DE1930081B - - Google Patents
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Description
Kraftübertragungseinrichtung bekanntgeworden, die aus einem stufenlos regelbaren Flüssigkeitsgetriebe in
Verbindung mit einem dem Flüssigkeitsgetriebe nachgeschalteten Zahnradwechselgetriebe besteht. Zur Beeinflussung
des stufenlos steuerbaren Flüssigkeitsgetriebes ist bei dieser bekannten Einrichtung ein von
Hand mit einer Handkurbel verstellbarer Steuernokken vorgesehen. Dieser mit einem Stellstift zusammenwirkende
Steuernocken, der zusammen mit einem teilweise ausgesparten Zahnrad auf einer Steuerwelle
sitzt, ist in seiner geometrischen Ausbildung jeweils abschnittsweise dem teilweise ausgesparten Zahnrad
zugeordnet. Wirkt der Stellstift mit zylindrischen Teilen des Steuernockens zusammen, so kommen die
Zahnsegmente des Zahnrades jeweils mit einem Zahnrad in Eingriff, wobei dieses Zahnrad über eine Gewindemuffe
eine Gewindestange verstellt, an dessen Ende eine Stellgabel zum Verstellen einer Hohlwelle
mit Zahnrädern angeordnet ist. Der Steuernocken dieser bekannten Einrichtung dient mithin im wesentlichen
zur Erleichterung der Schaltung der Zahnräder des Wechselgetriebes, während eine ruckfreie Förderbewegung
auch mit dieser bekannten Vorrichtung nicht zu erzielen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die be- as
kannten Vorrichtungen unter Vermeidung ihrer Nachteile zu verbessern und eine gattungsmäßige
Vorrrichtung zu schaffen, mit der eine ruckfreie Förderbewegung zu erzielen ist, so daß das Auftreten der
oben beschriebenen Schwing- bzw. Schaukelbewegungen und deren unliebsame Folgen, insbesondere Beschädigungen
der Glasscheiben, weitgehend zu vermeiden sind.
Als Lösung dieser Aufgabe ist nach der Erfindung vorgesehen, daß das Getriebe durch eine drehbare
Steuereinrichtung stufenlos steuerbar ist, und die Steuereinrichtung die Abtriebsdrehzahl des Getriebes
in Abhängigkeit von der Kurbelstellung des Schubkurbelgetriebes nach dem gewünschten Bewegungsgesetz
einstellt. .
Dabei ist es von besonderem Vorteil, daß die Steuereinrichtung die Abtriebsdrehzahl des stufenlosen
Getriebes in Abhängigkeit von der Kurbelstellung des Schubkurbelgetriebes verstellt, weil hierdurch jeder
Einfluß des in einem stufenlos einstellbaren Getriebe stets auftretenden Schlupfes ausgeschlossen
und der vorgeschriebene Förderhub genau eingehalten werden kann.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Steuereinrichtung in Form einer Kurvenscheibe bzw. eines
Nockens ausgebildet, die bzw. der das Antriebsgetriebe über ein Nockenabtastorgan steuert, wobei der
Nocken auf der Achse der Kurbel des Schubkurbelgetriebes sitzt. Bei einer solchen Ausbildung kann das
Nockenabtastorgan in an sich bekannter Weise am Ende des einen Hebelarms eines Doppelhebels angeordnet
sein, an dessen anderem Hebelarm ein mit der Verstelleinrichtung des stufenlos einstellbaren
Getriebes verbundenes, in seiner Länge verstellbares Gestänge angreift, wobei der Angriffspunkt des Gestänges
am Doppelhebel unter Veränderung dessen wirksamer Hebellänge verschiebbar ist. Diese Ausgestaltung
der Steuereinrichtung erlaubt eine einfache Übertragung der Steuergröße auf das stufenlos einstellbare
Getriebe. Außerdem ist es relativ einfach auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen Nocken
herzustellen, die eine Steuerfläche bzw. eine Nokkenerhebungskurve aufweisen, welche einem gewünschten
Bewegungsgesetz entspricht. Durch die doppelte Verstellbarkeit wird es zudem möglich, sowohl
die Ausgangsstellung des Verstellorgans des stufenlos einstellbaren Getriebes genau zu justieren, als
auch den Steuerausschlag des Doppelhebels und damit den Regelbereich des stufenlosen Getriebes zu
verändern.
