DE2814743A1 - Verfahren zur behandlung metallurgischer schlacken und anlage zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zur behandlung metallurgischer schlacken und anlage zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
28U743
ί : -j"/; -ΐ
München, den 29. März 1978 /J
Anwaltsaktenz.: 19^ - Pat. l4
Paul Wurth S. A. 32, rue d1Alsace, Luxembourg
Verfahren zur Behandlung metallurgischer Schlacken und Anlage zur Durchführung des Verfahrens.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung metallurgischer
Schlacken, bei welchem ein Strom pyroplastischer Schlacke, der durch Anfangskühlung aus einem Strom des Schlackenschmelzflusses
durch Wasserzugabe gebildet wird, mechanisch zerlegt wird, wobei die Kühlung in einer ersten Phase im kontinuierlichen
Schlackenschmelzflußstrom in einer geneigten Rinne erfolgt,
in die vom Rinnenboden her eine variable Menge Wasser unter Druck eingepreßt wird, und in einer zweiten Phase während des
weitgehend freien Falls des Schlackenstroms auf die Zerlegevorrichtung vorgenommen wird. Die Erfindung betrifft ferner eine
Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Das luxemburgische Patent 73 623 beschreibt ein Verfahren und
eine Einrichtung dieser Art für die Herstellung expandierter Schlacke. Nach diesem Patent besteht die mechanische Zerlege-
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vorrichtung aus einer mit Schaufeln ausgerüsteten Drehtrommel, die Schlackenpartxkel über eine bestimmte Entfernung schleudert,
so daß sie in einen Auffangtrog fallen. Im letzten Teil ihrer Flugbahn fliegen die von der Trommel abgeschleuderten Partikel
durch Wasserdampf, der die Koagulation und das Verfestigen der Partikel unterstützt.
Es ist auch eine Einrichtung vorgeschlagen worden, bei der der Auffangbehälter für die Schlackenpartikel, die von der Trommel
abgeschleudert wurden, durch ein Endlosförderband ersetzt ist, das aus einem Drahtgewebe besteht. Ein derartiges Endlosförderband
macht es möglich , daß die hart gewordenen Schlackenpartikel bereits während der Schlackenherstellung entwässert und abgesaugt
werden.
Ein Hauptzweck der Anlage dieser Art ist die Herstellung expandierter
oder granulierter Schlacke oder sogar von Mineralwolle von gleichmäßiger und reproduzierbarer Qualität. Nun hängen
diese Kriterien nicht nur von dem mit der Schlacke durchgeführten Verfahren und der dazu verwendeten Anlage ab, sondern auch
von den physikalischen und chemischen Eigenschaften der im Hochofen
erzeugten Schlacke, von den Bedingungen, unter denen sie entstanden ist und vom Wesen und den Eigenschaften des verwendeten
Erzes. Dies ist der Grund, weswegen mit den bekannten Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung verfestigter Schlacke
keine gleichmäßige Qualität erzielt werden kann, da sie keinerlei Hilfsmittel enthalten, um die verschiedenen Parameter zu
steuern, die Einfluß auf die Verfestigung und/oder die Zerlegung der Schlacke haben, um die Einflüsse der oben genannten
Bed-ingungen auszugleichen, welche wesentlichen Anteil an den physikalischen und chemischen Eigenschaften der vom Hochofen
hervorgebrachten Schlacke haben.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Behandlung me-
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tallurgischer Schlacke zu schaffen, womit es möglich wird, Partikel
der verfestigten Schlacke von gleichmäßiger Qualität zu gewinnen, die auch unabhängig von den Eigenschaften der vom
Hochofen hervorgebrachten Schlacke reproduzierbar sind.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung metallurgischer
Schlacke geschaffen, bei welchem ein Strom pyroplastischer Schlacke, der durch einen Anfangskühlvorgang gebildet
wird, was mit Hilfe von Wasser aus einem Schlackenschmelzfluß erfolgt, gebildet wird, wobei der Kühlvorgang in einer ersten
Phase stattfindet, in der ein kontinuierlicher Schlackenschmelzflußstrom
durch eine geneigte Rinne fließt, in die mit Druck vom Rinnenboden her eine variable Menge Wasser eingepreßt wird,
während die zweite Kühlphase während des weitgehend freien Falls des Schlackenstroms auf eine Zerlegevorrichtung stattfindet, wobei
die anfängliche Schlackenkühlphase beschleunigt oder verlangsamt wird entsprechend den Eigenschaften der Schlacke und
wobei die Intensität und/oder Dauer der mechanischen Zerlegung variiert wird, angepaßt an die physikalischen und Körnungseigenschaften,
die die fertige Schlacke haben soll.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Einrichtung zur Durchführung des vorstehend genannten Verfahrens, welche Mittel zur mechanischen
Zerlegung des Stroms aus pyroplastischer Schlacke
aufweist, die im Anschluß an einen Schmelzprozess aus einem Hochofen kommt, wie auch eine geneigte Rinne, welche Vorkehrungen
aufweist, daß Wasser vom Rinnenboden her eingepreßt werden kann, wobei der Neigungswinkel der Rinne einstellbar ist und die
Zerlegungsvorrichtung einstellbare und/oder austauschbare aktive Elemente aufweist.
In einem ersten Ausführungsbeispiel besteht die Zerlegungsvorrichtung
aus einer Trommel, die auf ihrem Umfang im Anstellwinkel gegenüber der Trommeloberfläche einstellbare Blätter oder
Schaufeln trägt.
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Nach einer weiteren Version ist die Zerlegungseinrichtung mit einem abnehmbaren und austauschbaren Drehelement ausgestattet,
dessen den Schlackenstrom aufnehmende Oberfläche eine Anzahl radialer
Rippen trägt. Das Element kann eine flache Scheibe oder ein kegelförmiges Element entweder mit einer konkaven oder einer
konvexen Oberfläche sein, auf die der Schlackenstrom auftrifft.
Nach einer weiteren Ausführungsform enthält die Einrichtung mehrere
Zerlegevorrichtungen, die in Kaskade hintereinandergeschaltet sind.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung in Aufbau und Wirkungsweise
an einigen Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Schemadiagramm einer Einrichtung nach der Erfindung, deren Strömungsrinne einen
unterschiedlich einstellbaren Neigungswinkel hat;
Fig. 2 eine schematische Schnittdarstellung durch
eine Zerlegetrommel mit einstellbaren Schaufeln;
Fig. 3 ein Schemadiagramm einer Einrichtung mit
zwei Zerlegetrommeln in kaskadenmäßiger Anordnung;
Fig. 4 eine Zerlegeeinrichtung für expandierte
Schlacke (Blähschlacke) mit Schleuderscheibe und Auffangfördergurt;
Fig. 5 Zerlegeelemente, die anstelle der in Figur k
n gezeigten Schleuderscheibe eingesetzt werden können.
In der Darstellung der Figur 1 strömt ein Schlackenstrom 10, der aus einem Hochofen kommt, in einer geneigten Rinne 12, in deren
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Boden Wasser in der mit den Pfeilen lk angedeuteten Richtung
eingepreßt wird, wie es das luxemburgische Patent 73 623 zeigt.
Am Ende dieser Strömungsrinne 12 fällt die Schlacke frei, geführt durch eine Ablenkplatte l6, auf eine Zerlegetrommel l8, die die
Schlacke in einer Flugbahn 20 abschleudert. Die Trommel wird vorzugsweise fortwährend mit Wasser naßgehalten, das axial in
die Trommel eingebracht und durch die Trommelumfangsflache abgegeben
wird. Die Flugbahn 20 kann mit Vorteil durch eine Wassernebelwand hindurch verlaufen, wodurch die Verfestigung der
einzelnen expandierten Schlackenteilchen unterstützt wird.
Bei der Herstellung der expandierten Schlacke läuft die Expansion in der in dem oben genannten luxemburgischen Patent beschriebenen
Weise ab, wobei das durch den Boden der Strömungsrinne 12 eingedrückte Wasser verdampft, wenn es mit der sehr
heißen Schlacke in Berührung kommt, und die unteren Schichten der Schlacke durchdringt, so daß diese quellen. Vorzugsweise
sollte das Wasser auch auf die Platte l6 tröpfeln können, damit auch während des freien Falls der Schlacke auf die Zerlegetrommel
l8 die Expansion fortgesetzt wird.
Bei den soweit bekannten Verfahren wird zur Steuerung des Expansionsvorgangs
die Menge des eingeführten Wassers in den Schlackenstrom in geeigneter Weise bemessen, was in Kombination
mit einer Einstellung der Drehzahl der Trommel erfolgt. Eine Verminderung der zugeführten Wassermenge führt zu einer Steigerung
der granulierten Schlackenpartikel auf Kosten des Anteils an Partikeln expandierter Schlacke, wenn gleichzeitig die Drehzahl
der Zerlegetrommel l8 gesteigert und die Wassermenge verringert wird. Das erhaltene Endprodukt kann weitestgehend aus expandierter
Schlacke oder aus weitgehend granulierter Schlacke bestehen, je nachdem ob eine relativ große Menge Wasser bei relativ niedriger
Trommeldrehzahl oder eine kleine Menge Wasser bei hoher Drehzahl der Trommel zugesetzt wurde. Es ist auch möglich, faserartige
Substanzen wie Mineralwolle zu erzeugen, wenn die Dreh-
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zahl der Trommel hinreichend hoch ist.
Mit der Erfindung wird angegeben, wie die Expansions- oder Granulationsphase
in Abhängigkeit von den chemischen, physikalischen und thermischen Eigenschaften der dem Hochofen entströmenden
Schlacke beschleunigt oder abgekürzt werden können. Es ist beispielsweise an sich bekannt, den Neigungswinkel der Strömungsrinne
12 zu verändern, so daß sie aus einer nahezu horizontalen Stellung, die in der Figur 1 ausgezogen dargestellt ist,
in eine sehr stark geneigte Stellung verschwenkt werden kann, die in Figur 1 strichpunktiert angedeutet ist. Eine Zunahme der
Neigung der Strömungsrinne 12 führt zu einer Beschleunigung der
Strömung der Schlacke 10, was dazu führt, daß die Zeit, in der die Schlacke expandieren kann, verkürzt wird.
Ist die Schlacke von solcher Art, daß sie nur schwer expandiert, wird die Rinne 12 nahezu in die waagerechte Stellung angehoben,
damit der Schlackenstrom langsam ist und damit die Zeit, in der das Wasser vom Rillenboden her eingedrückt werden kann, verlängert
wird.
Expandiert dagegen die Schlacke 12 sehr leicht, dann kann die Rinne in die strichpunktiert angedeutete Stellung abgesenkt werden.
Es sei noch bemerkt, daß bei stärkerer Neigung der Rinne die Strömung des Schlackenstroms 10 an Turbulenz zunimmt, was
die Durchmischung der Schlacke und damit die Durchdringung mit Wasser begünstigt. Andererseits wird dadurch die Expansionsphase verkürzt, was nicht nur mit der Steigerung der Strömungsgeschwindigkeit
zusammenhängt, sondern auch auf die Verringerung der freien Fallhöhe am Ende der Rinne 12 zurückzuführen ist.
Ein bereits bekanntes Mittel zur Veränderung der Korngröße der auf diese Weise gekühlten Schlacke ist die Einstellung der Drehzahl
der Zerlegetrommel l8, wobei bekannt ist, daß die feinste Körnigkeit bei der höchsten Drehzahl anfällt.
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Figur 2 zeigt eine Zerlegetrommel l8, die nach den Grundsätzen der Erfindung gestaltet ist. Diese Trommel ist mit einem Satz
von Schaufeln oder Blättern 22 ausgestattet, die über den gesamten Umfang verteilt sind. Jede dieser Schaufeln 22 ist gelenkig
mit der Oberfläche eines Zylinders 2k verbunden, der im Inneren der Trommel l8 koaxial angeordnet ist. Diese Schaufeln
oder Blätter treten durch längliche Schlitze 26 in der Oberfläche der Trommel l8 hindurch. Der Zylinder 2k ist in an sich
bekannter Weise mit der Welle 28 der Trommel l8 derart verbunden, daß seine relative Winkelstellung gegenüber der Trommel
verstellbar ist. Diese Einstellung der Winkellage des Zylinders 2k in Bezug auf die Trommel l8 führt zu einer Veränderung
der Winkelneigung der Schaufeln oder Blätter 22, wie dies strichpunktiert in der Figur dargestellt ist. Außerdem ermöglicht
diese Winkeleinstellung des Zylinders 2k ein Hinausschieben oder Hereinziehen der Blätter in die Trommeloberfläche in
gewünschtem Maß. Bei einer hinreichend starken Verdrehung des Zylinders 2k werden die Blätter 22 vollständig in das Innere
der Trommel l8 hineingezogen.
Um zu verhindern, daß Schlacke in die Trommel l8 über die länglichen
Schlitze 26 eindringt, ist es vorteilhaft, flexible Abdeckungen 28a, 28b vorzusehen, die die Schlitze 26 zwar verschließen,
dennoch aber zulassen, daß die Blätter sich gleitend verschieben und dabei ihre Richtung ändern. Das Innere der
Trommel l8 kann auch mit einer Wasserzuführung ausgestattet
sein, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, damit die Oberfläche der Trommel l8 im Betrieb durch die Schlitze 26 hindurch
ständig feucht gehalten wird.
Die Anordnung gemäß Figur 2 gibt die Möglichkeit, die Blätter 22 ein mehr oder weniger großes Stück aus der Oberfläche
der Trommel l8 hervorstehen zu lassen je nach der Schlackenabgabe. Durch die Veränderung der Winkelneigung der Blätter entweder
in Richtung der Trommeldrehung oder entgegengesetzt ist
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es möglich, die Flugbahn zu variieren, die die Schlacke 20 nach dem Abschleudern von der Trommel einnimmt, so daß die abgeschleuderten
Schlackenteilchen dann eine längere oder kürzere Zeit in der Luft oder in dem Wasserdampf zubringen. Diese Einstellung
gibt die Möglichkeit, Unterschiede in der Temperatur oder in der Zusammensetzung der expandierten Schlacke auszugleichen, so daß
Partikel der expandierten oder granulierten Schlacke erhalten werden, die stets gleichmäßige Qualität haben.
Ein weiterer Vorteil der Einstellbarkeit der Blätter nach ihrem Neigungswinkel ist der, daß ein Winkel gewählt werden kann, bei
dem das beim Zerlegen entstehende Geräusch so klein wie möglich ist.
Bei der in der Figur 3 dargestellten Anlage ist eine weitere Trommel 30 stromauf von der Hauptzerlegetrommel ^k angeordnet.
Sinn und Zweck dieser Trommel 30 ist es, einen Schlackenstrom 32,
der in der Strömungsrinne der Expansion oder der Anfangskühlung
unterworfen ist, wie es in der Figur 1 bereits geschieht, noch besser durchzurühren und seine Zerlegung bereits an dieser Stelle
einzuleiten. Diese zusätzliche Trommel 30 weist am Umfang Schaufeln oder Blätter auf und wird entweder fortwährend mit
Wasser beregnet oder ist mit inneren Rohren ausgestattet, die das Wasser aus dem Innern auf die Trommeloberfläche leiten, so
daß hier-durch Expansion oder Granulation der Schlacke 32 fortgesetzt
wird. Die Blätter oder Schaufeln dieser Trommel 30 sind
vorzugsweise einstellbar, wie es bei der Trommel der Figur 2 beschrieben ist. Es ist dadurch möglich, die Trommel 30 entweder
in der durch Pfeil in der Figur 3 angedeuteten Richtung zu drehen oder in der entgegengesetzten Richtung, in—dem dann die
Schaufeln in der entgegengesetzten Richtung angestellt werden. Es versteht sich, daß die Drehzahl der Trommel 30 niedriger als
die der Trommel Jli ist, so daß die Schlacke nicht seitlich von
der Trommel 3^ herabgeschleudert wird.
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Figur k zeigt eine Einrichtung, bei der die Zerlegevorrichtung
aus einer Drehscheibe 36 besteht, die mit radial verlaufenden
Rippen besetzt ist. Wie beim Beispiel der Figur 1 wird auch hier die Schlacke plötzlich in einer geneigten Strömungsrinne 38 gekühlt,
bevor sie in einen Trichter kl hineinfällt. Eine Wasserleitung kj ist am oberen Ende des Trichters kl angeordnet. Sie
sorgt dafür, daß in den Schlackenstrom kk Wasser eingebracht wird, wie auch dafür, daß die Trichterwände mit Wasser besprenkelt
werden, was zu einer ständigen Kühlung der Schlacke führt, die bereits in der Strömungsrinne 38 begonnen wurde.
Aus dem Trichter kl fällt die Schlacke kk auf die Drehscheibe 36,
deren Achse unmittelbar unterhalb der Austrittsstelle der Schlacke kk aus dem Trichter liegt. Die Drehscheibe 36 (auch
Schleuderscheibe oder Schleuderteller genannt) hat dieselbe Aufgabe wie die Zerlegetrommel in den vorher beschriebenen Beispielen.
Von ihr wird die Schlacke abgeschleudert, wobei die Wurfweite von der Drehzahl der Scheibe abhängt. Im Falle der
im luxemburgischen Patent 73 623 beschriebenen Einrichtung kann
ein Wasserverdampfungssystem vorgesehen sein, dessen abgegebener Dampf auf die von der Schleuderscheibe 36 abgegebenen Schlackenteilchen
einwirkt. Um die Wurfbahn der abgeschleuderten Partikel zu begrenzen, ist es möglich, eine Schildwand kO vorzusehen, wie
sie in der Figur k dargestellt ist. Die abgeschleuderten Schlakkenteilchen
treffen auf die Innenwand des Schildringes. Es ist von Vorteil, wenn ein solcher Schildring kO in Verbindung steht
mit einem Gurtförderer k2, der unterhalb des Schildringes kO die expandierten und granulierten Schlackenteile aufnimmt und sie,
wenn sie sich anhäufen, abzieht. Das Drahtgewebe des Fördergurtes k2 läßt es auch zu, daß die Schlacke entwässert wird.
Am oberen Ende des Schildringes kO können Wasserdüsen angeordnet
sein, von denen Wasser auf die von der Drehscheibe 36 abgeschleuderte Schlacke gesprüht wird, wodurch die Kühlung und Koagulation
der Partikel der expandierten oder granulierten Schlacke unterstützt wird
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IBU7U3
Es sei vermerkt, daß die in der Figur 4 dargestellte Anlage nicht maßstabsgerecht ist, denn der Radius des Schildringes
ist gegenüber dem der Drehscheibe 36 größer, als dies in der
Zeichnung erscheint.
Als Hilfsmittel zur Anpassung an die Bedingungen, unter denen die expandierte Schlacke zerlegt wird, werden austauschbare Zerlegescheiben
vorgesehen. So kann die Scheibe 36 beispielsweise gegen einen Zerlegekegel 46 oder einen Hohlkegel 48 ausgetauscht
werden, die in den Figuren 5 und 6 dargestellt sind. Diese Kegelkörper haben auf den die Schlacke aufnehmenden Flächen
Rippensätze. Die Wahl zwischen den beiden Kegeln 46 und hängt von der Drehzahl ab und davon, wie weit die Schlacke abgeschleudert
werden soll. Ist diese Entfernung vergleichsweise kurz, benützt man den Kegel 46, dessen Scheitel näher zum Trichter
4l hin liegt. Soll weit abgeschleudert werden und werden dazu hohe Drehzahlen verwendet, dann wird der Hohlkegel 48 eingesetzt,
dessen Hohlraum in Richtung auf den Trichter 4l weist.
Es bedarf keiner weiteren Erwähnung, daß ein vollständiger Satz von Zerlegekegeln benutzt werden kann mit einem stufenweise sich
ändernden Öffnungswinkel, wobei die Auswahl von den erforderlichen
Zerlegebedingungen abhängig gemacht wird.
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Claims (10)
1. Verfahren zur Behandlung metallurgischer Schlacken, bei dem ein Strom pyroplastischer Schlacke, der durch Anfangskühlung aus
einem Strom des Schlackenschmelzflusses durch Wasserzugabe gebildet wird, mechanisch zerlegt wird, wobei die Kühlung in einer
ersten Phase im kontinuierlichen Schlacken-Schmelzfluß-Strom in einer geneigten Rinne erfolgt und vom Rillenboden her eine variable
Menge Wasser unter Druck eingepreßt wird, während in einer zweiten Phase die Kühlung im weitgehend freien Fall des
Schlackenstromes durch eine Zerlegevorrichtung vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfangskühlung entsprechend den
Eigenschaften der Schlacke beschleunigt oder verzögert wird und daß die Stärke und/oder Dauer der mechanischen Zerlegung nach
den physikalischen und Kornungseigenschaften der gewünschten
Schlacke variiert wird.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit Mitteln zur mechanischen Zerlegung des Stroms aus pyroplastischer
Schlacke, die nach dem Schmelzvorgang einem Hochofen entströmt, sowie einer geneigten Strömungsrinne, in die vom Rillenboden
her Wasser eingepreßt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der Strömungsrinne (12, 38) einstellbar
ist und daß die Zerlegevorrichtung (l8; 3°» 3^» 36) einstellbare
und/oder austauschbare aktive Elemente (22; kd, k&) aufweist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerlegevorrichtung aus einer Drehtrommel (l8) mit einem Satz
über den Umfang verteilter Schaufeln (22) besteht, die durch Längsschlitze (26) in der Mantelfläche der Trommel hindurch-
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treten und an einem Zylinder (24) angelenkt sind, der koaxial innerhalb der Trommel (i8) liegt und dessen relative Winkelstellung
gegenüber der Trommel einstellbar ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3» gekennzeichnet durch flexible
Abdeckungen (28a, 28b) entlang der Kanten der Schlitze (26) zum Verhindern des Schlackeneintritts in das Trommelinnere.
5· Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet
durch eine zusätzliche Trommel (30) mit Schaufeln auf der Mantelfläche stromauf von der Zerlegetrommel (34) und stromab von der
geneigten Rinne (32).
6. Einrichtung nach Anspruch 5> dadurch gekennzeichnet, daß die
Winkelneigung der Schaufeln der zusätzlichen Trommel (30) einstellbar
ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 3> dadurch gekennzeichnet, daß die
mechanische Zerlegevorrichtung aus einem auswechselbaren Drehelement (36; 46; 48) besteht, dessen dem Schlackenstrom zugewandte
Fläche mit radialen Rippen (38a) besetzt ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7i gekennzeichnet durch einen
Trichter (4l) stromab von der Strömungsrinne (38), der den Schlackenstrom in Richtung auf das Drehelement (36) lenkt.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß entlang
dem Oberrand des Trichters (4l) eine Wasserleitung (43) mit
Düsen angeordnet ist, aus denen Wasser auf die Innenfläche des Trichters (4l) sprüht.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9» dadurch gekennzeichnet,
daß das Drehelement eine Scheibe (36) ist, deren Drehachse im wesentlichen mit der Fallrichtung der expandierten
Schlacke (44) zusammenfällt.
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