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DE1924642A1 - Verfahren zur Erzeugung eines Synthesegases fuer die Herstellung von Ammoniak - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines Synthesegases fuer die Herstellung von Ammoniak

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Publication number
DE1924642A1
DE1924642A1 DE19691924642 DE1924642A DE1924642A1 DE 1924642 A1 DE1924642 A1 DE 1924642A1 DE 19691924642 DE19691924642 DE 19691924642 DE 1924642 A DE1924642 A DE 1924642A DE 1924642 A1 DE1924642 A1 DE 1924642A1
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DE
Germany
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gas
carbon dioxide
nitrogen
flue gas
hydrogen
Prior art date
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Pending
Application number
DE19691924642
Other languages
English (en)
Inventor
Becker Paul Dieter
Alan Sinclair
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
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Publication of DE1924642A1 publication Critical patent/DE1924642A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B3/00Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen
    • C01B3/02Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen
    • C01B3/025Preparation or purification of gas mixtures for ammonia synthesis
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B3/00Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen
    • C01B3/02Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen
    • C01B3/32Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air
    • C01B3/34Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air by reaction of hydrocarbons with gasifying agents
    • C01B3/48Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air by reaction of hydrocarbons with gasifying agents followed by reaction of water vapour with carbon monoxide

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung eines Synthesegases für die Herstellung von Ammoniak Synthesegas für die Herstellung von Ammoniak, das bekanntlich aus 1 Volumenteil Stickstoff und 3 Volumenteilen Wasserstoff besteht kann durch partielle Oxydation von Kohlenwasserstoffen mit Luft, Sauerstoff oder Gemischen beider in einer autothermen Spaltung oder durch Umsetzung der Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf in einer endothermen Spaltung und Zumischung von Stickstoff zum konvertierten una gereinigten Spaltgas erzeugt werden.
  • Für die autotherme Spaltung der Kohlenwasserstoffe mit reinem Sauerstoff muß eine Luftzerlegungsanlage betrieben werden die mehr Stickstoff produziert als für die Ammonlaksynthese erforderlich ist.
  • Wird die autotherme Spaltung der Kohlenwasserstoffe mit Luft ausge führt, dann ist das erzeugte Gasgemisch zu reich an Stickstoff. Die Einstellung des richtigen Verhältnisses von Wasserstoff und Stickstoff wird am konvertierten und gereinigten Gas in einer Tieftemperaturzerlegung vorgenommen, in der mit dem überschüssigen Stickstoff auch Re stverunreinigungen, insbesondere Kohlenmo -noxid und Methan ausgeschieden werden, Die autotherme Spaltung durch partielle Oxydation kann auch mit einem Luft-Sauerstoffgemisch so ausgeführt werden, daß im gereinigten Gas schließlich das Verhältnis H2: N2 = 3: 1 erreicht wird. Für diese Arbeitsweise ist eine Luftzerlegungsanlage aber nicht entbehrlich. In den beiden letztgenannten Fällen, also beivpartieller Oxydation der Kohlenwasserstoffe mittels Luft oder Gemischen von Luft und Sauerstoff muß der gesamte Stickstoff durch die partielle Oxydation der Kohlenwasserstoffe, durch die Konvertierung des Kohlenmonoxyds und durch die Auswaschung des Kohlendioxyds mitgeschleppt werden, wodurcherhöhte Anlage- und Betriebskosten verursacht werden.
  • Bei der katalytischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf in endothermer Reaktion entsteht als primäres Spaltgas ein von Stickstoff freies Gasgemisch, das nach Konvertierung des darin enthaltenen Kohlenmonoxyds undAuswaschen des Kohlendioxyds einen unreinen Wasserstoff ergibt, der noch unterschiedliche Mengen von Methan und Kohlenmonoxyd enthält. Der Stickstoffanteil des Synthesegases für die Ammoniakherstellung wird in einer Luftzerlegungsanlage gewonnen, die dabei überschüssigen technischen Sauerstoff produziert.
  • Mit dem flüssigen Stickstoff wird der Rohwasserstoff zur Entfernung von Kohlenmonoxyd und Methan gewaschen, wobei auch der Stickstoffanteil des Synthesegases in den gereinigten Wasserstoff eingebracht wird.
  • Man kann den Methangehalt im primären Spaltgas durch Erhöhung des Wasserdampfzusatzes in der endothermen Spaltreaktion zurückdrängen. Meist wird aber so verfahren, daß das primäre Spaltgas einer autothermen katalytischen Spaltung mit Luft oder Sauerstoff unterzogen wird, um den restlichen Methangehalt weitgehend zu spalten.
  • Es wurde gefunden, daß Rauchgase, wie sie bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe entstehen, und die überwiegend aus Kohlendioxyd und Stickstoff bestehen, eine vorteilhafte Stickstoffquelle für die Herstellung eines Synthesegases für die Ammoniakerzeugung sind, wenn der Wasserstoffanteil dieses Synthesegases durch endothe rme katalytische Spaltung von Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf gewonnen wird.
  • Aus Rauchgas kann durchAuswaschen des Kohlendioxyds ein verhältnismäßig reiner Stickstoff hergestellt werden, der nur noch kleine Anteile von Sauerstoff und Argon enthält, und der durch Verdichten und Abkühlen leicht zu verflüssigen ist.
  • Rauchgas zur Gewinnung dieses Stickstoffes ist z.B. als Abgas der Beheizung des Röhrenofens, in dem die eingesetzten Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf gespalten werden, in meist ausreichender Menge vorhanden. Eine andere Rauchgasquelle im Anlagenbereich ist z. B. die Zusatzfeuerung, die zur Erzeugung eines Teils des erforderlichen Hochdruckdampfes dient.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Stickstoff und Wasserstoff enthaltenden Gases für die Ammoniaksynthese.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß durch Spalten gasförmiger und/oder flüssiger, bis 1800C iedender Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf an Nickelkatalysatoren unter erhöhtem Druck bei Temperaturen von 800 bis 900oC im eine direkt beheizten Röhrenofen, lçonvertieren des Kohlenmonowdanteils im Spaltgas mit Wasserdampf zu Kohlendioxyd und Wasserstoff und Auswaschen des Kohlendioxyds aus aus dem'Spaltgas nach der Konvertierung ein Rohwasserstoff erzeugt wird', der mit aus Rauchgas durch Aus waschen des Kohlendioxyds gewonnenem, komprimierten und abgekühlten Stickstoff gewaschen und auf den für die Ammoniaksynthe se erforderlichen Stickstoffgehalt gebracht wird.
  • Als Einsatzstoffe werden vorzugsweise Erdgas - oder Leichtbenzin verwendet. Höhersiedende Kohlenwasserstoffgemische des Naphta-und Dieselölbereiches können ebenfalls verarbeitet werden, wenn sie zuvor in bekannter Weise mit Wasserdampf an Nickelkatalysatoren bei 400 bis -5500C zu einem methanreichen Gas gespaUenwer den. Dieses methanreiche Gas ist dann Einsatzstoff für die Spaltung im Röhrenofen.
  • Die Spaltung der eingesetzten Kohlenwasserstoffe im Röhrenofen erfolgt zweckmäßig unter Drücken zwischen 15 und 40 ata, wobei je Mol Kohlenstoff im Einsatzmaterial 2 bis 3, vorzugsweise- 2, 2 bis 2, 5 Mol Wasserdampf aufgewendet werden. Das im Röhrenofen erzeugte Spaltgas ist ein Gemisch von Kohlenmonoxyd und Wasserstoff, das außerdem noch Anteile von. Kohlendioxyd, Methan und Wasserdampf enthält.
  • Der Wasserdampfgehalt des Spaltgases ist für die nachfolgende Konvertiefung seines Kohlenmonoxydanteils im allgemeinen ausreichend.
  • Fiir die Konvertierung wird das Spaltgas unter Abhitzegewinnung auf etwa350°C abgekühlt und dann über einen Konvertierungskatalysator, beispielsweise aus Eisenoxyd und Chromoxyd, geleitet.
  • Die Konvertierung des Kohlenmonoxyds kann zweistufig ausgeführt werden, wobei in der zweiten Stufe ein kupferhaltiger Katalysator im Temperaturbereich von etwa 2000C verwendet und ein Restgehalt an Kohlenmonoxyd im konvertierten Gas unter 1 Vol. % erreicht wird.
  • Diese zweistufige Konvertierung setzt voraus, daß das primäre Spaltgas schwefelfrei ist.
  • Nach der Konvertierung wird das Gas gekühlt, um den darin enthaltenen Wasserdampf abzuscheiden und auf etwa den zwei- bis vierfachen Druck verdichtet, um den CO2-Partialdruck für die nachfolgende Kohlendioxydauswaschung zu erhöhen.
  • Die Auswaschung des Kohlendioxyds erfolgt in bekannter Weise mit einem organischen polarenAbHorptionsmittel, vorzugsweise bei Temperaturen unter -100C, beispielsweise bei -60°c.
  • Das von Kohlendioxyd ireigewaschene Gas ist der Rohwasserstoff, der anschließend mit aus Rauchgas gewonnenem Stickstoff gewaschen und dabei mit dem für die Synthese nötigen Stickstoffanteil versehen wird.
  • Das Rauchgas, aus dem der Stickstoff gewonnen wird, kann aus den Verbrennungsabgasen, die aus dem Röhrenofen und/oder aus der Zusatzfeuerung für die Dampferzeugung entnommen werden0 Aus dem in üblicher Weise gekühlten und gereinigten Rauchgas wird ein für die Stickstoffgewinnung ausreichender Teilstrom abgezweigt und unter weiterer Abkühlung und Trocknung auf mindestens den gleichen Druck gebracht, mit dem das im Röhrenofen erzeugte Spaltgas nach der Konvertierung und Zwischenverdichtung in die Kohlendioxydauswaschung eintritt. Das Rauchgas wird nun ebenfalls mit kaltem Methanol von Kohlendioxyd freigewaschen, so daß ein Rohstickstoff übrigbleibt, der noch etwas Sauerstoff und Argon enthält.
  • Dieser Rohstickstoff wird nach weiterer Abkühlung in den oberen Abschnitt eines Waschturmes eingeführt, während in den unteren Abschnitt der von CO2 freigewaschene Rohwasserstoff eingeleitet wird. Durch die Partialdruckerniedrigung wird ein Teil des Stickstoffes verflüssigt und fließt in dem Waschturm abwärts dem Rohwasserstoff entgegen. Dabei werden Methan und auch CO ausgewaschen.
  • Am Kopf des Waschturmes strömt ein Gemisch vom Wasserstoff und Stickstoff ab, das noch Reste von Sauerstoff und Argon enthält und noch Spuren von Kohlenmonox;yd enthalten kann. Dieses Gas wird durch Wärmetausch mit dem Rohwasserstoff angewärmt und fur die nachfolgender Ammoniaksynthese -stufenweise verdichtet0 Wenn es eine Temperatur von etwa--130° C erreicht hat, wird es üb-er einen Oxydationskatalysator geleitet, an dem die Sauerstoffreste mit dem Wasserstoff zu Wasser umgesetzt werden. Dadurch erwärmt sich das Gas soweit, daß es anschließend über einen Methanisierungskatalysator geleitet Werden kann, an dem-letzte Spuren von Kohlenmonoxyd zu Methan hydriert werden. Danach hat das Gas die erforderliche Synthesereinheit.
  • Die Auswaschung des-Kohlendioxyds aus dem Spaitgas--nach der Kohlenmonoxydkonvertierung und aus dem Rauchgas mittels Methanol e-r..
  • folgt in zwei Absorptionstürmen, denen eine gemeinsame Regenera tion zugeordnet ist. Ein Teilstrom des Absorptionsmittels kann durch beide Absorptionstürme in Hintereinanderschaltung und die Regenerat tionseinrichtung in Umlauf gehalten werden.
  • Der im Rauchgas enthaltene- Sauerstoff kann auch schon-vor der Aus waschung des- Kohlendioxyds bese-itigt werden -Zu diesem Zweck wird dann dem Rauchgas eine kleine Menge eines Hghaltigen Gases aus dem Prozeß zugefügt. -Danach wird das nunmehr auch Wasserstoff enthalt tende Rauchgas im;Zuge der Kompression bei etwa l50°C: über den oxydationskatalysator geleitet, Um eine Anlage zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders im Stadium der Inbetriebnahme anpassungsfEhig und auch von werksfremden Energiequellen in gewissem Umfang unabhängig zu machen, ist es zweckmäßig, als sauerstoffhaltiges Verbrennungs gas im Röhrenofen und gegebenenfalls auch im Dampferzeuger und Dampferhitzer das heiße Abgas einer Verbrennungsturbine; zu verwenden. Die von der Turbine geleistete Arbeit wird in Elektrizität umgewandelt und bzw. oder unmittelbar zum Antrieb von Kompressoren verwendet.
  • Die erfindungsgemäße Arbeitsweise, bei der der Stickstoffanteil des Einsatzgases für die Ammoniaksynthese aus Rauchgas gewonnen wird, ist eine vorteilhafte Ergänzung der endothermen Spaltung von Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf, bei der kein freier Sauerstoff erforderlich ist. Die Anlage- und Betriebskosten, die durch die Gewinnung des Stickstoffes durch Tieftemperaturzerlegung von Luft entstehen, werden vermindert, weil kein Sauerstoff als Nebenprodukt erzeugt wird, und weil das Rauchgas ohnehin anfällt. Auch ohne Verwendung einer Luftzerlegungsanlage ist dabei die wirksame Feinreinigung des Synthesegases in einer Wäsche mit flüssigem Stickstoff möglich.
  • In der Zeichnung ist das Fließschema einer Anlage zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise dargestellt.
  • Die Anlage besteht im wesentlichen aus dem mittelbar beheizten Röhrenofen 1, dem Konvertierungsreaktor 2, den Absorptionsturmen 3 und4 zur Auswaschung des Kohlendioxyds aus dem Spaltgas bzw. aus dem Rauchgas, der Regenerationseinrichtung 5, dem Waschturm 6 und dem Dampferzeuger und -überhitzer 7. Eine Gasturbinenanlage ist mit 8 bezeichnet.
  • In den Röhrenspaltofen 1 werden durch die Leitung 10 die zu spaltenden Kohlenwasserstoffe und durch die Leitung 11 der zur Spaltung erforderliche Wasserdampf eingefilhrt. Die Spaltung erfolgt in bekannter Weise an einem Nickelkatalysator unter einem Druck zwischen 15 und 40at. bei Temperaturen zwischen 800 und 9000C.
  • Das überwiegend aus Kohlenmonoxyd und Wasserstoff bestehende Spaltgas mit kleinen Anteilen von Kohlendioxyd und Methan wird in der Leitungl3 durch einen Abhitzekessel 14 geführt, in dem esauf etwa 3500C gekühlt wIrd. Mit dieser Temperatur tritt das Gas durch die Leitung 15 in den Konvertierungsreaktor 2 ein, in dem der Kohlenmonoxydanteil des Spaltgases mit Wasserdampf zu Wasserstoff und Kohlendioxyd umgesetzt wird.
  • Der Konvertierungsreaktor 2 kann einstufig mit einem Eisenoxydkatalysator bei 400 bis 4500C betrieben werden oder kann als zweite Konvertlerungsstufe einen kupferhaltigen Katalysator haben, der bei etwa 200 bis 2500C betrieben wird.
  • Nach der Konvertierung besteht das Gas überwiegend aus Wasserstoff und Kohlendioxyd mit kleinen Anteilen von Kohlenmonoxyd und Methan. Dieses Gas gelangt durch die Leitung 16 zunächst zu einem Kühler 17, einem Kompressor 18 und einem weiteren Kühler 19 und tritt dann in den Absorptionsturm 4 ein, in dem es mittels Methanolbei etwa -gOOC von Kohlendioxyd freigewaschen wird.
  • Das gewaschene Gas ist ein Rohwasserstoff, der etwa zu 90 Vol. % aus Wasserstoff und etwa 10 * aus Methan besteht und noch einen kleinen Anteil Kohlenmonoxyd enthält.
  • Dieser Rohwasserstoff verläßt den Absorptionsturm 4 durch die Leitung 20 und gelangt durch denWärmetauscher 21 und die Leitung 22 in den Waschturm 6, in dem er durch Waschen mit flüssigemStickstoff feingereinigt ;nd mit Stickstoff gemischt wird.
  • Aus demWaschturm 6 strömt am Kopf durch die Leitung 23 ein Gemisch von Wasserstoff und Stickstoff ab, das noch einen Teil des vom Stickstoff aus dem Rauchgas eingeschleppten Sauerstoff enthält.
  • Dieses Gas wird aus der Leitung 23 durch den Wärmetauscher 21 und die Leitung 24 zu einem Kompressor 25 geführt und in diesem soweit verdichtet, daß es eine Temperatur von etwa 1500C erreicht.
  • Dann wird das vorverdichtete Gas durch einen Reaktor 26 mit einem Oxydationskatalysator 27 geführt, an dem der Sauerstoff mit Wasserstoff zu Wasserdampf umgesetzt wird. Der Reaktor 26 kann als zweite Katalysatorschicht noch einen Uydrierungskatalysator 28 enthalten, an dem Reste von Kohlenmonoxyd zu Methan hydriert werden.
  • Aus dem Reaktor 26 strömt ein für die Ammoniaksynthese geeignetes Gas ab, das durch die Leitung 29, Küchler 30 und Kompressoren 31 auf die Synthesedruck gebracht wird.
  • Der Brennstoff wird dem Röhrenofen durch die Leitung 32 zugeführt.
  • Das heiße, sauerstoffhaltige Verbrennungsgas aus der Gasturbine 8 gelangt durch die Leitung 34 in den Röhrenofen 1. Das Rauchgas des Röhrenofens wird in einer Leitung 35 durch eine Abhitzeverwertung 38 mittels eines Gebläses 37 abgesaugt.
  • Ein Teilstrom des gekühlten Rauchgases wird durch die Leitung 38 abgezweigt und in mehreren Gruppen von Kuhlern 39, 40 und Verdichtern 41, 42 auf einen Druck gebracht, der einige Atmosphären über dem Druck des Spaltgases hinter dem Konvertierungsreaktor 2 liegt.
  • Im Kühlsystem 43 wird das komprimierte Rauchgas dann auf etwa -500C gekühlt und durch die Leitung 44 in den Absorptionsturm 3 eingeleitet und darin mit Methanol gewaschen.
  • Aus dem Absorptionsturm 3 strömt Rohstickstoff mit einem Restgehalt Sauerstoff durch die Leitung 44 ab und gelangt nach weiterer Kühlung -im Kühler 45 durch die Leitung 46 und ein Entspannungsventil in den Waschturm 6.
  • Das Rauchgas, aus dem der Stickstoff gewonnen wird, kann ganz oder teilweise entweder dem Röhrenofen oder einer in der Anlage vorhandenen Zusatzheizung entnommen werden, insbesondere der Vorrichtung zur:Erzeugung und Überhitzung von Dampf, die in dem Fließschema mit 7 bezeichnet ist.
  • Das in den Absorptionstürmen 3 und 4 mit Kohlendioxyd beladene Methanol wird in der Regeneriereinrichtung 5 durch Entspannen auf Umgebungsdruck und nachfolgendes Abstreifen mit einem kohlendioxidfreien kalten Gas regeneriert. Vollständig regeneriertes Methanol wird aus dem Sumpf der Regenerationseinrichtung mittels einer Pumpe 47 in den Leitungen 48 und 49 den beiden Absorptionstürmen 3 und 4 jeweils am Kopf aufgegeben. Aus dem Sumpf des Absorptlonsturmes 3 wird das in der Waschung des Rauchgases mit Kohlendioxyd beladene Methanol in der Leitung 5 zu einer in mittlerer Höhe des Absorptionsturnies 4 liegenden Aufgabestelle geleitet und durchläuft nur den als Grobwaschzone wirkenden unteren Abschnitt des Absorp~ tionsturmes 4. Der zwischen den Zuleitungen 49 und 50 liegende obereAbschnitt, auf den vollregeneriertes Methanol aufgegeben wird, wirkt dagegen als Feinwaschzone.
  • Das beladene Methanol gelangt durch die Leitung 51 mit dem EntZ spannungsventil 52 in eine Vorentspannungskammer 53, in dem bei Entspannung etwa auf den halben Überdruck mit in Lösung gegange nes Nutzgas, insbesondere Wasserstoff desorbiert wird. Er wird durch die Leitung 54 in die Leitung 16 vor dem Kompressor 18 zur rückgeführt. Das teilentspannte Methanol wird aus der Kammer 53 durch die Leitung 55 nach Entspannung über das Ventil 56 auf den Kopf der Regeneriereinrichtung 5 geleitet. Diese kann im oberen Abschnitt eine Entspannungszone enthalten, aus der reines Kohlen.
  • dioxyd durch die Leitung 57 anfällt. Aus dieser Entspannungszone gelangt das Methanoldurch die Leitung 58 in die Abstreifzone 59, in der es durch Ausblasen mit dem verdampften unreinen Stickstoff, der aus dem Waschturm 6 durch die Leitung 60 mit dem Wärmestau~ scher 45 entnommen wird, völlig regeneriert wird. Das Abgas dieser Abstreffregeneration wird in der Leitung 61 mit nicht zarge~ stellten Wärmetauschern als Heizgas zum Röhrenofen geleitet.
  • Zur eingehenderen Erläuterung der Erfindung möge das nachfolgen~ de Beispiel dienen.
  • Beispiel 29. 1 Volumenteile Methan und 72, 3 Volumenteile Wasserdampf werden durch Wärmetausch mit dem heißen Rauchgas des Röhrenofens auf etwa 500°C vorgewärmt und danach im Röhrenofen an einem Nikkel auf einem Träger aus Aluminiumoxyd enthaltenden Katalysator unter einem Druck von 25 ata bei 8500C gespalten. Es entstehen 100 Volumenteile Spaltgas mit folgender Zusammensetzung (trocken) CO2 7,5 Vol.% CO 13, 8 " H2 71,1 " CH4 7, 6 " Das Gas enthält außerdem 0, 35 kg Dampf je Nm . Nach Abkühlung des Gases unterAbhitzegewinnung auf 3500C wird das Gas über den Eisenoxydkatalysator der Konvertierungsanlage geführt. Nach Umsetzung des Kohlenmonoxydanteils im Spaltgas mit Wasserdampf beträgt die Gasmenge 111, 0 Volumenteile. Das Gas hat dann folgende Zusammensetzung : (trocken) CO2 16,7 Vol.% CO 2, 5 " H2 73. 9 t? CH4 6, 9 " Durch völlige Auswaschung des CO2 aus diesem Gas entstehen 92,5 Volumenteile Rohwasseratoff folgender Zusammensetzung: CO 3,0 Vol. % H2 88, 8 " CH4 8, 2 " Zur Gewinnung des Stickstoffes für das Synthesegas und für die Reinigung des Rohwasserstoffes werden 34, 5 Nm3 Rauchgas auf 60 ata komprimiert und gekühlt und bei -600C von Kohlendioxyd freigewaschen. Es verbleiben 30, 1 Nm3 Rohstickstoff folgender Zusammensetzung: N2 18,5 Vol.% °2 0,6 " Ar 0, 9 " Rohwasserstoff und Rohstickstoff werden im Waschturm 6 vereinigt.
  • Aus der Stickstoffwäsche fallen 109, 9 Volumenteile Gasgemisch mit folgender Zusammensetzung an: H2 >74, 6 Vol. % Ar 0, 3 " N2 24, 9 " O2 0,2 " Nach Umsetzung des Sauerstoffes mit Wasserstoff (Reaktor 26) verbleiben 109, 3 Volumenteile Synthesegas folgender Zusammensetzung H2 74, 8 Vol.% 0,3 " N2 24,9 " Aus dem Sumpf des Waschturmes 6 wird eine verflüssigte Restgasfraktion folgender Zusammensetzung abgezogen: CO 20,,6 Vol. % H2 5,7: " CH4 51,5 " N2 Ar 20,8 lt O2 1,4 " Sie ergibt nach der Verdampfung eine Gasmenge von 14, 3 Volumenteilen (Nm3), und wird als Abstreifgas bei der Regeneration des Methanols in der zu Regenerationseinrichtung 5 verwendet. Das Abgas die ser Regeneration wird bei der Beheizung des Röhrenofens mit verbrannt.
  • PATENTANSPRÜC HE

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1) Verfahren zur Herstellung eines Stickstoff und Wasserstoff enthaltenden Gases für die Ammoniaksynthese, dadurch gekennzeich net, daß durchSpalten gasförmiger, bis 1 800C siedender Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf an Nickelkatalysatoren unter erhöhtem Druck bei Temperaturen von 800 bis 9000C im indirekt beheizten Röhrenofen, Konvertieren des Kohlenmonoxydanteils im Spaltgas mit Wasserdampf zu Kohlendioxyd und Wasserstoff und Auswaschen des Kohlendioxyds aus dem Spaltgas nach der Konvertierung ein Rohwasserstoff erzeugt wird, der mit aus Rauchgas durch Auswaschen des Kohlendioxyds gewonnenem, komprimierten und abgekühlten Stickstoff gewaschen und auf den für die Ammoniaksynthese erforderlichen Stickstoffgehalt gebracht wird.
  2. 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rauchgas aus den Abgasen des Röhrenspaltofens und bzw. oder der Zusatzfeuerung der Hochdruckdampferzeugung entnommen wird.
  3. 3) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das konvertierte Spaltgas und das Rauchgas zur Entfernung des darin enthaltenen Kohlendioxyds mit Methanol bei Temperaturen unter OOC gewaschen werden und daß die aus beiden Absorpç tionen anfallenden, mit Kohlendioxyd beladenen Methanolmengen gemeinsam durch stufenweises Entspannen und Abstreifen mit einem von Kohlendioxyd freien Gas regeneriert werden.
  4. 4) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichl net, daß das konvertierte Spaltgas mit dem Kohlendioxyd enthaltenden Methanol, das aus der Waschung des Rauchgases anfällt, vorgewaschen wird.
  5. 5) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Stickstoffwäsche anfallende Rohsynthesegas zur Beseitigung der Reste von Sauerstoff und Kohlenmonoxyd nach Kompression und Erwärmung über einen Oxydationskatalysator und gegebenenfalls über einen Hydrierungskatalysator geleitet wird.
  6. 6) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzelch~ net, daß das Rauchgas zur Beseitigung von restlichem Sauerstoff nach Zusatz von konvertiertem Spaltgas über einen Oxydationska talysator geleitet wird.
  7. 7) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als sauerstoffhaltiges Verbrennungsgas für die Heizung des Röhren ofens und gegebenenfalls für die Zusatzfeuerung in der Hochdruckdampferzeugung das heiße Abgas einer Verbrennungsturbine verwendet wIrd.
    L e e r s e i t e
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2902803A1 (de) * 1979-01-25 1980-07-31 Theodor Schneider Wahlgeraet
DE3008448A1 (de) * 1979-03-06 1980-09-18 Aeci Ltd Verfahren zur reinigung einer wasserstoffhaltigen gasmischung
FR2496078A1 (fr) * 1980-12-16 1982-06-18 Didier Eng Procede pour la fabrication de gaz de synthese pour l'ammoniac
CN110631034A (zh) * 2019-10-14 2019-12-31 陈跃雄 挥发性有机物加热裂解控制装置

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