DE2056340A1 - Verfahren zum Auftragen von farbigen oder farbaussendenden Materialien - Google Patents
Verfahren zum Auftragen von farbigen oder farbaussendenden MaterialienInfo
- Publication number
- DE2056340A1 DE2056340A1 DE19702056340 DE2056340A DE2056340A1 DE 2056340 A1 DE2056340 A1 DE 2056340A1 DE 19702056340 DE19702056340 DE 19702056340 DE 2056340 A DE2056340 A DE 2056340A DE 2056340 A1 DE2056340 A1 DE 2056340A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- layer
- organic layer
- particles
- organic
- photosensitive
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J9/00—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
- H01J9/20—Manufacture of screens on or from which an image or pattern is formed, picked up, converted or stored; Applying coatings to the vessel
- H01J9/22—Applying luminescent coatings
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J9/00—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
- H01J9/20—Manufacture of screens on or from which an image or pattern is formed, picked up, converted or stored; Applying coatings to the vessel
- H01J9/22—Applying luminescent coatings
- H01J9/227—Applying luminescent coatings with luminescent material discontinuously arranged, e.g. in dots or lines
- H01J9/2271—Applying luminescent coatings with luminescent material discontinuously arranged, e.g. in dots or lines by photographic processes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Formation Of Various Coating Films On Cathode Ray Tubes And Lamps (AREA)
- Surface Treatment Of Glass (AREA)
Description
47 429
Ar?nelr!er j_ A.5J. Stale*1/ Narrufacturin··*· Comr>ar>v
State nf Delaware, United Staiep" of America
Illinois, United States
j Verfahren zum Auftragen τοπ farbigen oder farbaussendenden
1 Materialien
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum Herstellen von keramischen Materialien. Insbesondere betrifft die
Erfindung eine Methode zum Herstellen von Schirmen für
Farbfernsehröhre^ bei denen gleichmässige Schichten eines
Leuchtstoffes auf der Röhrenoberfläche abgelagert werden, als Zwischenstufe bei der Herstellung dieser Schirme.
Bildschirme für Kathodenstrahlenröhren dos Typs, der sich
zur Verwendung in Farbfernseh-Apparaten eignet, enthalten
üblicherweise eine durchsichtige Sichtplatte, die zahlreiche, auf ihr gesondert ausgebildete, gleiche Muster
aufweist. Jedes der Muster kann aus Serien von Streifen, Linien oder Punkten aus rot-emittierenden, grün-emittierenden
und blau-emittierenden kathodolumineszenten Materialien
bestehen, die unter Beschüß mit Elektronenstrahlen zur Farbfluoreszenz befähigt sind» Ein mehrfarbiger
Schirm einer Kathodenröhre dieses Typs kann durch aufein-,
anderfolgende Photodruck-Operationen hergestellt werden, indem das getrennte Auftragen eines lichtempfindlichen
Materials oder liesist- beziehungsweise Abdeckmaterial^
109825/2077 - 2 -
_ 2 —
angewendet wird, um jedes der speziellen farbaussendenden
■fluoreszierenden Materialien auf die innere konkave Vorderfläche der Sichtscheibe aufzubringen. Zur Herstellung
eines mit Punkten versehenen Farbschirmes durch dieses Verfahren wird beispielsweise eine dünne Schicht einer
negativ wirkenden lichtempfindlichen Substanz und eines der fluoreszierenden Materialien auf der konkaven Oberfläche
der Frontplatte abgelagert und gesondert mit Licht bestrahlt, das durch eine geeignete negative oder durchlöcherte
Maske einfällt. Dadurch wird bewirkt, daß die von Licht getroffene lichtempfindliche Substanz härtet
und in Form zahlreicher punktartiger Bereiche an der
Platte haftet. Die nicht belichteten Bereiche des Schirms werden praktisch nicht gehärtet und werden anschließend
entfernt, indem die nicht gehärtete Substanz mit einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und von der Oberfläche
der Platte abgewaschen wird. Auf diese V/eise werden das nicht belichtete, strahlungsempfindlich^ Bindemittel
und die daran haftende Leuchtsubstanz entfernt, wobei zahlreiche einzelne Elemente auf dem Scnirm hinterbleiben.
Dies bedeutet, daß gut über zwei Drittel der Leuchtsubstanz zusammen mit dem nicht belichteten lichtempfindlichen
Bindemittel entfernt werden. Dieser Vorgang wird zum Ausbilden des zweiten und des dritten farbauosendenden
kathodolumineszenten Bereiches wiederholt, indem in jedem Fall eine neue Schicht des lichtempfindlichen Materials,
eine unterschiedliche farbaussendende Lauchtsubstanz
und eine anders orientierte Lichtquelle verwendet werden. Dadurch werden zahlreiche nebeneinander angeordnete
Dreifarbenelemente erzielt, welche den Schirm der Siohtplatte der Dreifarben-Bildröhre ausmachen. Die
Reihenfolge, in der die verschiedenen Anteile der farb- auseendenden Leuchtsubstanzen aufgetragen werden, ist
nicht kritisch. Ein anschließendes Ausglühen oder
109825/2077 - 3 -
BAD ORIGINAL
Erhitzen entfernt die flüchtigen Bestandteile und hinterläßt den Schirm, der- die Leuchtsubstanz in Form eines
Musters aufweist, als vollständiges Element.
Früher erfolgte das Ablagern des lichtempfindlichen Abdeckmaterials
und der entsprechenden Leuchtstoffteilchen, indem zuerst ein Film des lichtempfindlichen Materials auf
die Platte aufgetragen und darauf der Leuchtstoff in Form eines Pulvers angeordnet wurde, "beispielsweise durch die
"bekannten Vorgänge des Aufstaubens oder Niederschiagens
oder durch Auftragen einer Suspension des Leuchtstoffes
in dem lichtempfindlichen Material, "beispielsweise nach der üblichen Aufschlämmungsmethode. Die Schicht wurde im
wesentlichen getrocknet, "bevor sie einer unterschiedlichen Belichtung unterworfen wurde.
Die Gleichmässigkeit des Schirms und die Farbabstiminung
machen erforderlich, daß die Punkte der verschiedenen Farbgebiete übereinstimmende Größe haben, frei von Farbverunreinigung
aus benachbarten farbaussendenden Leuchtstoffen sind und geeignete Haftung an der Plattenoberfläche
zeigen.
Die Größe und das Haftvermögen der einzelnen Punkte sind von mehreren Faktoren abhängig, wie der Größe der Maskenöffnungen,
der Dichte der Leuchtstoffteilchen, die in oder auf der lichtempfindlichen Schicht enthalten sind
und der Zeitspanne der Belichtung, die in direktem Zusammenhang mit der Härtungsrate der lichtempfindlichen
Schicht steht.
Das Härten des Materials bei der bekannten, negativ wirkenden sensibilisierten Schicht ist eine Funktion der
109825/2077 - 4 -
BAD ORJGlNAt
Zeit, die durch Wärme und licht, im wesentlichen im ultravioletten
Bereich, beschleunigt wird. Das Trocknen der negativ wirkenden, Bensibilisierten Schicht kann daher
eine Dauer von 6 bis 10 Minuten bei einer Temperatur im Bereich von etwa 27 bis 38° C haben und initiiert eine
sogenannte "Dunkelhärtungsreaktion" über den gesamten
Schirmbereich, wodurch die Neigung besteht, die Leuchtstoffe in den .Bildbereichen und den nicht bildtragenden Bereichen gleichförmig an die sensibilisierte Schicht
zu binden. Dieser Vorgang stellt keine rasche Umwandlung dar, sondern ist eine fortgesetzte Reaktion, obwohl nach dem Trocknen die Temperatur erniedrigt wird. Es ist zu bemerken, daß auch bei Raumtemperatur und üblicher Dauer ein geringerer Grad der fortgesetzten Reaktion initiiert und bewirkt wird. Nach dem Belichten wird die Härtung in den belichteten Bereichen stark beschleunigt. Die fortgesetzte Reaktion schreitet daher in den gesondert abgedeckten Bereichen des Schirms während des Belichtens fort und steht in direkter Beziehung zu der Zeitspanne der Belichtung. Wenn die Bestrahlung während des Belichtens von kurzer Dauer ist, so hat die damit verbundene fortgesetzte Härtung einen solchen Grad, daß
eine geringere Härtung des den leuchtstoff tragenden
Abdeckmaterials in den abgedeckten Bereichen eintritt. Das sensibilisierte Material läßt sich daher leichter
während der entsprechenden Entwicklungsstufe des Vorgangs zur Bildung des Schirms von den abgedeckten Bereichen entfernen.
Schirmbereich, wodurch die Neigung besteht, die Leuchtstoffe in den .Bildbereichen und den nicht bildtragenden Bereichen gleichförmig an die sensibilisierte Schicht
zu binden. Dieser Vorgang stellt keine rasche Umwandlung dar, sondern ist eine fortgesetzte Reaktion, obwohl nach dem Trocknen die Temperatur erniedrigt wird. Es ist zu bemerken, daß auch bei Raumtemperatur und üblicher Dauer ein geringerer Grad der fortgesetzten Reaktion initiiert und bewirkt wird. Nach dem Belichten wird die Härtung in den belichteten Bereichen stark beschleunigt. Die fortgesetzte Reaktion schreitet daher in den gesondert abgedeckten Bereichen des Schirms während des Belichtens fort und steht in direkter Beziehung zu der Zeitspanne der Belichtung. Wenn die Bestrahlung während des Belichtens von kurzer Dauer ist, so hat die damit verbundene fortgesetzte Härtung einen solchen Grad, daß
eine geringere Härtung des den leuchtstoff tragenden
Abdeckmaterials in den abgedeckten Bereichen eintritt. Das sensibilisierte Material läßt sich daher leichter
während der entsprechenden Entwicklungsstufe des Vorgangs zur Bildung des Schirms von den abgedeckten Bereichen entfernen.
In dieser Beschreibung und den Patentansprüchen wird
die Bezeichnung "fortgesetzte Härtungsreaktion" im
Sinn der bisher bekannten Literatur für das Härten des Abdeckmaterials verwendet, das durch Dunkelreaktion
während des Trocknens der Abdeckschicht initiiert wird
die Bezeichnung "fortgesetzte Härtungsreaktion" im
Sinn der bisher bekannten Literatur für das Härten des Abdeckmaterials verwendet, das durch Dunkelreaktion
während des Trocknens der Abdeckschicht initiiert wird
109825/2077 _ 5 _
und das während des Belichten des Schirms in den abgedeckten Bereichen fortgesetzt wird, das heißt für eine
in der Dunkelheit initiierte, fortgesetzte Reaktion.
Die Eigenfarbe des Leuchtstoffes ist ein Hauptfaktor,
welcher die Dauer des Belichtens bei der Bildung des entsprechenden ITarbschirm-Musters bestimmt. Diese wichtige
Eigenschaft von kathodolumineszenten Leuchtstoffen bezieht sich auf den Grad der Durchsichtigkeit oder Undurchsichtigkeit des betreffenden farbaussendenden
Leuchtstoffkristalle. Leuchtstoffe, die im wesentlichen
durchsichtig sind, werden üblicherweise als solche klassifiziert, die eine wünschenswerte weiße Eigenfarbe haben,
welche den Lichtdurchtritt während der Herstellung des Schirms begünstigt. Die verschiedenen farbaussendenden
kathodoluminszenten Leuchtstoffe, die nach dem Stand der
Technik üblicherweise verwendet wurden, haben repräsentative Eigenfarben mit unterschiedlichem Durchsichtigkeitsgrad,
die bei der Verwendung zur Bildschirmherstellung eine entsprechende Belichtungsspanne erfordern.
Wenn dem Resist- beziehungsweise Abdeckmaterial ein blauer Leuchtstoff zugeordnet ist, wie Zinksulfid, der im wesentlichen
einen weißen Eigenkristall aufweist, so ist eine relativ kurze Belichtungsdauer erforderlich, um die gewünschten
punktförmigen Bereiche der lichtempfindlichen Schicht zu härten und um eine Härtungstiefe zu erzielen,
welche das Haften der Punkte an der Plattenoberfläche bewirkt.
Ein grüner Leuchtstoff, wie Zink-cadmiumsulfid, hat wegen des Gehalts an Cadmiumsulfid eine leicht gelbliche
Eigenfarbe; es ist daher eine etwas größere Zeitspanne der Belichtung erforderlich, um den Leuchtstoff
zu durchdringen und den gewünschten Härtungsgrad des Farbpunkt-Bereiches in der Abdeckschicht zu erzielen. Da
die fortgesetzte Reaktion in dem abgedunkelten Bereich des Bildschirms, die während des Trocknens der
109825/2077
sensibilisierten Abdeckschicht initiiert wurde, sich wei~
.ter während der Zeitspanne der musterförmigen Belichtung
fortsetzt, wird ein höherer Härtungsgrad des abgedunkelten Abdeck- beziehungsweise Resistmaterials bewirkt. Dies erfordert
eine längere Entwicklungsstufe, um das teilweise
gehärtete Material von dem abgedunkelten Bereich des Schirms zu entfernen. Beispielsweise kann das blaue Gebiet
eine Entwicklungsdauer von fast vier Minuten erfordern, während, das grüne Gebiet ungefähr sechs Minuten erfordern
kann.
Das Härten des Abdeckmaterials in Verbindung mit dem Ablagern
eines roten Leuchtstoffes, wie Z.ink-cadmium-sulfid,
erfordert eine noch längere Belichtungsdauer, da diese leuchtstoffteilchen, die eine gelb-orange Eigenfarbe besitzen
und wegen des höheren Cadmiumsulfidgehaltes eine geringere Durchsichtigkeit als die grünen Teilchen aufweisen,
den Durchtritt der Lichtstrahlung und die resultierende Härtungsrate des Abdeckmaterials merklich verlangsamen.
Um daher den Härtungsgrad zu erzielen, der für das geeignete Haften der roten Farbpunkte notwendig
ist, ist daher eine weit längere Belichtungsdauer erforderlich, als für die anderen Parbleuohtstoffe, die
in den Ansätzen für die Bildschirme verwendet werden. Die Öffnungen in der durchlöcherten Maske bleiben zwar konstant,
durch die längere Dauer der Belichtung besteht jedoch die Neigung zum Ausbilden von größeren Punkten, als
erwünscht. Die Ultraviolettstrahlung, welche die roten Punkte abbildet, erreicht eine Dauer, die zur Ausbildung
eines Diffusionswertes genügt, der in Verbindung mit der fortgesetzten Ilärtungsreaktion in den abgedunkelten Bereichen
die Härtung des dem roten Leuchte toff zugeordneten Resistina Lerials über die gewünschten Grenzen der
- 7 -109825/2077
roten Punkte In die Kanten der bereits vorher abgelagerten benachbarten Parbpunkte hinein fortsetzt, wodurch ein störendes
Anhaften von Verunreinigungen bildendem rotem Leuchtstoff an diesen benachbarten Farbpunkten hervorgerufen
wird. Diese Kreuzkontamination mit rotem Leuchtstoff vermindert die Reinheit der Fluoreszenzfarbe der benachbarten
grünen und blauen Leuchtstoffe. Außerdem verlängert diese längere Dauer des Belichtens die fortgesetzte Härtungsreaktion in den abgedeckten beziehungsweise abgedunkelten
Bereichen des Resistmaterial, was die entsprechende Entfernung des Resistmaterial erschwert. Es ist daher ersichtlich,
daß die fortgesetzte Reaktion in den abgedunkelten Bereichen verschiedene erschwerende Probleme im Hinblick
sowohl auf die Qualität als auch die Aufarbeitung verursacht. Zusammenfassend äußern sich diese Schwierigkeiten
in Form von größeren als erwünschten Farbpunkten, als Kreuskontamination von farbaussendenden Leuchtstoffen,
darin, daß vorher bear beite te Anteile des Leuchtschirmes
längerer Entwicklungsdauer ausgesetzt werden und daß infolgedessen
eine lange Fabrikationsdauer erforderlich ist.
Bei den bekannten Methoden des "Aufstautens11 auf Leuchtschirme traten gelegentlich Schwierigkeiten auf, welche
die fertiggestellte Röhre in störender Weise beeinträchtigen.
Diese Schwierigkeiten manifestierten sich als sogenannte "pick-outs", das heißt Bereiche, in denen der
Leuchtstoff nicht gut an dem Schirm haftete und infolgedessen unter Hinterlassen von freien Stellen abfiel und
in einer ungleichmässigen LichtausSendung, die durch ungleichmässige
Verteilung des Leuchtstoffes und dadurch resultierende unterschiedliche Dicke der einzelnen Elemente
verursacht wurde.
Es ist allgemeines Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von Bildschirmen für das Farbfernsehen
109825/2077 -8-
■ - 8 -
zugänglich zu machen, bei dem trockene Leuchtstoffteilchen
gleichförmig in bildmässiger Anordnung auf einer Frontplatte beziehungsweise Frontscheibe angeordnet werden
und die erwähnten Nachteile vermieden werden» Weiteres Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen
\ von Bildschirmen für das Farbfernsehen, bei dem trockene
Leuchtstoffteilchen gleichförmig in bildmässiger Anordnung auf einer Frontplatte abgelagert werden, nachdem
' die Frontplatte mit aktinischer Strahlung in bildmässiger Anordnung belichtet wurde. Ziel der Erfindung ist
außerdem ein Verfahren zum Herstellen von Bildschirmen für Farbfernsehröhren unter Verwendung eines positiv
wirkenden Sensibilisators.
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Bezeichnung npulver-aufnahmefähige, feste, lichtempfindliche organische
Schicht" verwendet, um eine organische Schicht zu beschreiben, die nach dem Belichten mit aktinischem
Licht und durch Einbetten schwarzer Pulverteilchen einer vorbestimmten Größe in einer einzigen Lage an der Oberfläche
dieser organischen Schicht zum Ausbilden eines vorbestimmten Kontraste oder einer Reflexionsdichte
(Rd) befähigt ist. Der Wert Rd einer lichtempfindlichen
Schicht, der später ausführlicher erklärt wird, ist ein photometrischer Meßwert der Differenz des Schwärzungsgrades von nicht entwickelten Bereichen und mit schwarzem
Pulver entwickelten Bereichen. Die Bezeichnungen "physikalisch eingebettet'· oder "physikalische Kraft" werden
verwendet, um anzugeben, daß das Pulverteilchen einer anderen äußeren Kraft als einer elektrostatischen Kraft
oder der durch das Aufstauben oder Aufsprühen von PuI-Yerteilchen
auf ein Substrat resultierenden Gravitations kraft oder einer zusätzlichen Kraft zu diesen Kräften
- 9 -109825/2077
«· 9 —
unterworfenwird. Die Bezeichnungen "mechanisch eingebettet"
oder "mechanische Kraft" werden verwendet, um anzuzeigen, daß das Pulverteilchen einer manuellen oder
maschinellen Kraft, wie einer seitlichen, hin-und hergehenden oder kreisförmigen Reibe- oder Scheuer-Wirkung.
Die Bezeichnung "eingebettet" wird verwendet, um anzuzeigen, daß das Pulverteilchen mindestens einen Teil der
lichtempfindlichen Schicht verdrängt und in der so gebildeten Vertiefung festgehalten wird, das heißt, daß
mindestens ein Teil eines jeden Teilchens sich unter der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht befindet.
Diese Ziele können durch das erfindungsgemäße Verfahren dadurch erreicht werden, daß die Frontplatte einer Kathodenröhre
mit einer festen, lichtempfindlichen organischen Schicht überzogen wird, die zum Ausbilden eines V/ertes
R, von 0,2 bis 2,2, vorzugsweise eines R, von 0.4 "bis
2.0 befähigt ist, die lichtempfindliche organische Schicht in bildaufnehmender Weise mit aktinischer Strahlung belichtet
wird, so daß ein Potential R^ von 0.2 bis 2.2
erzeugt wird, auf die Schicht aus organischem Material freifließende Leuchtstoffteilchen (Phosphorteilchen) aufgebracht
werden, deren Durchmesser längs mindestens einer Achse mindestens 0.3 Mikron, jedoch weniger als das 25-fache
der Dicke der organischen Schicht beträgt, die Leuchtstoffteilchen bei einer Temperatur der Schicht
unterhalb des Schmelzpunkts des Leuchtstoffpulvers und der organischen Schicht physikalisch als Einfachlage
in eine Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht eingebettet werden, so daß ein Bild erzielt wird,
dessen Bereiche in ihrer Dichte im Verhältnis der Belichtung
eines jeden Teils variieren, und daß die nicht · eingebetteten Teilchen unter Entwicklung eines aus einzelnen
Teilchen bestehenden Leuchtstoffmusters von der
organischen Schicht entfernt werden. Die Frontplatte ^ausgesetzt wird
109825/2077 ~ 1o "
- ίο -
kann gebrannt werden, um die feste, lichtempfindliche
organische Schicht zu verflüchtigen und gleichzeitig den Leuchtstoff mit der Frontplatte zu verschmelzen.
Die Frontplatte wird danach erneut mit zusätzlichen festen, lichtempfindlichen organischen Schichten mit oder ohne
Brennen überzogen und in der gleichen Weise bearbeitet, um Leuchtstoffe beziehungsweise Phosphore mit verschiedenen
Farben in der geeigneten Anordnung darauf abzulagern und/oder das erste Leuchtstoffbild mit zusätzlichem
Leuchtstoff derselben Farbe zu verstärken. Nachdem alle " Leuchtstoffe in bildmässiger Anordnung abgelagert v/urden,
wird die Frontplatte gebrannt, um das gesamte organische Material von der Oberfläche der Frontplatte zu entfernen.
Da erfindungsgemäß die Leuchtstoffe nach der Belichtung
in die lichtempfindliche Schicht eingebettet werden, hat das erfindungsgemäße Verfahren den offensichtlichen Vorteil,
daß weit weniger Leuchtstoff zur Herstellung einer Kathodenröhre erforderlich ist und daß die Belichtungsdauer
jeder lichtempfindlichen Schicht unabhängig von der Eigenfarbe der verwendeten Leuchtstoffe
ist, wodurch eine einheitlichere Größe der Leuchtstoffpunkte
erzielt wird. Ferner weisen die bevorzugten, positiv wirkenden lichtempfindlichen Schichten der Erfindung
den zusätzlichen Vorteil auf,daß die bei den bekannten Verfahren auftretende, sogenannte "fortgesetzte
Härtungsreaktion" weder die Schärfe der Leuchtstoffpunkte vermindert noch eine Kreuzkontamination
von Leuchtstoffpunkten verursacht. Stattdessen wird durch geringfügige Überbelichtung der erfindungsgemäß
verwendeten, positiv wirkenden, lichtempfindlichen Schichten die Schärfe der Leuchtstoffpunkte erhöht und
jede Möglichkeit einer Kreuzkontamination ausgeschaltet.
— 11 —
109825/2077
Durch die Erfindung wird eine Methode zum Ausbilden eines Leuchtstoff-Deformationsbildes zugänglich, bei der das
Deformationsbild durch Einbetten von Leuchtstoffteilchen vorbestimmter Größe in eine Schicht an der Oberfläche
einer pulveraufnahmefähigen, festen, lichtempfindlichen organischen Schicht entwickelt wird. Dieses Verfahren
macht von der Entdeckung Gebrauch, daß zahlreiche feste organische Schichten, wenn sie in dünnen Schichten aufgetragen
werden, teils in im wesentlichen ihrer natürlich auftretenden oder synthetisch hergestellten Form,
teils unter Zusatz von Additives, um die Pulveraufnahmefähigkeit und/oder Empfindlichkeit gegenüber aktinischer
Strahlung zu regeln, Oberflächeneigenschaften aufweisen
können, die durch Belichten mit aktinischer Strahlung innerhalb eines kritischen Bereiches zwischen einer für
Teilchen aufnahmefähigen Form und einer für Teilchen nicht aufnahmefähigen Form variiert werden können. Wie
nachstehend erklärt werden soll, sind die Aufnahmefähigkeit für Teilchen und die Niehtaufnahmefähigkeit für
Teilchen der festen, dünnen Schichten von der Größe der Teilchen, der Dicke der festen, dünnen Schicht und den
Entwicklungsbedingungen, wie der Schichttemperatur, abhängig.
Allgemein ausgedrückt, unterscheidet sich das erfindungsv gemäße Verfahren zum Ausbilden von Leuchtstoffbildern von
bekannten Methoden in verschiedenartiger, sinnreicher und nicht vorherzusehender Weise. Beispielsweise werden die
ein Bild bildenden Phosphor- oder Leuchtstoffteilchen nicht lediglich vor dem Belichten der lichtempfindlichen
Schicht mit aktinischer Strahlung aufgestaubt, sondern
werden dagegen unter nässiger physikalischer Kraft nach dem Belichten der lichtempfindlichen Schicht mit aktinischer
Strahlung auf die Oberfläche der lichtempfind- . liehen organischen Schicht aufgetragen. Die
- 12 -
109825/2077
lichtempfindliche Schicht hat einen relativ weichen oder für Teilchen aufnahmefähigen Charakter, so daß im
wesentlichen eine Einfachlage aus Phosphorteilchen oder einzelnen kleinen Agglomeraten mit vorbestimmter Größe
mindestens teilweise an der Oberfläche der lichtempfindlichen
Schicht unter Einwirkung von mäßiger physikali-.scher Kraft eingebettet wird . Die Oberflächenbeschaffenheit in dem für Teilchen aufnahmefähigen Bereich ist
höchstens nur geringfügig weich, jedoch nicht fluid, wie bei bekannten Verfahren. Die relativ harte oder für Teilchen
nicht aufnahmefähige Beschaffenheit der lichtempfindlichen
Oberfläche in den nicht bildtragenden Bereichen ist so ausgebildet, daß beim Auftragen von Leuchtstoffteilchen
einer vorbestimmten Größe unter derselben gemäßigten physikalischen Kraft wenige oder keine Teilchen
ausreichend eingebettet werden, um dem Entfernen durch gemäßigte ablösende Wirkung, wie dem Blasen von Luft
gegen die Oberfläche, zu widerstehen. Teilchen, die in den nicht bildtragenden Bereichen verbleiben, werden
in einfacher Weise durch Reiben über die Oberfläche mit einem weichen Schwamm entfernt. Daher sind die entwickelten
Bilder und infolgedessen die weiter verarbeiteten Bildschirme durch praktisches Fehlen von "pick
out" charakterisiert und zeigen im wesentlichen gleichförmige Helligkeit auf dem gesamten Schirm. Außerdem
wird durch das erfindungsgemäße Verfahren das bisherige verschwenderische Auftragen des Leuchtstoffes sowohl
auf bildtragende als auch auf nicht bildtragende Bereiche vermieden, da die Leuchtstoffe nur auf die gewünschten
Bildbereiche aufgetragen werden.
für die Zwecke der Erfindung muß die feste, lichtempfindliche,
organische Schicht, die aus einem organischen Material in der natürlich auftretenden oder
- 13 109825/2077
synthetisch hergestellten Form oder aus einem Gemisch
dieses organischen Materials mit Weichmachern und/oder Photoaktivatoren zum Einstellen der Pulveraufnahmefähigkeit
und Empfindlichkeit gegenüber aktinischer Strahlung bestehen kann, die Fähigkeit haben, einen vorbestimmten
Kontrast oder Wert Ra unter Verwendung eines geeigneten
schwarzen Entwicklungspulvers unter den Entwicklungsbedingungen
auszubilden. Die pulveraufnahmefähigen Bereiche der Schicht (nicht belichtete Bereiche eines positiv wirkenden
lichtempfindlichen Materials oder belichtete Bereiche eines negativ wirkenden lichtempfindlichen Materials)
müssen einen solchen Weichheitsgrad haben, daß geeignete Teilchen durch milde physikalische Kräfte in
eine Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht eingebettet werden können. Die Schicht sollte
jedoch so hart sein, daß Filmdiapositive gegen die Oberfläche gepreßt werden können, ohne -daß die Oberflächen
aneinander kleben oder beschädigt werden, auch wenn durch Lichtstrahlung hoher Intensität leicht erwärmt
wird. Der Film sollte außerdem einen solchen Grad der Zähigkeit haben, daß er während des Entwickeins unversehrt
bleibt. Wenn der Wert R, der lichtempfindlichen Schicht unter etwa 0.2 liegt, so ist die lichtempfindliche
Schicht zu hart, um Leuchtstoffteilchen in geeigneter Konzentration aufzunehmen. Wenn der Wert R,
andererseits über etwa 2.2 liegt, so ist die lichtempfindliche Schicht so weich, daß es schwierig ist,
den Film während der physikalischen Entwicklung unversehrt zu halten und da.ß die Schicht dazu neigt, an
Diapositiven zu haften, so daß die Verwendung eines Vakuumrahmens oder einer Vorrichtung zur Kontaktbelichtung
ausgeschlossen ist. Wenn der Wert R^ über 2.2
liegt, ist ferner die lichtempfindliche Schicht so weich, daß mehr als eine Lage der Phosphorteilchen abgelagert
- 14 109825/2077
werden kann und infolgedessen die treue Bildwiedergabe verloren geht und daß die Schicht durch mechanische Kräfte
verschoben werden kann, was zu einer Verzerrung oder Zerstörung des Bildes führt. Daher muß für die Zwecke der Er-.
findung die lichtempfindliche Schicht die Fähigkeit be- \ sitzen, unter Verwendung eines geeigneten schwarzen Entwicklungspulvers
unter den Entwicklungsbedingungen einen Wert R-, innerhalb des Bereiches von 0.2 bis 2.2, vorzugsweise
0.4 bis 2.0 auszubilden.
κ Der Wert R. einer positiv wirkenden lichtempfindlichen
Schicht, der R, genannt wird, ist ein photometrischer
Meßwert der Reflexionsdichte einer mit schwarzem Pulver entwickelten lichtempfindlichen Schicht, nachdem eine
positiv wirkende, lichtempfindliche Schicht mit aktinischer Strahlung belichtet wurde, die ausreicht, um die belichteten
Bereiche in eine im wesentlichen für Pulver nicht aufnahmefähige Form überzuführen (Aufhellen des Hintergrundes,
clear the background). Der Wert R-, einer negativ wirkenden lichtempfindlichen Schicht, der R^ genannt wird, ist
ein photometrischer Meßwert der Reflexionsdichte eines mit schwarzem Pulver entwickelten Bereiches, nachdem eine
negativ wirkende, lichtempfindliche Schicht mit aktini-
f scher Strahlung belichtet wurde, die ausreicht, um den
belichteten Bereich in einen für Pulver aufnahmefähigen Bereich überzuführen.
Die Reflexionsdichte einer festen, positiv wirkenden,
lichtempfindlichen Schicht (R dt)) wird bestimmt, indem
die lichtempfindliche Schicht auf ein weißes Substrat aufgetragen, bildmässig mit ausreichend aktinischer
Strahlung belichtet wird, um den Hintergrund der festen, positiv wirkenden, lichtempfindlichen Schicht aufzuhellen,
ein schwarzes Pulver (das in der nachstehend beschriebenen Weise aus 77 % Pliolite VTL und 23 %
109825/2077 - 15 -
Neo Spectra-Ruß hergestellt wurde) auf die "belichtete
Schicht aufgetragen wird, das schwarze Pulver unter Entwicklungsbedingungen
als Einfachlage in eine Schicht an der Oberfläche dieser lichtempfindlichen Schicht physikalisch
eingebettet wird und die nicht eingebetteten
\ Teilchen von der lichtempfindlichen Schicht entfernt
werden. Die entwickelte organische Schicht, die bildtra-
\ gende Bereiche und im wesentlichen pulverfreie nicht bildtragende Bereiche aufweist, wird in ein Standard-Photoraeter
mit einer Skaleneinteilung für O bis 100 fo
Reflexion des einfallenden Lichtes oder mit einer äquivalenten Dichteskala gelegt. Das Instrument wird auf eine
pulverfreie, nicht bildtragende Fläche der lichtempfindlichen organischen Schicht auf 0 eingestellt (Dichte 0;
Reflexion 100 %) und dann ein durchschnittlicher Ablesewert
R, des mit Pulver entwickelten Bereiches bestimmt. Die Reflexionsdichte ist ein Maß für den Schwärzungsgrad
der entwickelten Oberfläche, der in Zusammenhang mit der Konzentration der Teilchen pro Flächeneinheit steht. Die
Reflexionsdichte einer festen, negativ wirkenden, lichtempfindlichen Schicht (R(Jn) wird in gleicher V/eise bestimmt,
mit der Ausnahme, daß die negativ wirkende, lichtempfindliche Schicht mit ausreichend aktinischer
Strahlung belichtet wird, um den belichteten Bereich in einen für Pulver aufnahmefähigen Bereich überzuführen.
Wenn unter den Entwicklungsbedingungen der Wert R-, zwischen 0.2 (63.1 1° Reflexion) und 2.2 (0.63 # Reflexion)
oder vorzugsweise zwischen O.4 (39.8 $>
Reflexion) und 2.0 (1.0 $> Reflexion) liegt, so ist das feste, lichtempfindliche
organische Material, das in Porm einer Schicht aufgetragen ist, für die Zwecke der Erfindung
geeignet.
Obwohl der Wert R^ sämtlicher lichtempfindlicher Schichten
*mit eingebettetem schwarzem Pulver .,
109825/2077
unter Verwendung des erwähnten schwarzen Entwicklungspulvers und eines weißen Substrats bestimmt wurde, ist
R, nur ein Maß für die Eignung einer lichtempfindlichen
Schicht für die Zwecke der Erfindung.
Da der Wert R-, irgendeiner lichtempfindlichen Schicht
außer der chemischen Zusammensetzung der lichtempfindlichen Schicht, von zahlreichen anderen Paktoren abhängt,
wird die lichtempfindliche Schicht am besten durch ihren Wert R, unter den Entwicklungsbedingungen
der beabsichtigen Verwendung definiert. Die erfindungsgemäß geeigneten, positiv wirkenden, festen, lichtempfindlichen
organischen Schichten müssen in dem Sinn für Pulver aufnahmefähig sein, daß unter den vorbestimmten
Entwicklungsbedingungen das erwähnte schwarze Entwicklerpulver als einteilige Lage in eine Schicht an der Oberfläche
der nicht belichteten Schicht eingebettet werden kann und dabei ein Wert R^ von 0.2 bis 2.2 (vorzugsweise
0.4 bis 2.0) ausgebildet wird, und sie müssen lichtempfindlich in dem Sinn sein, daß nach dem Belichten
mit aktinischer Strahlung die meisten belichteten Bereich iu. uenunter den vorbestimmten Entwicklungsbedingungen
für Teilchen nicht aufnahmefähigen Zustand (aufgehellter Hintergrund) überführt werden können. Anders
ausgedrückt, muß die positiv wirkende, lichtempfindliche Schicht eine bestimmte eigene Pulveraufnahmefähigkeit
und Lichtempfindlichkeit besitzen. Die positiv wirkenden, lichtempfindlichen Schichten werden offenbar durch
eine lichtkatalysierte Härtungswirkung, wie Photopolymerisation, Photovernetzung oder Photooxydation, in den
für Pulver nicht aufnahmefähigen Zustand übergeführt. Einige dieser Photohärtungsreaktionen sind abhängig von
der Gegenwart von Sauerstoff, wie die Photooxydation von äthylenisch ungesättigten Säuren und Estern mit
- 17 -109825/2077
iimenständiger Unsättigung, während andere durch die
Gegenwart von Sauerstoff inhibiert werden, wie Reaktionen, die auf der Photopolymerisation von Vinyliden- oder
Polyvinyliden-Monomeren für sich oder zusammen mit polymeren Materialien "beruhen. Die letztgenannten Reaktionen erfordern
besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie Aufbewahren in einer Sauerstoff-freien Atmosphäre oder Sauerstoff-undurchlässige
Deckschichten. Aus diesem Grund werden vorzugsweise feste, positiv wirkende, filmbildende organische Materialien verwendet,
die keine endständige äthylenische Unsättigung aufweisen. Wie bereits erwähnt, werden positiv wirkende, feste,
lichtempfindliche organische Schichten bevorzugt, da die sogenannte, bekannte "fortgesetzte Härtungsreaktion11 weder
die Schärfe der Leuchtstoffpunkte vermindert noch eine gegenseitige Verunreinigung oder Kreuzkontamination von
Leuchtstoffpunkten verursacht.
Die erfindungsgemäß geeigneten negativ wirkenden, festen, lichtempfindlichen organischen Schichten müssen in dem
Sinn lichtempfindlich sein, daß durch das Belichten mit
aktinischer Strahlung die meisten belichteten Bereiche der lichtempfindlichen Schicht von einer unter den vorbestimmten
Entwicklungsbedingungen für Pulver nicht aufnahmefähigen Form in eine unter den vorbestimmten Entwicklungsbedingungen
für Pulver aufnahmefähige Form übergeführt werden. Anders ausgedrückt, muß die negativ
wirkende, lichtempfindliche Schicht einen gewissen Mindestwert der Lichtempfindlichkeit und der potentiellen
Pulveraufnahmefähigkeit besitzen. Die negativ wirkenden, lichtempfindlichen Schichten werden offensichtlich durch
eine lichtkatalysierte erweichende Wirkung, wie durch Photodepolymerisation, in die für Pulver aufnahmefähige
Porm übergeführt.
- 18 -
109825/2077
Im allgemeinen umfassen die positiv wirkenden, festen, lichtempfindlichen Schichten, die sich für die Zwecke
der Erfindung eignen, ein fumbildendes organisches Material
in natürlicher oder synthetisch hergestellter Form oder ein Gemisch dieses organischen Materials mit Weichmachern
und/oder Photoaktivatoren zum Einstellen der Pulveraufnahmefähigkeit und Empfindlichkeit gegenüber
aktinischer Strahlung. Zu geeigneten positiv wirkenden, filmbildenden organischen Materialien, die durch
Sauerstoff nicht inhibiert werden, gehören äthylenisch ungesättigte Säuren mit innenständiger Doppelbindung,
wie Abietinsäure, Harzsäuren, partiell hydrierte Harzsäuren, v/ie die unter der Bezeichnung "Staybelite-Harz"
vertriebenen Verbindungen, Baumharz, Ester äthylenisch ungesättigter Säuren mit innenständiger Doppelbindung,
Methylolamide von Maleinölen, wie Sojalecithin, partiell hydriertes Lecithin und Dilinolenyl-alpha-lecithin,
partiell hydrierte Harzsäureester, wie sie unter der Bezeichnung "Staybelite-Ester" vertrieben v/erden, harzmodifizierte
Alkyde, Polymere aus äthylenisch ungesättigten Monomeren, wie Vinyltoluol-alpha-Methylstyrol-Copolymere,
Polyvinylcinnamat, Polyäthylnethacrylat, Vinylacetat-Vinylstearat-Copolymere
und Polyvinylpyrrolidon, Steinkohlenteerharze, wie Cumaron-Inden-Harze, halogenierte
Kohlenwasserstoffe, wie chlorierte Wachse und chloriertes Polyäthylen. Zu positiv wirkenden, lichtempfindlichen
Materialien, die durch Sauerstoff inhibiert werden, gehören Gemische von Polymeren, wie PoIyäthylenterephthalat/-sebacat
oder Celluloseacetat oder -acetat/-butyrat mit mehrfach ungesättigten Vinylidenmonomeren,
wie Äthylem;lykoldiaerylat oder -dimethacrylat,
Tetraäthylenglykoldiacrylat oder -dimethacrylat.
Obwohl zahlreiche positiv wirkende, filmbildende
1 09825/2077
organische Materialien die erforderliche Lichtempfindlichkeit
und Pulveraufnahmefähigkeit bei vorbestimmten
Entwicklungstemperatüren aufweisen, wird im allgemeinen
bevorzugt, die filmbildenden organischen Materialien mit einem oder mehreren Photoaktivatoren und/oder Weichmachern
zu vermischen, um der lichtempfindlichen Schicht optimale
Pulveraufnahmefähigkeit und Lichtempfindlichkeit zu verleihen.
In den meisten Fällen kann die Lichtempfindlichkeit eines Elements um das Mehrfache durch Einarbeiten
eines geeigneten Photoaktivators erhöht werden, der zur Bildung freier Radikale befähigt ist, welche die lichtempfindliche Reaktion katalysieren und die Menge von
Photonen erniedrigen, die zum Hervorrufen der gewünschten
physikalischen Veränderung erforderlich ist»
Zu geeigneten Photoaktivatoren, die zur Bildung freier Radikale befähigt sind, gehören Benzil, Benzoin, Michlers-Keton,
Diacetyl, Phenanthrachinon, p-Dimethylaminobenzoin,
7,8-Benzoflavon, Trinitrofluorenon, Desoxybenzoin, 2,3-Pentandion,
Dibenzylketon, Nitroisatin, Di-(6-dimethylamino-3-pyradil)-methan,
Metallnaphthenate, N-Methyl-N-phenylbenzylamin,
Pyridil, 5,7-Dichlorisatin, Azodiisobutyronitril, Trinitroanisol, Chlorophyll, Isatin
und Bromisatin. Diese Verbindungen können in einer Konzentration eingesetzt werden, die dem 0.001- bis 2-fachen
des Gewichts des filmbildenden organischen Materials entspricht
(0.1 i> bis 200 56 des Gewichts des filmbildenden
Materials). Wie in den meisten katalytischen Systemen ist der beste Photoaktivator und dessen optimale Konzentration
von dem filmbildenden organischen Material
abhängig. Bestimmte Phctoaktivatoren sprechen besser auf einen Typ eines F: ibildners an und können innerhalb
eines ziemlich . ..ben Konzentrationsbereiches wirksam
sein, während andere in Kombination mit im wesentlichen allen Filmbildnern innerhalb weiter Konzentrationsbereiche
geeignet sind.
109825/2077
Die als Photoaktivatoren v/irksamen Acyloine und vieinalen
Diketone, insbesondere Benzil und Benzoin, werden bevorzugt. Benzoin und Benzil sind innerhalb weiter Konzentrationsbereiche
mit im wesentlichen allen filmbildenden, liohternpfindliohen organischen Materialien wirksam.
Benzoin und Benzil haben den zusätzlichen Vorteil, daß sie auf filmbildende lichtempfindliche Schichten eine
weichmachende oder geschmeidig machende Wirkung ausüben und dadurch die Pulveraufnahmefähigkeit der lichtempfindlichen
Schichten erhöhen. Wird Benzil als Photoaktivator verwendet, so sollte es vorzugsweise in einer Menge von
mindestens 1 Gewichtsprozent dea filmbildenden organischen
Materials (dem 0.01-fachen des Gewichts des FiImbildners) vorliegen.
Farbstoffe, optische Aufheller und Lichtabsorber können für sich oder vorzugsweise in Verbindung mit den genannten,
freie Radikale bildenden Photoaktivatoren (primäre
Photoaktivatoren) verwendet werden, um die Lichtempfindlichkeit
der erfindungsgemäßen lichtempfindlichen
Schichten zu erhöhen, indem sie die Lichtstrahlen in Lichtstrahlen mit größeren Wellenlängen umwandeln. Aus
Zweckmässigkeitsgründen werden diese sekundären Photoaktivatoren (Farbstoffe, optische Aufheller und Lichtabsorber)
als "Superphotoaktivatoren" bezeichnet. Zu geeigneten Farbstoffen, optischen Aufhellern und Lichtabsorbern
gehören ^-Methyl-V-dimethylaminocumarin,
Calcofluor yellow HEB, Calcofluor white SB Super 30080, Calcofluor, Uvitex W cone, Uvitex TXS cone, Uvitex KS
(beschrieben in Textil-Rundschau 8 (1953), 339), Uvitex
WGS cone, Uvitex K, Uvitex CF cone, Uvitex W (beschrieben in Textil-Rundschau 8, (1953), 340), Aclarat
8678, ülancophor OS, Tenopol UWPL, JIDAC S-8844, Uvinul
400, Thilflavin TGN cone, Anilin yellow - S (nied.cone)»
- 21 109825/2077
Setoflavine T 5506-140, Auramine 0, Calcozine yellow OX,
Calcofluor RW, Calcofluor G-AO, Acetosol yellow 2 RIiS-PHF,
Eosine "bluish, Chinoline yellow-P cone, Ceniline yellow
S (hoch cone), Anthracene blue Violet fluorescence, Calcofluor white MR, Tenopol PCR, Uvitex GS, Acid-yellow-T-supra,
Acetosol yellow 5 GIS, Calcocid OR. Y. Ex. Cone, Diphenyl-brilliant-flavine 7 GPP, Resoflorm fluorescent
yellow 3 GPI, Eosin yellowish, Thiazol fluorescor G, Pyrazalone orange YB-3 und National PD & C yellow. Einzelne
Superphotoaktivatoren können besser auf einen Typ eines lichtempfindlichen, organischen Pilmbildners und
Photoaktivators ansprechen, als auf andere. Ferner wirken einige Photoaktivatoren besser in Verbindung mit bestimmten
Klassen von Aufhellern, Farbstoffen und Lichtabsorbern. Meist können jedoch die vorteilhaftesten Kombinationen
und Mengenverhältnisse dieser Materialien durch einfache Versuche festgestellt werden.
Wie bereits angegeben, können Weichmacher verwendet werden, um der lichtempfindlichen Schicht optimale Pulveraufnahmefähigkeit
zu verleihen. Mit Ausnahme von Lecithin, sind die meisten der filmbildenden, lichtempfindlichen
organischen Materialien, die sich für die Zwecke der Erfindung eignen, bei Raumtemperatur nicht pulveraufnahmefähig,
jedoch oberhalb Raumtemperatur pulveraufnahmefähig. Es ist daher wünschenswert, eine ausreichende
Menge eines Weichmachers zuzusetzen, um den lichtempfindlichen Schichten Pulveraufnahmefähigkeit
bei Raumtemperatur (15 bis 30° C) oder Umgebungstemperatur zu verleihen und/odsr den R. -Bereich der lichtempfindlichen
Schichten zu erweitern.
Zwar sind zahlreiche weichinachende Mittel, wie Dimethylsiloxane,
Dimethylphthalat, Glycerin und pflanzliche
- 22 109825/2077
Öle als Weichmacher geeignet, Benzil und Benzoin werden jedoch bevorzugt, da diese Materialien, wie bereits angedeutet,
den zusätzlichen Vorteil haben, die Lichtempfindlichkeit der filmbildenden organischen Materialien
zu erhöhen. Als Weichmacher-Photoaktivatoren werden Benzoin
und Benzil.. vorzugsweise in einer Konzentration von 1 Gewichtsprozent bis 80 Gewichtsprozent des filmbildenden,
festen organischen Materials verwendet.
Zu den bevorzugten, positiv wirkenden, lichtempfindlichen
Film-bildriern, die keine konjugierte endständige äthylenische
Unsättigung aufweisen, gehören ungesättigte Säuren mit innenständiger äthylenischer Unsättigung und deren
Ester, insbesondere Phosphatide, Harzsäuren, partiell hydrierte Harzsäuren und partiell hydrierte Harzester.
Werden diese Materialien mit geeigneten Photoaktivatoren, vorzugsweise Acyloinen oder vicinalen Diketonen zusammen
mit Superphotoaktivatoren vermischt, so ist eine weniger als 2 Minuten dauernde Belichtung erforderlich, um den
Hintergrund von lichtempfindlichen Schichten aufzuhellen und die Schichten können unter Ausbildung von Leuchtßtoffmustern
mit der gewünschten Anordnung entwickelt werden.
Im allgemeinen umfassen die erfindungsgemäß geeigneten, negativ wirkenden lichtempfindlichen Schichten ein filmbildendes
organisches Material in natürlicher oder synthetisch hergestellter Form oder ein Gemisch des organischen
Materials mit Weichmachern und/oder Photoaktivatoren zum Einstellen der Pulveraufnahmefähigkeit und
Empfindlichkeit für aktinische Strahlung. Zu geeigneten
negativ wirkenden, filmbildenden organischen Mat-erialien
gehören N-Benzyl-linoleamid, Dilinoleyl-alpha-leci thin.
Rizinuswachs (Glycerin-12-hydroxysteara t), Alhyle.uglykolmonohydroxystearat,
Polyisobutylen und PoLyvinyi;:: tearat.
109825/2077 „23 -
ORlGlNAt
Unter diesen Verbindungen werden Hizinuswachs und
andere hydrierte Ester der Rizinolsäuro (Hydroxystearate)
bevorzugt. Diese Materialien können in gleicher Weise wie die positiv wirkenden, lichtempfindlichen, filmbildenden
organischen Ilaterialien mit Weichmachern und/oder Photoaktivatoren vermischt werden.
Einige feste, lichtempfindliche organische Filmbildner können verwendet werden, "um entweder positiv oder negativ
wirkende lichtempfindliche Schichten herzustellen. So führt beispielsweise eine Schicht aus Poly(n-butylmethacrylat),
die 20 ψ Benzoin enthält (20 Gewichtsteile
Benzoin pro 100 Gewichtsteile des Polymeren) zu guten positiv wirkenden Bildern. Durch Erhöhen des Benzoingehaltes
auf 100 $ wird die Poly(n-butylmethacrylat)-Schicht
in ein gutes negativ wirkendes System umgewandelt.
Der Träger, auf den der Bildschirm aufgetragen wird und der vorzugsweise die innere oder konkave Oberfläche
der Frontplatte einer Kathodenröhre darstellt, wird zuerst gründlich gereinigt. Diese Reinigung kann durch
aufeinanderfolgende Waschen mit Alkohol durchgeführt
werden, auf die Spülungen mit destilliertem oder entionisiertem Wasser folgen. Spülungen mit einer milden
alkalischen Lösung und eine darauffolgende Spülung mit einer schwach sauren Lösung sind ebenfalls wirksam,
jedem der angegebenen Vorgänge sollte jedoch eine gründliche Wäsche mit destilliertem oder entionisiertem V/asser
folgen. Wenn ein Halogenionen enthaltendes Säurebad verwendet wird, so sollte ausreichend gespült werden, um
deren Entfernung zu gewährleisten, da diese außerordentlich
reaktiven loner uzu neigen, den spater aufgetragenen
Leuchtstoff zu vergiften.
- 24 109825/2077
BAD
Die zum Ausbilden eines Wertes K, oder R, O02 - ?. tZ fähige,
feste, lichtempfindliche, filmbildende organische Schicht
kann auf die .Frontplatte beispielsweise durch Aufsprühen, Wirbolbeachichten aus einer Lösung in einem Lösungsmittel
oder durch Beschichten der Frontplatte mit einer ' Lösung in einem Lösungsmittel aufgetragen werden. Das
lichtempfindliche Material wird vorzugsweise durch Aufwärtssprühen
auf den Träger aufgebracht und die Beschichtung allmählich durch aufeinander folgende Sprühvorgänge
und nicht durch einen einzigen Vorgang aufgebaut. Das Hehrfachsprühen gestattet das Auftragen einer
™ gleichförmigeren Beschichtung. Anders als andere Verfahren,
die davon abhängig sind, daß ein bestimmter Grad der Klebrigkeit aufrechterhalten wird, kann dieser Beschichtungsvorgang
fast bei jeder Temperatur und Feuchtigkeit durchgeführt werden.
Die lichtempfindliche Schicht muß mindestens 0.1 Mikron
und vorzugsweise mindestens 0.4 Mikron dick sein, um das
Leuchtstoffpulver während des Entwickelns festzuhalten.
Wenn die Dicke der lichtempfindlichen Schicht weniger als 0.1 Mikron beträgt oder wenn der Durchmesser des
Leuchtstoffpulvers mehr als das 2 5-fache der Gchicht-
^ dicke beträgt, so hält die lichtempfindliche Schicht
den Leuchtstoff nicht mit der erforderlichen Festigkeit
fest. Im allgemeinen kann die lichtempfindliche Schicht
inj t wachsender Schichtdicke größere Leuchtstofftei lohen
festhalten. Wenn jedoch die Dicke der Ii chi empfindlichen
Soliicht ansteigt, v/ird es zunehmend schwi (rigor, während
uvu Enlwi ekelnr, den Film unversehrt zu halten. Daher
muli di ο Di ehe
<ä<.r lichtempfindlichen Schicht 0.1 bis 40
Ui].Ton, v<)r:-,Ui'.f;weiij(; O.4 bis 10 HiJtron, betragen.
Lichtempfindliche ,Schichten mit vorbei; ti mini er Dicla;
10 9825/2077 ' 25 "
werden auf die Frontplatte vorzugsweise aus einem organischen Lösungsmittel (einem Kohlenwasserstoff, wie Hexan,
Heptan oder Benzol, einem halogenierten Kohlenwasserstoff, wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, 1,1,1-Trichloräthan
oder Trichloräthylen) aufgetragen. Im allgemeinen werden
Kohlenwasserstoffe "bevorzugt, um die Möglichkeit einer
Verunreinigung des Leuchtstoffes mit Halogenidionen auszuschalten.
Die Dicke der lichtempfindlichen Schicht kann als Punktion der Konzentration der in dem Lösungsmittel
gelösten Feststoffe variiert werden.
Nachdem die Frontplatte mit einer geeigneten festen, lichtempfindlichen
organischen Schicht überzogen ist, wird ein latentes Bild erzeugt, iru^dem das Element in zur Bildaufnahme
geeigneten V/eise während einer Dauer mit aktin.isoher
Strahlung belichtet wird, die ausreicht, um ein Potential R, von 0.2 bis 2.2 (Aufhellen des Hintsrgrundes der positiv
wirkenden, lichtempfindlichen Schichten oder Aufbauen eines Potentials R^n von 0.2 bis 2.2 bei negativ wirkenden
lichtempfindlichen Schichten) zu erzeugen. Die lichtempfindlichen Elemente können durch ein photographisches
Positiv oder Negativ mit aktinischer Strahlung belichtet werden.
Wie erwähnt, werden die latenten Bilder in positiv wirkenden, lichtempfindlichen Schichten erzeugt, indem das
Element in zur Bildaufnahme geeigneten Weise während einer Dauer belichtet wird, die ausreicht, um den Hintergrund
aufzuhellen, das heißt, um die belichteten Bereiche nicht-pulveraufnahmefähig zu machen. In gewissem Maß variiert
die zum Aufhellen des Hintergrundes erforderliche Menge an aktinischer Strahlung in Abhängigkeit von der
Größe des Entwicklerpulvers und den .Kntwicklungsbedingungen.
Aufgrund dieser Schwankungen ist es häufig wünschenswert,
109825/2077 " *6 ~
leicht überzubelichten, um das vollständige Aufhellen
des Hintergrundes zu gewährleisten und die Abmessungen 'der Leuchte toffpunkte schärfer zu gestalten und die Verunreinigung
der Leuchtstoffpunkte zu vermeiden. Im allgemeinen wird Überbelichtung bei negativ wirkenden, lichtempfindlichen
Elementen bevorzugt, um maximalen Kontrast zu erzielen.
Nachdem das lichtempfindliche Element während einer Dauer,
die zum Aufhellen des Hintergrunds einer positiv wirkenden lichtempfindlichen Schicht oder zum Aufbauen eines
Potentials R^n von 0.2 bis 2.2 ausreicht, mit aktinischer
Strahlung belichtet wurde, wird ein Leuchtstoffpulver mit
einem Durchmesser oder einer Dimension von mindestens Mikron längs einer Achse physikalisch mit einer geeigneten
Kraft, vorzugsweise mechanisch, aufgetragen, um diesen Leuchtstoff in die lichtempfindliche Schicht einzubetten.
Das Leuchtstoff-Entwicklerpulver kann praktisch jede beliebige
Form aufweisen, wie sphärische, nadelige oder plättchenartige Form, vorausgesetzt, es hat längs mindestens
einer Achse einen Durchmesser von mindestens 0.3 Mikron.
Das Leuchtstoffpulver kann in praktisch reiner Form oder
aus einem geeigneten Träger aufgetragen werden. Träger,
wie harzartige oder polymere Materialien können verwendet werden, um die Teilchengröße des Leuchtstoffes zu
regeln und/oder in jeder Entwicklungsstufe eine größere
Menge des Leuchtstoffes aufzutragen. Der Leuchtstoff
kann mit dem polymeren Träger in der Kugelmühle vermählen
werden, um den Träger mit dem Leuchtstoff zu überziehen oder der Leuchtstoff kann gewünachteni'ails
bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunkten eines
harzartLgcn Trügdrs eingemischt, zu geeigneter Größe
vermählen und klassiert werden.
1098 25/207 7 - 27 -
Die leuchtstoffteilchen könne-; η aus zahlreichen konventionellen
farbaussenuenden Piiosphoren gebildet werden, wie
Sulfiden, Uzyden, v/clframaten, Alumina ten, Eoraxen,
Seleniden öler Silicaten eines oder mehrerer Metalle, wie
Zink, Cadr.s.iuEi, beryllium, Magnesium, Mangan, Calcium und
Strontium. Mece Materialien können durch Metalle, Wie
Silber, Kupfer oder Mangan, aktiviert werden.
Das zum Bestimmen des Wertes 1R-, einer lichtempfindlichen
Schicht verwendete schwarze Entwicklerpulver wird gebildet, indem etwa 77 $>
Pliolite VTL (Vinyltoluol-Butadien-Copolyneres)
und 23 ?<> Heo Spectra-Ruß bei einer
Temperatur oberhalb des Schmelzpunkten clers haraartigen
Trägers erhitzt, während 15 Minuten in einem Kautschuk-Walzwerk vernascht und danach in einem Hikro-Atomiser
vermählen werden.
Die für die kweeire der Erfindung geeigneten Leuchtetofi1-pulver
enthalten Teilchen, deren Durclimpssei1 oder Dimension
läiifre mjndestena einer Achse 0.;) biß 40 Mikron,
vorzugsweise 0,5 bis 10 Mikron beträgt. Oabei eignen
sich Pulver Kit einem Durchmesser in der Größenordnung
von 1 biß 15 Mikron am besten für lichtempfindliche Schichten einer McIie von 0.4 bis 10 Mikron. Die maximale
Teilchengröße int von der Dicke der lichtempfindlichen
Schicht abhängig, während die Mindest teilchengröße unabhängig
von dvr Schichtdicke ist. EleLrtronenrnikroBko>pii3che
Untercu Chung en haben gezeigt, daß Pulver, dessen
Durchmesser dar; ;<5-j'a°iH der Dicke der lichtempfindlichen
Schicht Iu t r^gt« nicht uamrhaft in Ii öl:· lunrd' i.ndl ich ο
Schichten v?.nr<A
< i 1 -v.i v/(-rd(!}-- 1;;:·ηη. Allgeriei.n werden die
besten Ei'i,e!-?>i;:iro crt;? 1, \n-mx dar DurcKt.h..'.·.':>er qpb
RiI verteil i-jj^i).'- ν/..-ΐϋ ;·!;; civ;a dn;; 10 .fache der Dicke
der lieht ·< -:: ι i iiu i .f» Lon i'.oni (?h1 betrögt. Jn drn liieint'-n
Fäl Iv-U stcr».-n L- \.ch\ -st aiii c-.i Ί eh tjn .eiiK ' ürö!,t von wehr
1 0 9 3 ;J B /2077 „ r.8 „
6AD
als 40 Mikron nicht das Entwickeln des Bildes, vorausgesetzt, daß das Entwicklerpulver eine geeignete Konzentration
an Pulverteilchen von weniger als 40 Mikron aufweist, deren Größe weniger als das 25-fache und vorzugsweise
weniger als das 10-fache der Dicke der lichtempfindlichen Schicht "beträgt,.
Obwohl Leuchtstoffteilchen einer Größe von mehr als 40
Mikron keinen störenden Einfluß auf das Entwickeln des Bildes zeigen, kann die Anwesenheit von Teilchen mit
einem Durchmesser von weniger als 0.3 Mikron längs sämtlicher Achsen nachteilig sein. Im allgemeinen wird die Verwendung von Leuchtstoff-Entwicklerpulver bevorzugt, in dem praktisch alle Pulverteilchen längs mindestens
einer Achse einen Durchmesser von nicht weniger als Mikron, vorzugsweise mehr als 0.5 Mikron aufweisen, da Teilchen mit weniger als 0.3 Mikron dazu neigen, in
bildfreien Bereichen eingebettet zu werden. Mit ansteigender Teilchengröße der kleinsten Phosphorteilchen in dem Entwickler wird eine geringere Belichtung mit
aktinischer Strahlung erforderlich, um den Hintergrund aufzuhellen.
einem Durchmesser von weniger als 0.3 Mikron längs sämtlicher Achsen nachteilig sein. Im allgemeinen wird die Verwendung von Leuchtstoff-Entwicklerpulver bevorzugt, in dem praktisch alle Pulverteilchen längs mindestens
einer Achse einen Durchmesser von nicht weniger als Mikron, vorzugsweise mehr als 0.5 Mikron aufweisen, da Teilchen mit weniger als 0.3 Mikron dazu neigen, in
bildfreien Bereichen eingebettet zu werden. Mit ansteigender Teilchengröße der kleinsten Phosphorteilchen in dem Entwickler wird eine geringere Belichtung mit
aktinischer Strahlung erforderlich, um den Hintergrund aufzuhellen.
Zum Erzielen bester Ergebnisse sollte das Leuchtstoff-Entwicklerpulver
praktisch ausschließlich aus Teilchen bestehen (mindestens zu 95 Gewichtsprozent), deren
Durchmesser längs einer Achse mehr als 1 Mikron und vorzugsweise 1 bis 15 Mikron beträgt, wenn dieses Pulver
in Verbindung mit lichtempfindlichen Schichten einer
Dicke von 0.4 bis 10 Mikron eingesetzt wird. Auf diese Weise wird eine maximale Pulvereinbettung in bildtragenden Bereichen erzielt.
Durchmesser längs einer Achse mehr als 1 Mikron und vorzugsweise 1 bis 15 Mikron beträgt, wenn dieses Pulver
in Verbindung mit lichtempfindlichen Schichten einer
Dicke von 0.4 bis 10 Mikron eingesetzt wird. Auf diese Weise wird eine maximale Pulvereinbettung in bildtragenden Bereichen erzielt.
Genauer beschrieben, wird das Leuchtetoff-Entwicklerpulver
direkt auf die lichtempfindliche Schicht
109825/2077 ~ 29 "
aufgetragen, während die für Pulver aufnahmefähigen Bereiche dieser Schicht sich in einem höchstens geringfügig
weichen Zustand befinden und diese Schicht bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunks der Schicht
und des Pulvers, gehalten wird. Das Pulver v/ird über die
zu entwickelnde Fläche verteilt und physikalisch in die Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht
eingebettet, was vorzugsweise mechanisch durch eine Kraft mit einer seitlichen Komponente erfolgt, wie durch eine
hin- und hergehende und/oder kreisende Reibe- oder Scheuerwirkung unter Verwendung eines weichen Bausches oder
Kissens, einer feinen Bürste oder eines aufgeblasenen Ballons. Gewünschtenfalls kann das Pulver gesondert
aufgetragen werden oder in dem Bausch oder der Bürste enthalten sein. Die Menge des Pulvers ist nicht kritisch,
vorausgesetzt, daß ein Überschuß über die zur vollständigen Entwicklung des Bereiches erforderliche Menge vorliegt,
da die Entwicklung vorwiegend von der gegenseitigen Einwirkung der Teilchen und nicht von den Kräften
zwischen Bürste und Oberfläche oder Bausch- bzw. Kissen und Oberfläche abhängig zu sein scheint, um eine Schicht
von Pulverteilchen, die im wesentlichen die Stärke eines
Teilchens aufweist (Teilchen-Einfachlage) in eine Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht einzubetten.
Uur eine einfache Lage der Pulverteilchen dringt
in die pulveraufnahmefähigen Bereiche der lichtempfindlichen Schicht ein, selbst wenn die lichtempfindliche
Schicht um das Mehrfache dicker ist, als der Durchmesser der Entwicklerteilchen.
Das zum Entwickeln verwendete Kissen oder die Bürete
ist nur insofern kritisch, als es nicht so steif sein sollte, daß es bei der Verwendung unter mäßigem Druck
mit der bevorzugten Pulvermenge beim Entwickeln des Films die Filraoberflache zerkratzt oder verschrammt.
109825/2077 _ 30 _
205 θ
Besonders geeignet zu diesem Zweck ist gewöhnliche-.: - .,.:
Baumwollwatte, die lose zu einem Bausch etwa der Größe eines Baseballs zusammengepreßt ist und ein Gewicht, van-..·..·
etwa 3 bis 6 g hat. Die während des Entwickeins auf;-sign■:,.-.:-.:ΐ
Bausch ausgeübte entwickelnde Bewegung und Kraft ist " ·:·
nicht kritisch. Die Geschwindigkeit der Polierwirkung. ist nicht kritisch, davon abgesehen, daß sie den Zeitbedarf
beeinflußt, da eine rasche Bewegung eine geringere Dauer erfordert, als eine langsame. Die angewendete bevorzugte
mechanische Bewegung besteht im wesentlichen in einer seitlichen Einwirkung, wie sie beim Feinpolieren
einer Holzoberfläche durch Abschleifen von Hand oder durch Bearbeitung mit Stahlwolle auftritt.
Das Bestreichen von Hand ist voll befriedigend und wenn
es unter den obengenannten Bedingungen vorgenommen wird, führt es in reproduzierbarer Weise zu der höchstmöglichen
Dichte, die mit dem Material erzielt werden kann. Das bedeutet, daß die Maximalkonzentration von Seilchen.
pro Flächeneinheit unter den beschriebenen Bedingungen abgelagert wird, die von den physikalischen Eigenschaften
des Materials, wie Weichheit, Elastizität, Plastizität und Haftvermögen, abhängig ist. Im wesentlichen dieselben
Ergebnisse können erzielt werden, wenn zum Auftragen des Pulvers eine mechanische Vorrichtung verwendet v/ird. Zum
Erzielen der beschriebenen Streichwirkung kann eine rotierende oder rotierende und oszillierende zylindrische
Bürste oder ein Kissen oder Bausch verwendet werden, die zu einem im wesentlichen gleichen Endergebnis führen.
Nach dem Auftragen des Leuchtstoffes verbleibt überschüssiger
Leuchtstoff, der nicht ausreichend in die Prontplatte eingebettet oder mit dieser verbunden wurde,
auf der Oberfläche. Dieser Leuchtstoff kann in jeder
- 31 109825/207 7
BAD ORIGINAL
geeigneten V/eise entfernt werden, beispielsweise durch
Abwischen mit einem sauberen Bausch oder einer Bürste, wobei gewöhnlich eine etwas stärkere Kraft als beim mechanischen
Entwickeln angewendet wird, durch Anlegen von Vakuum, durch Vibration oder durch Abstreifen mit
Hilfe eines Luftstrahls. Der überschüssige Leuchtstoff
kann gewonnen werden. Aus Gründen der Einfachkeit und 'wegen der Gleichmässigkeit der Ergebnisse wird das überschüssige
Pulver gewöhnlich mit Hilfe einer Blaspistole weggeblasen, die einen Luft-Liniendruck von etwa 1.4
bis 2.8 kg/cm (20 bis 40 psi) aufweist. Die Pistole wird vorzugsweise unter einem Winkel von 30 bis 60° in
einem Abstand von 2,54 cm bis 30.5 cm (1 bis 12 inches), vorzugsweise 7.6 bis 20.3 cm (3 bis 3 inches) gegen die
Oberfläche gehalten. Der Druck, mit dem die Luft auf die Oberfläche auftrifft, beträgt etwa 0.007 bis 0.21
kg/cm , vorzugsweise 0.017 bis 0.14 kg/cm (0.1 bis 3» vorzugsweise etwa 0.25 bis 2 psi). Die Reinigung mit
Hilfe des Luftstrahls kann während einiger Sekunden oder länger durchgeführt werden, bis keine weiteren,
lose festgehaltenen Teilchen entfernt werden. Das verbleibende
Pulver sollte so fest haften, daß es durch Abwischen mit gemäßigter Kraft oder eine andere geeignete
Abriebwirkung nicht entfernt wird.
Die Frontplatte, die einen ersten Leuchtstoff in bildmässiger
Anordnung enthält, wird danach mit einer zweiten festen, lichtempfindlichen organischen Schicht
überzogen, während der erste Leuchtstoff in seiner bildmässigen Anordnung gehalten wird, und die zweite
Schicht wird in der gleichen V/eise behandelt, um Leuchtstoffe mit unterschiedlichen Farben abzulagern
und/oder das Muster des ersten Leuchtstoffes mit zusätzlichem
Leuchtstoff derselben Farbe zu verstärken.
- 32 109825/2077
Die beschriebenen Verfahrensschritte werden so oft wie erforderlich wiederholt, gewöhnlich dreimal, um drei
verschiedene leuchtstoffe für die zur Zeit.gebräuchliche, übliche Röhre, abzulagern. Nachdem alle Leuchtstoffe
in bildmässiger Anordnung abgelagert wurden, wird die Frontplatte entweder vor oder nach dem Zusammenbauen der
Röhre gebrannt, um das gesamte organische Material von der Oberfläche der Frontplatte zu entfernen und um nicht
angeschmolzene Leuchtstoffe mit der Oberfläche der Frontplatte zu verschmelzen. Für die Zwecke der Erfindung ist
es wesentlich, daß jede feste, lichtempfindliche orgall nische Schicht auf die den ersten Leuchtstoff oder die
ersten Leuchtstoffe tragende Frontplatte aufgetragen wird, ohne daß die bildmässige Anordnung der vorher abgelagerten
Leuchtstoffe gestört wird.
Zum Auftragen von einer oder mehreren festen, lichtempfindlichen
organischen Schichten auf eine bildtragende Frontplatte, während der erste oder die ersten Leuchtstoffe
in bildmässiger Konfiguration gehalten werden, können zahlreiche Methoden angewendet werden. Einige
dieser Methoden, wie die Verfahrensweisen, bei denen das lichtempfindliche organische Material aus einem
^ flüssigen Träger abgelagert wird, sind in gewissem Maß durch die Löslichkeitseigenschaften der lichtempfindlichen
organischen Schicht beschränkt. Beispielsweise kann die Bildtreue des Leuchtstoffbildes verlorengehen,
wenn die Frontplatte, die eine erste, lichtempfindliche organische Schicht trägt, welche eine Einfachlage
von Leuchtstoffteilchen festhält, mit einer zweiten lichtempfindlichen Schicht aus einem Träger, der ein
gutes Lösungsmittel für die erste lichtempfindliche Schicht ist, fließbeschichtet wird. Die3e Schwierigkeit
kann auf zahlreichen Wegen gering gehalten oder überwunden werden. Beispielsweise bleibt die Bildtreue des
109825/2077 " 53 "
Leuchtstoffbildes im allgemeinen gut, wenn die zweite oder eine darauffolgende lichtempfindliche organische
Schicht oder Schichten aus einem Träger aufgetragen werden, der ein gutes Lösungsmittel für die lichtempfindliche
organische Schicht oder Schichten darstellt, die den oder die Leuchtstoffe festhalten, wenn diese Schicht
durch Aufwärtssprühen auf die Frontplatte aufgetragen wird. G-ewünschtenfalls kann eine trockene lichtempfindliche
Schicht aus einem Aerosol abgelagert werden, das in ausreichender Entfernung von der Frontplatte gehalten
wird, so daß praktisch das gesamte '!reibmittel verdampfen
kann, bevor die feste organisch;) Schicht sich auf der Frontplatte ablagert. Andererseits können die
zweite oder folgende feste, lichtempfindliche organische
Schichten auf der Frontplatte, die den oder die ersten Leuchtstoffe trägt, ohne Zerstörung der bildmäßigen
Anordnung dieses oder dieser ersteh Leuchtstoffe abgelagert werden, wenn die darauffolgenden lichtempfindlichen
organischen Schichten aus einem Träger aufgebracht werden, der ein relativ schlechtes Lösungsmittel
für die vorher abgelagerten, festen, lichtempfindlichen
organischen Schichten darstellt.
Zahlreiche Methoden können angewendet werden, um die Löslichkeitseigenschaften
der festen, lichtempfindlichen organischen Schicht zu ändern, welche die Leuchtetoffteilchen
in bildmässiger Anordnung festhält und/oder um die Haftung der Leuchtstoffteilchen an der Frontplatte
zu verändern. So können beispielsweise verschiedene polyfunktionelle Verbindungen, die bekanntlich mit
der festen, lichtempfindlichen organischen Schicht reagieren, auf die mit dem Leuchtstoffbild versehene. Schicht
aufgetragen und mit ihr vor dem Auftragen der zweiten
lichtempfindlichen organischen Schicht umgesetzt werden,
- 34 109825/2077
Zu geeigneten polyfunktionellen Verbindungen gehören
mehrwertige Metallsalze, Dimethylolharnstoff, Harnstoff -Formaldehyd-Harze und Melamin-Formaldehyd-Harze.
In manchen Fällen kann es wünschenswert sein, das erste, Bild mit diäthylenisch ungesättigten, polymerisierbaren
Vinylidenmonomeren oder mit Dichromat zu behandeln und die Schicht mit aktinischer Strahlung in eine unschmelzbare
Form überzuführen. In einigen Fällen können die Löslichkeitseigenschaften der ursprünglich lichtempfindlichen
Schicht nach dem Entwickeln durch gleichmässige Belichtung verändert werden. Beispielsweise können die
P nicht belichteten Bereiche fester, lichtempfindlicher 1 organischer Schichten, die ein thermoplastisches Polymeres
und ein diäthylenisch ungesättigtes, polymerisierbar es Vinylidenmonomeres enthalten, durch gleichmässige
aktinische Strahlung in eine· thermisch gehärtete Form übergeführt werden.
In manchen Fällen ist es vorteilhaft, die mit dem Leuchtstoffbild versehene Schicht mit einer Isolierschicht zu
überziehen, um die Löslichkeitseigenschaften der Oberfläche
des Substrats zu verändern, auf welche die zweite lichtempfindliche Schicht aufgetragen wird. Wenn beife
spielsweise sowohl in der ersten als auch in der zweiten Schicht ein kohlenwasserstofflösliches, wasserunlösliches,
lichtempfindliches organisches Material verwendet wird,
so kann eine hydrophile Schicht, wie Polyvinylalkohol, als Isolierschicht zwischen den beiden lichtempfindlichen
Schichten abgelagert werden. Gewünschtenfalls kann die Isolierschicht unter Verwendung eines mit Dichromat behandelten
Kolloids zu einer unschmelzbaren Form gegerbt werden, wie mit Dichromat-behandeltem Polyvinylalkohol
oder Gelatine und durch Bestrahlen der Schicht mit gleichmässiger aktinischer Strahlung, welche die
Isolierschicht gerbt.
- 35 109825/2077
In anderen Fällen kann es wünschenswert sein, die Leuchtstoffteilchen
in die Oberfläche der Frontplatte einzuschmelzen. Wenn "beispielsweise sowohl in der ersten als
auch der zweiten Schicht ein kohlenwasserstofflösliches, wasserunlösliches, lichtempfindliches organisches Material
verwendet wird, so kann ein hydrophiler Träger für die Leuchtstoffteilchen, wie Polyvinylalkohol, Maisstärke
oder Reisstärke mit Hilfe von Wasserdampf mit der · Oberfläche der Frontplatte verschmölzen werden, wodurch
die Leuchtstoffteilchen an die Frontplatte angeschmolzen
werden. Nach einer besonders bevorzugten Methode wird jedes abgelagerte Leuchtstoffmuster vor dem Auftragen
einer neuen lichtempfindlichen organischen Schicht gebrannt. Durch das Brennen wird das gesamte organische
Material von der Oberfläche der Frontplatte entfernt und
es werden die Leuchtstoffteilchen in genauer bildmässiger
Anordnung mit der Frontplatte verschmolzen, so daß das Leuchtstoffmuster unangreifbar für die Wirkungen der
Trägermaterialien wird, die zum Auftragen der lichtempfindlichen organischen Schichten verwendet werden.
Die Erfindung ist ,zwar in erster Linie auf die Herstellung
von Bildschirmen für Farbfernsehröhren gerichtet,
sie kann jedoch auch zur Herstellung von Keramikgegenständen, wie Schwarzweiß-Fernsehröhren und Töpferwaren
mit verschiedenen "Designs-angewendet werden. Bei
dieser Modifikation des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
ein geeignetes keramisches Material, das eine feste, lichtempfindliche organische Schicht mit einem Wert R-,
von 0.2 bis 2.2, vorzugsweise 0.4 bis 2.0, trägt, in zur Bildaufnahme geeigneter Weise mit aktinischer Strahlung
belichtet, um ein Potential R-, von 0.2 bis 2.2 auszubilden.
Auf diese organische Schicht werden
- 36 ~
109825/2077
BAD
frei-fließende Pulverteilchen eines schmelzbaren Pigments
aufgetragen, deren Durchmesser längs mindestens einer Achse mindestens 0.3 Mikron, jedoch weniger als
das 25-fache der Dicke der organischen Schicht beträgt, während die Schicht bei einer Temperatur unterhalb des
Schmelzpunkts des Pulvers und der organischen Schicht gehalten wird. Die Pulverteilchen werden als Einfachlage
in einer Schicht an der Oberfläche der Schicht physikalisch eingebettet, um ein Bild zu erzielen, dessen
Bereiche in ihrer Dichte entsprechend der Stärke der Belichtung eines jeden Bereiches variieren, nicht eingebettete
Teilcnen werden von der organischen Schicht entfernt
und der Keramikgegenstand gebrannt, um das Pigment mit dem Gegenstand zu verschmelzen. Bei diesem
Verfahren kann ein einziges Pigment auf den Keramikgegenstand aufgetragen und gebrannt werden oder es können
zwei oder mehrere Pigmente auf den Keramikgegenstand aufgebracht
werden, wobei nach jedem Auftrag des Pigments oder nach dem Auftragen sämtlicher Pigmente ein Brennvorgang
durchgeführt wird.
Im allgemeinen kann jede der bereits im Hinblick auf die Herstellung von Farbfernsehröhren beschriebene Methode
angewendet werden. Außerdem können die Keramikgegenstände durch negative oder positive Bildvorlagen von
Strichbildern, Raster- oder Halbton-Bildern belichtet werden, wobei ausgezeichnete Strichbilder, Halbtonbilder
und Rasterbilder erzeugt werden.
Wie in den deutschen OffenlegungsSchriften 20 03 764, 20 03 761 und 20 03 762
Wie in den deutschen OffenlegungsSchriften 20 03 764, 20 03 761 und 20 03 762
erläutert wird, kann die Deformationsbildtechnik vorteilhaft
zum Ausbilden von Strich-, Raster- und Halbton-Bildern angewendet werden.
Die Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele veranschaulicht.
109825/2077 -57-
1 1/4 g Staybelite-Sster Nr. 10 (teilweise hydrierte
Harzsäureester des G-lycerins) und 0.25 g Benzil, gelöst
in 100 ml Hexan, werden durch Aufwärtssprühen auf die
Frontplatte auf die konkave Oberfläche einer gereinigten Prontplatte aufgetragen, wobei eine 2 Mikron dicke lichtempfindliche
Schicht gebildet wird. Ein Diapositiv mit geeignetem Muster, das zum Erzeugen der gewünschten Anordnung
von Streifen, Linien oder Punkten befähigt ist (in diesem Pail von Punkten), wird dann über der Frontplatte
angeordnet und die Frontplatte durch das Diapositiv während etwa 3 Minuten mit der Lichtstrahlung eines Kohlelichtbogens
belichtet. Die Frontplatte wird in einem bei 24° G und 50 fo relativer Feuchtigkeit gehaltenen Raum entwickelt,
indem mit einem Wattebausch über die Frontplatte gerieben wird, der grüne Leuchtstoffteilchen (mit Silber
aktiviertes Zinkcadmiumsulfid) mit einem Durchmesser von
etwa 1 bis 40 Mikron längs der größten Achse enthält. Der grüne Leuchtstoff wird durch Hin- und Herreiben mit
dem Wattebausch über die lichtempfindliche Schicht mit Hilfe einer Kraft, die zum Feinpolieren von Holzoberflächen
angewendet wird, in die nicht belichteten Bereiche der lichtempfindlichen Schicht eingebettet. Überschüssiger
Leuchtstoff wird durch Aufblasen von Luft unter einem Winkel von etwa 30° gegen' die Oberfläche von
der lichtempfindlichen Schicht entfernt, bis die Oberfläche im wesentlichen frei von Leuchtstoffteilchen ist.
Die Frontplatte wird dann mit einem frischen Wattebausch abgerieben, wodurch eine treue Reproduktion des Leuchtstoff
-Punktmusters auf der Frontplatte erzielt wird. Durch Brennen der Frontplatte werden die Leuchtstoffteilchen
mit der Frontplatte verschmolzen und die licht-. empfindliche organische Schicht verflüchtigt.
- 38 109825/2077
Die Frontplatte v/ird mit der zur Herstellung des ersten Leuchtstoffmusters verwendeten Staybelite-j^ster-Sensibilisierlösung
erneut sensibilisiert. Ein mit geeignetem Muster versehenes Diapositiv wird dann in einer
zweiten Lage gegenüber der Frontplatte angeordnet und die Frontplatte durch das Diapositiv mit den Lichtstrahlen
eines Kohlelichtbogens während etwa 3 Minuten belichtet. Die Frontplatte wird unter Verwendung eines
blauen Leuchtstoffes (mit Silber aktiviertes Zinksulfid)
einer Teilchengröße von etwa 1 bis 40 Mikron längs der größten Achse in der in dem vorhergehenden Absatz beschriebenen
Weise entwickelt. Nach dem Einbetten des blauen Leuchtstoffes in die nicht belichteten Bereiche
der lichtempfindlichen Schicht wird der überschüssige Leuchtstoff entfernt und die Frontplatte gebrannt.
Der Vorgang wird ein drittes Mal wiederholt, um einen rot-emittierenden Leuchtstoff (mit Silber aktiviertes
Zink-cadmiumsulfid) einer Teilchengröße von 1 bis 40
Mikron längs der größten Achse einzubetten. Nach dem Einbetten des roten Leuchtstoffes und dem Entfernen
von nicht eingebettetem Leuchtstoff von der Frontplatte wird die Frontplatte erneut gebrannt, wobei ein Bildschirm
erzeugt wird, der unzählige Tripel aus grünen, blauen und roten Farbleuchtpunkten, die sämtlich vollkommen
rund sind und die gleiche Größe besitzen, aufweist.
Beispiel 1 wird mit im wesentlichen denselben Ergebnissen wiederholt, ausgenommen, daß der Staybelite-Ester
Nr. 10 als Sensibilisator durch einen Sensibilisator ersetzt wird, der 5 g der äthanolunlöslichen
Fraktion von Sojalecithin und 0.2 g Benzil, gelöst in 100 ml Hexan, enthält und daß die Belichtungsdauer
auf 60 Sekunden verringert wird.
109825/2077 - 39 -
BAD ORIGINAL
205B340
Beispiel 1 wird mit im v/es entlichen denselben Ergebnissen
mit der Ausnahme wiederholt, daß die Frontplatte nur nach dem Entwickeln des dritten Leuchtstoffmusters
gebrannt wird und daß das erste und zweite Leuchtstoffmuster
mit einer 5 $a-igen wässrigen Lösung von Polyvinylalkohol
besprüht und dabei nach Trocknen eine hydrophile Polyvinylalkohol-Isolierschicht gebildet wird.
Beispiel 3 wird mit im wesentlichen den gleichen Ergebnissen und mit der Ausnahme wiederholt, daß die PoIyvinylalkohol-Isolierschiehteii
durch dichromatbehandelte Polyvinylalkoholschichten ersetzt werden und daß die
Polyvinylalkoholschichten durch gleichmässiges Belichten der gesamten Scliicht mit Ultraviolettlicht gegerbt werden.
Beispiel 1 wird mit der Ausnahme wiederholt, daß die Frontplatte erst nach dem Einbetten des dritten Leuchtstoffes
gebrannt wird. Dabei werden im wesentlichen die gleichen Ergebnisse erzielt.
Beispiel 1 wird unter Erzielen im wesentlichen der gleichen Ergebnisse mit der Ausnahme wiederholt, daß
der als Sensibilisator verwendete Staybelite-Ester Nr. 10 durch eine Sensibilisatorlösung ersetzt wird,
die 0.64 g Staybelite-Ester Hr. 10 und 0.16 g Benzil, gelöst in 100 ml Hexan, enthält.
Beispiel 1 wird wiederholt, wobei der Staybelite-Ester Nr. 10 als Komponente des SensibilisatorB durch (1)
Abietinsäure, (2) Staybelite-Harz (teilweise hydrierte ,
109825/2077 -40-
Harzsäuren) und (3) Staybelite-Ester Hr. 5 (teilweise hydrierter Glycerin-Harzester) in gleicher Gewichtskonzentration ersetzt wird. Dabei werden iin wesentlichen
die gleichen Ergebnisse erzielt.
Beispiel 1 wird mit der Ausnahme wiederholt, daß jedes Belichten mit aktiniseher Strahlung unter Verwendung
eines Elektronenstrahls durchgeführt wird, nachdem die Frontplatte in eine genau evakuierte Röhre eingesetzt
wurde. Dabei werden im wesentlichen die gleichen Ergebnisse erzielt.
Dieses Beispiel verdeutlicht die Verwendung eines negativ wirkenden lichtempfindlichen Überzugs zum Herstellen
der Frontplatte einer Kathodenröhre. Beispiel 1 wird mit der Ausnahme wiederholt, daß die Staybelite-Ester Hr.
enthaltende Überzugslösung durch eine Lösung ersetzt wird, die aus 1.5 g Paracin 15 (Äthylenglykol-monohydroxystearat),
0.2 g Benzil und 0.2 g 4-Methyl-7-dimethyl-aminocumarin in 100 ml 1,1,1-Triehloräthan besteht und daß anstelle
eines Diapositivs eine Schattenmaske verwendet wird.
Dieses Beispiel verdeutlicht die Herstellung einer dreifarbigen keramischen Wärmeplatte. 0.96 g Staybelite-Ester
Nr. 10, 0.24 g Benzil und 0.144 g 4-Methyl-7-dimethylaminocumarin,
gelöst in 100 ml Chlorothen wurden durch Fließbeschichten auf eine glasierte 0.635 cm dicke
ρ keramische Kachel einer Größe von 38.71 cm aufgetragen,
während die Platte unter einem Winkel von etwa 60° gegen die Horizontale geneigt war. Nach dem lufttrocknen
während etwa einer Hinute wurde das lichtempfindliche
- 41 109825/2077
Element in einen Vakuumrahnien in Kontakt mit einem
cyanblauen Farbtrennungs-Diapositiv der zu kopierenden Reproduktion gelegt und während etwa 60 Sekunden mit
einer punktförmigen Quecksilberlichtquelle belichtet.
Das lichtempfindliche Element wurde aus dem Vakuumrahmen
entfernt und entwickelt, indem mit einem Wattebausch, der Blue Overglaze Nr. 6341 von B.F. Drakenfeld
& Company enthielt, über das Element gerieben wurde. Die blaue Überglasur wurde in die nicht belichteten Bereiche
der lichtempfindlichen Schicht eingebettet und überschüssige Überglasur durch Aufblasen von luft unter
einem Winkel von etwa 30°. gegen die Oberfläche entfernt, bis die Oberfläche im wesentlichen frei von Teilchen war.
Die Reproduktion wurde mit einem frischen Wattebausch abgerieben, wodurch eine treue Reproduktion des Diapositivs
erhalten wurde. Die blaue Überglasur wurde in einem Muffel-Ofen während einer Stunde bei 982° C mit
der Keramikfließe verschmolzen, diese aus dem Ofen entfernt und abgekühlt.
Nach dem-Abkühlen der mit Bild versehenen Keramikfliese
auf Raumtemperatur wurde diese mit derselben Sensibilisatorlösung fließbeschichtet, die zur Herstellung der
blauen Überglasur verwendet worden war, luftgetrocknet,
in Übereinstimmung mit dem gelben Farbtrennpositiv (Farbauszug)gebracht, in der oben beschriebenen Weise
belichtet, mit gelber Überglasur (Yellow Overglaze Nr. 6286 von B.P, Drakenfeld und Company) entwickelt
und in der vorher beschriebenen Weise die Überglasur auf die Keramikfliese aufgeschmolzen.
Nach dem Abkühlen der bildtragenden Keramikflieae auf
Raumtemperatur wurde diese mit derselben Sensibilisatorlösung beschichtet, die zur Herstellung der blauen und
109825/2077 "'^ "
gelben Überglasur verwendet v/orden war, luftgetrocknet,
in Übereinstimmung mit dein magentaroten Farbauszug (Farbtrennpositiv)
gebracht, belichtet, mit blutroter Über- * glasur (Blood Red Overglaze Nr. 6344 von B.F. Drakenfeld
& Company) entwickelt und bei 982° C während einer Stunde im Muffel-Ofen gebrannt. Die glasierte Fliese stellte
eine exakte Wiedergabe der Reproduktion dar, von der die Farbauszugs-Diapositive hergestellt worden waren.
Im wesentlichen die gleichen Ergebnisse werden ersielt,
wenn die ersten beiden Brennstufen weggelassen werden und auf die entwickelte Überglasur eine Grundierung aus
etwa 5 $-igem wässrigem Polyvinylalkohol aufgetragen wird, bevor die frische Sensibilisatorlösizng aufgebracht wird.
Eine einfarbig glasierte Keramikplatte (ceramic hot plate) wurde in der in Beispiel 10 beschriebenen Weise unter Verwendung
der blutroten Überglasur (Blood Red Nr. 6344 Overglaze) hergestellt, mit der Ausnahme, daß das aufgetragene
Bild bei 538 G in einem Muffel-Ofen gebrannt wurde. Nach einer Stunde bei 538° C wurde der Muffel-Ofen
abgeschaltet und die in dem Muffel-Ofen belassene Fliese langsam abkühlen gelassen. Da'
zeichnetes einfarbiges Bild erzielt.
Fliese langsam abkühlen gelassen. Dabei wurde ein ausge-
- 43 109825/2077
Claims (1)
- 205B340- 45 Patontans prü eheM. Verfahren zum Auftragen von farbigen oder farbaus- ~"" sendenden Materialien auf die Oberfläche eines Glas— oder Keramikgegenstandes, dadurch gekennzeichnet, daß mana) die Oberfläche des Glas- oder Keramikgegenstandes, der eine feste, lichtempfindliche organische Schicht trägt, die zur Ausbildung eines R.-Wertes von 0.2 bis 2.2 befähigt ist, bildmässig mit aktinischer Strahlung belichtet,b) die Belichtung durchführt, bis ein Potential R, von 0.2 bis 2.2 erreicht ist,c) auf die Schicht aus organischem Material freifließende Teilchen des farbigen oder farbaussendenden Materials aufträgt, die längs mindestens einer Achse einen Durchmesser von mindestens 0.3 Mikron, jedoch weniger als das 25-fache der Dicke der organischen Schicht aufweisen,d) während der Gegenstand bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts der farbigen oder farbaussendenden Teilchen und der organischen Schicht gehalten wird, die Teilchen als Einfachlage in eine Schicht an der Oberfläche der organischen Schicht einbettet, wobei ein Bild erzeugt wird, dessen einzelne Teile in Abhängigkeit von der Belichtung variierende Dichte besitzen,e) nicht eingebettete Teilchen von der organischen Schicht entfernt,f) durch Brennen des Gegenstandes das gesamte organische Material von der Oberfläche des Gegenstandes entfernt und die Teilchen mit der Oberfläche des Gegenstandes verschmilzt und- 44 109825/2077205R340g) gegebenenfalls vor oder nach dem Brennen in einer zweiten Stufe die Überfläche des Gegenstandes mit einer zweiten Schicht aus demselben oder einem anderen lichtempfindlichen organischen Material , daszum Ausbilden eines R.-Wertes von 0.2 bis 2.2 beetfähigt ist, in einer Dicke von mindestens 0.1 Mikron überzieht, während die vorher aufgetragenen Teilchen in ihrer lage gehalten werden, die Verfahrensschritte a) bis f) unter Verwendung desselben oder eines anderen farbigen oder farbaussendenden Materials wiederholt und durch Brennen des Gegenstandes das gesamte organische Material von der Oberfläche entfernt und die Teilchen mit der Oberfläche des Gegenstandes verschmilzt.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Glasgegenstand die konkave Oberfläche der Frontplatte einer Kathodenröhre verwendet und auf diese einen Bildschirm aufbringt, der Gruppen einzelner Elemente aus mindestens zwei verschiedenfarbigen, lichtaussendenden Leuchtstoffen enthält, indem man nach den Verfahrensschritten a) und b) auf die erste Schicht aus organischem Material frei-fließende Leuchtetoffteilchen aufträgt, die längs mindestens einer Achse einen Durchmesser von mindestens 0.3 Mikron, jedoch weniger als das 25-fache der Dicke der organischen Schicht aufweisen (c);d) während die Frontplatte bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts der Leuchtstoffteilchen und der ersten organischen Schicht gehalten wird, die Leuchtstoffteilchen als Einfachlage in eine Schicht an der Oberfläche der organischen Schicht einbettet, wobei ein Bild erzeugt wird, dessen einzelne Teile in Abhängigkeit von der Belichtung variierende Dichte aufweisen,- 45 _109825/2077e) nicht eingebettete Leuchtstoffteilchen unter Ausbildung eines Leuchtstoffmusters von der ersten organischen Schicht entfernt,f) die Frontplatte, welche das erste Leuchtstoffmuster enthält, mit einer zweiten festen, lichtempfindlichen organischen Schicht, die zur Ausbildung eines R-,-Wertes von 0,2 bis 2.2 befähigt ist, in einer Dicke von mindestens C.1 Mikron überzieht, während das erste Leuchtstoffmuster in seiner bildmässigen Anordnung gehalten wird,g) nach Wiederholung der Verfahrensschritte a) und b) auf die zweite Schicht aus organischem Material freifließende Leuchtstoffteilchen einer zweiten Farbe aufträgt, die längs mindestens einer Achse einen Durchmesser von mindestens 0.3 Mikron, jedoch weniger als das 25-fache der Dicke der zweiten organischen Schicht aufweisen,h) während die Frontplatte unterhalb des Schmelzpunkts der zweiten organischen Schicht und der zweiten Leuchtstoffteilchen gehalten wird, die Leuchtstoffteilchen als Einfachlage in eine Schicht an der Oberfläche der zweiten lichtempfindlichen Schicht einbettet, wobei ein Bild erzeugt wird, dessen einzelne Teile in Abhängigkeit von der Belichtung variierende Dichte besitzen,i) nicht eingebettete Leuchtstoffteilchen von der zweiten organischen Schicht unter Ausbilden eines Leuchtstoffmusters entfernt undk) durch Brennen der Frontplatte das gesamte organische Material von der Oberfläche der Frontplatte entfernt und die Leuchtstoffteilchen mit der Oberfläche der Frontplatte verschmilzt.- 46 - ■ 109825/2077BAD205R340Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als organische Schichten feste, lichtempfindliche organische Schichten verwendet werden, die zum Ausbilden eines R, -Wertes von 0.2 bis 2.2 befähigt sind und daß diese Schichten bis zum Aufhellen des Hintergrundes der lichtempfindlichen organischen Schicht belichtet werden.Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Frontplatte nach dem Entfernen nicht eingebetteter Leuchtstoffteilchen von der zweiten organischen Schicht mit einer dritten, festen, lichtempfindlichen organischen Schicht, die zum Ausbilden eines R, -Wertes von 0.2 bis 2.2 befähigt ist, in einer Dicke von mindestens 0.1 Mikron überzieht, die lichtempfindliche organische Schicht bildweise mit aktinischer Strahlung belichtet, um den Hintergrund dieser lichtempfindlichen organischen Schicht aufzuhellen, auf die belichtete Schicht freifließende Leuchtstoffteilchen einer dritten .Farbe aufträgt, die mindestens längs einer Achse einen Durchmesser von mindestens 0.3 Mikron, jedoch weniger als das 25-fache der Dicke der organischen Schicht aufweisen, daß man, während die Schicht bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts der Leuchtstoffteilchen und der dritten organischen Schicht gehalten wird, die Leuchtstoffteilchen als Einfachlage in eine Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht einbettet, wobei ein Bild erzielt wird, dessen einzelne Teile in Abhängigkeit von der Belichtung eines jeden Teils variierende Dichte besitzen und die nicht eingebetteten Teilchen von der organischen Schicht unter Ausbildung von Dreiergruppen aus drei unterschiedlich gefärbten, lichtaus3endenden Leuchtstoffen entfernt.109825/2077 -47-205R340~ 47 -5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nan nacli dem Entfernen von nicht eingebetteten Leuchtstoffteilchen von der ersten organischen Schicht in Verfahrensschritt e) durch Brennen der Frontplatte die erste organische Schicht entfernt und die ersten Leuchtstoffteilchen mit der Fr out-.^1 platte verschmilzt.6. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet™ net, daß man nach dem Entfernen nicht eingebetteter*-v. Leuchtstoffteilchen von der ersten organischen Schicht in Verfahrensschritt e) die Frontplatte mit einer Isolierschicht aus einem hydrophilen Kolloid überzieht.7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man der Isolierschicht ein Gerbnittel zusetzt und die Isolierschicht durch Belichten mit aktinischer Strahlung gleiehiaässig gerbt.8. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die zweite, lichtempfindliche Schicht aus einem flüssigen Trägermedium aufträgt, das ein schlechtes Lösungsmittel für die erste lichtempfindliche organische Schicht darstellt.9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man farbiges Material auf einen Keramikgegenstand aufträgt, indem man nach dem Durchführen der Verfahrensschritte a) und b) in dem Verfahrensschritt c) auf die Schicht aus organischem Material frei-fließende schmelzbare Pigmentteilchen aufträgt, die längs mindestens einer Achse einen Durchmesser von mindestens 0.3 Mikron, jedoch weniger als das 25-fache der Dicke der organischen Schicht aufweisen,• - 48 -109825/2077 ßA0 originald) während der Keramikgegenntand bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes der Pigmentteilchen und der organischen Schicht gehalten wird, die Pigmentteilchen als Einfachlage an eine Schicht an der Oberfläche dieser organischen Schicht einbettet, wobei ein Bild erzeugt wird, dessen einzelne Teile in Abhängigkeit von der Belichtung variierende Dichte besitzen,e) nicht eingebettete Pigmentteilchen von der organischen Schicht unter Bildung eines Pigmentbildes entfernt undf) durch Brennen des Keramikgegenstandes das organische Material von der Oberfläche des Gegenstandes entfernt und das schmelzbare Pigment mit der Oberfläche des Keramikgegenstandes verschmilzt.10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daßman nach dem Entfernen nicht eingebetteter Pigmentteilchen in VerfahrensGchritt e) eine zweite, feste, lichtempfindliche organische Schicht mit den angegebenen Eigenschaften aufträgt und die Verfahrensschritte a) bis e) erneut durchführt.11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß man als erste und zweite organische Schicht eine feste, lichtempfindliche organische Schicht verwendet, die zum Ausbilden eines R^ -viertes von 0.2 bis 2.2 befähigt ist und diese Schicht bis zum Aufhellen des Hintergrundes der lichtempfindlichen organischen Schicht belichtet.12. Verfahren nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man als lichtempfindliche organische Schicht ein fumbildendes organisches Material verwendet, das109825/2077BAD ORJGINALkeine endständige äthylenische Uneättigung trägt und mindestens einen Photoaktivator enthält.13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man als festes, filmbildendes organisches Material\ eine ungesättigte Säure mit innenständiger äthylenischer Unsättigung verwendet.14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das feste, fUmbildende organische Material eine teilv/eise hydrierte Harzsäure enthält.15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das feste, fumbildende organische Material einen Ester einer ungesättigten Säure mit innenständiger äthylenischer Unsättigung enthält.16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Ester ein teilv/eise hydrierter Karzester ist.17. Verfahren nach Anspruch 15, dauurch gekennzeichnet, daß der Ester ein Phosphatid ist.109825/2077 eAD
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US87743069A | 1969-11-17 | 1969-11-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2056340A1 true DE2056340A1 (de) | 1971-06-16 |
Family
ID=25369944
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702056340 Pending DE2056340A1 (de) | 1969-11-17 | 1970-11-17 | Verfahren zum Auftragen von farbigen oder farbaussendenden Materialien |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE758316A (de) |
| CA (1) | CA948012A (de) |
| DE (1) | DE2056340A1 (de) |
| FR (1) | FR2067329A1 (de) |
| NL (1) | NL7015105A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3043741A1 (de) * | 1980-11-20 | 1982-08-19 | Agrob Anlagenbau GmbH, 8045 Ismaning | Verfahren zum direktdruck von keramischen farben sowie druckmedium hierfuer |
-
0
- BE BE758316D patent/BE758316A/xx unknown
-
1970
- 1970-10-14 NL NL7015105A patent/NL7015105A/xx unknown
- 1970-11-09 FR FR7040192A patent/FR2067329A1/fr active Granted
- 1970-11-10 CA CA097,840A patent/CA948012A/en not_active Expired
- 1970-11-17 DE DE19702056340 patent/DE2056340A1/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3043741A1 (de) * | 1980-11-20 | 1982-08-19 | Agrob Anlagenbau GmbH, 8045 Ismaning | Verfahren zum direktdruck von keramischen farben sowie druckmedium hierfuer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2067329A1 (en) | 1971-08-20 |
| BE758316A (fr) | 1971-04-30 |
| NL7015105A (de) | 1971-05-19 |
| CA948012A (en) | 1974-05-28 |
| FR2067329B1 (de) | 1973-02-02 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1771076C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Mosaikschirmes für eine Farbfernsehröhre | |
| DE3429615C1 (de) | Verfahren zur Erzeugung von aus Pulvern bestehenden Mustern | |
| DE1944311C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Abbildungen | |
| DE2661041C2 (de) | ||
| DE2103308A1 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Kathodenstrahlrohren Bildschirms | |
| DE2049064B2 (de) | Photographisches Verfahren zum Herstellen einer Schirmanordnung für eine Kathodenstrahlröhre | |
| DE2552848B2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Leuchtschirms | |
| DE2942999A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines leuchtschirms | |
| DE2423280B2 (de) | Verfahren zur herstellung eines lumineszenzschirms durch photographisches drucken | |
| DE19603436A1 (de) | Wasserlösliche lichtempfindliche Harzzusammensetzung und Verfahren zur Bildung von schwarzen Matrixmustern unter Verwendung derselben | |
| DE2056340A1 (de) | Verfahren zum Auftragen von farbigen oder farbaussendenden Materialien | |
| DE2447958C3 (de) | Lichtempfindliche Beschichtungsmasse | |
| DE2731126A1 (de) | Verfahren zum herstellen eines leuchtschirmes | |
| DE1772118A1 (de) | Lichtempfindliches Material fuer Farbfernseh-Bildroehren und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE2924714C2 (de) | Verfahren zur Wiederaufbereitung eines Leuchtschirms einer Kathodenstrahlröhre unter Erhaltung einer lichtabsorbierenden Matrix | |
| US3753710A (en) | Preparation of ceramics | |
| DE3540804C1 (de) | Verfahren zur Herstellung von zur Vorlage negativen,aus mehreren verschiedenen Pulvern bestehenden Mustern | |
| DE2102314A1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Front scheiben fur Farbfernsehrohren | |
| DE2145798C3 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Leuchtschirms einer Farbfernsehröhre | |
| DE2945564A1 (de) | Verfahren zur herstellung von mehrfarbenbildern | |
| DE2003761C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Reproduktionen | |
| DE2822836A1 (de) | Mit hilfe eines photographischen verfahrens hergestellter kathodenstrahlleuchtschirm | |
| DE3236387C2 (de) | ||
| DE3938112C2 (de) | ||
| DE2240264A1 (de) | Verfahren zum herstellen einer lichtabsorbierenden schicht auf der frontschale einer farbbildroehre |