DE2044705B2 - Verfahren zur herstellung der alkalimetallsalze von p-hydroxybenzoesaeureestern - Google Patents
Verfahren zur herstellung der alkalimetallsalze von p-hydroxybenzoesaeureesternInfo
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Description
p-Hydroxybenzoesäureestern, insbesondere deren wasserfreien
Formen zu entwickeln, welches einfach und wirtschaftlich durchführbar ist und zu guten Ausbeuten
führt
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der Alkalimetallsalze von p-Hydroxybenzofisäureestern
der allgemeinen Formel
worin R ein Alkylradikal mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen,
ein Aryiradikal mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder ein Aryiradikal mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen und
M ein Alkalimetall bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man einen p- Hydroxybenzoesäureester der allgemeinen
Formel
worin R die oben angegebene Bedeutung hat, mit einem
Alkalimetallphenoxid bei einer Temperatur von Raumtemperatur bis 2500C in einem inerten organischen
Lösungsmittel aus der Gruppe der Kohlenwasserstoffe, Äther und Ketone oder in einem Überschuß bis zu
20 Mol» bezogen auf das Alkalimetallphenoxid, des p-Hydroxybenzoesäureesters umsetzt.
Es wurde nun gefunden, daß, wenn ein p-Hydroxybenzoesäureester
mit einem Alkaliphenoxyd umgesetzt wird, die durch folgende Gleichung dargestellte
Reaktion:
ONa
COOCH,
40
45
55
60
quantitativ schnell abläuft und kaum durch die Temperatur oder die Art des Lösungsmittels beeinflußt
wird und so ein Alkalisalz des p-Hydroxybenzoesäureesters erhalten wird
Als Ester der Formel (I) sind Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Phenyl-, Benzyl- und Tolyester von p-Hydroxybenzoesäure
insgesamt brauchbar, jedoch sind die Methyl- und Äthylester im allgemeinen bevorzugt
Als Alkaliphenoxyd wird Natriumphenoxyd. Kaliumphenoxyd
oder Lithiumphenoxyd verwendet
Die Reaktion kann entweder in einem inerten organischen Lösungsmittel oder ohne Verwendung
irgendeines organischen Lösungsmittels ausgeführt werden. Wenn kein organisches Lösungsmittel verwendet
wird, ist es bevorzugt, daß ein p-Hydroxybenzoesäureester mit einem Alkaliphenoxyd unter Verwendung
eines Überschusses bis zu 20 Mol, bezogen auf das Alkaliphenoxyd, an dem p-Hydroxybenzoesäureester
umgesetzt wird. In diesem Fall verläuft die Reaktion mit dem Überschuß an dem p-Hydroxybenzoesäureester als
Reaktionsmedium und wird das gebildete Alkalisalz von p-Hydroxybenzoesäureester als Gemisch mit dem nicht
umgesetzten p-Hydroxybenzoesäure erhalten, während andererseits das als Nebenprodukt gebildete PHenol
leicht abgetrennt und durch Destillation unter vermindertem oder atmosphärischem Druck entfernt werden
kann. Das gewonnene Gemisch aus dem p-Hydroxybenzoesäureester-Alkalisalz
und dem p-Hydroxybenzoesäureester Kann als solches mit Äthylenoxyd oder Äthylendihalogenid zur Erzeugung von 4-(2-Hydroxyäthoxy)-benzoesäureester
oder 4,4'-Äthylendioxybisbenzoesäurediester umgesetzt werden.
Als inertLS organisches Lösungsmittel wird ein organisches Lösungsmittel verwendet, welches das
Phenol löst, jedoch nicht das p-Hydroxybenzoesäureester-Alkalisalz
löst, beispielsweise Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol oder Erdölkohlenwasserstoffe,
Äther, wie Äthyläther, Isopropyläther, Isobutyläther
oder Anisol oder Ketone, wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Diisobutylketon. Durch
Verwendung dieser inerten organischen Lösungsmittel kann das gebildete p-Hydroxybenzoesäureester-Alkalisalz
im allgemeinen als Ausfällung gewonnen werden, und das Phenol bleibt in gelöstem Zustand in dem
inerten organischen Lösungsmittel zurück und kann so leicht und ohne großen Verlust durch Abtrennung mit
Lösungsmittel oder durch Verdampfung gewonnen werden.
Da bei dieser Reaktion kein Wasser gebildet wird, kann ein Alkalisalz eines wasserfreien p-Hydroxybenzoesäureesters
unter Verwendung eines wasserfreien Alkaliphenoxyds erhalten werden. Da beispielsweise
das Rohmaterial Alkaliphenoxyd keinen leicht hydrolysierbaren Esterrest enthält, kann es bei hohen
Temperaturen getrocknet und dehydratisiert werden und so ein wasserfreies Alkaliphenoxyd leicht und in
sehr kurzer Zeitdauer erzeugt werden. Ferner verläuft die Reaktion zwischen dem Alkaliphenolat und einem
p-Hydroxybenzoesäureester schnell bei niedrigen Temperaturen, so daß ein Alkalisalz eines wasserfreien
p-Hydroxybenzoesäureesters leicht erhalten werden kann.
Ferner kann gemäß der Erfindung ein wasserhaltiges Alkaliphenoxyd mit bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise bis
zu 40Gew.-% Wasser als Alkaliphenoxyd verwendet werden.
Es wurde nämlich gefunden, daß bei dem Verfahren der Erfindung, anders als im Falle d°r direkten
Umsetzung eines p-Hydroxybenzoesäureesters mit einem Alkalihydroxyd, die Hydrolyse des Esterrestes
nicht stattfindet, selbst wenn ein Alkaliphenoxyd mit einem Gehalt an einer vergleichsweise großen Wassermenge,
z. B. bis zu 50 Gew.-% Wasser, auf über 100°C erhitzt wird. Demgemäß kann ein wasserhaltiges
Alkalisalz eines p-Hydroxybenzoesäureesters leicht aus
einem wasserhaltigen Alkaliphenoxyd erhalten werden, das dann durch Trocknung in ein im wesentlichen
wasserfreies Alkalisalz eines p-Hydrobenzoesäureesters übergeführt werden kann.
Die Reaktionstemperatur ist nicht speziell begrenzt, und eine Temperatur von Raumtemperatur bis 2500C
wird im allgemeinen angewendet; wenn jedoch ein wasserfreies Alkaliphenoxyd verwendet w-rd, sollte die
Reaktionstemperatur nicht über 150° C liegen. ι ο
Die Erfindung wird durch folgende Beispiele näher erläutert
3 e i s ρ i e 1 1
11,6 g (0,1 Mol) wasserfreies Natriumphenoxyd, 35 g
Toluol und 15,2 g (0,1 Mol) Methyl-p-hydroxybenzoat wurden miteinander vermischt, und das Gemisch wurde
bei 1000C während etwa 15 Minuten gerührt. Nach Kühlung des Gemisches wurde der unlösliche Anteil
durch Filtration abgetrennt, mit einer kleinen Menge :o
Toluol gewaschen und dann das verbliebene Toluol durch Verdampfung entfernt. So wurden 17,1 g eines
Natriumsalzes von wasserfreiem Methyl-p-hydroxybenzoat erhalten.
61 g (0,4 Mol) Methyl-p-hydroxybenzoat wurden durch Erhitzung auf 140°C geschmolzen, 11,6 g (0,1 Mol)
wasserfreies Natriumhydroxyd wurden hinzugegeben, und das Gemisch wurde bei 140° C während etwa
15 Minuten gerührt. Durch Abdestillation des freien Phenols unter vermindertem Druck (1 bis 5 mm Hg)
wurde ein Gemisch aus 45,7 g Methyl-p-hydroxybenzoat und 17,4 g Natriumsalz von wasserfreiem Methyl-phydroxybenzoat
erhalten.
13,2 g (0,1 Mol) wasserfreies Kaliumphenoxyd, 40 g Benzol und 16,6 g (0,1 Mol) Äthyl-p-hydroxybenzoat
wurden miteinander vermischt, das Gemisch wurde erhitzt und unter Rühren während etwa 30 Minuten auf
einem Wasserbad unter Rückfluß gehalten. Nach Kühlung wurde der unlösliche Anteil durch Filtration
abgetrennt, dieser mit einer kleinen Menge Benzol gewaschen und dann das verbliebene Benzol abgedampft.
