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Elektrischer Wipp- oder Kipphebelschalter Die Erfindung betrifft einen
elektrischen Wipp- oder Kipphebelschalter mit zwei nebeneinanderliegenden Betätigungsgliedern,
welche auf Je ein Schaltsystem einwirken und in einem Sockel auf zwei ortsfesten
Lagerstutzen mittels Lagerzapfen schwenkbar angeordnet und mittels eines Kupplungszapfens
schwenkbar verbunden sind.
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Elektrische Wipp- oder Kipphebelschalter mit zwei nebeneinanderliegenden
Schaltsystemen benötigen zum Bedienen der Systeme Je eine Betätigungsvippe. Derartige
Schalter sind z.B. Serienschalter. Die Lagerung der Betätigungswippen oder Kipphebel
erfolgt vielfach über eine Lagerachse, welche als Vollstift oder als Hohlachse durch
die beiden Betätigungswippen hindurchgeführt und auf ortsfesten Lagerstützen gelagert
ist. Eine derartige Einrichtung zeigt z.B. die deutsche PS 943 067.
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Aufgabe der Erfindung ist es, nicht nur die Verringerung der Anzahl
der Einzelteile für eine Lagerung der Wippen zu erreichen, sondern insbesondere
dabei auch zu berücksichtigen, daß die Wippen möglichst gleich gestaltet sind, so
daß diese aus ein und demselben Werkzeug hergestellt werden können.
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Es zeigt z.B. das deutsche GM 1 861 568 einen Wippenschalter, bei
dem die Betätigungsgwippe zur Lagerung in dem Schalterge-Muse seitlich zwei Lagerzapfen
aufweist, die der Wippe angeformt sind. Auf diese Weise ist zwar die separate Lagerachse
eingespart, doch wäre es zur Verwendung einer solchen Wippe erforderlich, bei einem
Serienschalter auch zwischen den beiden zur Betätigung der nebeneinanderliegenden
Schalt systeme nochmals: eine oder zwei der ortsfesten Lagerstützen zu errichten,
um die beiden Wippen auch an ihren benachbarten Seiten lagern zu können Um sich
Jedoch derartige zusätzliche Lagerstützen zu sparen und insbesondero die Baugröße
des Schalters in geringen Ausmaßen zu halten, wurde bereits gemäß DAS 1 615 797
eine Einrichtung getroffen, bei der zwar die äußeren Seiten der Betätigungswippen
Je einen angeformten Achszapfen zur Lagerung auf einer ortsfesten Lagerstütze besitzen,
wobei aber die beiden inneren Seiten der beiden nebeneinanderliegenden Betatigungswippen
Jeweils die eine Wippe eine Bohrung besitzt und die andere Wippe einen Zapfen, der
in die Bohrung der einen Wippe zur Lagerung eingreift. Diese Einrichtung hat nur
leider noch den Nachteil, daß für beide Betätigungswippen zwei verschiedene Werkzeuge
geschaffen werden müssen, wobei auch die Lagerhaltung auf zwei verschiedene Wippen
ausgedehnt werden muß. Auch können die beiden unterschiedlichen Wippen für einen
raschen Fertigungsablauf insofern hinderlich sein, als die montierende Person versehentlich
die falschen Teile ergreift und durch das Auswechseln Zeit beim Zusammenbau verliert.
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Dieses vermeidend, sieht die Erfindung vor, daß Jedes Betätigungsglied
(Wippe oder Kipphebel) auf der dem benachbarten Betätigungsglied zugewandten Seite
eine sektorartige Ausnehmung und einen die Ausnehmung etwa zu einem Zylinder komplementieren-,
den sektorartigen Zapfen aufweist, und daß bei zusammengekuppelZ ten Betätigungsgliedern
jeweils der hervorspringende Teil des Zapfens des einen Gliedes in die Ausnehmung
des anderen Gliedes eingreift, wobei die Glieder um ihre gegeneinanderliegenden
Zapfenschneiden schwenkbar sind und die Schenkelflächen der Zapfen zueinander in
beiden Endstellungen je einen Öffnungs-Winkel X bilden, der gleich oder um ein geringes
Maß größer als der Schaltwinkel des Betätigungsgliedes ist.
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Durch diese Ausbildung sind beide Wippen eines Serienschalters gleich
gestaltet und können somit aus einem einzigen Werkzeug erstellt werden.
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Die Erfindung sieht weiterhin vor, daß der Schaltwinkel Jedes Betätigungsgliedes
gleich oder ungefähr 150 beträgt. Bei entgegengesetzter Schaltstellung der beiden
Betätigungsglieder beträgt der GesamtöffnungswinkelYdas Zweifache des Üffnungswinkels
(2X). Der Winkel X ist vorteilhafterweise um etwa 20 größer als der Schaltwinkel,
um eine gegenseitige Behinderung der Wippen mit Sicherheit auszuschließen. Schließlich
sind die Zapfen den Betätigungsgliedern in an sich bekannter Weise materialeinheitlich
angeformt.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
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Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Serienschalter mit zwei
nebeneinanderliegenden Betätigungsgliedern.
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Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen deratigen Schalter gemäß Fig.
1 bei abgenommener Abdeckung.
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Fig. 3 zeigt eine Ansicht auf die Innenseite eines Betätigungsgliedes.
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Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht der zusammengesteckten beiden Betätigungsglieder
mit Schnitt durch einen der beiden sektorartigen Zapfen.
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Fig. 5 zeigt eine zur Ansicht der Fig. 4 um 900 verdrehte Seiten ansicht
des Betätigungsgliedes.
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Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht der beiden jeweils sich in entgegengesetzter
Endstellung befindlichen Betätigungsglieder mit geschnittenen Zapfen.
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Die beiden als Wippen ausgebildeten Betätigungsglieder 1 und 2 z.B.
eines Serienschalters 3, welche je ein Schaltsystem 4 bzw.
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5 zu bedienen haben, sind Je mit einem außeren seitlichen Lagerzapfen
1a, 2a in einer ortsfesten Lagerstütze 3a, 3b des Schalters gelagert. Es handelt
sich hierbei um den Betätigungsgliedern vorteilhafterweise angeformte Lagerzapfen.
An ihren beiden zueinanderzugekehrten Innenseiten besitzen die Betätigungsglieder
Jeweils eine sektorartige Ausnehmung Ib; 2b und einen
sektorartigen
Zapfen 1c; 2c. Jedes Betätigungsglied 1 bzw. 2 besitzt somit im Bereiche eines Kreises
sowohl eine sektorartige Ausnehmung alsauch einen sektorartigen Kupplungszapfen.
Die Kupplungszapfen 1c, 2c stehen um ein gewisses Maß von dfn Betätigungsgliedern
1, 2 vor Fig. 5, während die Ausnehmungen Ib, 2b sich in Achsrichtung in das Innere
der Betätigungsglieder erstrecken. Ausnehmungen und Kupplungszapfen bilden zusammen
etwa einen Zylinder, wobei im zusammengesteckten Zustand der zwei nebeneinanderliegenden
Betätigungsglieder zwischen den an ihren abgerundeten Schneidenld, 2d aneinanderliegenden
Kupplungszapfe und zwar zwischen den gegenüberstehenden Sektorflächen ein Bewegungsspiel
für die Betätigung der Wippen verbleibt. Dieses Bewegungsspiel macht den Öffnungs-
oder den Schaltwinkel X plus einer geringfügigen Toleranz aus. Der Schaltwinkel
X beträgt bei dem vorliegenden Beispiel 150 und die Toleranz etwa 20. Die in Fig.
4 gezeigte neutrale Stellung der beiden zusameengekuppel ten Betätigungsglieder
(das ist die MittelstellungJ welche weder die Ein-, noch die Ausschaltstellung angibt)
zeigt dann oben wie unten Je einen vollen Schaltwinkel X.
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Befinden sich wie in Fig. 6 die beiden Betätigungsglieder 1; 2 Je
in ihren entgegengesetzten Endstellungen, dann beträgt der alleinige Gesamtöffnungswinkel
Y das Zweifache - also 2 X - des einfachen Öffnungswinkels X.
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Die Schneide 1d, 2d der Zapfen 1c, 2c ist ein wenig abgerundet, damit
die beiden Betätigungsglieder innerhalb des Schneidebereiches
günstige
Abrollflächen besitzen.
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Die neue Ausbildung verringert die Lagerhaltung von Betätigungswippen,
vermeidet ferner Irrtümer beim Zusammenbau und reduziert die Anzahl der Werkzeuge
für die Herstellung der z.B.
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9Ur einen Serienschalter erforderlichen Wippen von zwei auf eine,
Auch die Kupplungszapfen sind der Betätigungsgwippe materialeinheitlich angeformt.