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Stufenlos längs- und querverschiebliche Befestigungseinrichtung Die
Erfindung betrifft eine stufenlos längs- und querverschiebliche Befeatigungseinrichtung
insbesondere für Energieverteiler in der Elektrotechnik und Feinmechanik.
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Die rasant fortschreitende Automatisierung und Rationalisierung von
Arbeits- und Froduktionsvorgängen fordert immer mehr elektrische, pneumatische oder
hydraulische Steuerungen für die Arbeitsmaschinen. Die Schaltung solcher Steuerungen
erfolgt über Verteileranlagen, in welchen die meist sehr zahlreichen Leitungen,
Schaltelemente, Steuer- und Regeleinheiten an Zontagerahmen angeklemmt sind.
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Montagerahmen zu diesem Zweck bestehen oft aus einer Blechplatte,
die mit einer Vielzahl von Bohrungen oder sonstigen Durchbrüchen für die Aufnahme
der Befestigungsschrauben ausgerüstes ist Hinter der Bohrung oder des Durohbruchs
wird eine Mutter angebracht. Zwischen Mutter, Schraube und Blech klemmt man die
Leitung bzw. das Schalt- oder Steuerelement fest.
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Bei diesel Vorgang ist ein scheinbar tescheidendes, aber in seinen
Auswirkungen in bezug auf Arbeltszeitverlusta wirtschaftlich bedeutendes Problem
entstanden, um dessen Lösung die Fachwelt sich schon lange vergebens bemüht hat
t nicht nur während der Montage, sondern auch sehr oft nach der Fertigstellung muß
die Lag irgend eines Bauelement geändert werden, die betreffenden Schrauben werden
gelöst und die an der rückwärtigen Seite des Montagerahmens befindlichen Haltemuttern
fallen zum Boden oder bleiben irgendwo in den Aufbauten hängen. Es kostet viel Mühe
und Zeit, die Muttern
(BeSestigungseinriCh-tC wieder aufzufangen
bzw. neue Muttern an die neuen Klemmstelzen zu befördern, da die Muttern ja an der
Rückseite des Montagerahmens angebracht werden müssen.
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Bisher gab es fur dieses Problem nur Teillösungen. Es sind zwar Muttern
bekannt geworden, welche mit der ihr zugeordneten Bohrung fest verbunden wurden
und nach einer Lösung der zugehörigen Halteschraube in ihrer bisherigen Position
verblieben. Eine solche Mutter konnte nach der ersten Verschraubung nicht mehr woanders
hin verschoben werden. Die einmal befestigten Muttern verhinderten auch nach Lösung
der ihnen zugeordneten Schaltelemente die Anbringung eines neuen Elements innerhalb
eines Umfangs von mindestens zweimal ihres eigenen Duschmessers.
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Eine solche bekannte Teillösung stellt die sogenannte Setzmutter dar,
die einen konisch ausgebildeten kurzen Kragen mit einem Mindestquerschnitt gleich
dem Querschnitt der betreffenden Bohrung aufweist. Beim Anziehen der Halteschraube
wird der konische Kragen der Setzmutter in die Bohrung hineingepreßt und hält die
Mutter hier fest. Die Aufgabe des Pesthaltens der Mutter ist zwar gelöst, jedoch
nur unter der nachteiligen Voraussetzung, daß die Haltebohrung des Montagerahmens
dem Schraubenquerschnitt genau entspr-icht.
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Ausserdem ist diese Mutter wegen der maßgenauen Ausführung des Kragens
nicht gerade billig.
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Eine andere bekannte Teillösung ist die Gewindeniet, welche aus einem
konischen Teil - die eigentliche Mutter mit der Gewindebohrung - und einem in die
Bohrung des.Montageblechs einzusteckenden
| z,ylindrisci;8k73i8 ;8iteht. |
Wenn die Halteschraube in den konischen Teil eingeschraubt wird, drückt sich der
konische Teil in den zylindischen rohrförmigen Teil hinein und klemmt diesen nietartig
in der Bohrung fest. Die Nachteile sind die gleichen wie bei der Setzmutter.
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Nach einem ähnlichen Prinzip wirkt die Nietmutter, die dübels ähnlich
ausgebildet ist. Sie enthält einen Gewindeteil sowie einen mit einem konischen Kragen
und einer glatten Bohrung
(Befestigungseinricht* ) versehenen Teil,
wobei die glatte Bohrung einen größeren Querschnitt und eine dünnere Wand als die
Gewindebohrung aufweist. Wenn nun die Schraube soweit eingeschraubt worden rist,
daß die glatte Bohrung auf die Gegenseite der miteinander Wu befestigenden Teile
gelangt, wirddieNietmutter am Bereich ihrer dünneren Wand faltenartig zusammengedrückt,
wobei die Falte die eigentliche Mutter bildet und zusammen mit dem konischen- Kragen
die Nietmutter in der Bohrung esthält. Auch die Nietmutter weist dieselben Nachteile
auf wie vorhin beschrieben.
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och andere Teillösungen bilden die aus Kunststoff bestehenden 9prelæyatronen
? die nach dem DUbelprinzip ausgelegt sind, sowie die Kunststoffanker für Hohlräume,
die insbesondere für elektrischen Verdrahtungen nicht geeignet sind, eil sie relativ
große Bohrungen erfordern. Die ebenfalls bekannte Klemmmutter aus Federstahlblech
hat eine zu geringe Gewindehöhe - met nur einen einzigen Gewindegang - und ist daher
nicht ausreichend zuverlässig.
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Wie bereits gesagt, sind alle diese bekannten Problemlösungen lediglich
Teillösungen, denn die einmal eingesetzte Mutter kann nicht mehr verschoben werden.
Bei bestimmten Ausführungsformen des Kunststoffankers kann die Mutter zwar wieder
herausgenommen werden, jedoch nur mit Mühe und unter Zeitverlust. Hierzu braucht
man unangemessen große Bohrungen, so daß die wirksame Fläche des Montagerahmens
nicht optimal genutzt werden kann.
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Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, eine Befestigungseinrichtung
zu schaffen, deren Befestigungsglieder stufenlos längs- und querverschieblich sind,
indem die Haltemuttern beliebig in Längs- und Querrichtung des Montagerahmens verschoben
werden können und nach Lösung der Befestigungeschrauben nicht herunterfallen. Dieses
Erfindungsziel wird dadurch erreicht, daß an den Längskanten eines jeden Montagerahmens-ad.
dgl. Pührungsprofile ausgebildet sind, in welchen
(Befestigungseinricht.)
eine Anzahl quer auf die Längsachse des Montagerahmens ausgerichteter Registerschienenelemente
in Längsrichtung des Montagerahmens verschieblich angeordnet sind, wobei jedes Registerschienenelement
an seinen Längeseiten beiderseits Halteprofile besitzt, welche in Längsrichtung
der Register schienenelemente verschiebbare Halteauttern aufnehmen. Die Durchbrüche
des Montagerahmens können aus wechselweise quer-und längsgerichteten Langlöchern
bestehen, sie können jedoch auch als Langlöcher ausgebildet sein, deren Längsachsen
einen spitzen Winkel mit der Längsachse des Mont4gerahmens bildend In einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung weisen die in den Registerschisnenelementen verschiebbar
gebetteten Muttern einen dem Innenquerschnitt des Register schienenelements genau
entsprechenden Durchmesser auf. Die Muttern können auch in sonst bekannter Weise
über eine reibungsbildende Hemmvorlage an den Wänden der Halteprofile des Reisterschienenelements
anliegene In der Zeichnung ist ein Ausführungebeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigen Figur 1 einen Montagerahmen in der Gestalt einer mit längs- und iuergerichteten
Langlöchern versehenen Profilschiene, in dessen Führungsprofilen eine Anzahl von
Registerschienenelementen in Längsrichtung des Montagerahmens verschieblich angeordnet
sind, in einer Draufsicht und teilweise im çchnitt Figur 2 einen Schnitt A-A durch
Montage@@@@en und Registerschienenelement und Figur 3 einen Schnitt senkrecht auf
die Längsachse eines Registerchienenelement Der Montagerahmen 1 weist wechselweise
längs- und quergerichteteLanglöcher 2,3 auf, die in Gruppen derart geordnet sind,
daß jede Gruppe die gleiche Länge und Breite besitzt. In ei ner anderen Ausgestaltung
fler Erfindung (nicht gezeichnet) eind die Langlöcher
von 450 im Verhältnis
(BefestigunOseinricht.) zur Längsachse des
Montagerahmens schräg gestellt und weisen Zwischenstege auf, die schmäler sind als
die Langlöcher.
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Sinne Schraube (nicht gezeichnet), die durch ein Langloch 2,3 in eine
an der Rückseite des Montagerahmens 1 befindliche Haltemutter 11 eingeschraubt wird,
kann innerhalb der Ausdehnung des Langlochs 2 waagerecht und innerhalb des Langlochs
3 senkrecht verschoben werden.
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Am Montagerahmen 1 sind Führungsprofile 4,5 ausgebildet, in welchen
Registerschienenelemente 6,7,8 verschieblich angeordnet sind, und zwar verschieblich
in Richtung der Längsachse des Montagerahmens. Jedes Registerschienenelement 6,7,8
ist ebenfalls mit Halteprofilen 9,10 (vgl. Fig.3) aus-,,erüstet; hier sind Muttern
11 verschieblich angebracht, und zwar in Längsrichtung der Registerschienenelemente,
d.h.
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in Richtung quer auf die Längsachse des Montagerahmens 1.
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Pl. 1 zeigt den Montagerahmen 1 mit den Registerschienenelementen
6,7,8 und den Muttern 11. Um die Registerschienenelemente und den in ihren Halteprofilen
9,10 verschieblich angeordneten Muttern 11 besser darzustellen, ist ein Teil der
Vorderseite des Montagerahmens 1 weggelassen. Die Art der Führung der Registerschienenelemente
6,7,8 in den Püh--rungsprofilen 4,5 des Montagerahmens 1 ist aus Fig. 2 ersichtlich,
die einen Schnitt A-A senkrecht auf die Ebene des Montagerahrens 1 darstellt.
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Jede Mutter 11 hat an den gegen die Halteprofile 9,10 hingewendeten
Knoten je eine Hepmfeder 12, welche die Mutter 11 leicht gegen die Profile festhält,
ohne jedoch eine Verschiebung der Mutter im Profil zu erschweren. Solche Spezialmuttern
sind aus dgn deutschen Gebrauchsmustern 1 995 276 (Federhemmung) und 6 919 733 (Kunststoffhemmflächen)
bekannt. Die Führung der Mutter in den Halteprofilen 9,10 der Registerschienenelemente
6,7,8 ist auf Fig. 3 gezeigt, die einen Schnitt quer auf d e Längsachse eines Registerachienelelment
darstellt. Dit Mutter 11 wird von der Reibung an den Profilen 9l(> nur soweit
festgehalten, daß sie nicht von der Schwerkraft odert von leichten Erschütterungen
dazu gebracht werden
(Befstigungeinriht.
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kann9 in den unteren Teil der Registerschienenelemente 69798 herunterzufallen.
Sie kann aber mittels eines Schraubenziehers.od. dgl. leicht nach oben oder nach
unten verschoben werden. Ebenso mühelos kann das Registerschienemlement nach rechts
oder links in den Bührungsprofilen 4,5 des Montagerahmens 1 verschoben werden, so
daß die Schraubenbohrung 111 einer jeder Mutter 11 über zwei Koordinatenachsen an
jeden beliebigen Punkt innerhalb der wirksamen Fläche des Montagerahmens gebracht
werden kann und in jeder gewünschten Stellung bereit ist, eine sefestigungsschraube
aufzunehme-n.
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Es kann also mit der erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtung eine
jede Verdrahtung, ein jedes Schaltelement u. dgl.
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an jede beliebige Stelle des Montagerahmens festgeschraubt sowie nach
Wunsch jederzeit an eine andere Stelle überführt werden. Die Muttern 91 sind stets
für die Schrauben aufnahmebereit.
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Gegenüber dem bekannten Stand der Technik weist der Erfindungsgegenstand
erhebliche Vorteile und einen erheblichen technischen Fortschritt auf. Erstens bleiben
die Muttern stets an der Stelle, wohin man sie bzw. der Registerschienenelemente
hinsehiebt. Sie können nicht heraus- oder herunterfallen, sondernWsie sind stets
zur Verfügung. Zum anderen kann man jede Mutter in praktisch jede beliebige zweidimensionäl
zu bestimmende Position bringen; ist nachher eine andere Position erwünscht, wird
die Mutter ggfs mit dem zugeordneten Registerschienenelement dorthin verschoben,
oder eine andere Mutter in einem anderen Registerschenenelement wird herangezogen.
Die Erfindung spart viele Arbeitsstunden bei der Montage und darüber hinang bei
nachträglichen Änderungen.
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5 Ansprüche