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DE206290C - - Google Patents

Info

Publication number
DE206290C
DE206290C DE1907206290D DE206290DA DE206290C DE 206290 C DE206290 C DE 206290C DE 1907206290 D DE1907206290 D DE 1907206290D DE 206290D A DE206290D A DE 206290DA DE 206290 C DE206290 C DE 206290C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chain
links
extended position
articulated
ammunition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1907206290D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE206290C publication Critical patent/DE206290C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT37400D priority Critical patent/AT37400B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A9/00Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
    • F41A9/38Loading arrangements, i.e. for bringing the ammunition into the firing position
    • F41A9/39Ramming arrangements
    • F41A9/42Rammers separate from breech-block
    • F41A9/43Chain rammers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Devices For Conveying Motion By Means Of Endless Flexible Members (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 206290·- KLASSE 72 c. GRUPPE
FRIED. KRUPP AKT-GES. in ESSEN, Ruhr.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. November 1907 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Gelenkkette, die in ihrer Strecklage gegen Durchknicken gesichert ist. Gelenkketten dieser Art finden in der Technik beispielsweise bei Munitionsansetzern und Munitionsaufzügen Anwendung.
Auf der Zeichnung zeigt
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt eines Munitionsansetzers, bei dem eine Ausführungsform der den Gegenstand der Erfindung bildenden Gelenkkette verwendet ist,
Fig. 2 den Schnitt nach 2-2 der Fig. 1, von links gesehen,
Fig. 3 den Schnitt nach 3-3 der Fig. 2, von rechts gesehen,
v Fig. 4 den Schnitt nach 4-4 bzw. 4"-4a der Fig. i, von oben gesehen,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch einen Einzelteil,
Fig. 6 einen Schnitt nach 6-6 der Fig. 5,
Fig. 7 einen der Fig. 1 entsprechenden Längsschnitt eines Teiles des Munitionsansetzers in etwas anderer Ausführung,
Fig. 8 den gleichen Schnitt wie Fig. 7, bei anderer Stellung einzelner Teile, und
Fig. 9 eine schematische Darstellung eines Doppelmunitionsaufzuges, der mit der den Gegenstand der Erfindung bildenden Gelenkkette versehen ist.
Es soll zunächst die in den Fig. 1 bis 6 dargestellte Ausführungsform' des Munitionsansetzers beschrieben werden.
Die den Ansetzertellef L tragende Gelenkkette des Munitionsansetzers ist über ein Kettenrad F geführt, das in dem Gehäuse G des Munitionsansetzers gelagert ist und mittels einer Kurbel H (Fig. 2) angetrieben werden kann. Außer dem Kettenrad F sind in dem Ansetzergehäuse JG noch zwei Leitrollen / Z1 gelagert. Diese Leitrollen, die den Zweck haben, den das Kettenrad F verlassenden Kettenteil beim Ausschieben der Kette zu strecken, sind in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise derartig angeordnet, daß die eine (J) oberhalb und die andere (J1) unterhalb der Kette liegt.
Die einzelnen Glieder der Kette des Munitionsansetzers bilden U - förmige Körper von abwechselnd verschiedener Breite und be- " stehen jedes aus zwei Seitenwänden A und einem diese verbindenden Stege a1 (vgl. bes. Fig. 5 und 6). Die Glieder der Kette sind durch Gelenkbolzen B, für die in den'Seitenwänden A der Kettenglieder entsprechende Bohrungen a2 vorgesehen sind, in solcher Weise miteinander verbunden, daß die Seitenwände der schmaleren Glieder zwischen die Seitenwände der breiteren Glieder greifen. Auf dem zwischen den Seitenwänden A befindlichen Teil jedes Gelenkbolzens B ist eine Rolle b1 angeordnet, welche den Zweck hat, die Reibung zwischen der Kette und dem Kettenrad F zu vermindern und die Seitenwände A der Kettenglieder gegeneinander abzusteifen. Die Seitenwände A sind mit je zwei Ausschnitten as versehen, die so angeordnet sind, daß die Ausschnitte zweier, benachbarter Seitenwände sich zu einer ovalen Öffnung ergänzen, deren Zweck später erläutert werden wird. Bei den Seitenwänden der beiden Endglieder
der Kette ist der Ausschnitt aH nur an einer Seite vorgesehen.
Je zwei benachbarte Kettenglieder sind durch Lenker C derartig miteinander verbunden, daß die Kettenglieder zusammen mit den Lenkern ein Gelenkviereck bilden. Die Lenker C sind an den Seitenwänden A der Kettenglieder mittels Bolzen c4 drehbar befestigt, für die in den Seitenwänden A entsprechende Bohrungen α4 (Fig. 5 und 6) vorgesehen sind. Die Abmessungen der Lenker C sowie die Lage der Gelenke α4 c4 sind derartig bestimmt, daß die Lenker, wenn die Kette gestreckt ist, einen nahezu gestreckten Winkel und, wenn die Kette aufgewickelt ist, einen spitzen Winkel miteinander bilden. Ferner ist die Anordnung derartig getroffen, daß bei der Strecklage der Kette die in die Längsrichtung der Kette fallende Mittelachse des Ansetzertellers L zwischen den Achsen der Bolzen c4 und B hindurchgeht. Die Bolzen c1, die je zwei zusammengehörige Lenker C miteinander verbinden, treten durch die oben erwähnten, durch die Ausschnitte a3 gebildeten ovalen Öffnungen hindurch. Jeder Bolzen c1 ist in einem Schlitz d1 einer Kulisse D geführt, die an dem über dem Bolzen c1 befindlichen Gelenkbolzen B aufgehängt ist. Die Schlitze d1 gestatten den.Bolzen c1 freie Bewegung nach den Gelenkbolzen B hin, wenn die Kette auf das Kettenrad F aufgewickelt wird. An ihrem unteren Ende werden die Schlitze d1 von AnschJagflächcn d? (Fig. 2 und 3) begrenzt, die derartig angeordnet sind, daß die Bolzen c1 bei der Strecklage der Kette sich gegen sie anlegen und hierbei eine solche Stellung einnehmen, daß ihre Achsen etwas unterhalb der durch die Achsen der Bolzen r4 gelegten Ebene liegen, so daß die Lenker C um ein geringes Maß nach unten durchgeknickt sind. Wenn die Lenker C die eben geschilderte Lage, die als die Sperrstellung bezeichnet werden soll, einnehmen, so ist, wie leicht ersichtlich ist, ein Durchknicken des aus dem Gehäuse herausgeschobenen Kettenteiles unter der Einwirkung des Widerstandes der anzu-. setzenden Munition oder unter der Einwirkung des Eigengewichtes der Kette oder sonstiger abwärts gerichteter Kräfte nicht möglieh.. Wenn auf die Kettenglieder aufwärts gerichtete Kräfte einwirken, so können sich die Kettenglieder höchstens so weit gegeneinander drehen, bis sich die Lenker C in ihrer Totlage befinden. Eine weitere gegenseitige Drehung der Kettenglieder ist alsdann ausgeschlossen. Da die Lenker C bei der Strecklage der Kette einen nahezu gestreckten Winkel miteinander bilden, ist die Richtungsänderung, die die Kette unter der Einwirkung aufwärts gerichteter Kräfte erfährt, sehr klein und kann vernachlässigt werden. Die Kette ist daher sowohl in der einen wie in der anderen Richtung gegen Durchknicken gesichert.
Auf dem äußeren Ende der Bolzen c1 sind Rollen E angeordnet, für die unterhalb der Leitrolle / an den beiden Innenseiten des Ansetzergehäuses G je zwei Führungsleisten K K1 (vgl. bes. Fig. 3) vorgesehen sind. Die Führungsleisten haben solche Gestalt, daß die Lenker C, indem die Rollen sich an den Führungsleisten K K1 entlangbewegen, beim Ausschieben der Kette über die Totlage hinaus in die oben erläuterte Sperrstellung übergeführt und beim Einschieben der Kette aus der Sperrstellung in eine das Aufwickeln der Kette ermöglichende Lage gebracht werden.
