DE2055115B2 - Zugeinheit, insbesondere für Magnetfeld- oder Luftkissenführung und Antrieb durch Linearmotor - Google Patents
Zugeinheit, insbesondere für Magnetfeld- oder Luftkissenführung und Antrieb durch LinearmotorInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zugeinheit, insbesondere für Magnetfeld· oder Luftkissenführung und
Antrieb durch Linearmotor, die aus einem starren Aufbau (Wagenkasten) sowie einem Fahrwerk besteht, das
durch einen sich in Fahrtrichtung erstreckenden Biegestab mit an ihm angebrachten, gegenüber dem Aufbau
räumlich verschiebbaren Teilfahrwerken gebildet ist.
die sich wiederum einzeln entsprechend dem jeweiligen Fahrbahnverlauf einstellen können.
Bei Zugeinheiten mit biegesteifen Wagenkasten, die
zum Tragen und Führen Magnetfeldführung oder Luftkissenführung haben und deren Antrieb durch Linearmotor erfolgt, ist es erforderlich, das Laufwerk über die
ganze Länge der Zugeinheit mit bisher ungewöhnlich engen Toleranzen gegenüber der Fahrbahn zu führen,
damit sowohl die Laufeigenschaften der Zugeinheit als auch der Wirkungsgrad des Linearmotors optimal werden.
Es ist bei einer ein- oder mehrteiligen Zugeinheit für Schienenfahrzeuge bekannt, die Radsätze oder die
Achsstummel von Losrädern biegesteif mit je einem Biegestab zu verbinden, um in Gleiskrümmungen eine
Radialstellung der Radachsen zu erzielen. Bei diesem Schienenfahrzeug sind in verhältnismäßig großem Ab
stand voneinander Radsätze bzw. Achsstummel von Losrädern biegesteif mit dem Biegestab verbunden,
dessen Länge in etwa der Länge eines Wagenkastens entspricht. Bei der Ausführung mit herkömmlichen
Radsätzen sind zwischen diesem und dem Biegestab beidseitig des Stabes Tragarme vorgesehen, die die
senkrechte Einstellung des Radsat/es gegenüber dem Stab bewirken. Bei der Ausführung mit ',osrädern hingegen
sind deren Achsstummel fest mit dem Biegestab verbunden. Jeder Wagenkasten ist gegenüber jedem
Teillaufwerk bei beiden Ausführungsarten über herkömmliche Stahlfedern abgefedert. Wenn auch mittels
dieses Biegestabes eine Radialführung der Radachsen unter Ausnutzung der Spurkanalbreite ermöglicht wird,
so ist dennoch störend, daß zur Verformung des Biegestabes die von den Rädern ausgehenden Führungskräf
te dienen müssen, die je nach Dimensionierung des Biegestabes sehr erheblich sind und daher den Radreifen
bzw. Schienenverschleiß fördern. Ferner haben in Fahrbahnkrümmungen die Laufwerke an den Enden der
Zugeinheit die Tendenz, außen anzulaufen, während die Laufwerke in der Mitte innen anlaufen. Da schließlich
beim Schienenfahrzeug mit Spurkanalbreiten zwischen
etwa 10 und 40 mm zu rechnen ist, weicht die Mittellinie des Teillaufwerkes als Folge vorgenannter Tendenz
auch bei einwandfreier Radreifenkontur mehr als für schnellfahrende, moderne Fahrzeuge zulässig, von der
Fahrbahnmittellinie ab. Auch ist bei allen Ausführungsformen von Schienenfahrzeugen, deren Teillaufwerke
durch einen Biegestab gekoppelt sind, die Biegestab-Laufwerkgruppe eine eindeutig vom Wagenkasten zu
unterscheidende Einheit, wobei beide Fahrzeugteile lediglich durch Federmittel sowie Mitnahmeeinnchtungen
verbunden sind (CH-PS 3 15 790).
Die vorgeschriebenen Nachteile haften auch einer Zugeinheit an, die aus einem starren Aufbau und einem
Fahrwerk besteht, das durch einen sich in Fahrtrichtung erstreckenden Biegestab mit an ihm angebrachten,
gegenüber dem Aufbau räumlich verschiebbaren Teilfahrwerken gebildet ist (DTPS 9 38 615, ähnlich
DTPS 9 20 728,9 17 309 und DT-AS 11 34 694).