Um auch den Förderhub s unterschiedlichen Erfordernissen anpassen zu können, empfiehlt es sich, den
Anlenkpunkt der Schubstange an der Kurbel, des Schubkurbelgetriebes unter Veränderung der wirksamen
Kurbellänge verschiebbar auszubilden.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das stufenlos einstellbare Getriebe ein an sich bekanntes
hydrostatisches Getriebe mit stufenloser Einstellbarkeit der Abtriebsdrehzahl ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann am Schubkurbelgetriebe ein Endschalter angeordnet sein,
der nach einer Umdrehung der Kurbel den Antriebsmotor abschaltet. Zur Verbindung mit der Fördereinrichtung
kann die Schubstange des Schubkurbelgetriebes eine Verzahnung aufweisen, die mit einem Antriebsritzel
der Fördereinrichtung in Eingriff steht.
Die Erfindung ist in der Zeichung an Hand eines Ausführungsbeispiels veranschaulicht, und zwar zeigt
F i g. 1 den schematischen Aufbau der Antriebseinrichtung einer Förderanlage zum absatzweisen Fördern
von Glasscheiben durch einen Temperofen,
Fig.2 eine Teilansicht der Antriebseinrichtungen der Förderanlage von F i g. 1 in vergrößertem Maßstab,
F i g. 3 eine Teilseitenansicht der Antriebseinrichtungen der Förderanlage mit einer Steuereinrichtung
zum selbsttätigen Einstellen des gewünschten Bewegungsgesetzes,
Fig.4 eine Ansicht der Kurvenscheibe bzw. des
Nockens der Steuereinrichtung von F i g. 3 und
F i g. 5 einen Teilschnitt entlang der Linie 5-5 in Fig. 4.
Die in F i g. 1 dargestellte Förderanlage dient zum absatzweisen Hindurchfördern von Glasscheiben 10
durch einen Temperofen, in dem die Glasscheiben beispielsweise auf die zum Biegen oder Vorspannen
erforderliche Temperatur erwärmt werden. Die Glasscheiben sind an Zangen Il aufgehängt, die ihrerseits
an Förderwagen 12" befestigt siüdTbie Förderwagen
mit den angehängten Scheiben werden von oßen auf eine durch den Temperofen führende Schiene 13 aufgesetzt
und durch einen auf einer Verlängerung der Schiene 13 angeordneten Verschiebewagen 14 auf der
Schiene (in der Zeichnung nach links) verschoben. Der durch eine endlose Kette IS angetriebene Verschiebewagen
legt bei jedem Förderhub s eine Strecke zurück, die etwa der Länge eines Förderwagens entspricht.
Nach dem Förderhub wird der Verschiebewagen zurückgefahren, und in den zwischen ihm und
dem zuvor verschobenen Förderwagen vorhandenen Zwischenraum wird ein neuer Förderwagen 12 mit
angehängter Scheibe 10 eingesetzt. Beim nächsten Förderhub wird dann der neu eingesetzte Förderwagen
verschoben und verschiebt seinerseits die vor ihm auf der Schiene laufenden Förderwagen 12. Die am
Ende des Temperofens angekommenen Förderwagen werden in geeigneter Weise aus dem Ofen herausgeführt,
worauf die erwärmten Scheiben der nächsten Arbeitsstation, beispielsweise der Biegestation, zugeführt
werden.
Der Antrieb der endlosen, über zwei Kettenräder
16 und 17 geführten Kette 15 erfolgt durch ein mit dem Kettenrad 17 über eine Welle 18 verbundenes
Ritzel 19, in dessen Verzahnung eine Verzahnung der Schubstange 20 eines Schubkurbelgetriebes ld, 21
eingreift. Die Kurbel 21 des Schubkurbelgetriebes sitzt auf der Ausgangswelle eines Schneckengetriebes
22, dessen Eingangswelle mit der Ausgangswelle eines in seiner Abtriebsdrehzahl stufenlos einstellbaren Getriebes
23 gekoppelt ist. Das stufenlos einstellbare Getriebe wird von einem Elektromotor 24, beispielsweise
einem Drehstrom-Kurzschlußläufer-Bremsmotor, angetrieben.
Beim Einschalten des Elektromotors 24 treibt dieser das stufenlos einstellbare Getriebe 23 an. Dieses
treibt, solange es nicht auf eine Abtriebsdrehzahl Null eingestellt ist, über das Schneckengetriebe 22 das
Schubkurbclgetriebe 21, 20 an, welches über das Ritzel 19, die Welle 18 und das Kettenrad 17 die Kette 15
zunächst nach links und nach einer halben Umdrehung der Kurbel 21 wieder nach rechts bewegt. Nach
einer ganzen Kurbeldrehung steht jedes Kettenglied der Kette 15 wieder an der Stelle, die es vor Beginn
der Kurbeldrehung eingenommen hat. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Kette 15 und damit der mit
der Kette verbundene Verschiebewagen 14 bewegt, kann demzufolge durch eine Verstellung der Abtriebsdrehzahl
des Getriebes 23 stufenlos verändert werden.
Beim Transport von bis in die Nähe der Erweichungstemperatur erwärmten Scheiben muß die Fordcrbcwegung
der Scheiben so erfolgen, daß diese nicht zu Schwingungen oder zum Schaukeln angeregt
werden, da sonst einerseits die Gefahr besteht, daß die Scheiben an den Zangenangriffspunkten beschädigt
werden bzw. aus den Zangen 11 herausfallen und andererscits das sich an das Erwärmen anschließende
Biegen der Scheibe erschwert wird, weil die hin- und herschwingenden Scheiben zunächst angehalten werden
müssen, bevor sie mit den Biegewerkzeugen ausgerichtet werden können.
In Fig.2 sind unterhalb des Verschiebewagens 14
drei Kurven verlaufe a, b und c dargestellt, die geeignete
Geschwindigkeitsverläufe des Verschiebewagens zeigen. Von der rechten Ausgangsstellung A wird der
Verschiebewagen 14 während des Förderhubs s nach einer der Kurven a, b oder c in die linke Endstellung B
geführt. Dabei entspricht der rechten Ausgangsstellung A eine Kurbelstellung C und der linken Endstellung
B eine Kurbelstellung £ der Kurbel 21 des Schubkurbclgetriebes.
Das Schaukeln der Scheiben 10 beim Transport durch den Temperofen wird dadurch weitgehend vermieden,
daß die Geschwindigkeit der Förderwagen zunächst von Null aus stetig erhöht und anschließend
wieder stetig auf Null verzögert wird. Eine stetige Anderiing
der Geschwindigkeit hat aber zur Folge, daß auch die zugehörige Beschleunigungskurve keine
Sprungstellen aufweist. Solche Bewegungsverläufe heißen »stoß-« und »ruckfrei«. Das für eine bestimmte
Scheibengröße günstigste Bewegungsgesetz wird am einfachsten durch Versuche bestimmt.
F i g. 3 zeigt eine Steuereinrichtung, mit der die Abtriebsdrehzahl
des stufenlos einstellbaren Getriebes selbsttätig automatisch, in Abhängigkeit von der Stellung
der Kurbel ^^entsprechend einem gewünschten
Bewegungsgesetz verändert wird. Zu diesem Zweck ist auf der Achse der Kurbel 21 eine Kurvenscheibe
bzw. ein Nocken 25 angeordnet, welcher übereinen
Doppelhebel 26 und ein Gestänge 27 mit dem Verstellorgan 28 des stufenlos einstellbaren Getriebes
verbunden ist. Der Doppelhebel 26 trägt an seinem unteren Ende ein Nockenabtastorgan 29 in Form
einer auf der Kurvenscheibe bzw. dem Nocken 25 laufenden Rolle. Durch eine Feder 30 wird die Rolle am
Nocken 25 in Anlage gehalten. Am anderen Ende des Doppelhebels 26 ist das zum stufenlos einstellbaren
Getriebe 23 führende Gestänge 27 in einem Schlitz 31 verschiebbar und in beliebiger Stellung innerhalb des
Schlitzes feststellbar angelenkt. Durch Verschieben des Anlenkpunktes im Schlitz 31 kann die wirksame
Hebellänge des einen Hebelarms des Doppelhebels in einfacher Weise verändert werden. Außerdem kann
die Länge des zum Einstellorgan 28 des stufenlos einstellbaren Getriebes 23 führenden Gestänges 27 durch
eine spannschloßartige Konstruktion verändert werden. Durch diese Verstellmöglichkeiten kann sowohl
der Winkelausschlag des Verstellorgans 28 als auch eine gewünschte Ausgangsstellung genau eingestellt
werden.
Eine weitere Einstellmöglichkeit für den Hub s des
Verschiebewagens 14 bzw. der Förderwagen 12 ist an der Kurbel 21 vorgesehen. Es ist klar, daß durch Veränderung
der wirksamen Kurbellänge der Hub j verändert wird. Eine solche Veränderung der Kurbellänge
wird im vorliegenden Beispiel durch eine zweiteilige Ausbildung der Kurbel 21 erreicht. Die Einzelabschnitte
32 und 33 der Kurbel sind dabei in Längsrichtung ineinander verschieblich angeordnet und
können nach erfolgter Einstellung durch Klemmschrauben od. dgl. relativ zueinander fixiert werden.
Um einen dauernden Eingriff der mit einer Verzahnung 34 versehenen Schubstange 20 im Ritzel 19
sicherzustellen, ist ein an der Rückseite der Schubstange 20 anliegendes Andruckrad 35 vorgesehen.
Das Andruckrad ist mit dem Ritzel 19 um dessen Mittelachse schwenkbar verbunden, so daß es sich auf die
während eines Kurbelumlaufes auftretenden Winkelstellungen der Schubstange einstellen kann.
Der Geschwindigkeitsverlauf des Verschiebewagens wird im wesentlichen von der Form des Nockens
25 bestimmt. In F i g. 4 und 5 ist ein Nocken 25 dargestellt, der eine Veränderung seiner Steuercharakteristik
zuläßt, so daß er, wenn eine Veränderung des Bewegungsablaufs der Förderwagen erforderlich ist,
nicht ausgewechselt werden muß. Die Einstellbarkeit des Nockens wird dadurch erreicht, daß die Steuerfläche
von einem flexiblen zu einer geschlossenen Kurve zusammengebogenen Stahlband 36 gebildet
wird. Dieses Stahlband ist mit der Nabe 37 des Nokkens über eine Vielzahl von entlang dem Umfang der
Nabe verteilten, im wesentlichen radial nach außen weisenden Einstellschrauben 38 verbunden. Die Enden
des Stahlbandes sind an einem Nabenvorsprung 39 der Nabe 37 befestigt. Es empfiehlt sich, der Nabe
37 des Nockens eine der Form der Steuerfläche des Nockens angenäherte Form zu geben, um die notwendige
Einstellung der vom Stahlband 36 gebildeten Steuerfläche möglichst gering zu halten. Die Einstellschrauben
38 sind an ihren inneren Enden mit einem Innensechskant 40 versehen, der ein radiales Verstellen
der Schrauben mittels eines Innensechskantschlüssels zuläßt. Zwischen den Einstellschrauben und dem
Stahlband sind Tragschuhe 41 vorgesehen, die das Stahlband abstützen. Die Einstellschrauben 38 halten
die Tragschuhe 41 durch je einen in eine Bohrung des Tragschuhes eingreifenden zapfenartigen Ansatz 42.
7 8
Zum Ausführen eines Förderschritts wird der An- sich die Förderrichtung der Kette 15 um und der Vertriebsmotor
durch Einschalten in Bewegung gesetzt. schiebewagen wird in die Ausgangsstellung A zurück-Der
Verschiebewagen 14 befindet sich dabei in der gezogen. Da bei diesem Rückführvorgang keine Verder
Kurbelstellung C entsprechenden rechten Aus- Schiebung von Förderwagen 12 erfolgt, kann er durch
gangsstellung/4. Der Nocken 25 hat eine solche 5 entsprechende Ausbildung der Steuerfläche des Nok-Form,
daß er das stufenlos einstellbare Getriebe 23, kens erheblich schneller verlaufen als der Förderweiches
vorzugsweise ein hydrostatisches öldruckge- hub s. Ein von der Kurbel 21 betätigter Endschalter
triebe ist, auf eine sehr geringe Abtriebsdrehzahl, d. h. sorgt dann dafür, daß der Elektromotor 24 so rechteine
sehr hohe Übersetzung, einstellt. Da der Elektro- zeitig abgeschaltet wird, daß die Kurbel im Punkt C
motor 24 beim Einschalten nicht sofort seine volle to zur Ruhe kommt. Nach dem Aufsetzen des nächsten
Drehzahl — beispielsweise 1500 U/Min — hat, son- Förderwagens 12 mit angehängter Scheibe 10 auf die
dem eine gewisse Zeit zum Hochlaufen benötigt, setzt Schiene 13 erfolgt dann der nächste Förderhub s. Das
der Abtrieb am stufenlosen Getriebe nicht stoßartig Auslösen dieses Förderhubes kann automatisch durch
ein, sondern läuft von der Drehzahl Null aus langsam Einschalten des Elektromotors 24 durch den neu aufan.
Dadurch wird das nachgeschaltete Schneckenge- 15 gesetzten Förderwagen erfolgen,
triebe und die auf der Ausgangswelle des Schnecken- Die im vorstehenden beschriebene Antriebsvorrichgetriebes sitzende Kurbel 21 des Schubkurbelgetrie- tung ist selbstverständlich nicht auf den waagerechten bes 20, 21 langsam in Bewegung gesetzt. Gleichzeitig Transport von Scheiben durch einen Temperofen bedreht sich der Nocken 25 und stellt über den Doppel- schränkt, sondern kann auch beim senkrechten Abhebel 26 und das Gestänge 27 eine zunehmend höhere ao senken in den Temperofen oder beim Ausheben der Abtriebsdrehzahl des stufenlos einstellbaren Getrie- aufgetemperten Scheiben aus dem Temperofen verbes 23 ein. Der Verschiebewagen 14 fährt also von wendet werden. Die Schubstange des Schubkurbelge-NuIl aus langsam an und wird entsprechend der Nok- triebes muß hierfür lediglich an den Förderer für die kenform beschleunigt. Etwa beim Erreichen der Kur- senkrechte Bewegung der Scheibe angeschlossen werbelstellung D wird die Geschwindigkeit des Verschie- as den. Ganz allgemein kann die neue Vorrichtung überbewagens 14 durch eine entsprechende Form der all da Verwendung finden, wo es von Vorteil ist, Steuerfläche des Nockens wieder verringert, so daß sie wenn das zu transportierende Gut nach einem bekurz vor Erreichen der Kurbelstellung £ nahezu stimmten Bewegungsgesetz beschleunigt bzw. verzögleich Null ist. Nach Durchlaufen des Punkts E kehrt gert wird.
triebe und die auf der Ausgangswelle des Schnecken- Die im vorstehenden beschriebene Antriebsvorrichgetriebes sitzende Kurbel 21 des Schubkurbelgetrie- tung ist selbstverständlich nicht auf den waagerechten bes 20, 21 langsam in Bewegung gesetzt. Gleichzeitig Transport von Scheiben durch einen Temperofen bedreht sich der Nocken 25 und stellt über den Doppel- schränkt, sondern kann auch beim senkrechten Abhebel 26 und das Gestänge 27 eine zunehmend höhere ao senken in den Temperofen oder beim Ausheben der Abtriebsdrehzahl des stufenlos einstellbaren Getrie- aufgetemperten Scheiben aus dem Temperofen verbes 23 ein. Der Verschiebewagen 14 fährt also von wendet werden. Die Schubstange des Schubkurbelge-NuIl aus langsam an und wird entsprechend der Nok- triebes muß hierfür lediglich an den Förderer für die kenform beschleunigt. Etwa beim Erreichen der Kur- senkrechte Bewegung der Scheibe angeschlossen werbelstellung D wird die Geschwindigkeit des Verschie- as den. Ganz allgemein kann die neue Vorrichtung überbewagens 14 durch eine entsprechende Form der all da Verwendung finden, wo es von Vorteil ist, Steuerfläche des Nockens wieder verringert, so daß sie wenn das zu transportierende Gut nach einem bekurz vor Erreichen der Kurbelstellung £ nahezu stimmten Bewegungsgesetz beschleunigt bzw. verzögleich Null ist. Nach Durchlaufen des Punkts E kehrt gert wird.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Erzeugung einer nach einem angetriebenen Getriebe, welches seinerseits ein die
gewünschten Bewegungsgesetz verlaufenden,_ab- 5 Fördereinrichtung antreibendes Schubkurbelgetricbe
satzweisen Förderbewegung für Förderein rieh tun- antreibt.
geh, mit denen hängend befestigte~G1asscheiben Beim absatzweisen Fördern von an Haltezangen
durch einen Temperöfen hindurchzuführen bzw. hängend befestigten Glasscheiben, wie dieses für dein
den Temperofen einzuführen und aus ihm zu ren Einführen in einen Temperofen, das Hindurchentnehmen
sind, mit einem von einem Antriebs- io führen durch den Temperofen und die Entnahme der
motor angetriebenen, Getriebe, welches seinerseits Glasscheiben aus dem Ofen erforderlich ist, tritt becin
die Fördereinrichtung antreibendes Schubkur- kenntlich der außerordentlich unangenehme Nachteil
bclgctriebe antreibt, dadurch gekenn- auf, daß die Glasscheiben bei der absatzweisen Förzeichnet,
daß das Getriebe (23) durch eine derbewegung zum Schwingen bzw. zu Schaukelbewedrehbarc
Steuereinrichtung (25, 26, 27, 28) stu- 15 gungen angeregt werden. Derartige unerwünschte Bef
en los steuerbar ist" und die Steuereinrichtung (25, wegungen haben häufig ein Lösen der Glasscheiben
26, 27, 28) die Abtriebsdrehzahl des Getriebes aus den Halteorganen und anschließenden Bruch zur
(23) in Abhängigkeit von der Kurbelstellung des Folge.
Schubkurbclgetriebcs (20, 21) nach dem ge- Wenn es zu dieser Zerstörung nicht kommt, so erwünschten
Bewegungsgesetz einstellt. ao geben sich zumindest in der an den Temperofen an-
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einer schließenden Biegestation Schwierigkeiten. Denn der-Stcucrcinrichtung
in Form einer Kurvenscheibe artig schwingende bzw. schaukelnde Glasscheiben
bzw. eines Nockens, die das AntriebsgetrfeBeuber sind nur außerordentlich schwierig mit den Biegeein
Nockenabtastorgan steuert, dadurch gekenn- werkzeugen auszurichten.
zeichnet, daß der Nocken (25) auf der Achse der 25 Eine besondere Gefährdung der Glasscheiben er-
Kurbcl (21) des Schubkurbelgetriebes (20, 21) gibt sich bei nicht ruckfreier Beschleunigung der
sitzt. Scheiben auch bei ihrem senkrechten Absenken in den
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- Härteofen. Denn die Haltezangen sind in diesem Zeitkennzeichnet,
daß das Nockenabtastorgan (29) in punkt noch nicht in die Oberfläche der kalten Glasan
sich bekannter Weise am Ende des einen He- 30 scheiben eingedrungen, so daß ein Lösen der Scheiben
belarms eines Doppelhebels angeordnet ist, an aus den selbsthaltenden Klemmzangen mit nachfoldcsscn
anderem Hebelarm ein mit der Verstellein- gendem Bruch bei ruckweiser Beschleunigung auch
richtung (28) des stufenlos einstellbaren Getriebes durch die dadurch hervorgerufene Teilentlastung der
(23) verbundenes, in seiner Länge verstellbares Haltezangen vom Scheibengewicht und die damit ver-Gcstängc
(27) angreift, wobei der Angriffspunkt 35 bundene Verminderung der Zangenklemmkraft erfoldcs
Gestänges am Doppelhebel unter Verände- gen kann. Umgekehrt hat ein ungleichmäßiger Berung
dessen wirksamer Hebellänge verschiebbar schleunigungsverlauf beim Ausheben der getemperten
ist. Scheiben aus dem Temperofen den Nachteil zur
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 Folge, daß sich die Klemmkraft der Zange entspre-
und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlenk- 40 chend erhöhen kann, so daß die Zangenspitzen noch
punkt der Schubstange (20) an der Kurbel (21) des tiefer in das noch nicht erhärtete Glas eingedrückt
Schubkurbelgetriebes (20, 21) unter Veränderung werden. Solche Eindruckvertiefungen können jedoch
der wirksamen Kurbellänge verschiebbar ist. bekanntlich beim anschließenden Härten und bei spä-
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden teren Beanspruchungen der Glasscheiben, etwa durch
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das stu- 45 Schwingungen, Ausgangspunkte und damit Ursache
fenlos einstellbare Getriebe (23) in an sich be- für Glasbrüche sein.
kanntcr Weise ein hydrostatisches Getriebe mit Schließlich fördert eine nicht ruckfreie positive
stufcnloscr Einstcllbarkeit deFATJtriebsdrehzahl oder negative Beschleunigung in vertikaler Richtung
ist. die Bildung der unerwünschten sogenannten »Oh-
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 50 ren«.
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Schubkur- Es ist bereits versucht worden, das Schaukeln der
belgetriebc (20, 21) ein Endschalter angeordnet Glasscheiben durch eine Fördervorrichtung zu ver-
ist, der nach einer Umdrehung der Kurbel den An- hindern, welche die Scheiben mit einem sich nach dem
triebsmotor (24) abschaltet. Sinusgesetz ändernden Geschwindigkeitsverlauf
7. Vorrichtung · riacR einem der Ansprüche 2 55 durch den Temperofen hindurchführt (deutsche Ausbis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schub- legeschrift ] 061 487). Mit dieser bekannten Vorrichstange
(20) des Schubkurbelgetriebes (20, 21) tung, die zur Erzeugung der Sinusbewegung die Gecine
Verzahnung (34) aufweist, die mit einem setzmäßigkeit der Bewegung des Kardankreises aus-Antriebsritzcl
(19) der Fördereinrichtung in Ein- nutzt, ist jedoch das erstrebte Ergebnis nicht zu erreigriff
steht. 60 chen. Denn einer sinusförmigen Geschwindigkeit ist
eine kosinusförmige Beschleunigung zugeordnet, wo-
bei bekanntlich die Sinuskurve nie gleichzeitig wie die
Kosinuskurve zu Null wird. Die Glasscheiben sind mithin von der Geschwindigkeit Null aus nicht ohne
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeu- 65 Unstetigkeitsstelle in der Beschleunigungskurve, die
gung einer nach einem gewünschten Bewegungsgesetz ja ebenfalls von Null ausgeht, zu bewegen, so daß der
verlaufenden, absatzweisen Förderbewegung für For- Förderverlauf nicht ruckfrei erfolgt,
dcrcinrichtungen, mit denen hängend befestigte Glas- Aus der deutschen Patentschrift 825 930 ist eine
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