DE3913649A1 - Verfahren und anlage zum herstellen metallischer pulver aus einer metallschmelze durch gasverduesen - Google Patents
Verfahren und anlage zum herstellen metallischer pulver aus einer metallschmelze durch gasverduesenInfo
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Description
Verfahren und Anlage zum Herstellen metallischer Pulver aus einer
Metallschmelze durch Gasverdüsen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen metallischer
Pulver aus einer Metallschmelze durch Gasverdüsen, wobei einer
inerten Atmosphäre ein kontinuierlich aus einem Beschickungsgefäß
nachfließender Schmelzstrahl der Metallschmelze von mindestens
einem, aus einer Düse austretenden Gasstrahl eines inerten Gases
mit hoher Geschwindigkeit angeströmt und dabei zu Tröpfchen zerstäubt
wird, und wobei die Tröpfchen in der inerten Atmosphäre zu
Metallpulverteilchen erstarren und unterhalb des Zerstäubungspunktes
gesammelt werden. Ein derartiges Verfahren ist durch die
DE-OS 37 32 365 bekannt.
Im Gegensatz zu dem in der DE-OS 37 32 365 weiterhin offenbarten
Verfahren zur Erzeugung von hochreinem, spratzigem Metallpulver
durch tiefkaltes, verflüssigtes Gas führt die Gasverdüsung im
Raumtemperaturbereich zum Beispiel bei Fe-, Co- und Ni-Basislegierungen
zu einem Metallpulver mit kugeligen Partikeln, in einen
mittleren Teilchendurchmesser zwischen 40 und 100 µm aufweisen.
In Abhängigkeit vom Anwendungsfall werden aus dem anfallenden
Teilchenspektrum die gewünschten Fraktionen abgetrennt. Sehr
feine Metallpulver erweisen sich als ein zunehmend interessantes
Produkt auf verschiedenen Anwendungsgebieten.
Beim thermischen Spritzen werden Metallpulver in Teilchengrößenbereichen
zwischen 5,6 und 125 µm in mehreren Größenklassen eingesetzt.
Hochwertige Spritzpulver kommen vorzugsweise in dem
Teilchengrößenbereich unter 45 µm zum Einsatz.
Ein ebenfalls zukunftsträchtiger Einsatzbereich für feine, sogar
feinste Pulver unter 20 µm zeichnet sich bei der noch jungen
Spritzgießtechnologie (injection moulding) ab. Infolge kurzer
Diffusionswege besitzen solche sehr feinen Pulver eine hohe Sinteraktivität,
die für die Formstabilität bei der Binderentfernung
von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus sind Feinstpulver zum
Verschneiden mit gröberen Pulverfraktionen geeignet, um die beim
Spritzgießen gewünschte hohe Teilchendichte (möglichst nahe an
der Fuller-Kurve) einzustellen.
Mit den derzeit bestehenden Zerstäubungstechniken läßt sich aber
zumindest beim Verdüsen von Ni-, Co- oder Fe-Legierungen mit Argon
bzw. Stickstoff unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen
eine mittlere Teilchengröße von 40 µm nicht unterschreiten.
Aufgabe ist es, das gattungsgemäße Verfahren derart weiterzuentwickeln,
daß sehr feine Metallpulver hergestellt werden können.
Eine Unteraufgabe der Erfindung soll den an Metallpulvern für
das Spritzgießen gestellten Anforderungen möglichst nahekommen.
Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, daß das zur Entspannung
in der Düse verdichtete inerte Gas auf 370 bis 900 K erhitzt
wird, bevor es in der Düse zur Bildung des Gasstrahles entspannt
wird.
Das deutliche Anheben der Vortemperatur über den Zimmertemperaturbereich
hinaus, vorteilhafterweise gemäß Anspruch 2 auf 450
bis 650 K, bringt eine erhebliche Absenkung des mittleren Teilchendurchmessers.
