DE2063746A1 - Kipplager für Brücken oder ähnliche Tragwerke - Google Patents
Kipplager für Brücken oder ähnliche TragwerkeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kipplager für Brücken oder
ähnliche Tragwerke mit einem Kolben, der in einen vor- *
zugsweise zylindrischen Topf eingreift und auf einer in dem Topf befindlichen elastischen oder plastischen Druckmasse
abgestützt ist, wobei der Spalt zwischen Kolben und Innenfläche des Topfmantels durch ein Dichtungsmittel aus
vor dem zu dichtenden Spalt formbeständigen Werkstoff abgedichtet ist.
Bei einem'bekannten Kipplager dieser Art (DT-PS Λ 199 305)
ist der Spalt durch einen kolbenringartig wirkenden Dicht-
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ring abgedichtet, der in der Druckmasse versenkt ist.
Bei der Herstellung solcher Dichtringe müssen, verglichen mit den in der Bautechnik üblichen Werten,
verhältnismäßig kleine Toleranzen eingehalten werden; infolge der ungleichen Dehnung von Dichtring und
Druckmasse kommt es zu Abriebserscheinungen in der Berührungsfläche
des lose eingelegten Dichtrings mit der Druckmasse. Das notwendige Einpassen des Dichtrings in
den dafür vorgesehenen Raum in der Druckmasse stellt gewisse Anforderungen bei der Montage des Lagers^
wenn ein gleichmäßiges Anliegen des Dichtrings an den Innenflächen von Kolben und Topfmantel erzielt
werden soll.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Schwierigkeiten bei der Herstellung und der
Montage des bekannten Kipplagers zu vermeiden und insbesondere ein für die Vorfertigung seiner Teile und deren
einfache Kontage besonders geeignetes Kipplager der eingangs erwähnten Art mit gegenüber dem Stand der Technik
verbesserter Dichtwirkung zu schaffen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß das Dichtmittel durch eine vor dem Spalt befindliche verstärkte
Randzone der Druckmasse gebildet ist.
Je nach Art der Herstellung von Druckmasse und Randzone kann die Raxidzone dreieckigen, rechteckigen oder trapez-
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förmigen Querschnitt aufweisen.
Each einem Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, daß die verstärkte Randzone der Druckmasse aus mit dem Werkstoff
der übrigen Druckmasse gleichem oder gleichartigem
Werkstoff besteht, wobei der Werkstoff der verstärkten Randzone einer die Festigkeit erhöhenden Vorbehandlung
unterzogen sein kann. Ist der Werkstoff beispielsweise synthetischer Gummi, so kann die Vorbehandlungäne f
solche Veränderung der Komponenten des Gummimaterials sein, daß dieses beim Vulkanisieren eine größere Shore-Härte
erhält als das Material der übrigen Druckmasse.
Ferner int beispielsweise an die Möglichkeit gedacht,
die Druckmasse einschließlich der später zu verstärkenden Randzone als homogenen Materialblock herzustellen
"und die für die Dichtung verwendete Randzone des Blocks
an diesem einer den Werkstoff verstärkenden Behandlung zu unterziehen.
Ss ist aber auch erfindungsgemäß möglich, daß die ver- μ
stärkte Randzone der Druckmasse und die übrige Druckniasse
aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen, wobei die Randzone aus mit der übrigen Druckmasse eine
innige Verbindung eingehenden gegenüber der Druckmasse festerem Werkstoff besteht. Infrage kommen'beispielsweise
Werkstoffpaarungen aus sich miteinander vernetzenden Kunststoffen wie Gummi, Neopren, ein unter dem Na-
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men Vulkollan bekannter Kunststoff oder Kunststoffe mit ähnlichen Eigenschaften. Für die Herstellung der
Verbindung an den miteinander zu vernetzenden Flächen können das Aushärten des Kunststoffs beschleunigende
und eine besonders innige Verbindung gewährleistende Katalysatoren oder Klebstoffe verwendet werden.
Um ein sicheres Andrücken des Dichtrings an Topfmantel und Zylinder zu bewirken, ist vorgesehen, daß in
der Ringzone eine vor dem Spalt umlaufende, ein- oder mehrteilige Bewehrung aus Stahl oder einem anderen Werkstoff
mit hoher Festigkeit eingebettet ist.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der beigefügten Zeichnung dargestellt. Die Figuren der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch das Kipplager, Fig. 2
bis 6 je einen Querschnitt durch das verwendete Dichtungsmittel.
In Figur 1 ist zwischen den Auflagerflächen 1 und 2 des
Bauwerks ein topfartig ausgebildetes Kipplager gezeigt.
Das Kipplager besteht aus einem Topf 3, in den eine elastische oder plastische Druckmasse 4- eingefüllt ist. Die
Druckmasse M- wird durch einen teilweise in den Topf eintretenden Kolben 5 komprimiert. Damit die Druckmasse
nicht durch den Spalt zwischen Kolben und Topf entweichen kann, ist in der Druckmasse bzw. als Teil der Druckmasse
eine den Spalt abdichtende Eingzone 6 vorgesehen. ·
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Das Material in der Ringzone 6 muß so beschaffen sein, daß es vor dem zu dichtenden Spalt formbeständig ist; es
soll darüberhinaus elastisch sein, damit es die Dehnbewegungen der Lagerteile sowie die beim Kippen auftretenden
Verschiebungen mitmachen kann; außerdem soll es dem Druck der Druckmasse soweit nachgeben, daß die Eandzone
zur engen Anlage an die benachbarten Teile des Topfes und des Kolbens gelangt.
Ein bevorzugtes Herstellungsverfahren für ein die erfindungsgemäße
Druckmasse bildendes Druckkissen besteht aus folgenden Verfahrensschritten:
1. Es wird eine Gummimasse für größere Shore-Härte als
Streifen in eine Ecke der Form für das Gummikissen unter Bildung eines Ringes eingelegt.
2. Dann wird der Rest der Form mit einer Gummimasse für geringere Shore-Härte ausgefüllt.
3. Der Gesamtinhalt der Form wird zusammen ausvulkanisiert.
A- Nach dem Ausformen erhält, man ein materialeinheitliches
Druckkissen,dessen Rand die notwendige Härte · zum Abdichten des Spaltes aufweist und dessen übri-.ger
Teil weicher ist.
5. Es ist ebenso möglich, die Randzone in mehreren Härtestufen, möglichst kontinuierlich, auf die Härte
des Grundwerkstoffes im übrigen Druckkissen übergehen zu lassen.
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In den Figur.en 2 bis 6 sind weitere Ausführungs-formen
der im oberen Eckbereich des Druckkissens umlaufenden Hingzone jeweils im Querschnitt, und zwar in einer
Ansicht gemäß dem Ausschnitt A der Figur 1 gezeigt.
Während in Figur 1 die den Übergang von der Handzone
in das weiche Druckkissenmaterial bildende Seite 7 eben ausgebildet ist, zeigen die Figuren 2 und 3 eine
gewölbte Ausbildung des Übergangs. In Figur 2 ist die w Seite 7a der Randzone 6a konvex, in Figur 3 ist die
Seite 7b der Randzone 6b konkav ausgebildet. Figur 4-zeigt
eine Randzone 6c mit recheckigem, Figur 5 eine Randzone 6d mit trapezförmigem Querschnitt.
In Figur 6 besitzt der Querschnitt der Randzone 6e abgewinkelte Form. Mindestens- unmittelbar im Eckbereich
der Ringzone sind in dieser umlaufende, als Bewehrung dienende Drähte 8 aus Metall oder Kunststoff
eingebettet. Es ist auch möglich, als Bewehrung einen einzigen, im Eckbereich umlaufenden Ring zu verwenden.
M| Bestehen Druckmasse und Ringzone aus unterschiedlichen
Werkstoffen, so wird man bei der Werkstoffwahl berücksichtigen,
daß die Werkstoffe eine besonders innige und feste Verbindung eingehen. Anzustreben ist insbesondere
eine Vernetzung im Ubergangsbereich des Randzonenmaterials zum Material des übrigen Druckkissens. Der dabei
entstehende Übergangsbereich von der Randzone zum übrigen Druckkissen ist-nicht scharf begrenzt, da bei der
Vernetzung eine dreidimensionale Verkettung der miteinander verbundenen Werkstoffe durch unmittelbare Vereini-
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6äd original
Π πι c reaktionsfähiger Stellen erfolgt.
Aber auch eine Klebeverbindung zwischen dem Werkstoff
cor Eandzone und dem Werkstoff des übrigen Druckkissens
kann für den erfindungsgemäßen Verwendungszweck ^eeignet sein.
- Patentansprüche
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Claims (1)
- Patentanspruch eKipplager für Brücken oder ähnliche Tragwerke mit einem Kolben, der in einen vorzugsweise'zylindrischen Topf eingreift und auf einer in dem Topf befindlichen elastischen oder plastischen Druckmasse abgestützt ist, wobei der Spalt zwischen Kolben und Innenfläche des Topfmantels durch ein Dichtungsmittel aus vor dem zu dichtenden Spalt formbeständigen Werkstoff abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtmittel durch eine vor dem Spalt befindliche verstärkte Randzone (6) der Druckmasse (4-) gebildet ist.Kipplager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kandzone (6) etwa dreieckigen Querschnitt hat, wobei eine Seite mit der Unterseite des Kolbens (5)» eine zweite mit der Innenfläche des Topfmantels gleich verläuft, während die dritte Seite (7) durch den Übergang des verstärkten Teils in den nicht verstärkten . Teil der Druckmasse (4) gebildet ist..Kipplager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der übergang eine konkave oder konvexe Fläche (7b oder 7a) beschreibt.Kipplager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eandzone (6c, 6d) etwa rechteckigen oder trapezförmigen Querschnitt hat, wobei zwei aneinander angrenzende Seiten mit der Unterseite des Kolbens bzw, mit der Innenfläche des Topfmantels gleich verlaufen.209829/0793BAD ORiGINAt5. Kipplager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkte Randzone (6) der Druckmasse (4) aus mit dem Werkstoff der übrigen Druckmasse gleichem oder gleichartigem Werkstoff besteht, wobei der Werkstoff der verstärkten Eandzone einer die Festigkeit erhöhenden Vorbehandlung unterzogen sein kann.6. Kipplager nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkte Randzone (6) der Druckmasse (4) nach deren Vorbehandlung mit der übrigen Druckmasse durch Verkleben oder Vernetzen, beispielsweise durch Vulkanisieren oder Schweißen, verbunden ist.7. Kipplager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkte Randzone (6) der Druckmasse (4) und die übrige Druckmasse aus unterschiedli- . chen Werkstoffen bestehen, wobei die Randzone aus mit der übrigen Druckmasse eine innige Verbindung eingehendem, gegenüber der Druckmasse festerem Werkstoff besteht.8. Kipplager nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß als Werkstoff für die Druckmasse und deren verstärkte Randzone natürlicher oder synthetischer Gummi oder ähnliche Kunststoffe verwendet werden,9. Kipplager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ringzone (6) eine vor dem Spalt umlaufende, ein- oder mehrteilige Bewehrung (8) aus Stahl oder einem anderen Werkstoff mit hoher Festigkeit eingebettet ist.17. Dezember 197Q / 636209829/0793 bad originalLee rseite
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| GB (1) | GB1334614A (de) |
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| EP0243763A3 (en) * | 1986-04-22 | 1988-11-17 | Schwabische Huttenwerke Gesellschaft Mit Beschrankter Haftung | Vertically adjustable elastomeric pot-bearing |
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- 1970-12-24 DE DE19702063746 patent/DE2063746A1/de active Pending
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1971
- 1971-12-08 GB GB5689171A patent/GB1334614A/en not_active Expired
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| GB1334614A (en) | 1973-10-24 |
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