DE2329978A1 - Abdichtungsvorrichtung - Google Patents
AbdichtungsvorrichtungInfo
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Description
FARBWERKE HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT vormals Meister Lucius & Brüning
Aktenzeichen: / HOE 73/F 161 + H
9mpjar
ment geändert werden
Datum:» 12. Juni 1973 / Dr.FK/Fk
"Abdichtungsvorrichtung"
Die Erfindung betrifft eine stirnseitige Abdichtungsvorrichtung
zwischen rotierenden Walzenpaaren und feststehenden Kammern. Derartige Abdichtungsvorrichtungen sind insbesondere
geeignet, daß Einzugswalzenpaar gegenüber den"'feststehenden Wänden von Stauchkräuselvorrichtungen zur Kräuselung z.B.
von Fäden aus Hochpolymeren in Kabelfo'rm abzudichten.
Die meisten Störungen beim Betrieb bekannter Stauchkräuselvorrichtungen
treten an der Kontaktstelle zwischen den Stirnflächen der Einzugswalzen und den feststehenden Wänden
der Stauchkammer auf. Um ein Ansammeln von Filamenten ,
an dieser Stelle zu vermeidpn, werden meist Seitenplatten in die Seitenwände der Stauchkamraer eingelassen, die mit
höchster Genauigkeit plangeschl;i£fen wurden und die praktisch
immer gegen die rotierenden Stirnflächen der Einzugswalzen gepreßt werden, obwohl ansich die Einhaltung eines Spaltes
beabsichtigt wird. Um die Stirnflächen der Einzugswalzen nicht zu beschädigen,werden für die Seitenplatten meist weiche
Materialien wie Graphit, Messing oder Bronze verwendet, die entsprechend schnell verschleißen.D"ie Seitenplatten müssen aus diesem
· .„
*409851/0S25
Grunde oft ersetzt werden, was zu einer Unterbrechung des Produktionsprozesses führt. Das Einsetzen neuer Seitenplatten
erfordert viel Geschick, die Einstellung des Abstandes der Seitenplatten zudaiStirnflachen
. ·· ν rx ^■■-■■: · erfolgt weitgehend
subjektiv und setzt deshalb eine gut geschultes und er-
fahrenes Personal voraus. Vorschläge zur Erhöhung der
Standzeit können bereits einer Reihe von Patentanmeldungen entnommen werden, die sich die Aufgabe gestellt haben,
den Verschleiß, der Seitenplatten so zu vergleichmäßigen, daß sie entsprechend seltener ausgewechselt werden müssen.
Aus der DT-AS 1 435 441 ist beispielsweise bekannt, die
Seitenplatten durch Anpressbänder zu ersetzen, die entgegengesetzt zur Förderrichtung des Fadenkabels angetrieben
werden können. In der DT-OS 2-117 393 und ähnlich auch in der DT-AS 1 959 863 werden Druckscheiben beschrieben,
die zu den Einzugswalzen achsparallel gelagert sind und sich entweder aufgrund ihrer exzentrischen Lagerung von
selbst oder durch einen eigenen Antrieb drehen können. Alle bisher bekannten Ausführungsformen der Seitenplatten
bzw. anderen Abdichtungselemente !bewirken die erforderliche
Abdichtung durch eine Anpressung der Dichtelemente auf die rotierenden Stirnflächen der Einzugswalzen. Sie können
nur bestenfalls für einen gleichmäßigen Abrieb der Seitenplatten sorgen und somit die ungestörte Produktionsperiode
zwischen zwei Wechseln der Seitenplatten verlängern. Der Einbau der Seitenplatten bleibt aber unvermindert! schwierig
und die Einstellung der Seitenplatten zu den Stirnflächen des Einzugswalzenpaares kann · nur subjektiv folgen.
Es ist daher * erforderlieh, die Seitenplatten jeweils mit
09851/0625 ' /3
mehr oder weniger großer Kraft gegen die Stirnflächen des Einzugswalzenpaares zu pressen und den Verschleiß der
Seitenplatten in Kauf zu nehmen. ,
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist dagegen eine Stauchkräuse!vorrichtung,
bei der die Lage der Seitenplatten zu den Stirnflächen des Einzugswalzenpaares einmalig justiert
und festgelegt wird und die Seitenplatten nicht mehr auf die rotierenden Teile der Einzugswalzen gepreßt werden,
geringer
sondern eiirrreier Spalt zwischen den Seitenplatten und den Stirnflächen des Einzugswalzenpaares eingehalten werden kann. Die Lage der Seitenplatten soll bei einem doch einmal erforderlichen werdenden Wechsel mit geringst, möglichem Aufwand reproduziert werden können.
sondern eiirrreier Spalt zwischen den Seitenplatten und den Stirnflächen des Einzugswalzenpaares eingehalten werden kann. Die Lage der Seitenplatten soll bei einem doch einmal erforderlichen werdenden Wechsel mit geringst, möglichem Aufwand reproduziert werden können.
Die erfindungsgemäße Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, daß die relative Lage der Seitenplatten zu den Stirnflächen
des Einzugswalzenpaares mit Hilfe von Justierelementen festgelegt wird, die gegenüber den Achsen der beiden
Einzugswalzen drehbar aber in achsialer Richtung festlegbar
gelagert sind, ohne sich selbst mitzudrehen. Bevorzugt werden Stauchkräuselvorrichtungen, bei denen mit Hilfe von
ringförmigen Justierelementen die mittels geeigneter Lager auf den Antriebsachsen der beiden Einzugswalzen befestigt
sind, die Lage der Seitenplatten zu den Stirnflächen des Einzugswalzenpaai^es vor Inbetriebnahme der Vorrichtung
justiert werden kann. Diese Lage ist dann reproduzierbar festgelegt. *
409851/0625 /k
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung kann das in der Zeichnung wiedergegebene Beispiel einer Ausfuhrungsform
dienen.
Die Figur zeigt einen Teilschnitt durchedne Stauchkräuselvorrichtung
in der Ebene der beiden Achsen des Einzugswalzenpaares und damit des Einzugsspaltes als
Berührungslinie der beiden Walzen. Die beiden Einzugswalzen 1 und 1' weisen zueinander parallele Achsen 2 und
2' auf, üblicherweise ist eine der beiden Achsen beweglich gelagert. Die zugehörige Einzugswalze wird mit üblichen
Anpressvorrichtungen auf 7iin Maschinengestell ;
festgelagerte zweite Einzugswalze gepreßt. Die beiden
Walzen fördern das zu kräuselnde Textilgut, meist ein Kabel aus synthetischen Filamenten, in die nachfolgende
Stauchkammer, die in dieser Figur nicht wiedergegeben wurde.
Die Stirnflächen 3 und 3' der Einzugswalzen 1 und 1! sind
so exakt bearbeitet und gelagert, daß sie eine gemeinsame Ebene bilden.
Auf jeder Stirnfläche der Einzugswalzen 1 und 1' bzw. der
zugehörigen Achsen sitzt jeweils ein Lager 4 und 4*, das
mit einem ringförmigen Jastierelement 5 bzw. 5' verbunden
ist. Die Justierelemente 5 und 5' müssen aufgrund ihrer
Lagerung nicht der Bewegung der Einzugswalzen folgen, sie sind vielmehr durch eine geeignete Vorrichtung, z.B. einen
Stift , festgelegt. Die Stirnflächen 6 und 6' der ringförmigen
Justiereleraente sind ebenso exakt bearbeitet wie die Stirnflächen 3 und 3' der Einzugswalzen, sie bilden
also wiederum eine Ebene. Gegen diese aus den Stirnflächen 6 und 61 gebildete Ebene kann die Seitenplatte 7 gedrückt
werden. . :
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In der Figur wird die Seitenplatte 7, die in dem Seitenteil der Stauchkammer 9 eingesetzt ist, durch eine Schraube
an die Stirnflächen 6 und 61 der ringförmigen Justierelemente
angepreßt. Es ist für die Funktion der erfindungsgemäßen
Stauchkräuselvorrichtung jedoch nicht von Belang, mit welcher Kraft und mit Hilfe welcher Methode (Feder,
Hydraulik usw.) die Seitenplatte 7 angedrückt wird, da die relative Lage der Seitenplatte zur Ebene der Stirnfläche
3 und 3' durch die ringförmigen Justierelemente
und 5' eindeutig festgelegt ist. Entscheidend für die
Funktionstüchtigkeit ist der Abstand der Ebene, die durch
die Stirnflächen 3 und 3' gebildet wird und der Ebene,
die durch die Stirnflächen 6 und 6! gegeben ist. Dieser
Abstand legt den Dichtungsspalt zwischen der Seitenplatte 7 und den Stirnflächen 3 und3' des Einzugswalzenpaares fest.
Die Größe des Dichtungsspaltes kann durch die Lage der Justierringe 5 und 51 festgelegt werden. Es erweist sich
als vorteilhaft, die Lage der Justierelemente 5 gegenüber den Lagern h bzw. k* mittels an sich bekannter Methoden
justierbar und feststellbar zu machen, im einfachsten Fall z.B. mit Hilfe von Stellschrauben. Es''ist so möglich, die
Größe des Dichtungsspaltes 8 zwischen der Ebene der Stirnflächen 3 und 3! und der Oberfläche der Seitenplatte 7 vor
der ersten Inbetriebnahme der Stauchkräuselvorrichtung optimal einzustellen. -...■■
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist klar ersichtlich:
Während bei den bekannten Stauchkräuselvorrichtungen der Abstand der Seitenplatten 7 von den Stirnflächen 3 bzw.
bei jedem Wechseln der Platten neu subjektiv eingestellt werden mußte, d.h. die Seitenplatte wurde gegen die Ebene
der Stirnflächen 3 und 3! angepreßt, genügt jetzt einmalig
eine Ausrichtung der Stirnflächen 6 und 6' der ringförmigen
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Justierelemente zu der Ebene der Stirnflächen 3 und 3' vor
Inbetriebnahme der Vorrichtung. Dieser Abstand bleibt bei jedem Wechsel der Seitenplatten reproduzierbar erhalten
und ist völlig unabhängig von Anpreßdruck der Seitenplatte gegen die Justierelemente und der Stärke dieser Platte.
Da bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Abstand der Seitenplatten zu der Stirnfläche der Einzugswalzen.(Ziffer
der Figur) festgelegt ist, entfällt der bisher nicht zu vermeidende Verschleiß der Seitenplatten durch das Schleifen
an den rotierenden Stirnflächen der Einzugswalzen.
Bei dem bisher erforderlichen Einsatz von Seitenplatten aus
weichen Materialien - zur Vermeidung von Beschädigungen an den Stirnflächen der Walzen - wird noch eine weitere
Schädigungsart der Seitenplatten beobachtet, die durch ein Scheuern des Kräuselmaterials verursacht wird. Da bei der
erfindungsgemäßen Abdichtungsvorrichtung eine Beschädigung der Stirnflächen durch Schleifen an den Seitenplatten entfällt,
können diese Platten atis hartem Material, wie z.B. Sinterkeramik, hergestellt werden, bei dem eine Beschädigung
durch das Kräuselmaterial praktisch nicht mehr auftritt.
Falls gewünscht können jedoch auch Seitenplatten aus weicheren
Materialien,wie z.B. Messing oder Bronze, in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ggf. in exzentrischer Anordnung, wie sie z.B. in der DT-AS 1 959 863 oder DT-OS 2 117 393 beschrieben
wird, eingesetzt werden.
Auch bei Verwendung weichet" Materialien zur Herstellung der
Seitenplatten in der erfindungsgemäßen Vorrichtung können Standzeiten von wenigstens mehreren Monaten erzielt werden,
ohne daß die Qualität der gekräuselten Kabel eine Erneuerung fordert.
409851/0625 /7
Darüberhinaus ist natürlich auch das Auswechseln der Seitenplatten
bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung außerordentlich
einfach und benötigt nur einen geringen Bruchteil der bisherigen' Montagezeiten, da auf ein Justieren der Seitenplatten
vollständig verzichtet werden kann.
409851/0625
Claims (2)
- PatentansprücheStirnseitige Abdichtungsvorrichtung zwischen rotierenden Walzenpaaren und feststehenden Kammern, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen an ihren Stirnseiten dreh- und justierbare Dichtflächen aufweisen, die in achsialer Richtung der Walzen festlegbar gelagert sind, diese Dichtflächen der Drehung der Walzen nicht folgen und als Gegendichtflachen Seitenplatten verwendet werden, die in den Seitenflächen der Kammern gehalten und auf die drehbar gelagerten Dichtflächen gepreßt werden.
- 2. Stirnseitige Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 als Teil einer Stauchkräuselvorrichtung zur Abdichtung der Einzugswalzen gegenüber den feststehenden Seitenwänden der Stauchkammer durch Seitenplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die relative Lage der Seitenplatten zu den Stirnflächen der Einzugswalzen mit Hilfe von Justierelementen festgelegt ist, wobei diese Elemente gegenüber den Achsen der Walzen drehbar, aber in achsialer Richtung festlegbar gelagert sind und die Justierelemente der Drehung der Walzen nicht folgen.3· Stirnseitige Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Justierelemente als ringförmige Dichtflächen ausgebildet sind, die mittels geeigneter Lager auf den Antriebsachsen oder in den Stirnflächen der Walzen so befestigt sind, daß ihre Lage und damit auch ihre relative Lage zu den Stirnflächen der/9409851 /0625Einzugswalzen Vor Inbetriebnahme der Vorrichtung mit an sich bekannten Justiervorrichtungen justiert werden kann und dadurch die Lage der auf diesen Dichtflächen anliegenden Seitenplatten reproduzierbar festgelegt ist.409 8 5 1/0625Leerseite
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |