DE1930093B - Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von feinen Fasern gleichmäßiger Stärke unter weitgehendem Ausschluß von Schmelzperlen aus mineralischen oder organischen Materialien in viskosem Zustand, insbesondere von Glasfasern, Mineralfasern, Steinfasern und Schlackenfasern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von feinen Fasern gleichmäßiger Stärke unter weitgehendem Ausschluß von Schmelzperlen aus mineralischen oder organischen Materialien in viskosem Zustand, insbesondere von Glasfasern, Mineralfasern, Steinfasern und SchlackenfasernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von feinen Fasern gleichmäßiger Stärke unter weitgehendem
Ausschluß von Schmelzpcrlen aus mineralischen oder organischen Materialien in viskosem Zustand,
insbesondere von Glasfasern, Mineralfasern, Steinfasern und Schlackenfascrn. Sie umfaßt Verfahren zur
Herstellung solcher Fasern und Vorrichtungen zur Durchführung dieser Verfahren.
Bekannt ist eine Vorrichtung mit einer Schleuderscheibe,
der ein schmclzflüssigcr Materialstrom zugeführt und von der Scheibe wieder abgeschleudert
wird. Die abgeschleuderten Malerialteile werden dabei Blasströmen ausgesetzt und zu Fasern zerrissen.
Nachteilig dabei ist, daß die Fasern verhältnismäßig
dick und ungleichmäßig sind und viele Schmelzperlen enthalten. Außerdem wird bei dieser bekannten Vorrichtung
nur von einer einzigen Ebene abgeschleudert, und man erzielt daher nur ein verältnismäßig geringes
Ausbringen an Fasern.
Bekannt ist ferner eine Vorrichtung mit einem hohlen Schleuderkörper, der an seiner Peripherie eine
große Anzahl von Schleuderöffnungen aufweist. Das Arbeiten mit dieser Vorrichtung ist mit vielen
Schwierigkeiten verbunden, da die öffnungen unter der Einwirkung des schmelzflüssigen Glases rasch
verschleißen bzw. sich leicht verstopfen. Auch der Mantel, der die Schleuderöffnungen tragt, verwirft
sich leicht '"enη die Temperatur nicht sehr genau geregelt
wird. Daher bedingt das Arbeiten mit solchen Schleuderkörpern die Verwendung von relativ teuren
Gläsern mit ganz bestimmten Eigenschaften (Entglasungsgeschwindigkeit.
Viskosität usw.) sowie von verhältnismäßig teuren Metallegierungen für den Umfangsmantel des Schleuderkörpers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der vorbeschriebenen bekannten Arten zu
vermeiden. Es sollen feine Fasern gleichmäßiger Stärke unter weitgehendem Ausschluß von Schmelzperlen hergestellt werden, das Ausbringen der Fasern
soll groß sein, und ein rascher Verschleiß der Vorrichtung soll vermieden werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß mün
das zu zerfasernde Material in Berührung bringt mit blatt- bzw. schaufelartigen Organen oder Flügeln, die
eine Rotationsbewegung ausführen, wobei jeder Flügel einen Teil des Materials mitführt, welcher unter
der Wirkung der Zentrifugalkraft das Ende des Flügels erreicht und sich davon löst in Form dünner
Ströme oder Fäden, die danach einer Ausziehwirkung unterworfen werden, um sie in Fasern umzuwandeln.
Dieses erfindungsgemäße Verfahren hat folgende Vorteile. Im Gegensatz zu der oben genannten, bekannten
Schleuderscheibe, bei der die Schmelzmasse direkt zu Fasern zerrissen wird, bilden sich beim erfindungsgemäßen
Verfahren zuerst Schmelzfäden, die danach zu Fasern ausgezogen werden. Auf diese
Weise kann man nach dem erfindungsgemäöen Verfahren feine und gleichmäßige Fasern erzeugen. Da
ferner beim erfindungsgemäßen Verfahren nicht nur in einer Ebene Fasern erzeugt werden, ist ein gutes
Ausbringen an Fasern gegeben. In bezug auf den oben genannten, bekannten Schlcuderkörpcr ist der
Vorteil gegeben, daß es beim anmeldungsgcmäßcn Verfahren keinen Verschleiß und keine Verstopfung
der SchleudcrölTnungen gibt. Auch ein Verwerfen des l'mfangsmantels ist nicht möglich.
Gemäß einem Merkmal ist die F.rfindung dadurch
gekennzeichnet, daß das Material den Flügeln zugeleitet wird in Form eines oder mehrerer dünner
Ströme, die durch die Flügel aufgefangen werden.
Gemäß einer Abänderung ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Flügeln in Berührung
gebrachleri dünnen Materialströme vorher
geteilt werden.
Gemäß einem weiteren Merkmal ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der von jedem Flügel
mitgenommene Teil '!es Materials in Fäden aufgeteilt wird, indem man ihn in Kanälen oder über Unebenheiten
am Ende des Flügels sich bewegen läßt.
Gemäß einem anderen Merkmal ist die Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß man auf dem Flügel eine Materialreserve aus dem durch den Flügel aufgefangenen
dünnen Strom bildet, wobei diese Reserve die Schicht speist, die durch die Wirkung der Zentrifugalkraft
zum Ende des Flügels gezogen wird.
Gemäß einem weiteren Merkmal ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß man den Flügeln eine
Neigung in bezug auf den dünnen Materialstrom gibt. Hierdurch kann man eine gleichmäßige Verteilung
ίο des Materials über die ganze Höhe des Flügels bei geringeren
Geschwindigkeiten des dünnen Stromes erhalten, als sie notwendig wären, um dieselbe Verteilung
mit dem dünnen Strom parallelen Flügeln zu erzielen.
Die dünnen Materialströme oder Materialfäden, die von den Flügeln ausgeschleudert werden, werden
zu Fasern ausgezogen werden unter der alleinigen Wirkung der Zentrifugalkraft. Es ist in diesem Falle
vorteilhaft, diese Fäden auf ei;.cr geeigneten Temperatur
zu halten, indem man auf sL· einen Strom weicher Flammen wirken läßt, d. h. von Flammen, die
keine kinetische Energie haben.
D:e dünnen Ströme oder Fäden können auch zu
Fasern ausgezogen werden durch die Wirkung eines »5 Strahles heißer Gase, der insbesondere erzeugt wird
durch einen Brenner mit schlitzförmigem Austritt, der koaxial zum mit Flügeln versehenen Rotor vorgesehen
ist.
Um das von den Flügeln mitgeführte Material im für seine Ausschleuderung gewünschten Zustand der
Viskosität zu erhalten, ist erfindungsgemäß vorgesehen, das Ende der Flügel durch Induktion zu beheizen.
Die Erfindung umfaßt auch Vorrichtungen zur Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahren.
Nachstehend werden Ausführungsform^n solcher Vorrichtungen als den Schutzumfang nicht begrenzende
Beispiele beschrieben.
In dieser Beschreibung wird Bezug genommen auf die Zeichnung. In dieser zeigt
Fig. 1 als Vertikalschnitt eine erste Ausführungsform,
Fig. 2 schematisch im Grundriß die Anordnung der Flügel,
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung einen Rotor
mit Flügeln,
F i g. 4 in perspektivischer Darstellung einer Einzelheit eines Flügels,
Fig. 5 als Vcrtikalschnitt eine zweiteAusfünrungsfunn,
F i g. 6 eine Darstellung von einer anderen Aiisführungsform,
Fig. 7 bis 9 Horizontalschnitte mit Darstellung der Bildung von Matcrialrcservcn auf den Flügeln.
Fig. 10 ei'ic Seitenansicht von Flügeln, die in bezug auf die Rotationsachse des Rotors geneigt sind.
Fig. 10 ei'ic Seitenansicht von Flügeln, die in bezug auf die Rotationsachse des Rotors geneigt sind.
Die grundsätzliche Art der Vorrichtung gemäß der Erfindung umfaßt einen Rotor 1, der mit radial angeordneten
Flügeln 2 versehen ist. Dieser Rotor wird über seine Achse 3 in rotierende Bewegung versetzt.
Ein dünner Materialstrom 4, der durch ein Gebläse 5 beschleunigt wird, fließt kontinuierlich zwischen
die Flügel. Diese fangen ein Element des dünnen Materialstromes auf und führen es mit. Die
Masse dieses Elementes hängt ab von dem Abstand zwischen den Flügeln, der Rotationsgeschwindigkeit
des Rotors 1 und der Geschwindigkeit des dünner"
Materialstromes. Dieses Element des dünnen Glasstromes überzieht als Schicht den Flügel auf Grund
der Rotation des Rotors 1 und wird durch die Zentrifugalkraft zum Ende des Flügels hin gezogen.
Das Ende jedes Flügels weist (F i g. 4) Spitzen 6 oder Kanäle auf, die dazu dienen, das Material in
einen Zustand der Vorausteilung zu überführen, ehe es von den Flügeln abgeschleudert wird.
Die so abgeschleuderten dünnen Ströme 7 werden unmittelbar danach der Wirkung eines Fluidstrahles
9 — Verbrennungsgas oder Dampf — von großer Geschwindigkeit unterworfen, welcher sie zu Fasern
auszieht. Bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführungsform wird das Ausziehen bewirkt mittels Verbrennungsgas,
das aus einem ringförmigen Brenner 8 austritt, der koaxial zum Rotor 1 ist.
Die Fasern werden weggeführt durch einen Blaskranz 10. der mit Luft oder Dampf gespeist wird.
Um dem Material eine genügend geringe Viskosität zu geben, damit es unter der Wirkung der Zentrifugalkraft
von den Flügeln abgeschleudert werden kann, sieht man eine Heizung durch Induktion 11
vor, die dem Ende der Flügel und insbesondere ihren Spitzen eine geeignete Temperatur verleiht.
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 5 setzt man an die Stelle des Ausziehens durch ein Fluidum mit
großer Geschwindigkeit ein Ausziehen durch die Wirkung der Zentrifugalkraft allein. Zur Vergrößerung
der Ausziehwirkung hält man die dünnen Ströme 7 auf der geeigneten Temperatur durch Verwendung
eines Brenners 12 mit weichen Flammen, d. h. Flammen ohne kinetische Energie. Ein Blaskranz 13 ermöglicht
die Wegführung der erzeugten Fasern.
Wie beim vorhergehenden Beispiel sieht man ein System 14 zur Beheizung durch Induktion vor, das
konzentrisch um den Rotor angeordnet ist.
Zur Erzielung einer guten Homogenität der Feinheit der erzielten Fasern muß man dafür sorgen, daß das
Fließen des Materials zum Ende hin gleichbleibend ist. Man muß also eine Materialreserve auf jedem
Flügel vorsehen, wobei diese Reserve ausreichend groß sein muß für ein kontinuierliches Ausschleudern
der dünnen Ströme oder Fäden trotz der intermettierenden Speisung bei der Passage jedes Flügels durch
den dünnen Glasstrom.
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 6 führt man zwischen den Flügeln 27 einen vorher geteilten Materialstahl
4 α ein. Dieser Strahl wird erhalten, indem man auf einen peripherischen Punkt einer gerillten
Scheibe 24 einen dünnen Materialstrom 4 fallen läßt, der unter der Wirkung der Zentrifugalkraft abgeschleudert
und in einen geteilten Zustand überführt wird. Die Vorrichtung umfaßt eine ringförmige Verbrennungskammer
25. aus der ein Gas mit großer Geschwindigkeit und hoher Temperatur ausgeschieu-S
dert wird, das das Ausziehen der von den Flügeln abgeschleuderten Fäden 26 zur Fasern bewirkt. Hie
Vorrichtung wird vervollständigt durch einen Riaskranz 28, der mit Luft oder Dampf gespeist wird, und
durch eine Heizung 29 mittels Induktion.
ίο Die F i g. 7 bis 9 zeigen Beispiele von Vorrichtungen
zur Herstellung von Materialreserven auf jedem Flügel.
Beim Beispiel gemäß F i g. 7 gibt man dem Flügel 15 in der Nähe des Rotors 1 ein in bezug auf die Rotationsrichtung
konkaves Profil. Es bildet sich in dem so entstandenen Hohlraum 16 eine Materialreserve.
Beim Beispiel gemäß Fig. 8 trägt der Flügel 17 einen Schirm 18, der eine Passage 19 für das Material
ao freiläßt. Die Reserve bildet sich hinter dem Schirm.
Bei der Abänderung gemäß F i g. 9 ist ebenfalls ein Schirm 18 vorgesehen. Aber der Flügel 20 hai ein
Profil von derselben Krümmung, wie sie die Bahn hat. »lie von den ausgeschleuderten dünnen Strömen
«5 beschrieben wird. Diese Vorrichtung ermöglicht die
Verbesserung des Fließens des Materials zum Ende des Flügels hin
Durch die Vervielfachung der Anzahl der dünnen Materialströme 4 kann man die Materialreserven auf
den Flügeln vermindern oder ganz entbehren.
Bei der vorstehenden Beschreibung sind Flügel betrachtet worden, die in ihrer Anordnung den Mantellinien
des Rotors folgen. Dabei ist eine gleichmäßige Verteilung des Materials über die Höhe jedes Flügeh
nur möglich, wenn der aufgefangene Abschnitt des dünnen Materialstroms eine Länge hat, die ebenso
groß ist wie die Höhe des Flügel·?. Diese Bedingung erfordert beträchtliche Geschwindigkeiten des dünnen
Materialstromes, die entsprechend den Abmessungen des Rotors und seiner Rotationsgeschwindigkeit
zwischen 10 und 80 m see liegen können.
Diese Geschwindigkeit kann beträchtlich vermindert werden, wenn man den Flügeln 21 eine Neigung
in bezug auf die Rotationsachse 22 (Fig. 10) gibt
Die Länge des aufgefangenen Abschnittes 23 des dünnen Stromes ist in diesem Falle geringer als die
Höhe des Flügels. Dieser Abschnitt des dünnen Stromes verteilt sich dann über die gesamte Oberfläche
des Flügels. Die Gleichmäßigkeit dieser Verteilung hängt ab vom Winkel i. den der Flügel mit der Rotationsachse
des Rotors bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (17)
1. Verfahren zur Herstellung von feinen Fasern gleichmäßiger Stärke unter weitgehendem Ausschluß
von Schmelzperlen aus mineralischen oder organischen Materialien in viskosem Zustand,
insbesondere von Glasfasern, Mineralfasern, Steinfasern und Schlackenfasern, dadurch gekennzeichnet,
daß man das zu zerfasernde Material in Berührung bringt mit blatt- bzw.
schaufelartigen Organen oder Flügeln, die eine Rotationsbewegung ausführen, wobei jeder Flügel
einen Teil des Materials mitführt, welcher unter der Wiikung der Zentrifugalkraft das Ende des
Flügeis erreicht und sich davon löst in Form dünner Ströme oder Fäden, die danach einer Ausziehwirkung
unterworfen werden, um sie in Fasern umzuwandeln.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekernzeichnet,
daß das Material den Flügeln züge- ao leitet wird in Form eines oder mehrerer dünner
Ströme, die durch die Flügel aufgefangen werden.
3. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
mit den Flügeln in Berührung gebrachten dünnen Materialströme vorher geteilt werden.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf
jedem Flügel eine Materialschicht gebildet wird, die geteilt wird, indem man sie in Kanälen oder
über Unebenheiten am Ende des FIT gels sich bewegen läßt.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
man auf jedem Flügel eine Materialreserve aus dem durch den Flügel aufgefangenen dünnen
Strom bildet, wobei diese Reserve die Schicht speist, die durch die Wirkung der Zentrifugalkraft
zum Ende des Flügels gezogen wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
man den Flügeln eine Neigung in bezug auf die Achse des Rotors gibt.
7. Verfahren nach mindestens einem der Anspräche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
man die von den Flügeln ausgeschleuderten dünnen Materialströmc zu Fasern auszieht mittels
eines ringförmigen Strahles aus warmen Gasen oder Dampf.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
dünnen Materialströme durch die Wirkung der Fliehkraft ausgezogen werden und daß man die
Temperatur der dünnen Ströme auf einem geeigneten Wert hält durch die Wirkung eines Stromes
von weichen Flammen, d. h. von Flammen ohne kinetische Energie.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche I bis 8. dadurch gekennzeichnet, daß
man das Ende der Flügel beheizt, insbesondere durch Induktion.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Fasern wegführt mittels warmer Gase oder Dampf, die bzw. der aus einem ringförmigen,
zu den Flügeln konzentrischen Kranz austreten b/w. austritt.
H. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis
10, gekennzeichnet durch einen mit Flügeln, Schaufeln od. dgl. (2) versehenen Rotor (1), einen
Zulauf für den dünnen Strom (4) aus dem zu ze.-fasernden
Material, wobei dieser Strom zur Vergrößerung seiner Geschwindigkeit ein Gebläse (5)
durchläuft, eine ringförmige Verbrennungsl.ammer (8), die koaxial zum Rotor (1) ist und auf die
durch Zentrifugalkraft ausgeschleuderten dünnen Ströme (7) Verbrennungsgase richtet, die das
Ausziehen dieser Ströme zu Fasern bewirken, und einen mit Luft oder Dampf gespeisten ringförmigen
Blaskranz (10) zurEntfemung der Fasern.
12. Abänderung der Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausziehen
der dünnen Ströme (7) lediglich die Zentrifugalkraft zur Wirkung gebracht wird und daß die
Vorrichtung einen ringförmigen Brenner (12) aufweist, der koaxial zum Rotor (1) sitzt und weiche
Flammen erzeugt, die auf die dünnen Ströme während des Ausziehens wirken.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine gerillte
Scheibe (24) aufweht, der an einem peripherischen
Punkt ein dünner Strom (4) des zu zerfasernden Materials zugeführt wird, wobei dieser
Strom in geteiltem Zustand ausgeschleudert wird, ehe er mit den Flügeln (27) in Berührung
kommt.
14. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Beheizung des Endes der Flügel durch Induktion eine ringförmige Spule (11. 14, 29)
vorgesehen ist, die von einem Hochfrequenzstrom durchlaufen wird.
15. Vorrichtung nach mindest.» einem der
Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Flügel mit Unebenheiten (6)
versehen ist.
16. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der dem Rotor benachbarte Teil der Flügel (15) gekrümmt ist mit dem konkaven Teil in Rotationsrichtung,
um einen Hohlraum (16) zu bilden, in welchem sich eine Materialreserve bildet.
17. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
da", am Flügel (17) ein Schirm (18) festsitzt, hinter
dem die Materialreserve gebildet wird.
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