DE1918345B2 - Schutzschaltungsanordnung für einen Elektromotor - Google Patents
Schutzschaltungsanordnung für einen ElektromotorInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/12—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to underload or no-load
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Description
30
Die Erfindung betrifft eine Schutzschaltungsanordnung für einen Elektromotor, insbesondere einen
Drehstrommotor, die beim Aufall eines Phasenleiters oder des Schutzleiters den Moior sofort vom Netz
trennt, wobei die einzelnen Phasenleiter (RST) an die Primärwicklungen von Teiltransformatoren angeschlossen
sind, die sekundärseitig über einen Gleichrichter mit einer Einrichtung verbunden sind, die einen dem
Motorschütz zugeordneten Schalter steuert.
Es ist bereits eine solche Schutzschaltungsanordnung bekannt, (DT-AS 10 47 931), bei der jedoch die
Sekundärwicklung von drei Stromwandlern einerseits über je einen Einweggleichrichter im Stern geschaltet
und andererseits durch eine gemeinsame Ableitung unmittelbar miteinander verbunden sind, und bei der der
Sternpunkt und die gemeinsame Ableitung an ein frequenzempfindliches, die zugeführten Frequenzen
addierendes Gerät angeschlossen sind.
Es ist weiter eine Schutzeinrichtung gegen Phasenumkehr und Phasenunterbrechung in einem Drehstromnetz
bekannt (CH-PS 4 20 349), bei der zwei Transformatoren, deren Primärwicklungen in V-Schaltung und
die Sekundärwicklungen mit Widerständen und Kondensatoren im Dreieck geschaltet sind, eine Auslösevorrichtung
ansteuern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schutzschaltung so zu verbessern, daß sie für verschiedene
Frequenzen von 50 — 200 Hz geeignet ist, wenn der Speise-Spannungs-Transformator für die bestimmte
Frequenz ausgelegt ist, und daß zugleich der Schutzleiter mit überwacht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung besteht bei einer Schutzschaltung der eingangs erwähnten
Art darin, daß die Teiltransformatoren sekundärseitig getrennt jeweils über einen Gleichrichter mit der
Basis je eines Transistors verbunden sind, daß diesen Transistoren ein weiterer Transistor in deren Kollektor-Emitter-Kreis
vorgeschaltet ist, der mit jedem einzelnen Transistor in Reihe mit seinem Kollektor an der Basis
des Steuertransistors eines Multivibrators liegt, der einen dem Motorschütz zugeordneten Schalter über ein
Relais steuert, und daß ein weiterer Transistor, der über seine Basis nur bei einwandfreiem Schutzleiter gesperrt
gehalten wird, mit seinem Kollektor an der Basis des Steuertransistors liegt.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
unter Hinweis auf die Zeichnung. In dieser zeigen
F i g. 1 einen Schaltplan der Gesamtanordnung und
F i g. 2 einen Schaltplan für eine Motorschutzschaltung.
Wie in F i g. 1 dargestellt, ist ein im Stern geschalteter Motor 11 unter Zwischenschaltung einer Schutzschaltanordnung
12 und einem im Motorstromkreis liegenden Schütz 13 an die drei Phasen R, 5 und Γ sowie an
den Schutzleiter O angeschlossen.
Im einzelnen ist die Schutzschaltanordnung 12 zum Schutz der Phasenleiter R, S und T folgendermaßen
aufgebaut: Die einzelnen Phasenleiter R, Sund 77ühren zu den Primärwicklungen von Teiltransformatoren 14,
15 bzw. 16, die sekundärseitig jeweils über Gleichrichter 17,18 bzw. 19 an die Basiselektroden von Transistoren
20, 21 bzw. 22 geführt sind. Die Verbindungsleitungen zwischen den Gleichrichtern und Transistoren sind über
Vorwiderstände 23 an eine Minusleitung 24 gelegt. Die Gleichrichter liegen an einer sie verbindenden Leitung
26 über einen Widerstand 36 am Pluspol.