Es ist ferner ein Schienenfahrzeug zum Transport schwerer Lasten bekannt, bei dem mittels hydraulischer
Zylinder die Laufwerke gegenüber der starren Lastbrücke schwenk- und/oder horizontal verschiebbar
sind. Bei diesem Schienenfahrzeug ist eine Steuereinrichtung zur willkürlichen Horizontalverschiebung der
Brückenmitte gegenüber den Laufwerkmitten vorgesehen. Auch bei diesem Fahrzeug sind beliebige Stellungen
der Laufwerke innerhalb der durch die Spurkanalbreite gesetzten Grenzen möglich, was für moderne.
IP
schnellfahrende Fahrzeuge mit engen Toleranzen innerhalb der Spurkanalbreite untragbar ist (DT-PS
12 51791).
Verhältnismäßig langsam fahrende Einsenbahn-Güterwagen können auch mit cner hydraulisch-pneu-
manschen Federung ausgerüstet sein, die für jede*
Achslager getrennt mindestens eine die Horizontal- und mindestens eine die Vertikalkräfte aufnehmende
Verdrängerzelle aufweist Zwischen diese und dem Aufbau auftretende Verschiebungen werden jeweils
dutch kardanisch bewegliche Gelenke ermöglicht, die als Pendelstützen ausgebildet sind. Diese Pendelstützen
lassen zwar verhältnismäßig große Verschiebungen zu, sind aber bei großer Reibung in den Gelenken sehr
verschieißgefährdet Erwünscht wäre bei kleinen Ver-Schiebungen
ein möglichst geringer Reibungseinfluß (OE-PS 2 07 890).
Eine Kombination von Pendelstützen mit einer Einrichtung zum gleisbogen- und/cder geschwindigkeitsabhängigen
Neigen des Wagenkastens eines zweiachsigen Schienenfahrzeuges ist der DT-OS 19 26 687 entnehmbar.
Die Bewegung des Aufbaus gegenüber dem Laufwerk wird zwar durch Hydraulikzylinder bewirkt,
die gelenkig am Laufwerk bzw. Aufbau angeschlossen sind; zur Verringerung des Spurspieles vermag diese
Einrichtung aber nicht beizutragen.
Der gleiche Nachteil haftet auch einer Stabilisiereinrichtung für vierachsige Schienenfahrzeuge an, bei der
ebenfalls Hydraulikzylinder verwendet werden, die über Leitungen mit Zwischengeschäften Steuermitteln
verbunden sind (US-PS 34 59 139).
Eine Abwandlung von Vorstehendem stellt ein Wankstabilisator dar, der Bestandteil einer Gas-Hydraulikfederung
ist, bei welcher zwischen den abzufedernden Teilen Hydraulikbälge vorgesehen sind
(US-PS32 3I 257).
Daiiiber hinaus ist eine Luftfederung für Schienenfahrzeuge
bekannt, bei der zwischen den gegeneinander abzufedernden Teilen Luftfederbälge, ferner eine
deren Füllung regelnde Steuerung vorgesehen sind. Auch hier pendelt das Laufwerk im Spurkanal im üblichen
Sinuslauf (US-PS 31 04 622).
Eine bekannte Steuerungseinrichtung zu einer der vorbeschriebenen im grundsätzlichen ähnlichen Luftfederung
soll lediglich den Aufb ·.; eines Schienenfahrzeuges
in bezug auf das Gleis unter geringem Luftverbrauen richtig einstellen (DT-OS 15 30 123).
Wieder eine andere bekannte Steuerungseinrichtung mißt die Fahrgeschwindigkeit und die Winkelbeschleunigung,
um die Kurveneinstellung luftgefederter Schienenfahrzeuge zu beeinflussen (FR-PS 15 95 143).
Eine weitere derartige Steuerung soll vor allem das Befahren von Streckenkrümmungen mit größerer als
der Auslegegeschwindigkeit ermöglichen. Auch hier wird der Wagenkasten erheblich gegenüber den beiden
Drehgestellen des Fahrzeuges verschwenkt, während die Drehgestelle selbst normal im Spurkanal laufen
(DT-OS 19 33 893).
Bei Schienenfahrzeugen mit Luftfederung hat sich eine Steuerung der Höhen- bzw. Schräglage des Aufbaues
bewährt, bei der ein Fliehkraftpendell mit Wippe oder ein elektrisches Steuergerät den Zufluß oder auslaß
von Druckluft in die zwischen Aufbau und Drehgestellen angeordneten Luftfederbälge derart steuert, daß
der Aufbau des Schienenfahrzeuges die gewünschte Stellung in bezug auf die x-Achse einnimmt. Zwischen
dem Steuergerät und den Bälgen ist die Druckluft in Leitungen geführt. Eine erheblich kürzere Ansprechzeit
und eine erheblich feinfühligere Steuerung, die auf eine
Vielzahl von Druckmitteln selektiv wirkt, wäre jedoch erwünscht (DT-OS 14 55 ! 01; FR-PS 9 98 419).
Es sind auch Luftkissenfahrzeuge bekannt, die sowohl zur vertikalen Abstützung als auch zur horizontalen Führung gegenüber horizontalen Tragbahnen und
vertikalen Führungsflächen zwei oder mehrere Luftkissensysteme haben. Bei diesen Fahrzeugen bilden Wagenkasten und Fahrwerk eine starre Einheit, wobei der
Fahrzeugkörper auf seiner Tragbahn mit lotrechtem Führungssteg aufgesattelt ist. Die zum Tragen und Führen des Fahrzeugkörpers vorgesehenen Luftkissen sol
len einen vorgegebenen Abstand des Fahrzeugkörpers zur Fahrbahn aufrechterhalten. Da jedoch die Luftkissen
bei Fahrzeugen der geschilderten Art gleichzeitig zur Abstützung, Federung und Führung gegenüber der
Fahrbahn dienen, ist es unvermeidlich, daß die Spaltbreiten zwischen Fahrbahn und den ihr gegenüber be
Endlichen Fahrzeugpartien sich während der Fahrt ständig verändern.
Dies erschwert nicht nur die Anwendung von Antriebsarten wie z. B. Linearmotoren, sondern hat ganz
allgemein ungünstigen Einfluß auf den Lauf von Fahrzeugen, die erheblich schneller als die bisher bekannten
Fahrzeuge sind (Revue Generale des Chemins de Fer, September 1966, S. 571 bis 575).
Weiterhin sind Zugeinheiten mit Magnetfeldführung bekannt, bei denen der Wagenkasten über Magnetfelder
auf der Fahrbahn abgestützt ist. Die Magnete für den Aufbau der Magnetfelder sind dabei zum Teil am
Fahrzeug und zum Teil an der Fahrbahn vorgesehen und derart ausgebildet, daß das Fahrzeug mit geringem
Abstand über der Fahrbahn schwebt. Bei diesen Zugeinheiten sind die Magnete an mit dem Wagenkasten
fest verbundenen fahrwerkähnhchen Partien vorgesehen. Es Dilden also Wagenkasten und Fahrwerk eine
starre Einheit. Hier wird es als störend empfunden, daß die Magnete des Wagenkastens mii den Magneten der
Fahrbahn nicht in allen Phasen des Laufes über die Strecke deckungsgleich geführt sind, weil der Wagenaufbau
infolge seiner starren Bauweise sich dem Krümmungsverlauf nicht mit konstant bleibendem geringem
Abstand der Fahrbahn anpassen kann (Progressive Railroading, Mai/Juni 1967, S. 57 bis 61).
Hier setzt nun die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, eine Zugeinheit der eingangs beschriebenen
Art unter Vermeiden der geschilderten Nachteile dahingehend weiterzubilden, daß unabhängig vom
Streckenverlauf ein eng tolerierter gleichbleibender Spalt zwischen Fahrbahn und Fahrwerk sowie auch
zwischen Fahrwerklängsachse und Fahrbahnlängsachse erhalten bleibt.
Diese Aufgabe wird bei einer Zugeinheit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 dadurch gelöst,
daß jedes der an dem Biegestab angeschlossenen Teilfahrwerke als Querteil mit mindestens einer Ausnehmung
für die Aufnahme von an sich bekannten horizontal wirkenden Druckmitteln sowie Stützflächen für die
Abstützung der ebenfalls an sich bekannten vertikal wirkenden Druckmittel aufweist, und daß diese Druckmittel
von einer an sich bekannten Regeleinrichtung entsprechend dem Verlauf der Fahrbahn betätigt werden.
