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DE2050843A1 - Motorisch angetriebenes Handwerkzeug zum drehenden Bohren und Drehschlagbohren - Google Patents

Motorisch angetriebenes Handwerkzeug zum drehenden Bohren und Drehschlagbohren

Info

Publication number
DE2050843A1
DE2050843A1 DE19702050843 DE2050843A DE2050843A1 DE 2050843 A1 DE2050843 A1 DE 2050843A1 DE 19702050843 DE19702050843 DE 19702050843 DE 2050843 A DE2050843 A DE 2050843A DE 2050843 A1 DE2050843 A1 DE 2050843A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drilling
rotary
spindle
motor
ratchet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19702050843
Other languages
English (en)
Other versions
DE2050843B2 (de
DE2050843C3 (de
Inventor
Erwin Dipl.-Ing. 7057 Winnen- Stütz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DE19702050843 priority Critical patent/DE2050843C3/de
Priority claimed from DE19702050843 external-priority patent/DE2050843C3/de
Publication of DE2050843A1 publication Critical patent/DE2050843A1/de
Publication of DE2050843B2 publication Critical patent/DE2050843B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2050843C3 publication Critical patent/DE2050843C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25DPERCUSSIVE TOOLS
    • B25D16/00Portable percussive machines with superimposed rotation, the rotational movement of the output shaft of a motor being modified to generate axial impacts on the tool bit
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25DPERCUSSIVE TOOLS
    • B25D2211/00Details of portable percussive tools with electromotor or other motor drive
    • B25D2211/06Means for driving the impulse member
    • B25D2211/062Cam-actuated impulse-driving mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Stones Or Stones Resemblance Materials (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)
  • Percussive Tools And Related Accessories (AREA)

Description

  • Motorisch angetriebenes Handwerkzeug zum drehenden Bohren und Drehschlagbohren Die Erfindung bezieht sich auf ein motorisch angetriebenes Handwerkzeug mit einem Getriebe zum drerienden Bohren und schlagintensitätsverstellbaren Drehschlagbohren unter axialem Bohrdruck auf eine längs verschiebbare Bohrspindel.
  • Zum Bohren von spröden und harten Materialien, wie Gesteinen, Mauerwerk, Beton, Fliesen, Kunststeinplatten und dgl., werden im allgemeinen Schlagbohrmaschinen, beruhend auf dem Ratschenscheibenprinzip, oder elektrische oder pneumatische Bohrhänurer verwendet. Das Funktionsprinzip derartiger Handwerkzeuge besteht darin, die Energie eines Antriebemotors in Dreh- bzw.
  • Dreh- und Schlagbewegungen umzuwandeln1 welche auf die jeweils in die Rohrspindel eingesetzten Bohrwerkzeuge oder aber auf die axial verschiebbare Bohrspindel selbst übertragen werden.
  • Es ist ein Getriebe für Bohrhämmer bekannt (Milwaukee Rotary Hammer, Milwaukee Service Bulletin 634?, Catalog No. 5300), welches mit einem Schlagkörpergewicht ausgerüstet ist, das von einem Antriebsmotor über geeignete Ubertragungsmittel hin- und hergeschleudert wird und mit der kinetischen Energie seiner bewegten Masse und einer Federkraft auf das in die Bohrspindel eingesetzte Bohrwerkzeug periodisch aufschlägt und dieses so in das zu bohrende Material hineintreibt. Zur Einstellung der Schlagintensität weist das Getriebegehäuse einen von außen schwenkbaren Hebel auf, der über eine Kurvenscheibe die den Aufzugsnocken tragende Vorgelegewelle axial so verschiebt, daß der Aufzugsnocken den Schlagkörper mehr oder weniger entgegen einer Feder spannt.
  • Diese für den robusten und harten Ilammerbetrieb durchaus genügende Schlagverstellung weist jedoch den Nachteil auf, daß bedingt durch den pro Vorgelegewellenumdrehung entstehenden harten Schlag der Bohrhammer erst ab einem Bohrerdurchmesser von in der Regel 8 mm eingesetzt werden kann. Bei Verwendung kleinerer Durchmesser wirkt sich der harte Schlag besonders nachteilig auf die Bohrerstandzeit aus. Desweiteren wirkt sich das Hammerbohrprinzip beim Durchbohren von Fliesen oder Kunststeinplatten nachteilig aus, da die Fliesen bedingt durch den harten Schlag zerspringen, d.h., für derartig feinfühlige Arbeiten mußte der Handwerker stets eine Schlagbohrmaschine in Anwendung bringen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Handwerkzeug zum drehenden Bohren und Drehschlagbohren so auszubilden, daß die o.g. Nachteile vermieden werden und sowohl empfindliche Arbeiten mit kleinen und großen Bohrerdurchmessern als auch grobe Arbeiten mit großen Bohrerdurchmessern ausgeführt werden können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in einem Getriebegehäuse sowohl ein Schlagkörper als auch Ratschenscheiben angeordnet sind, der oder die vom drehenden Bohren ausgehend durch Umschaltung wahlweise mit der Bohrspindel in Eingriff gebracht werden. Dadurch ist es erstmals möglich, die Schlagenergie in einem Gerät sowohl mit einem Schlagkörper als auch mit Ratschenscheiben zu erzeugen.
  • Ein Ausführungsbeispiel, weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung sollen anhand der Fig. 1 - 3 näher erläutert werden: Fig. 1 zeigt einen Längs schnitt durch den Getriebeteil eines Handwerkzeues zum drehenden Bohren und Drehschlagbohren, wobei 1 das Getriebegehäuse und 2 das zugehörige Lagerschild darstellen. Von der Ankerwelle 4 des nicht eingezeichneten Antriebsmotors wird über ein Ritzel, das auf deren Ende angebracht ist, ein Zahnrad 5 bewegt. Dieses wiederum ist fest mit der Vorgelegewelle 6 verbunden und treibt diese entsprechend dem Zahnradübersetzungsverhältnis mit an. Die Vorgelegewelle 6 hat die Aufgabe, die Bohrspindel 7 als auch den Schlagkörper 8 anzutreiben. Der Antrieb der Bohrspindel 7 erfolgt über ein an der Vorgelegewelle 6 eingearbeitetes Ritzel 9 und ein in dieses Ritzel eingreifendes Zahnrad 10. Das Zahnrad 10 seinerseits ist auf dem getriebeseitigen Ende der Bohrspindel 7 über ein in die Bohrspindel 7 und in das Zahnrad 10 eingearbeitetes Keilwellenprofil 11 axial verschiebbar angeordnet. Der Schlagkörper 8 wird über einen Auf zugsnocken 6', der Bestandteil der Vorgelegewelle 6 ist, gespannt - entgegen der Rückstellkraft einer auf dem Schlagkörper 8 befindenden wendelförmigen Feder 12 - und je nach Form der Ausführung nach etwa 2/3 Umdrehung des Aufzugsnockens 6' zum Schlag freigegeben. Die Lagerung des Schlagkörpers 8 erfolgt einmal durch ein in das Lagerschild 2 eingepreßtes Lager 13, zum anderen in einer Sackbohrung 7', welche die Bohrspindel 7 an ihrem getriebeseitigen Ende aufweist, während die Bohrspindel 7 durch ein Nadellager 14 und ein Rillenkugellager 15 geführt wird.
  • Erfindungsgemäß weist nun das Getriebegehäuse 1 außer dem Schlagkörper 8 auch noch Ratschenscheiben 16, 17 auf, die im Bereich zwischen Nadellager 14 und Rillenkugellager 15 angeordnet sind.
  • Hierbei ist die Ratschenscheibe 16 auf der sich drehenden Bohrspindel 7 fest aufgebracht, während die Ratschenscheibe 17 fest an einer Stirnseite 18 des Getriebehalses des Getriebegehäuses 1 angeordnet ist. Desweiteren befindet sich auf der Bohrspindel 7 noch eine Druckfeder 19, die sich an der Ratschenscheibe 16 und dem Nadellager 14 abstützt und die Aufgabe hat, die axial verschiebbare Bohrspindel 7 stets in ihre unbelastete Ausgangslage zu drücken.
  • Folgende Betriebsvarianten können nun an dem Handwerkzeug eingestellt werden: a) Drehschlagbohren mittels des Schlagkörpers b) Drehbohren c) Drehschlagbohren mittels der Ratschenscheiben Die Wirkungsweise beim Drehschlagbohren mittels Schlagkörper ist nun folgende: Die über das Keilwellenprofil 11 mit dem Abtriebszahnrad 10 verbundene Bohrspindel 7 führt zunächst nur eine Drehbewegung aus.
  • Der beim Arbeiten auf die Bohrspindel 7 ausgeübte axiale Druck in Richtung des Schlagkörpers 8 bringt diese in den Schlagbereich des Schlagkörpers, so daß der in der Sackbohrung 7' geführte Teil des Schlagkörpers 8 am Boden der Bohrung aufschlägt, d.h. seine Schlagenergie im Zentrum der Bohrspindel abgibt.
  • Wird das Handwerkzeug im reinen Bohrbetrieb verwendet, d.h. die Bohrspindel 7 führt nur eine Drehbewegung aus, so ist eine Schlagabschaltung des Schlagkörpers 8 erforderlich. Diese wird, wie Fig. 2 zeigt, durch einen im Lagerschild 2 fixierten Schaltbolzen 20 erreicht, der mit einem Schaltstift 21 versehen ist. Wird der von außen betätigbare Schaltbolzen 20 um 1800 gedreht, so läuft dessen SchaZtstift 21 am Schlagkörper 8 auf, bewegt diesen in Richtung des Notorgehäuses und arretiert denselben in dieser Stellung. Somit dreht der von der Vorgelegewelle 6 bewegte Aufzugsnocken 6' leer durch - ein Aufziehen des Schlagkörpers 8 wird verhindert.
  • Wird nun das Handwerkzeug zum Drehschlagbohren mittels Ratschenscheiben eingesetzt, so bleibt der Schlagkörper 8 in der wie für das Drehbohren abgeschalteten Lage. Die Ratschenscheibe 16 und die mit ihr fest verbundene Bohrspindel 7 wird dann über eine mit einer Führungsnut 22 versehenen Teilhülse 23, in der ein auf der Ratschenscheibe 17 angeordneter Zylinderstift 24 geführt ist, aus der in Fig. 1 unterhalb der Mittellinie dargestellten Lage in die in Fig. 1 oberhalb der Mittellinie dargestellten Lage gebracht, d.h., die Ratschenscheibe 16 wird auf die Ratschenscheibe 17 hinbewegt. Wird nun die Bohrspindel 7 durch Aufbringung eines axialen Bohrdrucks in Richtung Getriebegehäuse axial verschoben, so gelangt die mit der Bohrspindel 7 umlaufende Ratschenscheibe 16 mit der Ratschenscheibe 17 in Eingriff.
  • Anhand von Fig. 3 der Zeichnung sollen nun die mit dem erfindungsgemäßen Handwerkzeug erzielten Vorteile näher erläutert werden, und zwar in Gegenüberstellung des Drehschlagbohrens mittels Schlagkörper und mittels Ratschenscheiben. Auf der x-Achse des Diagramms ist der Bohrerdurchmesser und auf der y-Achse die Bohrtiefe nach einer Bohrzeit von 1 Minute in Beton B 300 dargestellt. Kennlinie I ergibt sich beim Drehschlagbohren mittels Schlagkörper und Kennlinie II mittels Ratschenscheiben.
  • Aus Kennlinie I ist zu entnehmen, daß der Bohrer bei einem Durchmesser von 6 mm 256 mm tief eindringt, während er beim Schlagbohren gemäß Kennlinie II 175 mm tief eindringt, was einem Bohrleistungsunterschied von 45% entspricht. Diese Beistungsdifferenz muß aber beim Drehschlagbohren mittels Schlagkörper durch eine wesentlich kürzere Bohrerstandzeit erkauft werden, d.h., man wird vorteilhafterweise mit den Ratschenscheiben bohren, um eine große Bohrerstandzeit zu erhalten.
  • Anders verhält es sich dagegen beim Drehschlagbohren mit einem Bohrerdurchmesser von 12 mm, Hier beträgt die Bohrtiefe nach Kennlinie I 155 mm und nach Kennlinie II 38 mm, was einer Bohrleistungsdifferenz von 30O/o entspricht. Hier wirkt sich das Drehschlagbohren mittels Schlagkörper sehr vorteilhaft aus, da auch die Bohrerstandzeit bei diesem Bohrerdurchmesser gewährleistet ist.
  • Weitere Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere noch darin, daß durch den Einbau zweier Schlagbohrsysteme in ein Getriebegehäuse der Handwerker nicht mehr zwei, sondern nur eine Maschine in Anwendung zu bringen braucht und so Arbeiten, wie das Drehschlagbohren von Fliesen, Kunststeinplatten usw. gefahrenlos mit den Ratschenscheiben bohren kann.

Claims (3)

P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Motorisch angetriebenes Handwerkzeug mit einem Getriebe zum drehenden Bohren und schlagintensitätsverstellbaren Drehschlagbohren unter axialem Bohrdruck auf eine längs verschiebbare Bohrspindel, dadurch gekennzeichnet, daß im Getriebegehäuse (1, 2) sowohl ein Schlagkörper (8) als auch Ratschenscheiben (16, 17) angeordnet sind, der oder die vom drehenden Bohren ausgehend durch Umschaltung wahlweise mit der Bohrspindel (7) in Eingriff gebracht werden.
2. Motorisch angetriebenes IIandwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Getriebegehäuse (1, 2) angeordnete Bohrspindel (7) eine Sackbohrung (7') aufweist, in welcher der Schlagkörper (8) gelagert ist, der nach Freigabe durch einen Schaltbolzen (20, 21) und bei Aufbringung eines axialen Bohrdrucks auf die Bohrspindel (7) cine Schlagenergie innerhalb der Sackbohrung (7') auf die Bohrspindel (7) abgibt.
3. Mot-orisch angetriebenes Handwerkzeug nach Anspruch 1, ddurch gekennzeichnet, daß im Bereich zwischen Schlagkörper (8) und Werkzeugaufnahme der Bohrspindel (7) auf der drehbaren Bohrspindel (7) eine Ratschenscheibe (16) fest angeordnet ist, die mittels einer Stellhülse (23) mit der ii Getriebegehäuse (1, 2) fest angeordneten Ratschenscheibe (17) in Eingriff gebracht wird.
DE19702050843 1970-10-16 Handbohrmaschine Expired DE2050843C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702050843 DE2050843C3 (de) 1970-10-16 Handbohrmaschine

Applications Claiming Priority (1)

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DE19702050843 DE2050843C3 (de) 1970-10-16 Handbohrmaschine

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2050843A1 true DE2050843A1 (de) 1972-04-20
DE2050843B2 DE2050843B2 (de) 1976-12-16
DE2050843C3 DE2050843C3 (de) 1977-08-11

Family

ID=

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2533284A1 (de) * 1975-07-25 1977-02-17 Bosch Gmbh Robert Schlagbohrmaschine
DE2630319A1 (de) * 1976-07-06 1978-01-12 Licentia Gmbh Bohrhammer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2533284A1 (de) * 1975-07-25 1977-02-17 Bosch Gmbh Robert Schlagbohrmaschine
DE2630319A1 (de) * 1976-07-06 1978-01-12 Licentia Gmbh Bohrhammer

Also Published As

Publication number Publication date
DE2050843B2 (de) 1976-12-16

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Legal Events

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