DE1928002C - Verfahren zur Herstellung von Tragschichten oder Belägen für Fahrbahndecken mit profilfbrmigem Rand und Fertiger zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Tragschichten oder Belägen für Fahrbahndecken mit profilfbrmigem Rand und Fertiger zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
928 002
huiulcn, um die Ouerneigung tier Schulterprofilbohle
unabhängig vein tier Qucmcigung der Grundmaschine
einzustellen, /ur Einstellung tier Ouerneigung
tier Schullerprofilbohlc ist auf tlem i-'crtigcr 4 ein
Pfosten 71 vorgesehen, der mit dem Pfosten 72 ;iuf
der Seliulterprofilliohle 1 über eine Spintle! 74 in
Verbindung steht, die durch die Drehmutter 73 eingestellt werden kann. Zur Verteilung ties Mischgutes
im Hereich der herzustellenden Fahrbahn und des profilförmigen Randes ist eine Verteilerschneeke Il
üblicher Baurt vorgesehen. Der Hoden der Schullerprofilbohle
1 ist mit einem dicken Versdileißblcch. tlem Glätthoden 8. versehen. Auf der Schultcrpiofilhohle
ist ferner ein Rüttler 9 üblicher Bauart vorgesehen. Dieser Rüttler führt zusammen mit der Vorderwand
10. deren Neigung verändert werden kann, /ur Vonerdiehtung des F.inbaugutes unter Ausbildung
des durch den Glättboden 8 bestimmten Profils. Die Stellung der Vorderwand 10 der Schulterprofilbohle
ebenso wie die Stellung der Vorderwand 41 des Fertigers 4 können entsprechend dem Material-HuB
verändert werden. Die Beschickung mit dem Mischgut erfolgt vom Fertiger mit der Verteiler
schnecke 11. die für den Mischguttransport seitlich verlängert ist. Fine äußere Seitenwand 12 auf der
Schulterprofilbohle 1 verhindert das seitliche Austreten des Mischgutes. Dadurch kann die Form und die
Vorverdichtiing auch im Bereich des profilförmigen Randes gewährleistet werden. Im unteren Teil der
Seitenwand 12 ist ein verstellbarer Schieber 13 vorgesehen, so daü der untere Abschiim dei Seitenwand
12 mittels der Spindeln 121 und der Handgriffe 122
höher oder tiefer gestellt werden kann. Der Schieber
13 wird mittels des Gleitblcches 131 auf der Boden-Mache
geführt. Zur mechanischen Verstärkung ist die Seitenwand 12 mit den über die Stütze 123 verbundenen
Stirnblechen 124 und 125 versehen.
An der Schiilterprofilbohle 1 ist über die Zugstange
16 die Schleppprofilbohle 2 angehängt. Die Zugstange 16 ist durch das Verbindungselement 15
federnd und gelenkig mit der Schiilterprofilbohle I verbunden. Vorzugsweise ist auch an der (in der Zeichnung
nicht erkennbaren) Verbindungsstelle zwischen Zugstange 16 und Schleppprofilbohle 2 ein ähnliches
federndes b/w. gelenkiges Verbindungselement vorgesehen.
Fine nichtstarre Verbindung zwischen Schulterprofilbohle 1 und Schleppprofilbohle 2 ist
zweckmäßig, um einerseits ein sattes Aufliegen der Schleppprofilbohle 2 zu gewährleisten und andererseits
die Einhaltung der Spur auch in engen Kurven zu ermöglichen.
Die Schleppprofilhohle 2 besitzt einen Glättbotlen 17. der ähnlich ausgebildet ist und dasselbe Profil
aufweist wie der Glättboden 8 der Schiilterprofilbohle 1 Auch der Glättbogen 17 besteht aus einer
verschleißfesten, auswechselbaren und der Form des Randbereichs entsprechenden Platte. In der F i g. I
ist eine Wasserrinne 3 als proRlförmiger Rand der Fahrbahn 31 dargestellt. Auf der Schlepppiofilbohle2
sind zwei Rüttler 19 üblicher Ausbildung \orgesehen. Die in der Zeichnung nich' erkennbare
Vorderwand 18 der Schleppprofilbohle 2 ist geringfügig geneigt. Am unteren Teil der äußeren Seitenwand
20. die ein seitliches Ausquetschen des Mischgutes verhindert und damit die Form und die Verdichtung
gewährleistet, befindet sich ein mit Spindeln 201 und Handgriffen 202 verstellbarer Schieber 21
mit dem Gleitblech 211. so daß die Höhe der Seitenfläche der Ab'.ehhiLUUichc 14 ties Randbereichs in
gleicher Weise eingestellt werden kann, wie dies durch den Schieber ii an tier Scluilterprotilbohle I
der Fall ist. Um ein Ankleben von bituminösem Heißmischgut /u verhindern und eine bessere Vorverdichtung
zur ermöglichen, kann die Schulter- und oder Schleppprofilbohle beheizt werden. /. B. mit tier
Mus Gründen tier Übersichtlichkeit nur für die
Schleppprofilbohle gezeichneten Heizvorrichtung 22.
ίο z.B. einem Ölbrenner oder einer elektrischen Heizung.
Die Rüttler'), 1·) und 55 können mechanische
oder elektrische Rüttler sein und ermöglichen vorzugsweise eine stufenlose Regulierung der Verdichtungsintensitiit
durch Steuerung son Frequenz und oder Amplitude der Rüttler. Die Speisung der Rüttler
und tier Heizung erfolgt entweder mit eigenem Stromaggregat oder vom Generator des Fertigers.
Die Rüttler 55 und 9 werden vorzugsweise so eingestellt, daß die am Hntle der Glättbohle 5 und am
Fnde der Schulterprolilbohle I erzielte Dichte von Fahrbahn und Randbereich annähernd gleich groß
ist und beispielsweise etwa 1JO" 0 Hndvcrdichtung beträgt.
Die Rüttler 19 auf der Schleppprofilhohle 2 werden vorzugsweise so eingestellt, daß die im Bereich
der Wasserrinne 3 am Ende tier Schleppprofilbohle i. erzielte Vorverdichtiing so hoch ist. daß auch
die Wasserrinne durch Walzung der F.ndvcrdichtung unterzogen werden kann, ohne daß das Profil der
Wasserrinne hierdurch wesentlich beeinträchtigt .. :-.i
l'IIU.
Die genauen Arbeitsbedingungen, insbesondere was die Arbeitsgeschwindigkeit, die Verdichtungsintensität
und die Finbautemperatur betrifft, können in an sich bekannter Weise aufeinander abgestimmt
werden. Mit dem oben beschriebenen Fertiger kam man z. B. eine Arbeitsgeschwindigkeit von 5 bis 25 m
min erzielen. Dabei kann die Rüttlerfrequenz ebenfalls im üblichen Bereich von 50 bis W)Hz liegen.
wenn mit normalen Temperaturen ab Mischanlage, z. B. bei Verwendung von Reinbitumen mit etwa 135
bis 170 C. gearbeitet wird. Die Tempeiatur des
Mischgutes bei Beginn der Vorverdichtiing soll nicht mehr als 20 C unter der Temperatur ab Mischanlace
liegen. Bei Verwendung von Teerbitumen kann mit etwas niedrigeren Temperaturen ab Mischanlage.
/:. B. I 10 bis 140 C. gearbeitet werden. Die Viskosität
des Bindemittels des Mischgutes, die Einhauicmperatur
und der durch die Rüttler erzielhare Verdichtungsarad
stehen in der Regel in Verbindung miteinander, und die optimalen Arbeitsbedingungen
können an Hand von «.infachen Vergehen ermittelt
werden. Für die Endverdichtung der Fahrbahn werden zweckmäßigerweise die bekannten Glatt- und
Gummiradwalzen verwendet; für die Fndverdichtung des Randbereichs werden isostatische Pncuwalzen
bevorzugt, weil diese bei Erhallung der Form des vertiichtet'-n Materials eine relativ gleichmäßige und
hohe Enddichte ermöglichen.
fio In den F i g. 2 bis 4 sind Beispiele fiir Querschnitte
der Ränder dargestellt, wie sie nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellt sind.
F i g. 2 zeigt das Profil eines Randwulstes 32 al«, seitlichen Abschluß einer Fahrbahn 36. In F ig. 3 ist
eine Kombination aus einem Randwulst 33 mit Randstreifen 34 der Fahrbahn 37 dargestellt. In
F i g. 4 ist eine Wasserrinne 35 als Rand der Fahrbahn 38 sezeiet
Die in ilen Ii μ. 2 his 4 dargestellten Profile sind
Beispiele, l-.s können auch iiiulere Formen hergestellt
weiden. F.vtrem scharfkantige l'rolile mit senkrcchlen
l-liicheti sind weniger geeignet. Vorzugsweise ist
die liasishi eile lies l'rolik mnulesiens cbensogroß
wie die Profilhöhe.
Wie in den I- i g. I his 4 zu erkennen, hüdet sieh
/.wischen dem Rand und der Fahrbahn keinerlei '■■.ige. Fs ist besonders /u helonen. dal.i hei allen Fornieii
von nach dem irlindungsgemäLlen Verfahren
hergestellten Ratulhcrcichcn auch an einem ungesehenen
Raudkörper mit senkrechter oder geneigter !•'lache angehaul werden kann. In diesem lall werden
lediglich die Schieber 13 bzw. 21 der Schulterprofilhohle
I bzw. Schleppprofilbohle 2 hochgez.ogen.
Die Herstellung des Randbereichs zwischen einem vorgegebenen Randkörper und der Fahrbahn kann
dann in gleicher Weise wie oben besehrieben erfolgen.
Der in F ig. I dargestellte Fertiger kann symmetrisch
ausgebildet sein. d.h.. der Ferliger4 ist dann an beiden Seiten mit je einer Schulterprofilbohle 1
und einer Schleppprofilbohle 2 \crsehen. Hierdurch kann eine Fahrhahn mil den Rändern an beiden Seiten
in einem einzigen Arbeitsgang erstellt werden.
Das beschriebene Verfahren und die Vorrichtung können, gegebenenfalls mit entsprechenden Abänderungen,
auch zur !Erstellung anderer Arten von Schichten mit profiliertem Rand angewendet werden.
/.. B. für die Frslellung von Gehwegen. Plätzen, Terrassen oder Dammbauten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vcrfahien zur Herstellung von Tragschieh- schicht oder tier Belag und der Rand können äußerten
oiler Belägen für Fahrhahndecken mit profil- 5 de,η im üblichen Schichiaufbau aufgetragen werden,
!(innigem Rand aus \oizugswcise heißem hitiimi- Dabei ist es gleichgültig, ob Tragschicht und Belag
nösem Material, das für die Tragschicht oder den unmittelbar aufeinanderfolgend oder im Zweiphasen-Belag
und ilen Rand im gleichen Arbeitsgang ma- einbau, d.h. mit einem längeren Intervall /wischen
-chinell unter Verdichtung eingebaut wird, da- Frstellung von Tragschicht und Belag, eingebaut
durch gekennzeichnet, daß im Rand- io werden.
bereich eine erste Vorvenliehumg erfolgt und Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfah-
darauf eine zweite Wirverdichtung so Mark vor- ren schon bei der Frstellung der Tragschicht ange-
genomincii wird, daß er unier Frhaliung des wendet, wodurch bereits in dieser Ausbaustufe ein
Randi|uerschn;.;ies noch gewalzt werden kann. stark verdichteter Randbereieh erzielt wird. Das er-
2. Vertahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 15 findiingsgemäUe Verfahren kann auch bei der nachkennzeichnet,
daß die Vorverdichtung durch Rüt- traulichen Verstärkung bestehender Straßen angeleln.
vorzugsweise unter Beheizung, erfolgt. wendet werden, wobei bereits vorhandene Randstrei-
3. Fc:iiger zur Durchführung des Verfahrens fen nicht gehoben oder angepaßt werden müssen,
gem.ili Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, da LA sondern von dem crfindun^sgemaLA hergestellten
seitlich an seiner Glätthohle (5) eine mit ihrer 20 Fahrbahnrand überdeckt bzw. in diesen eingebaut
Grundplatte die Randform erzeugende Schuller- werden können.
profilbohle (I) geführt und eii.e Schleppprofil- Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können
bohle (2) nachgeführt sind, die jeweils Rüttler (9 sowohl Randwulste oder Borde als auch konkav pro-
bzw. 19) aufweisen. filierte Ränder. z.B. Wasserrinnen oüer Schalen, er-
4. Fertiger nach Anspruch 3. dadurch gekenn- 2$ zeugt werden. Ferner können auch solche Ränder
zeichnet, daß die Sehulterprofilbohle (I) an der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten
Glätlbohle (5) gelenkig befestigt ist. werden, die mindestens einen konvexen oder wulst-
5. Fertiger nach Anspruch 3. dadurch gekenn- förmigcn und mindestens einen konkaven oder rinzeiehnet.
daß die Schleppprofilbohle (2) an der nenförmigen Profilteil umfassen.
Sehulterprofilbohle (I) beweglich angehängt ist. 30 Als Mischgut für das erfindungsgemäße Verfahren
6. Fertiger nach Anspruch 3, dadurch t*;kenn- wird bituminöse^ Heißmischgut bevorzugt, wie es in
zeichnet, daß als Verdichter (9 bzw. 19) jeweils den einschlägigen Normen genauer bezeichnet ist.
mindestens ein Rüttler aiigeordnet ist. Die erste Vorverdichtung erfolgt ζ B. mittels der
7. Fertiger nach Anspruch 3, dadurch gekenn- üblichen Rüttler.
zeichnet, daß die Schleppprofilbohle (2) und 35 Die zv.eite Vorverdichtung ermöglicht es. daß der
oder die Sehulterprofilbohle (1) mit Heizvorrich- Randbereich praktisch ohne Veränderung seines
Hingen (22) zum Frwärmen der vom Mischgut Querschnittes mit den üblichen Gummiradwalzen beberührten
Bohlenteile und oder des Mischgutes fahren und dadurch praktisch so stark verdichtet
scbst versehen sind. werden kann wie die Fahrbahn und somit die vveitge-
40 hend gleichen Fcstigkeitscigenschafien erhält wie
diese.
Gewünschtenfalls kann der profilierte seitliche Abschluß in üblicher Weise versiegelt werden. Man
kann auch für die Fahrbahn bzw. den Rand unter-
Die Frtindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- 45 schiedliches. z. B unterschiedlich gefärbtes. Misch-
iung Min Tragschichten oder Belägen für Fahrbahn- gut verwenden.
decken mit profiliörmigem Rand aus vorzugsweise Die Frfindung betrifft außerdem einen Fertiger zur
heißem bituminösem Material, das für die Trag- Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
schicht odei den Belag und den Rand im gleichen Ar- Er ist dadurch gekennzeichnet, daß seitlich an seiner
beit'gang maschinell unter Verdichtung eingebaut 50 Glättbohle eine mit ihrer Grundplatte die Randform
wird. erzeugende Schulterprofilbohle geführt und eine
T)ie bei einem bekannten Verfahren dieser Art Schleppprofilbohle nachgeführt sind, die jeweils
(belgische Patentschrift 637 -21) angestrebte Homo- Rüttler aufweisen.
genital zwischen dem Fahibahnrand und der Fahr- Weitere zweckmäßige Ausuihrungsformcn des
bahn wird insofern noch nicht erreicht, als im Be- 55 Verfahrens und des Fertigers sind in den übrigen Γη-reich
des [ahibalinrandes das Material nicht im glei- teransprüchen angegeben.
chen Ausmal' wie im eigentlichen Fahrbahnbereich In de Zeichnung sind Ausführungsbci.spiclc für
verdichtet ist. wo m der Regel Verdich'.ungswalzen den Fertiger bzw. des durch das erfindungsgemäße
eingesetzt werden. Verfahren hergestellten Randes dargestellt. Es zeigt
Der Frfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein fio F i g. I den Fertiger zur Durchführung des erfin-
V'erfahren anzugeben, mit dem eine entsprechend hö- dungsgemäßen Verfahrens und
here Verdichtung des Materials am Fahrbahnrand F i g. 2 bis 4 Querschnitte durch verschiedene proerreichbar
ist. filförmige Randstreifen.
Diese Aufgab·: wird gemäß der F.rfinclimg dadurch In der Fig. I ist gezeigt, wie an einem üblichen
gelöst, daß im Randbereieh eine erste Vorvcrdich- ^5 Fertiger 4 seitlich. z.B. an der Glältbohle 5. eine
Hing erfolgt und darauf eine zweite Vorverdichtung Sehulterprofilbohle 1 und eine Schleppprofilbohle 2
so stark vorgenommen vvrd. daß er unter F.inhaltung angeordnet sind Die Sehulterprofilbohle 1 ist über
des Randi|uerschniltes noch gewalzt werden kann. ein Gelenk 6 mit der Glättbohle 5 des Fertigers 4 ver-
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH846368 | 1968-06-07 | ||
| CH846368A CH492081A (de) | 1968-06-07 | 1968-06-07 | Verfahren zur Herstellung von Tragschichten oder/und Belägen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1928002A1 DE1928002A1 (de) | 1969-12-11 |
| DE1928002B2 DE1928002B2 (de) | 1973-02-15 |
| DE1928002C true DE1928002C (de) | 1973-09-06 |
Family
ID=
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