Eine Anhebung der Temperatur des verdichteten inerten Gases lag,
unbeschadet einer der adiabatischen Entspannung in der Düse zugeordneten
Abkühlung, an sich nicht im verfahrenstechnischen Interesse,
da es insbesondere zur Erzeugung kugeliger Metallpulverteilchen
darauf ankommt, die nach dem Zerstäuben entstandenen
Tröpfchen so schnell wie möglich zum Erstarren zu bringen.
Dem widerspricht es, durch das Erhitzen des verdichteten inerten
Gases zusätzlich Wärmeenergie in das System einzubringen.
Es hat sich aber durch die Erfindung eine unerwartete hohe Absenkung
des mittleren Teilchendurchmessers ergeben, dem gegenüber
der zusätzliche Energieaufwand durch das Erhitzen des inerten
Gases wirtschaftlich nicht ins Gewicht fällt.
Um nun die erfindungsgemäße Erfindung des inerten Gases voll zur
Verringerung der mittleren Teilchengröße zu werten, wird bei einem
Verfahren zum Herstellen metallischer Pulver aus einer Metallschmelze
durch Gasverdüsen, wobei in einer inerten Atmosphäre
ein kontinuierlich aus einem Beschickungsgefäß nachfließender
Schmelzstrahl der Metallschmelze von einem, aus einer Düse austretenden
Gasstrahl eines inerten Gases mit hoher Geschwindigkeit
angeströmt und dabei zu Tröpfchen zerstäubt wird, wobei die
kinetische Energie des Gasstrahles vom Vordruck, auf den es vor
seiner Entspannung in der Düse verdichtet wird, wesentlich bestimmt
wird und wobei die Tröpfchen in der inerten Atmosphäre zu
Metallpulverteilchen erstarren und unterhalb des Zerstäubungspunktes
gesammelt werden, wird nach Patentanspruch 3 vorgeschlagen,
daß zur Verringerung der mittleren Teilchengröße des zu erzeugenden
Metallpulvers die Temperatur des inerten Gases vor seiner
Entspannung in der Düse erhöht und der Vordruck im wesentlichen
konstant gehalten wird.
Patentanspruch 4 befaßt sich mit der Herstellung von Metallpulver
der Fe-, Ni- und Co-Basislegierungen, wobei mit einem
Schmelzstrahldurchmesser von 2 bis 7 mm gefahren wird, und
schlägt vor, daß bei Einsatz von Stickstoff, Argon oder Helium
als inertem Gas mit einem Vordruck von 25 bis 30 bar und mit
einer Vortemperatur des mit Überschallgeschwindigkeit aus der
Düse austretenden Gasstrahles von 550 bis 650 K gefahren wird.
Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß das Verdüsen mit Helium,
das zu außerordentlich feinen Metallpulvern führt, aus wirtschaftlichen
Überlegungen nur in Sonderfällen zur Anwendung
kommen wird.
Die Erfindung hat zu der Erkenntnis geführt, daß die Vortemperatur
ein wesentlicher Faktor zur Steuerung eines Produktionsprozesses
ist, worauf sich die in Patentanspruch 5 niedergelegten
erfindungsgemäßen Maßnahmen beziehen. Dieser betrifft ein
Verfahren zum Herstellen metallischer Pulver aus einer Metallschmelze
durch Gasverdüsen, wobei in einer inerten Atmosphäre
ein kontinuierlich aus einem Beschickungsgefäß nachfließender
Schmelzstrahl der Metallschmelze von mindestens einem, aus einer
Düse mit hoher Geschwindigkeit austretendem Gasstrahl eines inerten
Gases angeströmt und dabei zu Tröpfchen zerstäubt wird, die
in der inerten Atmosphäre zu Metallpulverteilchen erstarren und
gesammelt werden, wobei das inerte Gas vor seiner Entspannung in
der Düse eine vorgegebene Betriebstemperatur hat und unter einem
vorgegebenen Vordruck steht, und wobei während eines Produktionslaufes
mit einer Metallschmelze die Eigenschaften der Metallschmelze,
der Durchmesser des Schmelzstrahles sowie die Ausbildung
und Anordnung der Düse konstante Größen sind, welches
sich dadurch auszeichnet, daß während des Produktionslaufes von
den Verfahrensparametern "Betriebstemperatur" und "Vordruck"
wenigstens die Betriebstemperatur verändert wird.
