DE1915755U - Ausbaustueck fuer rohrleitungen mit elektrischer trennstelle. - Google Patents
Ausbaustueck fuer rohrleitungen mit elektrischer trennstelle.Info
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Description
Dr. REINHOLD SCHMIDT
— Dipl.-Wirtsch.-Ing. AXEL HANSMANN
DipL-Phys. SEBASTIAN HERRMANN
E 16 473/47f Gm Oppenau, den 22.3.1965
Eisenbau Albert Ziefle K. G.,
Kehl /Rhein μ
Kehl /Rhein μ
L J
Dr.Sch/1
Ausbaustück für Rohrleitungen mit elektrischer Trennstelle
Die Neuerung bezieht sich auf ein mittels Zugspindeln feststellbares Ausbaustück für Rohrleitungen mit elektrischer Trennstelle.
Bei bekannten Ausbaustücken für Rohrverbindungen liegen je an einem der Rohrleitungsenden ein Muffen- und ein Degenrohr, die
durch eine mittels Beiziehringes eingepreßte Ringdichtung gegeneinander abgedichtet sind. Zum Anschluß der Leitungsenden dienen
besondere Flanschen am Ausbaustück, denen leitungsseitige Gegenflanschen
gegenüberliegen. (Selbstverständlich gilt dasselbe, wenn die Gegenflanschen, statt zu einer fortlaufenden Rohrleitung
im engeren Sinne, zu einer Armatur gehören, in die das Ausbaustück eingehüllt wird. Im folgenden wird der Einfachheit halber
in Bezug auf die genannten Gegenflanschen nur von einer Rohrleitung gesprochen.) Die erwähnten Feststellspindeln laufen im allgemeinen
zwischen zwei einander gegenüberliegenden leitungsseitigen
Flanschen durch. Nur bei solchen Rohrleitungen, bei denen die Gegenflanschen an den beiden Rohrleitungsenden in Abmessungen, Bohrungen
und Nennweiten voneinander abweichen, "hat man zu dem auf-
Dr. REINHOLD SCHMIDT, 7603 OPPENAU, Postfach 25, Allmendplatz 4, Telefon: 710
wendigeren Weg greifen müssen, die Zugspindeln zwischen einem vom Ausbaustück getragenen Hilfs-Halteflansch und einem leitungsseitigen
Flansch verlaufen zu lassen.
Wenn es sich nun darum handelt, bei einer Rohrverbindung eine
elektrische Trennstelle einzubauen, so hat man bei einfachen ■
Verbindungen ohne längenausgleichende Zugspindeln seit jeher die Trennstelle in das ohnehin vorhandene einzige Verbindungsstück
gelegt. Andererseits hat man bei allen bisher gebräuchlichen Verbindungen mit feststellbaren Ausbaustücken, also mit
den besonders bei leitungen größerer lennweiten zwischen den Leitungsenden verlaufenden, der Zugaufnahme und dem Längenausgleich
dienenden Zugspindeln, folgende als allein wirtschaftlich angesehene Lösung verwendet: man hat für die wenigstens
an einem Ende der Zugspindeln notwendige elektrisch isolierte Lagerung die leitungsseitigen flanschen aufgebohrt, um für die
um die Zugspindeln zu legenden Isolierhülsen Platz zu schaffen. Solche Arbeiten müssen für das Anbringen feststellbarer Ausbaustücke
praktisch stets an der Baustelle vorgenommen werden; bei Einbau in alte, schon verlegte Leitungen liegt das
auf der Hand, weil bei diesen die Anschlußteile für das isolierte Einbringen der neuen Zwischenstücke an Ort und Stelle erst
hergerichtet werden müssen; aber auch bei Itfeu-Verlegungen
erfolgt praktisch die Lieferung von Ausbaustücken fast grundsätzlich getrennt von der Anlieferung der, Leitungsröhren
selbst, so daß auf der Baustelle zwei Lieferungen zusammen kommen,
die miteinander montiert die elektrische Trennstelle erst ergeben. Fast unvermeidliche Fehler und Mängel hierbei sind! ^__
versehentliches Nichtaufbohren des Gegenflansches, damit verbunden
Nacharbeit im Rohrgraben, die sehr ärgerlich und zeitaufwendig ist;
die Notwendigkeit der Verwendung von Fachpersonal, um ein ordnungsmäßiges
Einfügen der Isolierscheiben und Isolierhülsen
am Montageort vorzunehmen;
eine außerordentlich schwierige und zeitraubende Arbeit des Einfädeins der Isolierhülsen und Unterlagscheiben, besonders
im Rohrgraben. Dabei ist daran zu denken, daß an der Sohlenpartie meist kaum. Platz ist, um eine Schraube anzuziehen, geschweigedenn
eine Augenschein-Kontrolle über den Sitz und die richtige Anordnung der Hülsen auszuüben;
die Gefahr auf der Baustelle, daß Erde oder sonstige feuchte zum Seil elektrisch leitende Fremdkörper mit in die Verbindung,
gelangen;
schließlich, sind auch, wenn aus irgendwelchen Gründen ein Ausbaustück
entfernt und eine Isolierstelle weggenommen werden muß, die Bohrungen größer als nach der lorm. Das bedeutet daher
eine Überbrückung der Abnormalität für den Anschluß anderer Armaturen.
Diese Schwierigkeiten, die sich bei allen bisher gebräuchlichen isolierten Rohrverbindungen mit feststellbaren Ausbaustücken
in der praktischen Anwendung ergaben, lassen sich neuerungsgemäß dadurch -vermeiden, daß man sich zunächst der oben
erwähnten, ursprünglich für die Verwendung von Rohrleitungsenden
unterschiedlicher Abmessungen, Bohrungen usw. bestimmten für gewöhnliche Verbindungen gleicher Lochkreiseinteilungen
der Leitungs-Endflanschen aber als nicht wirtschaftlich angesehenen
Ausbaustücke bedient, deren Feststellspindeln nicht von dem einen zum andern Rohrende durchgehen, sondern nur
zwischen einem vom Ausbaustück getragenen Hilfs-Halteflansch
und einem leitungsseitigen Flansch verlaufen. Dann vereinigt man alle Isolierstellen in den zum Ausbaustück gehörigen Teilen
(insbesondere Halteflansch und Beiziehring), während die leitungsseitigen Anschlußstellen isolierungsfrei bleiben.
Damit wird den Ausbaustücken der genannten Art eine neue Funk-
tion, nämlich die der elektrischen Trennung,- Übertragen"- eine
Möglichkeit, die man bisher weder erkannt und ausgenutzt hatte. Der G-rund hierfür liegt offenbar in einem gewissen Vorurteil,
welches die Fachwelt dagegen hatte, solche mit einem zusätzlichen Halteflansch für die Zugspindeln belastete Ausbaustücke
nicht nur für die verhältnismäßig wenigen Fälle der Verbindung^^.
Ton Rohrleitungsenden unterschiedlicher Abmessungen, Bohrungen
usw. zu verwenden, sondern auch für die weit überwiegende Anzahl der "normalen" Verbindung beiderseits gleich bemessener
Leitungsenden. Demgegenüber wurde nun erkannt, daß ein solches
Vorurteil, falls eine elektrische Trennstelle angebracht werden muß, ungerechtfertigt ist. Vielmehr steht der geringe Mehr- aufwand
durch den besonderen Halteflansch am Ausbaustück in keinem Verhältnis zu den damit erkauften überraschend großen
Vorteilen. Es ist nunmehr möglich geworden, ein Ausbaustück für Rohrleitungen mit elektrischer Trennstelle herzustellen, welches
sich unter Beibehaltung der Vorteile der bisherigen isolierten Ausbaustücke auch zwischen Rohrleitungsenden oder dergleichen
einsetzen läßt, bei denen die alten normalen G-egenflanschen
beibehalten werden und nicht erst besonders aufgebohrt oder sonstwie verändert oder dem zusätzlichen Zweck der elektrischen
Trennung angepaßt zu werden brauchen. Alle Maßnahmen, die für das Einsetzen der Isolierelemente notwendig sind, können dabei
also schon am ]?ertigungsort des Ausbaustüekes getroffen werden;
jede zusätzliche Arbeit für das Isolieren der Verbindungsstelle am Montage- oder Terlegungsort der leitung entfällt.
Die Neuerung wird an Hand der Zeichnung "besehrieben. Diese
zeigt im längshalbschnitt eine isolierte Trennstelle in einer
durchgehenden Rohrleitung mit einem feststellbaren Ausbaustück
mit Zugspindeln, die von dem einen Leitungsgegenflansch nur bis zu einem rom Ausbaustück getragenen Halteflansch durchgehen.
IHir die Verbindung sind die einander gegenüberliegenden Rohrenden
mit je einem Plansch 1 bzw. 2 versehen, die zum Anschluß
des Ausbaustückes dienen. Dieses besteht aus einem Muffenrohr 3 mit einem. Anschlußflansch 33 und einem Degenrohr 5 mit Anschlußflansch
6. Diese beiden Eohrteile des Anschlu.fiStückes haben
ein gewisses Spiel zueinander und können je nach den Erfordernissen mehr oder weniger weit zusammengeschoben werden, wie es
die gestrichelten linien 7 und 8 erkennen lassen. Bin profilierter
Dichtungsring 9 aus elektrisch isolierendem Werkstoff,
der sich mit flachen Ansätzen beiderseits auf das Degenrohr legt, kann mittels des Beiziehringes 10 in den Dichtungsspalt
gepreßt werden.
Zum Feststellen der Verbindung dienen Zugspindeln 13. Diese sind in der jeweils erforderlichen Anzahl um den Umfang verteilt.
In der Schnittzeichnung ist nur eine dieser Spindeln
dargestellt. Sie verläuft zwischen dem leitungsflansch 2 und -.
einem vom Ausbaustück getragenen Halteflansch 30. Spannmuttern 16, 17, 31 und 32 halten die Zugspindel fest, und 'eine weitere
Mutter 18 sorgt für das Anpressen des Beiziehringes 10. Der am
Außenende des Muffenrohres 3 sitzende Anschlußflansch 33 ist
in Abmessung und Lochkreisanordnung 34 dem gegenüberliegenden
Gegenflansch 1 des dortigen Leitungsendes angepaßt. Eine Abhängigkeit zwischen den beiderseitigen lochkreisanordnungen in
den Leitungsflanschen 1 und 2 besteht also nicht. Dichtungen 22 und 23 liegen zwischen den zusammenwirkenden Flanschteilen der
beiderseitigen Leitungsenden.
Die Isolierung der Zugspindeln ist nach innen, gesehen von den
beiderseitigen Rohrleitungsflanschen aus, verlegt, und zwar in die Bohrungen des Halteflansches 30 und des Beiziehringes 10.
Diese sind schon bei der Anfertigung in der Werkstatt entsprechend
weit gehalten, um außer der Zugspindel auch noch die herumgelegten Isoliermuffen aufnehmen zu können, im Haltering 30 die
Isolierbuchse oder -muffe 43 und im Beiziehring 10 die Isoliermuffe 46. Diese ist gleich mit einem Ringflansch versehen, der
die Isolierung auch in Achsrichtung gewährleistet. Beiderseits der Isolierstelle 43 im Halteflansch 30 sind Isolierscheiben
und 45 eingelegt. Auch hier bedarf es also keines Eingriffs in die gegebenen Bohrungen der beiderseitigen Leitungs-Endflan- ""^
sehen. Diese bleiben vielmehr beim Ein- und Ausbau der elektrischen
(Brennsteile unverändert.
Claims (1)
- Dr. REINHOLD SCHMIDTDipl.-Wirtsch.-Ing. AXEL HANSMANN Dipl.-Phys. SEBASTIAN HERRMANNE 16 473/47f Gm oPPenau, den 22.3.1965Eisenbau Alterti Ziefle K.G·., Meinzeiche„-Kehl /Rhein 3414L JDr.Sch/WS c h u t ζ anspruchMittels Zugspindeln feststellbares Ausbaustück für Rohrleitungen mit elektrischer Trennstelle, mit je an einem der Rohrleitungsenden liegenden Muffen- und Degenrohr, die durch eine mittels Beiziehringes eingepreßte Ringdichtung gegeneinander abgedichtet sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Feststellspindeln, die in an sich bekannter Weise zwischen einem vom Ausbaustück getragenen Halteflansch und einem leitungsseitigen Flansch verlaufen, alle Isolierstellen (43, 44, 45, 46) in den zum Ausbaustück gehörigen Teilen (Halteflansch 30 und Beiziehring 10) vereinigt sind, während die leitungsseitigen Anschlußstellen (1/33, 2/6) isolierungsfrei bleiben.Dr. REINHOLD SCHMIDT, 7603 OPPENAU, Postfach 25, Allmendplatz 4, Telefon: 710
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| DE1962E0016473 DE1915755U (de) | 1962-03-28 | 1962-03-28 | Ausbaustueck fuer rohrleitungen mit elektrischer trennstelle. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3173674A1 (de) * | 2015-11-30 | 2017-05-31 | Xylem IP Management S.à.r.l. | Rohrverbindung und rohrverbindereinheit |
-
1962
- 1962-03-28 DE DE1962E0016473 patent/DE1915755U/de not_active Expired
Cited By (7)
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