Ein weiterer Transistor 25, der mit seiner Basis an der Leitung 26 liegt, ist mit seinem Emitter jeweils mit dem
Kollektor der einzelnen Transistoren 20, 21 und 22 verbunden, so daß der Transistor 25 mit jedem dieser
Transistoren in Reihe liegt. Der Transistor 25 liegt zum einen mit seinem Kollektor über einen Widerstand an
der Minus-Leitung 24 und zum anderen im Basisstromkreis des Steuertransistors 27 eines bistabilen Multivibrators
28. Dieser Steuertransistor 27 schaltet ein in seinem Kollektorstromkreis liegendes Relais 29, dem
ein im Stromkreis des Motorschützes 13 liegender Schalter 34 zugeordnet ist. Ein Kondensator 40 dient zur
Umschaltungsverzögerung beim Durchsteuern oder Sperren der Transistoren 25,20,21 und 22.
Zur Überwachung des Schutz- und Nulleiters Oist ein weiterer Transformator 30 vorgesehen, dessen Primärseite
einerseits am Schutzleiter angeschlossen ist und andererseits über Widerstände 31, 32 und 33 mit den
entsprechenden Phasenleitern R, Sund Tverbunden ist,
so daß ein künstlicher Sternpunkt gebildet wird.
Die Sekundärseite des Transformators 30 führt über einen Gleichrichter 35, der an Masse (Plus) liegt, an die
Basis eines Transistors 37, dessen Kollektor über einen Arbeitswiderstand mit der Minus-Leitung 24 und mit
der Basis des Steuertransistors 27 des Multivibrators 28 in Verbindung steht.
Im Basisstromkreis des zweiten Transistors 38 des Multivibrators 28 ist ein von Hand zu betätigender
Tastschalter 39 vorgesehen.
Die Wirkungsweise der Schutzschalteranordnung ist nun folgende: Die Speisespannung für die Schutzschalteranordnung
liefert der Drehstromtransformator 41, der dementsprechend mit den Phasenleitern R, Sund
^verbunden ist.
Betrachtet man den Schaltzustand, in dem der zu schützende Motor 11 ausgeschaltet ist, so sind die
Teiltransformatoren stromlos, es fließt sekundärseitig kein Induktionsstrom, und es ist somit keine Steuerspannung
vorhanden.
Die Basiselektroden der Transistoren 20, 21 und 22 liegen über die Vorwiderstände 23 an einer negativen
Spannung, so daß die Transistoren durchgesteuert sind. Um in diesem Schaltzustand des Motors 11 ein Kippen
des Multivibrators 28 zu vermeiden, ist der Transistor 25
den Transistoren 20, 21 und 22 in Reiiie vorgeschaltet. Dieser ist im abgeschaltetem Zustand des Motors 11 an
seiner Basis positiv, und es fließt kein Kollektor-Emitterstrom.
Bei eingeschaltetem Motor 11 fließt Strom durch die Primärwicklungen der Transformatoren 14, 15 und 16,
die sekundärs;eitig Steuerspannungen zur Folge haben. Diese positiv gerichteten Gleiehstromspannungen
steuern die Transistoren 20,21 und 22 in den gesperrten Schaltzustand Die Basis des Transistors 25 wird jedoch
negativ angesteuert. Bei diesem Umschaltvorgang kann der Transistor 25 sogar kurzzeitig aufgrund von
Bauteileträgheiten, z. B. Transistoren, Elkos, die Kontakte
am Schütz usw. leitend werden. Um diese möglichen Impulse zu unterdrücken, die sofort ein
Kippen des Multivibrators einleiten würden, liegt der Elektrolytkondensator 40 am Kollektor des Transistors
25. Erst wenn einer der Phasenleiter R, Soder rausfällt
und der zugeordnete Transistor angesteuert und dadurch leitend wird, wird der Kollektor vom Transistor
25 positiv und bringt den bistabilen Multivibrator zeitverzögert (die Größe des Elkos 40 spielt hier eine
Rolle) zum Kippen.
Nach behobenem Schaden kann über den Tastschalter 39 ein positiver Impuls an die Basis des Transistors
38 gebracht werden, wodurch der Multivibrator 28 zurückkippt, das Relais 29 wieder abfällt und der Schütz
13 wieder eingeschaltet werden kann.
Die Schutzschaltung verhindert also, daß der Motor 11 auf nur zwei Phasen laufen kann und deshalb wegen
Überlastung völlig zerstört wird. Der zwischen dem vom Motor zurückgeführte Schutzleiter und dem
künstlichen Sternpunkt angeordnete Transformator 30 erzeugt die notwendige Steuerspannung. Im störungsfreien
Zustand liegt am Transformator 30 keine Spannungan.
Bei einwandfreiem Schutzleiter liegt an der Basis des Transistors 37 daher keine Spannung an und dieser ist
gesperrt. Ist jedoch der Schutzleiter unterbrochen, liegt der Transformator 30 zwischen dem künstlichen
Sternpunkt (Widerstände 31, 32 und 33) und dem Nulleiter der Schützspule des Schützes 13. Es liegt dann
eine Spannung am Transformator 30 an. Sekundärseitig steuert nun die gleichgerichtete negative Spannung den
Transistor 37 an, was zur Folge hat, daß der bistabile Multivibrator in seinen anderen stabilen Schaltzustand
kippt, wodurch das Relais 29 angezogen wird und der Kontakt 34 öffnet. Der Stromkreis für die Schützspule
ist unterbrochen, der Schütz 13 fällt ab und der Motor 11
ist stromlos.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Schutzschaltungsanordnung für einen Elektromotor, insbesondere einen Drehstrommotor, die beim Ausfall eines Phasenleiters oder des Schutzleiters den Motor sofort vom Netz trennt, wobei die einzelnen Phasenleiter (RST) an die Primärwicklungen von Teiltransformatoren angeschlossen sind, die sekundärseitig über einen Gleichrichter mit einer Einrichtung verbunden sind, die einen dem Motor- ίο schütz zugeordneten Schalter steuert, dadurch gekennzeichnet, daß die Teiltransfcrmatoren (14, 15, 16) sekundärseitig getrennt jeweils über einen Gleichrichter (17,18,19) mit der Basis je eines Transistors (20, 21, 22) verbunden sind, daß diesen Transistoren (20, 21,22) ein weiterer Transistor (25) in deren Kollektor-Emitter-Kreis vorgeschaltet ist, der mit jedem einzelnen Transistor in Reihe mit seinem Kollektor an der Basis des Steuertransistors (27) eines Multivirbartors (28) liegt, der einen dem Motorschütz (13) zugeordneten Schalter (34) über ein Relais (29) steuert, und daß ein weiterer Transistor (37), der über seine Basis nur bei einwandfreiem Schutzleiter gesperrt gehalten wird, mit seinem Kollektor an der Basis des Steuertransistors (27) liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691918345 DE1918345C3 (de) | 1969-04-11 | 1969-04-11 | Schutzschaltungsanordnung für einen Elektromotor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691918345 DE1918345C3 (de) | 1969-04-11 | 1969-04-11 | Schutzschaltungsanordnung für einen Elektromotor |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1918345A1 DE1918345A1 (de) | 1970-10-15 |
| DE1918345B2 true DE1918345B2 (de) | 1978-03-30 |
| DE1918345C3 DE1918345C3 (de) | 1978-11-16 |
Family
ID=5730838
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691918345 Expired DE1918345C3 (de) | 1969-04-11 | 1969-04-11 | Schutzschaltungsanordnung für einen Elektromotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1918345C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT402457B (de) * | 1993-01-25 | 1997-05-26 | Halid Buric | Schutzschaltung für einen drehstrommotor |
-
1969
- 1969-04-11 DE DE19691918345 patent/DE1918345C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT402457B (de) * | 1993-01-25 | 1997-05-26 | Halid Buric | Schutzschaltung für einen drehstrommotor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1918345C3 (de) | 1978-11-16 |
| DE1918345A1 (de) | 1970-10-15 |
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