So wurden 20,9 g Kaliumsalz von wasserfreiem Äthyl-p-hydroxybenzoat erhalten.
58 g (0,35 Mol) Äthyl-p-hydroxybenzoat wurden durch Erhitzen auf 130°C geschmolzen, 11,8 g (0,1 Mol)
Natriumphenoxyd (Wassergehalt: 2,0%) wurden hinzugegeben, und das Gemisch wurde bei 130° C während
etwa 15 Minuten gerührt. Durch Abdestillation des freien Phenols unter vermindertem Druck (1 bis
5 mm Hg) wurde ein Gemisch aus 41,5 g Äthyl-p-hydroxybenzoat und 18,5 g Natriumsalz von Äthyl-p-hydroxybenzoat
erhalten.
fio
184 g (1,0 Mol) einer 63%igen wäßrigen Lösung von
Natriumphenoxyd wurden mit 608 g (4,0 Mol) Methyl-phydroxybenzoat gemischt, und dann wurde das Gemisch
durch Erhitzen bei 120°C unter Rühren bei Abdestillation
des Wassers und des freien Phenols umgesetzt. f>s
Anschließend wurde die Temperatur auf 1400C erhöht und das Wasser und das Phenol weiter unter
vermindertem Druck (1 bis 5 mm Hg) abdestillicrt. So wurden 454 g Methyl-p-hydroxybenzoat und 171g
Natriumsalz von wasserfreiem Methyl-p-hydroxybenzoat erhalten.
! 3,2 g (0,1 Mol) wasserfreies Kaliumphenoxyd, 40 g Aceton und 19,4 g (0,1 Mol) Butyl-p-hydroxybenzoat
wurden miteinander vermischt, und das Gemisch wurde bei Raumtemperatur während etwa einer Stunde
gerührt Der unlösliche Bestandteil wurde durch Filtration abgetrennt, er wurde mit einer kleinen Menge
Aceton gewaschen, und dann wurde das verbliebene Aceton abgedampft So wurden 22,6 g Kaliumsalz von
wasserfreiem Butyl-p-hydroxybenzoat erhalten.
11,6 g (0,1 Mol) wasserfreies Natriumphenoxyd, 40 g Isobutyläther und 25,6 g (0,1 Mol) Octyl-p-hydroxybenzoat
wurden miteinander vermischt, und das Gemisch wurde erhitzt und unter Rühren während etwa
30 Minuten auf einem Wasserbad unter Rückfluß gehalten. Nach Kühlung wurde der unlösliche Bestandteil
durch Filtration abgetrennt, mit einer kleinen Menge Isopropyläther gewaschen und dann der verbliebene
Isopropyläther abgedampft. So wurden 26,4 g Natriumsalz von wasserfreiem Octyl-p-hydroxybenzoat erhalten.
86 g (0,4 Mol) Phenyl-p-hydroxybenzoat wurden durch Erhitzen auf 180°C geschmolzen, 11,6 g (0,1 Mol)
wasserfreies Natriumphenoxyd wurden hinzugegeben, und das Gemisch wurde bei 180°C während etwa
15 Minuten gerührt. Durch Abdestillation des freien Phenols unter vermindertem Druck (1 bis 5 mm Hg)
wurde ein Gemisch aus 64,2 g Phenyl-p-hydroxybenzoat und 23,3 g Natriumsalz von wasserfreiem Phenyl-p-hydroxybenzoat
erhalten.
11,6 g (0,1 Mol) wasserfreies Natriumphenoxyd, 35 g Methylketon und 22,8 g (0,1 Mol) Benzyl-p-hydroxybenzoat
wurden miteinander vermischt, das Gemisch wurde erhitzt und unter Rühren während etwa 30 Minuten auf
einem Wasserbad unter Rückfluß gehalten. Nach Kühlung wurde der unlösliche Anteil durch Filtration
abgetrennt, mit einer kleinen Menge Methyläthylketon gewaschen und dann das verbliebene Methyläthylketon
abgedampft. So wurden 24,5 g Natriumsalz von wasserfreiem Benzyl-p-hydroxybenzoat erhalten.
Vergleichsversuche
1. Vergleich der Verfahren zur Herstellung
der wasserfreien Natriumsalze
des Methyl-p-Hydroxybenzoats durch Umsetzung
von Natriumhydroxyd bzw. Natriummethoxyd bzw.
Natriumphenoxyd mit p-Hydroxybenzoesäuremethyl-
ester
A. 45,7 g p-Hydroxybenzoesäuremethylester (Reinheit 99,8%) wurden zu (1) 12,4 g Natriumhydroxyd
(Reinheit 96,8%), (2) 16,4 g Natriummethoxyd (Reinheit 98,8%) und (3) einer Mischung aus 35,0 g Natriumphenoxyd
(Reinheit 99,4%) und 139 g Toluol zugesetzt. Jede der drei Mischungen wurde 15 min unter Rührung auf
1000C erhitzt. Der unlösliche Anteil wurde durch Filtration abgetrennt, das Produkt mit einer kleinen
Menge Äthyläther gewaschen und dann bei 1 Torr getrocknet.
Die Reinheit des Natriumsalzes des p-Hydroxybenzoesäuremethylesters
wurde folgendermaßen berechnet: Zuerst wurde der Gehalt an Natrium-p-Hydroxybenzoat
durch Titration in einer Aceton-Methanol-
Lösung (Volumenverhältnis 9:1) mit 0,1 n-HCl (in einer
Methanol-Benzol-Mischung, Volumenverhältnis 1 :4) gemessen. Dann wurde der Wassergehalt nach der
Karl-Fischer-Methode bestimmt. Die Reinheit ergab sich durch Differenzbildung gegen 100%. Die Ergebnisse
sind in der Tabelle 1 angegeben.
Versuchslauf
Nr.
Nr.
Natriumsalz des p-Hydroxybenzoesäuremethylesters
Gewicht Reinheit
Natrium-p-hydroxybenzoat
Wassergehalt
Ausbeute
(0/0)
51,2
51,6
51,7
51,6
51,7
88,8
92,1
99,7
92,1
99,7
10,7 7,3 0,2 1,08
0,56
0,09
0,56
0,09
87,1
91,0
98,8
91,0
98,8
Aus der Tabelle 1 ergibt sich, daß Ausbeute und Reinheit des Produktes erheblich abfallen, wenn das
Alkalisalz des Esters unter Verwendung von Alkalihydroxyd oder Alkalialkoholat und einem Lösungsmittel
(wie Toluol) hergestellt wird.
B. 35,0 g Natriumphenoxyd (Reinheit 99,4%) wurden in (a) 100 g Methanol oder (b) 300 g Methanol
gelöst Zu jeder Lösung wurden 45,6 g p-Hydroxybenzoesäuremethylester (Reinheit 99,8%) zugesetzt. Dann
wurde die Mischung bei Raumtemperatur eine Stunde gerührt Bei dem Versuch (a) fiel eine kleine Menge
Natriumsalz des p-Hydroxybenzoesäuremethylesters aus. Diese wurde abfiltriert, und das Hydrat wurde mit
einer kleinen Menge Äthyläther gewaschen, bei 1 Torr getrocknet und bei einer bestimmten Temperatur und
unter einem bestimmten Vakuum konzentriert. 140 g Äthyläther wurden dem Rückstand zugesetzt. Die
Mischung wurde gewaschen, filtriert und bei 1 Torr
getrocknet.
Da in Versuch (b) kein Niederschlag ausfiel, wurde das Filtrat unter Vakuum und bei einer bestimmten
Temperatur konzentriert. 140 g Äthyläther wurden dem Rückstand zugesetzt; die Mischung wurde gewaschen,
filtriert und bei 1 Torr getrocknet.
Die Reinheit des erhaltenen Natriumsalzes des p-Hydroxybenzoesäuremethylesters wurde folgendermaßen
berechnet: Zuerst wurde der Gehalt an Natrium-p-Hydroxybenzoat durch Titration in einer
Aceton-Methanol-Lösung (Volumenverhältnis 9 :1) mit 0,1 n-HCl (in einer Methanol-Benzol-Mischung; Volumenverhältnis
1 :4) gemessen. Dann wurde der Wassergehalt nach der Karl-Fischer-Methode bestimmt
Die Reinheit wurde durch Differenzbildung gegen 100% ermittelt Die erhaltenen Ergebnisse sind in
der Tabelle 2 zusammengestellt
Lösungsmittel
Ausgefallenes Na-SaIz des
p-Hydroxybenzolsäuremethylesters
p-Hydroxybenzolsäuremethylesters
Reinheit Ausbeute
Gewicht
(g)
(g)
Bedingungen der Mutterlaugenkonzentrierung
Druck Temperatur Zeit (mm Hg) (0C) (h)
Mutterlauge (Na-SaIz des
p-Hydroxybenzoesäuremethylesters
p-Hydroxybenzoesäuremethylesters
Gewicht Reinheit Ausbeute
(g) (%) (%)
(g) (%) (%)
| (a) | 10,2 10,2 |
99,3 99,3 |
19,6 19.6 |
100-1 200-1 |
20 50 |
21 6 |
40,3 39,4 |
91,5 75,9 |
72,1 58,6 |
| (b) | 0 0 |
100-1 200-1 |
20 50 |
21 6 |
51,3 50,2 |
91,9 76,1 |
90,:? 73,2 |
Aus der Tabelle 2 ist zu entnehmen, daß die Verwendung von Alkohol, Dimethanol als Lösungsmittel
bei der Umsetzung von p-Hydroxybenzoesäuremethylester
mit Natriumphenolat nicht zweckmäßig ist
Aus den Versuchen unter A. und B. ergibt sich, daß bei
der Herstellung des Alkalisalzes des p-Hydroxybenzoesäureesters mit Alkalihydroxyd oder Alkalialkoholat
und einem Lösungsmittel gemäß der vorliegenden Erfindung die Ausbeute und die Reinheit des Produktes
außerordentlich schlecht sind. Außerdem ist die
Verwendung von Alkohol, wie Methanol, bei Natriumphenolat
als Alkalisierungsmittel ungeeignet
IL Herstellung von Dinatrhim-p-Hydroxybenzoat
durch Umsetzung von Natriumphenolat
mit Mononatrium-p-Hydroxybenzoat
A. 48,2 g Mononatrium-p-Hydroxybenzoat (Reinheit
39£%) und 35.0 g Natriumphenolat (Reinheit 99.4%)
trurden unter Rührung in !4Og Toluol. Isopropyläther
und Methylisobutylketon auf 1000C bzw. 500C bzw.
1100C erhitzt Nach der Abkühlung wurde die ungelöste
Substanz abfiltriert, zur Entfernung des Nairiumphenolats
mit einer Mischung aus Äthyläther und Methanol (Volumenverhältnis 20:1) gewaschen und dann: bei
1 Torr getrocknet Die Anteile des Mononatrium-p-Hydroxybenzoats und des Dinatrium-p-Hydroxybenüoats
in dem Rückstand wurden durch Titration mit 0,1 η-HCI
(in Methanol-Benzol-Gemisch; Volumenverhältnis 1 :4) in einer Aceton-Methanol-Lösung (Volumenverhtiltnis
9 :1) bestimmt^
B. 45,7 g p-Hydroxvbenzoesäuremethylester (Reinheit
99,8%) und 35,0 g Natriumphenolat (Reinheit 99,4%) wurden eine Stunde unter Rühren in 140 g
Toluol, Isopropyläther und Methylisobutylketon auf
1000C bzw. 50°C und UO0C erhitzt Nach Abkühlung
wurde die ungelöste Substanz abfiltriert, mit einer
kleinen Menge Äthyläther gewaschen und dann bei 1 Torr getrocknet Die Reinheit des erhaltenen Natri-
980
umsalzes des p-Hydroxybenzoesäuremethylesters wurde durch Titration mit 0,1 n-HCl (in einer Methanol-Benzol-Mischung;
Volumenverhältnis 1:4) in einer Aceton-Methanol-Lösung (Volumenverhältnis 9:1) geTabelle
3
10
messen. Dann wurde die Ausbeute berechnet.
Die Ergebnisse der Versuche A. und B. sind in den Tabellen 3 und 4 zusammengestellt.
| Lösungsmittel | Temperatur | Zeit | Mononatrium-p-hydroxy- benzoat |
Dinatrium-p-hydroxy- benzoat |
(°/o) |
| (•C) | (h) | (Mol-%) | (Mol-%) | ||
| Toluol Isopropyläther M ethylisobutylketon |
100 50 110 |
1 1 1 |
59,8 65,5 58,2 |
40,2 34,5 41,8 |
|
| Tabelle 4 | |||||
| Lösungsmittel | Temperatur | Zeit | Na-SaIz des p-Hydroxybenzoesäur»methylesters Gewicht Reinheit Ausbeute |
||
| CQ | (h) | (g) (%) |
| Toluol | 100 | 1 | 51,5 | 99,5 | 98,1 |
| Isopropyläther | 50 | 1 | 51,9 | 99,6 | 99,0 |
| Methylisobutylketon | 110 | 1 | 51,2 | 99,1 | 97,2 |
Aus den Tabellen 3 und 4 ist zu entnehmen, daß die Salzbildung der phenolischen OH-Gruppen durch
Umsetzung von Mononatrium-p-Hydroxybenzoat mit Natriumphenolat in den drei angegebenen Lösungsmitteln
nur bis zu einer Höhe von etwa 40% fortschreitet. Demgegenüber liefert die Neutralisation des p-Hydroxybenzoesäuremethylesters
mit Natriumphenolat eine Ausbeute von mehr als 97%.
980
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung der Alkalimetallsalze von p-Hydroxybenzoesäureestern der allgemeinen
Formel
COOR
worin R ein Alkylradikal mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen, ein Arylradikal mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder ein Aralkylradikal mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen und M ein Alkalimetall bedeuten,
dadurch gekennzeichnet, daß man einen p-Hydroxybenzoesäureester der allgemeinen Formel
COOR
25
OH
worin R die oben angegebene Bedeutung hat, mit einem Alkalimetallphenoxid bei einer Temperatur
von Raumtemperatur bis 2500C in einem inerten organischen Lösungsmittel aus der Gruppe der
Kohlenwasserstoffe, Äther und Ketone oder in einem Überschuß bis zu 20 Mol, bezogen auf das
Alkalimetallphenoxid, des p-Hydroxybenzoesäureesters umsetzt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkaliphenoxyd ein wasserfreies Alkaliphenoxyd oder ein Alkaliphenoxyd, das
nicht mehr als 50 Gew.-% Wasser enthält, einsetzt.
50
Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von p-Hydroxybenzoesäureestern, insbesondere deren wasserfreie Formen, jedoch sind bisher
keine Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von wasserfreien p-Hydroxybenzoesäureestern bekannt, die
sich leicht und mit geringem Aufwand ausführen lassen. Beispielsweise wird ein Alkalisalz eines wasserfreien
p-Hydroxybenzoesäureesters bei der Herstellung von 4,4'-(Äthylendioxy)-bisbenzoesäureester und 4-(2-Hydroxyäthoxy)-benzoesäureester, welche Rohmaterialien
für synthetische Fasern und Kunststoffe sind, verwendet. Zur Herstellung dieses Alkalisalzes von p-Hydroxybenzoesäureestern wird ein p-Hydroxybenzoesäureester mit einer Alkalihydroxyd-Lösung umgesetzt und
anschließend dehydratisiert. Die Trocknung des Reaktionsproduktes erfolgt bei einer so niedrig wie
möglichen Temperatur unter Verhinderung der Hydrolyse des Reaktionsproduktes. Da jedoch bei dieser
Methode die Arbeitstemperatur auf vergleichweise niedrige Temperaturen, wie Rauinitemperator, begrenzt
ist, ist aufgrund der Löslichkeit der gewünschten Verbindung eine große Wassermenge erforderlich und
die zu verdampfende Wassermenge groß, so daß wärmewirtschaftliche Probleme entstehen und eine
lange Zeitdauer von über 20 Stunden für die Arbeitsweise erfordern, was Komplikationen mit sich bringt
Ferner ist ein Verfahren zur Herstellung der Alkalisalze von p-Hydroxybenzoesäureestern durch
Umsetzung von Metallalkoholaten mit Phenolestern bekannt, wobei die Salzbildung mit Hilfe von Alkalimethylat erfolgt Dabei wird das Metallalkoholat hergestellt, indem Alkalimetall in Alkohol gelöst und diese
Lösung zur Herstellung des Alkalisalzes mit dem p-Hydroxybenzoesäureester umgesetzt wird. Bei diesem Verfahren dient als Alkalisierungsmittel Alkalihydroxid oder Alkalialkoholat
Durch die Verwendung von Alkohol als Lösungsmittel bleibt das gebildete Alkalisalz des Esters in Lösung,
so daß anschließende Ausfällung oder Abdestillation erforderlich ist
Bei diesem bekannten Verfahren entstehen Ausbeuteverluste infolge Verseifung und bei der notwendigen
Destillation des Lösungsmittels durch örtliche Überhitzung. Ferner erhält man relativ unreine Produkte.
Dieses Verfahren ist aus den genannten Gründen zur großtechnischen Darstellung ungeeignet
Weiterhin ist es bekannt, die phenolische OH-Gruppe
von Natriumsalicylat mit Natriumphenoxyd zu neutralisieren. Hierbei handelt es sich jedoch um ein Salz der
Salicylsäure und nicht um einen Ester, wobei hier die Neutralisation der phenolischen OH-Gruppe mit
Natriumphenolat nicht quantitativ ist
Versuche haben gezeigt, daß die bekannten Verfahren bzw. Reaktionen nicht auf die technische Darstellung von Alkalisalzen der p-Hydroxybenzoesäureester
anwendbar ist, da unreine Produkte bzw. geringe Ausbeuten erhalten werden, wie die Vergleichsversuche
am Ende dieser Beschreibung zeigen.
Schließlich ist aus der DT-OS 19 07 230 ein Verfahren
zur Herstellung von Natrium- oder Kaliumsalzen wasserfreier p-Hydroxybenzoesäureestern durch katalytische Neutralisation eines p-Hydroxybenzoesäureesters mit Natriumhydroxyd bekannt. Hierbei wird ein
Natrium- oder Kaliumsalzhydrat des p-Hydroxybenzoesäureesters erhalten, das anschließend auf eine
Temperatur unter dem Schmelzpunkt des Hydrats unter reduziertem Druck getrocknet werden muß, um zu dem
Endprodukt zu gelangen.
Wie die Beispiele dieser Druckschrift zeigen, ist es erforderlich, zur Herstellung des Natriumsalzhydrates
von p-Hydroxybenzoesäuremethylester auf 3°C bis — 10° C zu kühlen, was eine geraume Zeit von etwa
15 Stunden in Anspruch nimmt. Darüber hinaus muß dann das Hydrat im Verlaufe von 11 bis 18 Stunden
getrocknet werden. Um also von den Ausgangsverbindungen zum Endprodukt zu gelangen, benötigt dieses
Verfahren insgesamt etwa 26 bis 33 Stunden.
Außerdem werden bei diesem bekannten Verfahren relativ geringe Ausbeuten an dem Natriumsalzhydrat
des p-Hydroxybenzoesäureesters erhalten, die in der Größenordnung von etwa 65% liegen. Dieses Produkt
ist dann noch aus der Mutterlauge zu isolieren.
Insgesamt ist dieses Verfahren zeitaufwendig und führt zu geringen Ausbeuten.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein technisches Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702044705 DE2044705C3 (de) | 1970-09-09 | Verfahren zur Herstellung der Alkalimetallsalze von p-Hydroxybenzoesäureestern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702044705 DE2044705C3 (de) | 1970-09-09 | Verfahren zur Herstellung der Alkalimetallsalze von p-Hydroxybenzoesäureestern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2044705A1 DE2044705A1 (en) | 1972-03-23 |
| DE2044705B2 true DE2044705B2 (de) | 1977-04-07 |
| DE2044705C3 DE2044705C3 (de) | 1977-11-17 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2044705A1 (en) | 1972-03-23 |
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| Date | Code | Title | Description |
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |