DE2055282A1 - Beiderseitig glatte, harte oder halbharte Holzfaserplatten sowie Verfahren und Vorrichtung zu ihrer Herstellung - Google Patents
Beiderseitig glatte, harte oder halbharte Holzfaserplatten sowie Verfahren und Vorrichtung zu ihrer HerstellungInfo
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- DE2055282A1 DE2055282A1 DE19702055282 DE2055282A DE2055282A1 DE 2055282 A1 DE2055282 A1 DE 2055282A1 DE 19702055282 DE19702055282 DE 19702055282 DE 2055282 A DE2055282 A DE 2055282A DE 2055282 A1 DE2055282 A1 DE 2055282A1
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Description
platte, harte oder halbharte Holzfaserplatten,
sowie, Verfahren und Vorrichtung zu ihrer Herstellung
ule Erfindung bezieht sich auf eine beiderseitig glatte,
ib-rbe oder halbharte Holzfaserplatte, besondererweise aus
hartem Laubholz, die besondere Beschaffenheit und hohe physikalisch-mechanische Eigenschaften bei geringer Zugabe
von .binde- und iiydrophobierungsmittel bietet, sowie auch
auf das Verfahren und auf die Vorrichtung zur Herstellung der genannten Platte.
Die ein- oder beidseitig glatte, ein oder mehrschichtige,
an üich bekannte harte und halbharte .faserplatte bietet
gewisse Wachteile wie z. n. Unsymmetrie des Schnittes (two sidedusc), ungleiche Beschaffenheit, schwache Zugfestigkeit
^oiiKi-eclib zur ü'xüche (iicigung zur Blasenbildung), grosse
Anteile an Binde- und Hydrophob!erungciiiittel.
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BAD
Ebenfalls an sich bekannt sind Verfahren und Anlagen nach der nassen (wet-wet), "halbnassen" (wet-dry), halbtrockenen (drywet)
oder trockenen (dry-dry) Methode, die einige Nachteile haben: hoher Wasserverbrauch, Probleme mit Abwässer und hoher
Holzverbrauch in Nassverfahren, hoher Kraft-, Binde- und Hydrophobierungsmittel-Verbrauch
im Trockenverfahren, rasches Verstopfen der Entwässerungssiebe und Kleben der Platten auf den
Oberglanzblechen im Halbtrockenverfahren u.s.
Die Erfindung behebt diese Nachteile dadurch, dass - zum Zwecke der Herstellung einer Platte mit höherer Oberflächengüte und
besseren physxkalisch-mechanischen Eigenschaften bei geringem Holz-, Krafe-, Wärme- und Zusatzmittelverbrauch - diese Platte
zwei glatte Seiten und eine symmetrische btruktur hat, die
aus zwei Deckschichten und einer Mittelschicht besteht, die verschiedene Reinheit des Faserstoffes und Zusatzmittelanteil
haben, wobei die Mittelschicht homogen und mit den Deckschichten
an Übergang durchsetzt ist; das Verfahren zur Herstellung
deser Platre besteht aus Defibrieren des Holzes unter Kontrolle des Inhaltes an löslichen Substanzen, Zugabe des Hydrophobieruiigsmittels
in geschm.olz.enem Zustand zwischen den Hahlscheiben,
und Zugabe des Bindemittels kurz nach der Defibrierungj die.
Fasern werden anschliessend auf 4 bis 15 % getrocknet und in
einer Hatte, die eine Struktur entsprechend der Platte hat, gestreut;
die Matte wird direkt auf polierte Transportbeleche aus nichtrostendem Stahl aufgelegt, danach mit einer Schicht fein-'zerstäubten
hydrophoben Emulsion oder einem anderen Trennmittel
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bedüst, und bei Temperaturen von 185 bis 220° C und Druck bis
60 kg/cmp gepresst, wonach die Platten klimatisiert und auf Format geschnitten werden und die Bleche bei jedem Hücklauf
im Arbeitsumlauf mechanisch gereinigt und mit Luft gekühlt werden.
Die Vorrichtung ist ausgerüstet mit: polierten Inox-Stahl-Transportblechen,
einer Anlage zur Zerstäubung einer Hydrophob en em ulsion oder anderen Tremitiitteln, zylindrische, waagerechte
Bürste mit automatischer Funktion und kühlsystem mit
Druckluft für die Bleche.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung dargestellt. Die Zeichnung zeigt:
Jj'ig. 1 einen Schnitt durch die erfindungsgeiaäss beiderseitig
glatte Platte,
Jj1Ig. 2 ein Schema des erfindungsgeaiässen Verfahrens.
Jj1Ig. 2 ein Schema des erfindungsgeaiässen Verfahrens.
Die 4 mm starke Hartfaserplatte, die laut der Erfindung hergestellt
wurde, hat zwei glatte Flächen, beide mit sehr feiner Textur und gleichmässiger Farbe, ohne Jäind ep artikel, und eine
mehrschichtige Struktur, die aus den Deckschichten 1 und 2, je etwa 0,7 mm stark und eine Wittelschicht 5, aus drei Lagen
$a, $b, ^c besteht, die Fasern der Deck- und lüttelschichten
sind zwischendurchsetzt (gehen ineinander über), so dass keine, Tendenz zu Blasenbildung (Trennen der Schichtsn) besteht.
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BAD OfliGiNAL
Die Feinheit der Fasern, durch Fraktionierung auf DiJbi-fcdobcn
bestinrat, entspricht einem Anteil von bp bis bO Yo der iieeisschicht
fasern zwischen den 0,16 und O,V>
uim-bieu/unu lj>5 kiü
75 7o der M ttelschicht fasern ζ v/i sch cn aen 0,^15 und 1,5 mia-oi
i/ie Jb-latte ist aus 100 jfe iiotbuchenhola, total uiionbrixxdet, dt-von
75 /* Scheitholz und 2^ i>o bi-I^ewerkabfälle, lior^t
jjie Z/Usatzmittel sind folgende: thenolharz 10 bis lh Kfj: Aktiv
substanz, iraraffin 10 bis 22 k£ und konzentrierte o
säui-e 1 bis 5 kg zu 1 t Fertigprodukt.
jjie Dec^sciiichten haben einen grosser en enteil an
als die i-iittelschicht.
1-ian icann Platten von 2 bis 10 inxa Dicke und sogar mehr erzeugen,
die obere Grenze wird nur von der lichten Weite zwischen den Heizplatten der Presse beschrankt.
Die Platte hat eine Dichte von etwa 1,00 kg/da"", eine Biegefestigkeit
von über 400 Ep/cmp (DIL-Prcbe), eine Dickenqueilung
unter 18 i'o und eine Wasserabsorpticn unter ~fj0 i'o nach 24- btun-.
den (DIN-Probe).
Durch Änderung der Zusatzmittelanteile und entsprechende KLnstel
lung der Arbeitsparameter können harte oder halbharte Platten
iür Bonderzwecke hergestellt werden.
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Dae erfindungsgeuLose Verfahren zur Herstellung der obenbeschriebenen
Platte bestimmt die JiLiiruhruiii" der eventuell gev/a-
;:;cncnen hackschnitzel, bei über l\>
-ja Feuchte, mittels einer
waagerechten Förderschnecke in αen Vorwärmer 5>
wo auch Dampf bei G bis 14 atu und dea sättigungszustanä entsprechender
!reap era tür. Die Dauer der vorwarnung beträgt y bis 8 himrcen.
Hie Vorwäraungsparaueter sind derart gesteuert, dass ein optimaler
Anteil an wasserlöslichen bubs"oanzen entsteht, da diese·
bubstanzen als Bindemittel beim Heisspressen der Platten mitwirken.
Hit Hilfe einer Transportschnecke 6 gelangen die Hackschnitzel
aus den Vorwärmer zwischen zwei bcheiben, eine feste und eine
rotierende, v/o die Zermahlung stattfindet.
Infolge dieses Prozesses werden einzelne Fasern sowie auch
Faε erbundel gewonnen.
Her Faserstoff wird aus der Mahlkammer 7 durch das Auslassventil
8 evakuiert; dieses Ventil bildet eine Einschnürung, die den bestimmten Druck in der Anlage aufrechthält.
der Defibrierungsaniage können vorzugsweise die Zusatzmittel
beigαϊoi{$ werden, und zwar:
ίύ···.:, Pari·.ifLn oder ein anderes Ilydrophobierungsmittel wird in
Zustand, bei einem überdruck von 1 bis 5 Kp/cm
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BAD OfIJGiNAL
verliältnisiaässig zum Vorwäriaedruck, durch, eine axiale Bohrung
der Transportschnecke in den Zwischenraum der Kahlscheiben eingesptitzt.
Die Zentruiascheibe und die ganze rotierende Mahlscheibe
sichern die gleichförmige Verteilung des Hydrophobierung smitt eis im faserstoff. Im Vergleich zu der Zugabe des
Paraffins als Emulsion werden die Vorbereitungen und die Probleme mit der Beständigkeit der Emulsion ausgeschaltet und der
Verbrauch an Schwefelsäure wird dadurch reduziert, dass die
stark alkalische Snulsion nicht mehr neutralisiert werden muss. Die Paraffinzugabe beträgt 10 bis 22 Kp. zu einer Tonne .Faserplatten.
Das Phenolformaldehydharz mit einer Härtezeit von 4-5 bis
90 Sek. bei 130° C (Probe auf Heizplatte) oder ein ähnliches wärmehärtendes Kunstharz, in wässeriger 20 bis 30jfciger Lösung
wird unter 3 bis 7 Kp/cm Druck in der Entspannungszone des
Dampffasergemisch.es im Auslassventil eingespritzt, so dass eine
gleichmässige Verteilung des Harzes in der i'asermasee gesichert
Im Zusammenhang zu der gewünschten Plattenqualität werden θ bis 20 Kp.-Harz für harte und 20 bis 60 Kp.-Harz für halbharte
Platten, ausgerechnet in Aktivsubstanz, bezogen auf eine 2oime
Fertigprodukt, beigemengt.
Die technische Schwefelsäure, auf 5 bis 10 % im Wasser verdünnt,
wird mit Auslassrohr etwa 0,4 m nach dem Auslassventil durch
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Zerstäubung nit Druckluft bei 2 bis 4- atü in einer speziellen
Düse zugegeben. Die Zerstäubung mit Druckluft sichert eine feine Dispergierung und verhindert die Verstopfung der Düse.
Die Zugabe beträgt Ü bis 10 Kp. konzentrierte bchwefelsäure
(9b jo) zu einer 'I1OiUie Fertigprodukt.
Durch das Kohr 9 wird der nit Zusatzniittel gemischte Faserstoff
in uic ii?rocknungsanlage 10 eingelassen, wo er von einen auf
iju::. loO0 G aufgeheizten Luftstrom mitgenoianicn wird und im
icrauin von etwa 3 Sekunden auf 4- bis 15 % leuchte getrocknet.
Iu dieser Weise, im Unterschied zur Nassmethode, wo die Fasern
mit grossen Vassenaengen gewaschen werden, so dass Haterial—
Verluste und die bekannten Probleme mit Abwässern erscheinen, bleiben hier die löslichen Substanzen in der i'asermasse, wodurch
eine Reduzierung der Bindemittelzugabe erzielt wird.
Die getrockneten !fasern fallen aus den Cykloiien 11 in die
Sichter 12, die sie in zwei Fraktionen abscheiden: für die der Fabrikation entsprechende und grosse Fasern.
Es ist besonders vorteilhaft, dass der Deckstoff auf einem se
paraten Fabrikationsstrang erzeugt wird. Dieser entspricht der
obenangegebenen Beschreibung mit dem Unterschied, dass dem
Defibrator■15 eine gröasere Zusatzmittelmenge als dem Mittelstoffstrang 4 bis 12 beigeaaeijt wird, ohne dass der Verbrauch",
bezogen auf Sonne Platten, die oben angegebenen Grenzen überschreitet. 109847/1063
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Die im Defibrator 15 vorbereiteten tfasern sind im 'iiiOcknex
getrocknet und im bichter 15 in zwei Fraktionen ^schieden;
feine I'aser für die Deckschichten, die durch pneumatischen
Transport in den Deckst©ffLunker 16 gelangen, und &roase jm-εera,
die zusammen mit dem Grobstoff aus dem dichter 12 erneut
im Sichter 17 in zwei Fraktionen sortiert sindj ale hitteistoff
entsprechende i'asern und zu ^robe fasern, die in jj'ari
18 nachbezahlen werden.
iier nachtveraahlene btoxi und der aus den ©icjute.r 1?
i-iittelstoff werden aurch '/entixator 19 und Gyiuon kO oder k
abhängig von dea iiiXiunyszustajid der iiuiiicer - in den
n kc. und 2'^ transportiert«
für die Ä/brikation .entspx^echende Fraktion auc deu
12 ist nittels Ventilator 24 in den Uyklonen 2C oder 26» w
der Stoff, vom x-'ülltingszuLtana abhängigt iia ^unker 22 oaeifällt.
Die i'einheit der i'aser» gemessen durch ^raktionierung awf öesa
BIN-Siebaatz (2,5 wm, 1,5 α», 0,?5 w»i Q»315 w», 0^6 mm), ist
dadurch gekennzeichnet, dass 65 biß 60 % dee Decketoffee zwischen
dem 0,16 mm und den 0,75 a© έ»Ϊ60 bleibt und 55 bis V5 £ ·
des I'littelschichtstoffee zwischen den 0,515 mm- und den 1,5 aua-Sieb
bleibt»
aus den Silos auggecebenen iiengtn werden durch die Band-
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— Μ —
v/aa;,;en 27, 28 mid 29 automatisch gesteuert entsprechend dem
lectgolegten Verhältnis von 20 bis -1-0 c/o Deckstoff und 60 bis
ου /ύ hittelschichtstoff. Der btoff wird danach von den i'Orni-üp
fön ;;O und 51 für die Deckschichten und 3>2, J;>, p4- für die
!Mittelschicht ^ (bzw. yd, '-Jo1 yc) übernommen.
Die i/liesior:"iUiaschinc bestellt aus fünf i'ormköpfen auf dem Prinzip
des halbzylindri sehen Lochblechs, in dem sich eine Bürstenwalze dreht, die die i'asern auf ein waagerecht bewegues bieb
schleudert; unter dein bieb wird ein Unterdruck von 50 bis
yUö μ Wb erzeugt. Zum Zwecke der Herstellung einer homogenen
!Mittelschicht und der Zwischeiiaurchsetzung der Deck- und IHtteiscnichtfasern
drehen sich alle Bürstenwalzen in gleicher dichtung, und zwar in der Vontfärtsrichtung des Siebes. Jeder
Dtreukopf ist an der Mickseite mit einem bchirm, der bis
50 ran über das Vlies heruntergeht, vorgesehen. So kann die
unter dem bieb gesaugte Luft nur in der Vorderseite des Kopfes eindringen und muss sich in der entgegengesetzten !Richtung zu
den geschleuderten i'asern bewegen.
Der auf Grund dieses üJtreuprinzips entstehende Jb'raktionierungsoffekt
wi-rd also unter Kontrolle gestellt. Dieser i'raktionierungseffekt
kann durch Grobstoffschichten, die schwache, spaltbare
Zonen in der Platte bilden, zu unliomogenem Vlies führen.
Ua ein konstantes Oberflächengewicht zu sichern, sind zwei
iicierfrüser vorgesehen: eine i'räse 55 für die M tt el schicht
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und eine andere Fräse 56 für die obere Leckschient. Durch Einstellung
der Verteilklappe 37 unter der Bandwaage 27 und der Höhe der Fräsern 35 und 36 wird der symmetrische Schnitt des
Faservlieses erzielt.
Das derart hergestellte Vlies wird in der Gummiband-Vorpresse
39 kaltgepresst, auf Länge mit den Kreissägen 4-0 und auf
Breite mit den Kreissägen 41 geschnitten, mit den naugwaagen aufgeboten und direkt auf die Transportbleche aufgelegt. Die
Transportbleche sind aus Edelstahl (Inox) und werden auf Hochglanz
poliert (Höhe der Hikrorisse G,2 bis 0,6 mm). Die Bleche,
auf denen "Faserkuchen" liegen, laufen auf ein [transportsystem,
und passieren durch die Bedüsungsanlage 44, wo Paraffinemulsion oder ein anderes Hydroplanbiegungs- oder trennmittel zerstäubt
wird.
Die Zerstäubung erfolgt mit Hilfe von Druckluft einer speziellen Düse. Die Kuchen werden im Durchlauf mit 10 bis 100 g/m^
Feinzerstäuber-Emulsion bedüst. Die Bnulsion soll das Elisen
der Fasern auf den Gberglanzblechen verhindern, den bekannten "Dampfstoffeffekten" im Schliessen der Presse schaffen und
die Fasern plastifizieren, so dass eine geschlossene, glatte
Oberseite entsteht.
Die Bleche mit den bedüsten Kuchen gelangen mittels Beschicker 45 in die Mehretagen-Heizplattenpresse mit öimultanschliessvorrichtung.
