DE2037304C3 - - Google Patents
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Classifications
-
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- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
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-
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
Description
20
Die Erfindung betrifft eine Diaphragma-Elektrolysezelle für wäßrige Lösungen.
Bei vielen Verfahren, bei denen chemische Produkte durch Elektrolyse wäßriger Lösungen hergestellt
werden, ist es notwendig, innerhalb der Elektrolysezelle Katholytraum und Anolytraum durch eine poröse
Wand, das sogenannte Diaphragma, voneinander zu trennen. Das Diaphragma hat dabei die Aufgabe, die
Strömungen des Elektrolyten so zu führen, daß eine Vermischung der an der Anode und an der Kathode
gebildeten flüssigen und gasförmigen Stoffe verhindert wird. Andererseits muß es aber den für den Elektrolyseprozeß
notwendigen Ionentransport zwischen den Elektroden ermöglichen. Es ist deshalb notwendig,
Diaphragmen mit so feinen Poren zu verwenden, daß die im Katholyt- und Anolytraum sich bildenden
Gasbläschen diese Poren nicht passieren können, wobei gleichzeitig der Gesamtquerschnitt der Poren je
Flächeneinheit des Diaphragmas — im folgenden »freie Porenfläche« genannt — so groß sein muß, daß ein
ausreichender Ionentransport durch das Diaphragma möglich ist
Bei verschiedenen Elektrolyseverfahren hat das Diaphragma außerdem die Aufgabe, als »Gleichrichter«
zu wirken, das heißt, mit der Elektrolytflüssigkeit nur Kationen oder nur Anionen passieren zu lassen. Hierzu
ist es erforderlich, daß der Elektrolyt nur einseitig — entgegen der Richtung der zurückzuhaltenden Ionen —
durch das Diaphragma strömt.
In diesen Fällen muß die freie Porenfläche so klein sein, daß dip Strömungsgeschwindigkeit des Elektrolyten
in den iOren größer ist als die Diffusionsgeschwindigkeit
der zurückzuhaltenden Ionen. Da die Diffusionsgeschwindigkeit mit der Ionenkonzentration zunimmt
und diese Konzentration sich infolge der Ionenwanderung in Flußrichtung des Elektrolyten ändert, ist die
Gleichrichterwirkung des Diaphragmas um so besser, je genauer die örtliche freie Porenfiäche des Diaphragmas eo
der dort vorhandenen Elektrolytkonzentration angepaßt werden kann.
Elektrolytflüssigkeit und die bei der Elektrolyse entstehenden Produkte sind im allgemeinen chemisch
aggressiv. Für die Diaphragmen können infolgedessen nur solche Werkstoffe verwendet werden, die gegen die
im Katholyt- und Anolytraum vorhandenen Stoffe chemisch beständig sind.
Zur Verminderung der Ohmschen Verluste im Elektrolyten werden viele Elektrolysen bei Temperaturen
von etwa 80" bis 100° C betrieben. In diesen Fällen
muß das Diaphragma auch entsprechend temperaturbeständig sein.
Bisher ist es üblich, für die Herstellung der Diaphragmen poröse Stoffe, wie z. B. Asbest, gebrannten
Ton oder Zement, zu verwenden. Neuerdings stellt man Diaphragmen auch aus Kunststoffgeweben her,
wobei die Mikroporosität durch spezielle Behandlung der Gewebe, z. B. Walzen, Verpressen in mehreren
Lagen, Schrumpfen oder Beschichten mit porösen Suspensionen, erreicht wird Die nach den bekannten
Methoden hergestellten Diaphragmen haben jedoch verschiedene Eigenschaften, die den Elektrolyseprozeß
nachteilig beeinflussen. So ist es nicht möglich, derartige Diaphragmen mit gleichmäßiger und genau definierter
Porenform, Porengröße und freier Porenfläche herzustellen. Die ungünstige Porenausbildung der gebräuchlichen
Diaphragmen hat zur Folge, daß in Poren, die eine große öffnung haben und sich im Innern des
Diaphragmas verengen, Gasblasen eindringen können und diese verstopfen. Zu kleine Poren können dagegen
durch Feststoffteilchen, die als Verunreinigungen im Elektrolyten vorhanden sind, verstopft werden. Dadurch
wird die Durchlässigkeit des Diaphragmas während des Betriebes immer ungleichmäßiger und
kleiner, und es muß unter Umständen schon nach wenigen Wochen oder Monaten durch ein neues ersetzt
werden.
Weiterhin sind die Poren der bekannten Diaphragmen nicht gerade und nicht senkrecht zur Diaphragmaoberfläche
ausgerichtet, wodurch ein langer Flüssigkeitsweg und damit beträchtlicher Spannungsabfall im
Elektrolyten entsteht Schließlich können derartige Diaphragmen nur in verhältnismäßig dicken Schichtstärken
verwendet werden, da sie nur geringe mechanische Festigkeit besitzen oder sich aus fertigungstechnischen
Gründen nicht zu dünnen Platten oder Folien verarbeiten lassen. Auch dies wirkt sich
nachteilig auf den Spannungsbedarf des Elektrolysevorgangs und damit auf den Stromverbrauch aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Elektrolyse von wäßrigen Lösungen mittels Diaphragmen
auszuführen, die sich durch einen hohen Trennungsgrad für die Elektrolyseprodukte, lange Lebensdauer
und geringen Spannungsverbrauch auszeichnen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein nach dem Elektronenstrahl-Perforatvonsverfahren
hergestelltes Diaphragma in der Elektrolysezelle. Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung entspricht
die freie "orenfläche des Diaphragmas der örtlichen Konzentration des Elektrolyten. Dies bedeutet,
daß die freie Porenfläche in Abhängigkeit steht zu der örtlichen Konzentration des Elektrolyten, wobei die
örtliche Konzentration des Elektrolyten in seiner Flußrichtung unterschiedlich ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die freie Porenfläche des Diaphragmas mit über die
Fläche des Diaphragmas abnehmender Konzentration des Elektrolyten größer.
Nach einer weiteren zusätzlichen Ausgestaltung der Erfindung besteht das nach dem Elektronenstrahl-Perforationsverfahren
hergestellte Diaphragma in doppel- oder mehrschichtigem Aufbau aus verschiedenen
Werkstoffen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile haben ihre Ursache insbesondere darin, daß elektronenstrahl-per-
forierte Diaphragmen Poren besitzen, die das Diaphragma gerade, parallel zueinander und vorzugsweise
senkrecht zur Diaphragmaebene durchdringen. Neben der geringen Porenlänge hat das erfindungsgemäße
Diaphragma den Vorzug, daß die Porengröße und die freie Porenfläche in ailen für die verschiedenen
Elektrolyseverfahren in Frage kommenden Größenbereiche nach vorgegebenen Maßen ausgeführt werden
können.
Ein weiterer Vorteil des Einsatzes von elektronenstrahl-perforierten
Diaphragmen ist die Tatsache, daß alle metallischen und nichtmetallischen Werkstoffe, die
sich zu Blechen, dünnen Platten oder Folien verarbeiten lassen, zur Anfertigung solcher Diaphragmen geeignet
sind. Damit steht für die verschiedenen Elektrolysever-
fahren, bei denen recht unterschiedliche Werkstoffanforderungen gestellt werden, eine beträchtliche Materialauswahl
zur Verfügung, Das erfindungsgemäße Diaphragma zeichnet sich auch dadurch aus, daß es aus
zwei Schichten bestehen kann, wobei die eine Schicht aus einem gegen die im Anolytraum vorhandenen
Produkte besonders beständigen Material, die andere Schicht aus einem gegen die im Katholytraum
vorhandenen Produkte besonders beständigen Material besteht Schließlich ist es auch vorteilhaft, daß das
Material keine natürlichen hydrophilen Eigenschaften zu besitzen braucht. Dadurch entfällt die störende
»Dochtwirkung« an den Diaphragmarändern, die das Abdichten der herkömmlichen Diaphragmen nach
außen sehr umständlich machen.
Claims (4)
1. Diaphragma-Elektrolysezelle, gekennzeichnetdurchein
nach dem Elektronenstrahl- s Perforationsverfahren hergestelltes Diaphragma.
2. Diaphragma-Elektrolysezelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die freie Porenfläche
des Diaphragmas der örtlichen Konzentration des Elektrolyten entspricht
3. Diaphragma-Elektrolysezelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die freie Porenfläche
des Diaphragmas mit über die Fläche des Diaphragmas abnehmender Konzentration des Elektrolyten
größer wird.
4. Diaphragma-Elektrolysezelle nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Diaphragma
in doppel- oder mehrschichtigem Aufbau aus verschiedenen Werkstoffen besteht
Priority Applications (5)
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