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Münzfernsprecher Die Erfindung betrifft einen Münzfernsprecher, bei
dem das noch vorhandene Guthaben aus den eingeworfenen Münzen angezeigt wird.
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Bei Münzfernsprechern ist es üblich, die eingeworfenen Münzen in einem
Schacht dem Benutzer zu zeigen. Aus der Abnahme der Münzen kann er auf den Verbrauch
und den Zeitpunkt des Münznachwurfes oder das Gesprächsende schliessen. Bei neueren
Münzfernsprechern werden nicht mehr die eingeworfenen Münzen, sondern der entsprechende
Betrag numerisch angezeigt. Auch hier kann der Benutzer aus der Änderung der Anzeige
das Gesprächsende oder den Zeitpunkt eines Münznachwurfes ableiten.
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Der Benutzer ist bei den oben angegebenen Verfahren gezwungen, aus
der Geschwindigkeit der Abnahme der Münzen oder der entsprechenden Anzeige die ihm
verbleibende Gesprächszeit abzuschätzen. Die damit verbundenen Uberlegungen können
das Gespräch beeinflussen.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, dem Benutzer von Münzfernsprechern den
Zeitpunkt eines Münznachwurfes oder das Ende der Sprechzeit in einfacher Weise anzuzeigen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die aus dem Jeweiligen Guthaben
der eingeworfenen Münzen verbleibende Sprechzeit angezeigt wird.
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Durch die Anzeige der verbleibenden Sprechzeit übersieht der Benutzer
von Münzfernsprechern schnell und leicht, wie lange die Gesprächsverbindung noch
bestehen bleibt. Er ist also frei von Uberlegungen und Berechnungen, wie lange er
für sein eingeworfenes Geld noch sprechen kann.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Sprechzeit
analog mit einem Zeigerinstrument angezeigt wird.
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Eine Schaltung zur Bildung und Anzeige der Sprechzeit erfasst in einem
Speicher digital den Abstand der Impulse des Kassiertaktes und in einem anderen
Speicher digital den Wert des vorhandenen Guthabens und bildet aus dem Stand des
Speichers für die Kassierimpulsabstände eine Spannung und aus dem Stand des Münzwertspeichers
einen Strom und das Produkt aus der Spannung und dem Strom wird durch ein elektrodynamisches
Messwerk gebildet und zur Anzeige gebracht.
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Vorteilhafterweise ist die Spannung, die dem Abstand der Impulse des
Kassiertaktes entspricht, in kleine Stufen einstellbar, wodurch eine Anpassung an
den jeweils geltenden Fernsprechtarif erreicht wird.
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In einer anderen Ausfuhrungsform ist vorgesehen, dass die Anzeige
der verbleibenden Sprech-zeit numerisch erfolgt, wodurch Ablesefehler vermieden
werden sollen und die Anzeige eindringlicher wird. Hierzu ist es zweckmgssig, dass
die Schaltung zur Anzeige der Sprechzeit in einem Speicher den Abstand der Impulse
des Kassiertaktes und in einem anderen Speicher den Wert des vorhandenen Guthabens
erfasst, beide Werte mit Hilfe eines schnellen Impulsgenerators und zwei Zähler
miteinander multipliziert, das Produkt nach einer Dividierung in einem Anzeigespeicher
einliest und in einer Anzeigeeinheit numerisch darstellt.
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Weiterhin ist es vorteilhaft, dass dabei die Produktbildung unabhängig
vom Erfassen des Abstandes der Impulse des Kassiertaktes und Einlesen derselben
in einen Zwischenspeicher und dem Bewerten der eingeworfenen MUnzen und Einlesen
dies Wertes in einen Guthabenspeicher geschieht.
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Zur richtigen Anzeige der verbleibenden Sprechzeit ist es erforderlichs
dass Jede änderung des Guthabens erfasst wird, und dies geschieht dadurch, dass
die Produktbildung zur Erfassung und Anzeige der Sprechzeit bei Jeder Änderung des
Standes des Guthabenspeichers, hervorgerufen duroh einen Abbuchungsimpuls oder einen
Münzeinwurf, neu gestartet wird.
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Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Zeitanzeige; Fig. 2 das Blockschaltbild zur
Umwandlung der Kassierimpulse und des Guthabens in die Gesprächszeit und Fig. 3
eine weitere Schaltung zur Anzeige der verbleibenden Sprechzeit.
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In Fig. 1 ist das Anzeigeinstrument der Sprechzeit dargestellt. Eine
kreisförmige Skala 1 ist durch Markierungen in Abschnitte eingeteilt, die Jeweils
einer Minute entsprechen sollen. Von rechts oben nach links sind im Uhrzeigersinn
die Werte im aufsteigenden Sinne gezählt. Bei einer Anzeige von grösser als zehn
Minuten ist nur ein einziger Bereich angegeben, um die unteren Werte deutlicher
eintragen zu können.
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Die Stellung des Zeigers 2 gibt den Wert der mit den eingeworfenen
Münzen erreichten Sprechzeit an.
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Das Anzeigeinstrument braucht nicht unbedingt kreisförmig zu sein.
Es kann auch eine lineare Ausführung gewählt werden. Ebenso ist die beschriebene
Einteilung in Minuten nur als ein Ausführungsbeispiel anzusehen.
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In Fig. 2 ist ein Blockschaltbild angegeben, mit dem die Anzeige der
Sprechzeit aus den eingeworfenen Münzen und der aufgebauten Gesprächsverbindung
gewonnen werden kann. Die Schaltung besteht im wesentlichen aus zwei Abschnitten,
in dem einen wird der zeitliche Abstand zwischen den eintreffenden Impulsen des
Kassiertaktes bestimmt und in eine Spannung umgewandelt und im anderen wird der
Wert des Guthabenspeichers in einen Strom umgewandelt. Strom und Spannung ergeben
dann in einem elektrodynamischen Messwerk die Sprechzeitanzeige.
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Der Schaltungsteil zur Auswertung der Impulse des Kassiertaktes ist
über eine Anschalteinheit 3, die aus einer 16-kHz-Weiche und einer Umsetzerstufe
besteht, an die Gesprächsleitung 13 angeschaltet. Die Umsetzerstufe ist mit einem
Impulsgenerator 4 verbunden. Der Impulsgenerator 4 gibt seine Impulse über. ein
Gatter 5 in einen Zähler 6.
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Der Zählerstand wird über eine Schalteinrichtung 7 in einen Speicher
8 übertragen. Der im Speicher 8, stehende Wert wird durch eine aus beispielsweise
Transistoren und Widerständen bestehende Wandlereinheit 9 in einen entsprechenden
Strom umgewandelt, der an, einem Messwiderstand 10 eine entsprechende Spannung hervorruft.
Der Messwiderstand 10 liegt mit einer, Seite an einer in Grenzen einstellbaren Stromversorgung
11.
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An die Anschalteeinheit 3 ist auch noch eine interne Steuerung 12
angeschlossen, die den Impulsgenerator 4, das Gatter 5,. die Schalteinrichtung 7
und den Speicher 8 beeinflusst.
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Nach dem Gesprächsaufbau und dem Eintreffen des ersten Impulses des
Kassiertaktes ergibt sich folgender Ablauf im ersten Schaltungsteil: Der erste.
Impuls, die Impulse werden ion der Umsetzerstufe der Anschalteeinheit 3 in Gleichstromsignale
gewandelt, stösst nach Freigabe durch die Steuerung 12 den ImpuIsgenerator 4 an.
Dieser, beispielsweise auf 2 kHz schwingende Generator zählt über das von der Steuerung
12 beeinflusste Gatter 5'seine Impulse in den Zähler 6. Beim Eintreffen des zweiten
und der nächsten Impulse des Kassiertaktes wird durch die Steuerung 12 der Impulsgenerator
4 gestoppt, der Speicher 8 gelöscht, der bis dahin erreichte Zählerstand des Zählers
6 über eine Schalteinrichtung 7 in den Speicher 8 übertragen, der Zähler 6 wieder
auf Null gestellt und dann neu gestartet Die im Speicher 8 stehende Information,
sie entspricht dem Abstand zwischen den Impulsen des Kassiertaktes, wird nun durch
die Wandlereinheit 9 in einen entsprechenden Strom gewandelt, der über den Messwiderstand
10 zur Stromversorgung 11 fliesst.
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Die Spannung am Messwiderstand 10 entspricht dem Zeitwert zwischen
den Impulsen des Kassiertaktes. Um diesen Wert, der von Kassierimpuls zu Kassierimpuls
neu gewonnen wird, dem Jeweils gültigen Gebührentarif anzupassen, kann der Spannungswert
der Stromversorgung 11 in kleinen Schritten geändert werden. Bleispielsweise kann
der Wert von -20 Volt bis -24 Volt einstellbar sein.
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Der zweite Schaltungsteil geht vom Münzwertspeicher 14 aus. In diesem
Speicher wird über die Leitung 15 der Betrag der in den Münzfernsprecher eingeworfenen
Münzen gespeichert. Gleichzeitig gelangen an diesen Speicher über die Leitung 16
auch die Abbuchungsimpulse, die den Speicherstand entsprechend verringern. Durch
eine Wandlereinheit 17, die ähnlich der Wandlereinheit 9 arbeitet, wird die codierte
Aussage des Münzwertspeichers in einen Strom umgewandelt.
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Die Spannung aus dem ersten Schaltungsteil, die in der Relation der
Zeit zwischen den Impulsen des Kassiertaktes folgt, und der Strom aus dem zweiten
Schaltungsteil, der dem im Münzwertspeicher stehenden, noch vorhandenen Guthaben
des Sprechgastes entspricht, ergeben zusammen die dem Teilnehmer noch zur VerfUgung
stehende Sprechzeit. Zur Anzeige werden beide Grössen dem elektrodynamischen Messwerk
18, die Spannung dem Spannungspfad und der Strom dem Strompfad zugeführt.
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Die Grösse der Spannung im Spannungspfad und dts Stromes im Strompfad
des elektrodynamischen Measwerkes 18 bestimmen die Stellung des Zeigers 2.
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Diese Stellung ist direkt proportional der dem Sprechgast noch verbleibenden
Sprechzeit.
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In Fig. 3 ist eine weitere Schaltung angegeben, mit der die verbleibende
Sprechzeit ermittelt werden kann. Dies Schaltung arbeitet digital und die Sprechzeit
wird deswegen auch numerisch angezeigt.
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Ein Impulsgenerator 20 gibt seine Impulse auf einen Zähler 21. Der
Zählers stand wird abhängig von den Impulsen des Kassiertaktes auf der Leitung 19
in
einen Speicher 22 übertragen. Immer wenn ein Impuls des Kassiertaktes eintrifft,
ist die Bedingung am UND-Gatter 23 erfüllt und der Stand des Zählers 21 kann in
den Speicher 22 übertragen werden. Gleichzeitig wird über ein Verzögerungsglied
24 der Zähler 21 wieder auf Null gestellt. Der im Speicher 22 eingeschriebene Wert
entspricht also der Zeit zwischen zwei Impulsen des Kassiertaktes und somit der
angewählten Zone im Fernsprechnetz. Da bei jedem Impuls der Vorgang neu gestartet
wird, können keine Summenfehler auftreten und Fehler durch den Toleranzbereich des
Kassiertaktes werden ausgeglichen.
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In einem Guthabenspeicher 25 steht der Wert der vom Sprechgast eingeworfenen
Münzen. Der Speicher 25 wird durch Impulse am Eingang 26, entsprechend der Eingabe
von Münzen, gefüllt und durch Abbuchungsimpulse, die sich aus den Impulsen des Kassiertaktes
ableiten, wieder geleert. Bei jeder Änderung des Speicherstandes wird ein Impuls
auf die Leitung 28 gegeben. Dadurch wird die Bedingung am UND-Gatter 29 erfüllt
und der Speicherstand in einen Zähler 30 übertragen. Gleichzeitig gelangt der Änderungsimpuls
über ein ODER-Gntter 31 an ein UND-Gatter 32, dessen Bedingung nun erfüllt ist und
der Stand des Speichers kann in den Zähler 33 eingespeichert werden. Im Zähler 30
steht Jeweils der entspregehende Stand des Guthabenspeichers und im Zähler 33 der
Jeweilige Stand des Speichers 22.
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Nun kann die Ausrechnung der noch bestehenden Gesprächszeit erfolgen.
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Dazu wird der, Inhalt des Zählers 30 mit dem des Zählers 33 multipliziert
und entsprechend der Gebühreneinheit und der Anpassung an die Anzeigeeinheit heruntergeteilt.
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Am Ausgang 34 des Zählers 30 erscheint immer dann ein Signal, wenn
der Zählorstand Null beträgt. Nach dem Einspeichern des Inhaltes des Gutha benspeichers
25 erlischt dieses Signal und ein sehr schneller Impulsgenerator 35 wird gestartet.
Die am Ausgang 36 des Impulsgenerators anstehenden Impulse werden auf den Zähler
33 gegeben und zahlen den Zählerstand
rückwärts bis auf Null. Ist
der Inhalt des Zählers Null, so erscheint am Ausgang 37 ein Impuls, der den Zählerstand
des Zählers 30 rückwärts zählt und gleichzeitig über das ODER-Gatter 31 und das
UND-Gatter 52 den Speicherinhalt des Speichers 22 wieder in den Zähler 55 überträgt.
Der Inhalt des Zählers 55 wird wieder auf Null gezählt und der Zyklus wiederholt
sich, bis der Inhalt des Zählers 30 Null entspricht. Jetzt erscheint am Ausgang
54 ein Signal, das den Impulsen nerator 55 unterbricht. Die Summe der am Ausgang
36 anstehenden Impulse entspricht nun der Multiplikation des Inhaltes der Zähler
30 und 53, weil so oft der Inhalt des Zählers 33 summiert wurde,wie es dem Stand
des Zählers 30 entsprach.
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Alle am Ausgang 56 des Impulsgenerators 35 vorhandenen Impulse wurden
gleichzeitig mit dem Rückwärtszählen des Zählers 53 auch über eine Teilerstufe 58
von einem Zähler 39 summiert. Die Teilerstufe 38 teilt die ankommende Impulsreihe
im Verhältnis einer Gebühreneinheit herunter.
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Um unterschiedliche Gebühreneinheiten und deren Änderungen erfassen
zu können, sollte das Teilerverhältnis einstellbar sein. Ausserdem geschieht in
dieser Teilerstufe 38 eine Untersetzung der Impulsreihe zur Anpassung an die Anzeigeeinheit.
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Jedesmal, wenn das Null-Signal am Ausgang 34 des Zählers 30 erscheint,
wird nicht nur der Impulsgenerator 35 stillgesetzt, sondern auch der Inhalt des
Zählers 39 in einen Anzeigespeicher 40 eingeschrieben. Damit das Einschreiben nur
während dieser Zeit geschieht, werden das Null-Signal und der Ausgang des Zählers
39 an ein UND-Gatter 41 gelegt, dessen Ausgang mit dem Anzeigespeicher 40 verbunden
ist. Uber ein Verzdgerungs glied 42 stellt ausserdem das Signal des Zählers 30 den
Zähler 59 nach der Übertragung seines Inhaltes in-den Speicher 40 wieder auf Null.
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Der Inhalt des Speichers 40 kann nun, entsprechend decodiert, in einer
Anzeigeeinheit 45 sichtbar gemacht werden. In Fig. 3 wird beispielsweise eine noch
vorhandene Sprechzeit von " 5 Min, 50 Sek." angezeigt.
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Das erste Mal erfolgt eine Anzeige der'Sprechzeit nach dem Eintreffen
des zweiten Impulses des Kassiertaktes. Bei Auslandsgesprächen ist das nicht zeitgerechte
Einsetzen des Kassiertaktes zu beachten und eventuell mit der Ausrechnung der Sprechzeit
später zu beginnen. Bei jedem Münznachwurf und nach Jedem Abbuchungsimpuls, nach
jeder Anderung des Inhaltes des Guthabenspeiehers also, wird die Sprechzeit neu
berechnet und angezeigt.
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Die Frequenz des Impulsgenerators 55 muss so hoch sein, dass auch
beim kleinsten Stand des Zählers 3), entsprechend der weitesten Zonen im Fernsprechnetz,
und dem höchstmöglichen Stand des Zählers 30, entsprechend dem grösstmöglichen Münzbetrag
im Münzkanal oder -speicher, die Multiplikation noch vor Eintreffen des nächsten
Impulses des Kassiertaktes abgeschlossen ist.
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Die Frequenz des Impulsgenerators 20 muss so gross gewählt werden,
dass auch bei der Erfassung der weitesten Zone noch wenigstens zehn Impulse in den
Zähler 21 eingeschrieben werden können, um den Fehler beim Ausrechnen der Sprechzeit
klein zu halten.
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8 Patentansprüche 2 B1. Zeichnungenmit5 Fig.