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Die Pressung erfolgt bei 120 bis 220° C spezifischen Druck von
10 bis 50 - 70 Lp/cm'1 und dauert 4 bis 6 Hinuten für 4 mm-Platteii
und 5 Us 7 hinuten für 6 mia-Platten, nach einem dem itohütoff,
der feuchtigkeit und des liahlgrades des Faserstoffes
und der Press ent eiap era tür etc. , angepassten Diagramm. t
bei. den physikalisch-chemischen Prozessen, die in der Presse
stattfinden und die die Eigenschaften der Platten entscheiden, spielen die gasförmigen, durch anfangende Destillation des
Holzes entstehende Substanzen eine besondere Holle. Das Pressdiagrcian
muss se gesteuert werden, dass im Zusammenhang mit
den anderen Eesometern der optimale Verlauf dieser Prozesse
gesichert wird.
Die gepressten Faserplatten werden zusammen mit den Blechen aus der Presse im Entleerungskorb 4-7 ausgezogen und danach
mit den Saugnäpfen 4S auf die Bahn 4-9 aufgehoben, während die
Bleche in den Umlauf zurückkehren.
Die Platten werden auf Lieferungsfeuchte (4 bis 8 %) klimatisiert
und auf Fertigformat geschnitten.
Im fiückkehrstrang des Umlaufes passieren die Bleche unter eine
waagereiicte zylindrische Bürste 50, die in entgegengesetzter '
fiichtung zur Blechbewegung in Rotation angetrieben wird und
mittels automatisch gesteuerten Druckluftzylinder auf die
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Bleche drückt. Wenn die Bleche unter der Bürste ankoimaen, wird
die Bürste heruntergelassen; wenn das Blech stehenbleibt, wird
die Lürate aufgehoben, um den Glanz durch andauernde üeibung
nicht zu zerstören, nieces system sichert die xieiiiiguiig der
eventuellen auf da;; Blech verbliebenen i'asei'reste bei οεαούΐ
Durchlauf und sichert auch die iirhalturig des Glanzes. Hie Lürct
ist mit einen kräftigen Absaugsystera ausgerüstet, das aus
den Ventilator 51 und der auf der ganzen Länge der Bürste geschlitzten
Absaughaube besteht.
Die tCransportbleche werden anschliessend im Durchlauf mittels
Druckluftstrahlen in der Anlage 52 gekühlt j die Druekiultstrahlen
sind auf beide Reiten der Bleche gerichtet» uann kehren die Bleche zu der Stelle, wo ein neuer iuicnen aufgelegt
wird, zurück.
Die natürliche Konvention und die aktive Abkühlung mit
luftstrahlen senken die Blechtemperatur auf 100 bis 140° Q,
Ura die Planeität der Bleche zu gewahrleisten, kann die zusätzliche
Anlage 53» zur Kühlung der Kittelzone der Bleche durch
von unten gerichtete Druckluftεtrahlen - gieich bein Ausziehen
aus den EntYeerungekorb 47 - vorgesehen werden.
Die Vorteile, die das erfindungsgemässe Produkt des erfindungs
gemässen Verfahrene imd die erfindungsgemässe Anlage bietet,
sind folgende«
. \ BAD ORIGINAL
. \ BAD ORIGINAL
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- die 'beiderseitig glatte, harte oder rialbliarte Ho 1 ζiTacerplatte
ΰΐύϋώ: none physi^uiisch-nechanische Eigenschaften und besonclui'c
gute Beschall'enheit, so dass die üulii Ka ε chi ex* en, Lackiere:-
odor iic.cerarucl·: nit oder ohne Lackierung usw. geeignet
cinu. Durch .luideru-ig der Binde- und Hydrophobierungsnittei-
^u[JCDo x,oiiiie:i !Plutteii l'ilr alle üondei'zx/ecice wetterfest usw.
xLoi'ijcstelit WeX1QOIi. Ais HohstoiT können harte Laubholzarten,
vüili;;: unentxandet und in minderwertioen bortiraent (dümies
i-ίοΐΰ, ^cte, Abfälle bis 50 /^) verwendet v/erden, ohne dadurch
die Qualität der Platten zu verriindern^
- ±m Vernältnis zu allen bekannten Verfahren hat das erfinauixgs[;;eaasse
Verfahren eine besondere Wirtschaftlichkeit auf eirund des niedrigen iiohstoff- und Ziusatzmitt el Verbrauches und
zwax· wegen der Verwertung der löslichen Bestandteile als
-tiindoiviittel, auf Grund des niedrigen lu?aftverbi-auch.es - weil
nicht die ganze bt of fm enge, sondex^n nur die aussortierte Fraktion
nachgeüiahlen (raffiniert) wird; auf ürund des niedrigen
wärinevorbrauches - weil ein trockener Kuchen gepresst wird und
weil eine beschränkte Kühlung der Transportbleche stattfindet} auf Grund des niedrigen Wasserverbrauches und des Ausscheidens
der Abwasserproblenie; auf Grund dessen, dass man auf die thermische
Nachbehandlung der Platten verzichtet.
BAD ORIGINAL
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Claims (2)
- PatentansprücheΛ.) Beiderseitig glatte, harte oder halbharte, dreischichtige Holzfaserplatte, rait Zugabe thermohärtender Kunstharze und Hydrophobieruiigsraittel, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verbesserung der physikalisch-mechanischen Eigenschaften bei niedrigen Zusatzmittelverbrauch und bei Verwendung von harten Laubholzarten (bis 100 %, völlig unentrindet und als minderwertige Sortimente), die Deckschichten (1, 2) mit einer Stärke, die je 10 bis 25 % der gesamten Plattenstärke aus Einzelfasern und Faserbündel bestehen, wovon 65 bis 80 % in der Fraktion J^ Ü,16 mm und /^ 0,75 ω™· im DIN-öiebsatz bleiben, und etwa 10 bis 100 °/o nehr Zusatzmittel als die Mittelschicht bekommen; die Mittelschicht (3) mit einer Stärke von 50 bis 80 % der gesamten Plattenetärke, deren Fasern einen Anteil von ^ bis 75 % in der Fraktion ^0,315 mm und ^1,5 mm in DIN-Si ebsatz besitzen, aus mehreren Schichten besteht, die Fasern in der Kontaktfläche der Deck- und Mittelschicht zwischendurchgesetzt sind (in einander übergehen), die Mittelschicht eine homogene Struktur aufweist, die Zugabe von thermohär tend em Kunstharz 8 biß 20 kp und von Hydrophobierungsmittel, z. B. Paraffin, 10 bis 20 kp zu Fertigprodukt beträgt.
- 2. Verfahren zur Herstellung der Holzfaserplatten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Sicherung einer109847/1003BAD ORIGINALhomogenen struktur und Beschaffenheit und der hohen physikalisch-mechanischen Ei genschaft en des erfiiidungsgenässen i^rodukts, der üohstoff als gewaschene Hackschnitzel in einer Vorwärmer [-espeist yird und einer hydrotherriisehen Behandlung durch gesättigten Dampf bei ö bis 14- atu und bei der dem gesättigten Zustand entsprechende Temperatur während einer Zeit von 3 bis 8 Minuten unterwerfen wird, dann gemeinsam mit den geschmolzenen, unter Druck stehendem Paraffin (in einer Henge von 10 bis 22 φ/Το) in einem Defribrator eingespeist wird, die so gewonnene i'asern bein kontinuierlichen Auslass aus den Defibrator nit 8 bis 20 !»/To Phenolharz und danach mit O bis 3 kp/To ^schwefelsäure behandelt werden, danach in einer mit heisser Luft arbeitenden kontinuierlichen tCrocknungsanlage auf 4 bis 15 i° leuchte gebracht werden, der getrocknete Stoff in Fraktionen entsprechend einem Anteil von 65 bis 80 % der Deckschichtfaseni zwischen den 0,16 mm und 0,75 mn DIK-Sieb und 55 bis 75 % der hitteischiciitfaserii zwischen den 0,J15 rom und 1,5 fflffl Dlli-Sieb, gesichtet wird, unter Nachmahlung des groben Stoffes; dass der Stoff aus dem i'aserbunker in kontrollierter Durchsatzmenge zur Vliesformung gefördert wird, wo das übereinanderstreuen von mehreren zwischendurchgesetzten (ineinander übergehenden) Schichten stattfindet, indem die Mittelschicht homogen ist und sowohl die Ilittelschic-ht wie auch- die obere Deckschicht auf bestimmte Hohe gefräst werdenj das so hergestellte Vlies auf Bruttoformat, gesägt und auf polierten (Eransportbleche, aus Edelstahl109847/1063BAD ORIGINAL(Inox) aufgelegt wird; auf der Oberfläche des "Kuchens" 10 bis 100 g/m feinzerstäubte ütaiulsioii aufgedüst wird, sodann der "Kuchen" bei einem Druck von (lü bis 60) iip/c.u^ Temperatur von (150 bis 220° C), (y bis 10 )hinuteii lang gepresst wird; die so gepressten Platten zur Akliraatisierung und zum iornatsägen transportiert v/erden; wobei die polierten Sranspcrtblecho mit Hilfe einer bürste, ohne den > Glanz zu zerstören, bei ,"jeden Durchlauf la x&cidr ehrst rang des Umlaufes gereinigt und anschliessend auf 100 υίε 140 υ ο nit Luft abgekühlt.5· Verfahren nach Anspruch 2, dadurch geizei-nzuichr-et, ds.cs das Hydropiiobieruiigsuittel (z. 13. Paraffin) i..i geseilte-i/iu^o Zustand bei einem L"oerdruck von ι bis ^ atii über de^ vorv,räraiedruck in der Iiahlkammer zwischen die liahlscheiben eingespritzt wird; dass Phenolharz einer Härtezeit von 50 bis 90 Sekunden bei I3O0 C als 15 bis 25%ige wässrige Lösung unter 2 bis 7 atu im Auslassventil des Defibrators eingespritzt v/ird; dass die Schwefelsäure in 5- bis lO^ige wässrige Lösung durch Zerstäubung ::it Druckluft C,4 u nach den Auslassventil in Ausiassrohr eingelassen v/ird.Vorrichtung zur Herstellung von harten und halbharten ± ten gemäss den Ansprüchen 2 und ~j aus einen trockenen Faservlies, bestehend aus Blechumlauf, Beschickung^- und Entnahmekörben und Presse, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserkuchen direkt auf die auf Hochglanz polierten Edel-. ; 109847/1063BAD ORIGINALctanl-yranspcrtbleclie (Höiic der Hikrorisse 0,2 bis ü,5 mu. ) aufgelegt wird; dass in Blechur.ilauf vor der Presse eine jJir.richtung O'JO sur Zerstäubung einer Paraffineraulsionj oder eiiioc aiiäerenHydrophobierungs- oder i'rennmittels vorgesehen ist; nach der Presse iü iiucliliehratrang des Ij ml auf es eine\;ac.!_:erechte, ^lindrische urantbürste (50), die in entgerGngecetzter dichtung zur Blechbev/egung angetrieben ist, unter automatischer Steuerung mit Druckluft auf die sich · bewegenden Bleche gesenkt und gedrückt ist (so dass, wenn u±e Bleche stehenbleiben, die Bürste aufgehoben v/ird), dass zur Absaugung (51) ein auf der ganzen Länge der Bürste laufender fcchlitz vorgesehen ist, wobei die Bürste die Bleche reinigt, ohne den Glanz zu zerstören; eine Anlage (52) Kur Kühlung der Bleche mit Durchluftstrahlen vorgesehen ist und eine zusätzliche Anlage (55) zur Kühlung mit Drucklux'tstrahlen auf der Unterseite der Bleche gleich nach Ausgang aus den Kntleerungskorb vorgesehen werden kann.BAD109847/1063
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| DE (1) | DE2055282A1 (de) |
| FR (1) | FR2080819A1 (de) |
| RO (1) | RO54716A2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3299137B1 (de) | 2016-08-29 | 2020-09-30 | Fritz Egger GmbH & Co. OG | Doppelbandpresse und verfahren zum kontinuierlichen pressen einer holzwerkstoffmatte zur bildung einer holzwerkstoffplatte oder eines laminats |
-
1970
- 1970-02-28 RO RO6259670A patent/RO54716A2/ro unknown
- 1970-11-10 DE DE19702055282 patent/DE2055282A1/de active Pending
- 1970-12-08 FR FR7044006A patent/FR2080819A1/fr active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3299137B1 (de) | 2016-08-29 | 2020-09-30 | Fritz Egger GmbH & Co. OG | Doppelbandpresse und verfahren zum kontinuierlichen pressen einer holzwerkstoffmatte zur bildung einer holzwerkstoffplatte oder eines laminats |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| RO54716A2 (de) | 1973-05-17 |
| FR2080819B1 (de) | 1974-04-26 |
| FR2080819A1 (en) | 1971-11-19 |
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