DE2061184B - Verfahren zum Vermählen von kor mgen Materialien, insbesondere von Kunststoffgranulaten, bei tiefen Tem peraturen - Google Patents
Verfahren zum Vermählen von kor mgen Materialien, insbesondere von Kunststoffgranulaten, bei tiefen Tem peraturenInfo
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Description
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 20- bis 30mal größer isl als bei der Vermahlung von
kennzeichnet, daß die Kompression des Kaltgas- 35 Mineralstoffen auf Mühlen ähnlicher Art, um die
kreislaufes auf einen Druck erfolgt, wacher 2 bis gleiche Feinheit bzw. spezifische Oberfläche des
30 at höher ist als der für die Strahlmühle be- Mahlproduktes zu erhalten. Diese in Wärme umgenötigte
Arbeitsdruck. setzte Energie wird einerseits für die Verdampfung
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch der eingeführten festen Kohlensäure und andererseits
gekennzeichnet, daß die annähernd isentrope 40 für die Wiedererwärmung des vorgekühlten Einsatz-Ausdehnung
des vorgekühlten Kreislaufgases auf Produktes verwendet, so daß sich eine erhebliche
annähernd den Arbeitsdruck der Strahlmühle er- Temperaturerhöhung in der Mühle ergibt. Dieses
folgt. Verfahren hat den Nachteil, daß eine gleichmäßige
5. Verfahren nach Anspruch 1 und Anspruch 3 Dosierung des Kühlmittels Schwierigkeiten bietet,
und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das durch 45 womit eine genaue Tempei atureinhaltung schlecht
die annähernd isentrope Ausdehnung tiefgekühlte realisierbar ist. Die minimale Mahltemperatur ist be-Kreislaufgas
in zwei Teilströme aufgeteilt wird, schränkt durch die Verdampfungstemperatur der
wovon der eine Teilstrom für die Vorkühlung des festen Kohlensäure. Außerdem ist die Handhabung
Einsatzproduktes und der andere Teilstrom als dieses Kühlmittels umständlich und der Betrieb ist
Arbeitsgasstrom für die Strahlmühle dient. 50 infolge der großen Beschaffungskosten für feste Koh-
6. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch lensäure sehr unwirtschaftlich.
gekennzeichnet, daß die annähernd isentrope Aus- Eine andere bekannte Methode zur Erreichung der
dehnung des vorgekühlten Kreislaufgases in zwei gewünschten tiefen Mahltemperaturen besteht in der
Druckstufen erfolgt, wobei beim Zwischendruck Verwendung von flüssigem Stickstoff als Kühlmittel,
der Expansion ein erster Teilstrom entnommen 55 wodurch jedoch ebenfalls große Kosten entstehen,
wird, welcher durch Wärmetausrh mit dem zwei- und zwar durch die Beschaffung und Handhabung
ten Tcilstrom, dessen Temperatur durch die Ex- dieses hochwertigen und kostspieligen Kühlmittels.
pansion in der zweiten Expansionsstufe weiter Auch hier ist die Regelfähigkeit des Systems bereduziert
wird, auf eine Temperatur abgekühlt schränkt. Außerdem kann bei einem direkten Konwird,
die annähernd jener des expandierten zwei- 60 takt des flüssigen Stickstoffes mit dem Produkt durch
ten Teilstromes entspricht, und daß dieser erste die extrem tiefen Temperaturen eine Verschlechle-Teilstrom
sodann für die Tiefkühlung des Ein- ru"g der Struktur des Materials und der Zerkleinesatzproduktes
und als Arbeilsgasstrom für die rungseigenschaften bewirkt werden.
Strahlmühle verwendet wird, während der zweite Andererseits ist es bekannt, daß körnige Materia-Teilstrom
für eine Vorkühlung i'ics Einsalzpro- 65 lien, insbesondere Farbpigmente, pharmazeutische
duktes dient. Produkte, Schädlingsbekämpfungsmittel und andere
in Strahlmühlen bis auf sehr große Feinheiten (1 bis 10 um) vermählen werden können. Auch Kunststoffe
mit höheren Schmelzpunkten konnten erfolgreich bei
mittleren Feinheiten vermählen werden. Diese Strahlmühlen werden teilweise mit Dampf strahlen, teilweise
mit komprimierter Luft betrieben. Durch die wiederholte Einführung des Grobkorns in die Zerkleinerungszone
bei gleichzeitiger sukzessiver Abfühmng des Feinkorns läßt sich damit eine sehr gleichmäßige
Korngröße erzielen, d. h. ein bedeutend schmäleres Korngrößenband als bei den mechanischen Mühlen.
Bei der Verwendung der Luft als Treibmittel ergibt sich im Arbeitsstrahl nach der Expansion eine bedeutend
tiefere Temperatur, welche sich erst durch die Verwirbelung im Zerkleinerungsraum wieder auf die
Ursprungstemperatur erhöht. Mechanische Energie wird innerhalb der Mühle nicht zugeführt im Gegensatz
zu den mechanischen Mühlen, die nach dem Prallprinzip arbeiten und durch die Vernichtung der
zugeführten mechanischen Energien jedenfalls beträchtliche Temperaturerhöhungen über dem Ur-
«:pn'.ngwert ergeben. Bei der Strahlmühle wird die
benötigte mechanische Energie im Luftkompressor eingeführt und die dadurch erzeugte Wärme kann
somit vor dem Eintritt in die Mühle abgeführt werden.
Werden jedoch tiefere Mahltemperaturen verlangt als sie beim normalen Betrieb mit einer Strahlmühle
erreicht werden, so ist prinzipiell auch hier eine Zumi->chung
von fester Kohlensäure oder von flüssigem Stickstoff möglich, womit jedoch auch die bei den
mechanischen Mühlen erwähnten Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Außerdem haben die
Sirahlmühlen den großen Nachteil, daß der Energieaufwand für die Erzeugung einer bestimmten Produktoberfläche
dm ein Mehrfaches größer ist als bei mechanischen Mühlen, so daß Strahlmühlen normalerweise
nicht für billige Massengüter, sondern nur für hochwertige Produkte oder für sehr große Feinheiten
in Frage kommen.
Auf Grund der aufgeführten prinzipiellen primären und im Gefolge derselben auftretenden sekundären
Nachteile, welche den bisher bekannten Mahlverfahren anhaften, stellt sich die Aufgabe, Kunstsloffgranulate
bei geeigneter tiefer Temperatur zu vermählen, wobei der Vermahlungsprozeß, gegebenenfalls
bis zu einer möglichst gleichförmigen hohen Feinheit, insgesamt auf eine wirtschaftlich optimale
Weise zu erfolgen hat.
Um diese komplexe Bedingung erfüllen zu können, sind folgende Punkte zu beachten:
a) Dem Mahlprozeß soll keine zusätzliche mechanische Energie zugeführt werden, weshalb eine Strahlmühle
an Stelle einer mit mechanischen Mahlelementen versehenen Mühle, beispielsweise einer nach dem
Prallprinzip arbeitenden Mühle, verwendet wird.
b) Es soll kein unnötiger kostenerhöhender Energieaufwand durch eine vorangehende Verflüssigung
des Kältemediums (beispielsweise flüssiger Stickstoff) getrieben werden, weshalb die Kälte durch eine Expansionsturbine
ohne Gasverflüssigung erzeugt werden soll.
c) Die restliche Kälteenergie des Arbeitsgases soll nach durchgeführter Mahlung zurückgenommen werden
können, weshalb ein expandiertes Kaltgas zur Vorkühlung des komprimierten Arbeitsgases vor der
Expansionsturbine bzw. vor der Mahlung verwendet wird.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß sich die Nachteile der beschriebenen Malverfahren
vermeiden lassen bei Anwendung eines neuen Verfahrens, welches unter Ausnutzung der Vorteile der
Strahlmühle — also der damit erzielbaren gleichmäßigen Korngröße, des Fehlens von bewegten Teilen
bzw. den damit verbundenen Abnützungserscheinungen, sowie den prinzipmäßig tieferen Arbeitstemperaturen
in der Mühle — insgesamt gesehen bedeutend wirtschaftlicher ist, als bei Verwendung von Mühlen
mit mechanischen Zerkleinerungselementen, sofern ίο der Aufwand für die Erzielung der benötigten tieferen
Mahltemperaturen und für die Sichtung und Wiedervermahlung von Überkorn mitberücksichtigt
wird.
Beim neuen Verfahren wird zur Vermahlung eine Strahlmühle und zur Kälteerzeugung ein Kaltgaskreislauf
verwendet, wobei die benötigten tiefen Temperaturen durch die Entspannung eines vorgekühlten
Gasstromes erzielt werden. Die Expansion erfolgt unter Abgabe von mechanischer Leistung in Entspanao
nungsmaschinen, wozu vorteilhafterweise Expansionsturbinen eingesetzt werden, welche entweder
unter Zwischenschaltung eines Getriebes elektrisch oder direkt mit einem Gebläse gebremst werden können,
wobei im zweiten Fall außer der einfachen Anas Ordnung noch der Vorteil gegeben ist, daß dann
bereits eine Vorkompression des Kreislaufgases erfolgen kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Vermahlung von körnigen Materialien, insbesondere von Kunst-Stoffgranulaten
bei tiefen Temperaturen ist demnach dadurch gekennzeichnet, daß die Vermahlung in einer
Strahlmühle mit Hilfe eines Arbeitsgasstromes vorgenommen wird, der einem Kaligaskreislauf entnommen
wird, welcher die für den Arbeitsgasstrom und für die Vorkühlung des Einsatzproduktes benötigte
tiefe Temperatur durch annähernd isentrope Ausdehnung des vorgekühlten komprimierten Kreislaufgases
erzielt, wobei diese Vorkühlung durch einen Wärmeaustausch mit dem expandierten Kreislaufgas
nach dessen Verwendung für die Abkühlung des Einsatzproduktes und der Abführung der entstandenen
Mahlwärme erfolgt.
Die Durchführung des Verfahrens kann auf verschiedene Weise erfolgen: so kann z. B. die Kom-♦5
pression des Kreislaufgases nur auf den Arbeitsdruck der Strahlmühle erfolgen, worauf das Kreislaufgas
nach erfolgter Vorkühlung in zwei Teilströme aufgeteilt wird, wovon der erste Teilstrom in einer Turbine
expandiert wird, wobei er sich weiter abkühlt und anschließend durch Wärmeaustausch den noch
komprimierten zweiten Teilstrom auf annähernd die Temperatur des ersten Teilstroms reduziert, worauf
der komprimierte zweite Teilstrom als Arbeitsgasstrom für die Strahlmühle dient, während der expandierte
erste Teilstrom für die Vorkühluug des Einsatzproduktes verwendet wird.
Eine andere Durchführungsart des Verfahrens besteht darin, daß die Kompression auf einen Druck
erfolgt, welcher um 2 bis 30 at höhei liegt als der Arbeitsdruck der Strahlmühle. In diesem Fall wird
die gesamte Kreislaufgasmenge auf den Druck der Strahlmühle expandiert, worauf der Gesamtstrom in
zwei Teilströme aufgeteilt wird, wovon der eine Teilstrom für die Vorkühlung des Einsatzpioduktes und
der andere Teilstrom als Arbeitsgasstrom für die Strahlmühle verwendet wird.
Bei dieser Durchführungsart, welche für weniger liefe Temperaturen geeignet ist, muß der nicht durch
die Strahlmühle geführte Teilstrom nur vom Arbeitsdruck der Strahlmühle aus auf den Kompressionsdruck verdichtet werden.
Für sehr tiefe Temperaturen ist jedoch eine Durchführungsart des Verfahrens zu empfehlen, bei welcher
der nicht durch die Strahlmühle geführte Teilstrom in einer weiteren Expansionsstufe auf den Austrittsdruck
der Strahlmühle ausgedehnt wird, wodurch dessen Temperatur weiter erniedrigt wird, so daß
der Luft getrennt und über die Schleuse 38 abgezogen werden kann. Die mit feinen Pulverresten beladene
Kreislaufluft gelangt über die Leitung 28 in den Filter 9 und wird dort feingereinigt. Die saubere
Luft wird über Leitung 29 dem Wärmetauscher 10 zugeführt, wo sie Wärme aus der komprimierten Luft
aufnimmt. Über die Leitung 30 wird die gereinigte vorgewärmte Luft dem Gebläse 12 zugeführt, dort
nach Maßgabe der verfügbaren Leistung vorkomrri-
von Neuem beginnt.
An Hand der Fig. 2 soll ein anderes Ausführungsbeispiel des Verfahrens erläutert werden:
In der Expansionsturbine 1 werden 5000 kg Luft von 15 ata auf 6 ata expandiert, wobei die Luft von
— 900C auf —122° C abgekühlt wird. Ein TeU-strom
von 2500 kg Luft wird in der Turbine 2 von 6 ata auf 1,8 ata expandiert. Dabei kühlt sich die Luft
mittels Wärmeaustausch auch der Arbeitsgasstrom io miert und nach Kühlung im Zwischenkühler 13 wiefür
die Strahlmühle noch weiter gekühlt werden der dem Kompressor 14 zugeführt, wo der Kreislauf
kann.
Als Kreislaufgas wird vorzugsweise Luft verwendet, da damit der Aufwand für die Systemauffüllung
bei Leckverlusten am geringsten sein dürfte. Es können bei Bedarf auch andere Gase verwendet werden,
welche sich im Betriebsbereich der Turbinen nicht verflüssigen..
Bei der Anwendung von Luft kann man selbstverständlich auch einen sogenannten offenen Kreislauf *q auf — 157° C ab.
verwenden, wobei in diesem Falle Maßnahmen vor- Über die Leitung 22 gelangt dieser Teilstrom in den
verwenden, wobei in diesem Falle Maßnahmen vor- Über die Leitung 22 gelangt dieser Teilstrom in den
gesehen werden müssen, um Fremdgase (z. B. H2O- Wärmetauscher 3, wo er im Gegenstrom zum zweiten
Dampf und CO8), welche bei tiefen Temperaturen Teilstrom geführt wird, welcher beim Zwischendruck
auskristallisieren, aus dem Kreislauf auszuscheiden, von 6 ata über die Leitung 21 vom ersten Teilstrom
Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet es, die as abgetrennt wurde. Im Wärmetauscher 3 erwärmt sich
Temperatur beim Mahlvorgang in weiten Grenzen der erste Teilstrom von — 157° C auf — 122° C und
und mit einfachen Mitteln der Regeltechnik auf ein gelangt über die Leitung 23 in den Wirbelbettkühbeliebiges
Niveau einzustellen und dort genau kon- kr 5. Diesem wird vom Vorratsgefäß 4 Kunststoff stant
zu halten. Granulat zugeführt, wobei er durch den ersten Luft-
Die Regelung kann durch eine Veränderung des 3° teilstrom von + 20° C auf —-110° C abgekühlt wird.
Druckgefälles im Kältekreislauf, eine Veränderung Das vorgekühlte Granulat gelangt über eine Zellender
Gaskreislaufmenge oder der Teilstrommenge
durch die Mühle sowie durch Veränderung der wirksamen Wärmeaustauscherfläche erfolgen.
durch die Mühle sowie durch Veränderung der wirksamen Wärmeaustauscherfläche erfolgen.
Der Aufwand für die Kälteerzeugung nach dem neuen Verfahren ist wesentlich geringer als bei den
anderen bekannten Verfahren und äußerst einfach in der Handhabung. Durch die Verwendung eines Kältekreislaufes
zur Kühlung des Mahlvorganges kann ein
separater Kompressor für die Strahlmühle eingespart 40 wo die Luft auf einen Druck von etwa 1,5 ata expanwerden,
wodurch sich die Kosten für die Mühle stark diert. Unmittelbar nach der Expansion reduziert sich
die Temperatur der Luft bis auf — 180° C und erwärmt
sich dann durch Verwirbelung und Aufnahme von Wärme, welche bei der Zerkleinerung der Granulatkörper
entsteht, auf —1200C Der Kunststoff
wird in der Mühle zu Pulver von 100 bis 200 μΐη
vermählen. Über die Leitung 37 verläßt das Pulver-Luftgemisch die Mühle 7 und vereinigte sich mit dem
ersten Teilluftstrom, welcher mit einer Temperatur
peratur vorgekühlt. Der aus der Leitung 20 korn- 5° von —113° C aus dem Wirbelbettkühler 5 kommt,
mende Kreislaufstrom wird in zwei Teilströme ver- Im Zyklonabscheider 8 wird das Pulver von der Lufl
zweigt, wobei der eine Teilstrom in der Turbine 2 getrennt und kann über die Schleuse 38 abgezogei
expandiert und dabei weiter abgekühlt wird. Über die werden. Die mit noch feinen Pulverresten beladen«
Leitung 22 tritt er in den Wärmetauscher ein, wo er Luft gelangt zum Filter 9, wo das Pulver zurück
Wärme durch Abkühlung des über die Leitung 21 zu- 55 gehalten und die reine Luft über die Leitung 29 abge
fließenden zweiten Teilstromes aufnimmt Der erste zogen und mit einer Temperatur von —116° C ü
Teilstrom gelangt in den Wirbelbettkühler S, wo das den Wärmetauscher 10 eintritt, wo sie sich im Gegen
aus dem Vorratsgefäß 4 zugeführte Kunststoff-ura- strom zur komprimierten Luft auf — 1° C erwärmi
nulat vorgekühlt und über die Zellenschleuse 34, die Bedingt durch die Drackveiiuste der verschiedene!
Leitung 35 und die Förderschnecke 3d in den Wirbel- 6° zwischengeschalteten Apparate beträgt der Druck de
bettkühler 6 gebracht wird, wo die Tiefkühlung durch Kreislaufluft in der Leitung 30 noch etwa 1 ata. De
den über die Leitung 33 zufließenden zweiten Teil- Luftstrom wird entsprechend der verfügbaren Le
strom erfolgt Das resultierendeGranuIat-Luftgemisch stung auf die beiden Gebläse 11 und 12 verteilt un
gelangt in die Strahlmühle 7, wo die Vermahlung zu dort auf etwa 14 ata komprimiert über die !.eitungi
Pulver stattfindet worauf der mit Pulver beladene 65 31 bzw. 32 gelangt die Kreislaufluft zum Zwischei
zweite Teilstrom über Leitung 37 nach Vereinigung kühler 13 und von dort zum Kompressor 14, wo d
mit dem ersten Teilstrom aus der Leitung 25 in den Verdichtung auf 15 ata erfolgt
Zyklon-Abschneider 8 gelangt wo das Pulver von Im Nachkühler 15 wird die Kompressionswärn
Zyklon-Abschneider 8 gelangt wo das Pulver von Im Nachkühler 15 wird die Kompressionswärn
schleuse 34 in die Leitung 35 und wird mittels der Förderschnecke 36 in den Wirbelbettkühler 6 gefördert,
wo es durch den zweiten Luftteilstrom auf 1400C unterkühlt wird, welcher mit —150°C
aus dem Wärmetauscher 3 ausgetreten und durch die Leitung 33 zum Wirbelbettkühler 6 geführt wird, wo
sich die Luft auf — 142° C erwärmt. Das kalte Luft-Granulatgemisch
gelangt nun in die Strahlmühle 7,
reduzieren.
In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Das durch den Kompressor 14 auf den Druck der Strahlmühle 7
komprimierte Kreislaufgas wird im Nachkühler 15 durch Kühlwasser von der Kompressionswärme befreit
und im Wärmetauscher 10 auf eine vom Druck und der gewünschten Mahltemperatur gegebene Tem-
an Kühlwasser abgeführt und die Luft gelangt schließlich mit etwa 20° C zum Wärmetauseber 10,
wo sie im Gegenstrom zur Niederdruckluft bis auf — 90° C vorgekühlt wird und schließlich wieder der
Turbine 1 zugeführt wird, womit der Kreislauf von Neuem beginnt.
Das Verfahren ist nicht auf die im Beispiel genannten
Werte begrenzt, sondern die Drucke können in
weiten Grenzen variieren. So kann der Druck vor der Turbine z. B. zwischen 5 und 40 ata liegen, der Zwischendruck
zwischen den Turbinen 1 und 2 kann 3 bis 10 ata und der Druck im ND-System kann z. B.
von 0,5 bis 2 ata variieren.
Auch die Temperaturen können sich je nach der Art der zu mahlenden Stoffe und der angewendeten
Drucke in weiten Grenzen bewegen.
209537/438
Claims (2)
1. Verfahren zur Vermahlung von körnigen mechanische Mühlen verwendet, welche nach dem
Materialien, insbesondere von Kunststoff-Granu- 5 Prallprinzip arbeiten. Polyamide des Types 6, 6,6 uud
laten, bei tiefen Temperaturen, dadurch ge- 12 bzw. Mischpolymerisate aus diesen Sorten haben
kennzeichnet, daß die Vermahlung in einer eine viel größere Zähigkeit als die Stoffe, welche
Strahlmühle mit Hilfe eines Arbeitsgasstromes normalerweise mit diesen Mühlen zerkleinert werden,
vorgenommen wird, der einem Kaltgaskreislauf Die Polyamide lassen sich daher bei normalen Tementnommen
wird, welcher die für den Arbeitsgas- i° peraturen nicht zerkleinern oder nur unter einem sehr
strom und für die Vorkühlung des Einsatzpro- hohen Energieaufwand, welcher als mechanische
duktes benötigte tiefe Temperatur durch an- Energie in die Mühle eingeführt und dort in Wärme
nähernd isentrope Ausdehnung des vorgekühlten umgesetzt wird. Sofern diese Wärme nicht genügend
komprimierten Kreislaufgases eizielt, wobei diese wirksam abgeführt werden kann, entstehen zu hohe
Vorkühiuüg durch einen Wärmeaustausch mit 15 Temperaturen, wodurch das Material teilweise bis
dem expandierten Kreislauf gas nach dessen Ver- zum Schmelzpunkt erwärmt und damit der Mahleffekt
wendung für die Abkühlung des Einsatzproduktes vermindert und die Leistung der Mühle erheblich
und der Abführung der entstandenen Mahlwärme herabgesetzt wird. Durch eine Reduktion der Temerfolgt.
peratur des Einsatzproduktes vor dem Eintritt in die
2. Verfahicn nach Anspruch 1, dadurch ge- 20 Mühle und eine geeignete Wärmeabfuhr aus der
kennzeichnet, daß die Kompression des Kaltgas- Mühle selbst lassen sich die Mahlverhältnisse hedeukreislaufes
auf einen Druck erfolgt, der tend verbessern, indem die Sprödigkeit und damit die
mindestens dem für die Strahlmühle benötigten Zerstörbarkeit der eingegebenen Körner erhöht wird,
Arbeitsdruck entspricht, und der vorgekühlte wodurch sich der Energieaufwand für die Vermah-Kreislaufgasstrom
vor der Expansion mindestens 25 lung und diiinit auch die Temperaturerhöhung innerin
zwei Teilströme aufgeteilt wird, wovon der eine halb der Mühle erheblich vermindert.
durch die annähernd isentrope Expansion auf eine Eine bekannte Methode für die Vorkühlung des
tiefere Temperatur gebracht wird, um anschlie- Granulates und die Abführung der Mahlwärme beßend
durch Wärmetausch den komprimierten steht darin, daß dem Einsatzprodukt vorgemahlene
zweiten Teilstrom, welcher ais Arbeitsgasstrom 30 feste Kohlensäure beigemischt wird. Trotz der damit
für die Strahlmühle benützt wird, auf eine an- in einer Prallmühle erreichten relativ guten Mahlnähernd
gleiche tiefe Temperatur wie die des resultate wurde festgestellt, daß die für die Zerkleineersten
Teilstromes abzukühlen. rung und die Wirbelverluste benötigte Energie etwa
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10122259A1 (de) * | 2001-05-08 | 2002-11-14 | Fact Future Advanced Composite | Vorrichtung zum Abscheiden von Stofffraktionen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10122259A1 (de) * | 2001-05-08 | 2002-11-14 | Fact Future Advanced Composite | Vorrichtung zum Abscheiden von Stofffraktionen |
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