Durch die dem Patentanspruch 1 entnehmbaren Maßnahmen wird erreicht, daß die der Fahrbahn zugekehrten
Partien des Fahrwerkes unabhängig von Bögen. Überhöhungen und Verwindungen ständig über
die ganze Fahrzeuglänge konstant den gewünschten
minimalen Abstand von der Fahrbahn haben. Hierbei gleichen die räumlich verschiebbaren Druckmittel zwischen
dem als biegesteife Röhre ausgebildeten Wagenkasten und dem Biegestab die über die Länge der Zugeinheit
auftretenden verschiedenen vertikalen bzw. horizontalen Abstände zwischen Biegestab und Fahrbahn
in Abhängigkeit von der Regeleinrichtung aus. Die für die Führung wesentlichen Teile des Fahrwerkes
schmiegen sich also in jedem betrachteten Fahrbahnquerschnitt unabhängig vom steifen Wagenkasten im
gewünschten minimalen Abstand von der Fahrbahn deren jeweiligem Verlauf an.
Das Fahrwerk besteht zweckmäßigerweise aus dem Biegestab und einer Anzahl an diesem angeschlossener
Querteile. Jedes Querteil weist mindestens eine Ausnehmung für die Aufnahme der horizontal wirkenden
sowie Stützflächen für die Abstützung der vertikal wirkenden Druckmittel auf. Diese Aufgliederung des Biegesiabes
entsprechend Teilfunktionen erleichtert die konstruktive Durchbildung des Fahrwerkes. Der
eigentliche Biegestab ist im Hinblick auf die gewünschte Biegecharakteristik dimensioniert, während die
Querteile so gestaltet sind, daß sie einerseits die für die Fahrzeugführung vorgesehenen Flächen und andererseits
Aufnahmen für die zur räumlichen Verformung des Biegestabes dienenden Druckmittel haben.
Die Regeleinrichtung prüft ständig sowie zumindest am Fahrzeuganfang und -ende sowie in der Mitte, ob
die vorgegebenen Abstände des Biegestabes bzw. der Querteile von der Fahrbahn innegehalten sind, und gibt
bei Abweichungen von den Sollwerten entsprechende Regelimpulse an die einzelnen Druckmittel.
Den Ansprüchen 2 bis 9 sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung entnehmbar. So ist es konstruktiv
zweckmäßig, daß die Ausnehmungen der aufeinanderfolgenden Querteile eine offene Rinne bilden und daß
in dieser Rinne die horizontal wirkenden Druckmittel und ein mit dem Wagenkasten verbundener und zwischen
diesen Druckmitteln in die Rinne tauchender Steg vorgesehen sind.
Wenn die vertikal wirkenden Druckmittel zwischen Wagenkasten und den Querteilen vorgesehen und mittels
Leitungen mit der Regeleinrichtung verbunden sind, werden die Druckmittel für Inspektion und Wartung
gut zugänglich. Die Regeleinrichtung regelt beim Durchfahren von Krümmungen sowie bei den unvermeidlichen
Abweichungen der Fahrbahn von der geometrischen Form über die Druckmittel die in lotrechter
sowie in senkrechter Längsebene örtlich unterschiedlichen Abstände zwischen Wagenkasten und den einzelnen
Querteilen auf einfache Weise ein.
Die Druckmittel sind in weiterer Ausgestaltung der Erfindung (Anspruch 5) über kardanisch bewegliche
Gelenke an den Teilen der Zugeinheit angeschlossen. Dadurch können die Druckmittel ohne Zwängung auf
die entsprechenden Teile wirken.
Auch können erfindungsgemäß die Druckmittel als hydraulische Zylinder, hydraulische Bälge oder Luftfederbälge ausgebildet sein. Die Hydraulik gewährleistet beispielsweise eine besonders feinfühlige, schnelle
Regelung des Systems.
Für den Fall daß den Druckmitteln gleichzeitig Federungsaufgaben übertragen werden, sind diese
Druckmittel ah pneumatische Bälge ausgeführt. Analog können die hydraulisch betätigten Druckmittel durch
Einschalten der hydropneumattschen Glieder auch zur Federung mit herangezogen werdea
dung darin, für die Regelung der Druckmittel eine fahrbahnbogenabhängige
Regeleinrichtung vorzusehen. Hierdurch wird in Fahrbahnkrümmungen der Wagenkasten
der Zugeinheit gegenüber dem Fahrwerk so eingestellt, daß für die Fahrgäste die aus dem schnellen
Durchfahren von Krümmungen resultierenden Fliehkraftüberschüsse weniger spürbar werden.
Die Patentansprüche 4 bis 9 genießen Schutz lediglich in Verbindung mit dem Hauptanspruch.
to In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt durch eine Zugeinheit, geschnitten in der Ebene eines Satzes der den Biegestab
räumlich verformenden Druckmittel, wobei diese als hydraulisch wirkende Druckmittel dargestellt sind,
F i g. 2 einen Ausschnitt aus F i g. 1, wobei an Stelle der hydraulischen Druckmittel rechts der lotrechten
Längsmittellinie des Fahrzeuges hydraulische und links davon pneumatische Bälge dargestellt sind,
F i g. 3 einen Schnitt in Ebene 1-1 der F i g. 1,
F i g. 4 eine Seitenansicht auf die Zugeinheit in ebenem Fahrbahnabschnitt mit vergrößert dargestelltem
Biegestab und Druckmitteln und
F i g. 5 eine Seitenansicht auf die Zugeinheit gemäß F i g. 4 in gekrümmtem Fahrbahnabschnitt.
F i g. 5 eine Seitenansicht auf die Zugeinheit gemäß F i g. 4 in gekrümmtem Fahrbahnabschnitt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 wird die Zugeinheit von einem als biegesteife Röhre ausgebildeten
Wagenkasten 2 und einem sich in Wagenlängsrichtung erstreckenden Biegestab 1 gebildet, wobei dieser
über eine Anzahl ihn direkt oder indirekt gegenüber dem Wagenkasten räumlich verformenden und an den
Fahrzeugteilen räumlich bewegbar angebrachten Druckmitteln 3 und 4 mit dem Wagenkasten verbunden
ist. Je nach Ausbildung der Zugeinheit können die
Druckmittel 3 und 4 entweder direkt zwischen Biegestab I und Wagenkasten 2 oder indirekt zwischen dem
Wagenkasten und Querteilen 9, die am Biegestab angebracht sind, vorgesehen sein. Die in vertikaler bzw. horizontaler
Richtung wirkenden Druckmittel 3 und 4 werden durch eine, an sich bekannte, in der Zeichnung
nicht dargestellte Regeleinrichtung so geregelt, daß an allen führenden Flächen 14 und 15 des Fahrwerkes die
Abstände a zwischen Fahrbahnebene 11-11 und Fahrwerk
bzw. die Abstände b zwischen den Ebenen III IH jeweils konstant sind. An Stelle der beiden dargestellten
Ebenen III-I1I kann auch eine einzige, ideelle Führungsebene treten. Da sich das Fahrwerk den Krümmungen
und Verwindungen der Strecke mit konstanten Abständen a bzw. b anschmiegt und da ferner der Wa-
genkasten 2 der Zugeinheit biegesteif ist, sind die Abstände c und d bzw. e und f zwischen Wagenkasten 2
und dem Fahrwerk variabel. Die gewünschte Stellung des Wagenkastens 2 wird durch die Druckmittel 3 und
4 in Abhängigkeit vom Regelwert der Regeleinrichtung
eindeutig eingeregelt Bei Anwendung vor als hydraulische Zylinder ausgeführten Druckmitteln 3 und 4 können alternativ zwecks Abfederung des Wagenkastens 2
zusätzliche, jedoch in der Zeichnung nicht dargestellte Federmittel vorgesehen sein, die der Abfederung des
Wagenkastens in lotrechter und waagerechter Richtung dienen. Diese Federmittel können den Druckmitteln 3 und 4 nachgeschaltet sein. Als federndes Element
können im System auch hydropneumatische Glieder eingeschaltet sein.
Aus F i g. 3 ist zu ersehen, daß das Fahrwerk derart
ausgebildet sein karei, daß an dem in Längsrichtung der
Zugeinheit verlaufenden Biegestab 1 eine Anzahl mit diesem verbundener, aneinandergereihter QuerteHe 9
angebracht ist. Diese Aufgliederung des Fahrwerkes erlaubt es, den Biegestab 1 im Hinblick auf die räumliche
Verformbarkeit, die Querteile 9 hingegen so auszubilden, daß sie die Flächen 14 und 15 zur Fahrzeugführung
sowie Aufnahmen für die Druckmittel 3 und 4 haben. Zur Erleichterung der Anordnung der horizontal
wirkenden Druckmittel 4 ist mindestens eine Ausnehmung 10 in den Querteilen 9 vorgesehen. Nach diesem
Ausführungsbeispiel bilden die Querteile 9 und somit deren Ausnehmungen 10 eine nach oben offene Rinne
11, in die ein am Wagenkasten 2 angebrachter Steg 12
ragt, an dem die horizontal wirkenden Druckmittel 4 angreifen. Aus konstruktiven Gründen werden die vertikal
wirkenden Druckmittel 3 in eine horizontale Wirkebene gelegt; diese Druckmittel werden über Leitungen
mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Regeleinrichtung verbunden.
Um für die Fahrgäste den bei schnellfahrenden Fahrzeugen eventuell infolge nicht genügender Fahrbahnüberhöhung
verbleibenden Fliehkraftüberschuß weniger spürbar werden zu lassen, wird die Regeleinrichtung
so ausgestaltet, daß sie zusätzlich fahrbahnbogenabhängig regelt, wodurch der Wagenkasten 2 stärker
nach Bogeninnenseite als das Fahrwerk geneigt wird. Analog lassen sich auch Fliehkraftüberschüsse beim
Überfahren von Kuppen bzw. Senken ausregeln.
F i g. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Danach können an Stelle der Druckmittel 3
und 4 nach F i g. 1 zwecks leichterer räumlicher Verschiebbarkeit auch hydraulische Bälge 5 und 6 (rechts
der senkrechten Mittellinie dargestellt), oder, wenn den Druckmitteln auch direkt Federungsaufgaben übertragen
werden sollen, pneumatische Bälge 7 und 8 (links der Mittellinie dargestellt) treten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen S09534/:
Claims (9)
1. Zugeinheit insbesondere für Magnetfeld- oder Luftkissenführung und Antrieb durch Linearmotor,
die aus einem starren Aufbau (Wagenkasten) sowie einem Fahrwerk besteht, das durch einen sich in
Fahrtrichtung erstreckenden Biegestab mit an ihm angebrachten, gegenüber dem Aufbau räumlich verschiebbaren Teilfahrwerken gebildet ist, die sich wiederum einzeln entsprechend dem jeweiligen Fahrbahnverlauf einstellen können, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes der an dem Biegestab (1) angeschlossenen Teilfahrwerke als Querteil
(9) mit mindestens einer Ausnehmung (10) für die
Aufcahme von an sich bekannten horizontal wir
kenden Druckmitteln (4 bzw. Bälge 6 oder 8) sowie Stützflächen für die Abstützung der ebenfalls an
sich bekannten Vertikal wirkenden Druckmittel (3 bzw. Bälge 5 oder 7) aufweist, und daß diese Druck-
mittel von einer an sich bekannten Regeleinrichtung entsprechend dem Verlauf der Fahrbahn betätigt
werden.
2. Zugeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (10) der aufeinanderfolgenden
Querteile (9) eine offene Rinne (11) bilden, und daß in dieser Rinne die horizontal wirkenden
Druckmittel (4 bzw. Bälge 6 oder 8) und ein mit dem Wagenkasten (2) verbundener und zwischen
diesen Druckmitteln in die Rinne tauchender Steg (12) vorgesehen sind.
3. Zugeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Biegestab (1) mittels der
horizontalen Druckmittel horizontal und mittels der vertikalen Druckmittel vertikal verformbar ist.
4. Zugeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die vertikal wirkenden Druckmittel zwischen Wagenkasten (2) und Querteil (9) vorgesehen
und daß sie über Leitungen mit der Regeleinrichtung verbunden sind.
5. Zugeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittel (3 und
4) über kardanisch bewegliche Gelenke an den Teilen der Zugeinheit [z. B. Wagenkasten (2) und Querteil
(9)] angeschlossen sind.
b. Zugeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittel (3 und
4) als hydraulische Zylinder ausgebildet sind.
7. Zugeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittel als
hydraulische Bälge (S und 6) ausgebildet sind.
8. Zugeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittel als
pneumatische Bälge (7 und 8) ausgebildet sind.
9. Zugeinheit nach einem der Ansprüche 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung
eine fahrbahnbogenabhängige Einrichtung ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702055115 DE2055115C3 (de) | 1970-11-10 | Zugeinheit, insbesondere für Magnetfeld- oder Luftkissenführung und Antrieb durch Linearmotor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702055115 DE2055115C3 (de) | 1970-11-10 | Zugeinheit, insbesondere für Magnetfeld- oder Luftkissenführung und Antrieb durch Linearmotor |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2055115A1 DE2055115A1 (de) | 1972-05-25 |
| DE2055115B2 true DE2055115B2 (de) | 1975-08-21 |
| DE2055115C3 DE2055115C3 (de) | 1976-04-01 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2055115A1 (de) | 1972-05-25 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |