DE19963395A1 - Formulierung von Herbiziden - Google Patents
Formulierung von HerbizidenInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft Formulierungen, enthaltend DOLLAR A a) mindestens ein Ammoniumsalz eines Sulfonylharnstoffs, wobei das Ammoniumkation des Salzes mindestens einen Substituenten aufweist, der von Wasserstoff verschieden ist, und DOLLAR A b) übliche Hilfs- und Zusatzstoffe.
Description
Die Erfindung betrifft das technische Gebiet der Formulierung von Herbiziden und
Pflanzenwachstumsregulatoren, insbesondere von Herbiziden zur Bekämpfung von
unerwünschtem Pflanzenwuchs, z. B. von Unkräutern und Ungräsern in
Nutzpflanzenkulturen.
Es ist bekannt, daß Sulfonylharnstoffe herbizide und
pflanzenwachstumsregulierende Eigenschaften besitzen. Für den Einsatz im
agrochemischen Bereich werden die Sulfonylharnstoffe üblicherweise formuliert.
Dabei ist die chemische Stabilität und die Wirkstoffkonzentration in der Formulierung
von Bedeutung für deren Wirksamkeit.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß Formulierungen auf Basis von
bestimmten Sulfonylharnstoffsalzen ausgezeichnete Eigenschaften aufweisen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher Formulierungen, insbesondere
agrochemische, z. B. herbizide Formulierungen, enthaltend ein Sulfonylharnstoffsalz
der Formel (Ia),
worin
Ra eine Gruppierung der Formel II-IVc ist,
Ra eine Gruppierung der Formel II-IVc ist,
R1 H oder ein C1-C10-Kohlenwasserstoffrest wie (C1-C6)-Alkyl,
R2 ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)- Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Cycloalkyl ist;
R3 ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)- Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Cycloalkyl ist,
R4 Halogen wie F, Cl, Br, J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)- Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C6)-Alkinyl, (C1-C6)-Alkoxy, (C3-C6)-Alkenyloxy, (C3-C6)-Alkinyloxy, wobei die letztgenannten 6 Reste durch einen oder mehrere Reste bevorzugt aus der Gruppe Halogen wie F, Cl, Br oder I oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein können, ist,
R5 H, Halogen wie F, Cl, Br, J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)- Alkyl, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen wie F, Cl, Br oder J oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann oder (C1-C5)-Alkoxy, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, I) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, ist
R6 und R6' gleich oder verschieden H oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie C1-C6-Alkyl (z. B. Me, Et, nPr, iPr, cPr) ist, wobei R6 und R6' einen Ring bilden können, der unsubstituiert oder substituiert ist,
R7 H, Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind, oder R7 N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino, N-Acylamino, oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C3)-Alkyl, (C1-C3)-Haloalkyl, Halogen, (C1-C3)- Alkyl-(N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino), (C1-C3)-Alkyl-(N-Acylamino) oder (C1-C3)-Alkyl ist,
R6'' ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C6)-Alkenyloxycarbony, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C6)-Cycloalkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C4-C8)-Cycloalkylalkyl, ist,
R7' Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind, oder R7' N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasser stoffoxyrest wie (C1-C3)-Alkyl, (C1-C3)-Haloalkyl, (C1-C3)-Alkyl-(N-(C1-C3)-Alkyl-N- Acylamino), (C1-C3)-Alkyl-(N-Acylamino) oder (C1-C3)-Alkyl, ist,
R6''' Halogen wie F, Cl, Br oder J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-kohlenstoffhaltiger Rest wie (C1-C6)-Alkyl, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, I) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, (C1-C6)- Alkoxy, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, J) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, substituiertes oder unsubstituiertes Alkoxycarbonyl, (C1-C6)-Mono- oder dialkylamino, N-(C1-C6)-Alkyl-N-acylamino oder N-Acylamino, ist,
R7'' Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind oder R7' ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20- Kohlenwasserstoffrest oder Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)- Haloalkyl, (C1-C6)-Alkoxy oder (C1-C6)-Haloalkoxy ist,
M+ ein primäres, sekundäres, tertiäres oder quartäres, vorzugsweise ein quartäres Ammoniumion ist,
X substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkoxyl, Halogen wie F, Cl, Br oder J, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Mercapto-alkyl oder (C1-C3)-Mono- oder (C1-C3)- Dialkylamino ist,
Y substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkoxyl, Halogen wie F, Cl, Br oder J, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Mercapto-alkyl oder (C1-C3)-Mono- oder (C1-C3)- Dialkylamino ist, und
Z C-Halogen wie CF, CCl, CBr oder CJ, CH, oder N ist und
b) übliche Hilfs- und Zusatzstoffe.
R2 ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)- Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Cycloalkyl ist;
R3 ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)- Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Cycloalkyl ist,
R4 Halogen wie F, Cl, Br, J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)- Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C6)-Alkinyl, (C1-C6)-Alkoxy, (C3-C6)-Alkenyloxy, (C3-C6)-Alkinyloxy, wobei die letztgenannten 6 Reste durch einen oder mehrere Reste bevorzugt aus der Gruppe Halogen wie F, Cl, Br oder I oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein können, ist,
R5 H, Halogen wie F, Cl, Br, J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)- Alkyl, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen wie F, Cl, Br oder J oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann oder (C1-C5)-Alkoxy, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, I) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, ist
R6 und R6' gleich oder verschieden H oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie C1-C6-Alkyl (z. B. Me, Et, nPr, iPr, cPr) ist, wobei R6 und R6' einen Ring bilden können, der unsubstituiert oder substituiert ist,
R7 H, Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind, oder R7 N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino, N-Acylamino, oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C3)-Alkyl, (C1-C3)-Haloalkyl, Halogen, (C1-C3)- Alkyl-(N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino), (C1-C3)-Alkyl-(N-Acylamino) oder (C1-C3)-Alkyl ist,
R6'' ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C6)-Alkenyloxycarbony, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C6)-Cycloalkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C4-C8)-Cycloalkylalkyl, ist,
R7' Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind, oder R7' N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasser stoffoxyrest wie (C1-C3)-Alkyl, (C1-C3)-Haloalkyl, (C1-C3)-Alkyl-(N-(C1-C3)-Alkyl-N- Acylamino), (C1-C3)-Alkyl-(N-Acylamino) oder (C1-C3)-Alkyl, ist,
R6''' Halogen wie F, Cl, Br oder J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-kohlenstoffhaltiger Rest wie (C1-C6)-Alkyl, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, I) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, (C1-C6)- Alkoxy, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, J) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, substituiertes oder unsubstituiertes Alkoxycarbonyl, (C1-C6)-Mono- oder dialkylamino, N-(C1-C6)-Alkyl-N-acylamino oder N-Acylamino, ist,
R7'' Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind oder R7' ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20- Kohlenwasserstoffrest oder Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)- Haloalkyl, (C1-C6)-Alkoxy oder (C1-C6)-Haloalkoxy ist,
M+ ein primäres, sekundäres, tertiäres oder quartäres, vorzugsweise ein quartäres Ammoniumion ist,
X substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkoxyl, Halogen wie F, Cl, Br oder J, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Mercapto-alkyl oder (C1-C3)-Mono- oder (C1-C3)- Dialkylamino ist,
Y substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkoxyl, Halogen wie F, Cl, Br oder J, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Mercapto-alkyl oder (C1-C3)-Mono- oder (C1-C3)- Dialkylamino ist, und
Z C-Halogen wie CF, CCl, CBr oder CJ, CH, oder N ist und
b) übliche Hilfs- und Zusatzstoffe.
Die Sulfonylharnstoffsalze der Formel (Ia) sind neu und ebenfalls Gegenstand dieser
Erfindung.
In der Formel (Ia) sowie den anderen in dieser Anmeldung verwendeten Formeln
können die Reste Alkyl, Alkoxy, Haloalkyl, Haloalkoxy, Alkylamino und Alkylthio
sowie die entsprechenden ungesättigten und/oder substituierten Reste im
Kohlenstoffgerüst jeweils geradkettig oder verzweigt sein. Alkylreste, auch in den
zusammengesetzten Bedeutungen wie Alkoxy, Haloalkyl usw., bedeuten z. B.
Methyl, Ethyl, n- oder i-Propyl, n-, i-, t- oder 2-Butyl, Pentyle, Hexyle, wie n-Hexyl, i-
Hexyl und 1,3-Dimethylbutyl, Heptyle, wie n-Heptyl, 1-Methylhexyl und 1,4-
Dimethylpentyl; Alkenyl- und Alkinylreste haben die Bedeutung der den Alkylresten
entsprechenden möglichen ungesättigten Reste, Alkenyl bedeutet z. B. Allyl,
1-Methylprop-2-en-1-yl, 2-Methylprop-2-en-1-yl, But-2-en-1-yl, But-3-en-1-yl,
1-Methyl-but-3-en-1-yl und 1-Methyl-but-2-en-1-yl; Alkinyl bedeutet z. B. Propargyl,
But-2-in-1-yl, But-3-in-1-yl, 1-Methyl-but-3-in-1-yl.
Die in dieser Anmeldung verwendeten Abkürzungen haben folgende Bedeutung:
Me = Methyl, Et = Ethyl, Pr = Propyl, Bu = Butyl, nPr = n-Propyl, iPr = iso-Propyl, cPr = Cyclopropyl, nBu = n-Butyl, iBu = iso-Butyl, sBu = sekundäres Butyl, tBu = tertiäres Butyl, cBu = Cyclobutyl, Ph = Phenyl.
Me = Methyl, Et = Ethyl, Pr = Propyl, Bu = Butyl, nPr = n-Propyl, iPr = iso-Propyl, cPr = Cyclopropyl, nBu = n-Butyl, iBu = iso-Butyl, sBu = sekundäres Butyl, tBu = tertiäres Butyl, cBu = Cyclobutyl, Ph = Phenyl.
Unter dem Begriff Ammoniumionen sind auch "quarternierte" Stickstoffsysteme mit
einem sp2-hybridisiertem N-Atom wie Pyridiniumionen eingeschlossen.
Halogen bedeutet beispielsweise Fluor, Chlor, Brom oder Iod. Haloalkyl, -alkenyl und
-alkinyl bedeuten durch Halogen, vorzugsweise durch Fluor, Chlor und/oder Brom,
insbesondere durch Fluor oder Chlor, teilweise oder vollständig substituiertes Alkyl,
Alkenyl bzw. Alkinyl, z. B. CF3, CHF2, CH2F, CF3CF2, CH2FCHCl, CCl3, CHCl2,
CH2CH2Cl; Haloalkoxy ist z. B. OCF3, OCHF2, OCH2F, CF3CF2O, OCH2CF3 und
OCH2CH2Cl; entsprechendes gilt für Haloalkenyl und andere durch Halogen
substituierte Reste.
Aryl bedeutet ein mono-, bi- oder polycyclisches aromatisches System,
beispielsweise Phenyl, Naphthyl, Tetrahydronaphthyl, Indenyl, Indanyl, Pentalenyl,
Fluorenyl und ähnliches, vorzugsweise Phenyl.
Ein heterocyclischer Rest oder Ring (Heterocyclyl) kann gesättigt, ungesättigt oder
heteroaromatisch und unsubstituiert oder substituiert sein; er enthält vorzugsweise
ein oder mehrere Heteroatome im Ring, vorzugsweise aus der Gruppe N, O und S,
vorzugsweise ist er ein aliphatischer Heterocyclylrest mit 3 bis 7 Ringatomen oder
ein heteroaromatischer Rest mit 5 oder 6 Ringatome und enthält 1, 2 oder 3
Heteroatome. Der heterocyclische Rest kann z. B. ein heteroaromatischer Rest oder
Ring (Heteroaryl) sein, wie z. B. ein mono-, bi- oder polycyclisches aromatisches
System, in dem mindestens 1 Ring ein oder mehrere Hereoatome enthält,
beispielsweise Pyridyl, Pyrimidinyl, Pyridazinyl, Pyrazinyl, Triazinyl, Thienyl,
Thiazolyl, Oxazolyl, Furyl, Pyrrolyl, Pyrazolyl und Imidazolyl, oder ist ein partiell oder
vollständig hydrierter Rest wie Oxiranyl, Oxetanyl, Pyrrolidyl, Piperidyl, Piperazinyl,
Dioxolanyl, Morpholinyl, Tetrahydrofuryl. Als Substituenten für einen substituierten
heterocyclischen Rest kommen die weiter unten genannten Substituenten in Frage,
zusätzlich auch Oxo. Die Oxogruppe kann auch an den Heteroringatomen, die in
verschiedenen Oxidationsstufen existieren können, z. B. bei N und S, auftreten.
Substituierte Reste, wie substituierte Kohlenwasserstoffreste, z. B. substituiertes
Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Aryl, Phenyl und Benzyl, oder substituiertes Heteroaryl, ein
substituierter bicyclischer Rest oder Ring oder ein substituierter bicyclischer Rest,
gegebenenfalls mit aromatischen Anteilen, bedeuten beispielsweise einen vom
unsubstituierten Grundkörper abgeleiteten substituierten Rest, wobei die
Substituenten beispielsweise einen oder mehrere, vorzugsweise 1, 2 oder 3 Reste
aus der Gruppe Halogen, Alkoxy, Haloalkoxy, Alkylthio, Hydroxy, Amino, Nitro,
Cyano, Azido, Alkoxycarbonyl, Alkylcarbonyl, Formyl, Carbamoyl, Mono- und
Dialkylaminocarbonyl, substituiertes Amino wie Acylamino, Mono- und Dialkylamino,
und Alkylsulfinyl, Haloalkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Haloalkylsulfonyl und, im Falle
cyclischer Reste, auch Alkyl und Haloalkyl sowie den genannten gesättigten
kohlenwasserstoffhaltigen Resten entsprechende ungesättigte aliphatische Reste,
wie Alkenyl, Alkinyl, Alkenyloxy, Alkinyloxy etc. bedeuten. Bei Resten mit C-Atomen
sind solche mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere 1 oder 2 C-Atomen, bevorzugt.
Mono- und disubstituiertes Amino bedeutet z. B. Alkylamino, Dialkylamino,
Acylamino, Arylamino, N-Aryl-N-alkylamino.
Ein Acylrest bedeutet den Rest einer organischen Säure, z. B. den Rest einer
Carbonsäure und Reste davon abgeleiteter Säuren wie der Thiocarbonsäure,
gegebenenfalls N-substituierter Iminocarbonsäuren, oder der Rest von
Kohlensäuremonoestern, gegebenenfalls N-substituierter Carbaminsäure,
Sulfonsäuren, Sulfinsäuren, Phosphonsäuren, Phosphinsäuren. Acyl bedeutet
beispielsweise Formyl, Alkylcarbonyl wie (C1-C4-Alkyl)-carbonyl, Phenylcarbonyl,
wobei der Phenylring substituiert sein kann, z. B. wie oben für Phenyl gezeigt, oder
Alkyloxycarbonyl, Phenyloxycarbonyl, Benzyloxycarbonyl, Afkylsulfonyl, Afkylsulfinyl,
N-Alkyl-1-iminoalkyl und andere Reste von organischen Säuren.
Von der Formel (Ia) sind auch alle Stereoisomeren der Formel (Ia) umfaßt, sowie
deren Gemische. Solche Verbindungen der Formel (Ia) enthalten ein oder mehrere
asymmetrische C-Atome oder auch Doppelbindungen, die in der allgemeinen Formel
(Ia) nicht gesondert angegeben sind. Die durch ihre spezifische Raumform
definierten möglichen Stereoisomeren, wie Enantiomere, Diastereomere, Z- und E-
Isomere sind alle von den Formel (Ia) umfaßt und können nach üblichen Methoden
aus Gemischen der Stereoisomeren erhalten oder auch durch stereoselektive
Reaktionen in Kombination mit dem Einsatz von stereochemisch reinen
Ausgangsstoffen hergestellt werden.
Von besonderem Interesse sind Formulierungen, enthaltend Sulfonylharnstoff-Salze
der Formel (Ia), worin
R1 H oder Me,
R2 (C1-C3)-Alkyl oder (C1-C3)-Haloalkyl, insbesondere Me und Et,
R3 (C1-C3)-Alkyl oder (C1-C3)-Haloalkyl, insbesondere Me und Et,
R4 (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl oder (C1-C6)-Alkoxy, insbesondere Me, Et, OMe, OEt oder CF3,
R5 H, Halogen wie F, Cl, Br oder J, OMe, OEt, Me, CF3, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R5 in Formel (III) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen,
R6 und R6' gleich oder verschieden C1-C6-Alkyl sind, vorzugsweise R6 = Me, Et R6' = Me; R6 = Me, R6' = Et und R6 = Et, R6 = Et.
R7 H, Me, Et, CF3, F, Cl, Br, J, N[(C1-C3)-Alkyl]-R5, NH-R9, CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R10, CH2NH-R11, CH2CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R12, CH2CH2NH-R13, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R7 in Formel (IVa) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen, und die Reste R8 bis R13 H, (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl, CHO, COO(C1-C6)-Alkyl, COO(C1-C6)-Haloalkyl, SO2-(C1-C6)-Alkyl, SO2-(C1-C6)- Haloalkyl, CO-(C1-C6)-Alkyl oder CO-(C1-C6)-Haloalkyl bedeuten,
R6'' Me, Et, nPr, iPr, cPr, nBu, iBu, sBu, tBu, cBu, insbesondere Me oder Et
R7' Me, Et, CF3, F, Cl, Br, I, N[(C1-C5)-Alkyl]-R8, NH-(C1-C3)-Alkyl, CH2N[(C1-C3)- Alkyl]-R10, CH2NH-R11, CH2CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R12, CH2CH2NH-R13, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R7 in Formel (IVb) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen, und die Reste R8 und R10 bis R13 H, (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)- Haloalkyl, CHO, COO(C1-C6)-Alkyl, COO(C1-C6)-Haloalkyl, SO2-(C1-C6)-Alkyl, SO2- (C1-C6)-Haloalkyl, CO-(C1-C6)-Alkyl oder CO-(C1-C6)-Haloalkyl bedeuten,
R6''' Me, Et, Pr, CH2CH2CF3, OMe, OEt, OiPr, OCH2CH2Cl, F, Cl, COOMe, COOEt, COOnPr, COOiPr, unsubstituiertes oder substituiertes NH-(C1-C6)-Alkyl-Acyl, unsubstituiertes oder substituiertes NH-(C3-C7)-Cycloalkyl, unsubstituiertes oder substituiertes (C4-C8)-Cycloalkylalkyl, unsubstituiertes oder substituiertes N-(C3-C7)- Cycloalkyl-Aryl, unsubstituiertes oder substituiertes N-(C4-C8)-Cycloalkylalky-Acyl, vorzugsweise
N-(C1-C6)-Alkyl-CHO, N-(C1-C6)-Alkyl-CO-R, N-(C1-C5)-Alkyl-SO2R, NH-CHO, NH-CO-R, NHSO2R, wobei die Reste R (C1-C6)-(Halo)-Alkyl, (C1-C6)- (Halo)-Alkoxy, (C1-C3)-Alkoxy-(C1-C6)-Alkyl, (C1-C3)-Alkoxy-(C1-C6)-Alkoxy oder Mono- und Di-(C1-C6)-Alkylamino,
R7'' F, Cl, Me, Et, CF3, OCH3, OEt, OCH2CF3,
M+ [NR14R15R16R17]+, oder ein quarterniertes Pyridiniumion [Py-R25]+ ist, wobei R14 bis R16 gleich oder verschieden H oder substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)- (Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl sind und
R17 und R25 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl sind und wobei zwei Reste R14/R15 und R16/R17 zusammen einen unsubstituierten oder substituierten Ring bilden können,
X Me, Et, Pr, iPr, CF3, CCl3, OMe, OEt, OiPr, OCHCl2, OCH2CCl3, OCH2CF3, F, Cl, Br, SMe, SEt, NHMe, NMe2, NHEt, vorzugsweise OMe, OEt, Me, Cl
Y Me, Et, Pr, iPr, CF3, CCl3, OMe, OEt, OiPr, OCHCl2, OCH2CCl3, OCH2CF3, F, Cl, Br, SMe, SEt, NHMe, NMe2, NHEt, vorzugsweise OMe, OEt, Me, Cl und
Z CH und N
bedeuten.
R1 H oder Me,
R2 (C1-C3)-Alkyl oder (C1-C3)-Haloalkyl, insbesondere Me und Et,
R3 (C1-C3)-Alkyl oder (C1-C3)-Haloalkyl, insbesondere Me und Et,
R4 (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl oder (C1-C6)-Alkoxy, insbesondere Me, Et, OMe, OEt oder CF3,
R5 H, Halogen wie F, Cl, Br oder J, OMe, OEt, Me, CF3, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R5 in Formel (III) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen,
R6 und R6' gleich oder verschieden C1-C6-Alkyl sind, vorzugsweise R6 = Me, Et R6' = Me; R6 = Me, R6' = Et und R6 = Et, R6 = Et.
R7 H, Me, Et, CF3, F, Cl, Br, J, N[(C1-C3)-Alkyl]-R5, NH-R9, CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R10, CH2NH-R11, CH2CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R12, CH2CH2NH-R13, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R7 in Formel (IVa) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen, und die Reste R8 bis R13 H, (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl, CHO, COO(C1-C6)-Alkyl, COO(C1-C6)-Haloalkyl, SO2-(C1-C6)-Alkyl, SO2-(C1-C6)- Haloalkyl, CO-(C1-C6)-Alkyl oder CO-(C1-C6)-Haloalkyl bedeuten,
R6'' Me, Et, nPr, iPr, cPr, nBu, iBu, sBu, tBu, cBu, insbesondere Me oder Et
R7' Me, Et, CF3, F, Cl, Br, I, N[(C1-C5)-Alkyl]-R8, NH-(C1-C3)-Alkyl, CH2N[(C1-C3)- Alkyl]-R10, CH2NH-R11, CH2CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R12, CH2CH2NH-R13, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R7 in Formel (IVb) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen, und die Reste R8 und R10 bis R13 H, (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)- Haloalkyl, CHO, COO(C1-C6)-Alkyl, COO(C1-C6)-Haloalkyl, SO2-(C1-C6)-Alkyl, SO2- (C1-C6)-Haloalkyl, CO-(C1-C6)-Alkyl oder CO-(C1-C6)-Haloalkyl bedeuten,
R6''' Me, Et, Pr, CH2CH2CF3, OMe, OEt, OiPr, OCH2CH2Cl, F, Cl, COOMe, COOEt, COOnPr, COOiPr, unsubstituiertes oder substituiertes NH-(C1-C6)-Alkyl-Acyl, unsubstituiertes oder substituiertes NH-(C3-C7)-Cycloalkyl, unsubstituiertes oder substituiertes (C4-C8)-Cycloalkylalkyl, unsubstituiertes oder substituiertes N-(C3-C7)- Cycloalkyl-Aryl, unsubstituiertes oder substituiertes N-(C4-C8)-Cycloalkylalky-Acyl, vorzugsweise
N-(C1-C6)-Alkyl-CHO, N-(C1-C6)-Alkyl-CO-R, N-(C1-C5)-Alkyl-SO2R, NH-CHO, NH-CO-R, NHSO2R, wobei die Reste R (C1-C6)-(Halo)-Alkyl, (C1-C6)- (Halo)-Alkoxy, (C1-C3)-Alkoxy-(C1-C6)-Alkyl, (C1-C3)-Alkoxy-(C1-C6)-Alkoxy oder Mono- und Di-(C1-C6)-Alkylamino,
R7'' F, Cl, Me, Et, CF3, OCH3, OEt, OCH2CF3,
M+ [NR14R15R16R17]+, oder ein quarterniertes Pyridiniumion [Py-R25]+ ist, wobei R14 bis R16 gleich oder verschieden H oder substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)- (Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl sind und
R17 und R25 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl sind und wobei zwei Reste R14/R15 und R16/R17 zusammen einen unsubstituierten oder substituierten Ring bilden können,
X Me, Et, Pr, iPr, CF3, CCl3, OMe, OEt, OiPr, OCHCl2, OCH2CCl3, OCH2CF3, F, Cl, Br, SMe, SEt, NHMe, NMe2, NHEt, vorzugsweise OMe, OEt, Me, Cl
Y Me, Et, Pr, iPr, CF3, CCl3, OMe, OEt, OiPr, OCHCl2, OCH2CCl3, OCH2CF3, F, Cl, Br, SMe, SEt, NHMe, NMe2, NHEt, vorzugsweise OMe, OEt, Me, Cl und
Z CH und N
bedeuten.
Geeignete Kationen M+ sind cyclische Kationen wie [Py-R25]+ oder der Formel
[NR14R15R16R17]+
worin zwei Reste R14/R15 oder R16/R17 zusammen einen
unsubstituierten oder substituierten Ring bilden.
Beispielsweise können R14/R15 zusammen mit dem ladungstragenden Stickstoffatom
einen heterocyclischen Ring bilden, wie z. B. in den Formeln V-VII dargestellt,
oder
R14/R15 und R16/R17 bilden zusammen mit dem ladungstragenden Stickstoffatom ein bizyklisches System, wie z. B. in den Formeln VIII und IX dargestellt,
R14/R15 und R16/R17 bilden zusammen mit dem ladungstragenden Stickstoffatom ein bizyklisches System, wie z. B. in den Formeln VIII und IX dargestellt,
Bevorzugte Ammonium-Kationen M⊕ sind dadurch gekennzeichnet, daß
R14 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl,
R15 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl oder H,
R16 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl oder H,
R17 substituiertes oder unsubstituiertes (C1 -C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl oder H,
oder NR14R15 ein heterocyclisches System bilden, wie z. B. in Formel (V) oder (VI) dargestellt
R14 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl,
R15 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl oder H,
R16 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl oder H,
R17 substituiertes oder unsubstituiertes (C1 -C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl oder H,
oder NR14R15 ein heterocyclisches System bilden, wie z. B. in Formel (V) oder (VI) dargestellt
Besonders bevorzugte Kationen M⊕ sind dadurch gekennzeichnet, daß die Reste
R14 (C1-C22)-Alkyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, Phenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl, O-(CH2-CH2-O)x(CO)-(C1-C3)-alkoxy, C1-C10-Alkyl, das ebenfalls durch einen der Reste O-(CH2-CH2)x-OH, O-(CH2-CH2)x-O-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl, oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, substituiert sein kann,
(C3-C22)-Alkenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkenyl-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Doppelbindungen trägt,
(C3-C22)-Alkinyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkinyl-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Dreifachbindungen trägt, wobei
x eine ganze Zahl von 1-40 ist,
R15 bis R17 gleich oder voneinander verschieden substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)- (Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl,
R25 (C1-C22)-Alkyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, Phenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl, O-(CH2-CH2-O)x(CO)-(C1-C3)-alkoxy, C1-C10-Alkyl, das ebenfalls durch einen der Reste O-(CH2-CH2)x-OH, O-(CH2-CH2)x-O-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl, oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, substituiert sein kann,
(C3-C22)-Alkenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkenyl-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Doppelbindungen trägt,
(C3-C22)-Alkinyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkinyl-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Dreifachbindungen trägt,
wobei x eine ganze Zahl von 1 bis 40 ist,
bedeuten.
R14 (C1-C22)-Alkyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, Phenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl, O-(CH2-CH2-O)x(CO)-(C1-C3)-alkoxy, C1-C10-Alkyl, das ebenfalls durch einen der Reste O-(CH2-CH2)x-OH, O-(CH2-CH2)x-O-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl, oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, substituiert sein kann,
(C3-C22)-Alkenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkenyl-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Doppelbindungen trägt,
(C3-C22)-Alkinyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkinyl-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Dreifachbindungen trägt, wobei
x eine ganze Zahl von 1-40 ist,
R15 bis R17 gleich oder voneinander verschieden substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)- (Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl,
R25 (C1-C22)-Alkyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, Phenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl, O-(CH2-CH2-O)x(CO)-(C1-C3)-alkoxy, C1-C10-Alkyl, das ebenfalls durch einen der Reste O-(CH2-CH2)x-OH, O-(CH2-CH2)x-O-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl, oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, substituiert sein kann,
(C3-C22)-Alkenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkenyl-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Doppelbindungen trägt,
(C3-C22)-Alkinyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkinyl-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Dreifachbindungen trägt,
wobei x eine ganze Zahl von 1 bis 40 ist,
bedeuten.
Besonders bevorzugt sind Kationen M+, bei denen
R14 bis R15 und R25 gleich oder voneinander verschieden (C1-C22)-Alkyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)- Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)- alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, Phenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2CH2O)xH, O-(CH2CH2O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)- (C1-C3)-alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, C1-C10-Alkyl, das ebenfalls durch einen der Reste O-(CH2-CH2)x-OH, O-(CH2-CH2)x-O-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x- (CO)-(C1-C3)-alkyl, oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy,
substituiert sein kann,
(C3-C22)-Alkenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkenly-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt, ist bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Doppelbindungen trägt,
(C3-C22)-Alkinyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkinly-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Dreifachbindungen trägt,
wobei x eine ganze Zahl von 1 bis 40 ist.
R14 bis R15 und R25 gleich oder voneinander verschieden (C1-C22)-Alkyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)- Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)- alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, Phenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2CH2O)xH, O-(CH2CH2O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)- (C1-C3)-alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, C1-C10-Alkyl, das ebenfalls durch einen der Reste O-(CH2-CH2)x-OH, O-(CH2-CH2)x-O-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x- (CO)-(C1-C3)-alkyl, oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy,
substituiert sein kann,
(C3-C22)-Alkenyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkenly-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt, ist bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Doppelbindungen trägt,
(C3-C22)-Alkinyl, unsubstituiert oder substituiert durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe (C1-C5)-Alkyl, (C1-C5)-Alkoxy, (C1-C5)-Haloalkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, O-(CH2-CH2-O)xH, O-(CH2-CH2-O)x-(C1-C3)-Alkyl, O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkyl oder O-(CH2-CH2-O)x-(CO)-(C1-C3)-alkoxy, und wobei der Alkinly-Rest einfach oder mehrfach ungesättigt ist, bevorzugt jedoch zwischen einer und drei Dreifachbindungen trägt,
wobei x eine ganze Zahl von 1 bis 40 ist.
Die oben genannten Sulfonylharnstoffsalze, vorzugsweise der Formel (Ia), in
Kombination mit Hilfsstoffen und Zusatzstoffen, eignen sich für die Herstellung von
Formulierungen insbesondere für die Herstellung von EC-Formulierungen.
Als Formulierungsmöglichkeiten kommen beispielsweise in Frage: Spritzpulver
(WP), wasserlösliche Pulver (SP), wasserlösliche Konzentrate, emulgierbare
Konzentrate (EC), Emulsionen (EW), wie Öl-in-Wasser- und Wasser-in-Öl-
Emulsionen, versprühbare Lösungen, Suspensionskonzentrate (SC), Dispersionen
auf Öl- oder Wasserbasis, ölmischbare Lösungen, Kapselsuspensionen (CS),
Stäubemittel (DP), Beizmittel, Granulate für die Streu- und Bodenapplikation,
Granulate (GR) in Form von Mikro-, Sprüh-, Aufzugs- und Adsorptionsgranulaten,
wasserdispergierbare Granulate (WG), wasserlösliche Granulate (SG),
ULV-Formulierungen, Mikrokapseln und Wachse.
Diese einzelnen Formulierungstypen sind im Prinzip bekannt und werden
beispielsweise beschrieben in: Winnacker-Küchler, "Chemische Technologie",
Band 7, C. Hauser Verlag München, 4. Aufl. 1986, Wade von Valkenburg, "Pesticide
Formulations", Marcel Dekker, N. Y., 1973; K. Martens, "Spray Drying" Handbook,
3rd Ed. 1979, G. Goodwin Ltd. London.
Formulierungshilfsmittel wie Inertmaterialien, Tenside, Lösungsmittel und weitere
Zusatzstoffe sind ebenfalls bekannt und werden beispielsweise beschrieben in:
Watkins, "Handbook of Insecticide Dust Diluents and Carriers", 2nd Ed., Darland
Books, Caldwell N. J., H.v. Olphen, "Introduction to Clay Colloid Chemistry"; 2nd Ed.,
J. Wiley & Sons, N. Y.; C. Marsden, "Solvents Guide"; 2nd Ed., Interscience, N. Y.
1963; McCutcheon's "Detergents and Emulsifiers Annual", MC Publ. Corp.,
Ridgewood N. J.; Sisley and Wood, "Encyclopedia of
Surface Active Agents", Chem. Publ. Co. Inc., N. Y. 1964; Schönfeldt,
"Grenzflächenaktive Äthylenoxidaddukte", Wiss. Verlagsgesell., Stuttgart 1976;
Winnacker-Küchler, "Chemische Technologie", Band 7, C. Hauser Verlag München,
4. Aufl. 1986.
Auf der Basis dieser Formulierungen lassen sich auch Kombinationen mit anderen
pestizid wirksamen Stoffen, wie z. B. Insektiziden, Akariziden, Herbiziden,
Fungiziden, sowie mit Safenern wie 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-(ethoxycarbonyl)-5-
methyl-2-pyrazolin-3-carbonsäureethylester (Mefenpyr) oder 5,5-Diphenyl-2-
isoxazolin-carbonsäureethylester, Düngemitteln und/oder Wachstumsregulatoren
herstellen, z. B. in Form einer Fertigformulierung oder als Tankmix.
Spritzpulver sind in Wasser gleichmäßig dispergierbare Präparate, die neben dem
Wirkstoff außer einem Verdünnungs- oder Inertstoff noch Tenside ionischer und/oder
nichtionischer Art (Netzmittel, Dispergiermittel), z. B. polyoxyethylierte Alkylphenole,
polyoxethylierte Fettalkohole, polyoxethylierte Fettamine,
Fettalkoholpolyglykolethersulfate, Alkansulfonate, Alkylbenzolsulfonate,
ligninsulfonsaures Natrium, 2,2'-dinaphthylmethan-6,6'-disulfonsaures Natrium,
dibutylnaphthalin-sulfonsaures Natrium oder auch oleoylmethyltaurinsaures Natrium
enthalten. Zur Herstellung der Spritzpulver werden die herbiziden Wirkstoffe
beispielsweise in üblichen Apparaturen wie Hammermühlen, Gebläsemühlen und
Luftstrahlmühlen feingemahlen und gleichzeitig oder anschließend mit den
Formulierungshilfsmitteln vermischt.
Emulgierbare Konzentrate werden durch Auflösen des Wirkstoffes in einem
organischen Lösungsmittel z. B. Butanol, Cyclohexanon, Dimethylformamid, Xylol
oder auch höhersiedenden Aromaten oder Kohlenwasserstoffen oder Mischungen
der organischen Lösungsmittel unter Zusatz von einem oder mehreren Tensiden
ionischer und/oder nichtionischer Art (Emulgatoren) hergestellt. Als Emulgatoren
können beispielsweise verwendet werden: Alkylarylsulfonsaure Calzium-Salze wie
Ca-dodecylbenzolsulfonat oder nichtionische Emulgatoren wie
Alkylarylpolyglykolether, die von para-Alkyl Phenol Ethoxylaten verschieden sind,
Fettsäurepolyglykolester, Fettalkoholpolyglykolether, Propylenoxid-Ethylenoxid-
Kondensationsprodukte, Alkylpolyether, Sorbitanester wie
z. B. Sorbitanfettsäureester oder Polyoxethylensorbitanester wie z. B.
Polyoxyethylensorbitanfettsäureester.
Stäubemittel erhält man durch Vermahlen des Wirkstoffes mit fein verteilten festen
Stoffen, z. B. Talkum, natürlichen Tonen, wie Kaolin, Bentonit und Pyrophyllit, oder
Diatomeenerde.
Suspensionskonzentrate können auf Wasser- oder Ölbasis sein. Sie können
beispielsweise durch Naß-Vermahlung mittels handelsüblicher Perlmühlen und
gegebenenfalls Zusatz von Tensiden, wie sie z. B. oben bei den anderen
Formulierungstypen bereits aufgeführt sind, hergestellt werden.
Emulsionen, z. B. Öl-in-Wasser-Emulsionen (EW), lassen sich beispielsweise mittels
Rührern, Kolloidmühlen und/oder statischen Mischern unter Verwendung von
wäßrigen organischen Lösungsmitteln und gegebenenfalls Tensiden, wie sie z. B.
oben bei den anderen Formulierungstypen bereits aufgeführt sind, herstellen.
Granulate können entweder durch Verdüsen des Wirkstoffes auf adsorptionsfähiges,
granuliertes Inertmaterial hergestellt werden oder durch Aufbringen von
Wirkstoffkonzentraten mittels Klebemitteln, z. B. Zucker und Pentosen und Hexosen
oder auch Mineralölen, auf die Oberfläche von Trägerstoffen wie Sand, Kaolinite
oder von granuliertem Inertmaterial. Auch können geeignete Wirkstoffe in der für die
Herstellung von Düngemittelgranulaten üblichen Weise - gewünschtenfalls in
Mischung mit Düngemitteln - granuliert werden.
Wasserdispergierbare Granulate werden in der Regel nach den üblichen Verfahren
wie Sprühtrocknung, Wirbelbett-Granulierung, Teller-Granulierung, Mischung mit
Hochgeschwindigkeitsmischern und Extrusion ohne festes Inertmaterial hergestellt.
Zur Herstellung von Teller-, Fließbett-, Extruder- und Sprühgranulate siehe z. B.
Verfahren in "Spray-Drying Handbook" 3rd ed. 1979, G. Goodwin Ltd., London; J. E.
Browning, "Agglomeration", Chemical and Engineering 1967, Seiten 147 ff; "Perry's
Chemical Engineer's Handbook", 5th Ed., McGraw-Hill, New York 1973, S. 8-57.
Für weitere Einzelheiten zur Formulierung von Pflanzenschutzmitteln siehe z. B. G. C.
Klingman, "Weed Control as a Science", John Wiley and Sons, Inc., New York,
1961, Seiten 81-96 und J. D. Freyer, S. A. Evans, "Weed Control Handbook", 5th Ed.,
Blackwell Scientific Publications, Oxford, 1968, Seiten 101-103.
Daneben enthalten die genannten Wirkstofformulierungen gegebenenfalls die jeweils
üblichen Haft-, Netz-, Dispergier-, Emulgier-, Penetrations-, Konservierungs-,
Frostschutz- und Lösungsmittel, Füll-, Träger- und Farbstoffe, Entschäumer,
Verdunstungshemmer und den pH-Wert und die Viskosität beeinflussende Mittel.
Neu und ebenfalls Gegenstand dieser Erfindung ist die Verwendung der Hilfsstoffe
der Formel (XVIII) und (XIX) als Formulierungshilfsstoffe für agrochemische
Formulierungen sowie deren Verwendung in der Synthese von Salzen von
agrochemischen Wirkstoffen mit acidem Proton/aciden Protonen.
Die Hilfsstoffe der Formel (XVIII) bzw. (XIX) können als Reinsubstanz oder in Form
eines festen oder flüssigen Gemisches eingesetzt werden. In den Formeln (XVIII)
und (XIX) können die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander einen ganzzahligen
Wert von 0 bis 50 annehmen. Bei dem Rest R handelt es sich um einen C8-C40-Alkyl-Rest.
Dieser kann gesättigt oder ungesättigt, linear oder verzweigt sein. Bei M⊕
handelt es sich um ein Ammoniumion oder um ein Metallkation wie z. B. ein
Alkalimetallion wie Natrium- oder Kaliumion.
EO bedeutet Ethoxyeinheit, PO bedeutet Propoxyeinheit bei R', R", R''' handelt es
sich um substituierte oder unsubstituierte (C1-C100)-Alkylreste, wobei die Alkylreste
gesättigt oder ungesättigt, linear oder verzweigt sein können. Als Substituenten
kommen beispielsweise F, Cl, Br oder I oder eine Hydroxy- oder Aminofunktion in
Frage. In dieser Definition ist auch die Substitution eines Kohlenstoffatoms der
Alkylkette durch ein oder mehrere Sauerstoff- oder Stickstoffatome umfaßt.
Als Kombinationspartner für die Sulfonylharnstoffsalze in den erfindungsgemäßen
Formulierungen sind beispielsweise bekannte Wirkstoffe einsetzbar, wie sie z. B. aus
Weed Research 26, 441-445 (1986) oder "The Pesticide Manual", 11th edition, The
British Crop Protection Council and the Royal Soc. of Chemistry, 1997 und dort
zitierter Literatur beschrieben sind. Als bekannte Herbizide, die mit den
Sulfonylharnstoffsalzen kombiniert werden können, sind z. B. folgende Wirkstoffe zu
nennen (Anmerkung: Die Verbindungen sind entweder mit dem "common name"
nach der International Organization for Standardization (ISO) oder mit dem
chemischen Namen, ggf. zusammen mit einer üblichen Codenummer bezeichnet):
acetochlor; acifluorfen; aclonifen; AKH 7088, d. h. [[[1-[5-[2-Chloro-4-(trifluoromethyl)- phenoxy]-2-nitrophenyl]-2-methoxyethylidene]-amino]-oxy]-essigsäure und -essigsäuremethylester; alachlor; alloxydim; ametryn; amidosulfuron; amitrol; AMS, d. h. Ammoniumsulfamat; anilofos; asulam; atrazin; azafenidin; azimsulfuron (DPX- A8947); aziprotryn; barban; BAS 516 H, d. h. 5-Fluor-2-phenyl-4H-3,1-benzoxazin-4- on; BAS 620 H; BAS 6540OH; BAY FOE 5043; benazolin; benfluralin; benfuresate; bensulfuron-methyl; bensulide; bentazone; benzofenap; benzofluor; benzoylprop-ethyl; benzthiazuron; bialaphos; bifenox; bispyribac-Na; bromacil; bromobutide; bromofenoxim; bromoxynil; bromuron; buminafos; busoxinone; butachlor; butamifos; butenachlor; buthidazole; butralin; butroxydim; butylate; cafenstrole (CH-900); caloxydim; carbetamide; carfentrazone-ethyl; CDAA, d. h. 2-Chlor-N,N-di-2-propenylacetamid; CDEC, d. h. Diethyldithiocarbaminsäure-2- chlorallylester; chlomethoxyfen; chloramben; chlorazifop-butyl, chlorbromuron; chlorbufam; chlorfenac; chlorfiurecol-methyl; chloridazon; chlorimuron ethyl; chlornitrofen; chiorotoluron; chloroxuron; chlorpropham; chlorsulfuron; chlorthal-dimethyl; chlorthiamid; cinmethylin; cinosulfuron; clethodim; clodinafop und dessen Esterderivate (z. B. clodinafop-propargyl); clomazone; clomeprop; cloproxydim; clopyralid; cloransulam-methyl; cumyluron (JC 940); cyanazine; cycloate; cyclosulfamuron (AC 104); cycloxydim; cycluron; cyhalofop und dessen Esterderivate (z. B. Butylester, DEH-112); cyperquat; cyprazine; cyprazole; daimuron; 2,4-DB; dalapon; desmedipham; desmetryn; di-allate; dicamba; dichlobenil; dichlorprop; diclofop und dessen Ester wie diclofop-methyl; diclosulam, d. h. N-(2,6- Dichlorphenyl)-5-ethoxy-7-fluor-[1, 2,4]triazolo[1,5-c]pyrimidin-2-sulfonamid; diethatyl; difenoxuron; difenzoquat; diflufenican; diflufenzopyr (BAS 654 OOH), dimefuron; dimethachlor; dimethametryn; dimethenamid (SAN-582H); dimethazone, clomazon; dimethipin; dimetrasulfuron, dinitramine; dinoseb; dinoterb; diphenamid; dipropetryn; diquat; dithiopyr; diuron; DNOC; eglinazine-ethyl; EL 77, d. h. 5-Cyano-1-(1,1-dimethylethyl)-N-methyl-1H-pyrazole-4-carboxamid; endothal; EPTC; esprocarb; ethalfluralin; ethametsulfuron-methyl; ethidimuron; ethiozin; ethofumesate; F5231, d. h. N-[2-Chlor-4-fluor-5-[4-(3-fluorpropyl)-4,5-dihydro-5- oxo-1 H-tetrazol-1-yl]-phenyl]-ethansulfonamid; ethoxyfen und dessen Ester (z. B. Ethylester, HN-252); etobenzanid (HW 52); fenoprop; fenoxan, fenoxaprop und fenoxaprop-P sowie deren Ester, z. B. fenoxaprop-P-ethyl und fenoxaprop-ethyl; fenoxydim; fenuron; flamprop-methyl; flazasulfuron; fluazifop und fluazifop-P und deren Ester, z. B. fluazifop-butyl und fluazifop-P-butyl; fluchloralin; flumetsulam; flumeturon; flumiclorac und dessen Ester (z. B. Pentylester, S-23031); flumioxazin (S-482); flumipropyn; flupoxam (KNW-739); fluorodifen; fluoroglycofen-ethyl; flupropacil (UBIC-4243); flupyrsulfuron-methyl-sodium; fluridone; flurochloridone; fluroxypyr; flurtamone; fluthiacet-methyl; fomesafen; fosamine; furyloxyfen; glufosinate; glyphosate; halosafen; halosulfuron und dessen Ester (z. B. Methylester, NC-319); haloxyfop und dessen Ester; haloxyfop-P (= R-haloxyfop) und dessen Ester; hexazinone; imazamethabenz-methyl; imazamox; imazapyr; imazaquin und Salze wie das Ammoniumsalz; imazethamethapyr; imazethapyr; imazosulfuron; indanofan (MK-243), iodosulfuron, ioxynil; isocarbamid; isopropalin; isoproturon; isouron; isoxaben; isoxaflutole; isoxapyrifop; karbutilate; lactofen; lenacil; linuron; MCPA; MCPB; mecoprop; mefenacet; mefluidid; metamitron; metazachlor; methabenzthiazuron; metham; methazole; methoxyphenone; methyldymron; metobenzuron; metobromuron; metolachlor; metosulam (XRD 511); Äetoxuron; metribuzin; metsulfuron-methyl; MH; molinate; monalide; monocarbamide dihydrogensulfate; monolinuron; monuron; MT 128, d. h. 6-Chlor-N-(3-chlor-2- propenyl)-5-methyl-N-phenyl-3-pyridazinamin; MT 5950, d. h. N-[3-Chlor-4-(1- methylethyl)-phenyl]-2-methylpentanamid; naproanilide; napropamide; naptalam; NC 310, d. h. 4-(2,4-dichlorbenzoyl)-1-methyl-5-benzyloxypyrazol; neburon; nicosulfuron; nipyraclophen; nitralin; nitrofen; nitrofluorfen; norflurazon; orbencarb; oryzalin; oxadiargyl (RP-020630); oxadiazon; oxasulfuron; oxaziclomefone (MY-100); oxyfluorfen; paraquat; pebulate; pendimethalin; pentoxazone (KPP-314); perfluidone; phenisopham; phenmedipham; picloram; piperophos; piributicarb; pirifenop-butyl; pretilachlor; primisulfuron-methyl; procyazine; prodiamine; profluralin; proglinazine-ethyl; prometon; prometryn; propachlor; propanil; propaquizafop und dessen Ester; propazine; propham; propisochlor; propyzamide; prosulfalin; prosulfocarb; prosulfuron (CGA-152005); prynachlor; pyroflufen-ethyl; pyrazolinate; pyrazon; pyrazosulfuron-ethyl; pyrazoxyfen; pyribenzoxim (LGC-40836); pyributicarb; pyridate; pyriminobac-methyl; pyrithiobac (KIH-2031); pyroxofop und dessen Ester (z. B. Propargylester); quinclorac; quinmerac; quinofop und dessen Esterderivate, quizalofop und quizalofop-P und deren Esterderivate z. B. quizalofop-ethyl; quizalofop-P-tefuryl und -ethyl; renriduron; rimsulfuron (DPX-E 9636); S 275, d. h. 2-[4-Chlor-2-fluor-5-(2-propynyloxy)-phenyl]-4,5,6,7-tetrahydro- 2H-indazol; sechumeton; sethoxydim; siduron; simazine; simetryn; SN 106279, d. h. 2-[[7-[2-Chlor-4-(trifluormethyl)-phenoxy]-2-naphthalenyl]-oxy]-propansäure und -methylester; sulcotrione; sulfentrazon (FMC-97285, F-6285); sulfazuron; sulfometuron-methyl; sulfosate (ICI-A0224); sulfosulfuron; TCA; tebutam (GCP- 5544); tebuthiuron; terbacil; terbucarb; terbuchlor; terbumeton; terbuthylazine; terbutryn; TFH 450, d. h. N,N-Diethyl-3-[(2-ethyl-6-methylphenyl)-sulfonyl]-1H-1,2,4- triazol-1-carboxamid; thenylchlor (NSK-850); thiazafluron; thiazopyr (Mon-13200); thidiazimin (SN-24085); thifensulfuron-methyl; thiobencarb; tiocatbazil; tralkoxydim; tri-allate; triasulfuron; triaziflam, triazofenamide; tribenuron-methyl; triclopyr; tridiphane; trietazine; trifluralin; triflusulfuron und Ester (z. B. Methylester, DPX- 66037); trimeturon; tsitodef; vernolate; WL 110547, d. h. 5-Phenoxy-1-[3- (trifluormethyl)-phenyl]-1 H-tetrazol; JTC-101; UBH-509; D-489; LS 82-556; KPP-300; NC-324; NC-330; KH-218; DPX-N8189; SC-0774; DOWCO-535; DK-8910; V-53482; PP-600; MBH-001; KIH-9201; ET-751; KIH-6127 und KIH-2023.
acetochlor; acifluorfen; aclonifen; AKH 7088, d. h. [[[1-[5-[2-Chloro-4-(trifluoromethyl)- phenoxy]-2-nitrophenyl]-2-methoxyethylidene]-amino]-oxy]-essigsäure und -essigsäuremethylester; alachlor; alloxydim; ametryn; amidosulfuron; amitrol; AMS, d. h. Ammoniumsulfamat; anilofos; asulam; atrazin; azafenidin; azimsulfuron (DPX- A8947); aziprotryn; barban; BAS 516 H, d. h. 5-Fluor-2-phenyl-4H-3,1-benzoxazin-4- on; BAS 620 H; BAS 6540OH; BAY FOE 5043; benazolin; benfluralin; benfuresate; bensulfuron-methyl; bensulide; bentazone; benzofenap; benzofluor; benzoylprop-ethyl; benzthiazuron; bialaphos; bifenox; bispyribac-Na; bromacil; bromobutide; bromofenoxim; bromoxynil; bromuron; buminafos; busoxinone; butachlor; butamifos; butenachlor; buthidazole; butralin; butroxydim; butylate; cafenstrole (CH-900); caloxydim; carbetamide; carfentrazone-ethyl; CDAA, d. h. 2-Chlor-N,N-di-2-propenylacetamid; CDEC, d. h. Diethyldithiocarbaminsäure-2- chlorallylester; chlomethoxyfen; chloramben; chlorazifop-butyl, chlorbromuron; chlorbufam; chlorfenac; chlorfiurecol-methyl; chloridazon; chlorimuron ethyl; chlornitrofen; chiorotoluron; chloroxuron; chlorpropham; chlorsulfuron; chlorthal-dimethyl; chlorthiamid; cinmethylin; cinosulfuron; clethodim; clodinafop und dessen Esterderivate (z. B. clodinafop-propargyl); clomazone; clomeprop; cloproxydim; clopyralid; cloransulam-methyl; cumyluron (JC 940); cyanazine; cycloate; cyclosulfamuron (AC 104); cycloxydim; cycluron; cyhalofop und dessen Esterderivate (z. B. Butylester, DEH-112); cyperquat; cyprazine; cyprazole; daimuron; 2,4-DB; dalapon; desmedipham; desmetryn; di-allate; dicamba; dichlobenil; dichlorprop; diclofop und dessen Ester wie diclofop-methyl; diclosulam, d. h. N-(2,6- Dichlorphenyl)-5-ethoxy-7-fluor-[1, 2,4]triazolo[1,5-c]pyrimidin-2-sulfonamid; diethatyl; difenoxuron; difenzoquat; diflufenican; diflufenzopyr (BAS 654 OOH), dimefuron; dimethachlor; dimethametryn; dimethenamid (SAN-582H); dimethazone, clomazon; dimethipin; dimetrasulfuron, dinitramine; dinoseb; dinoterb; diphenamid; dipropetryn; diquat; dithiopyr; diuron; DNOC; eglinazine-ethyl; EL 77, d. h. 5-Cyano-1-(1,1-dimethylethyl)-N-methyl-1H-pyrazole-4-carboxamid; endothal; EPTC; esprocarb; ethalfluralin; ethametsulfuron-methyl; ethidimuron; ethiozin; ethofumesate; F5231, d. h. N-[2-Chlor-4-fluor-5-[4-(3-fluorpropyl)-4,5-dihydro-5- oxo-1 H-tetrazol-1-yl]-phenyl]-ethansulfonamid; ethoxyfen und dessen Ester (z. B. Ethylester, HN-252); etobenzanid (HW 52); fenoprop; fenoxan, fenoxaprop und fenoxaprop-P sowie deren Ester, z. B. fenoxaprop-P-ethyl und fenoxaprop-ethyl; fenoxydim; fenuron; flamprop-methyl; flazasulfuron; fluazifop und fluazifop-P und deren Ester, z. B. fluazifop-butyl und fluazifop-P-butyl; fluchloralin; flumetsulam; flumeturon; flumiclorac und dessen Ester (z. B. Pentylester, S-23031); flumioxazin (S-482); flumipropyn; flupoxam (KNW-739); fluorodifen; fluoroglycofen-ethyl; flupropacil (UBIC-4243); flupyrsulfuron-methyl-sodium; fluridone; flurochloridone; fluroxypyr; flurtamone; fluthiacet-methyl; fomesafen; fosamine; furyloxyfen; glufosinate; glyphosate; halosafen; halosulfuron und dessen Ester (z. B. Methylester, NC-319); haloxyfop und dessen Ester; haloxyfop-P (= R-haloxyfop) und dessen Ester; hexazinone; imazamethabenz-methyl; imazamox; imazapyr; imazaquin und Salze wie das Ammoniumsalz; imazethamethapyr; imazethapyr; imazosulfuron; indanofan (MK-243), iodosulfuron, ioxynil; isocarbamid; isopropalin; isoproturon; isouron; isoxaben; isoxaflutole; isoxapyrifop; karbutilate; lactofen; lenacil; linuron; MCPA; MCPB; mecoprop; mefenacet; mefluidid; metamitron; metazachlor; methabenzthiazuron; metham; methazole; methoxyphenone; methyldymron; metobenzuron; metobromuron; metolachlor; metosulam (XRD 511); Äetoxuron; metribuzin; metsulfuron-methyl; MH; molinate; monalide; monocarbamide dihydrogensulfate; monolinuron; monuron; MT 128, d. h. 6-Chlor-N-(3-chlor-2- propenyl)-5-methyl-N-phenyl-3-pyridazinamin; MT 5950, d. h. N-[3-Chlor-4-(1- methylethyl)-phenyl]-2-methylpentanamid; naproanilide; napropamide; naptalam; NC 310, d. h. 4-(2,4-dichlorbenzoyl)-1-methyl-5-benzyloxypyrazol; neburon; nicosulfuron; nipyraclophen; nitralin; nitrofen; nitrofluorfen; norflurazon; orbencarb; oryzalin; oxadiargyl (RP-020630); oxadiazon; oxasulfuron; oxaziclomefone (MY-100); oxyfluorfen; paraquat; pebulate; pendimethalin; pentoxazone (KPP-314); perfluidone; phenisopham; phenmedipham; picloram; piperophos; piributicarb; pirifenop-butyl; pretilachlor; primisulfuron-methyl; procyazine; prodiamine; profluralin; proglinazine-ethyl; prometon; prometryn; propachlor; propanil; propaquizafop und dessen Ester; propazine; propham; propisochlor; propyzamide; prosulfalin; prosulfocarb; prosulfuron (CGA-152005); prynachlor; pyroflufen-ethyl; pyrazolinate; pyrazon; pyrazosulfuron-ethyl; pyrazoxyfen; pyribenzoxim (LGC-40836); pyributicarb; pyridate; pyriminobac-methyl; pyrithiobac (KIH-2031); pyroxofop und dessen Ester (z. B. Propargylester); quinclorac; quinmerac; quinofop und dessen Esterderivate, quizalofop und quizalofop-P und deren Esterderivate z. B. quizalofop-ethyl; quizalofop-P-tefuryl und -ethyl; renriduron; rimsulfuron (DPX-E 9636); S 275, d. h. 2-[4-Chlor-2-fluor-5-(2-propynyloxy)-phenyl]-4,5,6,7-tetrahydro- 2H-indazol; sechumeton; sethoxydim; siduron; simazine; simetryn; SN 106279, d. h. 2-[[7-[2-Chlor-4-(trifluormethyl)-phenoxy]-2-naphthalenyl]-oxy]-propansäure und -methylester; sulcotrione; sulfentrazon (FMC-97285, F-6285); sulfazuron; sulfometuron-methyl; sulfosate (ICI-A0224); sulfosulfuron; TCA; tebutam (GCP- 5544); tebuthiuron; terbacil; terbucarb; terbuchlor; terbumeton; terbuthylazine; terbutryn; TFH 450, d. h. N,N-Diethyl-3-[(2-ethyl-6-methylphenyl)-sulfonyl]-1H-1,2,4- triazol-1-carboxamid; thenylchlor (NSK-850); thiazafluron; thiazopyr (Mon-13200); thidiazimin (SN-24085); thifensulfuron-methyl; thiobencarb; tiocatbazil; tralkoxydim; tri-allate; triasulfuron; triaziflam, triazofenamide; tribenuron-methyl; triclopyr; tridiphane; trietazine; trifluralin; triflusulfuron und Ester (z. B. Methylester, DPX- 66037); trimeturon; tsitodef; vernolate; WL 110547, d. h. 5-Phenoxy-1-[3- (trifluormethyl)-phenyl]-1 H-tetrazol; JTC-101; UBH-509; D-489; LS 82-556; KPP-300; NC-324; NC-330; KH-218; DPX-N8189; SC-0774; DOWCO-535; DK-8910; V-53482; PP-600; MBH-001; KIH-9201; ET-751; KIH-6127 und KIH-2023.
Zur Anwendung werden die in handelsüblicher Form vorliegenden Formulierungen
gegebenenfalls in üblicher Weise verdünnt z. B. bei Spritzpulvern, emulgierbaren
Konzentraten, Dispersionen und wasserdispergierbaren Granulaten mittels Wasser.
Die erfindungsgemäßen Formulierungen enthalten in der Regel 0,1 bis 99 Gew.-%,
insbesondere 0,1 bis 95 Gew.-%, Wirkstoff, vorzugsweise ein Sulfonylharnstoffsalz
der Formel (Ia). In Spritzpulvern beträgt die Wirkstoffkonzentration z. B. etwa 10 bis
90 Gew.-%, der Rest zu 100 Gew.-% besteht aus üblichen
Formulierungsbestandteilen. Bei emulgierbaren Konzentraten kann die
Wirkstoffkonzentration etwa 1 bis 90, vorzugsweise 5 bis 80 Gew.-% betragen.
Staubförmige Formulierungen enthalten 1 bis 30 Gew.-% Wirkstoff, vorzugsweise
meistens 5 bis 20 Gew.-% an Wirkstoff, versprühbare Lösungen enthalten etwa 0,05
bis 80, vorzugsweise 2 bis 50 Gew.-% Wirkstoff. Bei wasserdispergierbaren
Granulaten hängt der Wirkstoffgehalt zum Teil davon ab, ob die wirksame
Verbindung flüssig oder fest vorliegt und welche Granulierhilfsmittel, Füllstoffe usw.
verwendet werden. Bei den in Wasser dispergierbaren Granulaten liegt der Gehalt
an Wirkstoff beispielsweise zwischen 1 und 95 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 10
und 80 Gew.-%.
Staubförmige Formulierungen, Boden- bzw. Streugranulate sowie versprühbare
Lösungen werden vor der Anwendung üblicherweise nicht mehr mit weiteren inerten
Stoffen verdünnt.
Die erfindungsgemäßen EC-Formulierungen sind dadurch gekennzeichnet, daß der
Anteil an Sulfonylharnstoffsalzen im allgemeinen 00,1-70 Gew.-%, vorzugsweise
0,1-70 Gew.-%, besonders vorzugsweise 0,1-50 Gew.-% beträgt. Daneben können
weitere Agrochemikalien aus dem Bereich Pflanzenschutz - z. B. Herbizide,
Fungizide, Insektizide, Wachstumsregulatoren, Safener oder Dünger - zwischen 0
bis 70 Gew.-% enthalten sein. Es können auch zwischen 1 und 40 Gew.-%,
vorzugsweise 2-40 Gew.-% eines Tensid-Systems enthalten sein. Das Tensid-
System kann sich z. B. aus
- a) einem oder mehreren nicht-ionischen Tensiden,
- b) einem oder mehreren betainischen Tensiden,
- c) einem oder mehreren anionischen Tensiden,
- d) einem oder mehreren kationischen Tensiden, oder
- e) einem Gemisch aus den unter a)-d) genannten Tensiden
zusammensetzen.
In den EC-Formulierungen kann zwischen 0- und 95 Gew.-%, vorzugsweise
zwischen 5 und 95 Gew.-% eines Lösungsmittelsystems enthalten sein. Geeignete
Lösungsmittel sind beispielsweise
- a) ein unpolares Solvens, z. B. aromatische Kohlenwasserstoffe wie Solvesso®, Ester von langkettigen gesättigten oder ungesättigten (Fett-)Säuren und/oder Alkoholen wie z. B. Rapsölmethylester, oder ein Gemisch aus unpolaren Solventien
- b) ein polares protisches oder aprotisches Solvens z. B. Gamma-Butyrolacton, Propylencarbonat, Propionitril oder Methanol, Ethanol, oder auch Mischungen daraus oder
- c) Mischungen aus den oben unter a) und b) genannten Lösemittelsystemen.
Daneben können die erfindungsgemäßen EC-Formulierungen optional 3-90 Gew.-%
eines Netzmittels, das bioaktivierende Eigenschaften haben kann, oder auch eine
Mischung aus verschiedenen Netzmitteln, die bioaktivierende Eigenschaften haben
können oder andere bioaktivierende Hilfsstoffe (Adjuvantien) enthalten.
Optional können weitere stabilisierende Verbindungen, z. B. ph-Wert stabilisierende
Reagentien (z. B. PH 5-9), Substanzen mit entschäumenden Eigenschaften,
Säurefänger, Wasserfänger oder Kristallisationsinhibitoren enthalten sein.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Formulierungen
kennzeichnet sich dadurch, daß es sich um eine Dispersion handelt, wobei die
flüssige, homogene Phase wie voranstehend beschrieben aufgebaut ist und in die
eine oder mehrere unlösliche Verbindungen dispergiert sind. Bei den unlöslichen
Stoffen kann es sich um Agrochemikalien wie z. B. Herbizide, Insektizide, Fungizide,
Safener oder Dünger handeln, oder auch um Formulierungshilfsstoffe, wie z. B.
Tenside, die sich in der organischen Phase nicht lösen, wie z. B. Netzer IS (Fa.
Clariant).
Die erfindungsgemäßen EC-Formulierungen sind bevorzugt dadurch
gekennzeichnet, daß der Anteil an dem Sulfonylharnstoffsalz, insbesondere der
Formel (Ia) oder dem Gemisch aus Sulfonylharnstoffsalzen im allgemeinen
0,1-70,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,1-50,0 Gew.-% beträgt. Als geeignete Solventien
eignen sich polare Solventien wie z. B. gamma-Butyrolacton, Acetonitril, Propionitril;
ihr Anteil beträgt 5,0-95,0 Gew.-%. Um eine stabile Emulsion nach Zugabe in
Wasser zu erhalten, sollte das fertige EC-Produkt einen Gewichtsanteil von
2,0-40,0 Gew.-% eines Gemisches aus einem anionischen und einem nicht-ionischen
Surfactants oder eines Gemisches aus kationischen und nicht-ionischen Surfactants
enthalten. Daneben können optional weitere Bestandteile zu den EC-
Formulierungen zugesetzt werden: Durch Zugabe eines hydrophoben Solvens im
Bereich von 1,0-90,0 Gew.-% kann die Emulsionsbildung im wäßrigen
Spritzmischungen vorteilhaft beeinflußt werden. Als Lösungsmittelkomponenten
eignet sich z. B. Rapsölmethylester, aromatische Solventien wie z. B. Solvesso,
Ester von langkettigen Säuren und Alkoholen, oder auch Gemisch hydrophober
Solventien.
Optional können die so beschriebenen EC-Formulierungen einen Anteil von
3,0-90,0 Gew.-% an einem Netzmittel, das bioaktivierende Eigenschaften haben kann,
oder einem Gemisch aus Netzmitteln haben.
Agrochemische Kombinationspräparate können erhalten werden, indem
agrochemische Wirkstoffe, die sich gegenüber Sulfonylharnstoffsalzen chemisch
inert verhalten und in den für den erfindungsgemäßen Formulierungstyp typischen
Solvenssystem gut löslich sind, im Bereich zwischen 20,0-50,0 Gew.-% zugesetzt
werden. Dies ist für eine große Zahl von handelsüblichen Agrochemikalien der Fall.
Optional können die erfindungsgemäßen Formulierungen auch Stabilisatoren
enthalten, die z. B. den PH-Wert der Tankmischung zwischen 6 und 8 stabilisieren
sollen.
Erfindungsgemäße EC-Formulierungen weisen vorzugsweise folgende
Zusammensetzung auf:
- 1. der Gehalt an Sulfonylharnstoffsalzen beträgt im allgemeinen 0,1-70,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,1-50,0 Gew.-%; dabei können ein oder mehrere Wirkstoffe in der Formulierung enthalten sein
- 2. optional können weitere Agrochemikalien (Herbizide, Insektizide, Fungizide, Wachstumsregulatoren, Safener, Dünger) zwischen 0 bis 50,0 Gew.-% enthalten sein,
- 3. 5,0-95,0 Gew.-% eines polaren Solvens, wie z. B. Gamma-Butyrolacton, Acetonitril, Propionitril, Propylencarbonat, oder auch Mischungen davon enthalten sind
- 4. optional zwischen 1,0-90,0 Gew.-% eines hydrophoben Solvens, z. B. Rapsöl methylester, Aromatische Solventien, Ester von langkettigen Säuren und Alkoholen
- 5. 2,0-40,0 Gew.-% einer Mischung anionischer und nichtionischer Verbindungen enthalten sind oder
- 6. 2,0-40,0 Gew.-% einer Mischung kationischer und nichtionischer Verbindungen enthalten sind
- 7. optional 3,0-90,0 Gew.-% eines Netzmittels, das bioaktivierende Eigenschaften haben kann, bzw. einer Mischung aus verschiedenen Netzmitteln, die bioaktivierende Eigenschaften haben können, enthalten ist.
- 8. optional weitere, stabilisierende Agentien - z. B. pH-Wert stabilisierende Reagentien (pH-Wert zwischen 6 und 8), Substanzen mit entschäumenden Eigenschaften, Substanzen, die als Säurefänger, Wasserfänger oder Kristallisationhemmer dienen können.
Zur Herstellung einer EC-Formulierung können beispielsweise zwischen 0,1 bis
15,0 Gew.-% Sulfonylharnstoffsalz in 15,0 bis 25,0 Gew.-% Propylencarbonat und
30,0 bis 50,0 Gew.-% eines Aromaten oder Aromatengemisches (Siedebereich 219-282°C)
unter Rühren bei 20°C-30°C gelöst werden.
Nachdem das Sulfonylharnstoffsalz vollständig gelöst ist, gibt man 5,0 bis 15,0 Gew.-%
Calcium- oder Natriumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure oder eines
Salzgemisches, 5,0 bis 15,0 Gew.-% eines (C12-C18)-Fettsäurepolyglycolesters 40 EO
sowie 15,0 bis 20,0 Gew.-% eines Fettalkoholpolyglycolethers unter Rühren zu
der Lösung.
Optional kann noch ein Wasserfänger, ein Säurefänger, ein Entschäumer oder ein
Kristallisationshemmer eingesetzt werden.
Die in den erfindungsgemäßen Formulierungen enthaltenen Sulfonylharnstoffsalze,
z. B. der Formel (Ia) lassen sich aus bekannten Sulfonylharnstoffen oder
Sulfonylharnstoffmetallsalzen, insbesondere Alkalimetallsalzen (siehe z. B.
EP-A-30138, EP-A-7687) oder auch ausgehend von Sulfonamidsalzen z. B. auf folgende
Weisen herstellen:
- 1. Deprotonierung von neutralen Sulfonylharnstoffen z. B. der Formel (XIII) mit einer
geeigneten Base der Formel M+B- (Gl. 1), wobei B- zum Beispiel Hydroxy- oder
Alkoxyanionen, wie Methoxy, Ethoxy, nPropoxy, iPropoxy, nButoxy oder tButoxy
darstellen oder Anionen von Formulierungshilfsstoffen, die
mindestens eine OH-Gruppe tragen, z. B. Alkoholate, die alkoxyliert, z. B.
ethoxyliert oder propoxyliert sein können, wie C8H17(OCH2CH2)O⊖ und M+ ein
Ammoniumion ist.
Hierzu wird der Sulfonylharnstoff z. B. der Formel (XIII) in einem inerten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gelöst oder suspendiert und mit einem Äquivalent an M+B- bei Temperaturen zwischen -20°C und 100°C, vorzugsweise zwischen -10°C und 50°C umgesetzt. - 2. Umsalzung von Metallsalzen von Sulfonylharnstoffen z. B. der Formel (XIV), worin
Met⊕ ein Metallkation, bevorzugt ein Alkalimetallion wie Na+ oder K+ ist mit
geeigneten Reagentien der Formel M+X'- (Gl. 2), wobei M+ ein Ammoniumion ist
und X ein Anion, beispielsweise ein Halogenanion wie F-, Cl- oder Br- bedeutet
oder ein Phosphat-, Sulfat- oder Carboxylatanion sein kann, wobei diese
Definition anorganische sowie organische Salze einschließt, wie sie z. B. in der
Tensidchemie gebräuchlich sind (z. B. organische Phosphatanionen,
Phosphonatanionen, Sulfatanionen, Sulfonatanionen, Carboxylate).
Hierzu werden die literaturbekannten bzw. auf literaturbekannte Weise dargestellten Metallsalz, z. B. Alkalisalze (z. B. Met⊕ = Na+, K+) der entsprechenden Sulfonylharnstoffe in einem inerten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gelöst und mit einem Äquivalent des Reagenz M+X'- umgesetzt. Nach beendeter Reaktion kann durch Filtration das als Nebenprodukt anfallende Salz, z. B. Alkalisalz (wie NaCl) abgetrennt werden. - 3. In-situ Deprotonierung und Umsalzung (Gl. 3), ausgehend von neutralen
Sulfonylharnstoffen z. B. der Formel (XIII) mit geeigneten Reagentien a) der
Formel M+X'-; wobei M+ ein Ammoniumion ist und X ein Anion beispielsweise ein
Halogenanion wie F-, Cl- oder Br- bedeutet oder ein Phosphat-, Sulfat- oder
Carboxylatanion sein kann, wobei diese Definition anorganische sowie organische
Salze einschließt, wie sie z. B. in der Tensidchemie gebräuchlich sind (z. B.
organische Phosphatanionen, Phophonatanionen, Sulfatanionen,
Sulfonatanionen, Carboxylate) und b) der Formel MetB, worin Met ein
Metallkation, insbesondere ein Alkalimetallkation wie Na+ oder K+ ist und B eine
geeignete Base z. B., ein Hydroxy- oder Alkoxyanion wie Methoxy, Ethoxy,
nPropoxy, iPropoxy oder nButoxy oder das Anion eines alkoxylierten, z. B.
ethoxylierten oder propoxylierten, C8-C40-Alkohols ist.
Hierzu wird der Sulfonylharnstoff in einem inerten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gelöst und mit je einem Äquivalent der Reagenzien M+X'- und MetB umgesetzt. Nach beendeter Reaktion kann durch Filtration das als Nebenprodukt anfallende Metallsalz, insbesondere Alkalisalz (z. B. NaCl) abgetrennt werden. - 4. Umsetzungen eines Sulfonylharnstoffes mit geeigneten Zwitterionen, z. B.
wobei R ein C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie C1-C10-Alkyl ist, R' und R" gleich oder voneinander verschieden sind und Wasserstoff oder C1-C30- Kohlenwasserstoffreste wie C1-C10-Alkyl sind und m eine ganze Zahl von 0 bis 100 ist.
Hierzu wird ein Sulfonylharnstoff, z. B. der Formel XIII mit einem Zwitterion wie z. B. in Gleichung (4) angegeben in einem inerten Lösungsmittel z. B. MeOH, THF oder CH2Cl2 oder Lösungsmittelgemisch bei Temperaturen zwischen -20°C und 100°C, vorzugsweise -10°C und 80°C in äquimolaren Verhältnissen umgesetzt. - 5. Umsetzung eines Sulfonamidsalzes z. B. der Formei XV mit einem Isocyanat z. B.
der Formel XVI (Gl. 5).
Die Umsetzung erfolgt in einem inerten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch - wie z. B. Tetrahydrofuran (THF) - bei Temperaturen zwischen -20°C und 100°C, vorzugsweise zwischen -10°C und 70°C, indem man das Isocyanat z. B. der Formel XVI äquimolar mit dem Sulfonamidsalz z. B. der Formel XV umsetzt. Dabei kann das Sulfonsalz z. B. der Formel XV direkt eingesetzt oder in-situ gebildet werden - z. B. durch Reaktion des entsprechenden Sulfonamides mit einer geeigneten Base M+X-, worin M+ ein Phosphonium- oder Sulfoniumion ist und X- z. B. ein Hydroxy- oder Alkoxyanion. Isocyanate z. B. der Formel XVI sind in der Literatur gut bekannt. Diese Umsetzungen führen stets zu Verbindungen, in denen R1 Wasserstoff entspricht. - 6. Umsetzung eines Sulfonamidsalzes z. B. der Formel XV mit einem Carbamat z. B.
der Formel XVII (Gl. 6).
Die Umsetzung erfolgt in einem inerten Lösungsmittel (oder Lösungsmittelgemisch) - wie Tetrahydrofuran - bei Temperaturen zwischen -20°C und 100°C, vorzugsweise zwischen -10°C und 70°C, indem man das Carbamat z. B. der Formel XVII äquimolar mit dem Sulfonamidsalz z. B. der Formel XV umsetzt. Dabei kann das Sulfonamidsalz z. B. der Formel XV direkt eingesetzt oder in-situ gebildet werden - z. B. durch Reaktion des entsprechenden Sulfonamides mit einer geeigneten Base M+X-, worin M+ ein Phosphonium- oder Sulfoniumion ist und X- z. B. ein Hydroxy- oder Alkoxyanion. Carbamate z. B. der Formel XVII sind in der Literatur gut bekannt. Ar in Formel XVII bedeutet einen substituierten oder unsubstituierten aromatischen Rest, wie Phenyl oder 2,4-Dichlorphenyl. - 7. Umsetzung eines Sulfonylharnstoffes z. B. der Formel V mit einem primären,
sekundären oder tertiären Amin NRR'R" (Gl. 7), worin R ein
C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie C1-C10-Alkyl und R' und R" gleich oder voneinander
verschieden sind und Wasserstoff oder ein C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie
C1-C10-Alkyl sind.
Diese Umsetzung erfolgt zwischen Temperaturen von -20°C bis +100°C, bevorzugt zwischen -10°C und 50°C, in inerten Lösungsmitteln, wie z. B. THF, CH2Cl2 oder MeOH oder Gemischen aus Lösungsmitteln, statt.
Die in den Herstellverfahren 1) bis 7) verwendeten Definitionen haben - soweit nicht
anderweitig bezeichnet - die gleiche Bedeutung wie oben für die Formeln Ia und Ib
angegeben.
Inerte Lösungsmittel bedeutet, daß sich die benutzten Lösungsmittel bzw.
Lösungsmittelgemische unter den angegebenen Reaktionsbedingungen chemisch
inert verhalten.
Nach den Herstellverfahren 1) bis 7) können die Sulfonylharnstoffsalze einfach
hergestellt und isoliert werden. Alternativ dazu kann die Herstellung der
Sulfonylharnstoffsalze nach den Verfahren 1), 2), 3), 4) und 7) auch während des
Formulierungsprozesses erfolgen.
Die Herstellverfahren der erfindungsgemäßen Verbindungen der Formeln (Ia) sind
ebenfalls neu und ebenfalls Gegenstand dieser Erfindung.
Gemäß den vorstehend genannten Herstellungsverfahren lassen sich z. B. die in den
nachfolgenden Tabellen genannten Verbindungen herstellen. Dabei sind n, m und o
ganze Zahlen zwischen 1 und 100.
Verbindungen der nachfolgenden Formel (A) sind in Tabelle 1 aufgeführt:
Verbindungen der nachfolgenden Formel (B) sind in Tabelle 2 aufgeführt:
Verbindungen der nachfolgenden Formel (C) sind in Tabelle 3 aufgeführt:
Verbindungen der nachfolgenden Formel (D) sind in Tabelle 4 aufgeführt:
Verbindungen der nachfolgenden Formel (E) sind in Tabelle 5 aufgeführt:
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (Ia) wie auch die
erfindungsgemäßen Formulierungen können als Herbizide gegen ein breites
Spektrum wirtschaftlich wichtiger mono- und dikotyler Schadpflanzen eingesetzt
werden. Auch schwer bekämpfbare perennierende Unkräuter, die aus Rhizomen,
Wurzelstöcken oder anderen Dauerorganen austreiben, werden durch die Wirkstoffe
gut erfaßt. Dabei ist es gleichgültig, ob die Substanzen im Vorsaat-, Vorauflauf- oder
Nachauflaufverfahren ausgebracht werden. Im einzelnen seien beispielhaft einige
Vertreter der mono- und dikotylen Unkrautflora genannt, die durch die
erfindungsgemäßen Verbindungen kontrolliert werden können, ohne daß durch die
Nennung eine Beschränkung auf bestimmte Arten erfolgen soll.
Auf der Seite der monokotylen Unkrautarten werden z. B. Avena, Lolium, Alopecurus,
Phalaris, Echinochloa, Digitaria, Setaria sowie Cyperusarten aus der annuellen
Gruppe und auf seiten der perennierenden Spezies Agropyron, Cynodon, Imperata
sowie Sorghum und auch ausdauernde Cyperusarten gut erfaßt.
Bei dikotylen Unkrautarten erstreckt sich das Wirkungsspektrum auf Arten wie z. B.
Galium, Viola, Veronica, Lamium, Stellaria, Amaranthus, Sinapis, Ipomoea,
Matricaria, Abutilon und Sida auf der annuellen Seite sowie Convolvulus, Cirsium,
Rumex und Artemisia bei den perennierenden Unkräutern.
Unter den spezifischen Kulturbedingungen im Reis vorkommende Schadpflanzen
wie z. B. Echinochloa, Sagittaria, Alisma, Eleocharis, Scirpus und Cyperus werden
von den erfindungsgemäßen Wirkstoffen ebenfalls hervorragend bekämpft.
Werden die erfindungsgemäßen Verbindungen vor dem Keimen auf die
Erdoberfläche appliziert, so wird entweder das Auflaufen der Unkrautkeimlinge
vollständig verhindert oder die Unkräuter wachsen bis zum Keimblattstadium heran,
stellen jedoch dann ihr Wachstum ein und sterben schließlich nach Ablauf von drei
bis vier Wochen vollkommen ab.
Bei Applikation der Wirkstoffe auf die grünen Pflanzenteile im Nachauflaufverfahren
tritt ebenfalls sehr rasch nach der Behandlung ein drastischer Wachstumsstop ein
und die Unkrautpflanzen bleiben in dem zum Applikationszeitpunkt vorhandenen
Wachstumsstadium stehen oder sterben nach einer gewissen Zeit ganz ab, so daß
auf diese Weise eine für die Kulturpflanzen schädliche Unkrautkonkurrenz sehr früh
und nachhaltig beseitigt wird.
Obgleich die erfindungsgemäßen Verbindungen und Formulierungen eine
ausgezeichnete herbizide Aktivität gegenüber mono- und dikotylen Unkräutern
aufweisen, werden Kulturpflanzen wirtschaftlich bedeutender Kulturen wie z. B.
Weizen, Gerste, Roggen, Reis, Mais, Zuckerrübe, Baumwolle und Soja nur
unwesentlich oder gar nicht geschädigt. Die vorliegenden Verbindungen eignen sich
aus diesen Gründen sehr gut zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem
Pflanzenwuchs in landwirtschaftlichen Nutzpflanzungen oder in Zierpflanzungen.
Darüberhinaus weisen die erfindungsgemäßen Substanzen und Formulierungen
hervorragende wachstumsregulatorische Eigenschaften bei Kulturpflanzen auf. Sie
greifen regulierend in den pflanzeneigenen Stoffwechsel ein und können damit zur
gezielten Beeinflussung von Pflanzeninhaltsstoffen und zur Ernteerleichterung wie
z. B. durch Auslösen von Desikkation und Wuchsstauchung eingesetzt werden.
Desweiteren eignen sie sich auch zur generellen Steuerung und Hemmung von
unerwünschtem vegetativen Wachstum, ohne dabei die Pflanzen abzutöten. Eine
Hemmung des vegetativen Wachstums spielt bei vielen mono- und dikotylen
Kulturen eine große Rolle, da das Lagern hierdurch verringert oder völlig verhindert
werden kann.
Aufgrund ihrer herbiziden und pflanzenwachstumsregulatorischen Eigenschaften
können die Wirkstoffe und Formulierungen auch zur Bekämpfung von
Schadpflanzen in Kulturen von bekannten oder noch zu entwickelnden gentechnisch
veränderten Pflanzen eingesetzt werden. Die transgenen Pflanzen zeichnen sich in
der Regel durch besondere vorteilhafte Eigenschaften aus, beispielsweise durch
Resistenzen gegenüber bestimmten Pestiziden, vor allem bestimmten Herbiziden,
Resistenzen gegenüber Pflanzenkrankheiten oder Erregern von Pflanzenkrankheiten
wie bestimmten Insekten oder Mikroorganismen wie Pilzen, Bakterien oder Viren.
Andere besondere Eigenschaften betreffen z. B. das Erntegut hinsichtlich Menge,
Qualität, Lagerfähigkeit, Zusammensetzung und spezieller Inhaltsstoffe. So sind
transgene Pflanzen mit erhöhtem Stärkegehalt oder veränderter Qualität der Stärke
oder solche mit anderer Fettsäurezusammensetzung des Ernteguts bekannt.
Bevorzugt ist die Anwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen und
Formulierungen in wirtschaftlich bedeutenden transgenen Kulturen von Nutz- und
Zierpflanzen, z. B. von Getreide wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Hirse, Reis,
Maniok und Mais oder auch Kulturen von Zuckerrübe, Baumwolle, Soja, Raps,
Kartoffel, Tomate, Erbse und anderen Gemüsesorten.
Vorzugsweise können die erfindungsgemäßen Formulierungen und Verbindungen
als Herbizide in Nutzpflanzenkulturen eingesetzt werden, welche gegenüber den
phytotoxischen Wirkungen der Herbizide resistent sind bzw. gentechnisch resistent
gemacht worden sind.
Herkömmliche Wege zur Herstellung neuer Pflanzen, die im Vergleich zu bisher
vorkommenden Pflanzen modifizierte Eigenschaften aufweisen, bestehen
beispielsweise in klassischen Züchtungsverfahren und der Erzeugung von Mutanten.
Alternativ können neue Pflanzen mit veränderten Eigenschaften mit Hilfe
gentechnischer Verfahren erzeugt werden (siehe z. B. EP-A-0221044,
EP-A-0131624). Beschrieben wurden beispielsweise in mehreren Fällen
- - gentechnische Veränderungen von Kulturpflanzen zwecks Modifikation der in den Pflanzen synthetisierten Stärke (z. B. WO 92/11376, WO 92/14827, WO 91/19806),
- - transgene Kulturpflanzen, welche gegen bestimmte Herbizide vom Typ Glufosinate (vgl. z. B. EP-A-0242236, EP-A-242246) oder Glyphosate (WO 92/00377) oder der Sulfonylharnstoffe (EP-A-0257993, US-A-5013659) resistent sind,
- - transgene Kulturpflanzen, beispielsweise Baumwolle, mit der Fähigkeit Bacillus thuringiensis-Toxine (Bt-Toxine) zu produzieren, welche die Pflanzen gegen bestimmte Schädlinge resistent machen (EP-A-0142924, EP-A-0193259).
- - transgene Kulturpflanzen mit modifizierter Fettsäurezusammensetzung (WO 91113972).
Zahlreiche molekularbiologische Techniken, mit denen neue transgene Pflanzen mit
veränderten Eigenschaften hergestellt werden können, sind im Prinzip bekannt;
siehe z. B. Sambrook et al., 1989, Molecular Cloning, A Laboratory Manual, 2. Aufl.
Cold Spring Harbor Laboratory Press, Cold Spring Harbor, NY; oder Winnacker
"Gene und Klone", VCH Weinheim 2. Auflage 1996 oder Christou, "Trends in Plant
Science" 1 (1996) 423-431.
Für derartige gentechnische Manipulationen können Nucleinsäuremoleküle in
Plasmide eingebracht werden, die eine Mutagenese oder eine Sequenzveränderung
durch Rekombination von DNA-Sequenzen erlauben. Mit Hilfe der obengenannten
Standardverfahren können z. B. Basenaustausche vorgenommen, Teilsequenzen
entfernt oder natürliche oder synthetische Sequenzen hinzugefügt werden. Für die
Verbindung der DNA-Fragmente untereinander können an die Fragmente Adaptoren
oder Linker angesetzt werden.
Die Herstellung von Pflanzenzellen mit einer verringerten Aktivität eines
Genprodukts kann beispielsweise erzielt werden durch die Expression mindestens
einer entsprechenden antisense-RNA, einer sense-RNA zur Erzielung eines
Cosuppressionseffektes oder die Expression mindestens eines entsprechend
konstruierten Ribozyms, das spezifisch Transkripte des obengenannten
Genprodukts spaltet.
Hierzu können zum einen DNA-Moleküle verwendet werden, die die gesamte
codierende Sequenz eines Genprodukts einschließlich eventuell vorhandener
flankierender Sequenzen umfassen, als auch DNA-Moleküle, die nur Teile der
codierenden Sequenz umfassen, wobei diese Teile lang genug sein müssen, um in
den Zellen einen antisense-Effekt zu bewirken. Möglich ist auch die Verwendung von
DNA-Sequenzen, die einen hohen Grad an Homologie zu den codierenden
Sequenzen eines Genprodukts aufweisen, aber nicht vollkommen identisch sind.
Bei der Expression von Nucleinsäuremolekülen in Pflanzen kann das synthetisierte
Protein in jedem beliebigen Kompartiment der pflanzlichen Zelle lokalisiert sein. Um
aber die Lokalisation in einem bestimmten Kompartiment zu erreichen, kann z. B. die
codierende Region mit DNA-Sequenzen verknüpft werden, die die Lokalisierung in
einem bestimmten Kompartiment gewährleisten. Derartige Sequenzen sind dem
Fachmann bekannt (siehe beispielsweise Braun et al., EMBO J. 11 (1992),
3219-3227; Wolter et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 85 (1988), 846-850; Sonnewald
et al., Plant J. 1 (1991), 95-106).
Die transgenen Pflanzenzellen können nach bekannten Techniken zu ganzen
Pflanzen regeneriert werden. Bei den transgenen Pflanzen kann es sich prinzipiell
um Pflanzen jeder beliebigen Pflanzenspezies handeln, d. h. sowohl monokotyle als
auch dikotyle Pflanzen.
So sind transgene Pflanzen erhältlich, die veränderte Eigenschaften durch
Überexpression, Suppression oder Inhibierung homologer (= natürlicher) Gene oder
Gensequenzen oder Expression heterologer (= fremder) Gene oder Gensequenzen
aufweisen.
Vorzugsweise können die erfindungsgemäßen Verbindungen und Formulierungen in
transgenen Kulturen eingesetzt werden, welche gegen Herbizide aus der Gruppe der
Sulfonylharnstoffe, Glufosinate-ammonium oder Glyphosate-isopropylammonium
und analoge Wirkstoffe resistent sind.
Bei der Anwendung der erfindungsgemäßen Wirkstoffe in transgenen Kulturen treten
neben den in anderen Kulturen zu beobachtenden Wirkungen gegenüber
Schadpflanzen oftmals Wirkungen auf, die für die Applikation in der jeweiligen
transgenen Kultur spezifisch sind, beispielsweise ein verändertes oder speziell
erweitertes Unkrautspektrum, das bekämpft werden kann, veränderte
Aufwandmengen, die für die Applikation eingesetzt werden können, vorzugsweise
gute Kombinierbarkeit mit den Herbiziden, gegenüber denen die transgene Kultur
resistent ist, sowie Beeinflussung von Wuchs und Ertrag der transgenen
Kulturpflanzen.
Gegenstand der Erfindung ist deshalb auch die Verwendung der
erfindungsgemäßen Formulierungen wie auch der erfindungsgemäßen
Verbindungen der Formeln (Ia) und (Ib) als Herbizide oder als
Pflanzenwachstumsregulatoren.
Die erfindungsgemäßen EC-Formulierungen haben den Vorteil, daß sie im
allgemeinen sehr benutzerfreundlich und kostengünstig herstellbar sind. Zudem
bietet dieser Formulierungstyp prinzipiell die Möglichkeit, auf eine einfache und
kostengünstige Art Kombinationspräparate herzustellen. Voraussetzung ist, daß sich
der Kombinationspartner in dem gewählten organischen Solvenssystem in der
gewünschten Konzentration löst und sich chemisch inert verhält.
Die erfindungsgemäßen Formulierungen, insbesondere die EC-Formulierungen
zeichnen sich durch eine hohe chemische Stabilität aus. Zudem können die
erfindungsgemäßen Formulierungen, insbesondere die EC-Formulierungen, neben
der chemischen Stabilität auch eine "höhere Beladung" (höhere Konzentration) der
Formulierung an Wirkstoffsalzen aufweisen. Auch lassen sich die
erfindungsgemäßen Formulierungen gleichermaßen als flüssige Formulierung (z. B.
EC-Formulierung) oder als feste Formulierung (z. B. WP- oder WG-Formulierung)
herstellen.
Die als Beispiel 1 in der Tabelle 1 genannte Verbindung wird erhalten durch
Umsetzung von Amidosulfuron® mit einem Äquivalent
Tetramethylammoniumhydroxid (Reinsubstanz oder wäßrige oder alkoholische
Lösung) z. B. in Methylenchlorid oder in einer Mischung aus Methylenchlorid und
Methanol. Hierzu wird Amidosulfuron® (10 g) in den Solvens (200 ml
Methylenchlorid, 50 ml Methanol) fein suspendiert und unter Rühren mit einem
Äquivalent einer wäßrigen Lösung von Tetramethylammoniumhydroxid bei
Raumtemperatur versetzt. Nach beendeter Umsetzung wird scharf eingeengt und
der Rückstand durch Standardmethoden von Lösungsmittelmengen befreit.
Es werden 5,0 Gew.-% Sulfonylharnstoffsalz, und zwar das Sulfonylharnstoffsalz,
das in Tabelle 4 Beispiel 3 beschrieben ist, in 20,0 Gew.-% Propylencarbonat und
40,0 Gew.-% eines Aromatengemisches (Siedebereich 219-282°C) unter Rühren bei
20-30°C gelöst. Nachdem das Sulfonylharnstoffsalz vollständig gelöst ist, gibt man
10,0 Gew.-% Calciumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure, 10,0 Gew.-% eines
(C12-C18)-Fettsäurepolycycloesters 40 EO (®Emulsogen EL 400, Clariant GmbH) sowie
15,0 Gew.-% eines Fettalkoholpolyglycolethers unter Rühren zu der Lösung. Es wird
ein emulgierbares Konzentrat (EC) erhalten, das klar, durchsichtig und dünnflüssig
ist.
Es werden 6,0 Gew.-% Sulfonylharnstoffsalz, und zwar das Sulfonylharnstoffsalz,
das in Tabelle 5, Beispiel 3 beschrieben ist, in 20,0 Gew.-% Propylencarbonat und
40,0 Gew.-% eines Aromatengemisches (Siedebereich 219-282°C) unter Rühren bei
20-30°C gelöst. Nachdem das Sulfonylharnstoffsalz vollständig gelöst ist, gibt man
7,0 Gew.-% Calciumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäur 01185 00070 552 001000280000000200012000285910107400040 0002019963395 00004 01066e, 10,0 Gew.-% eines
(C12-C18)-Fettsäurepolyglycolesters 40 EO (®Emulsogen EL 400, Clariant GmbH) sowie
17,0 Gew.-% eines Fettalkoholpolyglycolethers unter Rühren zu der Lösung. Es wird
ein emulgierbares Konzentrat (EC) erhalten, das klar, durchsichtig und dünnflüssig
ist.
Die in Tabelle 6 genannten Formulierungen werden erhalten, indem man das
Lösungsmittel Dowanol PM bei Raumtemperatur vorlegt und nacheinander unter
mechanischen Rühren die Sulfonylharnstoffkomponente sowie die angegebenen
Hilfsstoffe zumischt.
Die Beispiele aus Tabelle 6 zeigen, daß sich unter Verwendung von speziellen
Sulfonylharnstoff-Ammoniumsalzen im Gegensatz zu den entsprechenden neutralen
Sulfonylharnstoffen oder deren Salzen, stabile EC-Formulierungen mit einer
wirtschaftlich attraktiven Beladung an Wirkstoff(en) herstellen lassen.
Claims (16)
1. Formulierung enthaltend
a) mindestens ein Sulfonylharnstoffsalz der Formel (Ia)
worin
Ra eine Gruppierung der Formel II-IVc ist,
R1 H oder ein C1-C10-Kohlenwasserstoffrest wie (C1-C6)-Alkyl,
R2 ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Cycloalkyl ist,
R3 ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Cycloalkyl ist,
R4 Halogen wie F, Cl, Br, J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)-Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C6)-Alkinyl, (C1-C6)-Alkoxy, (C3-C6)-Alkenyloxy, (C3-C6)-Alkinyloxy, wobei die letztgenannten 6 Reste durch einen oder mehrere Reste bevorzugt aus der Gruppe Halogen wie F, Cl, Br oder I oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein können, ist,
R5 H, Halogen wie F, Cl, Br, J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)- Alkyl, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen wie F, Cl, Br oder J oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann oder (C1-C5)-Alkoxy, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, I) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, ist
R6 und R6' gleich oder verschieden H oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie C1-C6-Alkyl (z. B. Me, Et, nPr, iPr, cPr) ist, wobei R6 und R6' einen Ring bilden können, der unsubstituiert oder substituiert ist,
R7 H, Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)-Alkyl sind, oder R7 N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino, N-Acylamino, oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C3)-Alkyl, (C1-C3)-Haloalkyl, Halogen, (C1-C3)- Alkyl-(N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino), (C1-C3)-Alkyl-(N-Acylamino) oder (C1-C3)-Alkyl ist,
R6'' ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C6)-Alkenyloxycarbony, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C6)-Cycloalkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C4-C8)-Cycloalkylalkyl, ist,
R7' Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind, oder R7' N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasser stoffoxyrest wie (C1-C3)-Alkyl, (C1-C3)-Haloalkyl, (C1-C3)-Alkyl-(N-(C1-C3)-Alkyl-N- Acylamino), (C1-C3)-Alkyl-(N-Acylamino) oder (C1-C3)-Alkyl, ist,
R6''' Halogen wie F, Cl, Br oder J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-kohlenstoffhaltiger Rest wie (C1-C6)-Alkyl, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, I) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, (C1-C6)- Alkoxy, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, J) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, substituiertes oder unsubstituiertes Alkoxycarbonyl, (C1-C6)-Mono- oder dialkylamino, N-(C1-C6)-Alkyl-N-acylamino oder N-Acylamino, ist,
R7'' Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind, oder R7'' ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl, (C1-C6)-Alkoxy oder (C1-C6)-Haloalkoxy ist,
M+ ein primäres, sekundäres, tertiäres oder quartäres, vorzugsweise ein quartäres Ammoniumion ist,
X substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkoxyl, Halogen wie F, Cl, Br oder J, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Mercapto-alkyl oder (C1-C3)-Mono- oder (C1-C3)-Dialkylamino ist,
Y substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkoxyl, Halogen wie F, Cl, Br oder J, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Mercapto-alkyl oder (C1-C3)-Mono- oder (C1-C3)- Dialkylamino ist, und
Z C-Halogen wie CF, CCl, CBr oder CJ, CH, oder N ist und
b) übliche Hilfs- und Zusatzstoffe.
a) mindestens ein Sulfonylharnstoffsalz der Formel (Ia)
worin
Ra eine Gruppierung der Formel II-IVc ist,
R1 H oder ein C1-C10-Kohlenwasserstoffrest wie (C1-C6)-Alkyl,
R2 ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Cycloalkyl ist,
R3 ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C2-C6)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Cycloalkyl ist,
R4 Halogen wie F, Cl, Br, J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)-Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C6)-Alkinyl, (C1-C6)-Alkoxy, (C3-C6)-Alkenyloxy, (C3-C6)-Alkinyloxy, wobei die letztgenannten 6 Reste durch einen oder mehrere Reste bevorzugt aus der Gruppe Halogen wie F, Cl, Br oder I oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein können, ist,
R5 H, Halogen wie F, Cl, Br, J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)- Alkyl, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen wie F, Cl, Br oder J oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann oder (C1-C5)-Alkoxy, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, I) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, ist
R6 und R6' gleich oder verschieden H oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest wie C1-C6-Alkyl (z. B. Me, Et, nPr, iPr, cPr) ist, wobei R6 und R6' einen Ring bilden können, der unsubstituiert oder substituiert ist,
R7 H, Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)-Alkyl sind, oder R7 N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino, N-Acylamino, oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C3)-Alkyl, (C1-C3)-Haloalkyl, Halogen, (C1-C3)- Alkyl-(N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino), (C1-C3)-Alkyl-(N-Acylamino) oder (C1-C3)-Alkyl ist,
R6'' ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffoxyrest wie substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C6)-Alkenyloxycarbony, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C6)-Cycloalkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C7)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C4-C8)-Cycloalkylalkyl, ist,
R7' Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind, oder R7' N-(C1-C3)-Alkyl-N-Acylamino oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder C1-C20-Kohlenwasser stoffoxyrest wie (C1-C3)-Alkyl, (C1-C3)-Haloalkyl, (C1-C3)-Alkyl-(N-(C1-C3)-Alkyl-N- Acylamino), (C1-C3)-Alkyl-(N-Acylamino) oder (C1-C3)-Alkyl, ist,
R6''' Halogen wie F, Cl, Br oder J oder ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-kohlenstoffhaltiger Rest wie (C1-C6)-Alkyl, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, I) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, (C1-C6)- Alkoxy, das durch ein oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen (F, Cl, Br, J) oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann, substituiertes oder unsubstituiertes Alkoxycarbonyl, (C1-C6)-Mono- oder dialkylamino, N-(C1-C6)-Alkyl-N-acylamino oder N-Acylamino, ist,
R7'' Halogen wie F, Cl, Br oder J, OH, NRXRY, worin RX und RY H oder (C1-C3)- Alkyl sind, oder R7'' ein substituierter oder unsubstituierter C1-C20-Kohlenwasserstoffrest oder Kohlenwasserstoffoxyrest wie (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl, (C1-C6)-Alkoxy oder (C1-C6)-Haloalkoxy ist,
M+ ein primäres, sekundäres, tertiäres oder quartäres, vorzugsweise ein quartäres Ammoniumion ist,
X substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkoxyl, Halogen wie F, Cl, Br oder J, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Mercapto-alkyl oder (C1-C3)-Mono- oder (C1-C3)-Dialkylamino ist,
Y substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Alkoxyl, Halogen wie F, Cl, Br oder J, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C6)-Mercapto-alkyl oder (C1-C3)-Mono- oder (C1-C3)- Dialkylamino ist, und
Z C-Halogen wie CF, CCl, CBr oder CJ, CH, oder N ist und
b) übliche Hilfs- und Zusatzstoffe.
2. Formulierung gemäß Anspruch 1, enthaltend eine oder mehrere von dem in
Anspruch 1 definierten Sulfonylharnstoffsalz verschiedene Agrochemikalien wie
Herbizide, Fungizide, Insektizide, Wachstumsregulatoren, Safener, Dünger.
3. Formulierung gemäß der Anspruch 1 bis 2, enthaltend ein Netzmittel, das
bioaktivierende Eigenschaften aufweist oder eine Mischung aus verschiedenen
Netzmitteln, die bioaktivierende Eigenschaften aufweisen.
4. Formulierung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, enthaltend
eine pH-Wert-stabilisierende Substanz oder Substanzgemisch.
5. Formulierung gemäß einem oder mehreren Ansprüche 1 bis 4, enthaltend
eine Substanz oder ein Substanzgemisch mit entschäumenden Eigenschaften.
6. Formulierung gemäß einem oder mehreren Ansprüche 1 bis 5, enthaltend
eine Substanz oder ein Substanzgemisch, das als Säurefänger wirkt.
7. Formulierung gemäß einem oder mehreren Ansprüche 1 bis 6, enthaltend
eine Substanz oder ein Substanzgemisch, das als Wasserfänger wirkt.
8. Formulierung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, enthaltend
eine Substanz oder ein Substanzgemisch, das als Kristallisationshemmer wirkt.
9. Formulierung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, enthaltend
ein Tensid oder Tensidgemisch.
10. Formulierung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, enthaltend
im allgemeinen 0,1-70,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,1-50,0 Gew.-%, eines oder
mehrerer Ammoniumsalze von Sulfonylharnstoffen, im allgemeinen 5,0-95,0 Gew.-%
von einem polaren und/oder hydrophoben Lösemittel, im allgemeinen 2,0-40,0 Gew.-%
einer Mischung aus anionischen und nichtionischen Tensiden oder einer
Mischung aus kationischen und nichtionischen Tensiden.
11. Verwendung der Formulierung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 10 als herbizides oder pflanzenwachstumsregulierendes Mittel.
12. Verbindung der Formel (Ia) wie in Anspruch 1 definiert.
13. Verbindung der Formel (Ia) gemäß Anspruch 12, worin
R1 H oder Me,
R2 (C1-C3)-Alkyl oder (C1-C3)-Haloalkyl, insbesondere Me und Et,
R3 (C1-C3)-Alkyl oder (C1-C3)-Haloalkyl, insbesondere Me und Et,
R4 (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl oder (C1-C6)-Alkoxy, insbesondere Me, Et, OMe, OEt oder CF3,
R5 H, Halogen wie F, Cl, Br oder J, OMe, OEt, Me, CF3, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R5 in Formel (III) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen,
R6 und R6' gleich oder verschieden C1-C6-Alkyl sind, vorzugsweise R6 = Me, Et R6' = Me; R6 = Me, R6' = Et und R6' = Et, R6 = Et.
R7 H, Me, Et, CF3, F, Cl, Br, J, N[(C1-C3)-Alkyl]-R8, NH-R9, CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R10, CH2NH-R11, CH2CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R12, CH2CH2NH-R13, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R7' in Formel (IVa) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen, und die Reste R8 bis R13 H, (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl, CHO, COO(C1-C6)-Alkyl, COO(C1-C6)-Haloalkyl, SO2-(C1-C6)-Alkyl, SO2-(C1-C6)-Haloalkyl, CO-(C1-C6)-Alkyl oder CO-(C1-C6)-Haloalkyl bedeuten,
R6'' Me, Et, nPr, iPr, cPr, nBu, iBu, sBu, tBu, cBu, insbesondere Me oder Et
R7' Me, Et, CF3, F, Cl, Br, I, N[(C1-C3)-Alkyl]-R8, NH-(C1-C3)-Alkyl, CH2N[(C1-C3)- Alkyl]-R10, CH2NH-R11, CH2CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R12, CH2CH2NH-R13, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R7' in Formel (IVb) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen, und die Reste R8 und R10 bis R13 H, (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)- Haloalkyl, CHO, COO(C1-C6)-Alkyl, COO(C1-C6)-Haloalkyl, SO2-(C1-C6)-Alkyl, SO2- (C1-C6)-Haloalkyl, CO-(C1-C6)-Alkyl oder CO-(C1-C6)-Haloalkyl bedeuten,
R6''' Me, Et, Pr, CH2CH2CF3, OMe, OEt, OiPr, OCH2CH2Cl, F, Cl, COOMe, COOEt, COOnPr, COOiPr, unsubstituiertes oder substituiertes NH-(C1-C6)-Alkyl-Acyl, unsubstituiertes oder substituiertes NH-(C3-C7)-Cycloalkyl, unsubstituiertes oder substituiertes (C4-C8)-Cycloalkylalkyl, unsubstituiertes oder substituiertes N-(C3-C7)- Cycloalkyl-Aryl, unsubstituiertes oder substituiertes N-(C4-C8)-Cycloalkylalky-Acyl, vorzugsweise
N-(C1-C6)-Alkyl-CHO, N-(C1-C6)-Alkyl-CO-R, N-(C1-C6)-Alkyl-SO2R, NH-CHO, NH-CO-R, NHSO2R, wobei die Reste R (C1-C6)-(Halo)-Alkyl, (C1-C6)-(Halo)-Alkoxy, (C1-C3)-Alkoxy-(C1-C6)-Alkyl, (C1-C3)-Alkoxy-(C1-C6)-Alkoxy oder Mono- und Di-(C1-C6)-Alkylamino,
R7'' F, Cl, Me, Et, CF3, OCH3, OEt, OCH2CF3,
M+ [NR14R15R16R17]+, oder ein quarterniertes Pyridiniumion [Py-R25]+ ist, wobei R14 bis R16 gleich oder verschieden H oder substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl sind und
R17 und R25 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl sind und wobei zwei Reste R14/R15 und R16/R17 zusammen einen unsubstituierten oder substituierten Ring bilden können,
X Me, Et, Pr, iPr, CF3, CCl3, OMe, OEt, OiPr, OCHCl2, OCH2CCl3, OCH2CF3, F, Cl, Br, SMe, SEt, NHMe, NMe2, NHEt, vorzugsweise OMe, OEt, Me, Cl
Y Me, Et, Pr, iPr, CF3, CCl3, OMe, OEt, OiPr, OCHCl2, OCH2CCl3, OCH2CF3, F, Cl, Br, SMe, SEt, NHMe, NMe2, NHEt, vorzugsweise OMe, OEt, Me, Cl und
Z CH und N
bedeuten.
R1 H oder Me,
R2 (C1-C3)-Alkyl oder (C1-C3)-Haloalkyl, insbesondere Me und Et,
R3 (C1-C3)-Alkyl oder (C1-C3)-Haloalkyl, insbesondere Me und Et,
R4 (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl oder (C1-C6)-Alkoxy, insbesondere Me, Et, OMe, OEt oder CF3,
R5 H, Halogen wie F, Cl, Br oder J, OMe, OEt, Me, CF3, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R5 in Formel (III) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen,
R6 und R6' gleich oder verschieden C1-C6-Alkyl sind, vorzugsweise R6 = Me, Et R6' = Me; R6 = Me, R6' = Et und R6' = Et, R6 = Et.
R7 H, Me, Et, CF3, F, Cl, Br, J, N[(C1-C3)-Alkyl]-R8, NH-R9, CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R10, CH2NH-R11, CH2CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R12, CH2CH2NH-R13, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R7' in Formel (IVa) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen, und die Reste R8 bis R13 H, (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Haloalkyl, CHO, COO(C1-C6)-Alkyl, COO(C1-C6)-Haloalkyl, SO2-(C1-C6)-Alkyl, SO2-(C1-C6)-Haloalkyl, CO-(C1-C6)-Alkyl oder CO-(C1-C6)-Haloalkyl bedeuten,
R6'' Me, Et, nPr, iPr, cPr, nBu, iBu, sBu, tBu, cBu, insbesondere Me oder Et
R7' Me, Et, CF3, F, Cl, Br, I, N[(C1-C3)-Alkyl]-R8, NH-(C1-C3)-Alkyl, CH2N[(C1-C3)- Alkyl]-R10, CH2NH-R11, CH2CH2N[(C1-C3)-Alkyl]-R12, CH2CH2NH-R13, wobei die von Wasserstoff verschiedenen Reste R7' in Formel (IVb) bevorzugt in der 5-Position am Phenylring stehen, und die Reste R8 und R10 bis R13 H, (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)- Haloalkyl, CHO, COO(C1-C6)-Alkyl, COO(C1-C6)-Haloalkyl, SO2-(C1-C6)-Alkyl, SO2- (C1-C6)-Haloalkyl, CO-(C1-C6)-Alkyl oder CO-(C1-C6)-Haloalkyl bedeuten,
R6''' Me, Et, Pr, CH2CH2CF3, OMe, OEt, OiPr, OCH2CH2Cl, F, Cl, COOMe, COOEt, COOnPr, COOiPr, unsubstituiertes oder substituiertes NH-(C1-C6)-Alkyl-Acyl, unsubstituiertes oder substituiertes NH-(C3-C7)-Cycloalkyl, unsubstituiertes oder substituiertes (C4-C8)-Cycloalkylalkyl, unsubstituiertes oder substituiertes N-(C3-C7)- Cycloalkyl-Aryl, unsubstituiertes oder substituiertes N-(C4-C8)-Cycloalkylalky-Acyl, vorzugsweise
N-(C1-C6)-Alkyl-CHO, N-(C1-C6)-Alkyl-CO-R, N-(C1-C6)-Alkyl-SO2R, NH-CHO, NH-CO-R, NHSO2R, wobei die Reste R (C1-C6)-(Halo)-Alkyl, (C1-C6)-(Halo)-Alkoxy, (C1-C3)-Alkoxy-(C1-C6)-Alkyl, (C1-C3)-Alkoxy-(C1-C6)-Alkoxy oder Mono- und Di-(C1-C6)-Alkylamino,
R7'' F, Cl, Me, Et, CF3, OCH3, OEt, OCH2CF3,
M+ [NR14R15R16R17]+, oder ein quarterniertes Pyridiniumion [Py-R25]+ ist, wobei R14 bis R16 gleich oder verschieden H oder substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl sind und
R17 und R25 substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C30)-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C1-C10)-Alkyl-(Hetero)-aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkenyl- (Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C30)-(Oligo)-Alkinyl, substituiertes oder unsubstituiertes (C3-C10)-(Oligo)-Alkinyl-(Hetero)-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes (Hetero)-Aryl sind und wobei zwei Reste R14/R15 und R16/R17 zusammen einen unsubstituierten oder substituierten Ring bilden können,
X Me, Et, Pr, iPr, CF3, CCl3, OMe, OEt, OiPr, OCHCl2, OCH2CCl3, OCH2CF3, F, Cl, Br, SMe, SEt, NHMe, NMe2, NHEt, vorzugsweise OMe, OEt, Me, Cl
Y Me, Et, Pr, iPr, CF3, CCl3, OMe, OEt, OiPr, OCHCl2, OCH2CCl3, OCH2CF3, F, Cl, Br, SMe, SEt, NHMe, NMe2, NHEt, vorzugsweise OMe, OEt, Me, Cl und
Z CH und N
bedeuten.
14. Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen der Formel (Ia) gemäß
Anspruch 12 oder 13 als herbizides oder pflanzenwachstumsregulierendes Mittel.
15. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel (Ia), gemäß Anspruch
12 oder 13.
16. Verwendung einer Verbindung der Formel (XVIII) und/oder (XIX)
worin
W, X, Y und Z unabhängig voneinander eine ganze Zahl 0 bis 50 sind,
R ein C8-C40-Alkylrest ist,
R', R" und R''' unabhängig voneinander C1-C100-Alkylreste sind,
EO eine Ethoxyeinheit ist,
PO eine Propoxyeinheit ist, und
M⊕ ein Ammoniumion oder ein Metallkation ist,
zur Herstellung einer agrochemischen Formulierung.
worin
W, X, Y und Z unabhängig voneinander eine ganze Zahl 0 bis 50 sind,
R ein C8-C40-Alkylrest ist,
R', R" und R''' unabhängig voneinander C1-C100-Alkylreste sind,
EO eine Ethoxyeinheit ist,
PO eine Propoxyeinheit ist, und
M⊕ ein Ammoniumion oder ein Metallkation ist,
zur Herstellung einer agrochemischen Formulierung.
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
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