DE1939765B2 - Vorrichtung zur Prüfung der Festigkeit des Verbandes von Reifenwülsten - Google Patents
Vorrichtung zur Prüfung der Festigkeit des Verbandes von ReifenwülstenInfo
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Description
50
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Prüfung der Festigkeit des Verbandes von Reifenwülsten durch
periodische Beanspruchung, bei der der Reifen in drehende Bewegung versetzt wird und bei der die
Reifenwülste von zwei Felgen gehalten sind, die auf zwei voneinander unabhängig gelagerten Wellen
angeordnet sind.
Weder auf Straßenfahrzeugen, noch auf Reifenprüfmaschinen ist es möglich, mit ullgemeingchaltencn «>
Testen alle vorkommenden Beanspruchungen ausreichend zu erfassen, um sich ein Bild über die Festigkeit
der verschiedenen Reifenabschnitte zu machen. Häufig ist es notwendig, gezielt eine bestimmte Reifenzonc zu
beanspruchen, um sicher kurzfristige Aussagen über den h·
Gütezusland geben zu können. Dabei isi es wichtig, daß
die Reifen in bestimmten Abschnitten besonders stark beansprucht werden, damit die gewünschten Testergebnisse
in kurzer Zeit vorliegen.
Der schwächste Teil von Luftautoreifen, insbesondere LKW-Reifen, ist die Walkzone und die Schulterpartie.
Beim geraden Lauf ohne Sturz oder Schräglauf auf der Trommelprüfinaschine tritt normalerweise dort der
Defekt ein, weshalb Wulstkonstruktionen nicht mit Sicherheit auf diese Weise geprüft werden können.
Zur Prüfung der Reifenteile in den Wulstpartien sind daher bei einer bekannten Vorrichtung die Reifenwülste
auf zwei voneinander getrennten Felgen festgespannt, wobei diese Felgen auf zwei voneinander unabhängigen,
zueinander fluchtenden Wellen angeordnet sind. Zusätzlich ist eine der Felgen in Achsrichtung verschiebbar
gelagert. Während der Drehbewegung des Reifens werden nun die beiden Felgen periodisch in Achsrichtung
gegeneinander bewegt. Zusätzlich kann der Reifen noch in radialer Richtung, z. B. durch eine Lauftrommel,
belastet sein.
Bei dieser schwingenden Gegeneinanderbewegung der Felgenhälftcn werden die beiden Wülste zugleich
über den ganzen Umfang verfornii. Dieser Vorgang isi
praxisfremd, da die Verformung dort nur in der Latschpartie auftritt, und bedingt außerdem eine sehr
schwere Maschinenkonstruktion. Die erhaltenen Defekte entsprechen nicht jenen der Praxis.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne daß hierfür schwere Maschinenkonstruktionen erforderlich
würden, eine gezielte Beanspruchung der Wulstzone zu erreichen, bei der die auftretenden Defekte genau mit
den in der Praxis vorkommenden übereinstimmen. Erfindungsgcmäß wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung
der eingangs genannten Art in einer ersten Ausbildung dadurch gelöst, daß die zwei voneinander
unabhängigen, drehbar gelagerten Wellen nicht fluchtend angeordnet sind und eine Verstelleinrichtung
vorgesehen ist. die so ausgebildet ist, daß entweder die eine Welle gegenüber der anderen Welle parallel
verschiebbar ist oder die eine Welle gegenüber der anderen Weile um einen Winkel schwenkbar ist. Dabei
werden die Wülste verschiedenen Bewegungen unterworfen, die zwar nicht den in der Praxis vorkommenden
Wulstbewegungen entsprechen, die gestellte Aufgabe wird jedoch gelöst.
Eine zweite Ausbildung kennzeichnet sich dadurch, daß die eine Welle als Exzenterwelle ausgebildet ist. auf
deren Exzenter die zugehörige Felge in einem Lager drehbar gelagert ist. Dadurch wird an der Kontaktstelle
des Reifens mit der Lauftrommcl eine sich periodisch
ändernde Druckbelastung erreicht, durch die im Gebrauch eines Reifens auftretende Bedingungen einer
unebenen Fahrbahn simuliert und deren Auswirkungen hinsichtlich der Karkasscnbclastung wirklichkeitsnah
auf den zu prüfenden Reifen übertragen werden.
Es werden dabei keine so großen Verformungskräfte benötigt. Die Maschine kann in vorteilhafter Weise
daher einfacher und billiger ausgeführt werden.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung beispielhaft erläutert:
Es zeigen Fi g. 1 eine schematische Darstellung einer
ersten Auslührungsform, F i g. 2 und F i g. 3 weitere Ausführungsformen.
Bei der Auslührungsform nach F i g. I ist ein Reifen 1 mit seinen Wülsten 2, 3 in zwei voneinander
unabhängigen Felgen 4, 5 eingespannt. Die Felge 4 ist mil einer Welle 6 verbunden, die in Lagern 7, 8 gelagert
ist und über ein Zahnrad 9 an einer nicht gezeigten Antriebseinrichtung antreibbar ist. Die zweite Felge 5
ist auf einer Welle 10 befestigt, die in Lagern 11, 12
drehbar gelagert ist.
Die Welle 10 ist zur Welle 6 durch eine nicht gezeigte
Verstelleinrichtung parallel verschiebbar. Durch diese Verschiebung der beiden Wellen 6, 10 zueinander, wird
der Reifen 1 in seinen Wulstpartien verlorn t.
Zusätzlich wird der Reifen 1 noch in radialer Richtung durch eine Lauftronimel 13 belastet. Der Antrieb des
Prüfreifens kann auch durch diese Lauftrommel erfolgen. Es können jedoch auch ohne Zunilfenahme
dieser Trommel ausreichende Testergebnisse im Hinblick auf die Wulstbeanspruchbarkeit erhalten werden.
F i g. 2 zeigt eine ähnliche Vorrichtung wie F i g. 1, nur ist hier die zweite Felge 5 auf einer Welle 14 befestigt,
die um einen Winkel schwenkbar zur ersten Welle 6 gelagert ist. Während bei der Vorrichtung nach Fig. !
die Reifenwülste axial hin und her gehoben werden, erfolgt bei der Vorrichtung nach F i g. 2 eine Beanspruchung
der Reifenwülste durch deren Auf- und Zubiegen. DL' Wellen können auch so angeordnet sein, daß sie
einander kreuzen. Der Antrieb kann aik.h über die l.auftrommel erfolget!. Bei dieser Ausführung sind dann
die Wellen nicht angetrieben.
Bei beiden beschriebenen Vorrichtungen laufen die Deformationen über den ganzen Reifenurnfang.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 ist wieder einer der
Wülste 2 des Reifens 1 in der Felge 4 gehalten, die auf der Welle 6 sitzt. Der zweite Wulst 3 ist in einer Felge 15
eingespannt, die durch ein Lager 21 drehbar auf einem Exzenter 20 einer Exzenterwelle 16 gelagert ist. Die
Exzenterwelle 16 ist in Lagern 17, 18 fluchtend /ur Jo Welle 6 drehbar gelagert und über ein Zahnrad 19 von
einer nicht gezeigten Antriebseinrichtung antreibbar. Die Drehbewegung des Reifens 1 wird durch eine
angetriebene Laufirommel 13 bewirkt, wobei die Welle
6 lose drehbar gelagert ist. Gleichzeitig wird die Exzenterwelle 16 angetrieben. Durch die Drehbewegung
der Exzenterwelle 16 wird der Exzenter 20 und damit die Felge 15 periodisch gegen die Laufirommel 13
bewegt. Durch die Drehung der Laufirommel 13 wird auch der Reifen mitgedreht, da die Felgen 15, 4 auf
denen er gehalten ist, sich in den Lagern 21, 7, 8 frei drehen können.
LJm ein Durchrutschen des Reifens 1 auf der Lauftrommel 13 bei großer Exzentrizität des Exzenters
20 /u vermeiden, kann zusatzlich auch die Welle 6 angetrieben sein.
Di<_ Drehzahl der Exzenterwelle Ib wird zweckmäßigerweise
größer oder kleiner als die Drehzahl der Weile 6 gewählt, wodurch immer andere Reifenabschnitte
belastet werden. Die Exzenterwelle 16 kann jedoch auch parallel zur Welle 6 oder umgekehrt
verschiebbar um einen Winkel zu ihr schwenkbar gelagert sein.
Auch die Vorrichtung nach Fig. 3 kann ohne
Zuhilfenahme der Lauftrommel 13 arbeiten. In diesem Fall kann auch die Welle 6 stillgesetzt und nur die
Exzenterwelle 16 angetrieben werden. In diesem Fall wird die Wulstpartie einer Reifenseile kontinuierlich in
der Umfangsrichuing beansprucht, ohne daß der Reifen
selbst abrcllt.
Wenn die Exzenterwelle 16 hingegen stillgesetzt und der Reifen durch die Lauftrommel 13 und/oder die
andere Welle 5 angetrieben wird, dann kann damit derselbe Effekt erzielt werden, wie mit der Vorrichtung
nach F i g. 1.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Prüfung der Festigkeit des Verbandes von Reifenwülsten durch periodische
Beanspruchung, bei der der Reifen in drehende Bewegung versetzt wird und bei der die Reifenwülste
von zwei Felgen gehalten sind, die auf zwei voneinander unabhängigen drehbar gelagerten
Wellen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei voneinander unabhängigen drehbar gelagerten Wellen (6, 10, 14) nicht
fluchtend angeordnet sind und daß eine Verstelleinrichtung vorgesehen ist, die so ausgebildet ist, daß
entweder die eine Welle (6) gegenüber der anderen Welle (10) parallel verschiebbar ist oder die eine
Welle (14) gegenüber der anderen Welle (6) um einen Winkel schwenkbar ist.
2. Vorrichtung zur Prüfung uer Festigkeit des Verbandes von Reifenwülsten durch periodische
Beanspruchung, bei der der Reifen in drehende Bewegung versetzt wird und bei der die Reifenwülste
von zwei Felgen gehalten sind, die auf zwei voneinander unabhängigen drehbar gelagerten
Wellen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Welle als Exzenterwelle
(16) ausgebildet ist, auf deren [exzenter (20) die zugehörige Felge (15) in einem Lager (21) drehbar
gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Wellen (6. M
10,14,16);intreibbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Reifen (1) auf einer
antreibbaren Lauftromme! (1.3) abrollt und die Wellen (6,10,14, 16) nicht angetrieben sind. J5
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenterwelle (16) und die andere
Welle (6) antieibbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehzahl der fest mit der einen ■»(>
Felge (4) verbundenen Welle (6) größer oder kleiner als die Drehzahl der Exzenterwelle (16) ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (6) und die
Exzenterwelle (16) zueinander parallel verschiebbar -»5 und/oder um einen Winkel schwenkbar angeordnet
sind.
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