Im Ruhezustand ist die Ansetzerkette so weit zurückgezogen, daß der Ansetzerteller L sich dicht am Ansetzergehäuse G befindet.
Beim Ansetzen der Munition wird die Ansetzerkette durch Drehen der Handkurbel H von dem Kettenrad F ausgeschoben. Indem hierbei die unteren Kanten der Seitenwände A der Kettenglieder über die-Leitrolle P und die Stege α1 unter der Leitrolle / hinweggeführt werden, wird die Kette in die Strecklage übergeführt. Beim Übergang der Kette in die Strecklage gleiten die Bolzen c1 der Lenker C in den Kulissen D nach unten, so daß die Lenker C sich ihrer Totlage nähern. Kurz bevor die Lenker die Totlage erreicht haben, treffen die Rollen E gegen die oberen Führungsleisten K und werden durch diese derartig geführt, daß die Lenker C über ihre Totlage hinaus so weit nach unten durchgeknickt werden, bis sich die Bolzen c1 gegen die Anschlagflächen d- der Schlitze d1 der Kulissen D legen. In dieser Lage werden die Sperrglieder durch das Eigengewicht des aus dem Gehäuse herausgetretenen Kettenteiles und durch den Widerstand der anzusetzenden Munition festgehalten. Die Kette ist alsdann verhindert, nach unten durchzuknicken. Da auch ein Durchknicken der Kette nach oben, wie im vorstellenden erläutert ist, unmöglich ist, so bildet der ausgeschobene Kettenteil einen in jeder Richtung gegen Durchknicken gesicherten, sich selbst tragenden Schaft.
Wird die Ansetzerkette durch Drehen des Antriebrades F in umgekehrter Richtung in das Gehäuse G hineingezogen, so treffen die Rollen E, während die Kette noch gestreckt ist, gegen die unteren Führungsleisten K1 und werden durch diese so weit nach oben verschoben, daß die Lenker C nach oben durchgeknickt werden. Die Sperrung der Kettenglieder ist damit aufgehoben, so daß sich die Kette auf das Kettenrad F aufwickeln kann. Die Bolzen c1 gleiten während dieses Vorganges in den Schlitzen d1 der Kulissen D nach oben.
In Fig. 7 und 8 ist eine andere Ausfüh-
rungsform der Gelenkkette dargestellt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der zuerst beschriebenen dadurch, daß die Kulissen Df deren Anschlagflächen d2 die Verbindungsbolzen c1 je zweier zusammengehöriger Lenker in der Sperrstellung festzuhalten bestimmt sind, in Wegfall gekommen sind und die zum Festhalten der Lenker C dienenden Anschläge an den Lenkern C selbst angeordnet sind. Diese Anschläge c2 und cs besitzen solche Lage, daß sie bei der in Fig. 7 dargestellten Sperrstellung der Lenker C aneinander anliegen und die Lenker in dieser Stellung gegen Durchknicken nach unten sichern, ein Durchknicken nach oben dagegen zulassen, so daß die Lenker beim Aufwickeln der Kette ungehindert in die in Fig. 8 dargestellte gegenseitige Winkelstellung übergehen können.
Es ist klar, daß man dem ausgeschobenen Ende der Kette nicht nur eine wagerechte, sondern auch eine schräge und gegebenenfalls auch senkrechte Richtung geben kann. Dadurch, daß man insbesondere die Schubrichtung der Kette auch senkrecht annehmen kann, ist die Möglichkeit gegeben, die den Gegenstand der Erfindung bildende Gelenkkette auch ,bei Munitionsaufzügen anzuwenden.
In Fig. 9 ist ein Doppelmunitionsaufzug schematisch dargestellt, bei dem die den Gegenstand der Erfindung bildende Kette verwendet ist. Die beiden aus dem Gehäuse M herausragenden Stränge der über ein Kettenrad Q geführten Gelenkkette N tragen zur Aufnahme von Munition geeignete Förderschalen O, die in nebeneinander angeordneten Führungsschichten P aufwärts und abwärts verschoben werden können. Durch Drehen des Kettenrades Q wird jedesmal die eine Förderschale gehoben und gleichzeitig die andere gesenkt.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Gelenkkette zeichnet sich vor bekannten Ketten, die ebenfalls sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung gegen Durchknicken gesichert sind, durch große Einfachheit und Zuverlässigkeit aus.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Gelenkkette, insbesondere für Munitionsansetzer und Munitionsaufzüge, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei benachbarte Glieder (A a1) durch Lenker (C) derartig miteinander verbunden sind, daß sie zusammen mit diesen ein Gelenkviereck bilden.
  2. 2. Gelenkkette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen der Lenker (C) sowie die Lage der Gelenke (a* c4), durch welche die Lenker (C) mit den Kettengliedern (A a1) verbunden sind, derartig gewählt sind, daß, wenn die Kette sich in der Strecklage befindet, die Lenker sich in der Nähe ihrer Totlage befinden.
  3. 3. Gelenkkette nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Anschläge vorgesehen sind, welche die Lenker (C) in der der Strecklage der Kette entsprechenden gegenseitigen Winkelstellung gegen eine weitere Drehung in dem Sinne zu-70 sichern vermögen, in dem der Übergang der Lenker (C) in die erwähnte Winkelstellung erfolgt ist."
  4. 4. Gelenkkette nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbolzen (c1) durch den die Lenker (C) miteinander verbunden sind, in einer Kulisse (D) geführt ist, die an dem die beiden zugehörigen Kettenglieder verbindenden Gelenkbolzen aufgehängt ist und eine An- schlagfläche (d2) besitzt, die die Bewegung des in der Kulisse (D) geführten Gelenkbolzens (c1) in der der Strecklage der Kette entsprechenden Stellung zu begrenzen vermag.
  5. 5. Gelenkkette nach Anspruch 1 bis 3, „ dadurch gekennzeichnet, daß die Lenker (C) selbst Anschlagflächen (c2 cs) besitzen, die derartig angeordnet sind, daß sie die gegenseitige Drehung der Lenker in der der Strecklage der Kette entsprechenden Winkelstellung zu begrenzen vermögen.
  6. 6. Vorrichtung zum Befördern von Lasten mit einer auf ein Kettenrad aufwickelbaren Gelenkkette nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Gestell des Kettenrades Führungen vorgesehen sind, durch welche die Lenker (C) beim Übergang der Kette aus dem aufgewickelten Zustande in die Strecklage in eine Stellung gebracht werden können, in der sie die in der Strecklage befindliche Kette gegen Durchknicken sichern.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Lenker (C) vorgesehenen Führungen (KK1) solche Gestalt besitzen, daß die Lenker (C) beim Übergang der Kette in die Strecklage über ihre Totlage hinausgedreht werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907206290D 1907-11-19 1907-11-19 Expired - Lifetime DE206290C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT37400D AT37400B (de) 1907-11-19 1908-03-09 Gelenkkette.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE206290C true DE206290C (de)

Family

ID=468467

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1907206290D Expired - Lifetime DE206290C (de) 1907-11-19 1907-11-19

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE206290C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0522831A3 (en) * 1991-07-12 1993-05-12 General Electric Company Autoloading apparatus for tank cannon
US5277097A (en) * 1991-08-08 1994-01-11 Rheinmetall Gmbh Chain rammer

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0522831A3 (en) * 1991-07-12 1993-05-12 General Electric Company Autoloading apparatus for tank cannon
US5277097A (en) * 1991-08-08 1994-01-11 Rheinmetall Gmbh Chain rammer

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