DE1912392A1 - Mechanische-elektrische Einrichtung zum UEberwachen der Parallelverstellung der Walzen eines Kalanders - Google Patents
Mechanische-elektrische Einrichtung zum UEberwachen der Parallelverstellung der Walzen eines KalandersInfo
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- B21B37/60—Roll-force control; Roll-gap control by control of a motor which drives an adjusting screw
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Description
mein Zeichen: o448 Pt
Firma Hermann Beratorff Maschinenbau GmbH., 3 Hannover-Kleefeld, An der Breiten Wiese 3/5
Mechanisch-elektrische Einrichtung zum Überwachen der Parallelverstellung der Walzen eines Kalanders
Die Erfindung bezieht sich auf eine mechanisch-elektrische Einrichtung zum Überwachen der Parallelverstellung bei Walzen
eines Kalanders oder anderer Maschinen mit ähnlichen Einrichtungen, deren Walzen oder Einrichtungen mit Hilfe von zwei je
seitlich angeordneten Verstellgetriebe^ bestehend aus Motor, Getriebe
und Bewegungsspindeln, zusammen- oder auseinandergefahren werden können, wobei jedes Verstellgetriebe unabhängig vom anderen
zu schalten ist.
Zur Herstellung von Walzgut (Textil, Papier, Kunst stoff, Gummi usw.) mit von Fall zu Fall verschiedenen Bioken,
sind derartig· Einrichtungen für das Einstellen die Walzenspaltee
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erforderlich. Diese Einstellung muß parallel erfolgen, weil sonst das kalandrierte Material ungleichmäßige Dicken erhält. Darüber
hinaus tritt bei einer nicht parallelen Einstellung des Walzenspaltes an den Walzenlagern eine Kantenpressung auf, die zu Lagerschäden
und schließlich zum Walzenzapfenbruch führen kann. Ein Austausch von Lagern und Walzen ist infolge der Neubeschaffung
und des Produktionsausfalls mit erheblichen Kosten verbunden.
Zur Erfüllung der Forderungen, über zwei Verstelleinrichtungen eine Parallelität zu erreiohen, ist die sogenannte
"elektrische Welle11 bekannt. Hierbei werden zwei Motoren über einen Schalter gemeinsam ein- bzw. ausgeschaltet. Es hat sich jedoch
gezeigt, daß ungleichmäßige Belastungen der Verstelleinrichtung, unterschiedliche Schmierungsverhältnisse innerhalb der Bewegungsspindeln
sowie abweichende Wirkungsgrade der Verstellgetriebe die Motordrehzahl beeinflussen und den völligen Synchronlauf
der Motoren verhindern. Besonders bei mehrfacher Schaltung der Motoren macht sich dieser Umstand in Form von Drehzahlabweichungen
bemerkbar und führt zu der bereits erwähnten Unparallelität des Walzenspaltes und zu Betriebsstörungen. Selbst durch den
Einbau von Schaltern, die ein getrenntes Anfahren der Motoren und damit eine Korrektur ermöglichen, ist es noch erforderlich, den
Walzenspalt auf Parallelität in gewissen Zeitabständen zu überprüfen. Auch mit Hilfe von Zählwerken, die an jede Verstelleinrichtung
gekoppelt werden, können die Drehzahlabweichungen nur festgestellt, jedoch nicht verhindert werden, es sei denn, sie
würden mit beträchtlichem elektronischem Aufwand die Motordrehzahlen synchron halten.
Es ist ferner bekannt, mit nur einem einzigen Motor zwei Getriebe über eine durchgehende Welle anzutreiben. Zu Korrekturzweoken
ist zwischen den Getrieben eine Kupplung vorgese hen. Diese Einrichtung erfordert jedooh erhebliche manuelle
rbeit.
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Der Erfindung liegt die klare Erkenntnis und Beseitigung der zum Stande der Technik zählenden Lösungsvorschläge zugrunde.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß mit den beiden Schneckenwellen des Schneckengetriebes ein Schaltglied verbunden
ist, das bei einer vorher bestimmbaren Drehzahlabweichung beider Wellen gegen einen Kontakt ausschlägt und beide Verstellmotoren
so blockiert, daß nur noch eine Drehrichtungsänderung der Motoren durch Parallel- oder Einzelschaltung möglich ist»
wodurch die Drehz-ahlabweichung korrigiert werden kann.