Hierauf bezieht sich letztlich auch Patentanspruch 6, der vorsieht,
daß beim Verdüsen mit inertem heißen Gas eine erste Produktionsphase
vorgeschaltet ist, in der mit gegenüber der Heißgasverdüsung
kälterem Gas gearbeitet wird, bei deren Ende die
Temperatur des verdichteten Gases auf die Heißgasverdüsungstemperatur
erhöht wird, wobei die Dauer der ersten Produktionsphase
und die Dauer der Heißgasverdüsungsphase so aufeinander
abgestimmt sind, daß der Verschnitt der in beiden Phasen erzeugten
Metallpulver, von etwaigem Überkorn abgesehen, weitgehend
eine vorgegebene Kornverteilung aufweist.
Ein nach Anspruch 6 hergestelltes Metallpulver kann durch geeignete
zeitliche Gestaltung der einzelnen Verfahrensphasen und Verfahrensparameter
mit Eigenschaften erzeugt werden, die es gemäß
Patentanspruch 7 zur direkten Verwendung zum Spritzgießen von
Formteilen mit hoher, der Fuller-Kurve nahekommender Teilchendichte
geeignet machen.
Es sind Versuche durchgeführt worden, die zeigen, daß die Erfindung
einen erheblichen Einfluß auf die Verringerung des mittleren
Teilchendurchmessers hat. Nachfolgende Tabelle stellt die Ergebnisse
vom Gasverdüsen mit niederer Gastemperatur (Versuchsabschnitte
Nr. 1, 3 und 5) den Ergebnissen der Heißgasverdüsung
(Versuchsabschnitte Nr. 2, 4 und 6) gegenüber. Bei diesen Versuchen
war mit einem gleichbleibenden Vordruck von 30 bar gefahren
worden. Die in der Tabelle mit Supermet Ni 1500 bezeichnete
Ni-Basis-Legierung enthält etwa 0,05% C, 15% Cr, 5,5% Mo,
18% Co, 4% Al, 3,5% Ti und 0,03% B.
Eine Verdüsungsanlage mit Einrichtungen zum Umschalten von einem
Inertgas auf ein anderes Inertgas läßt zu, die vorgenannten
Versuchsergebnisse mit ein und derselben Schmelze zu demonstrieren.
Sie eignet sich für die pulvermetallurgische Herstellung von Metallspritzgußteilen,
Hochleistungstriebwerksteilen, Gesenkeinsätzen
für Schmieden, Strangpreßwerkzeugen und Lagerbüchsen und
ist als Spritzpulver zur Oberflächenbeschichtung im Einsatz.
Die weitere Aufgabe der Erfindung, eine zur Durchführung der Erfindung
geeignete Anlage zu schaffen, wird durch die Patentansprüche
8 und 9 gelöst.
Bei einer Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1, 3 und 5, bestehend aus einer gekühlten Verdüsungskammer,
in der eine inerte Atmosphäre herrscht, einem Beschickungsgefäß
über der Verdüsungskammer zur Aufnahme einer Metallschmelze,
das mit der Verdüsungskammer über einen Beschickungskanal
verbunden ist, einer Vorkammer, die von einem regelbaren
Vordruckerzeuger mit inertem Gas versorgt ist und die über einen
Druckkanal mit der Verdüsungskammer verbunden ist, mindestens
einer Düse in der Verdüsungskammer als Abschluß des Druckkanals,
ist vorgesehen, daß zwischen dem Vordruckerzeuger und der
Reaktionskammer eine Heizvorrichtung zum Erhitzen des inerten
Gases angeordnet ist.
Patentanspruch 9 sieht vor, daß die Heizvorrichtung als Durchlauferhitzer
ausgebildet ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand eines Ausführungsbeispiels
in Fig. 1 näher erläutert, und zwar zeigt
Fig. 1 das Fließdiagramm einer Anlage zum Herstellen von Metallpulver
durch Gasverdüsen einer Metallschmelze.
Die in Fig. 1 dargestellte Anlage besteht aus einer gekühlten
Verdüsungskammer 1, die ein Düsensystem 2 enthält. Das Düsensystem
2 besteht in der Regel aus mehreren an eine Ringleitung
angeschlossenen Lavaldüsen, die Gasstrahlen mit Überschallgeschwindigkeit
austreten lassen können.
Auf der Verdüsungskammer 1 befindet sich unter einer evakuierbaren
Einhausung ein beheiztes Beschickungsgefäß für eine Metallschmelze
3. Ein Staubzyklon 4 mit ei
nem nachgeschalteten Wärmetauscher 5 und einem Staubfilter 6 ist
hinter der Verdüsungskammer 1 aufgebaut. Unter dem Staubzyklon 4
befindet sich eine Kanne 7 zur Aufnahme von Metallpulver. Zwischen
Wärmetauscher 5 und Filter 6 ist eine Gasrückführung 8 zur
Verdüsungskammer 1 vorgesehen. Die gesamte Verdüsungsanlage ist
durch einen Reinraum 9 eingehaust.
Zur Anlage gehört weiterhin ein Vorratsbehälter 10 für das für
die Gasverdüsung verwendete inerte Gas, ein Vordruckerzeuger 11,
d. h., eine Pumpe, und eine Heizvorrichtung 12.
Der Vordruckerzeuger 11 ist mit seiner Saugleitung 13 an den Vorratsbehälter
10 angeschlossen, seine Druckleitung 14 führt zur
Heizvorrichtung 12. Von der Heizvorrichtung 12 führt ein Druckkanal
15 zum Düsensystem 2.
Fig. 2 zeigt in der Saugleitung 13 des Vordruckerzeugers 11 ein
Mehrwegventil 16 mit einer angedeuteten Leitung 17, mit dem ggf.
während eines Produktionslaufes auf einen anderen Vorratsbehälter
und damit auf ein anderes inertes Gas, beispielsweise von
Argon auf Helium umgeschaltet werden kann.
Claims (10)
1. Verfahren zum Herstellen metallischen Pulver aus einer
Metallschmelze durch Gasverdüsen, wobei in einer inerten Atmosphäre
ein kontinuierlich aus einem Beschickungsgefäß nachfließender
Schmelzstrahl der Metallschmelze von mindestens einem,
aus einer Düse austretenden Gasstrahl eines inerten Gases mit
hoher Geschwindigkeit angeströmt und dabei zu Tröpfchen zerstäubt
wird, und wobei Tröpfchen in der inerten Atmosphäre
zu Metallpulverteilchen erstarren und unterhalb des Zerstäubungspunktes
gesammelt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zur Entspannung in der Düse verdichtete inerte Gas auf
370 bis 900 K erhitzt wird, bevor es in der Düse zur Bildung
das Gasstrahles entspannt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das inerte Gas auf 450 bis 650 K erhitzt wird.
3. Verfahren zum Herstellen metallischer Pulver aus einer
Metallschmelze durch Gasverdüsen, wobei in einer inerten Atmosphäre
ein kontinuierlich aus einem Beschickungsgefäß nachfließender
Schmelzstrahl der Metallschmelze von einem, aus einer
Düse austretenden Gasstrahl eines inerten Gases mit hoher Geschwindigkeit
angeströmt und dabei zu Tröpfchen zerstäubt wird,
wobei die kinetische Energie des Gasstrahles vom Vordruck, auf
den es vor seiner Entspannung in der Düse verdichtet wird, wesentlich
bestimmt wird und wobei die Tröpfchen in der inerten Atmosphäre
zu Metallpulverteilchen erstarren und unterhalb des Zerstäubungspunktes
gesammelt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verringerung der mittleren Teilchengröße des zu erzeugenden
Metallpulvers die Temperatur des inerten Gases vor seiner
Entspannung in der Düse erhöht und der Vordruck im wesentlichen
konstant gehalten wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Herstellung
von Metallpulver der Fe-, Ni- und Co-Basislegierungen, deren
Schmelzstrahl einen Durchmesser von 2 bis 5 mm hat,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Einsatz von Stickstoff, Argon oder Helium als inertem
Gas mit einem Vordruck von 15 bis 30 bar und mit einer Vortemperatur
des mit Ultraschallgeschwindigkeit aus der entsprechenden
Düse austretenden Gasstrahles von 550 bis 650 K gefahren wird.
5. Verfahren zum Herstellen metallischer Pulver aus einer
Metallschmelze durch Gasverdüsen, wobei in einer inerten Atmosphäre
ein kontinuierlich aus einem Beschickungsgefäß nachfließender
Schmelzstrahl der Metallschmelze von mindestens einem,
aus einer Düse mit hoher Geschwindigkeit austretenden Gasstrahl
eines inerten Gases angeströmt und dabei zu Tröpfchen zerstäubt
wird, die in der inerten Atmosphäre zu Metallpulverteilchen erstarren
und gesammelt werden,
wobei das inerte Gas vor seiner Entspannung in der Düse eine
vorgegebene Betriebstemperatur hat und unter einem vorgegebenen
Vordruck steht,
und wobei während eines Produktionslaufes mit einer Metallschmelze
die Eigenschaften der Metallschmelze, der Durchmesser des
Schmelzstrahles sowie die Ausbildung und Anordnung der Düse konstante
Größen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß während des Produktionslaufes von den Verfahrensparametern
"Betriebstemperatur" und "Vordruck" wenigstens die Betriebstemperatur
verändert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Verdüsen mit inertem heißen Gas eine erste Produktionsphase
vorgeschaltet ist, in der mit gegenüber der Heißgasverdüsung
kälterem Gas gearbeitet wird, bei deren Ende die Temperatur
des verdichteten Gases auf die Heißgasverdüsungstemperatur
erhöht wird, wobei die Dauer der ersten Produktionsphase und die
Dauer der Heißgasverdüsungsphase so aufeinander abgestimmt sind,
daß der Verschnitt der in beiden Phasen erzeugten Metallpulver,
von etwaigem Überkorn abgesehen, weitgehend eine vorgegebene Kornverteilung
aufweist.
7. Verwendung eines nach Anspruch 6 hergestellten Metallpulvers
zum Spritzgießen von Formteilen mit hoher, der Fullerkurve
nahekommender Teilchendichte.
8. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1, 3 und 5 bestehend aus
- - einer gekühlten Verdüsungskammer, in der eine inerte Atmosphäre herrscht,
- - einem Beschickungsgefäß über der Verdüsungskammer zur Aufnahme einer Metallschmelze, das mit der Verdüsungskammer über einen Beschickungskanal verbunden ist,
- - einer Vorkammer, die von einem regelbaren Vordruckerzeuger mit inertem Gas versorgt ist und die über einen Druckkanal mit der Verdüsungskammer verbunden ist,
- - mindestens einer Düse in der Verdüsungskammer als Abschluß des Druckkanales,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Vordruckerzeuger (11) und der Verdüsungskammer
(1) eine Heizvorrichtung (12) zum Erhitzen des inerten Gases
angeordnet ist.
9. Anlage nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizvorrichtung (12) als Durchlauferhitzer ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893913649 DE3913649A1 (de) | 1989-04-26 | 1989-04-26 | Verfahren und anlage zum herstellen metallischer pulver aus einer metallschmelze durch gasverduesen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893913649 DE3913649A1 (de) | 1989-04-26 | 1989-04-26 | Verfahren und anlage zum herstellen metallischer pulver aus einer metallschmelze durch gasverduesen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3913649A1 true DE3913649A1 (de) | 1991-01-17 |
| DE3913649C2 DE3913649C2 (de) | 1992-09-24 |
Family
ID=6379441
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893913649 Granted DE3913649A1 (de) | 1989-04-26 | 1989-04-26 | Verfahren und anlage zum herstellen metallischer pulver aus einer metallschmelze durch gasverduesen |
Country Status (1)
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|---|---|
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