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DE1935405C - Vorrichtung zum Abgeben von Dampfen insektizider Substanzen - Google Patents

Vorrichtung zum Abgeben von Dampfen insektizider Substanzen

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Publication number
DE1935405C
DE1935405C DE19691935405 DE1935405A DE1935405C DE 1935405 C DE1935405 C DE 1935405C DE 19691935405 DE19691935405 DE 19691935405 DE 1935405 A DE1935405 A DE 1935405A DE 1935405 C DE1935405 C DE 1935405C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frame
vapors
layer
coated
insecticide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19691935405
Other languages
English (en)
Other versions
DE1935405A1 (de
Inventor
Bernard Aventon Mandon Jean Pierre Poitiers Hennart Claude Aubervilhers Rabussier, (Frankreich)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1935405A1 publication Critical patent/DE1935405A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1935405C publication Critical patent/DE1935405C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abgeben von Dämpfen insektizider Substanzen bei Urrsebungstempeiatur. weiche die Bekämpfung von Insekten in abgeschlossenen Räumen gestauet, mit einer mit dem flüssigen Insektizid getränkten Trägermasse, einer die Diffusion von Dämpfen des Insektizids gestattenden Schicht aus thermoplasti schein Material und einer äußeren, den Verlust vcv Insekti/idii.impfen ^ or Gebrauch der Vorrichtung ver hindernden Schutzschicht.
Die Erfindung hat eine sr'che Vorrichtung mi; einer langJauerndcn Verbreitung von wenigsten einem Insektizid bei im wesentlichen konstante Do^is zu;n Ziel, wobei diese Vorrichtung ohne Be einträemi-ung ihre-- Wirksamkeit vor der Hbetrieh nähme selaaeu werden kann und einmal im Betrieb einen dauerhaften Schutz gegenüber Insekten, insbe sondere eeaen Fliesen. Mücken und Motten, gewähr leistet.
Industriell hergestellte Verdampfer enthalten als In sektizid meist Dimethyl dichlorvinylphosphat bzw DDVP. Dieser Phosphorsäureester ist sehr wirksam, insbesondere gegen fliegende Insekten, die in Wohn räume eindringen.
Man hat schon homogene Zusammensetzungen bzw. Mischungen hergestellt, in denen das DDVP in Form einer Feststofflösrng vorliegt und die zu ver schiedenartigen Körpern wie Blöcken, blatten oder anderen Formkörpern verarbeitet werden, wie dies beispielsweise in der französischen Patentschritt 1,343.700 beschrieben ist.
Derartig hergestellte Diffusoren sind indessen hau fig gegenüber Wü-me empfindlich, und es besteht die Gefahr, daß sie teilweise schmelzen und Tropfen ab geben, was zu schweren Unfällen führen kann. Wenn auße.dem das Festhaltevermögen für den DDVP Wirkstoff gering ist. tritt der aktive Stoff selbst ohne Temperaturerhöhung durch Ausschwitzen bzw. Aus scheiden aus. Wenn man zur Vermeidung dieser Ge fahr eine feste Masse verwendet, die gegenüber dem DDVP ein starkes Festhaltevermögen aufweist, verrin gert sich die Verdampfung mit der Zeit schnell, und der Wirkungsgrad wird schlecht, da nicht verbrauch tes DDVP verbleibt.
Es sind auch Verdampfungsvorrichfngen mit hete rogenem Aufbau bekannt, die einen Speicher für eine insektizide Flüssigkeit, insbesondere DDVP. umfas sen. der eine für dieses Mittel permeable Diffusions wand, insbesondere aus weichgemachtem Polyvinylchlorid oder einer dünnen Polyäthylenfolie. speist (beispielsweise französische Patentschrift 1,310,865).
Werden bei diesen Verdampfern die Behälter undicht oder beschädigt, kann das giftige flüssige DDVP bei der Lagerung, beim Transport oder bei der Verwendung gefährlich werden. Die Wahl des Behältermaterials ist kritisch, und die Diffusoren müssen mit einer äußeren Schutzvorrichtung versehen werden.
Durch die französische Patentschrift 1.535,792 sind ebenfalls Verdampfervorrichtungen bekannt, bei denen auf eine Masse, welche DDVP in Form einer festen Lösung in einem thermoplastischen Material enthält, eine äußere, für DDVP durchlässige Diffusionswand aufgebracht ist. die aus einer dünnen Schicht eines thermoplastischen Materials, wie beispielsweise Polyäthylen, besteht. Derartige Verdampfer gibt es mit folgenden zwei Arten von Diffusionswänden:
a) Die äußere Diffusionswand ist eine Haut bzw. Feinfolie oder eine Schrumpfhaut und ist also von der das Insektizid umgebenden Masse getrennt.
b) Die äußere Diffusionswand ist eine aufgewalzte bzw. aufgepreßte Schicht, die auf der das Insektizid enthaltenden Masse haftet.
Die Verdampfer nach a) haben den Nachteil, daß sie aus den nachstehenden zwei Gründen eine relati\ gr.J.V- Verdampfungsoberfläche benötigen
1 Fs ist sehr schwierig, sehr dünne K '.nststoff λ in ie ohne Unterlage industriell zu verwenden.
Γ Die Übertragung von DDVP zwischen der fe neu Lösung und der äußeren Diffusionswand ist UI..OI1 der fehlenden Haftung dieser beiden Bestand teile schlecht.
Die Verdampfer nach b) v\ eisen beträchtliche tech nologische Schwierigkeiten auf. da es sehr schwer ist. eine dünne FeinfoH; eines Polymerisats auf einer Masse eines anderen Polymerisats durch Beschichten b/'Λ. Aufpressen innig zum Anhaften zu bringen, da mit dem Auftreten von Gasdiffusion oder eines Ausschwitzens von Flüssigkeit zu rechnen ist. (In der französischen Patentschrift 1.535.792 ist ein Beispiel dafür angeführt.)
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die von .iii.-'Π Verdampfer der eingangs genannten Art aus acht, ist eine Faserplatte als Trägermasse auf minde stens einer ihrer beiden großen Außenseiten in an sich bekannter Weise mit einer dünnen Diffusions schicht beschichtet, wobei die Faserplatte mit flüssi gern Phosphorsäureester imprägniert und von einem Rahmen oder Gehäuse aus Metall oder thermoplastischem Material umgeben ist, der/das für die genann ten Dämpfe undurchlässig ist und auf jeder sich über eine Diffusionsschicht erstreckenden Seite mindestens ein Fenster zum Durchlaß von aus der Schicht nach außen abgegebenen Insektiziddämpfen aufweist sowie in bekannter Weise durch die für die Dämpfe undurchlässige vor Ingebrauchnahme der Vorrichtung entfernbare Abdichtfolie abgedeckt ist.
Der getränkte Faserkörper kann die Schicht aus Kunststoff, wie Polyäthylen. Polypropylen oder einem Mischpolymerisat mit hohem Gehalt an Vinyii denchlorid kontinuierlich speisen, weil diese Diffu sionsschicht. die aus einer Folie bestehen kann, innig an dem Faserkörper haftet.
Die haftende Befestigung der Polymerisatschicht (Durchgangs- bzw. Diffusionsschichti auf dem absor bierenden Faserkörper erfolgt vorzugsweise kontinuierlich nach bekannten Verfahren, wie sie für die industrielle Herstellung von Papier und Kartons für die Verpackungsmaterialien gebräuchlich sind, die mit einer Kunststoffschicht überzogen sind. Das Aufbringen kann in Form einer /..der mehrerer aufeinanderfolgender Schichten erfolgen. Bei Polyäthylen kann das Aufbringen entweder nach dem sogenannten Extrusions-Beschichtungsverfahien bzw. Kaschieren oder durch Auftragen einer wässerigen oder organischen
Dispersion aus ultrafeinem Polyäthylenpiilver erfolgen. Dieses letztere Verfahren ist von McSharry. Howell und Menering in »Plastiques Modernes et Elastomeres« April 1968, beschrieben. Es hat den Vorteil, daß die gute Kohäsion des Polyäthylens ausgenützt wird. Im Falle des JVinylidenmischpolymerisates erfolgt das Aufbringen vorzugsweise durch Beschichten mit einer wässerigen Dispersion. Man kann auch eine Lösung eines Kunststoffes in einem flüchtigen Lösungsmittel verwenden, die gleichmäßig auf eine der Folienflächen aufgesprüht wird. Die anhaftende Ablagerung erhält man auch durch Kleben, das heißt ein Warmbeschichten des Faserkörpers mit einem Film. Dieses Verfahren hat im allgemeinen den Nachteil, daß die Haftung weniger gut ist.
Das Zuschneiden zu Platten erfolgt auf bekannte Weise, beispielsweise mit einer Hebelschere für qua dratische und rechteckige Platten ^ Jer mit einem Ge samtschnittwerkzeug bei anderen Forn.en.
Das Anschweißen des Rahmens aus thermoplasti schem Material am Umfang der beschichteter Fläche der Platten erfolgt auf einer Breite von ungefähr 2 bis 5 mm durch Wärmeeinwirkung mit Hilfe eines metalli sehen Heizblockes, dessen Kontur der Kontur der Platte entspricht. Die Temperatur des Heizblockes hängt von der Art und Dicke deä thermoplastischen Materials ab. wobei die Möglichkeit für eine genaue Regulierung dieser Temperatur gegeben sein soll. Andererseits soll der Heizblock einen bestimmten Druck zwischen der Platte und dem Rahmen ausüben, so daß eine dichte Verschweißung gewährleistet ist. Dieser Druck soll genau reguliert werden können, weshalb der Hei/block oder sein Formstück vorzugsweise hydraulisch mit Verzögerung bewegt werden. Bei einem weichen, also relativ dünnen Rahmen, wird der Heizblock auf den Rahmen aufgebracht. Bei einem starren, also relativ starken Rahmen, wird der Heizblock auf die nicht beschichtete Fläche der Platte aufgebracht, wobei die zum Schmelzen der aufgebrachten Schicht nötige Wärme durch den Faserkörper übertragen wird.
Das Trocknen der beschichteten und auf dem Rahmen aufgebrachten Faserfolien erfolgt auf bekannte Weise, beispielsweise indem die Teile in einem Tunnel einer Infrarotstrahlung ausgesetzt werden, wobei die nicht beschichteten Flächen der Folien den Strahlungsquellen zugewandt sind. Die Temperatur in dem Trockenraum soll derart regulierbar sein, daß sie weder eine Beschädigung noch eine permanente Deformation der thermoplastischen Teile zur Folge hat. Die Verweilzeit im Trockenraum hängt von der Temperatur des Raums und von dem Wassergehalt der Faserkörper ab.
Das Tränken der beschichteten und auf Rahmen aufgebrachten Ffserkörper mit reinem oder in Lösung befindlichen Phosphorsäureester erfolgt beispielsweise durch Verteilen der Flüssigkeit mit Hilfe einer Dosiersprühvorrichtung auf die horizontal liegenden Faserkörper. Bei der Flüssigkeitsverteilung muß die Absorptionsgeschwindigkeit der Flüssigkeit genügend berücksichtigt werJen, so daß die Flüssigkeit den Rahmen nicht verunreinigen kann.
Bei weichen, dünnen Rahmen werden andere Schweiß verfahren angewandt wie bei steifen, dicken Rahmen.
Bei weichen Rahmen erfolgt die Verbindung auf einer Breite von ungefähr 2 bis 5 mm durch thermi-
sches Schweißen zwischen zwei gleichartigen Hcizblöcken, die eine Spanneinrichtung bilden und deren Kontur der des Rahmens angepaßt ist. Die beiden Heizblöcke sind entweder Metallblöcke, wie sie für das Anschweißen der beschichteten Platten auf den Rahmen verwendet werden, oder feste Teile, die mit einem Heizband versehen sind. Die Temperatur, die Zeit und der Klemmdruck der Klemmeinrichtung und gegebenenfalls die Abkühlzeit unter Druck sind bei Verwendung beheizter Schweißbacken als Funktion der Natur und der Stärke des thermoplastischen Materials des weichen Rahmens zu bestimmen. Die Verbindung der weichen Rahmen kann auch scharfkantig mit Hilfe eines Heizdrahtes durchgeführt werden.
Bei starren Rahmen erfolgt die Verbindung auf einer Breite von ungefähr I bis 3 mm. vorzugsweise mit Hilfe des unter dem Namen »Schweißen durch Heizspiegeln bekannten thermischen Verfahrens.
Das Anschweißen der Abdichtfolie an den Rah men erfolgt auf einer Breite von ungefähr I bis 10 mm, vorzugsweise durch thermisches Schweißen mit Hilfe eines metallischen Hcizblockcs. Wenn dl·1 Abdichtfolie eine »komplexe« Folie ist. die eine AIu miniumfolie enthält, kann auch ein Hochfrequenz schweißverfahren verwendet werden.
Bei bestimmten Varianten des allgemeinen Verfall rens können auch andere bekannte Schweißverfahren vorteilhaft sein.
Im folgenden werden einige Verfahrensschritte zur Herstellung von erfindungsgemäßen Verdampfern an gegeben, die einzeln oder in Kombination auftreten können.
a) Die Polymerisatschicht (Diffusionsschicht) wird nicht direkt auf den Faserkörper, sondern auf eine nicht absorbierende Faserfolie aus Papier, nicht ge webtem Stoff oder ähnlichem Material aufgebracht und zugeschnitten. Die beschichtete Seite der dünnen Folie wird durch Warmpressen auf einem etwas klei neren. nicht beschichteten absorbierenden Faserkör per haftend befestigt, so daß die beschichtete dünne Folie auf dem ganzen Umfang der absorbierenden Fa serkörper übersteht. Man verbindet dann zwei impräe nierte Faserkörper derart, daß die nicht mit Folien be deckten Oberflächen aufeinanderlicgen. Dann werden die überstehenden Ränder der Polymerisatfolien ver schweißt. Auf diese Weise erhält man eine abge schlossene Einheit ohne Rahmen.
b) Wenn keine Rahmen verwendet werden, dann werden die sonst durch Rahmen abgedeckten Ränder der Faserkörper mit Kunststoff abgedichtet, der als konzentrierte Lösung oder geschmolzen aufgebracht wird.
c) Wenn das Absorptionsvermögen durch dazwi schengeschobene absorbierende Platten erhöht wird, können diese letzteren auf den beschichteten Faser körpern durch eine oder mehrere Klebestellen gehal ten werden, um die Herstellung zu erleichtern.
d) Wird ein einziger, auf beiden Seiten beschichte ter Faserkörper verwendet, so wird die aktive Flüssigkeit in die absorbierende Fasermasse mittels einer Hohlnadel injiziert, die durch den Rand der Körper eingeführt wird.
e) Weiche Rahmen werden durch partielles Verschweißen vor dem Tränken so verbunden, daß eine Art Beutel mit einer Öffnung entsteht, durch den die aktive Flüssigkeit zwischen die beiden absorbierenden Faserfolien eingeführt wird.
O Halbsteife oder steile Rahmen aus thermoplasti schein Material werden vor dem Tränken durch Ver schweißen verbunden. In den Rand des Rahmen: wird eine Öffnung gebohrt und die aktive Fliissigkei
* mit Hilfe einer Hohlnadel zwischen die beiden absor bierenden Faserkörper injiziert, die man durch dii Öffnung einführt. Darauf wird die Öffnung, gegebe nenfalls unter Matcrialzugabc. durch Schmelzen de; thermoplastischen Materials verschlossen.
in Anhand der Zeichnung werden Ausführungsbei spiele der crfindtingsgemäßen Vorrichtung erläutert.
Fig. I zeigt schematisch eine Schnittansicht cinei Vorrichtung (Fig. I entspricht der Variante d). In die scr Figur ist I der absorbierende rechteckige Faser
π körper, dessen zwei große Flächen von zwei Diffu sionsschichten 2 bedeckt sind, die an dem Körper hai" ten. Der Rand des so gebildeten Verbundkörpers isi mit einem Band aus thermoplastischem Material 2 verschlossen.
■?<> Fig. 2 zeigt einen Querschnitt einer Variante dei vorstehenden Ausführungsform. In dieser Figur sine Io und I/) rechteckige Faserkörper. die nebeneinan dergelegt und gegeneinandergepreßt sind. Auf der absorbierenden Faserkörpern haftet außen je eine DiI"
^ fusionsschic':! 2. Der Rand des so gebildeten Block? wird mit einem Kunststoffband 3 verschlossen.
Fig. 3 ist eine Fig. I entsprechende Schnitt-Ansicht einer weiteren Ausführungsfor.Ti. die gemäß den Varianten d). Ii) hergestellt ist. In dieser Figur ist I
w der rechteckige Faserkörper. auf dessen beiden gro ßen Flächen Diffusionsschichtcn 2 haftend aufgebracht sind. Die Hinfassung wird durch einen Metall rahmen 3« gebildet, dessen Ränder 4 umgebördelt sind. Die Lochlasche 5 dient als Aufhänger, und Di
.M stanzstifte 6 halten die Schicht 2 im Abstand von der Mauer, um eine freie Zirkulation der Luft und eine üiite Diffusion der Insektiziden Dämpfe zu ermögli chen. Der Rahmen kann auch Füße oder einen Sok kel haben.
Fig. 4 ist eine Schnitt-Ansicht einer weiteren Aus fiihrungsform. Io und Ic sind absorbierende rechtck kige Faserkörper. die mit zwei an ihnen anhaftenden Diffusionsschichten 2 bedeckt sind. I/) ist ein nicht heschichteter. dazwischengeschobener absorbierender
■*s Faserkörper. Die beiden Rahmen 3«, 3Λ aus thermo plastischem Material sind verschweißt und halten die Faserkörper zusammengepreßt. Die Diffusionsschi h ten 2 sind an ihrem Umfang an die Innenseite des umgebogenen Randes 4 angeschweißt. Die beiden Ab
w dichtfolien sind an die Außenseite des umgeschlage nen Randes 4 des Rahmens angeschweißt.
Fig 5 ist eine perspektivische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform, die gemäß Variante .ι hergestellt ist. In dieser Figur sind la und lh die ab ii sorbierenden. rechteckigen Faserkörper. auf denen die mit einer Polymerisatschicht 2a, 2b versehene Papier folie Ta, Tb durch Warmpressen haftend befestigt ist. wobei die Papierfolie etwas größer ist als der Faser körper. Nach dem Tränken werden die zwei Halb Verbände la, 2a, Ta bzw. Ib, 2b, Tb durch Heißver siegeln der beschichteten Papierfolie auf dem ganzen Umfang längs der Ränder IO vereinigt. Diese Einheit hat also zwei Papierfolien Ta und Tb als Außenflä chen.
Fig. 6 ist eine Ansicht einer industriellen Ausfüh rungsform, bei der ein nicht beschichteter, absorbie render Faserkörper zwischen die beiden beschichte
(ο
ten. absorbierenden Farerkörper zwiscliengeschoben ist. der durch Tauchen in die aktive Flüssigkeit ge tränkt ist.
Fig. 7 ist ein Schnitt längs VII-VM von Fig. 6. In Fig. 7 sind ;·.-..<ci absorbierende Faserkörper I«, 1/;. die mit DilTusionsschichten 2« bzw. 2Λ versehen sind, im Innenrautn des aus zwei llalbgehäusen 8ί/, 8A be stehenden Gehäuses untergebracht. Dw: RnndP.ächcn der DilTusionsschichten la, 2h sind an die Halbge häuse 8i/, 8/; angeschweißt. Der plattcnförmigc Fa serkörper Ic aus mil Insektizid getränktem Faserma tcrial wird zwischen den beiden (Einheiten I«. la und I/), Ib vor dem Verbinden der beiden Ilalbgehäuse 8«, 8/) angeordnet. Die beiden Ilalbgehäuse Sa, 3/) werden vorteilhafterweise aus Kunststoff (beispicls weise aus Polyäthylen) hergestellt., und ihre Rahmen tragen kreuzweise angeordnete Stäbe II. die angegossen sind und Schutzgitter bilden, die in einem relativ großen Abstand von den Diffusionswändcn la, 2b lic gen. Dadurch wird jede unbeabsichtigte Berührung mit den Wänden 2a, Ib vermieden, und Kinder kön ncn die Schichten weder beschädigen noch daran lutschen. Auf diese Weise wird eine große Sicherheit gewährleistet. Gleichzeitig gestatten die beiden (IaIb gehäuse zugleich eine Abdichtung auf dem Rand, halten die Faserkörpc; zusammen und geben der Gesamt anordnung dr gewünschte Steifheit.
Nach mehrtägiger Lagerung verteilt sich die ur sprünglich in dem plattenförmigen Fa*erkörpcr Ii- ent haltcne insektizide Lösung gleichmäßig infolge der Kapillarität der Fasern auf die drei Faserkörper la, ic, Xb.
