DE2041601B2 - Transistorisierter Signaldämpfungskreis - Google Patents
Transistorisierter SignaldämpfungskreisInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen transistorisierten Signaldämpfungskreis
entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiger Kreis ist aus /»Design Manual for Transistor Circuits«, Mc Graw-Hill Book Comp. 1961,
Seiten 216 bis 219, in Form eines Horizontalverstä rkers
bekannt dessen emittergekoppelte Verstärkungstransistoren durch ein einstellbares Widerstandsnetzwerk zur
Einstellung der Verstärkung verbunden sind. Die verstärkten Signale werden an den Kollektoren dieser
Transistoren abgenommen. Bei Änderung der Veiistärkung
dieses Horizontalverstärkers ändert sich nicht nur die Größe der verstärkten Signale, sondern auch deren
mittlerer Gleichspannungswert
Aus der GB-PS 6 37 083 ist eine Schaltungsanordnung mit einer Briickenschaltung bekannt an (leren
beiden Diagonalen zwei Gleichspannungen abgenommen werden, die den Ablenkplatten einer Kathodenstrahlröhre
eines Oszillographen zugeführt werdein. In jeder Diagonalen der Briickenschaltung liegt dabei eine
Reihenschaltung aus zwei Festwiderständen und einem Potentiometer, von dem eine einstellbare Gleichiipannung
zur weiteren Verarbeitung abgenommen wird. Bei dieser bekannten Schaltungsanordnung werden im
Gegensatz zu dem Signaldämpfungskreis der eingangs genannten Art keine Wechselspannungssignale verarbeitet
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einstellbare Dämpfung von gegenphasigen Weclfiselspannungssignalen
ohne Änderung des Signalglcichspannungswertes zu erreichen.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteramiprtichen.
Durch diese Ausbildung werden die Transistoren so betrieben, daß ihre Ausgangselektroden gleichspannungsmäßig
auf gleichem Potential liegen und der Mittelpunkt des Widerstandsnetzwerks wechselspannungsmäßig
auf Masse liegt Wenn somit das Potentiometer verstellt wird, ändert sich die Größe der
Ausgangssignale, nicht jedoch deren gleichspannungsmäßige Lage. Durch Verstellen des Potentiometers
erhält man somit eine Änderung der Werhselspannungssignale um eine feste Bezugslinie.
i" Die Erfindung wird nachstehend anhand der Fig. 1
und 3 beispielsweise erläutert Es zeigt
Fig. 1 das Prinzipschaltbild eines Ausführungsbeispiels des Signaldämpfungskreises,
ir> sesund
Fig.3 die Anwendung des Signaldämpfungskreises
auf einen Farbfernsehempfänger.
Der Signaldämpfungskreis der F i g. I hat MPN-Transistoren
TX und T2 mit etwa gleichen Kennlinien; ihre
Basen sind mit Eingängen 1 und 2 verbunden. Die Eingänge 1 und 2 werden mit gegenphasigen Wechselspannungssignalen
3 und 4 gleicher Größe gespeist Zur Durchführung dieser gegenphasigen Signale kann als
Phasenumkehrschaltung ein Transformator, ein Diffe-
•i1"· rentialverstärker oder dergleichen verwendet werden.
Z. B. können die Eingänge 1 und 2 mit den beiden Enden der Sekundärwicklung eines mit einem Wechselspannungssignal
gespeisten Transformators verbunden sein, dem an der Mittelabzapfung der Sekundärwicklung eine
w bestimmte Gleichspannung zugeführt wird. Die Kollektoren
der Transistoren TX und T2 sind über Widerstände 5 bzw. 6 mit einem Betriebsspannungsanschluß
7 verbunden, während die Emitter der Transistoren TX und T2 über gleich große Widerstände 8 und 9
υ an Masse liegen. Die Transistoren TX und TZ sind somit
als Emitterfolger geschaltet
Der Verbindungspunkt A zwischen dem Emitter des
Transistors TX und dem Widerstand 8 ist mit dem Verbindungspunkt B zwischen dem Emitter des
■"> Transistors 7"2 und dem Widerstand 9 durch eine
Reihenschaltung aus einem Festwiderstand 10 einem Potentiometer 11 und einem Festwiderstand 12
verbunden. Die Werte der Widerstände 10 und 12 sind gleich große gewählt. Von dem Verbindungspunkt
·»'> zwischen dem Festwiderstand 10 und dem Potentiometer
11 bzw. dem Festwiderstand 12 und dem Potentiometer 11 sind Ausgänge 13 und 14 herausgeführt
Da die Transistoren TX und Tl als Emitterfolge
Da die Transistoren TX und Tl als Emitterfolge
ίο geschaltet sind, sind die Gleichspannungswerte ihrer
Emitter etwa gleich dem der Wechselspannungseinf
angssignale. Wenn daher die den Eingängen 1 und 2 zugeführten gegenphasigen Wechselspannungssignale 3
und 4 mit demselben Gleichspannungswert zugeführt
V) werden, ist der Gleichspannungswert am Verbindungspunkt A zwischen dem Emitter des Transistors 7*1 und
dem Widerstand 8 gleich dem Gleichspannungswert am Verbindungspunkt B zwischen dem Emitter des
Transistors 7"2 und dem Widerstand 9, da die
M) Transistoren TX und T2 etwa gleiche Kennlinien haben.
Infolgedessen sind auch die Gleichspannungswerte an den Ausgängen 13 und 14 gleich denen an den
Verbindungspunkten A und B, d. h. gleich denen der Eingangswechselspannungssignale 3 und 4, und zwar
hr> unabhängig von dem am Potentiometer 11 eingestellten
Widerstandswert
Da die Werte der Widerstände 10 und 12 gleich groß sind und auch die Gleichspannungen an den Verbin-
dungspunkten A und B gleich sind, liegt der Mittelpunkt
zwischen den Verbindungspunkten A und B, d. h. die Mitte des Potentiometers 11 bezüglich der Wechselspannungskomponenten
der Eingangssignale 3 und 4 auf Masse. Das Widerstandsnetzwerk zwischen den ϊ
Verbindungspunkten A und B kann daher durch das in Fig.2 gezeigte Ersatzschaltbild wiedergegeben werden.
In diesem ist das Potentiometer 11 in zwei gleich
große veränderbare Widerstände Ha und 11 ft unterteilt
Der Verbindungspunkt dieser Widerstände llaund ll/>,
deren Abgriffe miteinander gekoppelt sind, liegt an Masse. Die Wechselstromkomponenten der an den
Verbindungspunkten A und B auftretenden Eingangssignale 3 und 4 werden daher durch die Festwiderstände
10 und 11 und die veränderlichen Widerstände 11a und r·
Ub geteilt und den Ausgängen 13 und 14 zugeführt. Durch Einstellen der veränderlichen Widerstände Ha
und 116, d.h. des Potentiometers 11, können daher die
Amplituden der an den Ausgängen 13 und 14 abgenommenen Signale auf einen gewünschten Wert
eingestellt werden. Die Amplituden der den Eingängen 1 und 2 zugeführten Eingangssignale 3 urw 4 können
daher mittels des Potentiometers 11 auf einen gewünschten Wert eingestellt werden, während ihre
Gleichspannungswerte konstant gehalten werden.
Anstelle der NPN-Transistoren können selbstverständlich
auch PNP-Transistoren oder Feldeffekttransistoren verwendet werden.
Anhand der Fig.3 wird nun die Anwendung des
beschriebenen Signaldämpfungskreises auf den Färb- μ
steuerkreis eines Farbfernsehempfängers erläutert. Die Eingänge 21 werden von einem Bandfilter-Verstärkerkreis
mit einem Farbsignal gespeist. Die Eingänge 21 sind mit der Primärwicklung 22 eines Transformators
verbunden, dessen Sekundärwicklung 23 an einem Ende r> mit der Basis eines ersten NPN-Transistors T21 und am
anderen Ende mit der Basis eines zweiten NPN-Transistors
T22 verbunden ist, der etwa die gleichen
Kennlinien wie der Transistor T21 hat Ein Mittelabgriff der Sekundärwicklung 23 liegt über einen Widerstand
24 an Masse. Der Verbindungspunkt zwischen dem Mittelabgriff und dem Widerstand 24 is; über einen
Widerstand 25 an einen Betriebsspannungsanschluß 26 angeschlossen. Die den Eingängen 21 zugeführten
Farbsignale werden somit in zwei gegenphasige π Farbsignale 521 und 522 mit einem bestimmten
Gleichspannungswert umgewandelt. Diese Farbsignale 521 und 522 werden den Transistoren 7*21 und T22
zugeführt. Die Kollektoren der Transistoren Γ21 und T22 sind an Betriebsspannungsanschlüsse 27 und 28 v>
angeschlossen. Die Emitter der Transistoren liegen über gleich große Widerstände 29 und 30 an Masse. Die
Transistoren 7*21 und Γ22 sind somit als Emitterfolger
geschaltet. Der Verbindungspunkt zwischen dem Emitter des Transistors 7*21 und dem Widerstand 29 ist
> > mit dem Verbindungspunkt zwischen dem Emitter des Transistors Γ22 und dem Widerstand 30 über eine
Reihenschaltung verbunden, die einen ersten Widerstand 31, einen Potentiometer 32 und einen zweiten
Widerstand 33 aufweist. Die Widerstände 31 und 33 sind gleich groß. Außerdem ist vom Verbindungspunkl 34
zwischen dem Widerstand 31 und dem Potentiometer 32 ein Ausgang 35 und vom Verbindungspunkt 36 zwischen
dem Potentiometer 32 und dem Widerstand 33 ein Ausgang 37 herausgeführt Die Ausgänge 35,37 sind mit
einem nicht gezeigten Farbdemodulator verbunden. Der Verbindungspunkt 34 ist auch mit dem Kollektor
eines NPN-Transistors T23 verbunden, der als Schaltelement dient. In gleicher Weise ist der Verbindungspunkt 36 an den Kollektor eines ebenfalls als
Schaltelement dienenden Transistors 7"24 angeschlossen. Die Kennlinien der Transistoren 7*23 und 724 sind
in etwa gleich. Die Basen der Transistoren 7*23 und T24 sind miteinander und über einen Widerstand 39 mit
einem Spannungsquellenanschluß 38 verbunden. Die Emitter der Transistoren 7*23 und 7"24 sind ebenfalls
verbunden und liegen über einen Widerstand 40 an Masse. Der Verbindungspunkt der Basen der Transistoren
7*23 und 7*24 mit dem Widerstand 39 ist an den Kollektor eines NPN-Transistors T2S angeschlossen,
dessen Emitter über einen Widerstand 41 an Masse liegt und dessen Basis mit dem Emitter eines NPN-Transistors
7*26 verbunden ist, dessen Emitter auch über einen Kondensator 42 an Masse liegt Die Basis des
Transistors 7*26 wird von einem Farbsynchronsignal gespeist, das von einem Farbsynchronsignal-Trennkreis
43 zugeführt wird. Der Transistor 7*26 und der Kondensator 42 bilden einen Spitzenwertgleichrichter,
dessen gleichgerichtetes Ausgangssignal der Basis des Transistors 7*25 zugeführt wird. Die Spannung am
Anschluß 38 wird so gewählt, daß die Transistoren 7*23 und 7*24 im Sättigungsbereich sind, während der
Transistor T25 sperrt.
Wenn das von dem Trennkreis 43 gelieferte Farbsynchronsignal gleichgerichtet und der Basis des
Transistors 7*25 zugeführt wird, wird dieser leitend. Die Basen der Transistoren 7*23 und 7*24 liegen daher etwa
auf Massepotential, so daß diese Transistoren in den nicht leitenden Zustand übergehen. Da die Transistoren
Τ7Λ und 7*22 etwa gleiche Kennlinien haben, werden
die Gleichspannungswerte an den Verbindungspunkten 34 und 36 einander gleich, so daß über die Ausgänge 35
und 37 dem Farbdemodulator der folgenden Stufe Farbsignale zugeführt werden, die einen bestimmten
Gleichspannungswert haben und die durch das Potentiometer 32 auf eine bestimmte Größe eingestellt
werden können.
Fehlt das Farbsynchronsignal, so ist der Transistor 7*25 gesperrt und die Transistoren Γ23 und 7*24 leiten.
Die Impedanz zwischen dem Kollektor und dem Emitter der leitenden Transistoren ist daher sehr klein.
Die Signale an den Verbindungspunkten 34 und 36 werden daher über die Transistoren Γ23 und Γ24 nach
Masse abgeleitet- dies ist gleichbedeutend mit dem Kurzschließen der Ausgänge 35 und 37. Dem Farbdemodulator
wird daher kein Farbsignal zugeführt und die Gleichspannungswerte an den Ausgängen 35 und 37
sind somit praktis .h gleich dem Massepotential.
Claims (3)
1. Transistorisierter Signaldämpfungskreis, bestehend
aus einem ersten und einem zweiten Transistor mit etwa gleichen Kennlinien und mit jeweils drei
Elektroden, deren beiden Eingangselektroden gegenphasige Signale zugeführt werden, deren beide
Ausgangselektroden über jeweils einen Widerstand mit den beiden Anschlüssen einer Gleichspamtungsquelle
verbunden sind und deren eine Ausgangselektrode über ein einstellbares Widerstandsnetzwerk
miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerstandsnetzwerk aus der Reihenschaltung eines Festwiderstandes (XQi; 33),
eines Potentiometers (U; 32) und eines weiteren Festwiderstandes (12; 31) mit gleichem Vlfiderstandswert
wie der erste Festwiderstand besteht, und daß zwischen dem Potentiometer (11; 32) und
den Festwiderständen (10; 30,12; 29) Ausgänge (13, 14; 35,37) herausgeführt sind.
2. Dämpfungskreis nach Anspruch !, gekennzeichnet
durch zwei Schaltelemente (T23, T24% die zwischen die Ausgänge (35,37) und Masse geschaltet
sind.
3. Dämpfungskreis nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schaltelemente
(T23, T24) aus Transistoren bestehen.
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8281 | Inventor (new situation) |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |