DE1900459U - Rohrsauger in papiermaschinen. - Google Patents
Rohrsauger in papiermaschinen.Info
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Description
Γ« π« UjJ υ U'U γ» ε»·* tt r
Anmelder: Feldmühle Aktiengesellschaft,
Düsseldorf, Burggraf ens tr. 7
Düsseldorf, Burggraf ens tr. 7
Anlage zur Eingabe vorn
Rohrsauger in Papiermaschinen
Die Heuerung betrifft einen Rohrsauger in. der Papiermaschine,
Rolxcsa.uger dienen bekanntlich dazu, in den Naßfilzen von
Papiermaschinen nach der Pilzwäsche die Poren nieder zu
öffnen und haben die zusätzliche Aufgabe, zwischen dem
ersten Maßfilz und der Papierbahn sieh bildende Luftblasen wieder zu entfernen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, hat das
starlcwandige Rohr, das unter Unterdruck gehalten wird, einen
schmalen Längssehlitz, über dessen obere Kanten der Filz hinweggeführt
wird.
Sowohl die Naßfilze als auch die Teile der Rohrsauger, die
mit den Naßfilzen in Berührung kommen, sind in besonders
starkem Maße Verschleißerscheinungen unterworfen. Dabei beeinflussen sich Naßfilze und Saugrohr gegenseitig, so daß
eine durch ein bestimmtes Material erzielte längere Lebensdauer der dem Naßfilz zugekehrten Teile des Rohrsaugers
beispielsweise einen rascheren Verschleiß des Naßfilzes zur Folge haben kann und umgekehrt. Die bisher für Rohrsauger
verwendeten Materialien, wie Bronzelegierungen oder Stahl
vrerden zusätzlich noch durch den Säuregehalt des vorn Filz festgehaltenen Wassers angegriffen, wodurch die Abnutzung an
den Berührungsflächen mit den Atärs-b- noch beschleunigt wird.
Naßfilzen
As xvurde nun gefunden.;, daß sich diese Nachteile beseitigen
und. die Lebensdauer sowohl solcher Jtohrsauger als auch der
darüber hinweggefulrrten Naßfilze dadurch wesentlich vergrößern
läßt., daß die mit dem Naßfilz der Papiermaschine in Berührung
kommenden Teile des Rohrsaugers aus einem oxidkeramischen Sinterprodukt mit mindestens 95 )o Aluminiumoxid bestehen.
öibli cherT,.· e i s e
Die überraschende Tatsache s daß ein sehr hartes und1 als
Sehleifmittelv-IÄSISiillsMaterial nicht nur selbst von größerer
Lebensdauer ist s sondern auch die Lebensdauer der darüber hin-T,."eggeführten
Naßfilze erheblieh vergrößert^, erklärt sich vielleicht
aus dem chemischen Aufbau des Aluminiumoxias., das gegenüber·
dem polaren ΐ/assermolekül die Ausbildung von r.Jasserstoffbrüeken
begünstigt^ so daß der Naßfilz quasi über einen Uasserfilni
hingleitet.
3s ist dabei aber erfindungswesentlichj daß das keramische
Sinterprodukt mindestens 95 /J Aluminiumoxid enthält. An
A1^0v; ärmere Keramikprodukte sind nicht annähernd so gut
geeignet,, obwohl sie dicht sein und eine sehr glatte Oberfläche
haben können. Sie werden aber viel raschel" zerstört., vas
uahrscheiniich darin begründet ist,, daß die üblichen keramischen
Produkte^ insbesondere auf Grund der in den Ausgangsstoffen
enthaltenen silikatischen Bestandteile glasartige Anteile j vor allem an den Kßrngrenzen., enthalten. Diese glasartigen
Anteile sind gegen chemisch aggressive Substanzen nicht annähernd so vriderstandsfest x-7ie reines Aluminiumoxid,
deshalb dem Angriff leichter ausgesetzt und führen allmählich zur Lockerung des Kristallgefüges und schließlieh zu einer
immer rascher fortschreitenden Zerstörung,, ϊ/enn einmal Kristalle
aus dem Gesamtgefüge herausgebrochen sind.
»J?
-JP-
Dafoei hat in einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des
neuen Gebrauchsgegenstandes das o;:idkeramische Sintorprodukt
eine OberfIaGhG5 die dadurch charakterisiert ist 3 daß sie einen
Traganteil von höchstens 75 P hat, gemessen bei einer Meßtiefe
von 0j,5/um von aev Hüllinie.
13s war übei°rascliendj daß keineswegs eine vollkommen glatte
und polierte Oberfläche die längste Lebensdauer und den geringsten Verschleiß zeigt,, sondern daß orädkeramische Sinterprodukte
mit der erfindungsgemäß beanspruchten ganz bestimmten Oberflächsncharakteristik sowohl die Lebensdauer des RohrSaugers
als auch die der darüber hiiT/reggeführten Naßfilze erheblich
steigern. Dieser vorteilhafte Effekt ist wahrscheinlich darin
begründet s daß durch die besondere Oberflächenausgestaltung
und die dabei vorhandenen Vertiefungen der Uasserfilm wesentlich
besser festgehalten wird als von einer glatten,, polierten Oberfläche
.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des neuen Gebrauchsgegenstandes
ist dieses Wasserhaltevermögen dann besonders
gut, wenn das Sinterprodukt 3 aus dem der nit dem Naßfilz
in Berührung stehende Teil des üohrsaugers bestellt 3 einen
Anteil von 5-10 $■>, vorzugsweise von ο - c ;j Poren enthält.
Diese Poren tragen bevorzugt mit zu dem neuerungsgemäß beanspruchten
Traganteil bei., indem sie entweder beim Brennvorgang kraterfö'rmige Vertiefungen, geben oder aber bei den meist notwendigen
Bearbeitungsvorgängen wie dem Schleifen angeschnitten
werden.
3ie haben vorzugsweise einen Durchmesser von nicht mehr als
10yUi.il. Bei einem größeren Durchmesser werden die Kapillarkräfte,,
durch die der Uasserfilm'gehalten wird., geringer= Außerdem
nimmt dann auch die mechanische festigkeit 3 insbesondere an d.3r
1396/Un/Le
- 4 -
Oberfläche ah3 und größere Poren führen leicht dazu,,
daß Fremdkörper wie kleine Schleifmiitelteile festgehalten
v/erden.
Die mittlere Kristallgröße in dem o;:idk-3ramischen SinterprocLukt
beträgt vorteilhaft nicht mehr als 10 mm. Dadurch ist eine große mechanische Festigkeit gegeben. Diese
zweckmäßige Kristallgröße und der bevorzugte Porendurclimesser
von 5-10 pxa lassen sich nach vorbekanntsn Arbeitsverfahren
durch geeignete Wahl und Zerkleinerung der Ausgangsmaterialien und durch Beeinflussung von Temperatur
und Dauer der Sinterung erzielen.
Der neuerungsgemäß beanspruchte Traganteil von nicht mehr
als 75 5·ί tsei den oxidkeraraischen Sinterprodukten am Rohrsauger
wird., wie oben bereits teilweise ausgeführt wurde }
erzielt durch die Sinterbedingungen und die Ausvrahl der ilusgangsstoffe selbst oder durch Naclibehandluiigsschrittej
vrie beispielsv/eise das Schleifen auf ein bestimmtes UaQ.
Uenn das Bauelement geschliffen x-rird, ist es zxrecl-tmäßigj,
dadurch entstandene scharfe Spitzen^, die den Traganteil
zu stark erniedrigen und bevorzugt Angriffspunkte für zerstörende Einflüsse sind., wieder zu brechen. Das kann durch
mechanisches Anpolieren, einen zweiten., kurzen Brennvorgang
oder das sogenannte Flammpoliereii geschehen. Das Ergebnis
sind jeweils gerundete Kuppenj die mechanischen Angriffen
durch die darüber hinweggeführten Naßfilze in v-:e sent lieh
geringerem Maße ausgesetzt sind als scharfe Kanten und andererseits auch weniger zerstörend auf die Naßfilze einwirken.
3s hat sich geneigt., daß die Reibung :v.it abnehmende ζ
Trabanten immer geringer wird,, so daß der Traganteil
zweckmäßig noch erheblich unter dem angegebenen Grenzwert liegt. Nach unten hin ist jedoch dadurch eine Begrenzung
gegeben., daß bei zu geringen tragenden Antillen die Gefahr einer mechanischen Zerstörung größer v:irä. Aus diesem Grunde
sollte der Traganteil mindestens 20 ;j betragen= Bevorzugt
liegt er zwischen j50 und 65 p. Da die darüber hinweggeführten
Naßfilze zusätzlich häufig auch Bewegungen quer zur Laufrichtung ausüben., ist der Traganteil zweckmäßig
unabhängig von der Meßrichtung in allen Richtungen gleich groß.
-^11 ffigur I ist ein Rohr sauger im Sinne der Anmeldung im
Querschnitt dargestellt. Dabei ist mit (3) das starkwandige
Saugrohr bezeichnet, das an seinem oberen 3nde (4) schräg
nach oben verläuft und einen schmalen Schlitz (5) aufweist. Durch ein Stahlklemmstück (2) wird der erfindungsgemäß aus
einem o^:idkeramischen Sinterprodukt bestehende Auflageteil
(1) auf die Abschrägung (4) des Saugrohres (3) festgeklemmt.
Zwischen dem Stahlstück (2) und dem Auflageteil (l) befindet sich eine Zwischenlage (6) aus Gummi oder Kunststoff.
In Figur II ist ein Saugrohr aus einem stark ν randigen Rohr
im Q,uerschnitt dargestellt s bei dem der dem Naßfilz zugekehrteTeil
(3.4) waagerecht abgebogen ist. Der erfindungsgemäße
Auflageteil (l) aus orcidkeranischem Sinterprodukt
ist in eine Aussparung (12) des oberen Zndes (14) des
Saugrohres (l3>) eingekittet.
Das in den beiden Figuren im Querschnitt dargestellte Saugrohr erstreckt sich mit seiner Längsausdehnung über die gesamte
Breite des Naßfilzes. Der Auflageteil 1 bzw. 11 ist dabei üblicherweise aus einzelnen Segmenten zusammengesetzt^ deren
in Laufrichtung der Naßfilze vreisende Kanten einen klein.-n
winkel zur Laufrichtung bildeil., um Markierungen in der Papierbahn
zu vermeiden.
Claims (1)
- -7.2. g^S chut z ansprüch;1. rLohrsauger in Papiermaschinen aus hartem Werkstoff5
dadurch gekennzeichnet 3 daß die mit dem Naßfilz der
Papiermaschine in Berührung kommenden Teile des Rohrsängers aus einem oxidkeramischen Sinterprodukt mit
mindestens 95 j'ö Aluminiumoxid bestehen»2. Ronrsauger in Papiermaschinen nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet 3 daß die Oberfläche des o:;iakeramischen Sintorproduktes charakterisiert ist durch einen Traganteil von höchstens 75 )'°s gemessen bei einer Keßtiefe von 0^5 ,um von dar Hüllinie.~j. Rohr sauger in Papiermaschinen nach einem der Ansprüche 1 oder 1Z3 dadurch gekennzeichnet 3 daß das o:-:idkeramische Sinterprodukt 5 - 10 ^, vorzugsweise 6 - 8 ϊ'ό Foren aufiveist.2!·. Rohrsauger in Papiermaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis l>. dadurch gekennzeichnet^ daß die Poren einen
Durchmesser von nicht mehr als 10/im haben.5· Hohrsauger in Papiermaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis ll-s dadurch gekennzeichnet., daß das o:;idkera::iische Sinterprodukt eine mittlere Kristallgröße unter IG /um
aufweist.5. pLohrsauger in Papiermaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis o3 dadurch gekennzeichnet,, daß der aus äs::: ozidkerardischen Sinterprodukt bestehende Auflage teil (l) durch ein Stahlstück (2) auf dem Saugrohr (3) fest^ekiem'mt v.ird und sich zwischen dem Stahlstück (2) und dein AuflageteH (l) 3ine Zvrisehenlage (6) aus Gummi r xidsr χ Kunststoff befindet«^elastiscEinT'7. Rohrsauger in Papiermaschinen nach einsm der Anspruchs 1 bis 6S dadurch gekennzeichnet., daß der aus dem oitidkeramisclien Sinterprod.ukt Gestehende Aufiageteil (11)
in eine Aussparung (12) des ändes des Saugrohres (Ip)
eingelassen ist und. "Auflageteil (11) und Saugrohr "(I^) miteinander verkittet oder verlötet sind.
Priority Applications (5)
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