-
Fenster oder Ttir mit Flügel und Rahmen, insbesondere aus Metall-
oder Kunststoff-Hohlprofilen Die Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Tiir mit
Flügel und Rahmen, insbesondere aus Metall- oder Kunststoff-Hohlprofilen, bei welchem
bzw. welcher der Flügel bedarfsweise nur schwenkbar aber auch wahlweise kipp-oder
schwenkbar sowie beliebig mit Rechts- oder Linksanschlag in den Rahmen einsetzbar
ist und bei welchem bzw. welcher zumindest der obere und der untere Flügelholm einerseits
sowie der obere und der untere Rahmen holm andererseits gleiche Profilierung haben,
vorsugsweise aber einerseits der Flügelquerschnitt und andererseits der Rahmenquerschnitt
rundum übereinstimmend profiliert ist.
-
In der heutigen Architektur ist es vielfach erwünscht,
neben
den zu Lüftungszwecken idealen Kipp-Schwenkfenstern oder -türen auch Fenster oder
Touren vorzusehen, deren F1ügel ausschließlich schwenkbar angeordnet ist. Dabei
ist es, bedingt durch die jeweiligen baulichen Gegebenheiten notwendig, die Flügel
in den Rahmen entweder mit Rechts- oder Linksanachlag einzusetzen, d. h. die Schwenkgelenkachse
für den Flügel entweder am rechten oder aber am linken aufrechten Flügel- und Rahmenholm
zu befestigen.
-
Während bei Fensterkonstruktionen aus Holz eine Bauart vorw herrscht,
bei der der obere und der untere Plügelholm einerseits sowie der obere und der untere
Rahmenholm andererseits unterschiedliche Profilierung haben, sind die Fensterkonstruktionen
aus Metall- oder Kunststoff-Hohlprofilen meistens so gestaltet, daß einerseits der
Flügelquerschnitt und andererseits der Rahmenquerschnitt rundum übereinstimmen profiliert
ist.
-
Um die Fertigung von Fenstern oder Türen zu rationalisieren, werden
diese heute vielfach in Großserie als sogenannte Norifenster oder -türen hergestellt,
deren verschiedene Größen nach sogenannten Rasteriaßen testliegen.
-
Damit es bei der Herstellung von Flügel und Rahmen solcher Normfenster
oder -türen nicht von vorneherein erforderlich ist, festzulegen, ob der Flügel als
Schwenkflügel oder aber
Kipp-Schwenkflügel mit Rechts- oder Linksanschlag
im Rahmen angeordnet werden soll, ist in Verbindung mit Holzfenstern oder -türen
bereits der Vorschlag bekannt geworden, am Flügel und am Rahmen Bohrungsgruppen
in einer der größtmöglichen Zahl der anzubringenden Beschlagteile entsprechenden
Anzahl vorzufertigen und mindestens innerhalb einer der den Gelenkachsen-Beschlagteilen
zugeordneten Bohrungsgruppen die Anzahl der Bohrungen größer als die Zahl der an
den Gelenkachsen-Beschlagteilen befindlichen Xragzapfen vorzusehen, damit im Bereich
dieser Bohrungsgruppen die Flügelbeschlagteile bedarfsweise über oder unter bzw.
-
rechts oder links neben den zugehörigen Rahmenbeschlagteilen anbringbar
sind (DOS 1 509 516).
-
Nach diesem bekannten Lösungsvorschlag sind Befestigungsbohrungen
für die Beschlagteile an sämtlichen Flügel- und Rahmenholmen vorgesehen, wobei mindestens
alle Bohrungen in den Rahmenholmen von der Raumseite aus sichtbar sind.
-
Diese bekannte Ausgestaltung von Flügel und Rahmen ist zur Anbringung
von Beschlägen gedacht, bei denen sämtliche Beschlagteile sichtbar an Flügel und
Rahmen angebracht sind.
-
Die nicht für die Befestigung von Beschlagteilen benutzten Bohrungen
müssen jeweils durch Einsetzen von Stopfen verschlossen werden, wenn sie nicht sichtbar
sein sollen.
-
Die nach dem bekannten Vorschlag an allen Flügel- und Rahmenholmen
vorzusehenden Befestigungsbohrungen für die Beschlagteile bedingen auch einen beträchtlichen
ArbeitQaufwand, weil in jedem Falle wegen der Möglichkeit des wahlweisen Rechts-
oder Linksanschlages mindestens doppelt so viele Bohrungen an Flügel und Rahmen
angebracht werden müssen, wie für die Befestigung eines Beschlages unbedingt notwendig
sind.
-
Erfindungszweck ist es, eine solche Vielzahl von vorgefertigten Befestigungsstellen
für Beschlagteile an Flügel und Rshmenvon Fenstern und Türen zu vermeiden, ohne
die gegebenen Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der verwendbaren Beschlagsarten und
der Anschlagrichtungen des Flügels zu beschränken. Es stellt sich daher die Aufgabe,
ein Fenster oder eine Tür der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem nach
dem Anbringen entweder eines Schwenkflügelbeschlages oder aber eines Kipp-Schwenkflügelbeschlages
keinerlei Befestigungsstellen störend in Erscheinung treten, gleichgültig ob das
Fenster oder die Tür mit rechts oder links angeschlagenem Flügel versehen wird.
-
Die Erfindung macht sich dabei den bekannten Umstand zu nutze, nach
welchem lediglich die der Schwenkgelenkachse des Flügels zugeordneten Gelenkachsen-Beschläge
einen großen öffnungswinkel von mindestens 90° gestatten müssen und schlägt zur
Lösung des geschilderten Problems vor,
den Rahmen ausschließlich
an einem seiner senkrechten Holme jeweils an oder in der Nähe der Rahmenecke raumseitig
mit übereinstimmenden Durchbrechungen oder Durchbrechungs-Gruppen oder auch anderen
Ausrichtelementen zur Befestigung der Rahmenbeschlagteile von Gelenkachsen-Beschlägen
zu versehen und dabei in den Durchbrechungen oder durch die Ausrichtelemente an
beiden Rahmenecken entweder übereinstimmende Rahmenbeschlagteile (für Schwenkflügel)
oder aber jeweils oben und unten unterschiedliche Rahmenbeschlagteile (für Kipp-Schwenkflügel)
) auszurichten, während zur Befestigung der übrigen Rahmenbeschlagteile an den Rahmenfalzflächen
und zur Halterung aller Flügelbeschlagteile an den Flügelfalzflächen in an sich
bekannter Weise hinterschnittene Profilkamern ausgebildet sind.
-
Damit die Flügelbeschlagteile von den Rahmenbeschlagteilen aus bis
in den Falzbereich geführt werden können, besteht ein weiterbildendes Erfindungsmerkmal
darin, daß der Flügel an einem seiner senkrechten Holme jeweils an oder in der Nähe
der Flügelecken Durchbrechungen, insbesondere Ausklinkungen, als Durchgang für die
Flügelbeschlagteile von Gelenkachsen-Beschlägen aufweist und daß die Durchbrechungen
an beiden Rahmenecken entweder von übereinstimmenden Flügelbeschlagteilen (für Schwenkflügel)
oder aber Jeweils oben und unten von unterschiedlichen Flügelbeschlagteilen (für
Kipp-Schwenkflügel) durchsetzt sind.
-
Bei Fenstern oder Türen, bei denen der Flügel die raumseitige Stirnfläche
des Rahmens mit einem überschlag bergreift, ist es erfindungsgemäß von Vorteil,
wenn die Durchbrechungen in der seitlichen Fläche des llberschlags angeordnet sind.
-
Der beliebige Rechts- oder Linksanschlag des Flügels wird weiterhin
dadurch begünstigt, daß nach der Erfindung der Flügel an seiner raumseitigen Stirnfläche
auf halber Höhe seines anderen senkrechten Hohes symmetrisch zu einer Querebene
liegende Durchbrechungen für die Befestigung eines Bedienungshandgriffes sowie für
den Durchgriff von dessen Mitnehmer in den Falzbereich aufweist.
-
Eine andere erfindungswesentliche Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilkainier zur Aufnahme der Befestigungsmittel für die Beschlagteile
am Flügel unterhalb der Profilkammern zur Führung der Treibstangen angeordnet sind.
Es ist natürlich auch möglich, die Profilkammern zur Aufnahme der Befestigungsmittel
für die Beschlagteile am Flügel in besonderen Fällen oberhalb der Profilkaimern
zur Führung der Treibstangen anzuordnen.
-
In diesem Zusammenhang werden vorteilhaft die Offnungsspalte der Profilkammern
mit ihren Längsmitten seitlich zueinander versetzt im Flügelprofil angeordnet.
-
Als Befestigungsmittel für die Beschlagteile können erfindungsgemäß
Hammerkop fs chrauben oder -muttern eingesetzt werden, deren Kopfbreite kleiner
als die Offnungsspaltbreite der Profilkammern ist und deren Kopslänge der Breite
der Profilkammern im Bereich der Hinterschneidungen angepaßt ist, wobei die im wesentlichen
rechteckige topfform an zwei sich diagonal gegenüberliegenden Ecken Abrundungen
oder Abschrägungen aufweist, deren Kantenabstand voneinander etwas kleiner als die
Kammerbreite im Hinterschneidungsbereich ist. Auf diese Weise lassen sich die Befestigungsmittel
in die Profilkammern einsetzen, ohne daß diese mit besonderen Ausklinkungen versehen
werden müssen.
-
Als besonders zweckmäßig hat es sich nach der Erfindung erwiesen,
wenn beide Gelenkachsenbeschläge fur' einen Schwenkflügel wie auch der obere Gelenkachsen-Beschlag
für einen Kipp-Schwenkflügel als Steckbolzengelenke ausgebildet sind, während der
untere Gelenkachsen-Beschlag für einen Kipp-Schwenkflügel als Zapfengelenk mit Stützpfanne
gestaltet ist. Bei einem Kipp-Schwenkflügel ist das Flügelbeschlagteil des Steckbolzengelenkes
an der dem Flügel zugeordneten Ausstellvorrichtung befestigt und kann wahlweise
mit dem Flügel verriegelt oder von diesem abgekuppelt werden.
-
Die Rahmenbeschlagteile der Steckbolzengelenke greifen erfindungsgemäß
mit einem oberen und einem unteren Tragzapfen in entsprechend geformte Durchbrechungen
des Rahmenholmes ein und sind über mehrere, z.B. drei, Schrauben im Bereich zwischen
den Tragzapfen in Gewindelöchern des Rahmenholmes verankert, während das Rahmenbeschlagteil
des Zapfengelenkes bei Kipp-Schwenkflügeln mit einem Tragzapfen in die untere Durchbrechung
des Rahmenholmes eingreift und über einen an den Tragzapfen anschließenden Lappen
mittels mehreren, zum Beispiel zwei, Schrauben am Rahmenholm verankert ist, wobei
die freibleibenden Durchbrechungen des Rahmenholmes vom Flügelbeschlagteil des Zapfengelenkes
zumindest teilwelse überdeckt sind.
-
Eine andere erfindungsgemäße Weiterbildung des Fensters oder der Tür
ist darin zu sehen, daß die Stützpfanne am Rahmenbeschlagteil des Zapfengelenkes
unterhalb des Tragzapfens am Rahmen anliegt.
-
Schließlich wird nach der Erfindung noch in Vorschlag gebracht, die
Steckbolzengelenke zu einer Querebene symmetrisch zu gestalten, während am Flügelbeschlagteil
des Zapfengelenkes der Zapfen von einem zum anderen Ende umsteckbar ist.
-
Bei Anwendung der Erfindung an Fenstern ist es nicht nur möglich,
schwenkbare oder wahlweise kipp- und schwenkbare Flügel vorzusehen. Vielmehr ist
bei gleicher Ausgestaltung auch die Möglichkeit geboten, einen nur kippbaren oder
aber nur klappbaren Flügel anzuschlagen. Zu diesem Zweck braucht das mit zwei Steckbolzengelenken
ausgestattete Fenster beim Einbau nur so gedreht zu werden, daß die Steckbolzengelenke
eine untere waagerechte oder aber eine obere waagerechte Achse bilden.
-
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Ausführungsbeispielen
dargestellt. Es zeigt Fig. 1 in Ansichtsdarstellung von der Raumseite her einen
erfindungsgemäß ausgebildeten feststehenden Rahmen für Fenster und Türen, Fig. 2
den Rahmen nach Fig. 1 im Schnitt entlang der Linie II - II mit daran befestigten
Schwenkflügel-Rahmenbeschlagteilen von Gelenkachsen-Beschlägen, Fig. 3 einen der
Fig. 2 entsprechenden Längssohnitt durch den Rahmen mit anmontierten Rahmenbeschlagteilen
von Kipp-Schwenkflügel-Besohlägen,
Fig. 4 in Ansichtsdarstellung
den Flügel eines erfindungsgemäßen Fensters oder einer Tür, Fig. 5 eine Seitenansicht
des Flügels nach Fig. 4 in Pfeilrichtung V, Fig. 6 in Ansichtsdarstellung den gelenkseitigen
Flügel-und Rahmenholm eines links angeschlagenen Schwenkflügelfensters, Fig. 7 den
gelenkseitigen Flügel- und Rahmenholm eines rechts angeschlagenen Kipp-Schwenkflügelfensters,
Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII - VIII in Fig.6, Fig. 9 einen Schnitt
entlang der Linie IX - IX in Fig. 7, Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie X -
X in Fig. 7, Fig. 11 einen Querschnitt durch den verschlußseitigen Fldgel- und Rahmenholl
eines Fensters und Fig. 12 einen Querschnitt durch den unteren waagerechten Flügel-
und Rahienholm eines Kipp-Schwenkfensters in der Nähe der Verschlußseite.
-
Fig. 1 zeigt den feststehenden Rahmen 1 und Fig. 4 den diesem zugeordneten
Flügel 2 eines Fensters oder einer Tür, dessen bzw. deren charakteristisches Merkmal
darin besteht, daß bei unveränderter Flügel- und Rahmenausbildung bedarfsweise entweder
ein nur schwenkbarer Flügel oder aber ein wahlweise kipp- und schwenkbarer Flügel
eingebaut werden kann. Im Falle von Fenstern soll ferner die Möglichkeit gegeben
sein, ohne irgendwelche Änderungen am Rahmen 1 oder Flügel 2 den Flügel 2 entweder
nur kippbar oder auch nur klappbar mit dem feststehenden Rahmen 1 zu verbinden.
-
Zur Erreichung dieses Zwecks ist beim gezeichneten Ausführungsbeispiel
eines Fensters der Festrahmen 1 an nur einem seiner Holme, in Fig. 1 beispielsweise
an seinem rechten senkrechten Holm 7 in der Nähe der beiden Rahmenecken nach der
Raumseite hin je mit einer Lochgruppe 4 versehen, wobei diese beiden Lochgruppen
untereinander ein identisches Loch-bild aufweisen. Jede der beiden Lochgruppen 4
weist zwei Löcher 5 mit verhältnismäßig großem Lochdurchmesser auf, zwischen denen
beispielsweise jeweils drei Gewindelöcher 6 mit kleinerem Durchmesser liegen.
-
Weitere Durchbrechungen oder Löcher weist der feststehende Rahmen
1 nicht auf, wie dies aus Fig. 1 deutlich hervorgeht.
-
Der Flügel 2 ist gemäß Fig. 5 dem rechten lotrechten Holm 7 in der
Nähe der Flügelecken mit an der seitlichen Stirnfläche seines Uberschlags liegenden
Ausklinkungen 8 versehen. Am gegenüberliegenden lotrechten Holm 9 des Flügels 2
ist gemäß Fig. 4 auf halber Länge eine Gruppe 10 von Durchbrechungen an der raumseitigen
Flügelstirnfläche angeordnet. Diese Durchbrechungs-Gruppen 10 besteht aus zwei Löchern
11, zwischen denen ein in Längsrichtung des Holmes verlaufendes Langloch 12 angeordnet
ist.
-
Die geschilderte Anordnung der Lochgruppen 4 im Rahmen 1 sowie der
Durchbrechungen 8 und Durchbrechungs-Gruppe 10 im Flügel 2 macht es möglich, bei
einem Fenster oder einer T':ir die Schwenkgelenkachse für den Flügel bedarfsweise
an der linken oder aber an der rechten Seite anzuordnen, wie dies die Fig. 6 und
7 deutlich machen. Um das zu ermöglichen, brauchen nämlich der Festrahmen 1 und
der Flügel 2 in ihrer Ebene nur so gedreht zu werden, daß einmal die Lochgruppen
4 bzw. die Ausklinkungen 8 links und das andere Mal rechts an der Fenster- oder
Türseite liegen. Soll ein Kippflügel Verwendung finden, dann brauchen Rahmen 1 und
Flügel 2 in ihrer Ebene nur so gestellt zu werden, daß sich die Lochgruppen 4 und
die Busklinkungen 8 an der unteren Fensterkante befinden. Umgekehrt ist es bei einem
Klappflügel, wo diese Lochgruppen 4 und die Ausklinkungen 8 an der oberen Fensterkante
liegen müssen.
-
In allen Fällen, in denen eine Öffnungsmöglichkeit des Flügels 2 gegenüber
dem Festrahmen 1 um nur eine Gelenkachse erforderlich ist, werden in beiden Lochgruppen
4 des Festrahmens 1 übereinstimmende Rahmenbeschlagteile 13 befestigt, wie dies
die Fig. 2 und 6 deutlich erkennen lassen. Hierbei greifen Jeweils zwei Zapfen 14
der Rahmenbeschlagteile 13 passend in die Bohrungen 5 der Lochgruppen 4, während
drei Schrauben 15 zur Herstellung der Halteverbindung der Rahmenbeschlagteile 13
mit dem Festrahmen 1 in die Gewindelöcher 6 eingedreht werden. Im Bereich Jedes
Tragzapfens 14 weisen die Rahmenbeschlagteile 14 ein Lagerauge 16 auf, wobei diese
Lageraugen 16 einstückig über einen Längs steg 17 miteinander verbunden sind (Fig.
2). Zwischen die beiden Lageraugen 16 des Rahmenbeschlagteils 13 greifen gemaß Fig.
6 die Flügelbeschlagteile 18 mit einer Gelenkhülse 19 ein und ein Steckbolzen 20
stellt die Gelenkverbindung zwischen dem Rahmenbeschlagteil 13 und dem Flügelbeschlag
teil 18 her. Fig. 8 läßt erke en, daß die Flügelbeschlagteile 18 jeweils in den
Ausklinkungen 8 des Flügelholmes 7 fixiert sind und mit Stützflanschen 21 bis in
den Falzbereich des Flügelholmes 7 eingreifen. Dort sind in Profilkammern 22 des
Flügelholmes 7 Mutterstücke 23 drehfest verankert, in die Befestigungsschrauben
24 für die Flügelbeschlagteile 18 verspannend eingedreht werden können.
-
Soll der Flügel 2 Am R e 1 als Kipp-Schwenkflügel aufgehängt
werden,
dann wird an der Schwenkgelenkseite oben das Rahmenbeschlagteil 13 in gleicher Weise
wie bei einem Schwenkflügelfenster angeschlagen. Als unteres Rahmenbeschlagteil
findet gemäß Fig. 3 ein Lagerbock 25 Anwendung, der mit einem Tragzapfen 26 in das
untere Loch 5 der unteren Lochgruppe 4 eingreift. Ein an den Tragzapfen 26 anschließender
Lappen 27 hinterfaßt den Rahmenholm 3 im Bereich der beiden unteren Gewindelöcher
6, wobei Schrauben 28 von der raumseitigen Rahmenfläche aus als Haltemittel in den
Lappen 27 eingedreht werden. Der Lagerbock 25 hat lediglich ein Lagerauge 29 welches
sich unterhalb des Tragzapfens 26 gegen die raumseitige Stirnfläche des Rahmenholmes
3 abstützt.
-
Wie aus den Fig. 7 und 10 hervorgeht, wird bei einem Kipp-Schwenkflügel
ein Flügelbeschlagteil 30 verwendet, welches sich von den Flügelbeschlagteilen 18
für einen Schwenkflügel nur dadurch unterscheidet, daß in das untere Ende seiner
Gelenkhüise 31 ein Spurzapfen 32 mit einem Stützbund 33 eingesetzt ist, während
das obere Ende des Hülsenteils 31 durch einen aufgesetzten Stopfen 34 verschlossen
wird.
-
Das Flügelbeschlagteil 30 ist Jedoch in der seitlichen Ausklinkung
8 des Flügels fixiert, stützt sich über seine Stützfiansche 21 an den Flügelfalzflächen
ab und ist mit Hilfe von in den Profilkammern 22 des Flügels liegenden Muttersticken
23 durch Schrauben 24 befestigt. Der Spurzapfen
32 des Flügelbeschlagteils
30 greift von oben her in das Lagerauge 29 des Lagerbockes 25 ein und bildet so
ein unteres Stützlager für den Flügel 2 am Festrahmen 1.
-
Bei einem Kipp-Schwenkflügel ist das obere Flügelbeschlagteil 35 mit
einer Lagerhülse 36 versehen, die zwischen die beiden Lageraugen 16 des Rahmenbeschlagteils
13 eingreift und darin durch den Steckbolzen 20 gelagert ist. Das Flügelbeschlagteil
35 ist Jedoch nicht fest mit dem Flügel verbunden, sondern bildet, wie aus Fig.
9 ersichtlich ist, das Schwenklager für eine am Flügel 2 angreifende Ausstellvorrichtung.
Dabei hat die Ausstellvorrichtung ein nach unten über das Flügelbeschlagtel 35 hinausragendes
Gabelstück 37 (Fig. 7), mit welchem ein Riegelzapfen 38 zusammenwirkt, der an einer
Treibstange 39 sitzt, die in einer Profilkammer 40 des Flügels 2 längsverschiebbar
geführt wird. Wenn der Riegelzapfen 38 mit dem Gabelstück 37 in Eingriff steht,
ist das Flügelbeschlagteil 35 mit dem Flügel 2 gekuppelt, so daß dieser um seine
seitliche lotrechte Gelenkachse in Schwenköffnungsstellung bewegt werden kann. Wird
hingegen der Riegelzapfen 38 durch entsprechendes Verschieben der Treibstange 39
aus dem Gabelstück 37 ausgerückt, dann ist das Flügelbeschlagteil 35 vom Flügel
2 entkuppelt und der Flügel kann mit Hilfe des Spurzapfens 32 am unteren Flügelbeschlagteil
30 im Lagerauge 29 des Lagerbockes 25 gekippt
werden. Dabei muß
Jedoch in der Nähe der Verschlußseite des Flügels ein zusätzliches Kipplager eingerückt
werden, welches in Fig. 12 dargestellt ist. Dieses Kipplager wird durch ein Riegelprofil
41 gebildet, welches mit Hilfe einer Treibstange 42 verschiebbar ist, die in der
Profilkammer 40 am unteren waagerechten Flügelholm geführt wird. Die Treibstange
42 steht mit der Treibstange 39 über eine Eckumlenkung so in Verbindung, daß beide
Treibstangen gemeinsam um das gleiche Ausmaß und in gleicher Richtung verschoben
werden. Dem Riegelprofil 41 am Flügel 2 ist ein Schließstück 43 am feststehenden
Rahmen 1 zugeordnet, das mit Hilfe von Kleimuttern 23, die in der Profilkammer 44
des feststehenden Rahmens 1 liegen, über Schrauben 45 befestigt wird. Das Schließstück
43 hat dabei eine solche Lage, daß es mit dem Riegelprofil 41 in Kupplungseingriff
kommt, sobald der Riegelzapfen 38 aus der Riegelklaue 37 des Flügelbeschlagteils
35 ausgerückt ist.
-
Die Schnittdarstellungen der Fig. 8 bis 12 lassen erkennen, daß die
Profilkammern 22 und 40 in den Flügelholnen hintereinanderliegen und daß die Längsachsen
ihrer Cffnungsspalte quer zur Flügelebene gegeneinander versetzt sind.
-
Ans Fig. 11 ist außerdem zu entnehmen, daß an der Vershlußseite des
Flügels in der Profilkammer 40 eine Treibstange 46
geführt ist,
die Riegelzapfen 47 trägt. Diese Riegelzapfen 47 wirken Je mit einem Schließstück
48 zusammen, das an der Falzkante des feststehenden Rahmens 1 befestigt ist, in
dem Schrauben 49 in Klemmuttern 23 eingreifen, die in der Profilkammer 44 des feststehenden
Rahmens 1 sitzen.
-
Die Treibstange 46 ist über eine Eckumlenkung mit der Treibstange
42 getrieblich verbunden, so daß sämtliche Treibstangen39, 42 und 46 am Flügel gemeinsam
beweglich sind. Zum Bewegen dieser Treibstangen dient ein Betätigungsgetriebe 50
mit Handhebel, das gemäß Fig. 11 auf der raumseitigen Flügelstirnfläche sitzt und
im Bereich der Löcher 11 über Schrauben mit dem Flügel 2 in Verbindung steht. Durch
den Längsschlitz 12 greift ein Mitnehmer des Getriebes 50, der formschlüssig mit
der Treibstange 46 verbunden ist.
-
Es sei noch darauf hingewiesen, daß im Falle eines Kipp-Schwenkfensters
oder einer -tür das obere Loch 5 und das obere Gewindeloch 6 der unteren Lochgruppe
4 am Rahmen 1 durch das Flügelbeschlagteil 30 nach der Raumseite hin abgedeckt und
daher nicht sichtbar sind.
-
Die zur Befestigung der Beschlagteile an Flügel 2 und Rahmen 1 vorgesehenen
Klemmuttern haben eine im wesentlichen rechteckige Topfform. Die Breite ihres Kopf6s
ist dabei kleiner als die ffaungsspaltbreite der Profilkammern
22
gewählt, während ihre Länge gleich der Breite der Profilkammern 22 im Bereich ihrer
Hinterschneidungen ist. An zwei sich diagonal gegenüberliegenden Ecken hat der Kopf
Abrundungen oder Abschrägungen, deren Kantenabstand voneinander etwas kleiner als
die Kammerbreite im Hinterschneidungsbereich ist. Diese Gestaltungsform der Klemmuttera
23 macht es möglich, diese an beliebiger Stelle in die Profilkammern 22 oder 44
einzusetzen, ohne daß besondere Profilausklinkungen vorgesehen werden müssen. Nach
einer Drehung der Muttern 23 um 900 legen sich diese in den Profilkammern 22 bzw.
44 selbsttätig fest und bilden einen Eingriff für die Befestigungsschrauben der
Beschlagteile.
-
Pat entansprüche