststoff (202 mg) erhielt. Yerreiben mit einer Mischung von Aceton (ca. 5 ml) und Äther (ca. 15 ml) ergab das litelester-iß-oxyd (113 mg, 50,5 £), Pp. = 173 bis 174° (Zersetzung), [a]^ = +87°, λ max 271,5 nm ( ε = 8 650), V max 3390 (NH), 1765 (Azetidin-2-on), 1740 und 1730 (CO2R), 1690 und 1500 (COM) und 1040 cm"1 (S -3>.O)f T 1,62 (1H, d, J 9 Hz; HH), 1,85 (1H, s; CHO), 4,00 (1H, dd, J 9,5 Hz; C7-H), 4,82, 5,01 (2H, AB-<±, J 12 Hz; CH2CCl3), 4,87, 5,29 (2H, AB-q, J 13 Hz; C3-CH2OCOCH5), 4,99 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,93, 6,33 (2H, AB-q., J 18 Hz; C2-H2), 7,94 (3H, s; OCOCH3). ' .
Analyse: C15H15Cl3N2O7S (447,7)
Berechnet: O 34,9 H 2,9 Cl 23,75 N 6,3 S 7,2 $> Gefunden: 35,3 3,0 23,3 6,0 7,3
(ii) 2,2,2-Trichloräthyl-3-acetoxymethyl-7ß-aminoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd-hydrochlorid.
Zu einer gerührten Suspension von 2,2,2-Trichloräthyl-3-acetoxymethyl-7ß-foCTaamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (1,12 g, 2,5 mMol) in trockenem Methanol (20 ml) wurde Phosphöroxychlorid (0,92 ml, 10 mMol) zugefügt, wobei die Temperatur auf 30° stieg. Die Reaktionsmischung wurde 40 Minuten gerührt, mit Äther (ca. 20 ml) verdünnt und 30 Minuten im Eisschrank aufbewahrt, wobei man eine ca. 1:1-Mischung des Titelhydrochlorids und 7ß~Amino-3- hydröxymethylceph^-em-^-carbonsäure-ί -lacton-1ß-oxyd-hydrochlorid erliielt (0,81 g, 89 £), Λ J10x (MeOH) 266 nm (E^m =130), V. max ca. 2550 (HH3+), breites 1780 (Azetidin-2-on und <T-Lacton) 1728 (CO2R) und 1026 cm"1 (S-^O), T 4,80, 4,98 (ca. 1H, AB-cl, J 12 Hz; CO2CH2CCl5), 4,88, 5,27 (ca. 1H, AB-q., J Η Hz;
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2064324
C5-CH2OCOCH3), 7,94 (ca. 1,5 H, s; OCOCH5)' und 4,91 (ca. 1H, s; )
Beispiel D4
(a) 2,2,2-Ir i chloräthyl-3~brommethyl-7ß- (2-thi eny Iac et amido) -c eph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Zu einer Suspension von 2,2,2~Trichloräthyl-7ß-amino-3-brommethylceph-3-em-4-cartioxylat-1ß-oxyd-hydro'bromid (4,94 g, 9,5 mMol) in trockenem Methylenehlorid (40 ml) wurde eine Lösung von Äthylenoxyd (40 ml) in trockenem Methylenehlorid (30 ml) und anschließend Thienylacetylchlorid (1,2 ml, 1.05 Äquiv.) zugegeben.Nach * 2 Minuten löste sich der Feststoff. Die Mischung wurde 4 Minuten gerührt, mit 2,4$iger Hatrimncarbonatlösung (50 ml) gewaschen, mit dem Methylenehlorid (25 ml), das man zum Zurückwaschen der alkalischen ¥aschlösungen verwendet hatte, vereinigt, mit V/asser und gesättigter wäßriger Fatriumbromidlösung (jeweils 50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der- Rückstand wurde mit niedrigsiedendem Petroläther, Sdp. 40 bis 60°, verrieben, wobei man das Titelester-1ß-oxyd erhielt (4,94 g, 92"$), la]B = +23°, λ max 232 nm ( £ = 11 350) und 283 ( S = 9 100,).
(b) 2,2,2-Tri chloräthyl-3-ac et oxy-methyl-7ß-(2-thi enylac etamido)-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
) (i) Eisessig (4,72 ml) und Kaliumacetat (2,32 g, 23,6 mMol) wurden zu einer lösung von 2,2,2-Irichloräthyl-3-brommethyl-7ß-(2-thienylacetamido)-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (2,66 g, 4,72 mMol) in ^^-Dimethylformamid (100 ml) zugegeben. Die Reaktionsmischung ■ wurde 3 Stunden bei 22° gerührt und mit Äthylacetat und Wasser (jeweils 200 ml) verdünnt. Die v/äßrige Phase wurde mit ithylacetat (3 x 100 ml) extrahiert und die vereinigten Äthylacetatextrakte wurden mit Wasser (2 χ 50 ml) gewaschen, mit Tierkohle und wasserfreiem Magnesiumsulfat während 1 Stunde gerührt, durch Gelite filtriert und eingedampft. Der ölige Rückstand wurde mit niedrig siedendem Petroläther , Sdp. 40 bis 60°, verrieben, wobei man das Titelester-1ß-oxyd erhielt (1,71 g, 68 #), Fp. = 130 bis 132° (Zersetzung), [a]D = 85,5°, \ max 236 nm ( £ - 11 300) und
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269 nm ( £ = 7 600), Y max 3330 (NH), 1800 (Azetidin-2-on), 1735 und 1725 (CO2R), 1660 und 1530 (CQHH) und 1055 cm*"1 (S-*0),
T 1,60. (111, d, J 9 Hz; HH), 2,64, 3,05 (1H, 2H, 2m; 2-Tliienyl), 4,10 (1H, dd, J 9,5 Hz; C7-H), 4,81, 5,00 (2H, AB-q., J 12 Hz; CH2CCl5), 4,87, 5,31 (2H, AB-q., J 14 Hz; C5-CH2OCOCH5), 5,03 (1H, d, J 5 Hz; C6-H7, 5,97, 6,36 (211, AB-ci, J 18 Ha; O2-H2), 6,05, 6,23 (2H, AB-q, J 16 Hz; CH9CONH), 7,97 (3H, s; OCOCH^).
Analyse: C1 8H17 Cl5I J2Or 1S2 2 (533, 8) 6 N 5, 2 S 11 ,8
Berechnet: C 39 ,8 H 3, 2 Cl 19, 5 4, 9 11 ,9
Gefunden: 39 ,6 3, 19,
(ii) In.einem Versuch, der ähnlich war dem von (i), aber wobei man 2,2,2-Irichloräthyl-3-;j odmethyl-7ß~(2-thienyIacetamido)-ceph-3-em-4-earboxylat-1ß-oxyd (1,53 g, 2,5 mMol) als Ausgangsmaterial verwendete, erhielt man das 3}itelester-1J3-oxyd in Form eines chamois gefärbten Feststoffs (0,66 g, 50 #), Pp. = 129 bis 130°, [α]^ = +86°, λ max 237 nm ( £ = 10 950) und 272 nm (£ =7 900).
(c) 2,2,2~Trichloräthyl-3~acetoxymethyl~7ß-(2-thienylacetamido)-ceph~3~em-4-carboxylat.
Kaliumiodid (3,0 g) und Acetyletilorid (0,5 ml) wurden zu einer Lösung von 2,2,2-Irichloräthyl-3-acetoxymethyl-7ß-(2-thienylaeetamido)~eeph~3-ein-4-carboxylab-1ß-Qxyd (534 mg, ImMoI) in Eises-Big (25 ml) zugegeben. Es wurde unmittelbar Jod freigesetzt. Die Realrbiönsmischung wurde 10 Minuten bei ca. 20° gerührt und eine lösung von ITatriummetabisulfit (0,40 g) in Wasser (10 ml) wurde angefügt. Die Lösungsmittel wurden im Vakuum entfernt und der Rückstand wurde zwischen Äthylacetat und Wasser (jeweils 25 ml) verteilt. Die wäßrige Phaoe wurde mit Äthylacetat (12 ml) extrahiert und die vereinigtem organischen Phasen wurden mib 3?Siger NatriuiiihydrogencarbonatLösuiiß (2 χ 25 ml) und gesättigter Salzlösung (25 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen gelben triimmi erhluit. Dieser Gummi wurde aus wäßrigem IMS (Industrial Methylated SpU'Lt)(vergällter Alkohol) iirakristaiiisierb, wobei man den iMtoL^Mter in Itonn farbloser Kriafcalle er-
1 i ;J ^iJ/20 D 5 BADORiGlNAL
1 Ii ;J ^iJ/20 D 5
■hielt< (336 mg, 65 #), Fp. = 116 bis 117°, [«3D = +56°, Λ 237 mn (^ =10 900) und 264 run ( £ = 6 750), S^ max 3330 (HH), 1765 (Azetidin-2-on), 1720 (CO2R) und 1680 und 1535 cm"1 (CONH), Tr 1,87 (1H, d, J 8 Hz; NH), 2,62, 3,04 (1H, 2H, 2m; 2-Ihienyl), 4,23 (1H, dd, J 8,5 Hz; C7-H), 4,80 (111, d, J 5 Hz; C6-H), 4,83, 5,05 (2H-, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl5), 5,01, 5,24 (211, AB-q, J 13 Hz; C5-CH2OCOCH3), 6,23 (2H, s; CH2COlJH), 6,24, 6,46 (2H, AB-1, J 18 Hz; C2-H2), 7,96 (3H, s; OCOCH5).
Analyse: C13 H17C13N2 o6s2 (517,8)
Berechnet: C 41,0 H 3,2 Cl 20,15 "ff' 5.3 S 12,15 #
Gefunden: 40,4 3,2 19,95 4,9 12,2
40,4 3,3 5,1
(d) Hatrium-3-acetoxymethyl-7ß-(2-,thienylacetamido)-ceph-3-em-4-
carboxylat
Eine lösung τοη 2,2,2-Irichloräthyl-3~aeetoxymethyl-7ß-(2«--thienylaeetamido)-ceph-3-em-4~carboxylat (2,71 g, 5,2 mMol) in wasserfreier Ameisensäure (50 ml) wurde zu einer Suspension von Zinksbaub (2,7 g) und Zinkchlorid (60 mg) in wasserfreier Ameisensäure (50 ml), die in einem Eisbad gekühlt wurde, zugegeben» Das Kühlbad wurde weggenommen und die Reaktionsmischung wurde bei ca. 25° während 5 Stunden gerührt, im Eisschrank aufbewahrt und durch eine Schicht von Celite filtriert. Das filterbett wurde mit Ameisensäure gewaschen und das Filtrat und die YJaschlösung wurden durch eine Säule von Deacidite FP-lonenaustauscherharz (Ol""-jPorm, ca. 25 ml) geleitet und mit Ameisensäure (98-100 $) eluiert. Das Eluat (180 ml) wurde im Takuum eingedampft, und der Rückstand wurde zwischen'Äthylacetat (100 ml) und 3$iger wäßriger ITatriumhydrogencarbonatlo'sung (400 ml) verteilt, wobei etwas Feststoff ungelöst verblieb. Die ÄthyIacetatphase wurde mit 3$£iger Hatriumhydrogencarbonatlösung (50 ml) zurückextrahiert und die vereinigten alkalischen Extrakte wurden mit 2n-Ghlorwaaaerstoffsäure in Anwesenheit von Äthylacetat (50 ml) auf
10983 3/2 0Ob
pH = 1 angesäuert. Die wäßrige Phase wurde mit Äthylacetat (50 ml) zurückextrahiert und die vereinigten Äthylacetatextrakte wurden mit Salzlösung (25 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der zurückbleibende Schaum wurde in Aceton (10 ml) gelöst und eine 10$ige lösung von Natrium-2-äthylhe:xanoat in Aceton wurde tropfenweise zugefügt, "bis die Ausfällung beendigt war. Die Reaktionsmischung wurde über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt, dann wurde der Peststoff abgetrennt, mit Aceton gewaschen und getrocknet, wobei man das Titelnatriumsalz erhielt (0,60 g, 27 $), ^α^τ) = +106°, χ max (pH 6, 0,1m Phosphat) 237 nm (e}^ = 316), Inflexion bei 260 nm (E^m = 178), die IR- und PMR-Spektren waren ähnlich denen des Materials, das man durch Thienylacetylierung von 7ß-Aminocephalosporansäure, die aus Cephalosporin C gebildet I worden war, erhielt.
Beispiel D5
Herstellung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-acetoxymethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat aus dem Produkts des Beispiels B3 ohne Isolierung des Produktes des nukleophilen Austausches.
Eisessig (5 ml) und IT, Ϊί-Dimethy !formamid (125 ml) wurden zu einer Mischung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (17,715 g, 25 mMol) und Kaliumacetat (12,25 g, ca. 125 mMol) zugegeben. Die entstehende Mischung, die , plötzlich dunkel wurde, wurde bei ca. 20° während 1 Stunde gerührt, dann wurden Kaliumiodid (30 g, 180 mMol) und Acetylchlorid (13 ml, 0,183. Mol) unter Rühren zugefügt. Die Temperatur der Reaktionsmischung stieg auf ca. 50°. Nachdem man weitere 15 Minuten gerührt hatte, wurde m-liatriumthiosulf at lösung (30 ml) zugefügt und die Reaktionsmisehung mit Methylenchlorid (500 ml) und Wasser (1 ltr.) verdünnt und heftig geschüttelt. Die wäßrige Schicht wurde mit Methylenchlorid (2 χ 100 ml) zurück extrahiert, die vereinigten organischen Phasen wurden mit Wasser (300 ml), das m-Natriumthiosulfatlösung (10 ml) enthielt und dann mit Wasser (3 χ 300 ml) gewaschen. Jede dieser Waschlösungen war sauer (pH =3) und enthielt suspendiertes braunes flockiges Material. Die dunkelbraune
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Methylenchloridlösung wurde getrocknet und durch eine Säule von Kieselgel G ( 30 g) filtriert, wobei ein großer Teil der Färbung verschwand. Das Eluat wurde eingedampft und der Rückstand wurde in Ithy-lacetat (100 ml) gelöst,, mit Wasser (2 χ 200 ml) gewaschen und eingedämpft, wobei man den Titeiester in Form eines braunen Schaums-erhielt (6,9 g, 64 $), Ca]11 = +59° (0HCl5), ffiax 265 nm ( £ = 6 800), γ max (CHBr5) 3430 (HH), 1790 (Azen2on) 1745 (COR) und 1700 und '151O cm" (COlffl·) *fr CCDG
x 5
tiain-2-on), 1745 (CO2R) und 1700 und '151O cm"- (COlffl·), *fr 1,76, (IH, SJ CHO), 3,29 (1Ή, d, J 9,5 Hz; KH), 4,09 (1H, dd, • J 9,5 Hz;" C7-H), 4,97 (IH,. d, J 5 Hz; C6-H), 4,86, 5,16 (2H, AB-q, J 14 Hz; C5-CH2OCOCH3), 4,99, 5,25 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), '6,36, 6,60 (2H,AB-q, J 18 Hz; C2-Hg), 7,91 (3H, s;'
k OCOCH,).
W-
Beispiel D6 '
tert.-Butyl-3~acetoxymethyl-7ß-formamid.oceph-3-em-4-carbo3cylat-1ß-oxyd.
Kaliumacetat (0,20 gm ca. 2 mMol) wurde, zu einer Lösung von tert Butyl-3-brommethyl~7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (152 mg, 0,385 mHol) in H,N-Dimethylformamid (6 ml) und Eisessig (0,25 ml) zugefügt. Die Reaktionsmischung wurde bei ca. 20° während 1 1/2 Stunden gerührt und dann mit Wasser und Methylen- · chlorid verdünnt. Die wäßrige Phase wurde mit Methylenchlorid (2 x) extrahiert und die vereinigten organischen Phasen wurden 3 x mit Viasser gewaschen, getrocknet und eingedampft» Verreiben, mit einer Mischung von Aceton und Ither lieferte ein Gel, von dem Seile abfiltriert wurden, wobei man das iPitelester-iß-oxyd in Form eines cremefarbenen Feststoffs erhielt (20 mg), X fflax 267 nm ( t = 8 900), T 1,66 (1H, d, J 10 Hz; UH), 1,84 (1H, s; CHO), 4,05 (IH, dd, J 10 Hz und 5 Hz; C7-H), 4,86, 5,43 (2H, AB-q, J 13 Hz; C3-CH2OCOCH3), 5,08 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 6,05, 6,42 (2H, AB-q, J 18 Hz; Cg-Hg), 7*94 (?H, s; OCOCH3), 8,46 (9H, s; CO2C(CH3)3).
Das Filtrat wurde mit dem nicht, filtrierten !Ceil des Gels vereinigt und eingedampft. Irifluoressigeäure (2 ml) wurde züge-
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. - 101 -
fügt. Die entstehende lösung wurde 5 Minuten aufbewahrt und erneut eingedampft. Der zurückbleibende leicht gelte Gummi wurde mit Aceton (ca. 4 ml) "behandelt, wobei man das 3-Acetoxymeth.yl-7ß-formamidoceph-5-em~4-cart)onsäure-1ß-oxyd in Form eines farblosen Feststoffs erhielt (52 mg), λ max (pH 6, '0,Tm Phosphat) 257,5 nm ( £ = 10 200), y max 3595 und 3510 (OH), 3280 (gebundenes HH), ca. 2600 (gebundenes OH), 178Ö7"'(Azetindin~2-on), 1740 (monomeres GO2H), 1725 und 1240 (OAc), 1710 (dimeres CO2H), 1660 und 1520 (CQHH) und 990 cm"1 (S -*· 0), T 1,66 (1H, d, J 9 Hz; HH), 1,85 (1H, s; CHO), 4,06 (1H, dd, J 9, 4,5 Hz; O7-H), 4,81, 5,39 (2H, AB-q., J 13 Hz; C3-CH2OCOCH3), 5,08 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 6,06, 6,41 (2H, AB-q[, J 18 Hz; C2-H2), 7,94 (3H, s; OCOCH3).
Umsetzung mit Stickstoffnukleophilen.
Beispiel D7
(i) 2,2,2-Irichloräthyl-H-(7ß-phenylacetamidoceph-3-em-3~ylmethyl)-pyridiniumbromid~4--carboxylat-1ß-oxyd.
2,2,2-Irichloräthyl-3-brommethyl-7ß~phenylacetamidoceph-3~em-4-earboxylat-1ß-oxyd (1,50 gm 2,68 mMol) wrde in trockenem (frisch über Kaliumhydroxydpellets destilliertem) Pyridin (50 ml) gelöst. Fast sofort schied ein feiner Feststoff aus der grünen Lösung aus und nach 15 Minuten wurde die Suspension mit Benzol-Äther (1 : 1, 50 ml) verdünnt und weitere 15 Minuten gerührt. Der schwach grüne Feststoff wurde gesammelt und in Methylenchlorid (75 ml) gelöst und filtriert und Äther (50 ml) wurde zugefügt* Der entstehende Niederschlag wurde gesammelt und getrocknet, wobei man den Sulfoxydester in Form eines hygroskopischen weißen Pulvers erhielt (1,58 g, 92 #), Fp. = 154 bis 156°, [a]D= +43,0°, X ^x 263 μ (£ s 9 900), 275 nm (Inflexion; <f = 7 660), Y myi (CHBr3) 3400 (HH), 1805 (Azetidin-2-on), 1740 (CO2CH2CCl3), 1685 und 1505 (COHH) und 1035 cm"*1 (S ->0), K Multipletts zentriert bei 1,00 (2H, 1,31 (1H und 1,77 (2H) (Pyridinium ο-, ρ- und m-Protonen), 1,49 (1H, d, J 9 Hzj NH), 2,70 (5H, β; C6H5), 4,00 (1H, dd, J 5 und 9 Hz; C7-H), 4,29 (2H, brei-
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tes· β; -CHJm)' 4'78 und 5'00 (2H» ^3Hf J 13 Ez'> CH2CCl3), 4,90 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,90 und 6,30 (2H, AB-q, J...18 Hz; O2-Hg-). und 6,30 und 6,45 (2H, AB-q, J 11 Hz; C6H5CH2). Die Elektrophorese bei pH = 1,9 zeigte einen einzigen Fleck, der gegen die Kathode wanderte, Rc = 2,6, und der mit Kaliungodplatinatsprayreagens eine mauvefarbene Färbung zeigte.
Die analytischen Daten wurdenvon einer Probe, die auf ähnliche Weise in einem Vorexperiment hergestellt worden war, erhalten, Fp. = 153 bis 154°, λ max 264 nm (£ = 9 950), 275;nm'(Inflexion; £ = 7780).
Analyse: C23H21BrCl3If3O5S (637,8)
Berechnet: C 43,3 H 3,3 N 5,6 S 5,0 %
Gesamthalogengehalt: 4,0 Äquiv. pro 1 Mol Verbindung Gefunden: 41,5 3,3 6,2 4,9 ■ Gesamthalogengehalt: 3,8 Äqulv./Mol Verbindung.
(ii) Reduktion von 2,2,2-Trichloräthyl-H-[7ß-phenylacetamido-
ceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-carboxylat-1ß-oxyd.
(a) Mit Phosphortrichlorid.
Phosphortrichlorid (0,88 ml, 10 mMol) wurde zu einer Lösung des Eitelsulfoxydesters (1,28 g, 2,0 mMol) in trockenem Methylenchlorid (50 ml) zugefügt. Nach Rühren bei ca. 25° während 4 Stunden wurde die trübe Lösung im Vakuum eingedampft und der klebrige gelbe Rückstand wurde mit Aceton verrieben, wobei man einen farblosen kristallinen Feststoff erhielt. Dieser wurde gesammelt, wobei man weiteres kaltes Aceton verwendete und getrocknet, wobei man das 2,2,2-Trichloräthyl-li-[7ß-phenylacetamidoceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-carboxylat in Form farbloser Prismen erhielt ( 525 mg, 42 jOf Fp. = 142 bis 146°9 i«]D =-3,£ λ max 261 nm (<T = 10 510), y max Π90 (Aaeti.--■ din-2-on), 1742 (CO2CH2CCl3), 1692 und 1550 cm -ΐ. iOQHH), T 0,83 (1H, d, J9 Hz; COM), Multipletts zentriert bei 0,90 (2H), 1,32 (1H) und 1,76 (2H) (Pyridinium ο-, ρ- und m»Protonen)9
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206A924
' - 103 -
φ* -
2,73 (5H,. s; C6H5)Hi 4,18 <1H, dd, J 5 uiid 9 Hz; O7-H), 4,25 (2R9 BJ CH2I), 4,78 (1H,. d, J 5 Hz; C6-H), 4,80 und 5,00 (2H, .AB-q, J '12 Hz; CH2CCl3), 6,39 (2H, s; CH2S) und 6,45 (2H, s; C6H5CH2). Die Elektrophorese bei pH = 1,9 zeigte einen einzigen !Fleck, der Richtung Kathode wanderte, R_ =.3,3, und der mit Kaliumjodplatinatsprühreagens eine mauvefarbene Färbung zeigte. Das Filtrat lieferte beim Verdünnen mit einem gleichen Volumen an Äther eine zusätzliche Menge an weniger reinem Ester (500 mg, 40 #) in Form eines schwach gelben Feststoffs, Pp. = 128 bis 130°, [α]^ = +0°,
λ max 261 1^ ( £== 9 200)·
Umkristallisation eines Ceils der ersten Charge aus Aceton-Was-
0^D =
ser (1:1) lieferte weiße Prismen, Fp. = 156 bis 159°, -1,5°, max 258,5 nm ( =10 260).
(b) Mit Kaliumjodid-Acetylchlorid. .·
Zu einer lösung des litelsulfoxyds (638 mg, ImMoI) in Eisessig (25 ml) fügte man Kaliumjodid (3,0 g) und danach frisch destilliertes Ac etylchlorid (0,5 ml). Es wurde unmittelbar Jod freigesetzt. Die Reaktionsmischung wurde 5 Minuten gerührt, dann wurde eine n-lTatriumthiosulfatlösung (5 ml) zugefügt. Die schwach gelbe Lösung wurde mit Wasser (100 ml) verdünnt und mit Äther (2 χ 50 ml) und dann mit Äthyläcetat (2 χ 50 ml) extrahiert. Die vereinigten Äthylacetatextrakte wurden mit gesättigter Salzlösung (50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft t wobei man einen schwach gefärbten Schaum (315 mg) erhielt, der mit Äther (ca. 5 ml) behandelt wurde, wobei man das 2,2,2-!Erichloräthyl-2i-(7ßphenylacetamidoceph-3-em-3-ylmethyl)-pyridiniumbromid-4-carboxylat in Form eines fast weißen Feststoffs erhielt (240 mg, 39 #), Fp. = 130 bis 132°, [a]D = -3,0°, Λ max 258 nm (£.= 10 080), ähnlich dem Material, das in (a) beschrieben ist.
Eindampfen der getrockneten Extrakte lieferte einen schwach gelben Feststoff, der beim Behandeln mit Äther (ca. 5 ml) unreinen Sulfoxydester, der als Ausgangsmaterial verwendet worden war, in Form eines schwach gelben Festatoffs (140 mg, 22 #), Fp. =
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121 Ms 124°, λ max 262 um ( £ = 10 640), 275 mn (Inflexion; = 9 200) ergab.
(iii) N-(7ß-Piienylacetamidoceph-3-em-3-y!methyl)-pyridinium-4-carboxylat-hydronitrat.
2,2,2~Trichioräthyl-l!f-(7ß-pnenylacetamidoceph-3-em-3-ylmethyl)-pyridiniumbromid-4-carboxylat (1,00 g,' 1,61 mMol) wurde in wasserfreier Ameisensäure-Methylenchlorid (2 : 1, 24 ml) gelöst und dann wurde die lösung auf 0 bis 5° unter Rühren abgekühlt. Zinkstaub (3,0 g, 28,5 g Äguiv.) (frisch aktiviert durch Waschen mit 2n-Chlorwasserstoffsäure und dann mit Ameisensäure (10 ml jeweils) wurde zugefügt und die Mischung wurde bei 0 bis
™ 5° während 24 Stunden gerührt. Die Mischung wurde filtriert, der Filterkuchen wurde mit wasserfreier Ameisensäure—Methylenchlorid (2 : 1, 6 ml) gewaschen. Das lilt-rat und die Waschwasser wurden im Vakuum zur Entfernung des Methylenchlorids eingedampft und die zurückbleibende Lösung wurde mit Ameisensäure auf 10 ml aufgefüllt. Wasser (2,5 ml) wurde zugefügt und die Lösung wurde durch eine Ionenaustauschsäule, die De-acedite EP (01"") über De-acidite FF ~ (OAc") (10 ml τοη jedem Harz) enthielt, durchgeleitet. Die Säule wurde mit Ameisensäure-Wasser (4 : 1, 100 ml) gewaschen. Das Eluat wurde im Vakuum eingedampft und der Rückstand wurde in Eisessig (20 ml) gelöst und wieder eingedampft. Das zurückbleibende Öl wurde in Wasser-Essigsäure (4 :1f 25 ml) gelöst und mit Äther (2 χ 25 ml) extrahiert. Die Ätherextrakte wurden mit Wasser-Essigsäure (4:1,5 ml) zurück extrahiert. Die vereinigten wäßrigen Teile wurden eingedampft, wobei man einen Schaum (690 mg) erhielt, der in Wasser (10 ml)-Essigsäure (1,6 ml) gelöst wurde. Die Lösung wurde filtriert und mit konzentrierter Salpetersäure von einem pH
4,8 auf einen pH von 0,9 angesäuert und dann im Eisschrank aufbewahrt. Kratzen der Wände des Reaktionsgefäßes induzierte die Kristallisation eines farblosen Feststoffs, der gesammelt, mit Aceton (ca. 3 ml) gewaschen und getrocknet wurde, wobei man das Hydronitrat in Form weißer Prismen erhielt (219 mg, 28 j£), Fp. = 144 bis 148° (keine Depression beim Mischen mit
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einem authentischen Material, vgl. unten). [<*]·£ == -11,2°, n,QV (0,1m -Phosphatpuffer bei pH = 6,0) 259 nm (£ =13 050),
Y max 551° (1^ > 1™ Uzetidin-2~on), 1690 (CO-OH), 1690 und 1540 (OOMH) und 1380 cm"1 (NO5"), T 0,82 (1H, d, J 9 Hz; ■ -COHH), Multipletts zentriert bei 0,84 (2H, 1,21 (1H) und 1m72 (2H) (Pyridinium ο-, ρ- und m-Protonen), 2,71 (5H, s; C6H5), 4,18 (1H, dd, J 5 und 9 Hz; C7-H), 4,38 (2H, s; CH2S)", 4,80 (1H, d, J 5 Hz; C6-H) und ca. 4,90 (breite Bande; -CO2H und H2O).
Das obige Material zeigte bei Elektrophorese bei pH = 1,9 einen einzigen Heck, der in Richtung Kathode wanderte, genauso wie eine .Probe des Hydronitrats, die man durch Zugabe von konzen- ( trierter Salpetersäure zu einer 1$igen Lösung von Pyridin inWasser, das N-(7ß-Phenylaeetamidoceph-3--em-3-ylmethyl)-pyridinium-4-carboxylat enthielt, erhalten hatte (wobei man die letztere "Verbindung aus E"atrium-7ß-phenylacetamidocephalosporanat unter Verwendung von Cephalosporin C als Ausgangsmaterial hergestellt hatte), Pp. = 146 bis 147,5°, [a]^ =-12,0°, χ max P,im-Phosphatpuffer bei pH = 6,0) 258 nm ( ξ = 13 540).
Beispiel D8
2,2,2~3}richloräthyl-M'-(7ß-phenylacetamidoceph-3--em-3-ylmethyl)-3-hydroxymethylcarbamoyl)-pyridiniumbromid-4-carboxylat-1ß-oxyd. i
3-Hydroxymethylcarbamoylpyridin (106 mg, 0,7 mMol) wurde in trockenem Ν,Η-Dlmethylformamid (2 ml) gelöst und zu einer gerührten Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-brommethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (390 mg, 0,7 mMol) in trockenem N,N-Dimethylformamid (5 ml) zugefügt. Die Lösung wurde bei 20 bis 25° während 18 Stunden gerührt, dann mit Wasser (100 ml) verdünnt und mit Äther (25 ml) und dann mit Methylenchlorid (50 ml) gewaschen. Der wäßrige !eil wurde im Vakuum eingedampft und der zurückbleibende braune Schaum wurde mit Aceton-Äther (1 ί 1, 10 ml) behändölt, wobei man den SuIfoxydester in Form eines chamolsfarbenen hygroskopischen Pulvere erhielt (331 mg, 76 #), Ep. β 172 bis 175° (Zersetzung),
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. Ea]1J = +26,3°, λ max 269 nm ( E = 12' 600), V max 1800 (Azetidin-2-on), 1740 (CO2OH2CCl5), 1673 und 1530 (COKH) und 1042 cm"1 (S "^ O), <ΓΌ,26 (1H, t, J 6 Hz; MCH2OH), 0,55'(1H, sj Pyridinium C2-H), Multipletts zentriert bei 0,95, 1,02 und 1,65 (jeweils 1H, Pyridinium C6-H, C4-H und C5-H), 1,48 (1H, d,.J 9 Hz; C6H5CH2COITH), 2,72 (5H, s; C5H5), 4,02 (1H, dd, J 5 Hz und 9 Hz; C7-H), 4,22 (2H, breites s; CH2N), 4,78 und 4,99 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 4,94 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,22 (2H, d, J 6 Hz; NHCH2OH), ,5,89 (der niedrige Teil war teilweise nicht aufgelöst, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), ca. 6,1 bis 6,4 (breiter Peak; H2O und OH), 6,28 und 6,48 (AB-q, J 14 Hz; C6H5CH2). Elektrophorese bei pH = 1,9 zeigte einen einzigen Fleck, der Richtung Kathode wanderte, R0 = 2,0, und der beim Besprühen mit Kaliumjodplatinatreagens eine mauvefarbene Färbung zeigte.
Beispiel D9
(i) 2,2,2-!richloräthyl-N-(7ß-formamidoceph-3-em-3-ylmethyl)-pyridlniumbromid-4-carboxylat-1ß-oxyd.
2,2,2-Trichloräthyl-3-broimnethyl-7ß-formamidoceph^-em^-carboxylat~1ß-oxyd (1,17 g, 2,5 mMol) wurde mit trockenem Pyridin (10 ml) behandelt, wobei man eine tief grüne lösung erhielt, aus der sich fast unmittelbar ein feiner Feststoff abschied. Nachdem man 30 Minuten bei 25° gerührt hatte, wurde die Suspension mit Methylenchlorid (10 ml) verdünnt und im Eisschrank (-16°) über Nacht aufbewahrt. Der schwach grüne Feststoff wurde gesammelt, dann unmittelbar in trockenem Methylenchlorid (20 ml)· suspendiert und magnetisch während einer kurzen Zeit gerührt. Die Filtration lieferte den Sulfoxydester in Form eines schwach grünen Feststoffs (1,09 g, 80 $), Fp. = 155 bis 156°, [a]D = +75°, A max 263 nm ( £ = 9 640), 275 nm (Inflexion; £ a 7 500), V «QV 3400 (NH und H9O), 1790 (Azetidin-2-on), 1734 (CO9CH9 CCl3), 1674 und 1492 (COM) und 1030 cm"1 (S -ä>0), t Multipletts zentriert bei 1?00 (2H, 1,32 (1h) und 1,78 (2H) (Pyridl· nium ο-, ρ- und m-Protonen)9 1,52 (1H, d, J 9 Hzj -CONH), 1S83 (1H, Sj CHO), 3,89 (1H, dd, J 5 Hz und 9 Hz; O7-H), 4,27 (2H„ b\
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CH2N), 4,80 und 4,99 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl5), 4,86 (1H, d, "J 5 Hz; C6-H), 5,89 und 6,29 (2H, AB-q, J 18 Hz; Cg-H). Der Sulfoxydester wanderte in Form eines einzigen Fleckens Richtung Kathode, Rn «= 2,9, "bei der Elektrophorese "bei pH = 1,9 und lieferte eine mauvefarbene Färbung "beim Sprühen mit Kalium;) odplatinat.
(ii) 2,2,2-Irichloräthyl-N-[7ß-aminoceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid/chlorid-4~carboxylat-1ß-oxyd-hydrochlorid.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-li-[7ß-fonnamidoceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-earbo.xylat-1ß~oxyd (547 nag, 1 mMol) in trockenem Methanol wurde auf 0 Ms 5° unter magnetischem Rühren gekühlt. Phosphoroxychlorid (0,35 ml, 3,82 mMol) wurden zugefügt und die Lösung, wurde "bei 0 Ms 5° während 30 Minuten gerührt und dann über liacht "bei -16° im Eisschrank aufbewahrt. Beim Verdünnen mit Äther (ca. 40 ml) schied sich ein ehamoisfarbener Feststoff aus, der sehr hygroskopisch war. Dieser wurde unter Verwendung von weiterem Äther gesammelt und während er noch ätherfeucht war, in eine Trockenpistole übergeführt und dort getrocknet (ca. 25°/1 mm), wobei man das Ütelhydrochlorid erhielt (457 mg), Fp. E>210°, [a]^ = +33°, V max (MeOH)26i nm (E^m = 153) und 275 mn (Inflexion,
E1cm = 91)' ^ max ca* 2600 (-^3)» 1800 (Azetidin-2-on), 1738 (-CO2CH2CCl5) und 1020 cm"1 (S -*- 0), f Multipletts zentriert bei 0,92 (2H, 1,28 (1H) und 1,74 (2H) (Pyridinium ο-, ρ- und m-Protonen), 4,07 und 4,26 (2H, AB-q, J 16 Hz; -CHgN), 4,48 und 4,67 )zwei 2H, d, J 5 Hz; C6-H und C7-H), 4,74 und 4,92 (2H, AB-q, J 12 Hz; -CH2CCl5), ca. 4,0 bis 5,5(breite Bande; JiH5 und H2O), 5,75 und 6,04 (2H, AB-q., J 18 Hz; C2-H2). Die Elektrophorese bei pH β 1,9 zeigte einen einzigen Fleck, der Richtung Kathode wanderte, R0 = 4,0, und der beim Sprühen mit KaliumjoTlplatinat mauvefarben wurde und die Anwesenheit von einem Hof bzw. von einem Schwanz konnte erkannt werden.
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(iii) 2,2,2-Trichloräthyl-N-[7ß-(2-thienylacetamido()-ceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid/chlorid-4-carboxylat-iß-oxyd.
Eine gerührte Suspension von 2,2,2-Trichloräthyl-N-[7ß~aminoceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid/chlorid-4-carboxylat-1ß-oxyd (394 mg) in trockenem Methylenchlorid (10 ml) wurde mit 2-Thienylacetylchlorid (0,105 ml, 0,85 mMol) und danach mit N,U-Dimethylacetamid (10 ml) behandelt. Die Mischung wurde bei ca. 24° während 30 Minuten gerührt, und nach ca. 10 Minuten hatte sich alles aufgelöst. Die dunkle Lösung wurde 1 Stunde im Eisschrank aufbewahrt, dann in Wasser (25 ml) und Methylenchlorid (15 ml) gegossen. Die wäßrige Schicht wurde abgetrennt und mit weiterem Methylenchlorid (25 ml) gewaschen. Die vereinigten organischen Teile wurden mit Wasser (10 ml) zurück extrahiert. Die vereinigten wäßrigen Teile wurden mit Natriumchloridlösung gesättigt und dann nacheinander mit Äthylacetat (2 χ 25 ml), dann Methylenchlorid (4 x 25 ml) extrahiert. Eindampfen der vereinigten trockenen IthyIacetatextrakte lieferte einen braunen Gummi (32 mg) und ähnlich lieferten die Methylenchloridextrakte einen braunen Gummi (105 mg). Die Prüfung durch Elektrophorese bei pH = 1,9 zeigte, daß die Gummis ähnlich waren und einen einzigen Fleck, R„ = 2,3, ergaben, der Richtung Kathode wanderte und in seiner Mobilität identisch war mit dem zuvor beschriebenen Sulfoxydpyridiniumester. Die Gummi wurden vereinigt und beim Behandeln mit Aceton (10 ml) wurden sie fest und ergaben den Titelester in Form eines schwach braunen Feststoffs (51 mg), Fp. =151 bis 157° (Zersetzung),
λ max 235 nm (E^m = 189), 261 nm (e|/0 = 149) und 275 mn (E1cm = 121Der Sulfoxydester zeigte IR- und PMR-Spektren, die identisch waren mit denen der Probe, die in Beispiel D11 (c>) beschrieben ist.
Beispiel D10
(i) tert.-Butyl-H-[7ß-formamidoceph-3-em-3~ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Trockenes Pyridin (3 ml) wurde zu tert.-Butyl-3-brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (1,18 g, 3 mMol) zugegeben,
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. wobei ein brauner Gummi entstand, der allmählich in Lösung ging und aus der Lösung schied sich ein schwach brauner Feststoff aus. Hachdem sich derGummi gelöst hatte (ca. 10 Minuten), wurde die entstehende Suspension weitere 5 Minuten gerührt und dann über Nacht im Eisschrank aufbewahrt. Der Feststoff wurde gesammelt, mit Äther (ca. 20 ml) gewaschen, dann getrocknet, wobei man den Sulfoxydester in Form eines schwach braunen Pulvers erhielt (1,24 g, 87,2 $), Pp. = 160 bis 162°, [a]^ = +3,7° (c = 0,27), λ max 263 nm ( £ = 10 910) und 275 nm (Inflexion, £ = 7 750), ^ max 3320 (HH)., 1802 (Azetldin-2-on), 1718
"1
2O(CH5)3>, 1688 und 1512 (CQHH), und 1031 cm"1 (S —*Ö), Έ Multipletts zentriert bei 0,98 (2H), 1,30 (1H) und 1,70 (2H) (Pyridinium ο-, ρ- und m-Protonen), 1,46 (1H, d, J 9 Hz; COMH), 1,80 (JH, SJ -CHO), 3,90 (1H, dd, J 5 und 9 Hz; C7-H), 4,39 (2H, S-; CH2N), 4,90 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 6,00 und 6,31 (2H, AB~q, J 18 Hz; -CH2SO), 8,46 (9H, s; -Q(QE-)*). Die Elektrophorese bei pH = 1,9 zeigte einen einzigen Fleck, Rn, = 2,8, der Richtung Kathode wanderte und der beim Sprühen mit Kaliumjodplatinat mauvenfarben wurde,
(ii) tert.-Butyl-N-(7ß-aminoceph~3-em-3-ylmethyl)-pyridiniunibromid/chlorid-4-carboxylat-iß-oxyd-hydrochlorid.
Zu einer gerührten Suspension von tert.-Butyl-N-[7ß-formamidoceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-carboxylat-1ß-oxyd (472 mg, 1 mMol) in trockenem Methanol-Äther (1 : 1, 2,5 ml) fügte man bei 0 bis 5° PhosphoroxyChlorid (0,23 ml, 2,5 mMol) tropfenweise mit einer solchen Geschwindigkeit, daß die Temperatur der Mischung nicht über 10° stieg. Die entstehende Lösung wurde bei ca. 25 während 2 Stunden gerührt, wobei sich ein Öl abschied. Äther (10 ml) wurde dann zu der Mischung zugefügt, wobei das Öl fest wurde. Das braune hygroskopische Pulver wurde gesammelt und mit weiterem Äther gewaschen und dann getrocknet, wobei man das.Titelhydrochlorid erhielt (349 mg), Fp. =>200°, Ea]15. = -6°, Λ max (MeOH) 259 nm (E^m = 192), 275 nm (Inflexion; E^o m =1.17), Ϋ max ca. 2600 (-MH3>, 1800 (Azetidin-2-on), 1720 (~CO2C(CH3)3), und 1030 cm~1 (S ->0), Z Multipletts
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zentriert bei 0,94 (2H), 1,30 (1H) und.1,73 (2H) (Pyridinium - ο-,· ρ- und m-Protonen), 4,40 (breites Singulett; -CHgIi), 4,61 und 4,82 (zwei 1H, d, J 5 Hz; Cg-H und C7-H), ca. 4,0:bis 5,5 (breite Bande; -IH3.und H2O), 5,98 (211, s; -CH2SO) und 8,49 (.9H, s; -C(CHr,)r,). Resonanzen, zentriert bei 6,60 und 8,88 Y-,.die der Anwesenheit von Äther (0,5 Mol.lquiv.) zugeschrieben wurden, waren ebenfalls vorhanden. Die Elektrophorese bei pH = 1,9 zeigte einen einzigen Fleck, der Richtung Kathode wanderte, R =4,3, der beim Sprühen mit Kaliumjodplatinat eine mauvefarbeiie Färbung zeigte und es war auch erkennbar, daß sich der Fleck etwas langzog. ■
Beispiel D11
Herstellung von li-[7ß-(2-Thieny!acetamido)-ceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridinium-4-carboxylat-hydronitrat. '
In diesem Beispiel werden die Endprodukte und die entsprechenden Ausgangsmaterigilien als 3-Brommethylverbindungen und Salze mit Anionen bezeicJtinet. Wegen des Vorhandenseins von Chloridanionen in den Reaktionsmischungen erhält man Produkte, die gemischte Bromid-Chloridmaterialien sind. Äquivalentgewichte und physikalische Eigenschaften werden in bezug auf den angegebenen Hamen berechnet. Der Austausch an Halogen kann durch chemische Analyse oder durch UV-Absorption geschätzt werden. Der Austausch von fc Chlor gegen Brom in der 3-Methylenstellung wurde von einem bathochromen Wechsel in λ „,___ (Äthanol) von ^* 8 mn begleitet.
(a) 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-amino-3-brommethylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Eine eiskalte Mischung von Tetrahydrofuran (20 ml) und konzentrierter Chlorwasserstoffsäure (5 ml) wurde unter magnetischem Rühren zu 2,2,2-Trichloräthyl-3-brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (2,43 g, 5,2 mMol) gegeben. Die Mischung wurde 30 Minuten gerührt, um vollkommene Losung zu erreichen und dann im Eisschrank (ca-160) während 7 Sagen aufbewahrt. Wäh-
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rend dieser Zeit schieden sich farbloser Feststoff und ein schwach gelbes Gel ah. Die Mischung wurde zwischen Äthylacetat (75 ml) und Viasser (150 ml) verteilt und die Phasen wurden getrennt. Die Äthylacetatschicht wurde mit 2n-0hlorwasserstoffsäure (3 χ 30 ml) extrahiert. Die vereinigten wäßrigen Anteile wurden mit Äthylacetat (2 χ 30 ml) gewaschen, dann mit Äthylacetat (250 ml) vermischt und mit festem iTatriumbydrogencarbonat auf einen pH =7,0 eingestellt. Die Schichten wurden getrennt und die wäßrige Phase wurde mit weiterem Äthylacetat (3 χ 50 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Teile wurden mit Wasser (2 χ 50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wurde mit Äther (ca. 50 ml) "behandelt und erneut eingedampft, wobei man den Aminoester erhielt (1,15 g, 50,3 1°), in Form eines sehwach gelben !Feststoffs, Pp. =^250 , [a]-^ = +20°, \ max (MeOH) 277,5 ( ί = 8 680), γ' max (CHBr5) 3410" und 3330 (IiH3)* 1?90 (Azetidin-2-on), 1745 (CO2GH2CCl5) und 1045 cm"1 (S-^O), TT 4,81 und 4,98 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl5), 4,99 und 5,08 (2H, d, J 5 Hz; Cg-H und C7-H), 5,33 und 5,47 (211, AB-q, J 13 Hz; -CH2Br), 5,97 und 6,24 (2H, AJB-q, J 18 Hz; -CH2Br). TLC (CH2Cl2-Me2CO (1 : 1)) zeigte einen einzigen Fleck, Rj1 = 0,48, und das Material wurde direkt für die nächste Stufe verwendet.
Die dünnschicht chromatographische Untersuchung des Äthylacetatextraktes bei pH ca. 0 zeigte die Anwesenheit von nicht umgesetztem IT-formylierten Material und ebenfalls ■ eine weitere Menge des Titelamins. Weitere Extraktion mit 2n-Chlorwasserstoffsäure (3 x 50 ml), gefolgt von Versetzen der Reaktionsmischung mit Base bis zur alkalischen Reaktion und Extraktion im wesentlichen wie oben beschrieben, lieferte eine weitere Menge weniger "reinen Aminesters (315 mg, ΐ3;7 i>) in Form eines gelben Farb-stuffs, Ämax (MeOH) 275 nm ( £. = 6 830).
(b) 2,2,2-Trichloräthyl-3-brommethyl-7ß-(2-thienylacetamido)-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß«-amino-3-brommethylceph 3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (1,36 g, 3,08 mMol) in.trockenem "
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Methylenchlorid (25 ml) wurde mit einer Lösung von N,M"1-Dieyelohexylcarbodiimid (0,67 g, 3,23 mMol) in Methylenehlorid (13 ml, mit 12 ml V/aschlösung) behandelt und anschließend mit 2-Thienylessigsäure (0,46 g, 3,23 mMol) in Methylenehlorid (7 ml + 7 ml Waschlösung). Die Mischung wurde schnell trübe und ein weißer Feststoff schied sich aus. Nach Rühren während 3 Stunden bei Zimmertemperatur wurde die Mischung 30-Minuten im Eisschrank aufbewahrt und der farblose Feststoff (wahrscheinlich N,N1-Di-. cjrclohexylharnstoff) wurde durch Filtration abgetrennt (0,57 g» 78 fo). Das PiItrat wurde im Yakuum eingedampft, der Rückstand wurde in Äthylacetat (125 ml), gelöst und nacheinander mit 3$iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung, 2n~Chlorwasserstoffsäure;/
3$iger wäßriger Hatriumhydrogencarbonatlösung und gesättigter Salzlösung (jeweils 50 ml) gewaschen. Die getrocknete Lösung wurde eingedampft, mit Äther (ca. 50 ml) behandelt und erneut einge-' dampft, wobei man den Sulfoxydester in Form eines gelben Feststoffs erhielt (1,74 g, ca. 100 #), Fp, = 159 bis 160°, [a]^ = +57° (c = 0,26), A max 255»5 mn ( £* = 11 100), und 275,5 um (£ = 7 510), V^ max 3300 (NH), 1780 (Azetidin-2-on), 1738 (CO2CH2CCl7.), 1658 und 1531 (COM) und 1032 (S -^0), *£* 1,58 (1H, d, J 9 Hz; -NH), 2,65 (1H, t, J 3,5 Hz; =CH-S), 3,06 (2H, d, J 3,5 Hz; =CH-CH=), 4,10 (IH, dd, J 5 und 9 Hz; C7-H), 4,79 und 4,95 (2H, AB-C1, J 12 Hz; CH2CCl5), 4,98 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,38 und 5,42 (2H, AB-q, J 11 Hz; CH2Br), 5,98 und 6,26 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2) und 6,05 und 6,25 (2H, AB-q, J 16 Hz; -CHpCONH). TLC (CI-I9Cl9JMe9CO (4 : 1)) zeigte einen Hauptfleck (Rp = 0,64) zusammen mit Spuren von Verunreinigungen bei Rj,-Werten von 0,00 und 0,90. Das Material wurde für die nächste Stufe ohne weitere Reinigung verwendet. . .
(c) 2,2,2-Trichloräthyl-N-[7ß-(2-thienylacetamido)-ceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-brommethyl-7ß-(2-»thienylacetamido)-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (1,50 g^ 2,66 mMol) in trockenem (über Kaliumhydroxydpelltes destilliertem) Pyridin (11,5" ml) wurde bei Zimmertemperatur während 3 3/4 Stunden ge-
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rührt. nachdem man ungefähr 2 3/4 Stunden gerührt hatte, schied sieh aus der Lösung ein !Feststoff aus. Die Mischung wurde während 30 Minuten im Eisschrank (ca. 6°) aufbewahrtund der Peststoff wurde mit Hilfe von Äther isoliert. Der Peststoff wurde in Äther (100 ml) suspendiert und 45 Minuten gerührt', dann filtriert und getrocknet, wobei man den Sulfoxydester in Form eines schwach "braunen hygroskopischen Feststoffes erhielt (1,12 g, 66 #), Fp. = 156 Ms 160°, [aX0 = +33,5° (c = 0,20), /\ max 236 nm (£ =11 990), 262 nm ( £ =10 420) und 274 um (Inflexion; £ = 8 160), Y mx 3350 (MH), 1790 (Azetidin-2-on), 1730 (CO2CH2COl3), 1660 und 1510 (COHH) und 1035 cm"1 (S -> 0), T Multipletts zentriert "bei 0,91 (2H), 1,26 (1H) und 1m71 (2H) (Pyridinium ο-, p- und m-Protonen). 1,42(1H, d, J 9 Hz; EH), 2,57 (1H, t, J 3,5 Hz; =CH-S), 3,00 (2H, d, J 3,5 Hz; =CH-CH=), 3,94 (1H, dd, J 5 und 9 Hz; C7-H), 4,19 (2H, breites s; CH2H), 4,72 und 4,92 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl-J, 4,80 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,84 und 6,21 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,04 und 6,23 (2H, AB-q, J 6 Hz; CH2COCOIH).
Analyse; C21H19BrCl3IT5O5S2 (643,8) Berechnet: C 39,2 H 3,0 W" 6,5 S 10,0 0Jo Gesamthalogengehalt: 4,0 Äquiv./Mol Yerhindung
Gefunden: 40,1 3,3 6,5 10,5 Gesamthalogengehalt: 4,2 Äquiv./Mol Verbindung.
Bei der Elektrophorese bei einem pH-Wert =1,0 v/anderte der· Sulfoxydester Richtung Kathode in Form eines einzigen Flecks, R ss 2,3. Beim Sprühen mit Kaliumjodplatinat wurde er mauvefarben verfärbt,
(d) H-[7ß-(2-Thieny!acetamido)-ceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridinium-4-carboxylat-hydronitrat.
2,2,2~iDrichloräthyl-N-[7ß-(2-thienylacetamido)-ceph-3-" em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-carboxylat-1ß-oxyd (3,85 g, 5,95 mliol) wurde in trockenem Methylenchlorid (76 ml) suspendiert. Trockenes N,N-Dimethylformamid (2 ml) wurde zugefügt und die
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■ entstehende Lösung wurde mit Phosphortrichlorid (5 Äquiv.) "behandelt. Die Lösung wurde bei Zimmertemperatur während 1 1/2 Stunden gerührt, während dieser Zeit schied sich ein 'Feststoff aus. Nach Aufbewahren im Eisschrank während 30 Minuten wurde der Feststoff abgetrennt, gut mit trockenem Methylenchlorid gewaschen und getrocknet, wobei man das 2,2,2~Trichloräthyl~N-[7ß-(2-th"ie^- nylacetamido)-ceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-carboxylat in Form eines hygroskopischen weißen Pulvers erhielt, (2,42 g,' 65 #), Fp. = 147 bis 151°, [a]D = -16° (c = 0,25),. A max 238 nm ( £ = 11 100), und 260 nm ( £ = 10 670).
Zinkchlorid (20 mg), Zinkstaub (2,0 g) und eine Lösung eines Anteils des obigen Esters (2,0 g, 3,19 mMol), gelöst in wasserfreier Ameisensäure (40 ml) wurden in Teilen zu wasserfreier Ameisensäure (40 ml), die bei 0 bis 5° gerührt wurde, zugegeben. Das Kühlbad wurde entfernt und die Mischung wurde, bei 22° während 2 Stunden gerührt und dann filtriert. Die vereinigten Filtrate und die Waschlösungen des Filterkuchens (Ameisensäure, ca. 5 ml) wurden im Vakuum eingedampft und das zurückbleibende Öl wurde in Ameisensäure-Wasser (4 : 1, 10 ml) gelöst. Diese Lösung wurde durch eine: Ionenaustauschsäule, die De-acidite FF (Cl") über De-aeidite FF (OAc"*) (je 20 ml von jedem Harz) enthielt, gegeben. Die Säule wurde mit Ameisensäure-Wasser (4 :" 1, 80 ml) gewaschen. Die ersten 50 ml Eluat zeigten optische Aktivität und wurden im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde in Wasser (40 ml)—Eisessig (3 ml) gelöst und mit Äther (2 χ 40 ml) gewaschen. Die vereinigten Ätherwaschlösungen wurden mit Wasser (40 ml) zurück extrahiert. Die vereinigten wäßrigen Teile wurden filtriert, durch kurze Verdampfung im Rotationsverdampfer entgast, dann gefriergetrocknet, wobei man einen schwach braunen granulären Feststoff (1,145 g) erhielt. Ein Teil dieses Materials (500 mg) wurde in Wasser (2,5 ml) gelöst und konzentrierte Salpetersäure wurde tropfenweise zugegeben, bis Kristallisation stattfand. Die Mischung wurde kurz im Eisschrank aufbewahrt und dann filtriert, wobei man das Hydronitrat in Form fast weißer Prismen erhielt (360 mg, 54 #), Fp. = 135 bis 136°,
C«]D = -6° (Me2CO-H2O (1^: I)), \ (H2O) 238 nm (E]Jn = 287)
und 255 nm (Inflexion; E]'°m = 250; R^= 1,15 [R0 = Verhältnis
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■ . - 115 -
von eI^ -Werten bei 238 nm und 255 nm). ι ein.
Das obige Material zeigte bei der Elektrophorese einen einzigen Fleck, der Richtung Kathode wanderte, genau wie die Probe des Hydronitrats, das man hergestellt hatte, indem man Salpetersäure zu einer wäßrigen Lösung von H-[7ß-(2-'fhienylacetamido)-ceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridinium4-carboxylat (Cephaloridin) (4 J1) gegeben hatte, das man auf einem Weg unter Verwendung von Cephalosporin C als Ausgangsmaterial erhalten hatte, Pp. = · 145 bis 146°, Ca]2J- = -20,7° (Me2CO-H2O (1 : D), Λ max (H2O) 235 nm ( £ = 14 640), 255 nm (Inflexion; S = 13 300).
Beispiel D12
Herstellung von H-[7ß-(2-Thienylacetamido)-ceph-3-em-3-ylniethyl]-pyridinium-4-carboxylat-hydronitrat.
(a) tert.-Butyl~7ß-amino-3-brommethylceph-3-em-4-earboxylat-1ßoxyd-hydrochlorid.
Zu einer Suspension von tert.-Butyl-3-brommethyl-7ß~formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (982 mg, 2,5 mMol) in trockenem Methanol-Äther (1 : 1, 20 ml), die bei 0 bis 5° gerührt wurde, fügte man Phosphoroxychlorid (0,575 ml, 6,3 mMol) mit solcher Geschwindigkeit, daß die Temperatur der Mischung nicht oberhalb 10° anstieg. Die Zugabe erforderte ca. 10 Minuten und während dieser Zeit löste sich das Ausgangsmaterial und fast unmittelbar schied sich ein neuer kristalliner Feststoff ab. Die Mischung wurde 30 Minuten gerührt, dann 30 Minuten im Eisschrank aufbewahrt und der farblose kristalline Feststoff wurde gesammelt, wobei man Äther verwendete und das Hydrochlorid erhielt (880 mg, 87,7 *), Fp. => 200°, [a]^. = +23°, ^ max (MeOH) 276,5 nm ( 6 = 8 680), V1 ___ ca. 2550 (-MH,), 1796 (Azetidin-2-on), 1712 (CO2CH2CCl3 ) und 1005 cm"1 (S *->0), T 4,62 (1H, d, J 5 Hz; C7-H), 4,85 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), .5,36 und 5,01 (2H, AB-q, J 12 Hz; -CHgBr), 5,99 (2H,s; C2-H2),
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+
ca- 4,0 Ms 6,0 (breite Bande; -HB5 und H2O) und 8,45 (9H, s; -C(CH5)*). TLC (CH2Cl; Me2CO (1 : 1)) zeigte einen einzigen Fleck, Rp =0,25.
("b) N-[7ß-(2-Thienylacetamido)--cep]i--3--em-3-ylmethyl]--pyridinium-4-earboxylat-hydronitrat.
Eine gerührte Suspension von tert.-Butyl-7i3-amino~3~brominethyl·-- ceph^-em^-carboxylat-iß-oxyd-hydrochlorid (1,325 g, 3,3 mMol) in trockenem Methylenchlorid (33 ml) wurde "bei 0 bis 5 gekühlt und mit einer Lösung τοη 2-Ihienylacetylchlorid (0,58 g, 3,6 mMol) in Methylenchlorid (5 ml, mit 5 ml Waschlösungen) behandelt. Ν,Ν-Dimethylacetamid (40 ml) wurde während 30 Minuten tropfenweise zugefügt und die entstehende Lösung wurde während weiterer 15 Minuten gerührt, dann in Wasser (100 ml) gegossen und die Schichten wurden getrennt. Die organische Schicht wurde nacheinander mit Wasser (100 ml), 3%iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und gesättigter Salzlösung (jeweils 50 ml) gewaschen, dann durch Filtration durch Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft, wobei man ein braunes Gel erhielt (1,57 g),
A max 255 1^ <Ei?a = 219)> L
max
Das obige Gel wurde in trockenem Pyridin (10 ml) gelöst und wäh-• rend 3 Stunden gerührt. Äther (60 ml) wurde zugefügt, um einen P braunen Feststoff auszuscheiden, der nach dem Aufbewahren im Eisschrank während 1 Stunde unter Yerwendung von Äther (1,59 g) gesammelt wurde, Fp. = ca. 157° (Zersetzung), [a]D = +9,9°,
λ max 258 11V35Ic0In = 199)» 262 1^ (E1cm = 2O3) 1^10 275 ™ ■ (Inflexion; E^°m = 132), W raax 1792 (Azetidin-2-on), 1710
(CO5C(CH3)3), 1675 und 1510 (CONH) und IO3O cm"1 (S ->0), t Multipletts zentriert bei 0,99 (2H), 1,32 .(1H) und 1,78 (2H) (Pyridinium ο-, ρ- und m-Protonen), 1,57 (1H, d, J 9 Hz; -NH), 2,63 (1H, t, J 3,5 Hz; -CH-S), 3,05 (2H, d, J 3,5 Hz; -CH-CH=), 4,04 (1H, dd, J 5 Hz und 9 Hz; C7-H)9 4,42 (2H, s; »CHgN) 4991 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 6,02 und 6,29 (2H, AB-q, J 18 Hz; -CH2SO), 6,07 und 6,23 (2H, AB-q, J 16 Hz; -"CH2CONH)9 und 8,48 (9H, si Die Elektrophorese zeigte einen einsigen Fleck,
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BAD
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- R = 2,7, der Richtung Kathode wanderte und der beim Besprühen mit Kaliumjodplatinatreagens eine mauvefarbene Färbung zeigte.
Der vorgehende Sulfoxydester (1,45 g) wurde in Methylenchlorid (■25 ml) gelöst und Phosphortrichlorid (0,89 ml, 10,2 mMol) wurde zugefügt. Die Mischung wurde während 2 Stunden gerührt, dann eine Stunde iin Eisschrank aufbewahrt, bevor sie im Vakuum zur Trockne eingedampft wurde. Der Rückstand wurde mit Aceton (15 ml)-Wasser (1 ml) behandelt und nach kurzem Aufbewahren im Eisschrank wurde ein schwach gelber kristalliner Feststoff gesammelt (274 mg), Pp. = 142 bis 144°, [a]^ = -1°, λ max 240 nm (E1^1n = 202) und 259 nm (B1^ = 194), Ϋ max 3200 (M), 1785 (Azetidin~2-on), 1725 (CO2C(CH5)-), 1690 und 1540 cm""1 (CONH), T 0,86 (1H, d, J 9 Hz; -HH), Multipletts zentriert bei 0,95 (2H, 1,32 (1H) und 1,76 (2H) (Pyridinium ο-, ρ- und m-Protonen), 2,64 (1H, m; -CH-S),"3,08 (2H, m; -CH-CH=), 4,20 (1H, dd, J 5 und 9 Hz; C^-H), 4,42 (breites Singulett gem. an der Spitze der Kurve ; -CH2N'und H2O), 4,81 (1H, d, J 5 Hz; C5-H), 6,23 (2H, s; -CH2CONH), 6,37 und 6,55 (2H, AB-q, J 18 Hz; -CH2S), 8,08'.(9H,' s; -C(CH-U). Die Elektrophorese zeigte einen einzigen Fleck, Rn = 2,5, der Richtung Kathode wanderte und der beim Sprühen mit Kaliumjodplatinatreagens eine mauvefarbene Färbung aufwies. Das Filtrat wurde zur Trockne eingedampft und der Rückstand wurde mit Äther (150 ml) behandelt, wobei man ein gelbes Pulver erhielt (928 mg), Fp. = 95°, Ca]33 = -10°, λ max 240 nm (E^m = 188) und 257 nm (E^m = 173). Die Elektropho rese zeigte einen Hauptfleck, Rn = 2,5, und einen kleinen Fleck,
R = 0,0, die beide Richtung Kathode wanderten und die beim Be- sprühen mit Kaliumjodplatinatreagens mauvefarben gefärbt wurden.
Ein Teil der Charge des zweiten Materials, die man oben erhalten hatte (500 mg), wurde in eiskalter Trifluoressigsäure (5 ml) gelöst und die entstehende Lösung wurde 2 Stunden bei 0 bis 5° gerührt und dann im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde mit Essigsäure (ca. 5 ml) behandelt, und erneut eingedampft. Das zurückbleibende gelbe öl wurde in Wasser suspendiert und der pH-Wert wurde mit konzentrierter Ammoniaklösung auf 4»0*eingestellt.
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Die"entstehende Lösung wurde durch eine De-acidite FF (OAc")-lonenaustauschsäule (5 ml) geleitet, wobei die Säule gut mit Wasser (50 ml) gewaschen wurde. Die ersten 40 ml des Eluats zeigten optische Aktivität und nach Entgasen durch kurzes Verdampfen am Rotationsverdampfer wurde gefriergetrocknet, wobei man einen gummiartigen Feststoff erhielt. Dieser wurde in V/asser (4 ml) gelöst und der pH-Wert der Lösung wurde mit konzentrierter Salpetersäure von pH =4,5 auf pH = 1,4 eingestellt. Es schied sich unmittelbar ein beigefarbener Feststoff ab, der nach Aufbewahren im Eisschrank (1 Stunde) gesammelt und mit Wasser (1 ml) gewaschen wurde, wobei man das Hydronitrat erhielt (101 mg, 17,4 #), Fp. = 140 bis 142°, [a]D ^ -9° (c = 1,00, Me2CO-H2O (1 : D), λ max (H2O) 238 mn (E^n = 294) und 255 mn
(Inflexion; Έ,]'° = 271), R° = 1,085; das Material war nach der ι cm
Elektrophorese mit dem Hydronitrat, das in Beispiel D11 (d) beschrieben wurde, identisch. ' - '
Beispiel D13 .
Herstellung von 2,2,2-Trichloräthyl-l-7ß-(2-thienylacetamido)~ '. ceph-3-em-3-ylmethyl]-pyridiniumbromid-4-carboxylat-1ß-oxyd.
2-Thienylacetylchlorid (1,51 g, 9,405 mMol), gelöst in Methylenchlorid (20 ml) wurde zu einer gerührten Suspension von 2,2,2-ίCrichloräthyl-7ß-amino-3-brommethylceph-3-em-4-carboxylatiß-oxyd-hydrochlorid (4,08 g, 8,55 mMol) in Methylenchlorid (80 ml) bei 0 bis 5° gegeben. N,N-Dimethy!acetamid (10 ml) wurde tropfenweise zugefügt, bis sich alles gelöst hatte (auch während der Zugabe stieg die !Temperatur auf ca. 10°). Nach Rühren für weitere 20 Minuten bei 0 bis 5° wurde die dunkle Lösung in eiskaltes Wasser (200 ml) gegeben und die Schichten würden getrennt. Die wäßrige Schicht wurde mit weiterem Methylenchlorid (20 ml) extrahiert. Eine geringe Menge eines unlöslichen farblosen Feststoffs schied sich in den Zwischenphasen während dieser Extraktionen ab und durch TLC (CH2Cl2-Me2CO.(1 : 1)) konnte gezeigt werden, daß es hauptsächlich der als Ausgangsmaterial verwandte Ester war (Rj, = 0,37), zusammen mit zwei Nebenbestandteilen
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(Rp = 0,81 und 0,89). Die rereinigten organischen Extrakte wurden mit 3$iger wäßriger Hatriumhydrogencarbonatlösung (100 ml) und Wasser (200 ml) gewaschen und getrocknet (MgSQ^) und im Vakuum eingedampft. Das zurückbleibende Gel wurde mit Äther (50 ml) "behandelt, wobei es teilweise fest wurde. Der Äther wurde abdekantiert, wobei ein schwach gelber Peststoff zurückblieb (4,55 g), A max 233 nm (E^ = 188) und 278 nm (e]^ = 139). Dieser wurde in trockenem Pyridin (30 ml) unter magnetischem Rühren gerührt und fast unmittelbar schied sich aus der Lösung ein hellgrüner Feststoff aus. lach Rühren während 30 Minuten bei ca. 23° wurde die Suspension mit Äther (100 ml) verdünnt und weitere 1 Stunde gerührt, dann filtriert, wobei man den Sulfoxydester in Form eines schwach grünen hygroskopischen Feststoffs erhielt (3,85 g, 69,5 #), Fp. = 150 bis 151°, 257'5 ™ ( £ = 11 590), 262 nm (£ = 10 430) und 257 "nm
max
(Inflexion; = 7 600); bei der Elektrophorese war die Wanderungsgeschwindigkeit identisch mit der einer Probe des SuIfoxydesters, den man gemäß Beispiel D11 (c) erhalten hatte.
Beispiel D14
Herstellung von N-7ß-Formamidoceph-3-em~3-ylmethyl]-pyridinium-4.-carboxylat-1 ß-oxyd.
(a) Aus dem Produkt von Beispiel B4. ·
(b) Aus der freien Säure des Produktes von Beispiel B4.
(c) Aus 7ß-Formamido-3-inethylceph-3~em-4-carbonsäure-1 ß-oxyd.
(a) Eine Lösung von tert.-Butyl-3-brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (393 mg, 1 mMol) in trockenem Pyridin (5 ml) wurde bei ca. 20° während 30 Minuten gehalten, wobei sich ein farbloser Feststoff ausschied. Wasser (20 ml) wurde zugefügt und die Lösungsmittel wurden im Vakuum entfernt, wobei die letzten Spuren an Wasser durch Zugabe von vergälltem Alkohol und erneutes Verdampfen entfernt wurde. Das zurückbleibende rohe tert.-Butyl-H-[7ß-formamidoceph-3-em-3-ylmethyl]-
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pyridiniumbromid-4-carboxylat-iß-oxyd, das in Form eines orange farbenen Feststoffs erhalten wurde, wurde in TrifIuoressigsaure (5 ml) gelöst und bei ca. 20° während 30 Minuten aufbewahrt. Eindampfen lieferte ein Öl, das, wie bei Elektrophorese bei pH ε= 1,9 gezeigt werden konnte, nicht umgesetzten Betain— ester enthielt. Das Öl wurde erneut mit TrifIuoressigsaure (5 ml) während weiterer 15 Minuten behandelt und erneut eingedampft. Das zurückbleibende Öl wurde in Wasser (20 ml) gelöst und die lösung wurde mit Äther (25 ml) gewaschen und 'durch eine Säule (5x1 cm) von Deacidite FF-Ionenaustausehharz 0Ac~-Form) geleitet und mit Wasser eluiert. Das Eluat mit positiver optischer Drehung wurde gefriergetrocknet, wobei man das Iitelbetain--1 ß-oxyd erhielt (288 mg, 86 $> für die wasserfreie' Form), }% max (pH 6, 0,1m-Phosphat) 257 .um (E^m = 331), .
V max 1776 (Azetidin-2-on), 1672 (COHH), 1610 (0O2") und 1020 cm ~1 (S —;> 0), ^O ,68 (2H, d, J 5,5 Hz; Έ =0H-), 1,41 _£1H, m; f=CH-CH=OH), 1,69 (1H, d, j 9 Hz; M), 1,81 .(2H, m; N=OH-OH), 1,84 (1H, s; OHO), 4,18 (1H. dd, J 9, 4,5 Hz; C7-H), 4,27, 4,75 (2H, AB-q, J 14 Hz; C3-CH2Ii), 5,12 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H)', 6,47 (breites s; C3-H2 und H2O), 8,08 (1H, s; ca. 0,3 M CH5CO2H).
(b) 3-Brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carbonsäure.
(i) 3-Brommethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-carbonsäure-1ß-oxyd.
Eine lösung von 'ter.t .-Butyl-3-brommethyl-7ß"-formamidoceph-3-em-4-carboxylat~1ß-oxyd (393 mg, 1 mMol) in Trifluoressigsäure (2 ml) wurde bei ca. 20° während 10 Minuten gehalten und dann eingedampft. Der schwach orange gefärbte Feststoff, der zurückblieb, wurde mit Äther verrieben und erneut extrahiert, wobei man das Titelsäure-1ß-oxyd erhielt (330 mg, 98 $), Fp. = > 2000C, Ca]1J = +52°, Λ max (gelöst in wenigen Tropfen Dimethylformamid und verdünnt mit Methanol), 266,5 mn (f = 6 050), V max 3290 OM), ca. 2600 und 1718 (CO2H), 1783 (Azetidin-2-on), 1650 und 1530 (COM) und 992 cm"1 (S S> 0), Tr 1,66 (1H, J 9,5 Hz; M), 1,88 (1H, s; CHO), 4,06 (1H, dd, J 9, 5,5 Hz;
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C7-H), 5,04 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,2,9, 5,58 (2H, AB-q, J 10 Hz; 0,-0H9Br), 6,06, 6,29 (2H, AB-q, J 18 Hz; C9-H).
Analyse; C9H9BrF2O5S (337,2)
Berechnet: Br 23,7 $
Gefunden: 23,7
(ii) 3 Brominethyl-7ß-formamidoceph-3-em-4-car'bonsäure-1ß-oxyd wurde in trockenem Pyridin suspendiert; der Feststoff löste sich "beim Aufbewahren über Nacht. Ein aliquoter Seil dieser Lösung wurde mit Elektrophorese "bei pH .= 1,9 geprüft und er zeigte einen Hauptfleck, der Richtung Kathode wanderte, mit äer gleichen Wanderungsgeschwindigkeit, wie Material, das oben in (a) hergestellt worden war, und beim Sprühen mitJodplatinatreagens zeigte er die gleiche dunkelblaue mauve Färbung, wie die obige Probe.
(c) Eine Suspension von 7ß-Formamido~3~methylceph-3-em-4-carbonsäure-1ß-oxyd (1,29 g, 5 mMol) in trockenem 1,2-Dichloräthan (40 ml) wurde am Rückfluß mit Hexamethyl-disilazan ..(1,55 ml, ca. 8 mMol) erwärmt, wobei man eine klare, schwach orange gefärbte Lösung erhielt. Diese Lösung wurde eingedampft und lieferte einen gelatineartigen Feststoff, der bei 1 mm über Nacht getrocknet wurde und in trockenem 1,2-Dichloräthan (200 ml) erneut gelöst wurde. Trockener Stickstoff wurde durch die Lösung während 1.5 Minuten geleitet und N-Bromsuccimimid (1,335 g, 7,5 mMol) wurde zugefügt. Die Lösung wurde auf 0° gekühlt und während 3 1/2 Stunden mit einer Hanovia 125 Watt-Mitteldruck-Quecksilberlampe mit einem Pyrexfilter bestrahlt, wobei die Temperatur bei 0° gehalten wurde. Pyridin (20 ml) wurde zugefügt, die Mischung wurde 30 Minuten gerührt und Wasser (100 ml) wurde zugefügt. Die wäßrige Phase wurde mit Äthylacetat (100 ml) gewaschen, auf ca. 20 ml konzentriert und durch eine Säule (innerer Durchmesser 2 cm) an saurem Aluminiumoxyd (5 cm) und Deacidite PF-Ionenauatauschliarz (OAc""-Form, 5 cm) geleitet und mit Wasser eluiert. Das Eluat mit positiver optischer Drehung wurde gefriergetrocknet und der zurückbleibende Feststoff wurde mit Ace-
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ton'verrührt (50 ml), wobei das Titelbetain-iß-oxyd erhielt (1,08 g, 49 $}, Amax (pH 6, OJm-Phosphat) 258,5 mn (E^m = 320), TT 7,41 (ca. 2H, s; ca. 0,5m Suceinimid), sonst ähnelte es dem oben in (a) beschriebenen.
Analyse; ' ' C14H13N3O5S^H2O . 0,5 M C4H5NO2 ~ (438,9)
Berechnet: C 43,8 H 4,9 I 11,2 S· 7,3 f befunden: 43,7 3,9 11,4 7,7
43,7 3,85 11,6
Das Produkt dieses Beispiels kann durch das folgende Verfahren deformyliert werden.
lT~[7ß-Aminoceph-3-eiii-3-ylniethyl]pyridinium-chlorid-4~Garbonaäure-1ß-oxyd-hydrochlorid.
Eine Suspension von F-(7ß-i1ormamidoceph-3-em~3'-ylmethyl)-pyridinium-4-earboxylat-1ß-oxyd (336 mg) in Methanol-Äther (1 : 1, 10 ml)' wurde~in einem Eisbad gekühlt und Phosphoroxychlorid (0,23 ml, 2,5 mMol) wurde tropfenweise unter Rühren zugefügt. Die entstehende gelbe Lösung wurde bei 0 bis 5° während 1 Stunde gerührt und Äther (10 ml) zugefügt, um die Titelverbindung in Eorm eines schwach gelben hygroskopischen Feststoffs auszuscheiden (220 mg), λ m_v (pH 6, O,1m-Phosphat) 258,5 nm (eIcjh = 2.87). 'max
Analyse; C15H15Cl2N3O4S (380,3) Berechnet: Cl .'18,65 % '„ V
Gefunden: 16,4
Bei der Elektrophorese bei pH = 2,2 erhielt man einen Hauptfleck, der Richtung Kathode wanderte und der beim Besprühen mit Jodplatinatreagens langsam eine blaue Färbung entwickelte.
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Umsetzungen, an denen Schwefelnukleophile teilnehmen.
Beispiel D15 '
(i) 2,2,2-Trichloräthyl~3-methylthiomethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxyla.t-1 ß—oxyd.
In eine Lösung von 2,2,2-Triehloräthyl-3~bromiiiethyl-7ß--phenylacetamidoceph-3-em-4--carboxylat-1ß-oxyd (0,559 g, 1 mMol) und Triäthylamin (0,14 ml, 1 mMol) in Ν,ΐί-Dimethylformamid (20 ml) wurde während 2 Hinuten Methanthiol eingeleitet. Die Lösung wurde "bei 20° 30 Minuten aufbewahrt und dann mit einem aliquoten Teil Äthanol verdünnt, wobei man eine Lösung mit λ 274 nm erhielt. Durch die Dimethylformamidlösung wurde während 45 Minuten Stickstoff durchgeleitet, dann wurde mit Wasser und Methylenchlorid (jeweils 25 ml) verdünnt. Die wäßrige Phase wurde abgetrennt, mit Methylenchlorid (25 ml) extrahiert. Die Methylenchloridschichten wurden vereinigt und mit Wasser (3 x 25 ml), 2n-Ghlprv;asserst off säure (25 ml) und Wasser (25 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man ein gelbes Öl (0,64 g) erhielt. Dieses Öl wurde in Aceton (10 ml) gelöst und die Lösung wurde mit niedrig siedendem Petroläther (Sdp. 40 bis 60°, 20 ml) verdünnt, wobei man einen schwach orange gefärbten gelatineartigen Feststoff erhielt, der abfiltriert, mit Aceton- niedrig siedendem Petroläther (1 : 2) gewaschen und getrocknet wurde; (0,403 g, 77 #), /\ 273,5 nm (E1Jn = 155). Ein Teil (0,23 g) dieses Peststoffs wurde aus Äthanol kristallisiert, wobei man das Ester-1ß-oxyd erhielt (0,13 g), Pp. = 141 Ms 143°, [a]D .= +73°, λ max 274 nm (£ = 7 900), ν7 max (GHBr5) 3384 (M), 1790 (Azetidin-2-on), 1736 (CO2R), 1680 und 1500 (GONH) und 1042 cm"1 (S —>0), £1,63 (1H, d, J 9 Hz; NH), 2,71 (5H, s, CgH5), 4,19 (1H, dd, J 9 und 5 Hz; C7-H), 4,80 und 5,00 (2H, AB-q., J 12 Hz; CH2CCl5), 5,00 (1H, J 5 Hz; C6-H), 5,91 und 6,30 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,28 und 6,49 (2H, AB-q, J HHz; C3-CH2S), 6,36 (2H, s; PhCH2), 8,00 (3H, s; SCH3).
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Analyse: C^qH^QClvNpOj-S 2 (525,9) ' ψ
Berechnet: C 43,4 H 3, 6 Cl 20,2 N 5,3 S 12,2 fo
Gefunden: 42,7 3, 6 19,7 5,4 12,0
(ii) 2,2,2-Trichloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß-phenylacetamido-
ceph-3-em-4-carboxylat
Eine Lösung aus unreinem 2,2,2-Trichloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxy3.at-1ß-oxyd (266 mg, ca, 0,5 mMol) und Phosphortrichlorid (0,1Q ml, ca. 5 Äquiv») wurde · bei 20 während 2,5 Stunden gerührt, bei 0 während 64 Stunden' aufbewahrt und dann am Rückfluß 1 Stunde erwärmt, wonach TLC (Aceton-Methylenchlorid, 1 : 25) anzeigte, daß nur noch eine Spur des Ausgangsmaterials vorhanden war. Das Lösungsmittel wurde abgedampft und das zurückbleibende Öl wurde durch präparative Schichtchromatographie an Kieselgel (^254+^66^ geeinigt, wi± Aceton-Methylenchlorid (1 : 25) als Eluierungsmittel, wobei man den Titelester in Form eines schwach orange gefärbten gelatineartigen
Peststoffs erhielt (42 mg), / max 267 nm (E^m = 126), T (CDCl3),
2,72 (5H, s; C6H5), 3,87 (1H, d, J 9 Hz; NH), 4,23 (1H, dd, J 9 und 5 Hz; C7-H), 5,02 (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,04 und 5,31 (2H, AB-q, J 12 Hz5-OH2CCl5), 6,24 und 6,60 (2H, AB-q, J 14 Hz; C3-CH2S), 6,39 (2H, s; PhCH2), 6,45 (2H, C2-H2) und 7,97 (3H, s; ',SCH3). .
(iii) 3-Methylthiomethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4~carbon-
säure.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat (ca. 2,7 g, 5 mMol) in Methylenchlorid (20 ml) wurde auf 0° gekühlt undAmeisensäure (40 ml) wurde zugefügt. Zinkpulver (4g, aktiviert durch Waschen mit 2n-Chlorwasserstoffsäure) wurde zugefügt und die Reaktionsmischung wurde bei 0° während 1 Stunde gehalten. Danach zeigte TLG an (Aceton-Methylenchlorid, 1 : 15), daß wenig Umsetzung stattgefunden hatte0
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Die Reaktionsmischung wurde bei 20° 5 Stunden gerührt, wonach TLC anzeigte, daß nur 5 "bis 10 des Ausgangsmaterials noch vorhanden waren. Die Reaktionsmischung wurde filtriert und das IiI-trag wurde im Vakuum eingedampft. Das zurückbleibende Öl wurde in Äthylacetat (100 ml) gelöst und mit 3$iger Natriumhydrogencarbonatlösung (2 χ 100 ml) extrahiert. Die wäßrigen Extrakte wurden mit Ithylacetat (50 ml) gewaschen, mit 1n-0hlorwasserstoffsäure unter einer Schicht von Ithylacetat (75 ml) auf einen pH von 2,3 angesäuert. Die wäßrige Phase mit Äthylacetat (2 χ 50 ml) zurückextrahiert und die vereinigten Äthylaeetatextrakte wurden mit Wasser (100 ml) gewaschen, getrocknet und im Vakuum eingedampft, wobei man die Titelsäure in Form eines schwach gelben Schaums erhielt ((1,54 g, 81,5 #), λ max (pH 6, Phosphat) 263,5 nm ( £ = 8 470), TT (D2O, HaHGO5) 2,66 (5H, s; C6H5), 4,49 (1H, d, J 5 Hz; C7-H), 4,98 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 6,33 und 6,73 (2H, AB-q, J 14 Hz; C5-CH2S), 6,35 und 6,75 (2H, AB-q, J 18 Hz; C3-H2), 6,36 (2H, s; PhCH2), 8,01 (3H, s; SCH3). .
(Iv) 7ß-Amino-3-methylthiomethylceph~3-em-4-carbonsäure.
Trimethylsilylchlorid (3,27 ml, 27,65 mMol) wurde zu einer Lösung von 3-Methylthiomethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carbonsäure (1,325 g, 3,5 mMol) und Pyridin (2,11 ml, 26,25 mMol) in trockenem Methylenchlorid (130 ml) gegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei ca. 30° während 1,75 Stunden gerührt und auf -12° abgekühlt. Pyridin (4,09 mg, 55 mMol) und Phosphorpentachlorid (2,865 g, 13,8 mMol) in trockenem Methylenchlorid (20 ml) wurde zugefügt und die Reaktionsmischung wurde bei -12° für 40 Minuten gerührt, Dann wurde kaltes Methanol (55 ml) langsam zugegeben, so daß die Temperatur nicht -10° überschritt. Die Reaktionsmischung wurde bei .rjof 30 Minuten gerührt, dannwurde das Kühlbad entfernt und man/eine weitere Stunde. Die Reaktionslösung wurde zu wäßriger Ameisensäure (50 $>, 7,5 ml) zugefügt und der pH wurde auf 2,0 mit Triethylamin eingestellt. Ein feiner Feststoff schied sich aus der Lösung beim Rühren während dieses pH innerhalb von 45 Minuten ab. Der Feststoff wurde abfiltriert und getrocknet, wobei man die Titelaminosäure erhielt ( HO mg, 15 %), λ max (pH 6, Phosphat) 265 nm (E^111 = 303), τ (D2O, NaIICO5), 6,80,
8,74 (typische Signale für HNCcyL·)-; '1/6.MoI), verunreinigt mit - vermutlich - Triäthylaminhydrochlorid. Der pH-Wert des Filtrats wurde auf 3,0 mit Triäthylamin eingestellt, dabei schied sich mehr Feststoff aus. Die Mischung wurde bei 4° über Nacht aufbewahrt, dann wurde der Feststoff abfiltriert, mit Methylenchlorid gewaschen und getrocknet, wobei man eine zweite Charge der Aminosäure erhielt (98 mg, 11 fi), A „,.Q_ (pH 6, Phosphat) 266,5 nm ( c = 9 500). ' ■ .
(v) 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-amino-3-methylthiomethylceph-3-em-4-carboxylat-hydrogen-p-toluolsulfonat und -hydrochlorid.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß~phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat (ca. 2,7 g, 5 mMol) in Methylenchlorid (25 ml) wurde bei 0° gekühlt und Pyridin (593 mg, 7,5 mMol) und Phosphorpentachlorid .(1,56 g, 7,5 mMol) wurden zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde auf 20° während 15 Minuten erwärmt und dann bei dieser Temperatur 2 Stunden gerührt. Diese Lösung wurde tropfenweise während eines Zeitraums von Minuten zu trockenem Methanol ( 12 ml), das auf -25° gekühlt war, zugefügt, so daß diese Temperatur während der ganzen Zugabe aufrechterhalten wurde. Man rührte bei -20° bis -25° "-weitere" 15 Minuten und dann wurden die Lösungsmittel im Vakuum abgedampft. Das zurückbleibende Öl wurde zwischen Äthylacetat und Wasser (jeweils 25 ml) verteilt. Die wäßrige Schicht wurde abgetrennt und mit Äthylacetat (25 ml) zurück extrahiert. Die vereinigten Äthylacetatschichten wurden mit Wasser und Q,5n-Chlor-· wasserstoffsäure (jeweils 25 ml) gewaschen. Die vereinigten wäßrigen Schichten wurden im Vakuum auf ca. 50 ml einkonzentriert und mit n-Natriumhydroxydlösung wurde unter einer Schicht von Äthylacetat (25 ml) der pH-Wert von 0,5 auf 5,0 eingestellt. Die wäßrige Phase wurde mit Äthylacetat (25 ml) zurückextrahiert und die vereinigten Äthylacetatschichten wurden mit Wasser (25 ml) gewaschen, getrocknet, im Vakuum auf ca. 25 ml eingeengt und mit einer Lösung von p-Toluolsulfonsäuremonohydrat (0,95 g, 5 mMol) in Äthylacetat ( 25 ml) behandelt. Es schied sich unmittelbar ein orange gefärbtes Öl aus, anschließend ein farbloser
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Peststoff. Das Öl wurde beim Aufbewahren bei 4° über Wacht fest. Der Feststoff wurde atfiltriert, mit kaltem Äthylacetat gewaschen und getrocknet, wobei man das Titelhydrogen-p-toluolsulfonat erhielt (196 rag, 7,0 %), Pp. = 195 bis 196° (Zersetzung), Ca]1, ■= 1,2°, λ max (MeOH) 272 mn ( ξ = 6 370).
Ein Peststoff schied sich aus den vereinigten Äthylacetatschichten von der ursprünglichen Herstellung in zwei Ghargen aus. Diese Chargen wurden abfiltriert und getrocknet, wobei man das Titelhydroehlorid erhielt (i) (84 mg, 3,9 %); Pp. = 155 bis 157° (Zersetzung), Λ max (MeOH) 275 mn (E^°m = 153); (ü) (58 mg, 2,7 %), Pp. = 173 bis 178° (Zersetzung), A 275 nm (E^m = 151).
Beispiel D16
2,2,2~Trichloräthyl-7ß phenylacetamido~3-n-propylthiomethylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Eine Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-bromtnethyl-7ß-phenylacetamidoeeph-3-em-4-carbo:xylat-1 ß-oxyd (56 mg, 0,1 mMol), n-Propanthiol (0,18 ml, 2 mMol) und Triäthylamin (0,01 ml, ca. 0,1 mMol) in Έ,N-Dimethy!formamid (1 ml) wurde bei 25° während 45 Minuten gehalten, mit Äthylacetat (30 ml) verdünnt, mit Salzlösung (6 χ 30 ml) gewaschen und eingedampft. Zu dem Rückstand fügte man Äthylacetat (3 x 30 ml) und verdampfte nach * jeder Zugabe ein, um Spuren des Thiols zu entfernen. Das zurückbleibende Öl (61,5 mg) wurde durch präparative SchichtChromatographie unter Verwendung von Aceton-Methylenchlorid (1 : 9) als Eluierungsmittel chromatographiert, wobei man das TItelester-1ß-oxyd erhielt (25 mg, 42 #), Amax 275 nm ( = 7 650),
0T 1,63 (1H, d, J 9 Hz; MII), 2,70 (5H, s; C6H5), 4,20 (1H, dd, J 9,5 Hz; C7-H), 4,81, 5,04 (2H, ÄB-q., J 12 Hz; CH2CCl3), 5,02 (1H, ä, J5 Hz; C6-H), 5,92, 6,29 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,29, 6,49 (2H, AB-q, J Η Hz; C3-CH2S), 6,36 (2H, s; C6H5CH2), 7,56 (2H-, t; SCH2CH2), 8,5 (2H, m; SCH2CH2CH3), 9,10 (3H, t; CH2CH3).
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Beispiel D17 . ' ·
(i) 2,2,2-Triclilorätliyl--7ß-formamido-3-methylthiometiiylcepJh.--3~ em~4-carboxylat-1 ß-oxyd.
Eine Lösung von ^^^
ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (14,0.6 g, 30 mMol) in N,N-Dimethylformamid (200 ml) wurde auf -20° gekühlt und mit meiner lösung von Methanthiol (2,2 ml, 41 mMol) in kaltem (ca. -20°) N,N-Dimethy!formamid (50 ml) behandelt. Triäthylamin (4,2 ml, 30 mMol) wurde zugefügt und das Kühlbad wurde entfernt. Die gerührte Lösung erwärmte sich während 1 Stunde auf 17° und dann· wurde mit einem schnellen Stickstoffstrom über Nacht gespült, um überschüssiges Methanthiol zu entfernen. Die Lösung wurde dann in zwei gleiche Seile geteilt, wobei ein Teil direkt zur Reduktion der Iß-Oxyd-Funktion (cf. B5(i)) verwendet wurde, und der andere Teil folgendermaßen aufgearbeitet wurde. Die Lösung wurde in Wasser (600 ml) gegossen und mit Methylenchlorid (1 χ 200 ml., 2 χ 100 ml) extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden mit 2n-Chlorwasserstoffsäure und Wasser (jeweils 200 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen schwach gelben wachsartigen Feststoff erhielt. Kristallisation aus Methanol (20 ml) lieferte farblose Nadeln, die unter Verwendung von weiterem kalten Methanol (20 ml) abfiltriert wurden, wobei man den Sulfoxydester erhielt (5,25 gm 80,4 $), Fp. = 178 bis 179°, [a]D =36,3°, λ max 274 nm ( £ = 8 250), V^ 335Q (NH), 1756 (Azetidin-2-on), 1727 (CO2CH2GCl3), I69O und 1492 (CONH) und 1010 cm"1 (S ~^0), T* 1,60 (IH, d, J 9 Hz; NH), 1,84 (1H, s;CHO), 4,03 (1H, dd, J 5 und 9 Hz; C7-H), 4,78 und 4,99 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl5), 4,92 (1H, d, J 5Hz; C6-H), 5,86 und 6,23 (2H, AB-q, J 18 Hz C2-H2), 6,32 (2H, sj CH2SCH3), und 8,01 (3H, s; SCH3). Eindampfen der Flüssigkeit, gefolgt durch Kristallisation des Rückstandes aus Methanol (10 ml) lieferte eine zweite Charge an ähnlichem Material (0,32 g, 4,9 $>), Pp. = 175 bis 176°.
mit einer Die analytischen Ergebnisse erhielt man / umkristallisierten
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Probe aus einem Torversuch in kleinem Maßstab in Form farbloser Nadeln (aus Methanol), Fp.= 176 bis 177°, Ta]7J = +41,0°, h max 275 nm (£ = 8 600).
Analyse: C12H15Cl5IT2O5S2 (435,7)
Berechnet: C 33,1 H 3,0 Cl 24,4 IST 6,4 S 14,7 % Gefunden: 33,3 3,0 24,1 6,6 14,4
(ii) 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-formamido-3-methylthiomethylceph-3-em-4-carboxylat.
(a) 2,2,2-Iriehloräthyl-7ß-foraamido^-methylthiomethylceph-^- em-4-carboxylat-iß-oxyd (2,18 g, 5 mMol) wurde in Eisessig (100 ml) gelöst und Kaliumiodid (15,0 g, 90 mMol) wurde zugefügt und anschließend wurde Acetylchlorid (2,5 ml, 35 mMol) zugefügt. Jod wurde unmittelbar freigesetzt. Die Mischung wurde bei ca. 20° während 10 Minuten gerührt, in einem Eiswasserbad gekühlt und mit wäßriger 5m-Natriumthiosulfatlösung behandelt, um das Jod zu zerstören. Die klare schwach gelbe Lösung wurde im Vakuum konzentriert, um die Hauptmenge der Essigsäure zu entfernen und der Rückstand wurde zwischen Methylenchlorid (250 ml) und Wasser (250 ml) verteilt.
Der wäßrige !eil wurde mit Methylenchlorid (2 χ 100 ml) extrahiert und die vereinigten organischen Extrakte wurden mit Wasser (200 ml) und 3#iger wäßriger Natriumhydrogenoarbonatlösung (2 χ 100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen farblosen Schaum erhielt. Behandlung mit Aceton (50 ml) ließ einen unlöslichen gelben Feststoff (Schwefel) zurück, der durch Filtration entfernt wurde. Das Filttat wurde eingedampft, und aus Methanol-Wasser (10 : 1, 16,5 ml) kristallisiert. Die entstehenden feinen weißen Nadeln wurden gesammelt, mit Methanol.-Wasser (10 : 1, 11 ml) und Äther (5 ml) gewaschen und getrocknet, wobei man den litelester erhielt (1,16 g, 55,2 $), Fp. - 100 bis 102°, [(Z]33 = + 30,0°, λ raax 2?Ο,5 nm ( £ = 7 650), V max 3290
raax 2?Ο,5 nm ( £ = 7 650), V max ( d 15
NOHO), 4,24
33 raax
(NH), 1770 (Azetidin-2-on), 1715 (0O2CH2CCl3), 1660 und 1504 cm"1 (CONH), cO,95 (1H, d, J 9 Hz; NH), 1,86 (1H, s;
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(1H, dd, J 5 und 9 Hz; C7-H), 4,75 (1H, d, J5. Hz; C6-Il), 4,85 und 5,05 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl5), 6,26 und 6,46 (2H, AB-q, J 15 Hz; CH2SCH3), 6,29 (2H,s; C2-CH2),' 7,96 (3H,' s;
Analyse: °1 2H1 3C13 N2O4S 2 (419,7) Ή 6, 7 S 15 ,3
Berechnet: C 34 ,3 H 3 ,2 Cl 25,3 6, 6 15
Gefunden: 34 ,3 3 ,1 25,0
Eindampfen <fer vereinigten Filtrate und Waschlösungen lieferte einen Rückstand, der, nachdem er in Methanol-Wasser (10 : 1, ρ . 5,5 ml) gelöst worden war, und kurz im Kühlschrank aufbewahrt worden war, eine zweite Charge an Kristallen ergab (117 mg, 5,6 #), Pp. = 97-98°, [a]^ = +30,0°, \ max 270,5 nm (.£ = = 7 650). * :-;:ir-
(b) Phosphortrichlorid (2,75 ml, 31,5 mMol) wurde tropfenweise während 4 Minuten zu einer magnetisch gerührten Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-fonnamido~3-methylthiomethylceph-3-3m-4~carboxylat-1ß-oxyd (2,59 g, 5,95 mMol) in trockenem Methylenchlorid (90 ml) -trockenem Tetrahydrofuran (10 ml) zugegen ben. Die schwach gelbe Lösung wurde bei 22Q während 5 Stunden gerührt, während dieser Zeit wurde sie zunehmend dunkler und ^ trüber. Nach Aufbewahrung im Kühlechrank (-16°) Über Nacht
wurde die Lösung in Wasser (200 ml) gegeben und die Schichten wurden getrennt. Der wäßrige Teil wurde mit Methylenchlorid (2 χ 50 ml) extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden nacheinander mit Wasser, 2n-Chlorwasserst off säure, Wasser, 3#>iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser (jeweils 100 ml) gewaschen, getrocknet und in zwei gleiche Teile geteilt. Ein Teil wurde eingedampft und der dunkle ölige Rückstand wurde in Methanol (10 ml) - Wasser (1 ml) gelöst und im Kühlschrank, aufbewahrt. Ein gummiartiger brauner Peststoff schied sich aus, dieser wurde gesammelt und mit Äther (20 ml) gerührt, wobei man den Titelester in Porm schwach brauner Prismen erhielt (117 mg, 9,4 5&), Pp. = 95 bis 98°9 La]33 = +22,7°, A max 2?° ^ (£ = 7 250). Eindampfen der wäßrigen methanolischen Mutterlaugen
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lieferte einen teilweise kristallinen Rückstand, der mit wäßrigem Methanol (1 : 1, 2 ml) verrieben wurde, wobei man eine zweite Charge an schwach braunen Prismen erhielt (366 mg, 29,3 $), Fp. = 95 bis 101°, Ea]15 = +22,0°, A max 270 nm ( £ = 7 250).
(iii) 2,2,2-Trichloräthyl-7ß-amino-3-methylthiomethylceph-3-em-4-carboxylat-hydrochlorid.
Phosphoroxychlorid (0,5 ml, 5,47 mMol) wurde tropfenweise au einer gerührten Suspension von 2,2,2-Irichloräthyl-7ß-formamido-3-methylthiomethylceph-3-em-4-carboxylat (1,05 g, 2,5 mMol) in trockenem Methanol (10 ml) während 3 Minuten gegeben. Während der Zugabe löste sich das Ausgangsmaterial und die Temperatur der Mischung erreichte ein Maximum von ca. 45°. Nach 1 Minute schied sich ein weißer Peststoff aus der Lösung und die Mischung wurde schnell fest. Die Mischung wurde mit Äther (10 ml) verdünnt, kurz gerührt und das Produkt wurde abfiltriert, mit Äther (ca. 25 ml) gewaschen und getrocknet, wobei man das Titelhydrochlorid in Form eines federartigen farblosen Peststoffs erhielt (941 mg, 88 %), Pp. = 169 bis 172° (Zersetzung), [a]D =
+25°> λ max (He0H) 272>5 ^ ( £ = 6 640), V^ max ca. 2600 (NH3), 1775 (Azetidin-2-on) und 1720 cm"1 (CO2CH2CCl3), ^ 4,69 C1H, d, J 5 Hz; C7-H), 4,88 und 5,01 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 4,90 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 6,14 und 6,39 (2H, AB-q, J 17 Hz; C2-CH2), 6,32 (2H, s; CH2SCH3) und 7,97 (3H, s; SCH3).
Analyse: C1 1H14 Cl4I f2G3 S2 5 (428, 2) 1 N 6, 55 S 1 5, 0' *
Berechnet: C 50, 85 H 5, 5 Cl 55, 0 6, 6 1 5, 0
Gefunden: 51, 2 5, 55,
Die Elektrophorese zeigte einen einzigen Fleck, Εχ =1,56 (X β Cephalexin), der Richtung Kathode wanderte und der beim Besprühen mit 0,5$ (Gew./Vol.) Ninhydrin in Äthanol eine Mauvefarbe aufwies.
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(iv) 2,2,2-Iriehloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß-[D-2-phenyl-2-(g., 2,2-trichloräthoxycarbonylaminoacetamido]--ceph-3-em-4-carboxylat.
Zu einer Suspension von 2,2,2-Irichloräthyl-7ß~a:niino-3-methylthiomethylcepti-S-em^-carboxylat-hydrochlorid (1,60 g^ 3,735 mMol) in Methylenchlorid (30 ml) wurde eine Lösung von Natriumhydrogencarbonat (0,63 g, 7,5 mMol) in Wasser (30 ml) gegeben. Die Mischung wurde gerührt, "bis sich alles gelöst hatte. Die Schichten wurden getrennt und. der wäßrige Teil wurde mit Me- thylenchlorid (15 ml) zurück extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden mit Wasser (15 ml) gewaschen, getrocknet und auf ca. 20 ml konzentriert. Die gerührte Lösung wurde in einem Eis-Wasserbad gekühlt und eine Lösung von Äthylenoxyd (2 ml) in Methylenchlorid (3 ml) wurde zugegeben, anschließend wurde eine Lösung von D(-)-(N -2,2-,2-Trichlorätb.oxycarbonyl)-2-amino-2-phenylacetylchlorid (1,42 g, 4,11 mMol) in Methylenchlorid (10 ml + 10 ml Waschlösungen) zugefügt. Die Mischung verwandelte sich sofort in ein Gel, das sich während 30 Minuten Rühren bei dieser Temperatur fast wieder vollkommen löste. Das Kühlbad wurde dann entfernt und Isobutylmethylketon (25 ml) wurde zugefügt. Nach 30 Minuten Rühren bei ca. 25° wurde die klare gelbe Lösung mit η-Chlorwasserstoffsäure (50 ml) gewaschen, die mit Methylenchlorid (2 χ 15 ml) zurück extrahiert wurde. Die vereinigten Methylenchloridextrakte wurden nacheinander mit Wasser, 3$iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser (jeweils 50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen gelben Schaum erhielt. Behandlung mit niedrig siedendem Petroläther (Sdp. = 60 bis 80°) (30 ml) -Äther (10 ml) lieferte den Titelester in Form eines schwach gelben mikrokristallinen Feststoffes (2,54 g, 97 %), [α]ρ = -30,3° (CHCl3), A max 268,5 mn ( ί = 7 070), W max (CHBr3) 3436 (MH), 1781 (Azetidin-2-on), 1736 (CO2CH2CCl3), 1693 und 1510 cm"1 (CONH), f 0,66 (1H, d, J 9 Hz; C7-NH), 1,52 (fH, d, J 9 Hz; -OCO.NH), 2,3 bis 2,7 (5H, m; C5H5), 4,24 (1H, dd, J 5 und 9 Hz; C7-H), 4,50 (1H, d, J 9 Hz; C6H5CH-), 4,79 und 5,02 (2H, AB-q, J 13 Hz; C4-CO2CH2CCl3), 4,81 (IH, d, J 5 Hz;
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C6-H), 5,16 (2H, s; HH.CO.OCH2CCl3), 6,24 und 6,49 (2H, AB-q, J 14 Hz; CH2SCH3), 6,38 (2H, sj C2-CH2), 7,99 (3H, s; SCH3), 8,7 und 9,1 (Multipletts, niedrigsiedendes Petroleum), IDLC (2 1/2 io Me2CO in CH2Cl2) zeigte einen einzigen Fleck, Rj, = 0,44.
(v) 7ß-(D~2-Amino-2-phenylacetamido)~3-methylthiomethylceph~ 3-em-4-carbonsäure.
Eine Lösung τοη 2,2,2-Irichloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß--[l)-2-phenyl-2-(2,2,2-trichloräthoxycarbonylamino)-aeetamido]-ceph-3~em-4-car'boxylat (3,39 g, 4,84 mMol) in 99$iger Ameisensäure (66 ml) wurde in einem Eis-Wasserbad gekühlt und Zinkstaub (3,39 g) wurde unter Rühren zugegeben. Das Kühlbad wurde entfernt und die Mischung wurde während 90 Minuten "bei ca. 25° gerührt und dann durch ein Celite-Bett filtriert. Der Filterkuchen wurde mit 90$iger Ameisensäure (25 ml) gewaschen und die vereinigten Filtrate und Waschwasser wurden auf eine De-acidite FF (Cl"~)-Ionenaustausohsäule (50 ml, die mit Wasser (250 ml) und 90?£iger Ameisensäure (70 ml) vor ihrer Verwendung gewaschen worden war, gegeben. Die Säule wurde mit 90$iger Ameisensäure (150 ml) eluiert. Das FiItrat wurde auf ca. 5 ml aufkonzentriert und mit Äther (10 ml) verdünnt und dann tropfenweise zu magnetisch gerührtem Äther (200 ml) während 5 bis 10 Minuten gegeben.
Der ausgefallene niederschlag wurde gesammelt, mit Äther gewä-
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sehen und getrocknet, wobei/die Titelaminosäure in Form eines feinen weißen Feststoffs erhielt (1,48 g, 77 $>), [a]jD = +87,5° (CF3CO2H). Das meiste dieses Materials (1,42 g) wurde weiter gereinigt, indem man es in einer Mischung von 2n-Chlorwas~ serstoffsäure (2,5 ml) und 50$igem wäßrigen Aceton (20 ml) löste und den pH-Wert der gekühlten (Eis-Viasserbad) lösung von ca. 1,5 bis 5,5 mit !Triethylamin einstellte. Die Mischung wurde unmittelbar fest und Aceton (10 ml) wurde zugefügt. Nach dem Aufbewahren im Eisschrank während 1 Stunde wurde der farblose Feststoff gesammelt, mit kaltem Aceton (10 ml) gewaschen
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■ und getrocknet (951 mg, 52$), Ca]x, = +92,0° (CP^CQ9H), λ . (0,1m-Phosphatpuffer) 263 um W* = 200). Sowohl das PME-Spektrum und die Elektrophorese zeigten die Anwesenheit von etwas Cephalexin (ca. 7 f°) an, während die erstere zeigte, daß das Material ungefähr ilO Gew.-$ !Driäthylaminhydrochlorid enthielt.
Beispiel D18
(i) 2,2,S-Trichloräthyl-J-methylthiomethyl-Tß-phenoxyacetamidoceph-3~em-4-carboxylat-1ß~oxyd.
Methanthiol (0,60 ml, 11,15 mMol) in N,N-Dimethy!formamid (5 ml) bei -20° wurde unter Rühren zu einer Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl~3~'brommethyl-7ß-phenoxyacetamidoceph--3-em-4-car'boxylat-1ßoxyd (5,48 g, 9,5 mMol) in ΕΓ,Ιί-Iiimethylformamid (50 ml), ebenfalls bei -20°, gegeben, Triäthylamin (1,42 ml, 10,2 mMol, 1,07 Äquiv.) wurde zugefügt, wobei eine braune Färbung auftrat, die sich zu schwach, gelb aufhellte, als die Mischung gerührt wurde, während sie sich während 1 Stunde auf 25° erwärmen konnte. Methylenchlorid (100 ml) wurde zugefügt und die Mischung wurde mit Wasser (6 χ 50 ml) extrahiert, getrocknet und eingedampft, wobei man einen braunen Feststoff erhielt, der mit Äther-Methanol ("6 : 1) verrieben wurde, wobei man die litelverbindung in lorm eines fast weißen Peststoffs erhielt (3,18 g, 6.1,8 $), Ep. = 175 bis
183°, [a]D = +0° (c = 0,75), A max 269 nm (E^m = 172), Inflexion bei 264 nm (E]Jn = 150). Eine kleine Probe wurde aus Methanol umkristallisiert, wobei man eine analytische Probe erhielt, Pp. =178 bis 182°, \a\ ^ +0,2° (c = 0,65), Λ max 269 nm ( t = 9 250) und 275 nm ( £ = 9 350), Inflexion bei 264. mn (C = 8 250), Vmax 3387 (UH), 1770 (Azetidin-2-on), 1738 (GO2R) und 1522 (COMH), 1024 cm"1 (S-^O), TT 1,84 (1H, d, J 9 Hz; M), 2,60 bis 3,10 (5H, m; G6H5), 3,94 (1H, dd, J 9 Hz; und 4,5 Hz; O7-H), 4,77 und 4,97 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 4,87 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 553O (2H, s; O6H5OOH2),'5,82 und 6,21 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,24 und 6,-42 (2H, AB-q, J 12 Hz; ) 7,99 (3H, s; CH2-SGH3)*
' - " 103833/2Q0S.
Analyse: O19H19Cl3N2O6S2 (541,9>
Berechnet: C 42,1 H 3,5 Cl 19,7 N 5,2 S 11,8 %
Gefunden: 42,1 3,5 19,6 5,2 11,8
(ii) 2,2,2-Trichloräthyl-3-methylthiomethyl--7ß-phenoxyacetami-
doceph-3-em-4-carboxylat.
Eine Lösung von 2,272-Irichloräthyl-3~methylthiomethyl-7ßphenoxyacetamidoceph-3-em-4--carboxylat--1ß-oxyd (1,08 g, 2 mMol) in H,N-Dimethy!formamid (10 ml) wurde bei 26° mit Kaliumiodid (2 g, 12 mMol) und Acetylehlorid (1 ml, Η mMol) gerührt. Die "braune Farbe des Jods verschwand. Mach 10 Minuten wurde zu der Reaktionsmischung eine Lösung von Natriummetabisulfit in wäßrigem N,N-DimethyIformamid zugefügt, bis die Farbe nur noch schwach gelb war. Die Realctionsinisehung wurde zwischen Wasser (50 ml) und Methylenchlorid (IOO ml) verteilt. Die wäßrige Schicht wurde mit Methylenchlorid (10 ml) extrahiert und die vereinigten organischen Schichten wurden mit Wasser (3 χ 50 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das zurückbleibende Öl wurde in Äther (25 ml) gelöst und mit Wasser (3 χ 10 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man uie Titelverbindung in Form eines schwach gelben Schaums erhielt (1,00 g, 95 $) [a]D = +37,5°, Λ max 269 nm ( £ = 8 300) und 275 nm ( ^ = 8 050), Inflexion bei 264 nm ( = 7 600), V mQV (CHBr,) 3460 (NH), 1790 (Azetidin-2.on), 1740 (CO2R), 1695 und 1525 cm""1 (CONH), T 0,85 (1H, d, J 8Hz; NH), 2,60 bis 3,14 (5H, m; C5H5), 4,26 (1H, dd, J 8 und 4,5 Hz; C7-H), 4,72 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 4,80 und 5,00 (2H, AB-ci, J 13 Hz; CH2CCl5), 5,38 (2H, s; C6H5OCH2), 6,20 und 6,42 (2H, AB-ci, J 13 Hz; CH2SCH3), 6,24 (2H, s; C2-H2), 7,97 (3H, s; CH2SCH3).
Analyse: °1 9H19 ,01 3N2O5S 2 (525, 8) 2 N 5, 3 S 12, 2
Berechnet: C 43, 4 H 3 ,6 Cl 20, 9 5, 1 12, 2
Gefunden: 43, 6 3 ,7 19,
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(iii) 2,2,2-Irichloräthyl-7ß-amino-3-methylthiomethylceph~3-em-4-carboxylat-hydrogen-p-toluolsulfonat.
Eine lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß-phenoxy acetamidoceph-3-'eiii-4-carboxylat (3,72 g," aus Beispiel D21) in trockenem Methylenchlorid (20 ml) wurde zu einer Suspension von Phosphorpentaohlorid (2,36 g, 11,3 mMol), ca. 1,60 Äqüiv.) in Pyridin (0,92 ml, 11,5 mMol, ca. 1,60 Äquiv.) "bei -20° gegeben und "bei -20° während 2 Stunden, dann bei 0° während 1 Stunde und dann bei 18° während 2 Stunden gerührt. Die Mischung wurde zu Methanol (50 ml) zugefügt und' während 10 Minuten gerührt. Wasser (100 ml) und Äthylacetat (150 ml) wurden zugefügt, der pH-Wert wurde mit festem Natriumbiearbonat auf 7,1 eingestellt. Die organische Schicht wurde mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft, und der Rückstand wurde in Methanol-Äther (10 ml, 2 :1) gelöst. Zu dieser Lösung fügte man eine Lösung von p-Toluolsulfonsäuremonohydrat (2g, 10,5 mMol) in Methanol (15 ml) und Äther (5 ml). Animpfen der Lösung mit einem Kristall einer authen tischen Probe verursachte unmittelbare Kristallisation der Titelverbindung. Die Mischung wurde bei -15° 2 Stunden gekühlt, filtriert und der Feststoff wurde im Vakuum abfiltriert, wobei man das Produkt in Form fast farbloser Kristalle erhielt (1,83 g, 47 #), Fp.. = 184 bis 187° (Zersetzung), [a]^ = +3,4°,
λ ßt Ju lttfAjL
(MeOH) 268 nm (EJ £_ = 120). Eine zweite Charge der Titelverbin-
I CUl
dung erhielt man, indem man die Mutterlaugen eindampfte und den Rückstand aus Methanol-Äther umkristallisierte. Der Feststoff wurde isoliert und getrocknet, wobei man fast weiße Kristalle erhielt (0,95 g, 25 °/o), Fp. = 186 bis 188° (Zersetzung), [a]D = +7,1°, )\max (MeOH) 268 nm-(E^n = 116), t 2,50 und 2,90 (zwei 1H, d, J 8 Hz; CH5C6H4SO3-), 4,68 und 4,80 (2H, AB-q, J 5 Hz; C6-H und C7-H), 4,85 und 5,00 (2H, AB-q, J 13.Hz; CH2CCl3), 6,18 und 6,23 (2H, AB-q, J 13 Hz; CH2SCH3), 6,24 (2H, s; C2-H), 7,69 (3H, s; CH3C6H4) und 7,95 (3H, s; CH2SCH3). Die PMR-Spektren der zwei Proben des Produktes identifizierten die Titelverbindung.
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Beispiel D19 ,
Herstellung von 2,2,2-Irichloräthyl~7ß-amino-3-methylthio-me~ thylceph-3-em~4-carboxylat~hydrochlorid aus dem Produkt von Beispiel B3 ohne Isolierung von Zwischenprodukten.
Eine lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3~brommethyl-7ß-formamido~ ceph-3~em-4-carboxylat-1ß-oxyd (23,43 g, 50 mMol) in Π,!-Dimethylformamid (300 ml) wurde auf -5° gekühlt und kondensiertes Methandiol (3,0 ml, ca. 56 mMol) wurde zugefügt, wobei man vorgekühltes (-20°) N,N-Dimethy!formamid (50 ml) verwendete. Triäthylamin (7,0 ml, 50 mMol) wurde zugefügt und die Lösung wurde während 30 Minuten auf 15° erwärmt und dann "bei 15 mm während weiterer 30 Minuten entgast. Etwas Kristallisation hatte stattgefunden und so wurde weiteres Ν,Ν-Dimethylformamid (50 ml) zugefügt und die entstehende Lösung auf -5° gekühlt. Kaliumiodid (16,6 g, 100 mMol) wurde zugefügt, und anschließend wurde Acetylchlorid (7,2 ml, 100 mMol) während 2 Minuten zugefügt. Nach ca. 2 Minuten wurde Jod in !Freiheit gesetzt. Das Kühlbad wurde weggenommen und die Lösung 1 Stunde gerührt und dann über Nacht bei -17° im Eisschrank aufbewahrt. Die Lösung auf Zimmertemperatur während 1 Stunde erwärmt und eine Lösung von Natriummetabisulfit (16,6 g, ca. 75 mMol) in Wasser (80.ml) wurden zugefügt. Die schwach orange gefärbte Lösung wurde in Wasser (1500 ml) gegeben und mit Methylenchlorid (1000 ml, 500 ml, 250 ml) extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden nacheinander mit V/asser, 2n-Chlorwasserstoffsäure, 3$iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung (jeweils 100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man einen goldgelben Gummi erhielt. Dieser wurde in trockenem Methanol (160 ml) gelöst und die Lösung wurde in einem Eis-Wasserbad gekühlt. Phosphoroxychlorid (4,6 ml, 50 mMol) wurde während 4 Minuten zugefügt und nachdem man ca. 30 Minuten gerührt hatte, begann die Kristallisation eines farblosen flockenartigen Feststoffes. Nach weiteren 15 Minuten war die Mischung fest geworden und sie wurde mit Äther (75 ml) verdünnt, im Eisschrank 1 Stunde aufbewahrt und der Feststoff wurde gesammelt, mit Äther (100 ml) gewaschen und getrocknet, wo-
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"bei. man das Titelhydrochlorid erhielt '(13,49 g, 63,2 .$), Pp.,= 170 bis 172° (Zersetzung), [α]^ = +7,0°, X max (MeOH) 272,5. " nm ( £ = 6 630). Progressive Konzentration der Mutterlaugen lieferte drei weitere Chargen eines identischen Peststoffes (1,87 g, 1,82 g, 0,19 g, insgesamt 18,15 °h), Alle Chargen zeigten gleiche Wanderungsgeschwindigkeit "bei der Elektrophorese wie das Produkt, das in Beispiel D17 (iii) beschrieben ist.
Beispiel D20
Herstellung von 2,2,2-Trichloräthyl~3~methylthiomethyl--7ß-phenylacetainidoceph-3-em-4-cärboxylat aus dem Produkt des Beispiels B2 ohne Isolierung von Zwischenprodukt.
Triäthylamin (0,70 ml, 5 mMol) und eine Lösung von Methanthiol (2,8 ml, ca. 10 A'quiv.) in Dimethylformamid (10 ml), die zuvor auf -30° gekühlt worden war, wurde zu einer Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-^-brommethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxy~ lat-1ß-oxyd (2,79 gm 5 mMol) in Dimethylformamid (40 ml), die auf -30° gekühlt war, gegeben. Die Reaktionslösung wurde auf erwärmt und dann bei dieser Temperatur 30 Minuten gerührt, Yerdünnung eines Aliquot mit Äthanol lieferte eine Lösung mit
A mo-«- 274 nm. Durch die Dimethylformamidlösung wurde während 45 Minuten zur Entfernung des überschüssigen Thiols Stickstoff geleitet und dann wurden Kaliumiodid (5 g) 'Und Acetylchlorid (5 ml) zugefügt. Nach weiteren 4 Stunden bei 20° zeigte TLC (Aceton-Methylenchlorid, 1 :15), daß die.Reduktion vollständig war. Die Lösung wurde in einem Eisbad gekühlt und 0,In-Batriumthiοsulfatlösung wurde zugefügt, wobei sich die Lösung schwach gelb verfärbte. Methylenchlorid und Wasser (jeweils 80 ml) wurden zugefügt und die wäßrige Schicht wurde abgetrennt und mit Methylenchlorid (100 ml) erneut extrahiert. Die vereinigten Methylenchloridschichten wurden mit Wasser (3 x 100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man den Titelester als solvatisierten gelben gelatineartigen Feststoff erhielt (2,76 g),
A max 268 »■ <Elom = 1">·
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Beispiel.D21
Herst ellung von 2,2, 2-Trichloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß-phenoxyacetamidoceph-3-em-4-carboxylat aus dem Produkt von Beispiel B5 ohne Isolierung von Zwischenprodukt.
2,2,2-Trichloräthyl-3-T3rommethyl-7ß-phenoxyaoetainidoceph-5-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (11,48 g, 20 mMol) wurde mit Methanthiol, wie es in Beispiel D18 (i) beschrieben ist, umgesetzt und die entstandene Lösung in Ν,Ν-Dimethylformamid wurde direkt "bei der in Beispiel Di8(ii) beschriebenen Reduktionsstufe verwendet, wobei man die solvatisierte Titelverbindung in Form eines schwach gelben Schaums erhielt (10,90 g), Ea]33 = +37,5° (c = 1,25),
^ max 269 m^Eicm = 165) ^ 275 m (E1cm = 16O)» Inflexion.
bei 263 nm (E1I^n, = 151). Das PI4R-Spektrum dieses Produktes ι cm
ähnelte stark dem des Produktes von Beispiel D18 (ii). Beispiel D22
Herstellung von 7ß-(D-2~Amino-2-pheny!acetamido)-3-methylthiomethylceph-3-em-4-carbonsäure aus dem Produkt von Beispiel B6.
(a) 2,2,2-a?richloräthyl-3-methylthiomethyl-7ß-[D-2-(2,2,2-tri-
chloräthoxycarbonylamino)-2-phenylacetamido]-ceph-3-em-4~ carboxylat.'
Eine Lösung von Methanthiol (0t28 ml. ca. 5 Äquiv'.) in Dimethylformamid (10 ml) (zuvor auf -30° gekühlt) und Triäthylamin (0,14 ml, 1 mMol) wurde zu einer Lösung von 2,2,2-Irichloräthyl-3-brommethyl-7ß-[D-2-phenyl-2-(2,2,2-!Drichloräthoxycarbonylamino)-acetamido]-ceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (0,75 g, 1 mMol) in Dimethylformamid (TO ml) gekühlt auf -30°, gegeben. Die Reaktionsmischung wurde auf 20° erwärmt und dann bei dieser-Temperatur 1 1/2 Stunden gerührt, wonach Verdünnung mit einem Aliquot mit Äthanol eine Lösung mit \ max 272 nm ergab. Durch die Lösung wurde während 30 Minuten zur Entfernung des Überschusses an Thiol Stickstoff durchgeleitet und dann wurde Kaliumiodid
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- HO ■-
(1,0 g) und Acetylchlorid (3,0 ml) zugefügt. Die Reaktionsmischung wurde 1 1/2 Stunden gerührt, rait Wasser (100 ml) und Methylenchlorid (100 ml) verdünnt und dann wurde Natriummeta·- bisulf-it zugefügt, um das Jod zu zerstören. Die wäßrige Phase wurde mit Methylenchlorid (2 χ 50 ml) zurück extrahiert und die vereinigten organischen Extrakte wurden mit.Wasser (4 x
100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft, wobei man die EitelverMndung in Form eines gelben Schaumes erhielt (0,71 g,
101 *>» λ max 266 2^ (E1cm = 103)> ^ 2>04' 7>08> 7>15 (0,5m Me2NCHO).
(b) 7ß~(D-2~Amino-2-phenylacetamido)~3-methylthiometliylceph~" 3-em-4-carbonsäure.
Das Produkt (36 mg, 0,05 mMol) von (a) wurde in 98- bis 1009»iger Ameisensäure gelöst und mit Zinkstaub (θ,? g, aktiviert durch Waschen mit 2n-Chlorwasserstoffsäure, Wasser und Ameisensäure) behandelt. Nach 12 Minuten zeigte die Elektrophorese bei pH = 2,0 die Bildung eines neuen Fleckes, der bei Sprühen mit Ninhydrinlösung (0,5 fo Gew./YoI. in Äthanol) die gleiche Mauvefärbung zeigte und die gleiche Wanderungsgeschwindigkeit aufwies, wie eine authentische Probe der 7ß-*(D-2-Amino-2-phenylacetamido)~3-methylthiomethylceph-3-em-4~carbonsäure.
, Beispiel D23
2,2,2-0}richloräthyl-3-benzoylthiomethyl~7ß-phenylacetamido~ ceph~3~em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Eine Lösung von 2,2,2-iPrichloräthyl-3-brommethyl-7ß^phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß~oxyd (56 mg, 0,1 mMol) in Ν,Ν-Dimethylformainid (3 ml) wurde während 15 Minuten mit Natriumthiobenzoat (160 mg, 1 mMol) gerührt. Die Mischung wurde mit A'thylacetat und Salzlösung (jeweils 30 ml) verdünnt und die organische Phase wurde mit Salzlösung (3 χ 30 ml) gewaschen und eingedampft, wobei man ein gelbes Öl erhielt. Dieses Öl wurde durch präparative Schichtchromatographie an Kieselgel
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G unter Verwendung von Aceton-Methylenchlorid (1 : 9) als EIuierungsmittel chromatographiert, wobei man das Iitelester-1ß~ oxyd erhielt (46 mg, 75 #), A max 239,5 ( £ = 13 .700) und 278 nm ( € = 15 600), t (CI)Cl5) 2,1 "bis 2,7 (5H, m; SCOC6H5), 3,33 (1H, d, J 10 Hz; BH), 4,00 (1H, dd, J 10, 4,5 Hz; C17-H), 4,96, 5,20 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl5), 5,50, 6,09 (2H, AB-q, J 14 Hz; C5-CH2SCO), 5,56 (1H, d, J 4,5 Hz; C6-H), 6,22, 6,70 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,43 (2H, s; C6H
Beispiel D24
2,2,2-Irichloräthyl-7ß-formamido-3-[2-(5-methyl-1,3,4-thiaziazolyl-thiomethyl)]-ceph-3-em~4-carlDoxylat-1ß-oxyd.
Eine Lösung von 2,2,2-Q}richloräthyl-3-brommethyl~7ß~formamidoceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd (2,34 g, 5 mMol) und Eriäthylamin (0,70 ml, 5 mMol) in ^!-Dimethylformamid (30 ml) wurde mit 2-Mercapto~5-methyl-1,3,4~thiadiazol (0,66 g, 5 mMol) während 45 Minuten bei 25° behandelt, wonach Verdünnung eines Aliquots mit Äthanol eine lösung mit X mriV 275 nm ergab. Die
maz.
Lösung wurde mit Wasser (75 ml) verdünnt und mit Chloroform (1 χ 75 ml, 1 χ 50 ml) extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden mit 2n-Chlorwasserstoffsäure (100 ml) und Wasser (3 x 100 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der zurückbleibende orange gefärbte Peststoff wurde in Chloroform (25 ml) gelöst und die Lösung wurde mit Ither (25 ml) verdünnt, wobei man einen schwach orange gefärbten Peststoff erhielt, der abfiltriert wurde, mit Chloroform-A'ther (1 : 1) gewaschen und getrocknet wurde, wobei man das Titelester-1ß-oxyd erhielt (2,27 g, 87 ^), Fp. = 127 bis 128°, [a]D = -58°, A max 275 nm ( £ = 11 800), V1Qg1x 3300 (NH), 1787 (Azetidin-2-on), 1732 (CO2R), 1673 und 1510 (CONH), 1630 (C=N) und 1030 cm""1 (S ->0) TT 1,56 (1H, d, J 10 Hz; NH), 1,80 (IH, s; CHO), 3,98 (1H, dd, J 10 Hz und 5 Hz; C7-H), 4,78 und 4,95 (2H, AB-q., J 12 Hz; CH2OOl5), 4,98 (1H, d, J 5 Hzj Cg-H), 5,11 und 5,83 (2H, AB-q, J 14 Hz; C5-CH2S), 5,84 und 6,13 (2H, AB-q, J 18 Hz; O2) 7,32 (3H, β; -OH5). .
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Analyse: C14H13Cl3Ii4O5S3 (519,8) ' Berechnet: C 32,3 H 2,5 Cl 20,5 N 10,8 S 18,5 Gefunden: 31,6 2,6 21,3 10,5 17,6
18,0
Reaktionen, "bei denen Alkanolnukleophile beteiligt sind. Beispiel D25
2,2,2-!I!riclllorätllyl-3-Inethoxymet3lyl-7ß--phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxylat-i ß-oxyd.
!Eriäthylamin (1 Tropfen) wurde zu einer Lösung von 2,2,2-Trichloräthyl-3-bronimethyl-7ß-phenylacetamidoceph-3-em-4-carboxy~ lat-1ß-oxyd (56 mg, 0,1 mMol) in Methanol (5 ml), die; am Rückfluß erwärmt war, zugefügt. Man erv>ärmte weitere 4 Stunden am Rückfluß. Das Methanol wurde abgedampft und der Rückstand wurde durch präparative SchichtChromatographie unter Verwendung von Aceton-Methylenchlorid (1:9) als Eluierungsmittel verwendet, wobei man das Titelester-1ß-oxyä in Form eines gelben Öls erhielt (17 mg, 35 #), ^(CDCl3), 2,75 (5H, s; O6-H5), 3,24 (1H, d, J 10 Hz; MH), 3,99 (1H, dd, J 10,5 Hz; C7-H), 5,04, 5,24 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl3), 5,53, 5,80 (2H, AB-q, J 12 Hz; C3-CH2OCH3), 5,56 (1H, d, J 5 Hz; C5-H), 6,08, 6,43 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,42 (2H, s; C6H5CH2), 6,71 (3H, s; OCH3).
Beispiel D26
2,2,2-Trichloräthyl-7ß-formamido-3-InethΌxymethylceph-3-em-4-carboxylat-1ß-oxyd.
Eine Lösung von Quecksilber-II-perchlorat (400 mg, 1 mMöl) in trockenem Methanol (8 ml) wurde zu einer Suspension von 2S2,2-Irichloräthyl-3-brommethyl-7ß-formamidoceph--3-em-4-carboxylat~ 1ß-oxyd (469 mg, 1 mMol) in trockenem Methanol (12 ml) gegeben,
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206Λ924
wobei sich das Ausgangsmaterial löste 1 Nach Rühren während 5 Minuten wurde die Lösung in Wasser (50 ml) gegeben und mit Äthyl affetat (1 χ 50 und 1 χ 30 ml) extrahiert. Die vereinigten Äthylacetatexträkte wurden getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wurde aus Äthanol kristallisiert, wobei man das Titelester-1ß~ oxyd erhielt (134 mg, 32 /0,I1P- = 176°, [a]^ = +92°, \ mx 269,5 nm ( £ = 7 250), V^ max 3280 (OTI), 1778 (Azetidin-2-on), 1740 (0O2R), 1660 und 1527 (COMH) und 1039 cm"1 (S -> 0), tT 1,57 (1H, d, J 10 Hz; MH), 1,82 "(1H, s; CHO), 3,99 (1H, dd, " J 10,5 Hz; C7-H), 4,78, 4,96 (2H, AB-q, J 12 Hz; CH2CCl5), 4,96 (1H, d, J 5 Hz; C6-H), 5,61, 5,79 (2H, AB-q, J 13,5 Hz; C5-CH2OCH5), 5,95, 6,35 (2Hy AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,79 (3H, s; )
C1 2H13 Cl, 5H 6s 1 (419, 7) 3 Έ 6, 7 S 7, 6
Analyse: C 34, 3 E 3, O Cl ' 25, 55 6, 6 7, 6
Berechnet: 33, 1 3, 23,
Gefunden:
Beispiel P27
tert.-Butyl^-methoxymethyl^ß-phenoxyacetamidoceph-^-em·-^- carboxylat-1ß-oxyd.
Eine Lösung von Quecksilber-II-perchlorat (4OO mg, 1 mMol) in trockenem Methanol (8 ml) wurde zu einer Suspension von tert.-Butyl^-brommethyl^ß-phenoxyacetamidoeeph^-em^-carboxylat-iß oxyd (500 mg, 1 mMol) in trockenem Methanol (12 ml) zugegeben, wobei sich das Ausgangsmaterial löste. Die Lösung wurde 5 Minuten gerührt und dann wurde ein Schwefelwasserstoffstrom durchgeleitet, wobei man einen gelben und dann einen schwarzen Niederschlag erhielt. Die Mischung wurde durch Celite filtriert und das Piltrat wurde mit Äthylacetat und Wasser verdünnt. Die wäßrige Phase wurde mit Äthylacetat (25 ml) zurück extrahiert und die vereinigten organischen Phasen wurden mit Wasser und gesättigter Salzlösung (jeweils 25 ml) gewaschen, getrocknet und eingedampft. Verreiben mit niedrigsiedendem Petroläther
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lieferte das Titelester-1ß-oxyd (349 mg,, 77 #), J1P. = 67 "bis 69°, M33 = +56°, ^ max 264 nm ( £ = 7 650), 268 nm ( £ = 7· 850) und 273 nm ( £ = 6 500), V* max 3370 (HH), 1783 (Azetidin-2-on), 1720 (CO2R), 1692 und 1530 (COM), und breites 1040 cm"1 (S ~>0), T 1,85 (1H, d,. J 10 Hz; M), 2,5 bis 31, (5H, m; C6H5OCH2), 3,97 (1H, dd, J 10,5 Hz; C7-H), 5,02. (1H, d, J 5 Hz; Cg-H), 5,32 , (2H, s; C6H5OCH2), 5,70, 5,90 (2H, AB-^, J 13 Hz; C3-CH2OCH3), 6,05, 6,46 (2H, AB-q, J 18 Hz; C2-H2), 6,79 (3H, s; OCH3), 8,49 (9H, s; CO2C(CH3)3).
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1.) Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel
    (VII)
    COOR'
    1 2
    worin R eine geschützte Aminogruppe bedeutet, R ein Wasserstoff■ atom oder eine Carboxylblockierungsgruppe und Y den Rest eines Nukleophilen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel
    (IV)
    COOR'
    Ip
    worin R und R die oben gegebenen Definitionen besitzen und
    X Chlor, Jod oder Brom bedeutet, mit einem Nukleophil umsetzt. 2.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R"
    ρ die Gruppe eines esterbildenden Alkohols oder Phenols R OH ist.
    J5.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe -COOR2 eine 2,2,2-Trichloräthoxycarbonyl- oder eine t er t.-But o:*y car bony !gruppe 1st.
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    4.) Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3* dadurch gekennzeichnet, daß die j
    (xvi) ausgewählt wird.
    kennzeichnet, daß die Acy!gruppe von R aus den Gruppen (i) bis
    1 5.) Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß R
    ■ eine Phenylacetamido- oder Phenoxyacetamidogruppe ist.
    6.) Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
    ι
    R eine Formamidogruppe ist.
    7.) Verfahren gemäß einem der.Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das nukleophile Atom des Nukleophils ein fe Kohlenstoff-, Stickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelatom ist.
    8.) Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß -das Nukleophil ein tertiäres Amin ist.
    9.) Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Amin ein Trialkylamin ist.
    10.) Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Trialkylamin Triäthylamin ist.
    11.) Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Amin ein heterocyclisches Amin ist.
    12.) Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das heterocyclische Amin Pyrimidin, Purin, Pyridazin, Pyrazin, Pyrazol, Imidazol, Triazol oder Thiazol ist-.
    13.) Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das heterocyclische Amin ein Pyridin der Formel
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    '.ist, worin n O oder eine ganze Zahl von 1 bis 5 und R , wenn n 2 bis 5 bedeutet, gleich oder verschieden sein kann, und einen der folgenden Reste bedeutet: aliphatische, Aryl-, araliphatische, Alkoxymethyl-, Acyloxymethyl-, Formyl-, Carbamoyl-, Acyloxy-, verestertes Carboxyl, Alkoxy-, Aryloxy-, Aralkoxy-,
    Alkylthio-, Arylthio-, Aralkylthio-, Cyano-, Hydroxy-, N-Mononiedrigalkylcarbamoyl-, Ν,Ν,-Diniedrigalkylcarbamoyi-, N-(Hydroxyniedrigalkyll-carbamoyl- oder Carbamoy lniedrigalky lgruppen._.
    14. Verfahren gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das heterocyclische Amin Pyridin ist.
    15.) Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß i das Nukleophil ein Phenol oder ein Alkohol ist.
    16.) Verfahren gemäß Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet, daß das Nukleophil ein niedriges Alkanol ist.
    I?.) Verfahren gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das niedrige Alkanol Methanol ist.
    18.) Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Nukleophil ein Alkalimetall-niedrigcarboxylat ist.
    19.) Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
    das Nukleophil eine Verbindung der Formel "
    RaSH
    ist, worin Ra eine aliphatische.. araüphatische, alleyclische,· aromatische oder heterocyclische Gruppe bedeutet.
    20.) Verfahren gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß Ra Niedrigalkyl, Phenyl-niedrigalkyl, substituiertes Phenylr niedrigalkyl, Cycloalkyl, Phenyl, substituiertes Phenyl oder '5-Methyl-l,3,4-thiadiazol-2-yl ist. '.
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    fei.) Verfahren gemäß Anspruch I9, dadurch gekennzeichnet, daß das Mukleophil Methanthiol ist.
    22.)'Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 "bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß es in Gegenwart eines Quecksilber-, Silber— oder Goldsalzes durchgeführt wird*
    2>.) Verfahren' gemäß Anspruch 22 , dadurch gekennzeichnet, daß es in Gegenwart ,'eines Quecksilber-ii-perehlorats·, - nitrate, -trifluoracetats oder -tetrafluorborats durchgeführt wird.
    24.) Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bisJ23'j, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsteilnehmer in Lösung bei einer !Temperatur von -40 bis +12O0C gehalten werden.
    •25.) Verfahren gemäß Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß es bei einer !Demperatur von O bis +1200C durchgeführt wird. ' _ . ·
    !> ' 26.) Verfahren gemäß einem dar Ansprüche' 1 bis" 23 f dadurch gekennzeichnet, daß es durchgeführt wird, indem man die Reaktionsteilnehmer in lösung bei einer temperatur von -20 bis +350C hält. , - ■
    27.) Verfahren gemäß Anspruch.26., dadurch gekennzeichnet, daß es "bei einer !Temperatur von 0 bis +350C durchgeführt wird.
    " ;. ORIGINAL
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    28. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch" ge-., kennzeichnet, daß die Umsetzung durchgeführt wird, indem man 1 bis 10 Mol.-Äquivalente des Hukleophilen pro Mol-lquivalent der Verbindung der Formel (IV) verwendet.
    29· Verfahren gemäß einem der Ansprüche Γ bis 28 , dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in einem organischen Lösungsmittel durchgeführt wird.
    30. Verfahren g^mäß Anspruch ,29, dadurch gekennzeichnet, daß das organische !lösungsmittel ein halogenierter Kohlenwasserstoff, ein cyclischer Äther, ein Amid der allgemeinen Formel R .CO.NR .R1 ist, worin R ein«Wasserstoffatom, oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und R und R je ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit,1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeuten. S-*
    jl. Verfahren gemäß Anspruch 29,' dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel selbst ein Nukleophil ist.
    32. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß als weitere Stufe die 1-Sulfinylgruppe ) zu dem entsprechenden Sulfid O S) reduziert wird.
    33· Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 32 , dadurch gekennzeichnet, daß "als weitere Stufe die Gteuppe R2 unter Bildung einer 4-Oarboxy!gruppe entfernt wird. " ■
    34. Verfahren gemäß Anspruch 33* dadurch gekennzeichnet, daß
    2 "
    die Gruppe R entfernt wird, nachdem das in Anspruch 13 .definierte Verfahren durchgeführt wurde und die entstehende Verbindung in Icirra ihres Säureadditionsgalzes gewonnen wird.
    35. Verfahren gemäß Anspruch. 34, dadurch gekennzeichnet, daß das Säureadditioneealz das Hydronitrat ist.
    ORIGINAL INSPECTED
    J56.· Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß als zusätzliche oder einleitende Stufe die entsprechende Verbindung H-deacyliert wird, und die erhaltene 7-Aminoverbindung. reacyliert wird.
    37. Verfahren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgende Sequenz an Stufen:
    t 1
    Bromierung einer Verbindung der Formel: . O .
    H.CO.NH
    CH,
    0OR
    unter Bildung einer 5-Brommethy!verbindung der Formel:
    H.CO.NH
    COOR
    N-Deformylierung der 3-Brommethylverbindung zu. einer 7ß-Aminoverbindung der Formel:
    :i
    CH2Br
    COOR'
    oder deren Säüreadditionssalz,
    Heaoylierung der 7ß-Aminoverbindung unter Bildung einer Verbindung der Formel: . ' ' " 109833/20bS ofugjwal
    R10.CO.NH
    V CH2Br
    OOR'
    Umsetzung der letzteren mit einem NuIcIe ophil der Formel:
    •unter Bildung einer YerMndung der Formel;
    R10CONiI
    ■ COOR
    und Reduktion der letzteren unter. Bildung' einer Verbindung der Formelί
    R10CO Mt
    worin-in den Formeln R die in Anspruch 3 gegebene Bedeutung besitzt, R CO die Endacylgruppe und R und η die in Anspruch 13 gegebenen Bedeutungen besitzen.
    109833/2005
    58. - Verfahren gemäß Anspruch " 1, gekennzeichnet durch die folgende Sequenz an Reaktionsstufen:
    JBromierung einer Verbindung der Formel:
    H.CO.NB
    COOR
    unter Bildung einer 3-Brommethy!verbindung der Formel:
    ir
    s.
    H.CO.
    CH2Br
    COOR
    Umsetzung der 3-Brommethy!verbindung mit einem Hukleophilen der Formel:
    unter Bildung einer Verbindung der Formel:
    H. CO.
    COOR
    H-Deformylierung der letzteren zu einer 7ß-Aminoverbindung der. Formel:
    109833/2005
    H2N
    COOR
    Br
    η .
    oder deren Säureadditionsalz, Reaeylierung der 7ß-Aminoverbindung unter Bildung einer Verbindung der Formel:
    R10CONR
    und Reduktion der letzteren unter Bildung einer Verbindung der Formel:
    R10CONEI
    COOR
    worin in den Formeln R die-in Anspruch 1 gegebenen Bedeutungen besitzen und R CO die Endacylgruppe und R und η die in Anspruch Ij5 gegebenen Definitionen besitzen.
    39. Verfahren gemäß Anspruch y[ oder 38, dadurch gekennzeichnet, daß R' 00 eine 2-ShienyIacety!gruppe und η 0 bedeuten.
    103833/200$
    4O.. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 39» dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel I
    (D
    COOR£
    chloriert, jodiert oder bromiert.
    41. Eine Abänderung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis j59i dadurch gekennzeichnet, daß die 1-Sulfinylgruppe ( ZrsS—>0) einer Verbindung der Formel (IV), die gemäß Anspruch 40 erhalten wurde, zu der entsprechenden Sulfidgruppe ( Z^rS) reduziert wird und daß danach die erhaltene Verbindung mit einem Nukleophil umgesetzt wird, wobei man eine Verbindung der allgemeinen Formel
    COORC
    erhält, worin Ή , R und Y die in dem Anspruch 1 gegebenen Be deutungen besitzen.
    42« Verbindungen der Formel
    O H S
    COOR
    109833/2001
    und Verbindungen der Formel
    COOR2
    worin R » R2 und Y die in dem Anspruch 1 gegebenen Bedeutungen besitzen, hergestellt gemäß einem der Verfahren, wie es in den Ansprüchen 1 bis 41 beschrieben wurde.
    43. Cephaloram, hergestellt nach einem Verfahren, wie es in den Ansprüchen 1 bis 41 besehrieben wurde. · I
    44. Cephalotin, hergestellt gemäß einem der Verfahren, wie es in den Ansprüchen 1 bis 41 beschrieben wurde.
    45. Cephaloridini hergestellt gemäß einem der Verfahren, wie es in den Ansprüchen 1 bis 41 beschrieben wurde.
    46. Cefazolin, hergestellt gemäß einem der Verfahren, wie es in den Ansprüchen 1 bis 41 beschrieben wurde.
    47. 7ß-(D-2-Amino-2-phenylacetamido)-5-methylthiomethyl-ceph-5-em-4-carbonsäure, hergestellt gemäß einem Verfahren, wie es
    in den Ansprüchen.1 bis 41 beschrieben wurde. * "
    48. 7ß-(D-2-Amino-phenylacetamido)-5-methoxymethylceph-3-em-4-carbonsäure, hergestellt gemäß einem Verfahren, wie es in den Ansprüchen 1 bis 41 beschrieben würde*
    49. Cephaloglycin, hergestellt gemäß einem Verfahren, wie es in den Ansprüchen 1 bis 41 beschrieben wurde.
    50. N-[7ß-(2-Thienylacetamido)-ceph-5-em-3-ylmethyl]-4-(N-hydroxymethylcarbamoyl)-pyridinium-4-carboxylat, hergestellt gemäß einem der Verfahren, wie es in den Ansprüchen 1 bis 41 beschrieben wurde.
    / 109833/2005
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