DE1932297A1 - Verfahren zur Herstellung von Benzimidazol-2-carbaminsaeureestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Benzimidazol-2-carbaminsaeureesternInfo
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Description
1QI?9Ql
LEVERKUSEN- Beyerwerk "
Pttent-AbteUung ST/ΜΗ Z * JUnl 1969
Verfahren zur Herstellung von
Benzimidazol-2-carbamihsäureestern
Benzimidazol-2-carbamihsäureestern
Die vorliegende Erfindung betrifft ein chemisch eigenartiges Verfahren zur Herstellung von weitgehend bekannten Benzimidazol-2-carbaminsäureestern,
welche bekanntermaßen als Fungizide verwendet werden können (US-Patentschrift 2 593 50*0·
Es ist bereits bekannt geworden, daß man 2-Anilino-benzimidazole
erhält, wenn man o-Pbenylendiamine mit aromatischen
Isocyaniddichloriden im Molverhältnis 1 : 1 umsetzt (BeIg.
Patent 632 578).
Isocyaniddichloriden im Molverhältnis 1 : 1 umsetzt (BeIg.
Patent 632 578).
Ferner ist bekannt, daß man Benzimidazol-2-carbaminsäureester
erhält, wenn man o-Phenylendiamin mit N-Cyan-alkylcarbamaten
zur Reaktion bringt (Südafrikanische Patentschrift 67/6589). Dieses Verfahren weist jedoch eine Reihe von Nachteilen auf.
So sind zur Erzielung größerer Ausbeuten Überschüsse an
N-Cyanalkylcarbamaten und längere Reaktionszeiten bzw.
höhere Reaktionstemperaturen erforderlich.
N-Cyanalkylcarbamaten und längere Reaktionszeiten bzw.
höhere Reaktionstemperaturen erforderlich.
Es wurde nun gefunden, daß man die weitgehend bekannten Benzimidazol-2-carbaminsäureester
der Formel
(D
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X für Wasserstoff, Halogen, Alkyl mit 1 - 4- Kohlenstoffatomen oder Alkoxy mit 1-4 Kohlenstoffatomen
steht und
R für Alkyl von 1-12 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl von 5-8 Kohlenstoffatomen sowie Aralkyl steht,
erhält, wenn man ο-Phenylendiamine der Formel
(II)
in welcher X die oben angegebene Bedeutung hat, mit N-Dichlormethylen-carbamidsäure-ester der Formel
(IH)
in welcher R die angegebene Bedeutung hat, bei Temperaturen zwischen -10° und +4-00C in Gegenwart von Basen
umsetzt.
Es ist als ausgesprochen überraschend zu bezeichnen, daß bei
dieser Reaktion Nebenreaktionen, insbesondere eine Aminolyse der Estergruppe, unterbleiben und dementsprechend keine Nebenprodukte
gebildet werden. Es ist nämlich bekannt, daß Carbamidsäureester durch Amine aminolysiert werden (Houben-Weyl,
Band VIII, S. 161 - 162 (1952)). Das erfindungsgemäße Verfahren weist daher eine Reihe von Vorteilen auf. Die Benzimidezol-2-carbaminsäureester
werden in hoher Reinheit und quantitativer Ausbeute gewonnen, ohne daß ein Überschuß der einen oder
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anderen Komponente nötig wäre. Ebenso erübrigt sich eine höhere Energiezufuhr, da die Umsetzung bereits bei tiefen
Temperaturen rasch verläuft.
Verwendet man o-Phenylendiamin und Methoxycarbonylisocyaniddichlorid
als Ausgangsstoffe, so kann der Reaktionsverlauf
durch folgendes Formelschema wiedergegeben werden:
In der Formel (II) steht X vorzugsweise für Wasserstoff, Chlor, Alkyl mit 1-3 C-Atomen, wie Methyl, Isopropyl, und
Alkoxy mit 1-2 C-Atomen, wie Methoxy. Als Beispiele seien genannt: o-Phenylendiamin, 1,3»4- Toluylendiamin, 4-Cblor-o-^
phenylendiamin, 4-Methoxy-o-phenylendiamin. Die Phenylendiamine
sind bekannt.
In der Formel (III) steht R vorzugsweise für Alkyl mit 1-8 C-Atomen, wie Methyl, Äthyl, Isopropyl, n-Butyl, n-Octyl;
Cyclohexyl; Phenylalkyl mit 1-3 C-Atomen im Alkylrest, z. B. Benzyl und Phenyläthyl.
Als Beispiele für diese Verbindungen seien genannt: N-Dichlormethylen-carbaminsäure-metbylester, -äthylester,
Isopropylester, -n-butylester, -n-octylester, -cyclohexylester,
-benzylester und -phenyläthylester.
Die N-Dicblorraethylen-carbaminsäure-ester sind bislang noch
nicht bekannt. Sie können jedoch in einfacher Weise hergestellt werden durch Umsetzen des bereits bekannten Dichlormethylencarbamidsäurechlorids
mit Alkoholen oder Phenolen in Gegenwart ,^s inerten organischen Lösungsmittels, wie
Äther, Dioxan, Tetrahydrofuran, Benzol, Toluol, bei Temperaturen zwischen 0 und +400C.
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Als Beispiel sei die Herstellung des Dichlormetbylencarbamidsäureätbylesters
angegeben:
Zu der Lösung von 300 g Dichlormethylencarbamidsäurecblorid
(= 1,88 Mole) in 350 ml Äther (über Na getrocknet) gibt man
unter guter Kühlung und Rühren im Zeitraum von ca. 80 Minuten 86,5 g Äthanol (abs.) (= 1,88 Mole), (Reaktionstemperatur
zwischen 15 und 200C). Man hält die Lösung noch 2 Stunden
bei Raumtemperatur, destilliert den Äther ab und rektifiziert'
das Produkt. Die Hauptfraktion von 267 g (e 84 %
der Theorie) (Kp20 5>3 - 68°) wird nochmals über eine Kolonne
destilliert: 230 g (= 72 % der Theorie) Kp20 68°.
Als Verdünnungsmittel kommen alle inerten organischen Lösungsmittel
in Frage. Hierzu gehören Kohlenwasserstoffe, wie Benzin oder Toluol, chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform,
Äther, wie Diäthyläther oder Dioxan. Es können aber auch Wasser oder wäßrige Gemische mit organischen Lösungsmitteln,
wie Dioxan, Aceton oder Tetrahydrofuran, verwendet werden.
Die erfindungsgemäße Umsetzung wird in Gegenwart von Basen
durchgeführt. Als solche können Alkali- und Erdalkalihydroxide, -carbonate und -hydrogencarbonate, oder tertiäre organische
Basen dienen. Als Beispiele seien genannt: Natriumhydroxid, Kaliumcarbonat, Kaliumnydrogencarbonat, Triäthylamin und
Pyridin. · ■
Die Reaktionstemperaturen können in einem größeren Bereich
variiert werden. Im allgemeinen arbeitet man zwischen -10 und +400C, vorzugsweise zwischen Ό und +300C.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens setzt
man 1 Mol des o-Pbenylendiamins in Gegenwart von 2 Mol Base
mit 1 Mol des Isocyaniddichlorids um.
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Die noch neuen Carbamidsäureester können in gleicher Weise
wie die bereits bekannten als Fungizide verwendet werden.
Zu einer Mischung von 10,8 g o-Pbenylendiamin, 20,2 g Triethylamin
und 300 ecm Chloroform gibt man tropfenweise unter Rübren
eine Lösung von 15,6 g Metboxycarbonylisocyaniddichlorid- in 50 ml Chloroform, wobei die Temperatur durch Eiskühlung auf
etwa 20 C gehalten wird. Nach 10 Minuten weiteren Rührens wird abgesaugt und der Niederschlag mit Chloroform gewaschen. Nach
dem Trocknen erhält man 19 g des Esters» Das Produkt zersetzt
sich etwas bei 215 ~ 2200C, bleibt aber fest.
Be is pie 12:
H Τ°°Λ
10,8 g o-Pbenylendiamin werden zusammen mit 8 g Natriumhydroxid
in einer Mischung von 200 ecm Wasser und 50 ecm Dioxan gelöst.
In die auf 10°C abgekühlte Lösung werden 17,0 g Äthoxycarbonylisocyaniddichlorid
im Gemisch mit 50 ecm Dioxan eingetropft,
wobei die Temperatur durch Kühlung unter 200C gehalten wird.
Nach 10 Minuten Nachrühren saugt man ab, wäscht den Niederschlag mit Wasser und Aceton und trocknet. 20 g Ester, Schmelzpunkt:
320° (zj.
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Λ Q Q 9 9 Q
Auf analoge Weise werden erhalten: ' JO *-λ- ° '
Benzimidazol-2-carbaminsäure-n-butylester, Schmp.:
wird dann wieder fest,
Benzimidazol-2-carbaminsäure-n-octylester, Schmp.:
wird dann wieder fest,
Benzimidazol-2-carbaminsäure-benzylester, Scbmp.:
wird dann wieder fest.
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Claims (3)
1) Verfahren zur Herstellung von Benzimidazol-2-carbaminsäure
estern der Formel
in welcher
X für Wasserstoff, Halogen, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Alkoxy mit 1 bis 4-
Kohlenstoffatomen steht und R für Alkyl von 1 bis 12 Kohlenstoffatomen,
Cycloalkyl von 5 bis 8 Kohlenstoffatomen
sowie Aralkyl steht,
dadurch gekennzeichnet, daß man Phenylendiamine der Formel
in welcher X die angegebene Bedeutung hat, mit N-Dichlormethylen-carbamidsäure-estern der Formel
Π-0-g-N. ,ci
in welcher R die oben angegebene Bedeutung hat,
bei Temperaturen zwischen -10° und +400C in Gegenwart von
Basen umsetzt*
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2) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Umsetzung bei Temperaturen zwischen O und 30°C
durchführt.
3) Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart von Lösungsmitteln
durchführt.
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Priority Applications (12)
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