[go: up one dir, main page]

DE1913840A1 - Anthrachinonfarbstoffe - Google Patents

Anthrachinonfarbstoffe

Info

Publication number
DE1913840A1
DE1913840A1 DE19691913840 DE1913840A DE1913840A1 DE 1913840 A1 DE1913840 A1 DE 1913840A1 DE 19691913840 DE19691913840 DE 19691913840 DE 1913840 A DE1913840 A DE 1913840A DE 1913840 A1 DE1913840 A1 DE 1913840A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
parts
dihydroxy
formula
dinitro
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691913840
Other languages
English (en)
Inventor
Klauke Dr Erich
Neeff Dr Ruetger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19691913840 priority Critical patent/DE1913840A1/de
Priority to CA075557A priority patent/CA921028A/en
Priority to AT228270A priority patent/AT289984B/de
Priority to US00019461A priority patent/US3709916A/en
Priority to NL7003637A priority patent/NL7003637A/xx
Priority to GB12538/70A priority patent/GB1259916A/en
Priority to JP45022030A priority patent/JPS4915615B1/ja
Priority to FR7009959A priority patent/FR2035081B1/fr
Priority to BE747618D priority patent/BE747618A/xx
Publication of DE1913840A1 publication Critical patent/DE1913840A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/50Amino-hydroxy-anthraquinones; Ethers and esters thereof
    • C09B1/51N-substituted amino-hydroxy anthraquinone
    • C09B1/514N-aryl derivatives
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/92Synthetic fiber dyeing
    • Y10S8/922Polyester fiber