Man erhält eine sehr gute Lagerfähigkeit, wenn der Umfang der Abdichtfolien an den Rändern des Rah mens. wie bei 10«, 10/j. angeschweißt ist.
Zur Inbetriebnahme werden die Abdichtfolien fort laufend leicht perforiert, wofür in den beiden Seitenflä chen des Haltcrahrncns eine Nut. wie beispielsweise bei II«, lift, vorgesehen ist.
Der erfindungsgemäße Verdampfer hat insbesondere die folgenden Vorteile:
Lange Wirkurgsdauer (1 his 6 Monate). gleichförmige Verdampfung während dieser Zeit.
gute Haltbarkeit vor Inbetriebnahme und während des Gebrauchs.
Sicherheit beim Lagern, beim Transport und während der Verwendung. sowie einen niedrigen Herstellungspreis. Im folgenden werden zwei Ausführungsformen und
die mit diesen Verdampfern erzielten Versuchsergeb nisse genauer beschrieben.
■*) Verdampfer nach Fig. 4:
a) Beschichtete Faserkörper I«und Ic. grauer Karton aus Altpapier. 560 g-nv mit einer Beschichtung von 45 g m' Polyäthylen. Quadratisches Format 14 χ 14 cm.
b) Eingeschober er Faserkörper Ib.
Karton aus Zellulose, nicht geleimt lOOOg/nr im quadratischen Format 14 χ 14 cm.
c) Aktive Lösung
%prozentigcs technisches DDVP 76% Dioctylphthalat 20'!O
epoxydierlcs Sojaöl 4%
s Gesamtmenge für die Tränkung der drei Kar
tons 3 1 g. davon 15 g für den eingeschobenen Karton und 8g für jeden beschichteten Karton.
d) Zusammensetzen
Die beiden Abdichtfolien 5«, 5b sind an der in Außenfläche des umgebogenen Rande> 4 angeschweißt. Die DilTusionsschichten 2 werden an ihrem Umfang an die Innenseite di-s umgebogenen Randes 4 der beiden 2 mm starken Rah men aus Polyäthylen 3«, 3A angeschweißt. Die Ii beiden Rahmen 3«, 3/> werden durch Spicgelbe
heizung bei 3c miteinander verschweißt.
B) Verdampfer nach Fig. 5
^1 a) beschichtetes Papier.2«, Ta und Ib, Tb gebleichtes Kraftpapicr 40g/m2 Beschichtung aus Vinyüdenchlorid-Mischpoly merisat
mit 20 g/m2 in zwei Schichten. '1 Quadratisches Format 12 χ 12 cm
b) absorbierende Körper Ii/ und IA, Zellulosekarton, nicht geleimt, 1000 g/m2, quadratisches Format 10 χ 10cm.
H) c) Aktive Lösung.
%prozentiges technisches DDVP 76% Dioctylphthalat 20%
cpoxydicrtes Sojaöl 4%
Gesamtmenge für die Imprägnierung der zwei
μ Kartons 25 g.
Wird der Verdampfer in einem Zimmer bei 22° C in Betrieb genommen, so gibt er insektizide Dämpfe von DDVP mit einer konstanten Dosis von ungefähr
to 175 mg/Tag während 35 bis 40Tagen ab. Die Ab gäbe nach 60 Tagen beträgt noch 125 mg/Tag.
Wenn man als Grenze für das Ende der Verwen dung den Augenblick nimmt, in dem die Dosis des Verdampfens an Insektizid nur noch 70% des mittlc-
π rcn ursprünglichen Niveaus beträgt, erstellt sich die Bilanz an aktivem Material im Fall des DDVP wie folgt
Gleichmäßig aus dem Fasermaterialplatten abgegebenes DDVP 65 bis 75 %
<o hydrolysiertes DDVP 5 bis 15%
in den Fasermaterialkörpern verbleibendes DDVP 10 bis 30 %
Die Dauer und die Konstanz der Insektiziden Wir s\ kung sind unter Berücksichtigung der Einfachheit und niedrigen Gestehungskosten der verwendeten Ver dämpfer besonders bemerkenswert.
Alle Prozentangaben in Mischungen sind Gewichts prozent.
Teile der Beschreibung und Zeichnungen, die über die Erläuterung des Inhalts der Patentansprüche hinausgehen, sind nichi Gegenstand der Erfindung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
309621/327

Claims (10)

  1. Patentansprüche:
    \. Vorrichtung zum Abgeben von Dämpfen insektizider Substanzen, die aus einer mit flüssigem Insektizid getränkten Trägermasse, einer die Diffusion von Dämpfen des Insektizids gestattenden Schicht aus thermoplastischem Material und gegebenenfalls einer äußeren, den Verlust von insektiziddämpfen vor Gebrauch der Vorrichtung verhindernden Schutzschicht besteht, dadurch ge kennzeichnet, daß eine Faserplatte (1) als Trägermasse auf mindestens einer ihrer beiden gro ßen Außenseiten in an sich bekannter Weise mit einer dünnen Diffusionsschicht (2) beschichtet ist. wobei die Faserplatte mit flüssigem Phosphorsäu reester imprägniert und von einem Rahmen (3; oder Gehäuse aus Metall oder thermoplastischem Material umgeben ist der/das für die genannten Dämpf, undurchlässig ist und auf jeder sich übe: eine Diffusionsschicht (2) erstreckenden Seite min destens ein Fenster zum Durchlaß von aus der Schicht nach außen abgegebenen Insektiziddämp fen aufweist sowie durch die für die Dämpfe un durchlässige, vor Ingebrauchnahme der Vorrich tun' <>r'r-"-"bnre Ab<1ichtfolie '5' abgedeckt M.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gt kennzeichnet, daß der Rahmen (3) am Rand eine., auf einer oder auf beiden großen Außenflächen be schichteten Faserkörpfs mit der einen oder gegc benenfalls mit beiden Diffusionsschichten dicht ver bunden bzw. thermisch verschweißt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprucn 1. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen aneinander^-legte Fa serkörper ein unbeschichteter Faserkörper zwischengeschoben ist (Fig. 4 und 7).
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. da durch gekennzeichnet, daß der Rahmen und die dünne Polymerisatdiffusionsschicht aus dem glei chen Polymerisatmaterial bestehen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch ge kennzeichnet, daß der Rahmen steif ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dünne Polymerisatdiffusions schicht aus einem Polyäthylen, einem Polypropylen, einer Mischung von Polyäthylen und Polypro pylen. einem Äthylen-Propylen-Mischpolymerisat. oder einem Mischpolymerisat mit erhöhtem Ge halt an Vinylidenchlorid zwischen etwa 75 und 97 "o bezogen auf das Gesamtgewicht des Mischpolymerisats gebildet wird, das mit Vinylchlorid, einem Acrylsäureester oder Acrylnitril inischpo lymerisiert ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 6. dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Polymerisatschicht zwischen 10 und 80 μ liegt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch ge kennzeichnet, daß die Abdichtfolie von einem ther mopläsu^hen Materia! gebildet ist. das mit dem des Rahmens gleichartig ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch I oder 8. dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtfolie eine heißversiegelbare Vielschichtfolie ist. deren Lagen sich bei Berührung mit Insektiziden Dämpfen nicht in Einzelschichten auflösen.
  10. 10. Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst die Abdichtfolien und dann die an ihren Außenseiten beschichteten Faserkörper an den Rahmenteiien angeschweißt und schiiebiicii nach Einlase eines unbeschichteten Faserkörpers zwischen" die beschichteten Faserkörper die Rahmen teile zusammengeschweißt werden.
DE19691935405 1968-07-12 1969-07-11 Vorrichtung zum Abgeben von Dampfen insektizider Substanzen Expired DE1935405C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR159064 1968-07-12
FR159064 1968-07-12

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1935405A1 DE1935405A1 (de) 1970-04-02
DE1935405C true DE1935405C (de) 1973-05-24

Family

ID=

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6846449B2 (en) 2001-09-07 2005-01-25 S. C. Johnson Home Storage, Inc. Method of producing an electrically charged film
US6899931B2 (en) 2001-09-07 2005-05-31 S. C. Johnson Home Storage, Inc. Film material

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US6846449B2 (en) 2001-09-07 2005-01-25 S. C. Johnson Home Storage, Inc. Method of producing an electrically charged film
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