Fach einer ersten Ausführungsform der Erfindung be-Isitzt
das als Schaltmuffe ausgebildete Schaltglied eine Gewindel'bohrung, in welche ein Gewindezapfen der einen Welle eingreift
!derart, daß bei einer Drehzahlabweichung der Wellen die Schaltmuffe
in der einen oder anderen Schaltrichtung bewegt wird.
Nach einer weiteren praktischen Verwirklichungsform des Erfindungsgedankens ist das Schaltglied zweiteilig ausgebildet,
wobei das mit der einen Welle fest verbundene Teil einen Zapfen besitzt, der sich gegen eine Keilfläche des anderen Teiles kraftschlüssig
anlegt derart, daß bei einer Drehzahlabweichung der Wellen der eine Teil des Schaltgliedes in Sehaltrichtung bewegt
wird.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung kann die Abweichung von der einmal eingestellten Parallelität des Walzenspaltes
in vorher bestimmten Größen gehalten werden, ohne daß komplizierte und störanfällige Vorrichtungen erforderlich wären. Überdies
wird durch die Erfindung eine Beschädigung der Walzenlager durch nicht paralleles Verstellen einwandfrei verhindert.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung noch etwas ausführlicher erläutert. In dieser zeigen
in rein schematischer Weiset
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Pig. 1 eine Ansicht einer ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Einrichtung
Fig. 2 eine'Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Mit 1, 2 sind die beiden Walzen eines Zweiwalzenkalanders
bezeichnet, von welchem die obere Walze 2 anhebbar und absenkbar eingerichtet ist. Die Erfindung ist auf den Zweiwalzenkalander
selbstverständlich nicht beschränkt| sie kann vielmehr
auch bei Mehrwalzenkalandern sowie allen ähnlich arbeitenden Einrichtungen und Maschinen vorteilhaft angewandt werden.
Das Anheben und Absenken der oberen Walze 2 erfolgt über Gewindespindeln, 3, 4, welche über Schneckengetriebe 5,6
und Verstellmotoren 7, 8, verdrehbar sind. Die Gewindespindeln
3, 4, wirken dabei unmittelbar auf die beiden Lager der Walze 2 ein. Durch entsprechendes Anheben bzw. Absenken dieser beiden
Lager kann die Walze 2 relativ zu der unteren Walze 1 verstellt
werden, so daß der Walzenspalt und damit auch die Wandstärke der Folie oder Platte verändert werden kann.
Zur gleichmäßigen Verstellung der oberen Walze 2 müssen die beiden Verstellmotoren 7, 8, mit synchroner Drehzahl laufen,
was sioh erfahrungsgemäß aus den eingangs erwähnten Gründen nicht immer erreichen läßt.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme werden bei Erreichung
einer vorher bestimmbaren Drehzahlabweichung der Schneckenwellen 9, 1o, die beiden Verstellmotoren 7, 8, so blockiert, daß
nur noch eine Drehrichtungsänderung der Motoren durch Paralleloder Einzelsohaltung möglich ist, wodurch die Drehzahlabweichung
korrigiert werden kann. Zu'diesem Zwecke ist bei der in Fig. 1
der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ein muffenförmiges
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Schaltglied 11 vorgesehen, das mit der einen Schneckenwelle 9 in axialer Richtung verschiebbar verbunden ist. Dies geschieht bei
der in Fig. 1 der Zeichnung gezeigten Verwirklichungsform mittels eines längenausgleiches 9a in Form einer Keilwelle. Das muffenförmige
Schaltglied 11 besitzt eine Gewindebohrung 11a, in welche ein Gewindezapfen 1oa der einen Welle 1o eingreift.
Mit 12, 13 sind Schaltkontakte bezeichnet, welche mit dem Schaltglied 11 so zusammenarbeiten, daß bei Kontaktschluß
beide Verstellmotoren 7, 8, so blockiert werden, daß nur noch eine Drehrichtungsänderung der Motoren durch Parallel- oder Einzelschaltung
möglich ist, wodurch die Drehzahlabweichung korrigiert werden kann.
Wenn die Drehzahl der Welle 1o größer ist als die Drehzahl
der Welle 9, so daß der Verstellmotor 8 schneller als der Verstellmotor 7 läuft, so schraubt sich der Gewindezapfen 1oa in
die Gewindebohrung 11a ein, was zur Folge hat, daß das Sohaltglied
11 in der Zeichnung solange nach rechts bewegt wird, bis es sich gegen den Schaltkontakt 13 anlegt und dadurch beide Verstell
motoren so blockiert, daß nur nooh eine Drehrichtungsänderung
der Motoren durch Parallel- oder Einzelsohaltung möglich ist, wodurch die Drehzahlabweichung korrigiert wird.
Läuft hingegen der Verstellmotor 7 schneller als der Verstellmotor 8, so schraubt sich das Sohaltglied 11 von dem Gewindezapfen
1oa ab, so daß dieses Sohaltglied 11 in der Zeichnung solange nach links bewegt wird, bis es gegen den Schaltkontakt
12 anschlägt. Auch in diesem Falle werden beide Verstellmotoren 7» 8, wie oben erwähnt, blookiert.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 der Zeichnung ist
das Schaltglied 14 zweiteilig ausgebildet, wobei die beiden !Delle
mit den Bezugsziffern Ha1 Ub, bezeichnet sind. Dabei ist die
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Verbindung der Schneckenwelle 9 mit dem Teil Ha als Feder 15 ausgebildet, so daß dieses Teil 14a in axialer Richtung in Grenzen
verstellbar ist.
Der Teil 14b- besitzt einen Zapfen 14c, der mit einer
Keilfläche 14d des Teiles 14a in kraftschlüssiger Verbindung steht.
Mit 16 ist ein Schaltkontakt bezeichnet, welcher mit dem Teil 14a des Schaltgliedes 14 zusammenarbeitet.
Überwiegt die Drehzahl der Welle 1o gegenüber derjenigen
der Welle 9, so bewegt der als Mitnehmer wirkende Zapfen 14c den Teil 14a des Schaltgliedes 14 in der Zeichnung solange nach
links, bis sich dieser Teil 14a gegen den Schaltkontakt 16 anlegt. Die Folge dieser Berührung ist, daß die Verstellmotoren,
wie bereits erwähnt, blockiert werden.
Auch beim Überwiegen der Drehzahl der Welle 9 gegenüber derjenigen der Welle 1o wird der Teil 14a des Schaltgliedes 14
in der Zeichnung nach links bewegt, da durch die Relativbewegung des Teiles 14a gegenüber dem Teil 14b der Zapfen 14c auf die
Keilfläche 14d eine Druckkraft ausübt. Nach Anlage des Teiles 14a an den Schaltkontakt 16 werden wiederum beide Verstellmotoren,
wie oben beschrieben, geschaltet.
- Patentansprüche -
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Claims (4)
- Patentansprüche. 1.yMechanisch-elektrische Einrichtung zum Überwachen der Parallelverstellung bei Walzen auf Kalandern und anderen. Maschinen mit ähnlichen Einrichtungen, deren Walzen mit Hilfe von zwei seitlich angeordneten Verstellmotoren und Schneckengetrieben zusammen- oder auseinandergefahren werden, dadurch gekennzeichnet, daß mit den beiden Schneckenwellen (9» 10) des Schneckengetriebes (5> 6) ein Schaltglied (11, 14) verbunden ist, das bei einer vorher bestimmbaren Differenz der Drehzahl der Wellen (9, 10) des Schneckengetriebes (5, 6) durch Anschlag gegen einen Kontakt (12, 13, 16) beide Verstellmotoren (7, 8) so blockiert, daß eine Drehrichtungsänderung'der Motoren durch Parallel- oder Einzelschaltung und damit eine Korrektur der Drehzahlabweichung möglich ist.
- 2. Kalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Schaltglied (11, 14) mit der einen Welle (9) des Schneckengetriebes (5) axial verschiebbar verbunden ist.
- 3. Kalander nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß das als Schaltmuffe ausgebildete Schaltglied (11) eine Gewindebohrung (11a) besitzt, in welche ein Gewindezapfen (10a) der einen Welle (10) eingreift derart, daß bei einer Differenz der Drehzahlen der Wellen (9, 10«) das Schaltglied (11) in der einen oder anderen Schaltrichtung bewegt wird.
- 4. Kalander nach Anspruch 1 und 2, dadurch geke nn· zeichnet , daß das Schaltglied (14) zweiteilig ausgebildet ist, und daß das mit der einen Welle (10) fest verbundene Teil (14b) einen Zapfen (14c) besitzt, der sich gegen eine Keilfläche (14d) des anderen Teiles (14a) kraftschlüssig anlegt derart, daß bei einer Differenz der Drehzahlen der Wellen (9, 10) der eine Teil (14a) des Schaltgliedes (14) in Schaltrichtung bewegt wird.009838/1193
Priority Applications (4)
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Also Published As
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