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

LEVERKUSEN-Beyerwerk Patent -Abtelluni My/Ρ Γ
18, März 1969
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Farbstoffe der Formel
X 0 OH
(D
in der ein X eine Hydroxy-Gruppe, das andere X eine Amino- oder Mtrogruppe bedeutet und in der R für ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom steht.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der Farbstoffe (I), dadurch gekennzeichnet, daß man 4.8-Dinitro-1.5-dihydroxy- und/oder 4.5-Dinitro-1.8-dihydroxyanthrachinon mit Anilinen der Formel
(II)
R ■
worin R für ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom steht, beispielsweise 3-Difluormethylanilin, 3-Difluormethyl-4-chlor-, -5-chlor- oder -6-chlor-anilin, gegebenenfalls in Gegenwart inerter Verdünnungsmitteln, auf Temperaturen von etwa 100-2200C erhitzt und gegebenenfalls die erhaltenen Farbstoffe der Formel
Le A 12 145
009840/0725
Y .0 OH
iJHFa
Y O NH -/ΓΑ "
VtAr
in der ein Y eine Hydroxy-Gruppe, das andere.Y eine Nitrogruppe und R Wasserstoff oder ein Chloratom bedeuten, in an sich bekannter Weise reduziert.
Man kann die Umsetzung der Dinitro-dihydroxy-anthrachinone mit den gegebenenfalls chlorsubstituierten 3-Difluormethylanilinen in der Base selbst vornehmen, führt die Kondensation aber vorzugsweise in organischen inerten Verdünnungsmitteln durch, wie z.B. in Kohlenwasserstoffen Toluol, Xylol, o-Dichlorbenzol, Trichlorbenzol, Nitrobenzol, Alkoholen wie Amylakohol, Aetheralkoholen wie 2-Methoxyäthanol, 2-Aethoxyäthanol, 2-Butoxyäthanol, Diäthylenglykolmonomethyl- oder äthyläther, Aethern wie n-Dibutyläther, Estern wie Essigsäureamylester, Aetherestern wie Glykolmonomethylätheracetat, SuIfoxiden wie Dimethylsulfoxid oder SuIfonen wie SuIfolan.
Die Reduktion der bei der Umsetzung der Dinitro-dihydroxyanthrachinone mit den gegebenenfalls chlorsubstituierten 3-Difluormethyl-anilinen gewonnenen Farbstoffe der Formel (III) zu Farbstoffen der Formel (IV)
CHP2 (IV)
Z 0
in der ein Z eine Hydroxygruppe, das andere Z eine Aminogruppe und R Wasserstoff oder ein Chloratom bedeuten, kann in an sich bekannter Weise vorgenommen werden, z. B. durch Erwärmen mit Natriumsulfid oder Natriumhydrogensulfid in Wasser oder Aethanol oder mit Glucose in alkalisch-wäßrigem Medium auf 30 - 900C.
Ie A 12 14-5 - 2 -
009840/0725
Ί 9 Ί 3840
Die neuen Farbstoffe (i) stellen wertvolle Produkte zum Färben von plastischen Massen und synthetischen Materialien dar und eignen sich vorzugsweise zum Färben von synthetischen Fasermaterialien. Als synthetische Fasermaterialien können insbesondere lineare aromatische Polyester verwendet werden, z.B. Polyäthylenterephthalate oder Polyester aus 1,1S-BiS-(hydroxymethyl)-cyclohexan und Terephthalsäure, oder aber Fasermaterialien aus synthetischen Superpolyamiden, Polyurethanen, Polyacryl-nitril, Polyolefinen, Cellulosetriacetat oder CelluLose-2 l/2-acetat. Das Ausfärben bzw. Drucken kann nach an sich" bekannten Verfahren erfolgen. Man verwendet die Farbstoffe dabei zweckmäßig in fein verteilter Form. Bei Ausfärbungen auf Polyäthylenterephthalatfasern kann man die üblichen Carrier zusetzen oder die Färbung bei 120 - I1J5°C unter Druck durchführen. Die Farbstoffe eignen sich ferner ausgezeichnet zum Färben nach dem Thermosolverfahren, bei dem die bedruckten oder geklotzten Fasermaterialien, gegebenenfalls nach einer Zwischentrocknung kurzzeitig auf Temperaturen um l8o - 24 00C erhitzt werden. Das Erhitzen erfolgt dabei im allgemeinen für Zelträume von 50"Sekunden bis 2 Minuten. Die Farbstoffe eignen sich 'weiter ferner vorzüglich zum Färben von Mischgeweben aus Polyesterfasern und Cellulosefaser:! wie Baumwolle nach dem erwähnten Thermosölverfahren, wobei die Klotzflctte neben den erfindungsgemäß herstellbaren.Farbstoffen noch zum Färben von Baumwolle geeignete Farbstoffe wie Küpenfarbstoffe oder insbesondere Farbstoffe, die mit der Cellulosefaser eine kovalente Bindung einzugehen vermögen, enthält. Sobhe Farbstoffe sind als Reaktivfarbstoffe bekannt und können zum Beispiel einen Chlortriazln- oder einen Chlorchinoxalinrest enthalten. In einem solchen Fall ist es nötig, der Klotzflotte säurebindende Mittel wie Alkalicarbonate oder -phosphate zuzusetzen. Bei der Verwendung von Küpenfarbstoffen ist eine Behandlung des thermosolierten Gewebes mit einer wäßrig-alkalischen Lösung eines in der Küpenfärberei üblichen Reduktionsmittels notwendig.
Le A 12 14-5 - 3 -
009840/0725
Die mit den erfindungsgemäß herstellbaren Farbstoffen erhaltenen Färbungen oder Drucke zeichnen sich durch sehr gutes Ziehvermögen, sehr guten Aufbau sowie durch hervorragende Thermofixier- Wasch- Bügel- und Lichtechtheiten aus.
In der britischen Patentschrift 1 142 136 sind Farbstoffe beschrieben, die man durch Umsetzung von 4.8-Dinitro- 1.5-dihydroxy- oder 4.5- Dinitro- 1.8-dihydroxy-anthrachinonen mit 3-Trifluormethylanilin und nachfolgende Reduktion erhält. Gegenüber dem in Beispiel 1 der britischen Patentschrift beschriebenen Farbstoff der Formel
HO 0 OH
' ^-<CF3
H2N Ö NH-^3
zeichnet sich der Farbstoff des Beispiels 2 der vorliegenden Anmeldung der Formel
HO· 0 OH
H2N
durch besseres Ziehvermögen, einen klareren Farbton und durch deutlich bessere Lichtechtheit aus.
In den folgenden Beispielen werden unter Teilen Gewichtsteile verstanden, soweit nichts anderes angegeben ist.
Le A 12 145
009840/0725
. Beispiel 1;
ä) 15 Teile 1I .S-Dinitro-l.S-dihydroxy-anthrachinon, 1*1.5 Teile 3-Difluormethyl-anilin werden in 6o Teilen Nitrobenzol so lange auf 170 - 175°C erhitzt, bis chromatographisch die Farbstoffbildung beendet ist. Man versetzt die Schmelze mit 120 Teilen Methanol, saugt das ausgefallene k-(J-Difluormethylanilino)-5-nitro-1.8-dihydroxy-anthrachinon ab und wäscht mit Methanol. Die Isolierung des Farbstoffes kann auch dadurch erfolgen, daß man das Nitrobenzol mit V/asserdampf abtreibt.
In ebenfalls guten Ausbeuten wird der Farbstoff gewonnen, wenn man anstelle von Nitrobenzol als inertes Lösungsmittel verwendet Xylol, o-Dichlorbenzol, Trichlorbenzol, Amylalkohol, 2-Methoxyäthanol, 2-Aethoxy- oder 2-Butoxyäthanol, Diäthylenglykolmonomethyl- oder äthyläther, n-Dibutyläther, Essigsäureamylester, Glykolmonomethylätheracetat. Dimethylsulfoxid oder SuIfolan.
b) Mit 1 Teil des in Beispiel 1 a) genannten, in fein verteilter Form gebrachten Farbstoffes werden 100 Teile Polyäthylenterephthalatfasern in 1IOOO Teilen V/asser in Gegenwart von Teilen o-Kresotinsäuremethylester als Carrier 1,5 Stunden bei 1000C und pH 1J, 5 gefärbt. Man gewinnt bei sehr gutem Zieh vermögen eine klare blaue Färbung, die durch sehr guten Aufbau, hohe Wasch-, Thermofixier- Reib- und Lichtechtheiten ausgezeichnet ist.
Eine ähnliche Färbung erhält man, wenn das Färben' in Abwesenheit eines Carriers 2 Stunden bei 125 - 1300C durchgeführt wird.
c) Ein Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern wird auf dem Foulard mit einer Flotte imprägniert, die im Liter 15 g des in Beispiel la beschriebenen Farbstoffes enthält. Das Gewebe wird dann bis auf eine Gewichtszunahme von 70$ abgequetscht und in einem Schwebedüsentrockner oder Trockenschrank bei
Le A 12 145
009840/0725
80 - 12o°C getrocknet. Anschließend wird das Gewebe in einem Spannrahmen oder Düsenhotflue ca. ^5 Sek. bei 19.0 - 2200C mit heißer Luft behandelt, hiernach gespült, eventuell reduktiv nachbehandelt, gewaschen, gespült und getrocknet. Die reduktive Nachbehandlung zwecks Entfernung von oberflächlich an den Fasern anhaftenden Farbstoffanteils kann so erfolgen, daß man mit dem Gewebe bei 25°C in eine' 3-5 cm /l Natronlauge von 38° Be und 1-2 g/l Natriumdithionit konz.'enthaltende Flotte eingeht, innerhalb von ca. 15 Minuten auf 700C erhitzt und weitere 10 Minuten bei 700C beläßt. Anschließend wird heiß gespült, mit 2-3 cm /l 85 /Siger Ameisensäure bei 500C abgesäuert, gespült und getrocknet. Man erhält eine tiefe blaue Färbung, die sich durch hohe Färbeausbeute, sehr guten Aufbau sowie durch hervorragende . Echtheiten,insbesondere sehr gute Thermofixier-, Wasch-, Reib- und Lichtechtheiten auszeichnet.
Eine analoge Färbung wird gewonnen, wenn man anstelle von Polyäthylenterephthalatfasern Polyesterfasern aus 1,1J-BiS-(hydroxymethyl)-cyclohexan und Terephthalsäure verwendet. In ähnlicher Weise erhält man eine tiefe blaue Färbung, wenn man anstelle von Polyäthylenterephthalatfasern CeIAulosetriacetatfasern einsetzt und die Thermosolierung bei 2150C durchführt oder wenn man Polyamid- oder Polyurethanfasern verwendet und die Thermosolierung bei I90 - 215°C vornimmt.
d) Ein vorgereinigtes und thermofixiertes Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern wird mit einer Druckpaste bedruckt, die aus 1JOg des in Beispiel la) genannten Farbstoffes, ^75g Wasser, 1165g Kristallgummi 1:2 und 20g sulfiertem Rizinusoel besteht« Anstelle von Kristallgummi kann auch eine Alginat-Verdickung Verwendung finden. Die bedruckte und getrocknete Ware wird zur Farbstoffixierung bei I90 - 200°C über einen Hochleistungsspannrahmen oder durch einen Kondensationsap- / parat gefahren. Die Einwirkungsdauer liegt bei 30-60
. Le A 12 145 - β -
009840/0725
Sekunden. Der erhaltene fixierte Druck wird anschließend kalt gespült, mit 1-2 g/l anionaktivem Waschmittel bei 70 - 8o°C ca. 10 Minuten geseift, erst heiß und dann kalt gespült und getrocknet.
Man erhält einen der Färbung von Beispiel Ib) analogen Druck, der sich durch die gleichen hervorragenden Echtheiten auszeichnet. In ähnlicher Weise gewinnt man einen tief blauen Druck, wenn man anstelle von Polyäthyleriterephthalatfasern Cellulosetriacetat-, Polyamid- oder Polyurethanfasern einsetzt.
e) Färbt man 100 Teile Cellulosetriacetat mit 1 Teil des in
Beispiel la)genannten, in feine Verteilung gebrachten Farbstoffes in 3000 Teilen Wasser 1 Stunde bei 1000C, so gewinnt man bei sehr gutem Ziehvermögen eine klare blaue Färbung, die sich durch hohe Wasch-, Thermofixier-, Reib- und Lichtechtheiten auszeichnet.
f) 10 Teile Super Polyamidfasern uerden in einer Flotte aus ^00 Teilen Wasser, 0,2 Teilen eines üblichen Dispergiermittels und 0,2 Teilen des in Beispiel la) genannten, in feine Verteilung gebrachten Farbstoffes 1 Stunde kochend gefärbt. 'Man gewinnt eine blaue Färbung mit sehr guten Echtheiten. Anstelle von Superpolyamidfasern lassen sich mit gleichem Erfolg Polyurethanfasern verwenden.
g) 20 Teile Cellulose- 2 1/2 - acetatfasern werden in einer Flotte aus 6θΟ Teilen Wasser, 1 Teil Marseiller Seife und 0,2 Teilen des in Beispiel la genannten, in feine Verteilung gebrachten Farbstoffes 1 Stunde bei 75°C gefärbt. Man erhält eine blaue Färbung mit guten Wasch- und Lichtechtheiten.
Beispiel 2;
Teile des in Beispiel la beschriebenen Farbstoffes werden in Teilen 5 #iger Natriumsulfidlösung eine Stunde auf 90 - 95°C erhitzt. Man saugt den entstandenen Farbstoff nach dem Erkalten ab, wäscht mit verdünnter AmmonChloridlösung und Wasser und er-
Le A 12 145 - 7 -
00984Π/0725
hält das M3-Difluormethylanilino)-5-amino-1.8-dihydroxy-anthrachinon, das gemäß Beispiel Ib oder Ic gefärbt auf Polyäthylenterephthalatfasern bei sehr gutem Ziehvermögen klare blaue Töne mit hohen Wasch-, Thermofixier-,. Reib und Lichtechtheiten liefert.
Beispiel 3; .
15 Teile ^.S-Dinitro-l^-dihydroxy-anthrachinon werden mit 1*4,5 Teilen 3-Difluormethylanilin in 60 Teilen Nitrobenzol so lange auf 170 - 1750C erhitzt, bis chromatogräphisch kein Ausgangsmaterial mehr nachweisbar ist. Man isoliert den Farbstoff durch Zusatz von 120 Teilen Methanol oder Abtreiben des Nitrobenzols mit Wasserdampf und erhält das ^-(3-Difluormethyl-anilino)- 8-nitro-l.S-dihydroxy-anthrachinon, das gemäß Beispiel Ib oder Ic auf Polyäthylenterephthalatfasern bei sehr gutem Ziehvermögen tiefe blaue Färbungen mit ausgezeichneten Wasch-, Thermofixier-, Reib- und Lichtechtheiten liefert. Reduziert man den gewonnenen Farbstoff gemäß Beispiel 2, so gewinnt man das ^-(3-Difluormethylanilino)-oVamino-l.S-dihydroxy-anthrachinon, das Polyäthylenterephthalatfasern gemäß Beispiel Ib oder Ic in klaren blauen Tönen mit hohen Echtheiten färbt.
Beispiel k;
15 Teile 4.S-Dinitro-l.S-dihydroxy-anthrachinon und 20 Teile 3-Difluormethyl-1Uchlor-anllin werden in 60 Teilen Nitrobenzol so lange auf 170 - 175°C erhitzt, bis chromatographisch kein Ausgangsmaterial mehr nachweisbar ist. Man saugt das nach dem Erkalten in grauviolett scheinenden Kristallen ausgefallene Produkt ab, wäscht mit'Methanol und erhält das ^-(3-Difluormethyl- ^-chlor-anilinoJ-S-nitro-l.e-dihydroxy-anthrachinon, das auf Polyäthylenterephthalatfasern, gefärbt gemäß Beispiel Ib oder Ic, klare blaue Töne mit sehr guten Wasch-, Thermofixier-, Reib- und Lichtechtheiten liefert. Verwendet man anstelle des in diesem Beispiel genannten 3-Difluormethyl-1l-chlor-anilins das 3-Difluor-
Le A 12 145 - 8 -
00984Π/0725
methyl-5-chlor- oder -6-chlor-anilin, so gewinnt man in entsprechender Weise die Polyäthylenterephthalatfasem blau färbenden 4-(3-Difluormethyl-5-chlor- oder -6-chlor-anilino)-5-nitro-l.e-dihydroxy-anthrachinone. Reduziert man die in diesem Beispiel genannten Farbstoffe gemäß Beispiel 2, so erhält man 4-(3-Difluormethyl-4-chlor-, -5-chlor- oder -6-chlor-anilino)-S-amino-l.e-dihydroxy-anthrachinone, die Polyäthylenterephthalatfasem gemäß Beispiel Ib oder Ic in blauen Tönen mit sehr guten Echtheiten färben.
Beispiel 5:
15 Teile 4.8-Dinitro-1.5-dihydroxy-anthrachinon und 20 Teile 3-Difluormethyl-4-chlor-anilin werden in 60 Teilen Nitrobenzol so lange auf 170 - 175° erhitzt, bis chromatographisch kein Ausgangsmaterial mehr nachweisbar ist. Man saugt das nach dem Erkalten in bräunlich erscheinenden Kristallen ausgefallene Produkt ab, wäscht mit Methanol und erhält das 4-(3-Difluormethyl^-chlor-anilinoJ-e-nitro-l.S-dihydroxy-anthrachinon, das auf Polyäthylenterephthalatfasern, gemäß Beispiel Ib oder Ic gefärbt, klare blaue Töne mit sehr guten Wasch-,Thermofixier-, Reib- und Liohtechtheiten liefert» Verwendet man anstelle des in diesem Beispiel genannten 3-Difluormethyl-4-chlor-anilins das 3-Difluormethyl-5-chlor- oder -6-chloranilin, so gewinnt man in entsprechender Weise die Polyäthylenterephthalatfasern blau färbenden 4-(3-Difluormethyl-5-chlor- oder -6-chlor-anilino)-8-nitro-1.5-dihydroxy-anthrachinone. Reduziert'man die gewonnenen Farbstoffe gemäß Beispiel 2, so erhält man analog 4-(3-Difluormethy1-4-ChIOr-S-ChIoT- oder -6-chlor-an.ilino)-8-amino-l.5-dihydroxy-anthrachinone, die Polyäthylenterephthalatfasern gemäß Beispiel Ib oder Ic in blauen Tönen mit sehr guten Echtheiten färben.
Beispiel 6;
7,5 Teile 4-5-Dinitro-l.8-dihydroxy-anthraeh.inon, 7,5 Teile 4.8-Dinitro-1.5-dihydroxy-anthraohinon und 16.5 Teile 3-Difluormethylanilin werden in 60 Teilen o-Dichlorbenzol so lange auf
Le A 12 145 - 9 -
009840/0725
170 - 175° erhitzt, bis chromatographisöh kein Ausgangsmaterial mehr nachweisbar ist. Nach Abtreiben des o-DieiilortsenzQls mit Wasserdampf erhält man ein Gemisch aus 4-(3™Difluormethyl-anilino)-5-nitro-1.8-dihydroxy- und 4-(3-DifluormetiiylaniIiao)~8«- nitro-1.5-dihydroxy-anthrachinon, das gemäß Beispiel Ib oder Ic Polyäthylenterephthalat fasern mit sehr gutem Ziehvemögen in tiefen blauen Tönen mit sehr guten Echtheiten färbt·
Le A 12 145
009840/0725
ORIGiNAL INSPECTED

Claims (4)

  1. Patentansprüche;
    Farbstoffe der Formel X O OH
    _-< CHP2
    in der ein X eine Hydroxy gruppe,das andere X eine Amino- oder Nitrogruppe bedeutet und in der R für ein Wasserstoff atom oder ein Chloratom steht.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Formel X O OH
    in der ein X eine Hydroxygruppe, das andere X eine Amino- oder Nitrogruppe bedeutet und in der R für ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom steht,
    dadurch gekennzeichnet, daß man A.e-Dinitro-l.S-dihydroxyanthrachinon und/oder A.S-Dinitro-l.e-dihydroxy-anthrachinon mit Anilinen der Formel
    worin R für Wasserstoff oder Chlor steht,
    gegebenenfalls in Gegenwart inerter organischer Verdünnungsmittel auf Temperaturen von etwa 100 - 2200C erhitzt und gegebenenfalls die erhaltenen Farbstoffe der Formel
    Le A 12 145 - 11 -
    009840/0725
    ORIGINAL INSPECTED
    ■fl
    Y 0 OH
    CHP2
    in der ein Y eine Hydroxygruppe, das andere Y eine Nitro gruppe und R Wasserstoff oder ein Chloratom bedeuten, in an sich bekannter Weise reduziert.
  3. 3. Verwendung von Farbstoffen des Anspruchs 1 zum Färben und Bedrucken von plastischen Massen oder synthetischen Fasermaterialien, bevorzugt solchen aus aromatischen Polyestern, Celluloseestern, synthetischen Superpolyamiden oder PoIyurethanen.
  4. 4. Fasermaterialien aus aromatischen Polyestern, Cellulose estern, oder synthetischen Superpolyamiden oder Polyure thanen, gefärbt oder bedruckt mit Farbstoffen des Anspruchs 1.
    Le A 12 145
    - 12 -
    009840/0725
    ORIGINAL INSPECTED
DE19691913840 1969-03-19 1969-03-19 Anthrachinonfarbstoffe Pending DE1913840A1 (de)

Priority Applications (9)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691913840 DE1913840A1 (de) 1969-03-19 1969-03-19 Anthrachinonfarbstoffe
CA075557A CA921028A (en) 1969-03-19 1970-02-23 Anthraquinone dyestuffs
AT228270A AT289984B (de) 1969-03-19 1970-03-11 Verfahren zur Herstellung von neuen Anthrachinonfarbstoffen
US00019461A US3709916A (en) 1969-03-19 1970-03-13 Anthraquinone dyestuffs
NL7003637A NL7003637A (de) 1969-03-19 1970-03-13
GB12538/70A GB1259916A (en) 1969-03-19 1970-03-16 Anthraquinone dyestuffs
JP45022030A JPS4915615B1 (de) 1969-03-19 1970-03-17
FR7009959A FR2035081B1 (de) 1969-03-19 1970-03-19
BE747618D BE747618A (fr) 1969-03-19 1970-03-19 Nouveaux colorants, leur procede de preparation et leur application a la teinture et l'impression de fibres

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691913840 DE1913840A1 (de) 1969-03-19 1969-03-19 Anthrachinonfarbstoffe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1913840A1 true DE1913840A1 (de) 1970-10-01

Family

ID=5728564

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691913840 Pending DE1913840A1 (de) 1969-03-19 1969-03-19 Anthrachinonfarbstoffe

Country Status (9)

Country Link
US (1) US3709916A (de)
JP (1) JPS4915615B1 (de)
AT (1) AT289984B (de)
BE (1) BE747618A (de)
CA (1) CA921028A (de)
DE (1) DE1913840A1 (de)
FR (1) FR2035081B1 (de)
GB (1) GB1259916A (de)
NL (1) NL7003637A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2318783A1 (de) * 1972-04-15 1973-10-25 Mitsubishi Chem Ind Anthrachinonfarbstoffe, verfahren zu deren herstellung und verwendung derselben

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5379637U (de) * 1977-12-15 1978-07-03

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2318783A1 (de) * 1972-04-15 1973-10-25 Mitsubishi Chem Ind Anthrachinonfarbstoffe, verfahren zu deren herstellung und verwendung derselben

Also Published As

Publication number Publication date
BE747618A (fr) 1970-08-31
NL7003637A (de) 1970-09-22
CA921028A (en) 1973-02-13
FR2035081B1 (de) 1974-05-03
FR2035081A1 (de) 1970-12-18
AT289984B (de) 1971-05-10
US3709916A (en) 1973-01-09
GB1259916A (en) 1972-01-12
JPS4915615B1 (de) 1974-04-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1265698C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von nassechten Faerbungen und Drucken
CH503153A (de) Verfahren zum kontinuierlichen Färben oder Bedrucken von Textilmaterial aus linearen, hochmolekularen Estern aromatischer Polycarbonsäuren mit polyfunktionellen Alkoholen
DE1288067B (de)
DE1913840A1 (de) Anthrachinonfarbstoffe
DE1263676B (de) Verfahren zum faerben und bedrucken von polyestermaterialien mit 1-amino-2-aralkylbzw. arylsulfonylanthrachinonfarbstoffen nach dem thermosolverfahren
CH516967A (de) Zusatzgerät an einem Schneidbrenner
DE1644373A1 (de) Monoazofarbstoffe,ihre Herstellung und Verwendung
DE1950679A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Faerben synthetischer Fasermaterialien
DE1644500C3 (de) 15.04.65 Schweiz 5304-65 Verfahren zur Herstellung von Dispersionsfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE1222463B (de) Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Cellulosetextilmaterialien
EP0109029B1 (de) Verfahren zum Färben von Textilgut aus modifizierten Polyesterfasern
DE1811811A1 (de) Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Textilmaterial aus synthetischen Polyamiden
CH470527A (de) Verfahren zum Färben und Bedrucken von synthetischen Textilmaterialien mit Anthrachinonfarbstoffen
DE2642664C3 (de) Wasserunlösliche Monoazofarbstoffe, Verfahren zu deren Herstellung und ihre Verwendung zum Färben und Bedrucken
DE1619425C3 (de) Verfahren zum Färben, Drucken, Xtzen oder optischen Aufhellen von Materialien auf Celluloseacetat-Basis
DE2154996A1 (de) Anthrachinonfarbstoffe
AT219553B (de) Verfahren zum Färben und Bedrucken Hydroxylgruppen bzw. Amidgruppen enthaltender Materialien
DE1619480A1 (de) Verfahren zum Faerben und Bedrucken von synthetischen Fasermaterialien
AT209459B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Farbstoffen der Porphinreihe
DE2414477A1 (de) Verfahren zum faerben und bedrucken von hochmolekularen polyestern und zellulosetriacetat
DE1959146C (de) Orangefarbene bis rubinrote Dispersions-Disazofarbstoffe
DE2113835A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Faerben und Bedrucken von Textilmaterialen
DE1644599B2 (de) lAS-Triamino-S-hydroxy-anthrachinone, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
CH402066A (de) Speicheranordnung
CH482807A (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen