Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung
von Datenobjekten.
Im Stand der Technik sind Verfahren zur Behandlung von Daten
bekannt, die z. B. die Speicherung oder die Wiedergewinnung von
Daten oder Dokumenten in einem bzw. aus einem großen Datenbe
stand ermöglichen. Insbesondere durch die elektronischen Medi
en, wie z. B. das Internet, steht dem Benutzer heutzutage eine
Vielzahl an Informationen zur Verfügung; allerdings ist der
Zeitaufwand, um nach Informationen im Internet oder im Informa
tionsbestand des eigenen Unternehmens zu suchen, u. U. nicht
gering. Während einerseits die Zahl der verfügbaren Daten stän
dig wächst, wird andererseits ein Informationsmangel festge
stellt.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Behandlung von Datenobjekten zur Verfügung zu stellen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist Gegenstand des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprü
che.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Behandlung von Datenobjekten
weist einen Datenraum auf, in welchem Datenobjekte angeordnet
sind. Ein mehrdimensionaler Informationsraum mit wenigstens
zwei virtuellen Dimensionen und vorzugsweise wenigstens auch
einer dritten virtuellen Dimension weist in wenigstens einer
Dimension eine Vielzahl von diskreten Speicherstellen oder
Speichereinheiten bzw. Speicherbereichen auf, die dazu geeignet
sind, Informationsobjekte zu repräsentieren. Jedes der Informa
tionsobjekte repräsentiert wenigstens ein Informationsgrundob
jekt oder ist vorzugsweise durch Vererbung davon abgeleitet.
Ein Informationsgrundobjekt umfaßt wenigstens eine Zeigeranga
be, die charakteristisch für die Position wenigstens eines Da
tenobjekts im Datenraum ist und wenigstens eine Eigenschaftsan
gabe für wenigstens eine virtuelle Dimension des Informations
raums und vorzugsweise für jede virtuelle Dimension des Dimen
sionsraums. Weiterhin ist ein Instruktionssatz mit wenigstens
einer Instruktion zur Behandlung des Datenobjektes vorgesehen.
Mit wenigstens einer Recheneinrichtung, die wenigstens einen
Prozessor aufweist, ist das Informationsobjekt in dem Informa
tionsraum (vorzugsweise eindeutig) identifizierbar und mit der
wenigstens einen Recheneinrichtung kann eine Behandlung des In
formationsobjektes bzw. des Datenobjektes gemäß diesem wenig
stens einen Instruktionssatz veranlaßt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat viele Vorteile.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Datenobjekte im
Datenraum angeordnet, also z. B. gespeichert, was auch auf eine
nach dem konventionellen Stand der Technik bekannte Art durch
geführt werden kann. Zusätzlich dazu ist ein mehrdimensionaler
Informationsraum vorgesehen, der Informationsobjekte beinhal
tet, wobei jedes Informationsobjekt charakteristisch für wenig
stens ein Datenobjekt im Datenraum ist. Durch diese Trennung
von Daten- und Informationsraum wird eine flexible Informati
onsdarstellung erlaubt.
Insbesondere die Mehrdimensionalität des Informationsraums ist
sehr vorteilhaft, da für zwei oder mehr virtuelle Dimensionen
des Informationsraums Eigenschaftsangaben für ein Datenobjekt
definiert werden können und eine spezifische Sichtweise auf die
Datenobjekte im Datenraum ermöglicht wird. Beispielsweise kön
nen, einer virtuellen Dimension im Informationsraum Prozeßin
formationsaspekte zugeordnet werden, während eine andere virtu
elle Dimension Informationsaspekte bezüglich des Wirkungsbe
reichs oder der Organisation enthält. Dadurch kann eine nutzer-
oder anwendungsspezifische Sicht auf Informationsobjekte bzw.
Datenobjekte erstellt werden.
Neben der wenigstens einen Eigenschaftsangabe bezüglich wenig
stens einer virtuellen Dimension des Informationsraums beinhal
tet ein Informationsobjekt eine wenigstens für ein Datenobjekt
charakteristische Zeigerangabe. Dies bedeutet, daß in dem In
formationsobjekt mindestens eine charakteristische Angabe über
die Position eines Datenobjektes vorgesehen ist; es ist jedoch
auch möglich, daß das Datenobjekt in das Informationsobjekt in
tegriert ist, so daß sich Informations- und Datenraum teilweise
überlagern. Eine solche Überlagerung von Informations- und Da
tenraum ist auch vorteilhaft, da der Verfahrensaufbau und die
einzelnen Komponenten einfacher zu gestalten sind. Die Trennung
von Daten- und Informationsraum ist allerdings bevorzugt, da
dies eine flexiblere Struktur ermöglicht, die einfacher ska
lierbar ist.
In einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens ist wenigstens eine, und vorzugsweise im wesentlichen
jede virtuelle Dimension des Informationsraums hierarchisch ge
gliedert, wobei vorzugsweise die Position eines Informationsob
jekts innerhalb der Hierarchie durch die Eigenschaftsangabe be
züglich dieser virtuellen Dimension des Informationsobjekts be
stimmt wird.
Eine hierarchische Gestaltung bzw. Anordnung der Informati
onsobjekte im Informationsraum ist besonders vorteilhaft, da
z. B. eine Gliederung der Informationsobjekte bezüglich vorge
gebener oder wählbarer Informationsaspekte ermöglicht wird.
Wird z. B. einer virtuellen Dimension der Informationsgesichts
punkt Prozeß zugeordnet, so kann z. B. eine hierarchische Glie
derung nach den Gesichtspunkten Gefahrenabwehr, Störfallbehe
bung, Wartung, Produktverbesserung, Genehmigungsverfahren und
Produktentwicklung erfolgen.
Je nach Bedarf ist es möglich, eine, zwei oder mehr Unterglie
derungen einzuführen, um z. B. den Informationsgesichtspunkt
Prozeß feiner zu untergliedern. Durch die Zuordnung einer Ei
genschaftsangabe in Form einer hierarchischen Angabe zu einem
Datenobjekt wird eine strukturierte Anordnung von Daten- bzw.
Informationsobjekten im Informationsraum erzielt, die dann dem
Benutzer ein einfacheres Einordnen, Auffinden, Ausführen oder
Visualisieren oder dergleichen mehr von Datenobjekten ermög
licht.
Vorzugsweise werden die Eigenschaftsangaben in Form von Symbo
len in dem Informationsobjekt abgelegt, wobei diese Symbole
vorzugsweise Zeichen wie Buchstaben und Zahlen, ASCII-Zeichen
oder DBCS-Zeichen (Double Byte Character System) repräsentie
ren.
Besonders bevorzugt ist, daß wenigstens eine hierarchischen Ei
genschaftsangabe als Zahlentupel angegeben ist, wobei zwischen
den einzelnen Gliederungsebenen Trennzeichen, wie z. B. Doppel
punkte oder einfache Punkte oder dergleichen vorgesehen sein
können. Die erste Zahl des Tupels beschreibt dann vorzugsweise
die höchste bzw. erste Gliederungsebene, während die folgende
die zweite Gliederungsebene charakterisiert.
Bevorzugt ist, daß das Informationsgrundobjekt bzw. das davon
abgeleitete Informationsobjekt für im wesentlichen und beson
ders bevorzugt für jede virtuelle Dimension wenigstens eine Ei
genschaftsangabe aufweist. Weiterhin ist bevorzugt, daß für
mehrere virtuelle Dimensionen die Eigenschaftsangaben als Ei
genschaftsvektor dargestellt werden können, wobei in diesen
Vektor oder Zeiger die einzelnen Eigenschaftsangaben eine fe
ste, vorbestimmte Reihenfolge aufweisen können. Es ist auch
möglich, daß die Reihenfolge der Eigenschaftsangaben veränder
bar ist, wobei dann vorzugsweise für jede Eigenschaftsangabe
einer charakteristische Größe angegeben wird, die die entspre
chende virtuelle Dimension charakterisiert. Es ist z. B. mög
lich, daß der Eigenschaftsvektor die Form "x: 6, y: 0, z: 3.2"
aufweist. In diesem Beispiel charakterisiert "x" eine erste
virtuelle Dimension und die Trennung zwischen charakterisieren
der Größe und Eigenschaftsangabe kann durch ein Trennzeichen
ermöglicht werden, das hier ":" ist.
Es ist aber ebenso möglich, daß keine (aufgrund eindeutiger
Stelleninformation) oder beliebige andere Trennungssymbole vor
gesehen sind, oder daß die Größenangabe nach der Eigenschafts
angabe erfolgt. Die Zusammenfassung von Eigenschaftsangaben in
einem Eigenschaftsvektor ist sehr vorteilhaft, da der Eigen
schaftsvektor bzw. die Eigenschaftsliste oder die Eigenschafts
aufzählungen oder dergleichen separat verwendet werden können.
Werden die entsprechende virtuelle Dimension charakterisierende
Kenngrößen angegeben, so wird es auch ermöglicht, eine geringe
re Anzahl von Eigenschaftsangaben in dem Eigenschaftsvektor an
zugeben, als die Anzahl der virtuellen Dimensionen beträgt.
Werden die Eigenschaften bezüglich einer oder mehrerer virtuel
ler Dimensionen oder sogar aller virtueller Dimensionen nicht
benötigt, so kann auch ein nur teilweise gefüllter oder sogar
ein Leervektor vorliegen. Dadurch wird eine größere Flexibili
sierung des Verfahrens erzielt.
Vorzugsweise beinhalten zwei, drei oder mehr virtuelle Dimen
sionen Informationsobjekte bzw. Zeigerangaben auf Informati
onsobjekte.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird wenig
stens ein Instruktionssatz einer Gruppe von Instruktionssätzen
entnommen, welche Organisations- oder Grund- sowie Abfrage-,
Erstellungs-, Veränderungs-, Suchen-, Wiedergabe-, Darstel
lungs-, Druck-, Generierungs-, Ausführungs-, Steuerungs-, Be
rechnungs-, Auswertungs-, Regelungs-, Abspiel- und Umwandlungs-
Instruktionssätze, sowie dergleichen mehr umfaßt.
Ein Organisations- bzw. Grundinstruktionssatz kann dann bei
spielsweise zu den anderen genannten Instruktionssätzen ver
zweigen, so daß mit einem Organisations-Instruktionssatz auch
die anderen genannten Instruktionssätze durchgeführt werden
können.
Die genannten Instruktionssätze ermöglichen die Erstellung bzw.
Generierung oder Veränderung von Informations- und Datenobjek
ten sowie eine Abfrage von Datenobjekten oder ein Suchen nach
bestimmten Informationsobjekten.
Weiterhin ist eine Wiedergabe, Präsentation oder Darstellung
sowie das Ausdrucken oder Abspielen von graphischen, akusti
schen oder Video-Datenobjekten möglich. Genauso können Steue
rungs- oder Regelungs-Instruktionssätze ausgeführt werden, die
eine genaue Kontrolle über z. B. Produktionsprozesse oder Busi
ness Objekte mit zugehörigen Transaktionen wie z. B. SAP (z. B.
R3) ermöglichen.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann das Ver
fahren durch Übergabe wenigstens eines Steuerungsvektors ge
steuert werden, wobei der Steuerungsvektor wenigstens einen
Adreßvektor umfaßt, der für eine Position eines Grund- oder Or
ganisations-Instruktionssatzes charakteristisch ist. Wird das
Verfahren durch Übergabe eines Adreßvektors bzw. einer Adreßan
gabe gestartet oder gesteuert, so ermöglicht es diese Form des
Verfahrens, daß kein spezieller Instruktionssatz angegeben wer
den muß. Allein die Angabe einer Grundadresse bzw. des Adreß
vektors reicht vorzugsweise aus, um einen Grundinstruktionssatz
auszuführen.
In einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens umfaßt der Steuerungsvektor neben dem Adreßvektor bei
spielsweise, aber nicht nur, in Form einer URN, URI oder URL,
wie sie von der W3C standardisiert sind, z. B.
"www.verfahren.steuerung" wenigstens einen Instruktionsvektor
bzw. einen Instruktionszeiger, z. B. "data.asp", der charakte
ristisch für einen bestimmten Instruktionssatz ist.
Wird dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Steuerungsvektor über
geben, der einen nicht-leeren Instruktionsvektor umfaßt, so
wird der entsprechende charakteristische Instruktionssatz aus
geführt, während bei einem Steuerungsvektor, der keinen oder
nur einen leeren Instruktionsvektor aufweist, der Grundinstruk
tionssatz bzw. der Organisations-Instruktionssatz ausgeführt
wird, z. B. "default.asp". Dadurch wird eine flexible Verfah
renssteuerung erzielt, da z. B. ein unerfahrener Benutzer nur
einen Adreßvektor angibt und der Grundinstruktionssatz ausge
führt wird, der in einer bevorzugten Weiterbildung der Erfin
dung es dem Benutzer gestattet, zu einem der obengenannten spe
ziellen Instruktionssätze zu verzweigen.
In einer spezielleren Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens kann das Verfahren über einen Internet-Browser gesteu
ert werden, wobei dann der Adreßvektor der URL in der Form
"www.verfahren.steuerung" entspricht.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung um
faßt der Steuerungsvektor wenigstens einen Eigenschaftsvektor
(z. B. "Dimensionl = 0.2 = 0.2.3 = 0.4.6"), der
einen Bereich des Informationsraumes charakterisiert. Wird der
Informationsraum hierarchisch gegliedert, so kann durch Angabe
des Eigenschaftsvektors ein genau definierter Gliederungsbe
reich im mehrdimensionalen Informationsraum definiert werden,
wobei dieser Bereich ein oder mehrere Informationsobjekte um
fassen kann. Vorzugsweise wird bei Übergabe eines Steuerungs
vektors der keinen Eigenschaftsvektor oder einen leeren Eigen
schaftsvektor aufweist, ein vorbestimmter Eigenschaftsvektor
angenommen, der bei einem hierarchisch gegliederten Informati
onsraum der höchsten Gliederungsebene (d. h. keine Gliederung)
entspricht.
Die zusätzliche Möglichkeit der Übergabe eines Eigenschaftsvek
tors in dem Steuerungsvektor ist sehr vorteilhaft, da eine be
sonders flexible Steuerung des Verfahrens ermöglicht wird. Die
Anwendung des Instruktionssatzes kann so gezielt auf ein Infor
mationsobjekt oder auf einen Bereich oder den gesamten Informa
tionsraum ausgerichtet werden.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung einer oder mehrerer
der zuvor beschriebenen Weiterbildungen wird das Verfahren
durch Übergabe eines Steuerungsvektors und einer Zeigerangabe
derart gesteuert, daß wenigstens ein neues Informationsobjekt
mit den Übergabevektoren bzw. -Parametern erstellt wird. In
diesem Fall enthält der Steuerungsvektor wenigstens einen
Adreßvektor und einen Instruktionsvektor, wobei der Steuerungs
vektor in einer Zerlegeeinrichtung in wenigstens diese Bestand
teile zerlegt wird. Nach erfolgter Zerlegung wird der durch den
Instruktionsvektor charakterisierte Instruktionssatz aufgeru
fen, und es wird für das durch die Zeigerangabe definierte Da
tenobjekt ein Eigenschaftsvektor mit der Prozessoreinrichtung
erzeugt. Die wenigstens eine Prozessoreinrichtung erstellt aus
der Zeigerangabe und dem Eigenschaftsvektor dann wenigstens ein
Informationsobjekt und speichert das wenigstens eine Informati
onsobjekt vorzugsweise eindeutig im Informationsraum.
Ein derartiges Verfahren zur Behandlung bzw. zur Erstellung ei
nes Informationsobjekts ist sehr vorteilhaft, da durch die
Übergabe einer Zeigerangabe auf das Datenobjekt auch schon be
stehende Datenobjekte in den Informationsraum integriert werden
können, so daß sich über diesen Instruktionssatz bestehende Da
tenobjekte oder Datensysteme in das Informationssystem bzw. den
Informationsraum integrieren lassen.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemä
ßen Verfahrens wird das Verfahren durch Übergabe eines Steue
rungsvektors und eines Datenobjektes derart gesteuert, daß ein
Instruktionssatz ausgeführt wird, der wenigstens ein neues In
formationsobjekt aus der Übergabeliste bzw. aus den im Steue
rungsvektor definierten Parametern erstellt.
Dazu wird der Steuerungsvektor in wenigstens einen Adreßvektor
und in einen Instruktionsvektor in einer Zerlegeeinrichtung
zerlegt, und es wird der durch den Instruktionsvektor charakte
risierte Instruktionssatz aufgerufen.
Aus dem Steuerungsvektor wird der Eigenschaftsvektor abgelei
tet, der entweder direkt in dem Steuerungsvektor enthalten sein
kann, oder, gemäß der zuvor beschriebenen vorteilhaften Weiter
bildung generiert werden kann, wobei dann vorbestimmte Eigen
schaften angenommen werden.
Das Datenobjekt wird im Datenraum gespeichert und eine Zei
gerangabe, die die Position des Datenobjekts im Datenraum be
schreibt, wird abgeleitet. Anschließend wird wenigstens ein In
formationsobjekt mit dieser Zeigerangabe und dem Eigenschafts
vektor mit einer Prozessoreinrichtung erstellt.
Das wenigstens eine neu generierte Informationsobjekt wird im
Informationsraum gespeichert, wobei vorzugsweise eine Speicher
position bzw. die Hierarchieanordnung des wenigstens einen In
formationsobjekts im Informationsraum aus dem Eigenschaftsvek
tor abgeleitet wird.
Diese Weiterbildung ist auch sehr vorteilhaft, da im Ablauf des
Verfahrens neue Datenobjekte erstellt werden können, die dann
gleich im Datenraum und im Informationsraum an definierten Po
sitionen abgelegt werden können. Ebenso ist es möglich, daß dem
Verfahren ein fertiges Datenobjekt übergeben wird und dann ei
nes oder mehrere Informationsobjekte erzeugt wird.
In einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens wird das Verfahren durch Übergabe eines Steuerungsvek
tors derart gesteuert, daß ein Auffinden eines Informationsob
jekts vorzugsweise anhand bestimmter, besonders bevorzugt,
wählbarer Kriterien ermöglicht wird.
Dazu wird im Verfahren ein Steuerungsvektor übergeben, der in
einer Zerlegeeinrichtung wenigstens in einen Adreßvektor, einen
Instruktionsvektor und einen Eigenschaftsvektor aufgespalten
wird. Ist im Steuerungsvektor kein bzw. nur ein leerer Eigen
schaftsvektor enthalten, kann ein vorbestimmter Eigenschafts
vektor gemäß einer zuvor beschriebenen Weiterbildung der Erfin
dung generiert werden.
Zunächst wird der durch den Instruktionsvektor charakterisierte
Instruktionssatz aufgerufen, der einen (temporären) Bearbei
tungsvektor mit der Recheneinrichtung generiert. Der Bearbei
tungsvektor enthält vordefinierte Eigenschaftsangaben für im
wesentlichen jede virtuelle Dimension des Dimensionsraums. Die
ser Bearbeitungsvektor entspricht in seinem Aufbau dem Aufbau
des Eigenschaftsvektors, und er wird durch Ableitung aus einem
vordefinierten Eigenschaftsvektor abgeleitet.
Der aus dem Steuerungsvektor abgeleitete Eigenschaftsvektor
wird in einer Zerlegeeinrichtung in Eigenschaftsangaben für die
entsprechenden virtuellen Dimensionen aufgespalten. Die Eigen
schaftsangaben für die enthaltenen virtuellen Dimensionen wer
den im Bearbeitungsvektor übernommen, so daß der Bearbeitungs
vektor anschließend die dem Verfahren übergebenen Eigenschafts
angaben in den entsprechenden virtuellen Dimensionen enthält
und vordefinierte Eigenschaftsangaben für die virtuellen Dimen
sionen, die in dem übergebenen Eigenschaftsvektor nicht enthal
ten waren.
Dadurch wird es ermöglicht, dieser bevorzugten Weiterbildung
des erfindungsgemäßen Verfahrens gar keine Eigenschaftsangabe
oder nur Eigenschaftsangaben für eine oder wenige virtuelle Di
mensionen zu übergeben.
Weiterhin wird eine leere Ergebnisliste erzeugt, die dazu ge
eignet ist, eines oder mehrere Informationsobjekte zu repräsen
tieren.
Das Verfahren führt eine Suche nach Informationsobjekten im In
formationsraum durch, welche wenigstens im wesentlichen über
einstimmende Eigenschaftsvektoren aufweisen. Dazu wird in einer
Vergleichseinrichtung für im wesentlichen jede virtuelle Dimen
sion die Eigenschaftsangabe im Bearbeitungsvektor mit der Ei
genschaftsangabe in den Informationsobjekten des Informations
raums verglichen. Ein Informationsobjekt oder eine Referenz auf
ein Informationsobjekt im Informationsraum wird zu der Ergeb
nisliste hinzugefügt, wenn im wesentlichen alle Eigenschaftsan
gaben des Informationsobjektes mit den Eigenschaftsangaben im
Bearbeitungsvektor übereinstimmen.
Unter der Formulierung "im wesentlichen . . . übereinstimmen" ist
hier zu verstehen, daß beispielsweise eine exakte Übereinstim
mung vorliegt; es ist jedoch auch möglich, daß im Falle der
hierarchischen Strukturierung der Eigenschaftsangaben im Infor
mationsraum es für eine Übereinstimmung genügt, wenn das Infor
mationsobjekt im Informationsraum eine detailliertere Eigen
schaftsangabe aufweist, so daß die Eigenschaftsangabe im Bear
beitungsvektor ein Oberbegriff der Eigenschaftsangabe im Infor
mationsobjekt ist.
Würde z. B. in einer Informationsdimension in einer Hierarchie
eine Eigenschaftsangabe definiert, die einem "Verkehrsmittel"
entspricht, so wäre eine logische Ableitung auf einer unterge
ordneten Hierarchieebene z. B. die Eigenschaftsangabe "Auto".
Wenn gemäß einer zuvor beschriebenen Weiterbildung die Eigen
schaftsangaben in Form von Zahlen definiert werden, wobei un
terschiedliche Gliederungsebenen durch z. B. Punkte getrennt
sein können, so könnte die Gliederungsebene "Verkehrsmittel"
der Zahl "2" entsprechen und die davon abgeleitete Gliede
rungsebene "Auto" könnte z. B. die Gliederungsebene "2.2" auf
weisen. Würde nun eine Suche im Informationsraum nach Informa
tionsobjekten durchgeführt, die bezüglich dieser virtuellen Di
mension die Eigenschaftsangabe "2" aufweisen, so würden bevor
zugterweise alle Informationsobjekte der Ergebnisliste zuge
fügt, die auf der Gliederungsebene "2" oder darunter, z. B. in
"2.1", "2.2" etc. angeordnet sind.
Nach der Suche über im wesentlichen alle im Informationsraum
angeordneten Informationsobjekte wird vorzugsweise eine Ergeb
nisdatei erzeugt, die im wesentlichen alle Elemente der Ergeb
nisliste umfaßt. Vorzugsweise wird diese Ergebnisdatei ausgege
ben, wobei unter "Ausgabe" auch eine Speicherung der Ergebnis
liste in einem flüchtigen oder nicht-flüchtigen Speicher zu
verstehen ist.
Beispielsweise kann die Ergebnisdatei als HTML-Datei (hyper
text markup language) oder als XML-Datei (extensible markup
language) erstellt werden, die als Referenzen (Hyperlinks) die
Informations- oder Datenobjekte enthält, die während der Suche
gefunden wurden.
Diese bevorzugte Weiterbildungen ist sehr vorteilhaft, da unter
unterschiedlichen Informationsgesichtspunkten gezielt nach In
formationen bzw. Informations- oder Datenobjekten gesucht wer
den kann.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemä
ßen Verfahrens wird durch Übergabe eines Steuerungsvektors eine
Navigation durch den Informationsraum ermöglicht. Dazu wird im
Verfahren ein Steuerungsvektor übergeben, der in einer Zerlege
einrichtung wenigstens in einen Adreßvektor und einen Instruk
tionsvektor sowie einen Eigenschaftsvektor zerlegt wird.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird das Ver
fahren bzw. der wenigstens eine Instruktionssatz auf einer er
sten Recheneinrichtung durchgeführt, wobei das Verfahren von
einer zweiten, auch entfernten, Recheneinrichtung steuerbar
ist, wobei die erste Recheneinrichtung mit der zweiten Rechen
einrichtung über wenigstens eine Datenverbindung verbunden ist.
Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Verfahren von einem Be
nutzer, vorzugsweise interaktiv, steuerbar. Die Art der Daten
verbindung ist dabei grundsätzlich beliebig, die Datenverbin
dung kann z. B. einer Gruppe von Datenverbindungen entnommen
sein, die Datenverbindungen über Telefonleitungen, Funk, Netz
werke, Internet, Kabel sowie virtuelle Datenverbindungen, seri
elle Datenverbindungen und dergleichen mehr umfaßt.
Mit einer Datenverbindung über z. B. das Internet, Intranet
oder Extranet, wird es einem Benutzer ermöglicht, das erfin
dungsgemäße Verfahren von nahezu beliebigen Orten zu steuern.
Ebenso ist es möglich, daß über eine virtuelle Datenverbindung,
die über eine virtuelle Schnittstelle in einer Recheneinrich
tung kommuniziert, das erfindungsgemäße Verfahren auf nur einer
Rechenvorrichtung durchzuführen.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß unter dem in
dieser Anmeldung verwendeten Begriff Recheneinrichtung sowohl
eine einzelne Recheneinrichtung oder Rechenvorrichtung als auch
ein Verbund aus räumlich getrennten Rechenvorrichtungen ver
standen werden soll. So umfaßt der Begriff Recheneinrichtung
einen einzeln stehenden Personal Computer ebenso wie einen
Großrechner oder einen Cluster aus einer Vielzahl, auch unter
schiedlicher oder räumlich getrennter Rechenvorrichtungen oder
Recheneinrichtungen.
Vorzugsweise erfolgt die Kommunikation zwischen einzelnen Re
cheneinrichtungen bzw. darin enthaltener Recheneinheiten wenig
stens teilweise über ein Verbindungs- und/oder Schnittstellen
protokoll. Zur Steuerung der Datenverbindung bzw. des Verfah
rens werden vorzugsweise Standardprotokolle wie z. B. TCP/IP,
UUCP, UDP, NETBIOS, NETBEUI oder andere bekannte Verbindungs
protokolle eingesetzt.
Weiterhin wird als Dienste- oder Schnittstellenprotokoll ein
bekanntes Protokoll wie HTTP, FTP, NTP, SMTP, POP, IMAP, oder
dergleichen eingesetzt, wobei besonders bevorzugt als grundle
gendes Protokoll HTTP oder HTTPS über TCP/IP eingesetzt wird.
Bevorzugt ist, daß das Verfahren oder wenigstens ein Informati
onsobjekt über COM bzw. DCOM-Funktionalität (distributed compo
nent object model) oder DOM-Eigenschaften (Document Object Mo
del) verfügt. Bevorzugt ist auch, daß wenigstens ein Teil der
Informationsobjekte über OLE-Funktionalität (object linking and
embedding) verfügt. Ebenso ist es möglich, daß wenigstens ein
Teil der Objekte der CORBA Spezifikation genügt.
Wenigstens ein Teil des Verfahrens bzw. darin enthaltener Ob
jekte weist vorzugsweise eine Active-X Funktionalität auf, wo
bei es ebenso möglich ist, daß einzelne Teile über JAVA bzw.
RMI (remote method invocation) bzw. gemäß der JINI-
Spezifikation ablaufen bzw. diese Eigenschaften aufweisen.
Bezüglich Datenbankabfragen ist es bevorzugt, standardisierte
Verfahren wie SQL (structured query language), English Query,
ODBC oder ADO oder sonstige im Startd der Technik bekannte Ab
frageverfahren durchzuführen.
Die Verwendung bekannter oder standardisierter Verbindungs-,
Dienste- oder Schnittstellenprotokolle ist sehr vorteilhaft, da
die Funktionalität des erfindungsgemäßen Verfahren sicherer ge
staltet werden kann.
In einer bevorzugten Weiterbildung einer oder aller zuvor be
schriebenen Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist in dem Informationsraum wenigstens eine virtuelle Typdimen
sion vorgesehen, wobei in dieser virtuellen Typdimension für im
wesentlichen jedes Informationsobjekt des Informationsraums we
nigstens eine Typangabe über einen Typ des zugehörigen Datenob
jekts enthalten ist. Mit einer solchen Typdimension wird es
z. B. ermöglicht, gezielt nach bestimmten Datenobjekttypen zu
suchen oder die Anwendung eines Instruktionssatzes auf einen
vorbestimmten oder wählbaren Datenobjekttyp zu beschränken.
In einer bevorzugten Weiterbildung der zuletzt beschriebenen
Weiterbildung wird für wenigstens ein Informationsobjekt wenig
stens eine Typangabe aus der Zeigerangabe oder dem Namen des
Datenobjekts abgeleitet. Dazu wird in einer Zerlegeeinrichtung
wenigstens eine Zeigerangabe des Informationsobjekts, die ein
Datenobjekt im Datenraum repräsentiert, in Zeigerangabenteile
zerlegt und aus diesen Zeigerangabenteilen wird wenigstens eine
Typangabe aus wenigstens einem charakteristischen Zeigeranga
benteil (z. B. dem Dateinamen bzw. der Dateiendung: *.txt, *.c
etc.) abgeleitet.
In einer bevorzugten Weiterbildung wird aus der Zeigerangabe
der Name des Datenobjekts oder der Datei in der Zerlegeeinrich
tung extrahiert. Erfolgt in dem System die Namensgebung gemäß
vorbestimmter Regeln, so wird es ermöglicht, aus dem Namen des
Datenobjekts Rückschlüsse auf den Typ des Datenobjekts zu zie
hen. In einigen bekannten Betriebsystemen wird z. B. der Typ
eines Datenobjekts in einer sogenannten Dateiendung festgelegt.
Bei anderen Betriebssystemen kann der Typ eines Datenobjekts
aus den erweiterten Attributen abgefragt werden, die bei Spei
cherung eines Datenobjektes generiert werden.
Eine solche Weiterbildung ist sehr vorteilhaft, da auch eine
automatisierte Klassifizierung bzw. Typeinteilung der Datenob
jekte vorgenommen werden kann.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird
für wenigstens ein Informationsobjekt wenigstens eine Typangabe
aus wenigstens einem Teil des Inhalts des Datenobjekts abgelei
tet. Dazu wird in einer Zerlege- oder Extrahiereinrichtung we
nigstens ein Teil des Inhalts des Datenobjekts in Inhaltsbe
standteile zerlegt, die dann auf charakteristische Eigenschaf
ten untersucht werden. Mit einer Vergleichseinrichtung kann we
nigstens ein Inhaltsbestandteil mit vordefinierten, vorzugswei
se veränderbaren Vergleichsinhaltsbestandteilen verglichen wer
den und bei Übereinstimmung wenigstens eine Typangabe für das
untersuchte Datenobjekt abgeleitet werden.
Diese Weiterbildung ist sehr vorteilhaft, da viele Dateitypen
eine charakteristische Bytefolge aufweisen. Durch einen Ver
gleich mit einer charakteristischen Bytefolge wird es dann er
möglicht, den Typ eines Datenobjekts (z. B. Microsoft Word Do
kument, Unix-Shell Programm, HTML-Dateien, ausführbare Dateien
und dergleichen mehr) oder logische Objekte wie z. B. Auftrags
bestätigung, Rechnung, (betrieblicher) Verbesserungsvorschlag
oder dergleichen mehr mit hoher Zuverlässigkeit zu bestimmen.
Es können auch unterschiedliche Objekttypen für ein Dateiformat
definiert sein, so daß z. B. ein Textdokument den Objekttyp
"Rechnung", "Auftragsbestätigung" oder "Betrieblicher Verbesse
rungsvorschlag" aufweist. Der Typ kann nicht nur nach Art des
Dokuments, sondern auch nach Inhalt festgelegt werden.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung um
faßt wenigstens ein Informationsobjekt und vorzugsweise alle
Informationsobjekte wenigstens eine weitere Objektangabe, wobei
wenigstens eine Objektangabe einer Gruppe von Objektangaben
entnommen ist, die wenigstens eine Zeiterstellungs-, Zeitinter
valls-, Gültigkeits-, (Zugriffs-) Häufigkeits-, Eigentümer-,
Gruppen-(Zugehörigkeits-), Zugriffs-, Lese-, Schreib-, Ände
rungs- und Ausführungsangabe und dergleichen mehr umfaßt.
Werden eine oder mehr oder sogar alle der genannten Objektanga
ben in einem Informationsobjekt realisiert, so ermöglicht dies
eine sehr genaue Steuerung der Zugriffsrechte und eine stati
stische Auswertung z. B. der Zugriffshäufigkeit. Beispielsweise
wird es ermöglicht, das Recht zum Anzeigen, Ändern oder Erstel
len eines Informationsobjektes auf bestimmte Benutzerkennungen
oder Gruppenkennungen oder dergleichen mehr einzuschränken. Un
ternehmenskritische Daten könnten dann z. B. nur von Benutzern
abgerufen werden, die über eine entsprechende Berechtigung ver
fügen. Ebenso ist es möglich, daß Informationsobjekte, die aus
führbare Instruktionssätze beinhalten, nur von dazu berechtig
ten Benutzern aufgerufen bzw. ausgeführt werden können.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Typan
gabe eines Informations- bzw. Datenobjekts eine Gruppe von Ob
jekttypen bzw. Typangaben entnommen, die die bekannten Typen
von Text-, Bild-, Graphik-, Tabellenkalkulations-, Sourcecode-,
XML-, CAD-(computer aided design), Programm-, Audio- und Video
dateien und dergleichen mehr in unterschiedlichen Datenformaten
umfaßt.
In einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens ist für wenigstens ein Informationsobjekt wenigstens
ein Beschreibungs- und/oder Infofeld vorgesehen, auf welches
über das Informationsobjekt zugegriffen werden kann vorzugswei
se wird wenigstens eine das Informationsobjekt oder das Da
tenobjekt kennzeichnende Angabe in das Beschreibungsfeld aufge
nommen. Es können auch z. B. kurze Notizen oder Post-it-In
formationen in das Beschreibungsfeld integriert werden. Das
Beschreibungsfeld kann dann im Informationsobjekt enthalten
sein, oder es ist ein Zeiger auf eine separate Beschreibungsli
ste vorhanden.
In einer bevorzugten Weiterbildung einer oder mehrerer der zu
vor beschriebenen Weiterbildungen kann wenigstens ein Informa
tionsobjekt wenigstens eine Verknüpfung zu wenigstens einem
weiteren Informationsobjekt aufweisen, so daß eine Navigation
von einem ersten Informationsobjekt zu einem damit verknüpften
zweiten Informationsobjekt ermöglicht wird.
Solche Verknüpfungen zwischen Informationsobjekten sind sehr
vorteilhaft, da sie es dem Benutzer erlauben, schnell und un
kompliziert zwischen z. B. thematisch verwandten Informati
onsobjekten zu navigieren.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird für we
nigstens ein Informationsobjekt wenigstens ein Teil des Inhalts
des wenigstens einen Beschreibungsfeldes des Informationsob
jekts in einer Zerlegeeinrichtung in wenigstens eine kennzeich
nende Angabe zerlegt, und es wird wenigstens eine charakteri
stische Inhaltsangabe für dieses wenigstens eine Informati
onsobjekt festgelegt. Dabei ist es möglich, daß die charakteri
stische Inhaltsangabe in einem Speicherbereich des Informati
onsobjekts abgelegt wird; es ist allerdings auch möglich, daß
die kennzeichnende Angabe durch den gezielten Aufruf eines In
struktionssatzes bei jedem Zugriff neu generiert wird.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird
in einer Vergleichseinrichtung wenigstens eine charakteristi
sche Inhaltsangabe eines Informationsobjekts mit wenigstens ei
ner charakteristischen Inhaltsangabe wenigstens eines anderen
Informationsobjekts verglichen. Wenn die charakteristischen In
haltsangaben wenigstens im wesentlichen übereinstimmen, ist es
möglich, daß eine Verknüpfung des einen Informationsobjekts zu
diesem anderen Informationsobjekt erzeugt wird, wobei dies auch
automatisch erfolgen kann.
Eine solche Weiterbildung ist sehr vorteilhaft, da z. B. eine
automatische Verknüpfung ähnlicher Informationsobjekte erfolgen
kann. Die Verknüpfungen können auch manuell erzeugt werden.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung einer oder mehrerer
der zuvor beschriebenen Weiterbildungen ist wenigstens ein vir
tueller Verknüpfungsraum vorgesehen, der bzw. die jeweils we
nigstens zwei Verknüpfungsdimensionen aufweist und diskrete
Speicherstellen umfaßt, wobei diese Speicherstellen derart be
schaffen sind, daß sie wenigstens eine Verknüpfungsangabe zur
Charakterisierung wenigstens unidirektionaler Beziehungen zwi
schen wenigstens zwei unterschiedlichen Informationsobjekten
enthalten.
Die Speicherstellen in wenigstens einem Verknüpfungsraum können
z. B. derart beschaffen sein, daß nur logische Werte wie 1 oder
0 aufgenommen werden. Dann würde eine logische 1 eine Verknüp
fung zwischen zwei Informationsobjekten bedeuten, während eine
logische 0 keine Verknüpfung charakterisieren würde.
Es ist auch möglich, daß die Speicherstelle derart beschaffen
ist, daß sie eine Vielzahl unterschiedlicher Werte annehmen
kann. Eine 0 könnte dann keine Verknüpfung zwischen zwei Infor
mationsobjekten definieren, während eine 1 eine Verknüpfung von
dem ersten zu dem zweiten und eine 2 eine bidirektionale Ver
knüpfung zwischen den beiden Informationsobjekten beschreiben
würde. Durch kontinuierliche Werte (Fließkomma, ganze Zahl
etc.) kann eine Verknüpfungsintensität beschrieben werden, die
dann auch berücksichtigt werden kann.
Ebenso ist es auch möglich, daß in der Verknüpfungsangabe eine
Bezeichnung oder ein Wert definiert wird, der z. B. ein Infor
mationsobjekt direkt mit einer Gattung oder einer Gruppe von
Informationsobjekten verknüpft. Z. B. könnte die Verknüpfungs
angabe auf einen Bereich im Informationsraum verweisen, so daß
eine Verknüpfung mit einer Vielzahl von Informationsobjekten
über die Angabe z. B. eines Eigenschaftsvektors ermöglicht
wird.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist
wenigstens ein virtueller Verknüpfungsraum als wenigstens zwei
dimensionale Verknüpfungstabelle vorgesehen, wobei dann vor
zugsweise innerhalb wenigstens eines Teils der Zeilen jede Zei
le vorzugsweise ein unterschiedliches Informationsobjekt reprä
sentiert und wobei innerhalb wenigstens eines Teils der Spalten
vorzugsweise jede Spalte vorzugsweise ein unterschiedliches In
formationsobjekt beschreibt.
In einer bevorzugten Weiterbildung der zuletzt beschriebenen
Weiterbildung ist die wenigstens eine Verknüpfungstabelle zwei
dimensional mit einer quadratischen Größe, so daß die Zeilen
zahl gleich der Spaltenzahl ist und vorzugsweise beide gleich
der Zahl der Informationsobjekte in wenigstens einer virtuellen
Dimension sind. Dann repräsentiert jede Zeile ein unterschied
liches Informationsobjekt, und es wird auch jedes Informati
onsobjekt durch genau eine Spalte repräsentiert. Kann in diesem
Fall ein Tabellenelement der Verknüpfungstabelle z. B. die lo
gischen Werte 0 bis 1 annehmen, bedeutet z. B. eine logische 1
in der 3. Zeile und 5. Spalte, daß das 3. Informationsobjekt
eine gerichtete Beziehung zu dem 5. Informationsobjekt auf
weist.
Eine solche Ausgestaltung ist sehr vorteilhaft, da nur ein ge
ringer Speicherplatz benötigt wird und eine hohe Funktionalität
erzielt wird. Jedes Objekt kann mit jedem Objekt verknüpft wer
den, so daß durch eine Abfrage des Verknüpfungsraums die Ver
weise von dem aktuellen Informationsobjekt zu anderen Informa
tionsobjekten abgerufen werden können, so daß es dem Benutzer
ermöglicht wird, durch verknüpfte Informationsobjekte zu navi
gieren, um alle relevanten Informationen eines Gebietes abzu
fragen oder z. B. zu benachbarten Informationsgebieten zu ge
langen.
Vorzugsweise umfaßt der Verknüpfungsraum Verknüpfungstabellen
oder -matrizen für im wesentlichen jede virtuelle Dimension.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens
ein Instruktionssatz vorgesehen, der beim Löschen oder Entfer
nen eines Informationsobjektes aus dem Informationsraum den In
formationsraum neu organisiert, wobei die freigewordene Spei
cherstelle für ein Informationsobjekt sowohl durch ein neu er
stelltes bzw. neu zu erstellendes Informationsobjekt belegt
werden kann als auch im wesentlichen der gesamte Informations
raum neu reorganisiert werden kann, so daß im wesentlichen kei
ne leeren Speicherstellen für Informationsobjekte verbleiben.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist
es bevorzugt, daß bei Löschung eines Informationsobjektes aus
dem Informationsraum der Verknüpfungsraum aktualisiert wird, so
daß in den Dimensionen des Verknüpfungsraums keine Referenz
mehr auf das gelöschte Informationsobjekt besteht. Es ist be
vorzugt, daß bei Organisation des Verknüpfungsraums in Form we
nigstens einer zweidimensionalen Tabelle die Zeile und die
Spalte, die das gelöschte Informationsobjekt repräsentierten
entfernt werden, so daß bei einer Löschung des Informationsob
jektes im Informationsraum ebenfalls alle Verknüpfungen bzw.
Zeigerangaben von anderen Informationselementen auf das nun ge
löschte Informationsobjekt entfernt werden.
Eine solche Weiterbildung ist sehr vorteilhaft, da "tote" Ver
knüpfungen oder Links, die ins Leere laufen weitestgehend ver
mieden werden.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemä
ßen Verfahrens wird durch Übergabe eines Steuerungsvektors eine
Navigation durch die Informationsobjekte des Informationsraums
bzw. durch das Informationssystem ermöglicht. Dazu wird der
Steuerungsvektor wenigstens in einen Adressvektor und wenig
stens einen Instruktionsvektor und wenigstens einen Eigen
schaftsvektor in einer Recheneinrichtung aufgespalten.
Ähnlich einer zuvor beschriebenen bevorzugten Weiterbildung
wird ein Bearbeitungsvektor mit vordefinierter Eigenschaftsan
gaben in einer Prozessoreinrichtung erzeugt. Der dem Verfahren
übergebene Eigenschaftsvektor wird, wie in der zuvor beschrie
benen Weiterbildung, in die einzelnen Eigenschaftsangaben zer
legt und die Eigenschaftsangaben im Bearbeitungsvektor werden
mit diesen überschrieben.
Nach Erzeugung einer leeren Sucheliste, die zur Aufnahme von
Informationsobjekten dient, wird eine Suche nach Informati
onsobjekten im Informationsraum durchgeführt, die Eigenschafts
angaben bzw. -vektoren aufweisen, die im wesentlichen mit dem
Bearbeitungsvektor übereinstimmen. Wenn ein Informationsobjekt
im Informationsraum die Bedingungen im wesentlichen erfüllt
wird eine Referenz oder eine Kopie des Informationsobjekts oder
dieses selbst zu dieser Sucheliste zugefügt.
Nach Erzeugung einer leeren Ergebnisliste, die ebenfalls zur
Aufnahme von Referenzen oder Informationsobjekten dient, wird
für jedes Element oder Informationsobjekt der Sucheliste im
Verknüpfungsraum nach Verknüpfungen bzw. Links oder Verweisen
zu anderen Informationsobjekten gesucht. Wird im Verknüpfungs
raum ein Informationsobjekt gefunden, welches wenigstens unidi
rektional mit dem aktuellen Element der Ergebnisliste verknüpft
ist, wird eine Referenz, eine Kopie oder das Informationsobjekt
selbst zu dieser Ergebnisliste hinzugefügt. Dabei ist es mög
lich, daß von dem Element ausgehende und/oder auf das Element
verweisende Verknüpfungen sowie eventuell deren Intensitäten
berücksichtigt werden.
Aus der Ergebnisliste wird eine Ergebnisdatei erzeugt, die im
wesentlichen alle Elemente der Ergebnisliste umfaßt. Vorzugs
weise wird diese Datei in einem Standardformat, wie z. B. im
HTML-Format erstellt und enthält Referenzen auf die Informati
ons- oder Datenobjekte in Form von Hyperlinks. Es sei aller
dings darauf hingewiesen, daß in dieser und in den zuvor be
schriebenen Weiterbildungen, die eine Ergebnisliste oder -datei
verwenden, diese nicht physikalisch auf z. B. einer Festplatte
vorliegen muß, sondern auch als virtuelle Liste oder Datei in
einem flüchtigen Speicher wie z. B. dem Hauptspeicher vorliegen
kann.
Die Navigationsmöglichkeit zu verknüpften Informationsobjekten
ist sehr vorteilhaft, da es z. B. ermöglicht wird, die Verknüp
fungsbeziehungen zwischen einzelnen Informations- oder Datenob
jekten graphisch darzustellen, so daß ein Benutzer eine über
sichtliche Ansicht der Verknüpfungen bzw. Informationsbeziehun
gen erhält. Ebenso wird es dem Benutzer ermöglicht sich durch
im wesentlichen alle Informationen eines Informationsgebietes
zu bewegen.
In einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens kann wenig
stens ein Teil des Instruktionssatzes auch auf entfernten Re
cheneinrichtungen durchgeführt werden, z. B. auf einem Rechner,
den ein Benutzer bedient. Beispielsweise kann die Zerlegung des
Steuerungsvektors wenigstens teilweise entfernt erfolgen.
Besonders bevorzugt ist, daß jedes Informationsobjekt eindeutig
in Informationsvektors identifizierbar ist, z. B. durch eine
eindeutige Nummer, einen Namen, ein Label oder einen Vektor.
In einer bevorzugten Weiterbildung einer oder mehrerer der zu
vor beschriebenen Weiterbildungen ist ein Informationsobjekt
derart strukturiert, daß es wenigstens ein Informationselement
umfassen kann, wobei ein Informationselement ein Informati
onsobjekt repräsentieren kann. Durch eine solche Strukturierung
wird es ermöglicht, daß ein Informationsobjekt ein oder mehrere
Informationsobjekte enthalten kann, so daß eine Aggregation,
Anhäufung oder strukturierte Anordnung von Informationsobjekten
in einem Informationsobjekt ermöglicht werden.
Diese Weiterbildung ist sehr vorteilhaft, da eine Anordnung von
Informationsobjekten in Informationsobjekten ermöglicht wird,
so daß z. B. bei Blockschaltbildern oder Ablaufplänen ein Ab
laufplan ein Informationsobjekt darstellen kann und jedes darin
enthaltene Element ebenfalls ein Informationsobjekt sein kann.
So wird es z. B. ermöglicht, daß bei Darstellung eines Ablauf
plans oder eines Blockschaltbilds durch Auswahl einer Komponen
te oder eines Elements zu diesem verzweigt werden kann und dann
dieses Element als eigener Ablaufplan bzw. als eigenes Block
schaltbild detaillierter dargestellt werden kann.
Durch eine strukturierte Anordnung von Informationselementen
bzw. Informationsobjekten kann auch eine hierarchische Darstel
lung von Informationen erzielt werden, wobei in einer ersten
groben Ansicht nur die wesentlichen Komponenten enthalten sind.
Durch Auswahl einer einzelnen Komponente können entsprechende
Details dargestellt werden, die wiederum Informationsobjekte
enthalten können.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vor
liegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be
schreibung von Ausführungsbeispielen mit den Zeichnungen.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung einer Vorrichtung, auf
der das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird;
Fig. 2 eine prinzipielle Übersichtsdarstellung;
Fig. 3 eine prinzipielle Darstellung der Hierarchie einer
Strukturdimension;
Fig. 4 eine Darstellung eines dreidimensionalen Informations
raums;
Fig. 5 ein semantisches Netzwerk mit zugehöriger Verknüpfungs
matrix;
Fig. 6 eine Bedienungsoberfläche;
Fig. 7 eine andere Bedienungsoberfläche;
Fig. 8 ein Flußdiagramm eines Instruktionssatzes;
Fig. 9 eine Ergebnisliste einer Informationssuche;
Fig. 10 ein Flußdiagramm eines weiteren Instruktionssatzes;
Fig. 11 eine weitere Bedienungsoberfläche;
Fig. 12 ein Blockschaltbild als Informationsobjekt;
Fig. 13 eine Bearbeitungsansicht des Informationsobjekts nach
Fig. 12;
Fig. 14 eine Bearbeitungsansicht des Informationsobjekts nach
Fig. 12;
Fig. 15 eine Bearbeitungsansicht des Informationsobjekts nach
Fig. 12;
Fig. 16 eine Bedienungsoberfläche zur Verknüpfungsverwaltung;
Fig. 17 eine Bedienungsoberfläche zur Prozeßsteuerung; und
Fig. 18 ein Verknüpfungsdiagramm eines Informationsobjektes.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Behandlung von Datenobjekten wird nun in Bezug auf die Fig. 1
beschrieben.
Ein Informationssystem 20 weist einen Prozessor 10, eine Einga
beeinrichtung in Form einer Tastatur 1 und eine Ausgabeeinrich
tung in Form eines Bildschirms 2 auf. In einer Speichereinrich
tung 4, die ein flüchtiges und nicht-flüchtiges Element aufwei
sen kann, ist wenigstens ein Instruktionssatz 8 vorgesehen,
durch welchen das Verfahren gesteuert wird. Über eine Datenver
bindung 18, die im Ausführungsbeispiel über das Internet erfol
gen kann, kann Verbindung zu einem externen Computer 3 aufge
nommen werden, so daß z. B. ein Benutzer über den externen Com
puter 3 das Verfahren auf der Recheneinrichtung 20 bzw. dem
Computer 20 steuert.
Weiterhin ist ein Datenraum 6 vorgesehen, der im Ausführungs
beispiel eine Festplatte 11, eine CD-ROM 12 und z. B. ein Band
laufwerk 13 umfaßt und in dem einzelne Datenobjekte 19 in Form
von Dateien und dergleichen angeordnet sind. In dem virtuellen
Informationsraum 5 sind Informationsobjekte 7 angeordnet, die
jeweils eine Zeigerangabe 9 aufweisen, die auf ein Datenob
jekt 19 verweist. Die Zeigerangabe 9 kann in der Form einer URL
als "http:/ /www.x.y." angegeben sein. Bei anderen Informati
onsobjekten kann die Zeigerangabe auch auf ein lokal verfügba
res Dokument in der Form "c:\Information\Beispiel.txt" ausge
führt sein. Ein Informationsobjekt 7 weist ferner einen Infor
mationsvektor 14 auf, der für die drei virtuellen Dimensionen
Eigenschaftsangaben 14a, 14b und 14c umfaßt, die jeweils die
Position des Informationsobjekts im Informationsraum definie
ren.
In einer anderen Ausführung ist für jede virtuelle Dimension
61, 62, 63 jeweils ein Informationsobjekt 7 vorgesehen, die je
weils wenigstens eine Eigenschaftsangabe 14a, 14b und 14c um
fassen.
In Fig. 2 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 eine
prinzipielle Übersicht dargestellt. Über Datenverbindungen 18
sind Datenobjekte in Datenbanken 13 oder auch lokale Dateien 13
mit der Rechenvorrichtung verbunden und über den Prozessor 10
werden Instruktionssätze 8 auf die Informationsobjekte 7 bzw.
die Datenobjekte 19 angewendet. Ein Informationsobjekt 7 kann
über eine Zeigerangabe bzw. eine virtuelle Verbindung 17 mit
einem Instruktionssatz verbunden sein sowie über eine Zeigeran
gabe als virtuelle Verbindung mit einem Datenobjekt 19.
Die Strukturierung einer virtuellen Dimension des Informations
raums ist beispielhaft in Fig. 3 dargestellt. Ein Grundelement
einer Strukturdimension 21 weist ein oder mehrere Unterelemen
te 22, 23 auf, wobei in dem Strukturbeispiel gemäß Fig. 4 das
Strukturelement 23 in der Ebene-0 Unterelemente 24, 25 und 26
in der Ebene-1 aufweist. Unterhalb der Ebene-1 ist eine Ebene-2
angeordnet, die Strukturelemente 27 und 28 umfaßt, wobei das
Strukturelement 27 von dem Strukturelement 22 abgeleitet wurde,
welches zwei Ebenen höher angeordnet ist. Jede virtuelle Dimen
sion des Informationsraums stellt einen unterschiedlichen Ge
sichtspunkt eines Informationsraums dar, wobei die unterschied
lichen Dimensionen linear unabhängig voneinander sind.
Fig. 4 zeigt beispielhaft den kollektiven Informationsraum 5
als dreidimensionalen Würfel, der Informationsobjekte 7 ent
hält, die bezüglich der drei virtuellen Dimensionen frei ange
ordnet werden können. Mit einem Eigenschaftsvektor kann ein
einzelnes Informationsobjekt 7 identifiziert werden. Es ist al
lerdings auch möglich, daß ein Informationsbereich 30 durch ei
nen Eigenschaftsvektor beschrieben wird, da durch die Struktu
rierung der Eigenschaftsangaben kleinere und größere Informati
onsbereiche 38 aufgespannt werden. Jedes Informationsobjekt 7
kann Informationselemente 31 enthalten, wobei jedes Informati
onselement 31 wiederum ein Informationsobjekt 7 sein kann, so
daß sich hierarchisch gestaltete Informationsobjekte ergeben.
Je nach Sichtweise kann auch ein Informationsbereich 30
(dynamisch) als Informationselement 7 dargestellt werden.
In Fig. 5 ist ein semantisches Netzwerk zwischen einzelnen
Informationsobjekten 32, 33, 34, 35, 36, 37 und 38 mit einem
zugehörigen Verknüpfungsraum 40 dargestellt. In der Darstellung
gemäß Fig. 5 zeigen Verbindungslinien mit den zugehörigen
Pfeilenden die Informationsbeziehungen oder Informationsver
knüpfungen zwischen den einzelnen Informationsobjekten. Im
Ausführungsbeispiel werden die Verknüpfungsbeziehungen zwischen
den einzelnen Informationsobjekten in den Verknüpfungsräumen
40, die in diesem Beispiel als Beziehungsmatrizen ausgeführt
sind, gespeichert. Jeder Verknüpfungsraum bzw. jede Beziehungs
matrix weist eine Anzahl von Zeilen und Spalten auf, die
jeweils der Anzahl der Informationselemente in der virtuellen
Dimension entsprechen, wobei das erste Informationsobjekt
Zeile 1 und Spalte 1 zugeordnet ist, während das fünfte
Informationsobjekt der fünften Zeile und der fünften Spalte
zugeordnet ist.
Durch Markierung einer Zelle in der Beziehungsmatrix des
Verknüpfungsraums wird festgelegt, daß eine unidirektionale
Beziehung von dem Element der entsprechenden Zeile mit dem
Informationsobjekt der entsprechenden Spalte vorhanden ist.
Durch die Beziehungsmatrix 40 bzw. den Verknüpfungsraum 40 kann
durch Abfrage des Zellinhalts 43 leicht festgestellt werden, ob
eine Informationsbeziehung zwischen zwei Informationsobjekten,
besteht.
In Fig. 6 ist eine Bedienungsoberfläche für das erfindungsgemä
ße Verfahren dargestellt, die z. B. auch auf einem entfernten
Rechner dargestellt und bedient werden kann.
Die in Fig. 6 dargestellte Bedienungsoberfläche 50 für das er
findungsgemäße Verfahren wird in einem Internet-Browser darge
stellt. Es ist jedoch auch möglich, daß die Oberfläche von ei
nem separaten Programm dargestellt wird. Die graphische Bedie
nungsoberfläche 50 weist eine bekannte Browser-Dateileiste 52
und eine Browser-Navigationsleiste 53 auf.
Zur Steuerung des Verfahrens dient daneben im wesentlichen eine
Navigationsleiste 51, die in einem linken Bereich der Bedie
nungsoberfläche angeordnet ist. Weiterhin ist in einem rechten
Bereich der Bedienungsoberfläche eine Anzeigefläche 54 angeord
net, in der Informations- und Datenobjekte sowie Ergebnislisten
und dergleichen mehr dargestellt werden können. In der Adreß
leiste des Browsers ist ein Eingabefeld vorgesehen, in welches
der Steuerungsvektor 49 zur Steuerung des Verfahrens eingegeben
oder auch automatisch erzeugt werden kann. In der Darstellung
gemäß Fig. 6 weist der Steuerungsvektor 49 nur einen Adreßvek
tor "http:/ /inforaum.atelier" auf, der das erfindungsgemäße
Verfahren auf der Rechenvorrichtung identifiziert.
In der Navigationsleiste ist ein Eingabefeld 55 für einen Such
begriff vorgesehen sowie Schalter 57, 58 und 59, die den Such
bereich nach Informationen auf Zeigerangaben für Datenobjekte
oder Informationsobjekte (Schalter 57), Verknüpfungs- oder
Link-Beschreibungen (Schalter 58) und Verknüpfungs- bzw. Link-In
formationen (Schalter 59) beschränken.
Eine Schaltfläche 56 kann vom Benutzer z. B. mit einer Maus be
tätigt werden und führt anhand des im Eingabefeld 55 eingegebe
nen Suchbegriffs eine Suche im Informationsraum durch.
In Abb. 7 ist der Strukturanzeigebereich 60, der eine spe
zielle Ausgestaltung der Navigationsleiste 50 darstellt, abge
bildet. Der Strukturanzeigebereich umfaßt drei Struktur
browser 61, 62, 63, für die drei unterschiedlichen virtuellen
Dimensionen x, y, z des Informationsraums.
Entsprechend der Eigenschaftsstrukturierung 21 der einzelnen
virtuellen Dimensionen des Informationsraums sind in den drei
Strukturbrowsern 61, 62 und 63 die Eigenschaftsangaben hierar
chisch dargestellt, wobei für jede Ebene der Eigenschaftsangabe
und für jede Eigenschaftsangabe unterschiedliche Bezeichnungen
gewählt wurden. Die Eigenschaftsangabe 64 ist auf der Ebene-0
der ersten Strukturdimension angeordnet, während das Eigen
schaftsobjekt 65 der dritten Strukturdimension 63 auf Ebene-1
und das Eigenschaftsobjekt 66 auf der zweiten Ebene der dritten
Strukturdimension 63 angeordnet ist.
Weiterhin ist eine Typdimension 61a vorgesehen, die eine Be
schränkung der Suche auf bestimmte Dokumenttypen 61b erlaubt.
Durch Markierung, z. B. mit der Maus, einer Eigenschaftsangabe
in einer oder mehreren Strukturdimensionen wird eine Suche im
Informationsraum auf einen Informationsbereich 30 beschränkt,
so daß durch Auswahl einer detaillierten Gliederungsebene in
jeder Strukturdimension die Anzahl der relevanten Datenobjekte
bzw. Dateien beschränkt wird.
Durch Betätigung der Schaltfläche 56 wird der Suchvorgang ge
startet, und es wird eine Liste von Dokumenten generiert, die
den Eigenschaftsangaben in den Strukturdimensionen genügen, wo
bei bei Auswahl einer bestimmten Ebene-1 in einer Strukturdi
mension alle von dieser Ebene-1 abgeleiteten Ebene-2 und darun
terliegenden Dokumente in die Liste mit aufgenommen werden. Mit
Bezug auf Fig. 3 bedeutet dies, daß bei Auswahl der Eigen
schaftsangabe 23 in der Ebene-1 die Informationsobjekte 24, 25,
26 und 28 berücksichtigt werden, da diese von der Eigenschafts
angabe 23 abgeleitet wurden, während Informationsobjekte mit
der Eigenschaftsangabe 27 nicht berücksichtigt werden, da diese
von der Eigenschaftsangabe 22 in der Ebene-1 und nicht von der
Eigenschaftsangabe 23 in der Ebene-1 abgeleitet wurden. Wird
hingegen in Fig. 3 in der Ebene-0 die Eigenschaftsangabe 21 ge
wählt, so werden alle Informationsobjekte 21 bis 28 in Fig. 3
berücksichtigt.
Der Verfahrensablauf, wenn die Schaltfläche 56 gemäß Fig. 7 be
tätigt wird, wird nun in Bezug auf Fig. 8 beschrieben. Durch
Auslösen der Schaltfläche 56 wird das Startsignal 71 für einen
Instruktionssatz zum Auffinden von Informationen gegeben. Die
Prozessoreinrichtung 10 baut eine Datenbankverbindung 72 auf
und liest die Parameter 73 aus dem Steuerungsvektor 49 aus. Als
nächstes folgt eine Verzweigung 74. Wurde in der Typdimension
61a der Objekttyp 61b "Alles" ausgewählt, so wird ein SQL-Ab
fragestring für unbestimmte Dokumente generiert und die Da
tenbankabfrage 78 eingeleitet. Wurde hingegen der Dokumenttyp
61b z. B. auf Textdokumente oder ähnliches eingeschränkt, so
wird im Verfahrensschritt 77 ein SQL-Abfragestring für Dokumen
te entsprechend der übergebenen Parameter generiert, der dann
dem Verfahrensschritt 78 zur Datenbankabfrage übergeben wird.
Eine Ergebnisliste 82 der gefundenen Informationsobjekte 7 wird
anschließend in einer Schleife bearbeitet, wobei aus der Ergeb
nisliste eine HTML-Seite 82 (oder auch ein XML-Dokument 82) ge
neriert wird, die die gefundenen Dokumente als Hyperlink 87
enthält. Falls der aktuell bearbeitete Datensatz der letzte in
der Ergebnisliste 82 ist, verzweigt die Verzweigungsstelle 79
zum Verfahrensschritt 81, der die Datenbank schließt. Falls
noch mehr Datensätze vorhanden sind, wird der aktuelle Daten
satz im Verfahrensschritt 80 dem HTML-Dokument 82 hinzugefügt
und dort als Hyperlink 87 integriert.
Nach dem Schließen der Datenbank im Verfahrensschritt 81 wird
das generierte HTML-Dokument 82 zurückgeliefert und in der An
zeigefläche 54 als Ergebnisdokument bzw. Ergebnisliste 82 dar
gestellt (vgl. Fig. 9).
Navigationsknöpfe 83, 84 und 85 dienen zur Navigation in Ergeb
nislisten 82, die eine Vielzahl von gefundenen Dokumenten 87
bzw. Informationsobjekten 7 enthalten. Mit dem Navigations
knopf 83 kann die vorhergehende Seite angezeigt werden, während
durch Betätigung des Navigationsknopfes 84 die folgende Doku
mentseite dargestellt wird.
In der Ergebnisliste 82 wird zu jedem Informationsobjekt 7 ein
Dokumenttyp 86 und ein Dokumenttitel 87 dargestellt, wobei ein
Klicken auf den Dokumenttitel zu diesem Dokument verweist. In
diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die in einer
Ergebnisliste referenzierten bzw. enthaltenen Informationsob
jekte Bearbeitungsmethoden haben bzw. sein können, so daß durch
Klicken auf einen Dokumenttitel auch ein unter Umständen kom
plexes Steuerungsverfahren gestartet werden kann.
Ein weiterer Instruktionssatz bzw. Verfahrensablauf wird nun in
bezug auf die Fig. 10 bis 15 beschrieben. Wurde gemäß dem oben
beschriebenen Verfahrensablauf eine Objektliste 82 generiert,
so kann diese bei geeigneten Dokumenttypen 61b auch als Block
schaltbild oder Prozeßschaubild dargestellt werden, wobei die
Verknüpfungen aus dem Verknüpfungsraum 40 als gerichtete Pfeile
zwischen die einzelnen Komponenten im Blockschaubild einge
zeichnet werden. Nach Betätigung der Startschaltfläche 101 wird
ein neues Block- oder Prozeßschaubild 102 erstellt.
Im Verfahrensschritt 103 wird eine Verbindung zur Datenbank
aufgebaut, und es werden die Parameter 104 eingelesen, worauf
hin eine Informationsobjektabfrage 105 erfolgt. Falls der letz
te Datensatz vorliegt, wird von der Verzweigung 106 zur Verbin
dungsabfrage 108 verzweigt, während andernfalls im Verfahrens
schritt 107 ein weiterer Objektaufruf generiert bzw. eine Ob
jektabfrage durchgeführt wird.
Im Verfahrensschritt 108 wird die Datenbankabfrage mit den Pa
rametern gestartet, und für die einzelnen Elemente wird die
Verzweigung 109 und die Elementgenerierungsroutine 110 aufgeru
fen. Die einzelnen Elemente 91 bis 94 des Blockschaltbildes 90
werden generiert und angeordnet und nach dem Schließen der Da
tenbank im Verfahrensschritt 111 und dem Ende der Blockschalt
bildgenerierung 112 als Blockschaltbild 90 auf der Anzeigeflä
che 54 dargestellt.
Im einzelnen enthält das Blockschaltbild 90 in diesem Fall ein
erstes Startelement 91, welches über eine gerichtete Verbindung
91a mit einem zweiten Element 92 verbunden ist. Über die Ver
bindung 92a ist das Element 92 mit einem Kontrollreihenfol
genelement 93 verbunden. Das Blockschaltbild 90 stellt in ver
einfachter Form einen Verfahrensablauf dar, dessen Start durch
das Element 91 repräsentiert wird. Am Ende des Verfahrens ver
deutlicht das Element 94 die Dokumentation.
Diese Art des Blockschaltbilds 90 eignet sich nicht nur zur Vi
sualisierung eines Verfahrens in Form eines Blockschaltbildes,
sondern auch zur Modifizierung oder Erstellung von Prozeßleit
plänen oder Verfahrensschritten. Deshalb kann das Informati
onsobjekt 90, welches hier dynamisch aus dem Informationsraum 5
generiert wurde, mit der Bearbeitungsleiste 95, die Bearbei
tungselemente 96 enthält, geändert werden. Über die Bearbei
tungselemente 96 können Auswahlelemente 97 und 98 gewählt wer
den.
Über ein Kontextmenü 120 der zur Bearbeitung verwendeten Maus
können Menüelemente 121, 122 aufgerufen werden, wobei bei Auf
ruf des Menüelements 121 ein neues Objekt gemäß der Auswahlele
mente 97, 98 erstellt wird.
Je nachdem, welches Blockelement 91 bis 94 im Blockschaltbild
aktiv ist, kann über ein Kontextmenü 124 des Blockelements 91
bis 94 eines von mehreren Menüelementen 124 aufgerufen werden,
die unterschiedliche Modifikationen des markierten bzw. akti
vierten Elements erlauben.
Bei der Bearbeitung eines solchen Blockschaltbildes wird nicht
nur eine Graphik bearbeitet, sondern es werden die beteiligten
Informationsobjekte im Informationsraum direkt modifiziert, so
daß durch eine einfache graphische Aufbereitung des Verfahrens
komplexe Informationsobjekte und Verknüpfungen dazwischen er
stellt werden können.
Ebenso ist es möglich, daß ein Blockschaltbild oder ein Prozeß
schaubild 90 einen Prozeß in einer "groben" Ansicht darstellt,
da eine Einzeichnung aller Komponenten, Objekte und Verbindun
gen zu viele Details offenbaren würde. Dann ist es möglich, daß
jedes einzelne Blockelement 91 bis 94 im Blockschaltbild 90 ei
nen Informationsbereich 30 des Informationsraumes 5 repräsen
tiert, der jeweils einzelne Informationsobjekte 7 oder Informa
tionselemente 31 aufweist.
Dann kann z. B. durch ein Doppelklicken mit der Maus auf ein
Element das Objekt in einem neuen Fenster oder in dem Anzeige
bereich 54 separat vergrößert dargestellt werden, wobei die im
Informationsobjekt enthaltenen Informationselemente oder Infor
mationsobjekte detaillierter dargestellt werden.
Durch diese rekursive bzw. aggregierende Eigenschaft des Infor
mationsraums kann in Prozesse hineingezoomt werden, so daß ein
zelne Details in einer "groben" Sichtweise verborgen bleiben
und der Benutzer die Übersicht bewahrt.
In Fig. 16 ist die Anzeige in der Anzeigefläche 54 eines Ver
waltungsinstruktionssatzes dargestellt, der über diese Oberflä
che interaktiv vom Benutzer gesteuert werden kann.
Je nach Auswahl einzelner Strukturelemente in den Strukturdi
mensionen 61 bis 63 durch z. B. Gliederungsebenen bzw. Elemente
64 bis 66 wird in der Anzeigefläche 54 der entsprechende Be
reich dargestellt.
Durch Betätigung der Schaltflächen bzw. Schalter 141, 142 und
143 wird die Anzeige in der Anzeigefläche 154 auf die entspre
chenden Informationen bzw. Angaben eingeschränkt, so daß bei
Betätigung der Schaltfläche 141 die Verknüpfungs- bzw. Link-
Verwaltung dargestellt wird, während nach Auslösen der Schalt
fläche 142 die Sichtweise auf die Abonnementsverwaltung einge
schränkt wird.
Durch die Abonnementsverwaltung, die im Verfahren integriert
ist, wird eine weitgehende Information der Benutzer über Ände
rungen erzielt. Erstellt z. B. ein Benutzer ein neues Informa
tionsobjekt in einem Informationsbereich bzw. in einer virtuel
len Dimension, die ein anderer Benutzer abonniert hat, so wird
dem anderen Benutzer nach Erstellung eine e-Mail zugesandt, die
einige wesentliche Angaben über das neu erstellte Informati
onsobjekt beinhaltet.
Auf diese Weise wird es den Benutzern ermöglicht, im wesentli
chen ständig den Überblick über Änderungen im System zu behal
ten. Je nach Bedarf kann die Abonnementsverwaltung auf Modifi
zierungen, Revisionsänderungen, Beschreibungsänderungen und
dergleichen mehr ausgedehnt werden, so daß es ermöglicht wird,
daß ein Benutzer umfassend über Änderungen im System informiert
wird.
In einer Ausführungsform des Informationssystems wird in den
Informationsobjekten eine Liste oder ein Verweis auf eine Liste
integriert, die Angaben über den Zugriff auf das Informations
objekt enthält. Darin kann z. B. die Zugriffszeit, die Zu
griffsart (Modifizierung, Schreiben, Lesen) und der Benutzerna
me, eine Benutzerkennung oder eine Gruppenkennung protokolliert
werden, so daß über das Informationsobjekt auch eine Zugriffs
statistik ermöglicht wird.
Unter anderem ermöglicht es eine solche Protokollierung, daß
beim Löschen eines Informationsobjektes vor dem endgültigen Lö
schen die Benutzer, die Zugriff auf das Informationsobjekt we
nigstens in einem gewissen Zeitraum hatten, ihr Einverständnis
zur Löschung geben müssen, bevor das Informationsobjekt
und/oder das zugehörige Datenobjekt vorläufig oder endgültig
physikalisch gelöscht wird.
Möchte z. B. ein Benutzer ein Informationsobjekt löschen, kann
über die Protokolldatei automatisch jeweils eine e-Mail an die
relevanten Benutzer geschickt werden, die dann eine Antworte-Mail
an das System schicken, die z. B. vom System automatisch
ausgewertet werden kann. Stimmen alle relevanten Benutzer einer
Löschung zu, entfernt das System das Informationsobjekt
und/oder das Datenobjekt zu einem geeigneten Zeitpunkt, der
auch von der Last des Systems abhängen kann.
Eine automatische Löschung kann auch durch Auswahl eines Gül
tigkeitszeitraumes im Informationsobjekt erfolgen.
Die Verwaltungsoberfläche weist eine Schaltfläche 131 zur Er
stellung eines neuen Informationsobjektes auf, die bei Betäti
gung zu einem entsprechenden Instruktionssatz verweist.
Eine Schaltfläche 132 dient dazu, ein ausgewähltes Informati
onsobjekt zu bearbeiten, während eine Schaltfläche 133 eine
Löschung eines Informationsobjektes vorbereitet, wobei eine Be
tätigung dieser Schaltfläche zu den oben beschriebenen Vorgän
gen führen kann.
In einem Listenfeld 140 sind die Informationsobjekte des ausge
wählten Informationsbereiches 30 aufgelistet, wobei in der Li
ste einerseits ein Beschreibungsfeld 144 für jedes Informati
onsobjekt und ein Feld 145 für den Dokumenttyp vorgesehen ist.
Bei Auswahl eines Informationsobjektes in der Liste 140 werden
in den Feldern 134, 135, 136, 137, 138 und 139 nähere Informa
tionen über das relevante Informationsobjekt dargestellt.
Im Revisionsfeld 134 kann eine Revisionsnummer des entsprechen
den Dokuments angegeben werden, während das Feld 135 Statusan
gaben beinhaltet. Das Informationsfeld 136 und das Beschrei
bungsfeld 137 dienen jeweils zur Aufnahme von beschreibenden
Informationen, während das Feld 138 die Zeigerangabe 9 beinhal
tet, die auf das zugehörige Datenobjekt 19 verweist.
Im Typfeld 139 wird der Typ des Informationsobjektes angezeigt.
In Fig. 18 ist ein Informationsobjekt in einer Prozeßsteue
rungsansicht dargestellt. Die als Blockschaubild dargestellte
Prozeßansicht 150 weist verschiedene Informationsobjekte 151,
152 auf, wobei das Informationsobjekt 152 über eine gerichtete
Verknüpfung 153 mit dem Informationsobjekt 151 verbunden ist.
Die einzelnen Informationsobjekte stellen in dieser Darstel
lungsvariante Elemente eines Prozesses dar, wobei z. B. das In
formationsobjekt 152 eine Pumpe in einem Produktionskreislauf
darstellen kann, deren Drehzahl durch das Informationsobjekt
151 repräsentiert wird. Wählt der Benutzer das Informationsob
jekt 151 aus, so kann in der Anzeigefläche 154 das Informati
onsobjekt 151 detaillierter dargestellt werden, wobei z. B.
auch die aktuelle Drehzahl der Pumpe, die durch das Informati
onsobjekt 152 repräsentiert wird, aufgelistet sein kann. Durch
JAVA, JINI, Active-X oder RPC (remote procedure call) oder
grundsätzlich durch verteilte Methoden kann so der Benutzer auf
einem Rechner die Prozeßsteuerung für ein System übernehmen,
welches an einem entfernten Standort ausgeführt wird und wel
ches z. B. durch ein SAP-System verwaltet wird.
In Fig. 18 ist ein Verknüpfungsdiagramm 160 eines Informati
onsobjektes 161 dargestellt, welches durch Auswahl eines Ver
knüpfungs-Instruktionssatzes generiert wurde. Durch Abfrage ei
nes Verknüpfungsraumes werden die Objekte 162 bestimmt und in
nerhalb der Diagrammfläche 160 automatisch angeordnet, die eine
Verknüpfung aufweisen, die vom Informationsobjekt 161 auf ein
Informationsobjekt 162 gerichtet ist.
Je nach Auswahl der Gliederungstiefe können auch Informati
onsobjekte aufgelistet sein, die erst über eine zweite Verknüp
fung 169 auf ein Informationsobjekt 164 verweisen.
Ebenso ist es möglich, daß die Informationsobjekte 165, 166,
die direkt oder indirekt auf das aktuelle Informationsobjekt
161 verweisen, dargestellt werden. Das Informationsobjekt 166
ist über die gerichtete Beziehung 171 mit dem Informationsob
jekt 165 verbunden, welches über eine gerichtete Beziehung 170
auf das aktuelle Informationsobjekt 161 verweist. In dieser
Darstellung werden zwei Verknüpfungsebenen berücksichtigt, es
ist jedoch möglich, nur eine Verknüpfungsebene oder auch mehre
re Ebenen zu berücksichtigen. Bei einer höheren Zahl an berück
sichtigten Verknüpfungsebenen ist allerdings zu berücksichti
gen, daß die Zahl der relevanten Informationsobjekte und Ver
knüpfungsbeziehungen hoch sein kann.