DE1939085C3 - Blitzlichtlampe - Google Patents
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Classifications
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Description
Im Hauptpatent DBP 15 22 918 wird eine Blitzlichtlampe mit einem lichtdurchlässigen Gefäß beschrieben,
welches brennbares Material und einen die Verbrennung unterhaltenden Stoff enthält, und an welchem ein
auf mechanischem Wege auszulösendes Zündmittel vorhanden ist In das Gefäß ist ein deformierbares
metallisches Röhrchen eingeschmolzen, welches mit dem Innern des Gelaßes in Verbindung steht und dessen
aus dem Gefäß herausragendes Ende verschlossen ist und welches einen schlagempfindlichen Zündstoff
enthält, der durch ein Schlagwerkzeug gezündet wird,
das von außen auf das Röhrchen einwirkt Das aus dem Gefäß herausragende Ende des metallischen Röhrchens
ist durch Kaltpreßschweißen und Verlöten verschlossen. Mit dem schlagempfindlichen Zündstoff ist das metallische
Röhrchen bis auf seinen in das Glas des Gefäßes eingeschmolzenen Rohrabschnitt aufgefüllt
Das Zünden des Zündstoffes erfolgt durch einen kurzen Schlag mit einem Schlagwerkzeug, der von zwei
Seiten senkrecht zur Achse des aus dem Gefäß herausragenden Metallröhrchens auf seine zylindrische
Mantelfläche geführt wird. Durch das Einwirken des Schlagwerkzeuges wird das metallische Röhrchen
verformt, beispielsweise plattgedrückt, und es reagiert
der Zündstoff ab. Hierdurch entsteht eine heiße Druckwelle, die eine Blitzzündmasse, eine sogenannte
Zündpille, die am Eintritt des metallischen Röhrchens in das Gefäß angeordnet sein kann, zur Entzündung bringt
Die Zündpille bewirkt ihrerseits das Entzünden des brennbaren Materials im Gefäß, beispielsweise geschnitzelte
Zirkoniumfolie. Als ein die Verbrennung unterhaltendes und unter Oberdruck stehendes Gas ist
beispielsweise Sauerstoff vorgesehen.
Meist kann auf die Zündpille verachtet werden; dann
dürften für das Entzünden des brennbaren Materials im wesentlichen die bei der Zündung des Zündstoffes
entstehende Flamme bzw. weggeschleuderte heiße Teilchen maßgebend sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die notwendige Stärke des Schlages auf das metallische
Röhrchen zum Zünden des in ihm enthaltenen Zündstoffes herabzusetzen. Damit kann zum einen die
Gefahr des Verreißens der photographischen Aufnahme bei Inbetriebnahme der Blitzlichtlampe, insbesondere
aber i:um anderen die bei Inbetriebnahme der Blitzlichtlampe mögliche Gefahr einer Zerstörung des
den Zündstoff enthaltenden metallischen Röhrchens vermieden werden. Eine Zerstörung des metallischen
Röhrchens, beispielsweise ein Aufreißen der es verschließenden Kaltpreßschweißung, bewirkt eine Verbindung
des Lampengefäßinnern mit der Umgebung, wodurch die Bedingungen für ein einwandfreies
Anzünden mit vollständiger Abreaktion des brennbaren Materials im Gefäß der Blitzlichtlampe derart verändert
werden, daß die Lampe geschwärzt wird und die Verbrennung des brennbaren Materials unvollständig
ist
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das aus dem Gefäß herausragende metallische Röhrchen in einem
definierten Abschnitt, der als Auftreffbereich für das Schlagwerkzeug vorgesehen ist, unter Abweichen von
der zylindrischen Form des metallischen Röhrchens
derart vorgeformt ist, daß das Röhrchen in diesem Abschnitt bereits vor Einwirkung des Schlagwerkzeuges
einen wesentlich verringerten Durchmesser in Schlagrichtung besitzt, so daß eine weitere starke
Verformung durch Einwirken des Schlagwerkzeuges zum Zünden des Zündstoffes nicht erforderlich ist, und
daß der schlagempfindliche Zündstoff im Innern des Metallröhrchens in dessin verformten! Abschnitt
lokalisiert ist
Da das Röhrchen im Auftreffbereich des Schlagwerkzeuges nunmehr bereits einen in Schlagrichtung
wesentlich verringerten Durchmesser aufweist, ist nur noch eine geringe Restverformung in Schlagrichtung
notwendig, um das Zünden des Zündstoffes zuverlässig zu bewirken. Die Schlagstärke ist gegenüber der bei
Schlagen auf ein nicht vorgeformtes Röhrchen benötigten entsprechend kleiner.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden näher beschrieben. Die hierzu heranzuziehende
Zeichnung zeigt
F i g. la das untere Ende der Blitzlichtlampe von vorne in Ansicht
Fig.2a das Mittelstück eines Zündplättchens in
Seitenansicht
Fig.3 das untere Ende der Blitzlichtlampe, mit
pulverförmigem Zündstoff gefüllt von der Seite im Schnitt
F i g. 4 das untere Ende der Blitzlichtlampe mit einer Kapsel, die mit Zündstoff gefüllt ist von der Seite im
Schnitt
F i g. 5 das untere Ende der Blitzlichtlampe mit einem Zündplättchen und einem Träger als Innenamboß von
der Seite im Schnitt
F i g. 6 das untere Ende der Blitzlichtlampe mit einer Kapsel, die mit Zündstoff gefüllt ist und einem Träger
als Innenamboß von der Seite im Schnitt
F i g. 7 das untere Ende der Blitzlichtlampe mit einem teilweise mit Zündstoff beschichteten Träger von der
Seite im Schnitt
Die Blitzlichtlampe (Fig. 1) besitzt ein lichtdurchlässiges,
rohrförmiges Gefäß 1, welches mit brennbarem Material 2, beispielsweise geschnitzelter Zirkoniumfolie,
und Sauerstoff von eta 7 at gefüllt ist In das eine Ende des Gefäßes 1 ist ein Metallpumprot r 3, beispielsweise
aus Kupfer, eingeschmolzen, welches nach dem Evakuieren und Füllen des Gefäßes I verschlossen wird.
In das andere Ende des Gefäßes 1 ist ein metallisches Röhrchen 4, ebenfalls *us Kupfer, eingeschmolzen,
dessen aus dem Gefäß 1 herausragender Teil im dem Lampengefäß 1 nahen Abschnitt A des metallischen
Röhrchens 1 eine zylindrische Form aufweist Im sich an Abschnitt A anschließenden Abschnitt B ist das
metallische Röhrchen 4 unter Abweichen von seiner zylindrischen Form durch Flachquetschen so verformt,
daß im wesentlichen zwei einander gegenüberliegende, einen spitzen Winkel einschließende, flache Wandungsabschnitte
4a gebildet werden, die entlang der Zone a des Abschnitts B fest aufeinandergepreßt sind, zum
Beispiel durch Kaltpreßsehweißen, wodurch ein vakuumdichter
und druckbeständiger Abschluß des Röhrchens 4 gebildet wird. Dieser Abschluß ist außerdem
verlötet Der durch Quetschen verjüngte Abschnitt B des Röhrchens 4 besitzt etwa rechteckigen Querschnitt.
Zwischen den flachen Wandungsabschnitten 4a ist im wesentlichen in der Zone b des Abschnittes B ein
schlagempfindlicher Zündstoff 6 lokalisiert, der sich bis
in die Zone c des Abschnitts B erstrecken kann. Als
Zündstoff 6 kann beispielsweise ein Gemisch aus pulverförmigem Zirkonium, Kaliumchlorat, rotem Phos-
■j phor, Aluminiumoxid und Bindemittel in Frage kommen.
Der Zündstoff 6 kann als loses Pulver im metallischen Röhrchen 4 vorliegen, das durch einen Pfropfen 8
beispielsweise aus Metall oder Kunststoff, im Abschnitt B in dessen Zone b gehalten wird (Fig.3). Der bei
in Abreaktion des Zündstoffes 6 entstehende Funke wird
von einer Druckwelle begleitet, die den Pfropfen 8 in das Innere des Gefäßes 1 schleudert, so daß sich der
Ii empfindliches Gemenge aus rotem Phosphor und
Kaliumchlorat kann als Zündstoff 6 vorgesehen werden. Etwa 0,5 bis 3 mg einer derartigen Mischung können im
Mittelstück m (F i g. 2) eines entsprechend zugeschnittenen Zündplättchens 7 enthalten sein, wie es beispielsweise
bei Kinderpistolen benutzt wird. In F i g. 1 ist ein solches Miltelstück m einerseits entlang der Zone b des
Abschnitts B zwischen den flachen \>- andungsabschnitten
4a festgelegt beispielsweise festgekic-mmt während es andererseits etwa 1 bis 2 mm frei in die Zone c des
Abschnitts B hineinragt Dadurch ist ein ungehindertes Ausbreiten des bei Abreaktion des Zündstoffes 6
entstehenden Funkens in Richtung Gefäß 1 gewährleistet
Das Abbrennen des brennbaren Materials 2 im Gefäß 1 wird durch den Funken eingeleitet es sei denn,
in es ist am Eintritt des metallischen Röhrchens 4 in das Gefäß 1 eine Zündpille 5 vorgesehen. Dann wird diese
zur Entzündung gebracht und erst mit ihr das Abbrennen des brennbaren Materials 2 im Gefäß in
Gang gesetzt Häufig kann aber auf die Zündpille 5
π verzichtet werden.
Der Zündstoff 6 kann auch in einer Kapsel 9 sein, die
bei seiner Abreaktion aufreißt (Fig.4), wobei die Kapsel aus Metall, beispielsweise Kupfer, oder aus
einem thermoplastischen Kunststoff bestehen kann. Die Kapsel 9 ist entlang der Zone b zwischen den fiachen
Wandungsabschnitten 4a festgelegt beispielsweise festgeklemmt und ragt frei in die Zone c hinein.
Die Abreaktion des Zündstoffes 6 wird durch einen kurzen Schlag eingeleitet Dieser wird, wie durch die
Pfeile in den Fig. 1, 3 und 4 angedeutet, mit einem Schlagwerkzeug, vorzugsweise einem Zweimassenschwinger,
auf die flachen Wandungsabschnitte 4a des Abschnitts B, der als Auftreffbereich für das Schlagwerkzeug
vorgesehen ist vorzugsweise in das Zentrum
w des dort lokalisierten Zündstoffes 6 geführt
Vorteilhaft ist es, noch einen Träger 10 für den Zündstoff 6 vorzusehen. Der Träger 10 kann aus einem
Stahlplättchen bestehen und mit einem Kunststoffring 11 versehen sein. Der Träger 10 ist teilweise zwischen
den fachen Wandungsabschnitten 4a des Abschnitts B
festgelegt beispielsweise eingeklemmt (Fig.7). Auf dem Träger 10 kann der Zündstoff 6 als Zündmasse 12
vorliegen, wobei diese mit einer Folie 13, beispielsweise aus Papier, Pappe oder einem thermoplastischen
M) Kunststoff bedeckt sein kann, oder es ist das den
Zündstoff 6 enthaltende Mittelstück m bzw. die den Zündstoff b enthaltende Kapsel 9 auf dem Träger 10
angeordnet, beispielsweise festgeklebt (F i g 5 bzw. 6). Durch den Träger 10 wird ein Innenamboß geschaffen,
wodurch erreicht wird, daß bereits durch einen äußerst geringen Schlag mit dem Schlagwerkzeug der Zündstoff
6 sicher gezündet werden kann. Bereits ein einseitiger Schlag, wie durch die Pfeile in den F i g. 5 bis 7
angedeutet, der allein auf den flachen Wandungsabschnitt
4a des metallischen Röhrchens 4 geführt wird, der dem Zündstoff 6 unmittelbar benachbart ist, kann
bereits das Entzünden des Zündstoffes 6 bewirken.
Bei der Fertigung der Blitzlichtlampen wird der Zündstoff 6. sofern er im Mittelstück m des Zündplättchens
7 bzw. in der Kapsel 9 enthalten oder als Zündmasse 12 auf dem Träger 10 angeordnet ist, über
den Abschnitt des Röhrchens 4 in das Röhrchen 4 eingeführt, der anschlieBend an diesen Arbeitsgang zur
Zone a ausgebildet wird. Wird der Zündstoff 6 als loses Pulver in das Röhrchen 4 eingeführt, geschieht das über
das Gefäß 1.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Blitzlichtlampe mit ernenn lichtdurchlässigen
Gefäß, welches brennbares Material und einen die Verbrennung unterhaltenden Stoff enthält und an *>
welchem ein auf mechanischem Wege auszulösendes Zündmittel vorhanden ist, und in deren Gefäß ein
deformierbares metallisches Röhrchen eingeschmolzen ist, welches mit dem Innern des Gefäßes in
Verbindung steht, und dessen aus dem Gefäß herausragendes Ende verschlossen ist und welches
einen schlagempfindlichen Initialzündstoff enthält, der durch ein Schlagwerkzeug gezündet wird, das
von außen auf das Röhrchen einwirkt nach DBP 1522918, dadurch gekennzeichnet, daß ΐΐ
das aus dem Gefäß (1) herausragende metallische Röhrchen (4) in einem definierten Abschnitt (B), der
als Auftreffbereich für das Schlagwerkzeug vorgesehen ist, unter Abweichen von der zylindrischen Form
des metallischen Röhrchens (4), derart vorgeformt ist daß das Röhrchen (4) in diesem Abschnit (B)
bereits vor Eiawirkung des Schlagwerkzeuges einen wesentlich verringerten Durchmesser in Schlagrichtung
besitzt, so daß eine weitere starke Verformung durch Einwirken des Schlagwerkzeuges zum Zünden
des Zündstoffes (6) nicht erforderlich ist, und daß der.
schlagempfindliche Zündstoff (6) im Innern des Metallröhrchens (4) in dessen verformtem Abschnitt
IBJ lokalisiert ist
2. Blitzlichtlampe nach Anspruch 1, dadurch so
gekennzeichnet, daß der aus dem Lampengefäß (1) herausragende Teil des metallischen Röhrchens (4)
im oberen, rism Lampengefäß (1) benachbarten
Abschnitt (A) eine zylindrische Form aufweist, im daran anschließenden Abschnitt (B) aber durch r>
Quetschen verjüngt ist, so daß im wesentlichen zwei einander gegenüberliegende, eih<:n spitzen Winkel
einschließende flache Wandungsabschnitte (4a) gebildet werden, zwischen denen Zündstoff (6)
angeordnet ist ·«·
3. Blitzlichtlampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der verjüngte Abschnitt (B) des
metallischen Röhrchens (4) einen rechteckigen Querschnitt besitzt
4. Blitzlichtlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündstoff (6) als loses
Pulver vorliegt und ein Pfropfen (8) dafür sorgt, daß der Zündstoff (6) im Abschnitt f£Jgehalten wird.
5. Blitzlichtlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündstoff (6) im Mittelstück w
(m) eines entsprechend zugeschnittenen Zündplättchens
(7) enthalten ist, das im Abschnitt (B) festliegt
6. Blitzlichtlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündstoff (6) in einer
Kapsel (9) untergebracht ist, die im Abschnitt (B) r,
festliegt
7. Blitzlichtlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Zündstoff (6) auf einem
Träger (10) angeordnet ist, der im Abschnitt (B) festliegt m>
8. Blitzlichtlampe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündstoff (6) auf dem
Träger (10) als Zündmasse (12) vorliegt, die von einer Folie (13) überdeckt ist.
9. Blitzlichtlampe nach Anspruch 7, dadurch μ
gekennzeichnet, daß der Zündstoff (6) auf dem Träger (10) im Mittelstück (m) des Zündplättchens
(7) enthalten ist.
10. Blitzlichtlampe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündstoff (6) auf dem
Träger (10) in der Kapsel (9) untergebracht ist
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| DE1939085A1 DE1939085A1 (de) | 1971-02-11 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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