DE19961391A1 - Befestigungsanordnung für zwischen den Schienen eines Gleises angeordnete Plattenelemente - Google Patents
Befestigungsanordnung für zwischen den Schienen eines Gleises angeordnete PlattenelementeInfo
- Publication number
- DE19961391A1 DE19961391A1 DE1999161391 DE19961391A DE19961391A1 DE 19961391 A1 DE19961391 A1 DE 19961391A1 DE 1999161391 DE1999161391 DE 1999161391 DE 19961391 A DE19961391 A DE 19961391A DE 19961391 A1 DE19961391 A1 DE 19961391A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fastening
- elements
- arrangement according
- track
- fastening arrangement
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 241001669679 Eleotris Species 0.000 title claims abstract description 4
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 claims abstract description 3
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 claims abstract description 3
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims description 18
- 239000004567 concrete Substances 0.000 claims description 9
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 6
- 239000002023 wood Substances 0.000 claims description 5
- 239000000543 intermediate Substances 0.000 claims description 4
- 239000011150 reinforced concrete Substances 0.000 claims description 4
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000011358 absorbing material Substances 0.000 claims description 3
- 239000010959 steel Substances 0.000 claims description 3
- 229920002430 Fibre-reinforced plastic Polymers 0.000 claims description 2
- 239000011151 fibre-reinforced plastic Substances 0.000 claims description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 claims 1
- 210000002414 leg Anatomy 0.000 description 14
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 3
- 229910000639 Spring steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 2
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 2
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 2
- 241000972773 Aulopiformes Species 0.000 description 1
- 241001465754 Metazoa Species 0.000 description 1
- 240000000581 Triticum monococcum Species 0.000 description 1
- 239000006096 absorbing agent Substances 0.000 description 1
- 238000007792 addition Methods 0.000 description 1
- 239000002390 adhesive tape Substances 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000002028 premature Effects 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 1
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 235000019515 salmon Nutrition 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
- 210000000689 upper leg Anatomy 0.000 description 1
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01C—CONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
- E01C9/00—Special pavings; Pavings for special parts of roads or airfields
- E01C9/04—Pavings for railroad level-crossings
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B19/00—Protection of permanent way against development of dust or against the effect of wind, sun, frost, or corrosion; Means to reduce development of noise
- E01B19/003—Means for reducing the development or propagation of noise
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Railway Tracks (AREA)
Abstract
Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung dient zur Befestigung von Plattenelementen (16), insbesondere von Schallabsorberplatten, zwischen oder seitlich neben den Schienen (12) eines Gleises (10). Erfindungsgemäß weist die Befestigungsanordnung Befestigungskörper (18) auf, die an einer Schwelle (11) oder der Gleistragplatte (15) eines Gleises in fester Fahrbahn so arretiert sind, daß sie die Plattenelemente an ihren quer zu den Schienen verlaufenden Stirnseiten (27) mit mindestens einem Verriegelungselement (22) lösbar übergreifen. Die Erfindung hat den besonderen Vorteil, daß es nicht länger erforderlich ist, in den Platten Befestigungslöcher anzuordnen, die mit an den Schwellen angeordneten Dübeln oder Befestigungsankern fluchten müssen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung für zwischen
oder neben den Schienen eines Gleises angeordnete Plattenele
mente, insbesondere für Schallschutzplatten, aber auch für be
fahr- und/oder begehbare Platten, wie sie bei modernen Gleisen
insbesondere für Hochgeschwindigkeits-Schienenfahrzeuge zuneh
mend aus Sicherheitsgründen gefordert werden.
Bei neuen Hochgeschwindigkeitstrassen für Eisenbahnen werden
die Gleise bei Neubauten heutzutage häufig nicht mehr in Schot
terbettungen verlegt, sondern die Schienen der Gleise werden in
einer sogenannten festen Fahrbahn eingebaut, die erheblich ge
ringere Instandsetzungskosten als Schottergleise haben.
Ein Nachteil solcher in fester Fahrbahn verlegter Gleise be
steht in ihrer gegenüber Gleisen im Schotterbett höheren Geräu
schemission, so daß insbesondere in bewohnten Gebieten zusätz
liche Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind, um die Geräu
schemissionen auf ein zumutbares, mit Gleisen im Schotterbett
vergleichbares Maß zu beschränken. Hierzu werden im allgemeinen
zwischen den Schienen, ggf. auch außen neben den Schienen
Schallschutzplatten aus schallabsorbierenden Materialien wie
z. B. Blähton (Lecaton), Holzwolle, Einkornbeton o. dgl. angeord
net und an den Schwellen bzw. der Gleistragplatte befestigt.
Als Befestigungsmittel für diese Schallschutzplatten dienen bei
den bekannten Gleisen im allgemeinen Befestigungsschrauben, die
zumindest am vorderen und hinteren Ende der Platten durch in
diesen angeordnete Löcher gesteckt und in Dübel o. dgl. einge
schraubt sind, die in den Schwellen oder Gleistragplatten ange
ordnet sind. Alternativ ist auch bereits vorgeschlagen worden,
die Befestigung der Schallschutzplatten mittels in die Schwel
len oder Gleistragplatten eingeklebten Gewindeankern zu bewir
ken, auf die die Platten mit an entsprechender Stelle vorgese
henen Bohrungen aufgesetzt und dann mit Sicherungsmuttern arre
tiert werden.
Ein großes Problem bei dieser Art der Befestigung ist die lage
gerechte Anordnung der Bohrungen in den Platten, die immer ge
nau mit den an den Schwellen bzw. der Gleistragplatte vorgese
henen Befestigungsdübeln oder Ankern fluchten müssen. Die Befe
stigungslöcher in den Platten können daher entweder erst bei
der Montage der Plattenelemente am Gleis gebohrt werden oder es
ist bei vorgebohrten Platten erforderlich, die Bohrungen nach
zubearbeiten oder neue Dübel oder Klebeanker an den Schwellen
zu setzen, was mühselig und zeitaufwendig ist.
Darüber hinaus hat sich die vorbeschriebene Art der Befestigung
als problematisch erwiesen, da durch die starre Verbindung der
Platten mit den Schwellen bzw. der Gleistragplatte die Schall
schutzelemente den Erschütterungen unmittelbar ausgesetzt wer
den, die das Gleis bei Befahrung durch einen Zug erduldet. Die
Schallschutzplatten, die im allgemeinen eine erheblich geringe
re Festigkeit als die Schwellen und anderen Teile des Gleises
haben, werden durch diese Erschütterungen häufig schnell zer
stört und müssen dann in verhältnismäßig kurzen Zeitabständen
ausgetauscht werden. Als besonders problematisch haben sich in
diesem Zusammenhang Großplatten erwiesen, die sich über mehrere
Schwellen erstrecken. Gerade bei solch langen Platten macht
sich nämlich deren gegenüber den übrigen Bauelementen des Glei
ses, insbesondere der Schienen und der Gleistragplatte, unter
schiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizient nachteilhaft bemerkbar
und es kommt schnell zu temperaturbedingten Rissen in der
Schallschutzplatte, wenn diese wie gefordert mindestens an ih
ren beiden Enden von Befestigungsschrauben so gegen die Schwel
len gehalten wird, daß ein Wandern der Platte relativ zum Gleis
sicher vermieden wird. Entsprechende Probleme bestehen natür
lich auch bei anderen, zwischen den Schienen des Gleises fest
zulegenden plattenförmigen Bauteilen wie zum Beispiel Fahrweg
platten, die eine Befahrung des Gleises mit Fahrzeugen gestat
ten o. dgl..
Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu .
vermeiden und eine Befestigungsanordnung für Plattenelemente
zwischen oder neben den Schienen eines Gleises zu schaffen, die
ohne eine Bearbeitung oder Nachbearbeitung der Plattenelemente
bei deren Einbau im Gleis deren sichere und lagegenaue Befesti
gung gestattet und sicher verhindert, daß sich die Plattenele
mente nach ihrer Montage relativ zum Gleis nennenswert ver
schieben können und die eine so ausreichende Entkoppelung von
Plattenelementen und Gleiskörper gewährleistet, daß Erschütte
rungen, dem die Schienen und Schwellen bzw. Gleistragkörper des
Gleises ausgesetzt sind, sich nicht unmittelbar auf die Plat
tenelemente auswirken und deren vorzeitigen Ausfall bewirken.
Diese Aufgabe wird mit der Erfindung durch an jeweils minde
stens einer Schwelle oder einer Gleistragplatte des Gleises ar
retierbare Befestigungskörper gelöst, die die Plattenelemente
an ihren quer zu den Schienen verlaufenden Stirnseiten mit min
destens einem Verriegelungselement lösbar übergreifen.
Nach der Erfindung werden die Plattenelemente also nicht länger
mittels Schrauben oder Gewindebolzen an den Schwellen oder der
Gleistragplatte befestigt, die durch in den Plattenelementen
vorzusehende Löcher hindurchgesteckt werden müssen, sondern die
Plattenelemente werden an ihren Stirnseiten von den Befesti
gungskörpern mit Verriegelungselementen übergriffen und auf
diese Weise am Gleis arretiert. Wenn in bevorzugter Ausgestal
tung der Erfindung der Abstand zwischen zwei aufeinander am
Gleis folgenden Befestigungskörpern etwas größer ist als die
Länge des zwischen diesen Befestigungskörpern angeordneten
Plattenelements, hat dieses zwischen den es endseitig festhal
tenden Befestigungskörpern ausreichend Spiel, um sich bei Tem
peraturänderungen längen oder verkürzen zu können, ohne daß es
hierbei zu Zwangskräften kommt, die eine Beschädigung des Plat
tenelements infolge von temperaturbedingten Spannungen bewirken
können. Es ist aber auch möglich, das gewünschte Längenände
rungsspiel für die Platten durch eine flexible Gestaltung der
Befestigungskörper zu erreichen, die hierzu in Längsrichtung
des Gleises beispielsweise federnd zusammendrückbar sein kön
nen, wobei jedoch die Verriegelungselemente auch bei einem Zu
sammendrücken der Befestigungskörper die Plattenelemente wei
terhin an ihrer Oberseite erfassen und nach unten gegen die
Schwellen bzw. die Gleistragplatte gedrückt halten.
Zweckmäßig sind an jeder dritten oder vierten Schwelle am Gleis
Befestigungskörper arretiert, so daß die Plattenelemente also
vergleichsweise lang sein können und zwischen zwei Befesti
gungselementen ein oder zwei, gegebenenfalls auch mehr Schwel
len überdecken, ohne an diesen befestigt sein zu müssen. Bei
einem Schwellenanstand von ca. 0,65 m, wie er bei den betref
fenden Gleisen heute allgemein üblich ist, ergibt sich bei ei
ner Überdeckung von vier Schwellen mit einem Plattenelement für
dieses also eine beachtliches Rastermaß von 2,6 m, was eine
schnelle Ausrüstung einer gegebenen Gleisstrecke mit den Plat
tenelementen erlaubt.
Die Befestigungskörper können mittels in Dübel in den Schwellen
eingeschraubter Schrauben arretiert sein. Ebenso ist es mög
lich, die Befestigungskörper mit Hilfe von Klebankern an der
Schwelle oder der Gleistragplatte zu befestigen, die in diese
eingeklebt sind und einen Gewindestangenabschnitt aufweisen,
über den die Befestigungskörper mit entsprechend plazierten
Bohrungen gesteckt und dann mit Sicherungsmuttern gesichert
sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die
Befestigungskörper eine im Querschnitt im wesentlichen U-
förmige Halteklammer auf, deren nach oben von der Schwelle auf
ragende Schenkel eine Höhe haben, die der Dicke der Plattenele
mente entspricht und an deren freien Ende die Verriegelungsele
mente über die Plattenelemente vorkragend angeordnet sind. Eine
derartige Halteklammer, die beispielsweise aus Stahlblech oder
aus faserverstärktem Kunststoff bestehen kann, ist besonders
einfach und preiswert herstellbar. Zur Montage und Demontage
der Plattenelemente können die Verriegelungselemente, die vor
zugsweise etwa parallel oder mit ihrem freien Ende unter einem
leichten Winkel zur Oberseite der Plattenelemente hin geneigt
von den Schenkeln der Halteklammer vorkragen, von der Plat
tenoberseite gelöst werden, indem die ganze Halteklammer von
der Schwelle oder Gleistragplatte abgeschraubt wird. Eine be
sonders zweckmäßige Ausgestaltung ergibt sich, wenn die Halte
klammer aus einem flexiblen Werkstoff wie z. B. aus Federstahl
besteht, der es gestattet, die freien Schenkel mitsamt der dar
an befestigten Verriegelungselemente soweit von den Stirnseiten
der Plattenelemente abzuheben, daß diese dann aus ihrer Umklam
merung durch die an der vorderen und hinteren Stirnseite an
greifenden Befestigungskörper gelöst und nach oben vom Gleis
abgehoben werden können. Um ein derartiges Verbiegen der Halte
klammern bzw. ihrer freien Schenkel zu erlauben, sind zweckmä
ßig an den den Plattenelementen abgewandten Innenseiten der
Schenkel Anschlußstellen für ein Hebelwerkzeug vorgesehen, mit
dem das erforderliche Moment für das Aufbiegen der Halteklam
mern erzeugt und in diese eingeleitet werden kann.
Vorzugsweise erstrecken sich die Befestigungskörper im wesent
lichen über die gesamte Breite der Plattenelemente. Wenn die
Befestigungskörper an ihrem an der Schwelle arretierten Befe
stigungsflansch eine Ausdehnung in Gleislängsrichtung haben,
die kleiner ist als die Breite der Schwelle, ist es möglich,
die Plattenelemente endseitig noch auf die dann ein Stück weit
unter dem Befestigungskörper vorragenden Schwellen aufzulegen.
Die Verriegelungselemente können zweigeteilt ausgestaltet sein
und zwischen sich einen Spalt freilassen, wobei die Schenkel
der Halteklammer im Bereich des Spaltes zwischen den Verriege
lungselementteilen einen Durchlaß für ein Linienleitkabel auf
weisen. Das in Gleisen üblicherweise in der Gleismitte in einer
Einkerbung der Plattenelemente verlegte Linienleitkabel kann
damit also auch am Plattenendbereich unterhalb der Oberfläche
der Platten und der Befestigungskörper verlegt werden, so daß
Beschädigungen des Leitkabels auch in diesem Bereich sicher
vermieden werden können. Besonders zweckmäßig ist es, wenn die
Halteklammer zweigeteilt ausgestaltet ist und einen zwischen
den beiden Klammerteilen im Bereich von deren Schenkeln und dem
Befestigungsflansch angeordneten Durchlaß für ein Linienleitka
bel aufweist, wobei die Klammerteile miteinander am oberen,
freien Ende ihrer Schenkel durch die einteilig sich über die
Länge des Befestigungskörpers erstreckenden Verriegelungsele
mente verbunden sind. Bei dieser Ausführungsform wird das Lini
enleitkabel also von den Verriegelungselementen im Verriege
lungszustand überdeckt und dadurch besonders geschützt. Diese
Ausgestaltung der Erfindung hat sich besonders dort als zweck
mäßig erwiesen, wo es vorkommt, daß schwere Lasten auf den
Plattenelementen bzw. den diese arretierenden Befestigungskör
pern abgelegt werden oder wo Fahrzeuge über die Stoßstellen der
Plattenelemente bei einer Befahrung des Gleiskörpers rollen,
wobei eine Beschädigung der Plattenkanten und damit auch des
Leitkabels sonst leicht möglich ist.
Es kommt häufig Vor, daß im Gleis zwischen den Schienen Aus
tauschschienen zwischengelagert werden sollen, beispielsweise
vor oder nach einem Schienenaustausch. Hierzu ist es besonders
vorteilhaft, wenn die Befestigungskörper zumindest in Teilbe
reichen über die Oberseiten der benachbarten Plattenelemente
aufragen. Es kann dadurch sichergestellt werden, daß die im
Gleis zwischen den Fahrschienen abgelegten Alt- oder Neuschie
nen tatsächlich nur auf den Befestigungskörpern auf deren er
höhten Bereichen aufliegen und somit die im Vergleich zu den
Befestigungskörpern vergleichsweise instabilen, möglicherweise
hohl liegenden Plattenelemente nicht berühren und belasten. Ei
ne Erhöhung der Befestigungskörper um 1 bis 2 cm über die Ober
seite der Plattenelemente ist im allgemeinen ausreichend, eine
Belastung der Plattenelemente durch im Gleis gelagerte Lang
schienen auch dann zu vermeiden, wenn der Abstand zweier be
nachbarter Befestigungskörper vergleichsweise groß ist und bei
spielsweise fünf Schwellenabstände beträgt.
In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform können die Befe
stigungskörper im wesentlichen aus Massivblockelementen mit ei
ner Höhe bestehen, die der Dicke der Plattenelemente etwa ent
spricht, wobei die Verriegelungselemente an der Oberseite der
Massivblockelemente angeordnet sind. Ganz besonders vorteilhaft
ist es dabei, wenn die Verriegelungselemente an der Oberseite
der Massivblockelemente um eine vertikale Achse schwenkbar an
geordnet sind. Zur Montage der Plattenelemente können die Ver
riegelungselemente dann in eine Stellung Verschwenkt werden, in
der sie etwa quer zur Gleislängsrichtung vollständig auf der
Oberseite der Blockelemente liegen, also nicht in den Montage
bereich der Plattenelemente hineinragen. Die Plattenelemente
können bei dieser Montagestellung der Verriegelungselemente von
oben in den Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Befesti
gungskörpern eingesetzt werden. Anschließend werden zur Arre
tierung der Plattenelemente die Verriegelungselemente ver
schwenkt und so ausgerichtet, daß sie etwa parallel zur Gleis
längsrichtung liegen, wobei ihre Enden die Plattenelemente an
ihrer Oberseite überdecken. Wenn dabei die Verriegelungselemen
te eine Länge haben, die größer ist als die Abmessung der Mas
sivblockelemente in Längsrichtung des Gleises, ist es möglich,
mit einem Verriegelungselement zwei Plattenelemente gleichzei
tig zu verriegeln, die vorder- und rückseitig an den das Ver
riegelungselement schwenkbar haltenden Befestigungskörper an
stoßen.
Die Massivblockelemente können aus schallabsorbierendem Materi
al. insbesondere aus Porenbeton oder Holzbeton bestehen. Man
erhält dann bei einem mit Schallschutz-Plattenelementen ausge
statteten Gleis ein über dessen Länge zumindest annähernd
gleichbleibendes Schallabsorptionsvermögen, da nicht nur die
Plattenelemente, sondern auch die diese am Gleis arretierenden
Befestigungskörper ein gutes Schallschluckvermögen haben. Na
türlich ist es auch möglich, daß die Massivblockelemente aus
Stahlbeton oder einem anderen hochfesten Werkstoff bestehen,
beispielsweise, wenn mit hohen Belastungen dieser Teile gerech
net werden muß.
Vorzugsweise sind die Befestigungskörper an ihren stirnseiti
gen, zu den Schienen hin weisenden Endbereichen mit die Plat
tenelemente seitlich umfassenden Haltevorsprüngen versehen. Die
Haltevorsprünge verhindern zuverlässig eine Veränderung der La
ge der Plattenelemente quer zur Gleislängsrichtung, so daß mit
ihnen die Plattenelemente also an ihren Längsseiten und durch
die Befestigungskörper selbst an den Plattenstirnseiten form
schlüssig in beide Richtungen der vom Gleis aufgespannten Ebene
festgelegt sind.
In besonders vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können
die Befestigungskörper an ihren stirnseitigen Endbereichen Be
festigungsstellen für Entgleisungsschutzschienen aufweisen. Die
Entgleisungsschutzschienen werden hierbei also an den Befesti
gungskörpern zwischen den Laufschienen des Gleises angeschraubt
oder in anderer geeigneter Weise befestigt, wobei im Falle eine
Entgleisung die auf die Leitschienen ausgeübten Seitenkräfte
auch allein über die Befestigungskörper abgetragen werden. Die
Plattenelemente haben mit den Entgleisungsschutz- oder Leit
schienen keinen unmittelbaren Kontakt und werden dementspre
chend von diesen auch nicht belastet und es ist möglich, die
Plattenelemente auszutauschen, ohne dabei durch die seitlich
neben diesen verlaufenden Leitschienen behindert zu sein. Bei
dieser besonders bevorzugten Ausführungsform bestehen die Befe
stigungskörper zweckmäßig aus Stahl, aus Stahlbeton oder einem
anderen hochfesten Werkstoff, so daß er die im Entgleisungsfall
auftretenden, auf die Leitschiene ausgeübten Seitenführungs
kräfte sicher aufnehmen kann. Nach einem besonderen Merkmal,
dem selbständige, erfinderische Bedeutung zukommt und das auch
bei anderen Gleisen zum Einsatz kommen kann, können die Ent
gleisungsschutzschienen aus Fahrschienen für Schienenfahrzeuge
bestehen, die in liegender Anordnung an den sie tragenden Hal
teelementen, insbesondere also an den Befestigungskörpern nach
der Erfindung befestigt sind, so daß die der seitlich daneben
angeordneten Fahrschiene zugewandte Anlauf- und Führungsfläche
von dem Schienenfuß der als Leitschiene verwendeten Fahrschiene
gebildet wird. Bei dieser Ausgestaltung kommt also als Leit
schiene dasselbe Schienenprofil wie bei den Fahrschienen zum
Einsatz. Durch die liegende Anordnung dieser Schiene, bei der
der Schienenfuß das eigentliche Entgleisungsschutz- und Leite
lement bildet, ergibt sich der besondere Vorteil, daß als Ent
gleisungsschutzschienen auch Altschienen verwendet werden kön
nen, die ganz unterschiedlich abgefahren sein können, denn der
Verschleiß der Schienen im Bereich ihres Schienenkopfes hat
keinerlei Einfluß auf die korrekte Lage der Leitfläche, die von
dem keinem Verschleiß unterliegenden Schienenfuß der Fahrschie
ne gebildet wird. Die Altschienen müssen also für ihre Verwen
dung als Entgleisungsschutzschienen keiner Bearbeitung unter
worfen werden, sondern können nach ihrem Ausbau als Fahrschie
nen aus dem Gleis unmittelbar als Leitschiene am selben oder
einem anderen Gleis eingebaut werden.
Vorzugsweise sind die Befestigungselemente an den Schwellen
bzw. der Gleistragplatte verdrehsicher befestigt, was bei
spielsweise durch Verriegelungsvorsprünge erfolgen kann, die
sich an den Schwellen formschlüssig abstützen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, worin bevor
zugte Ausführungsformen der Erfindung an Beispielen näher er
läutert sind. Es zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Befestigungsanordnung
nach der Erfindung in einer perspektivischen, ver
einfachten Darstellung;
Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in einer Seitenansicht;
Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 1 und 2 in etwas modifizier
ter Form in einer Draufsicht;
Fig. 4 den Befestigungskörper der Befestigungsanordnung
nach Fig. 3 in einer Abwicklung;
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Befestigungsanordnung in einer Draufsicht;
Fig. 6 den Gegenstand der Fig. 5 in einer Seitenansicht; und
Fig. 7 den Gegenstand der Fig. 5 und 6 mit eingebaute Leit
schiene im äußeren Bereich des Befestigungskörpers
in einem Schnitt längs der Linie VII-VII nach Fig. 6.
In Fig. 1 ist in seiner Gesamtheit mit 10 ein Gleis in fester
Fahrbahn für schienengebundene Fahrzeuge bezeichnet, wie es
insbesondere für sogenannte Hochgeschwindigkeitstrassen für
Schnellzüge zum Einsatz kommt. Das Gleis besteht in an sich be
kannter Weise im wesentlichen aus den Gleisschwellen 11, an de
nen die Fahrschienen 12 lösbar befestigt sind, wobei die
Schwellen auf einer in Fig. 2 erkennbaren auf einer Bodenfläche
13 eines nicht näher dargestellten Troges aufliegen und in ih
rer korrekten Lage arretiert sind. Die Zwischengefache 14 zwi
schen den Schwellen ist mit Beton verfüllt, der zusammen mit
den darin eingebetteten Schwellen (Mono- oder Zweiblockschwel
le) die Gleistragplatte 15 für das Gleis bildet. Auf den
Schwellen aufliegend sind zwischen den Schienen 12 des Gleises
Schallabsorptions-Plattenelemente 16 angeordnet, die für eine
Verringerung den vom Gleis bei der Befahrung durch einen Zug
ausgehenden Geräuschemissionen sorgen.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellung sind in Fig. 1
lediglich die Schwellen 11, nur eine daran montierte Schiene 12
sowie ein Plattenelement 16 gezeigt; es versteht sich jedoch,
daß neben der in Fig. 1 sichtbaren Längsaußenseite die zweite
Fahrschiene des Gleises befestigt ist und daß zwischen den
Schienen eine Vielzahl von Plattenelementen in Gleislängsrich
tung hintereinander angeordnet sind. Gegenstand der vorliegen
den Erfindung ist die Befestigungsanordnung 17, mit der die
Plattenelemente in ihrer Lage zwischen den Schienen, ggf. auch
seitlich außen neben den Schienen arretiert sind.
Bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
weist die Befestigungsanordnung 17 einen Befestigungskörper 18
auf, der im wesentlichen aus einer im Querschnitt etwa U-
förmigen Halteklammer 19 besteht, deren nach oben aufragende
Schenkel 20 eine Höhe haben, die der Dicke der Plattenelemente
16 etwa entspricht bzw. geringfügig größer als diese ist. Am
freien Ende 21 der aufragenden Schenkel 20 sind seitlich vor
kragende Verriegelungselemente 22 angeformt, die etwa parallel
zur Oberfläche der Plattenelemente 16 verlaufen. Der aus Ver
riegelungselementen 22 und Halteklammer 19 bestehende Befesti
gungskörper 18 ist mit seinem die beiden Schenkel 20 unten ver
bindenden Querflansch 23 an einer Schwelle 11 mit Hilfe von
zwei Befestigungsschrauben 24 befestigt, die in an der Schwel
lenoberseite angeordnete Dübel eingeschraubt sind.
Man erkennt, daß die Halteklammern 19 der Befestigungskörper
bzw. deren Querflansch 23 schmaler sind als die Schwellen, auf
denen sie befestigt sind, so daß seitlich neben den Klammern,
also in Gleislängsrichtung am vorderen und rückwärtigen Ende
der Schwellen diese einen Auflagerbereich 25 für die Plat
tenelemente 16 bilden, auf dem sich diese unter Zwischenlage
eines elastischen Dämpfungskissens 26 abstützen. Zur Arretie
rung greifen dabei die Verriegelungselemente an den Stirnseiten
27 der Plattenelemente 16 über diese und drücken bei festgezo
genen Befestigungsschrauben 24 gegen die Oberseite 28 der Plat
ten 16 diese fest gegen die Schwelle 11.
Wie aus Fig. 2 weiterhin erkennbar ist, ist der Abstand zwischen
zwei aufeinander am Gleis folgenden Befestigungskörpern etwas
größer als die Länge des zwischen diesen Befestigungskörpern
angeordneten, von diesen gehaltenen Plattenelements, so daß
dieses mit etwas Spiel 29 eingebaut ist und sich in Gleislängs
richtung 30 um dieses Spiel verschieben bzw. ausdehnen kann,
ohne daß es dabei zu Spannungen in Längsrichtung des Plat
tenelements kommt. Sollten die Längsdehnungen des Plattenele
ments gleichwohl größer sein als das für deren Ausgleich vorge
sehene Spiel 29, können die aufrechten Schenkel der U-förmigen
Halteklammer nach innen in den Spalt zwischen zwei Plattenele
menten ausweichen, da sie aus einem biegeelastischen Werkstoff,
beispielsweise aus Federstahl o. dgl. bestehen.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 haben die Plattenelemente eine
Länge, die etwa doppelt so groß ist wie der Abstand zwischen
zwei benachbarten Schwellen. In der Praxis jedoch können die
Plattenelemente sich über drei oder gar vier Zwischengefache 14
erstrecken, so daß auch die Befestigungskörper nur an jeder
dritten oder vierten Schwelle vorgesehen werden müssen. Die
dann mit über 2 m vergleichsweise langen Plattenelemente lassen
sich bei ihrer Montage bzw. Demontage leicht handhaben und er
lauben eine sehr schnelle Ausrüstung des Gleises mit den
Schallschutzelementen.
Wie sich aus den Figuren ergibt, erstrecken sich die Befesti
gungskörper im wesentlichen über die gesamte Breite der Plat
tenelemente. Bei der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Abwandlung
der ersten Ausführungsform sind die Befestigungskörper 18 an
den stirnseitigen Endbereichen 31 ihrer Schenkel 20 mit Halte
vorsprüngen 32 versehen, die von den Schenkelendbereichen 31 in
Richtung auf die Plattenelemente 16 um etwa 90° umgebogen sind
und die Eckbereiche 33 der Plattenelemente 16 seitlich umfas
sen. In der Mitte zwischen den Endbereichen der Schenkel 20
weisen diese wie auch die auf die Schwellen aufgesetzten Befe
stigungsflansche 23 der Halteklammer 19 einen Durchlaß für ein
Linienleitkabel 34 auf, das in den Plattenelementen in einer in
Gleislängsrichtung verlaufenden Nut 35 unterhalb der Plat
tenoberfläche 28 versenkt verlegt ist. Die somit aus zwei Klam
merteilen 36, 37 bestehende Halteklammer wird an ihrer Oberseite
von den sich einteilig über die Länge des Befestigungskörpers
erstreckenden Verriegelungselementen 22 zusammengehalten.
In den Fig. 5 und 6 ist eine zweite bevorzugte Ausführungsform
der Befestigungsanordnung dargestellt, bei der der Befesti
gungskörper 18 im wesentlichen aus einem Massivblockelement 36
aus Holzbeton besteht, dessen Höhe der Höhe der Plattenelemente
etwa entspricht, das jedoch in Teilbereichen 37a, b über die
Oberseiten der angrenzenden Plattenelemente 16 aufragt. An sei
ner Oberseite 38 weist das Massivblockelement 36 ein einzelnes
Verriegelungselement 22 in Form einer um eine Vertikalachse 39
verschwenkbaren Haltestange 40 auf, die um einen im Zentrum des
Blockelements 36 angeordneten, dieses an der Gleistragplatte
arretierenden Gewindeanker 41 gelagert ist. Dabei ist die An
ordnung so getroffen, daß die Haltestange begrenzt höhenbeweg
lich am Gewindeanker gehaltert ist, so daß sie beim Verschwen
ken aus der in Fig. 5 dargestellten Position, in der sie über
das vordere Ende 42 und das hintere Ende 43 des Blockelements
36 vorragt und über die angrenzenden Plattenelemente 16 greift,
in die gestrichelt dargestellte Lage 44 quer zur Gleislängs
richtung 30 über die erhöhten Teilbereiche 37a, b hinweggleiten
kann. Die Höhenbeweglichkeit kann durch eine starke Feder am
Gewindeanker erreicht werden, die die Haltestange mit Feder
kraft gegen die Oberseite des Blockelements 36 und im Verriege
lungszustand auch gegen die Oberseiten der angrenzenden Plat
tenelemente gedrückt hält. Im allgemeinen ausreichend ist es,
wenn für die Montage bzw. Demontage der Plattenelemente die Be
festigungsmutter 45 am Gewindeanker ein Stück gelöst wird, so
daß dann ein Verschwenken der Haltestange 40 um die Vertika
lachse möglich wird.
Auch bei dem aus Holzbeton bestehenden, als Massivblockelement
ausgestalteten Befestigungskörper sind an dessen stirnseitigen
Endbereichen 31 Haltevorsprünge 32 vorgesehen, die die Plat
tenelemente an ihren Eckbereichen 33 seitlich umfassen. In Fig.
5 sind in den Endbereichen, die seitlich über die Plattenele
mente vorragen, Befestigungsstellen 46 vorgesehen, an denen
Entgleisungsschutzschienen 51 befestigt werden können, die sich
über die Länge mehrerer Plattenelemente 16 erstrecken, ohne je
doch mit diesen direkten Kontakt zu haben.
In Fig. 7 ist eine besonders vorteilhafte Anordnung einer Ent
gleisungsschutzschiene dargestellt, wie sie auch bei anderen
Gleisen ohne die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung Verwen
dung finden kann. Die Entgleisungsschutzschiene 51 besteht
hierbei aus einer ausrangierten, abgefahrenen alten Fahrschie
ne, wobei der Grad der Abnutzung am Schienenkopf 52 durch die
gestrichelte Linie 53 im Vergleich zur Kontur einer neuen
Schiene verdeutlicht ist, die in strichpunktierter Linie ge
zeigt ist. Man erkennt, daß die der Fahrschiene 12 zugewandte
Leitfläche 54 der Entgleisungsschutzschiene 51 von dem Schie
nenfuß 55 der Leitschiene 51 gebildet wird, so daß durch die
liegende Anordnung der Leitschiene 51 deren Abnutzungsgrad am
Schienenkopf ohne jeden Einfluß auf die korrekte Ausrichtung
relativ zur Fahrschiene 11 ist. Diese korrekte Ausrichtung wird
durch einen am Massivblock 36 an dessen stirnseitigen Endbe
reich 31 an der Blockoberseite ausgebildeten Formbuckel 56 ge
währleistet, der in seiner Querschnittsform an den von Schie
nenfuß 55, Schienenkopf 52 und zwischen diesen angeordneten
Schienensteg 57 gebildeten Freiraum angepaßt ist und über den
sich die Leitschiene 51 formschlüssig am Befestigungskörper ab
stützt. In dieser Lage ist die Entgleisungsschutzschiene 51 mit
Befestigungsschrauben 58 an den Befestigungsstellen 48 gesi
chert.
Wenn Entgleisungsschutzschienen, beispielsweise wie in Fig. 7
montiert werden, die im Falle einer Entgleisung eines Schienen
fahrzeugs den Zweck haben, zumindest die Räder auf der einen
Seite des entgleisten Fahrzeugs zwischen sich und den daneben
angeordneten Fahrschienen in Gleislängsrichtung zu führen, wer
den die im Entgleisungsfall auf die Entgleisungsschutzschienen
ausgeübten Seitenkräfte allein von den Befestigungskörpern auf
genommen und in die Gleistragplatte 15 abgetragen. Damit diese
Kräfte nicht allein von dem einzelnen Gewindeanker 40 aufgenom
men werden müssen, sind die Massivblockelemente an ihrer Unter
seite 47 mit vorspringenden Riegelleisten 48 versehen, mit de
nen sie formschlüssig zwischen zwei Schwellen 11 fassen, die
von dem Massivblockelement überdeckt werden. Bei dieser Ausfüh
rungsform ist der Befestigungskörper also in Gleislängsrichtung
gesehen breiter als die erste Ausführungsform. Die Massivbloc
kelemente können daher auch dann noch die Seitenführungskräfte
von Entgleisungsschutzschienen zuverlässig aufnehmen, wenn nur
alle 3, 4 oder 5 Gefache 14 ein Befestigungskörper für entspre
chend lange Plattenelemente vorgesehen wird. In diesen Fällen
ist es allerdings zweckmäßig, das Massivblockelement nicht aus
Poren- oder Holzbeton, sondern einem stabileren Werkstoff wie
z. B. aus Stahlbeton herzustellen. Diese besondere Ausgestal
tung, der selbständige erfinderische Bedeutung zukommt, kann
insbesondere dort zur Anwendung kommen, wo beispielsweise ein
Schallschutz nicht unbedingt erforderlich ist, die Anordnung
von Entgleisungsschutzschienen aber vorgeschrieben ist. Es kön
nen hier dieselben Befestigungskörper, die sich über einen
Großteil der Breite des Schienenzwischenraums erstrecken, so
wohl für die Befestigung von Plattenelementen als auch - alter
nativ oder zusätzlich - zur Halterung der Entgleisungsschutz
schienen Verwendung finden. Diese Vereinheitlichung der Ausrü
stungsbauteile für das Gleis führt zu erheblichen Einsparungen
bei den Gesamtkosten.
Die über die Oberseiten 28 der Plattenelemente aufragenden
Teilbereiche 37a, b ermöglichen es in besonders vorteilhafter
Weise, Austauschschienen 49 im Gleis zwischen den Fahrschienen
12 zu lagern, ohne daß diese auf den bruchempfindlichen Plat
tenelementen selbst aufliegen und diese dadurch beschädigen.
Wie in Fig. 6 gut erkennbar ist, liegen solche für den Ersatz
von Fahrschienen vorgesehenen, im Gleis abgelegten Austausch
schienen allein auf den erhabenen Teilbereichen der Befesti
gungskörper auf und befinden sich auch in der Mitte eines Plat
tenelementes zwischen zwei Befestigungselementen noch gut 1 cm
über deren Oberfläche. Es versteht sich, daß die Austausch
schienen natürlich nicht so hoch von der Oberseite des Gleises
aufragen dürfen, daß sie eine Gefahr für die Schienenfahrzeuge
darstellen, die auf dem Gleis fahren.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern es ergeben sich viele
Änderungen und Ergänzungen, ohne den Rahmen der Erfindung zu
verlassen. So können mit der erfindungsgemäßen Befestigungsan
ordnung nicht nur Schallabsorberplatten im Gleis befestigt wer
den, sondern auch andere plattenförmige Elemente, beispielswei
se Fahrwegplatten für die Befahrung des Gleises mit Automobilen
oder auch Gitterroste, die eine Befahrung oder Begehung des
Gleises gestatten. Um den Einfluß von Sogkräften auf die an ih
ren Stirnseiten gehaltenen Plattenelemente in deren Plattenmit
te gering zu halten, die bei schneller Überfahrt eines Zuges
auf die Plattenelemente ausgeübt werden, ist es insbesondere
bei besonders langen Platten, die sich über mehr als drei Zwi
schengefache zwischen den Schwellen 11 erstrecken, möglich, et
wa in der Plattenmitte zwischen den Befestigungskörpern die
Platte mit Sicherungsankern gegen Abheben zu sichern, wie dies
in Fig. 3 bei 50 angedeutet ist. Anstelle eines einzelnen Ver
riegelungselements bei der zweiten Ausführungsform können auch
zwei oder gar drei Haltestangen an den Randbereichen des Bloc
kelements und ggf. zusätzlich in der Blockmitte angeordnet
sein. Die Befestigungskörper können auch allein zur Befestigung
von Entgleisungsschutzschienen verwendet werden, ohne daß mit
ihnen gleichzeitig Plattenelemente zwischen den Fahrschienen
gehaltert werden. Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung
nach den Fig. 5 und 6 kann dann die verschwenkbare Halteleiste
demontiert sein, solange sie nicht für die Arretierung von
Schallschutzplatten o. dgl. benötigt wird.
Claims (22)
1. Befestigungsanordnung für zwischen oder neben den Schienen
eines Gleises anzuordnende Plattenelemente, insbesondere
für Schallschutzplatten, gekennzeichnet durch an jeweils
mindestens einer Schwelle (11) oder einer Gleistragplatte
(15) des Gleises (10) arretierte Befestigungskörper (18),
die die Plattenelemente (16) an ihren quer zu den Schienen
(12) verlaufenden Stirnseiten (27) mit mindestens einem
Verriegelungselement (22) lösbar übergreifen.
2. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Abstand zwischen zwei auf
einander am Gleis folgenden Befestigungskörpern (18) etwas
größer ist als die Länge des zwischen diesen Befestigungs
körpern (18) angeordneten Plattenelements (16).
3. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß an jeder zweiten, dritten
oder vierten Schwelle (11) am Gleis Befestigungskörper
(18) arretiert sind.
4. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) mittels in Dübel in den Schwellen (11)
eingeschraubter Schrauben (24) oder mit Hilfe von Kleban
kern an der Schwelle oder der Gleistragplatte arretiert
sind.
5. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) eine im Querschnitt im wesentlichen U-
förmige Halteklammer (19) aufweisen, deren nach oben von
der Schwelle (11) aufragenden Schenkel (20) eine Höhe ha
ben, die der Dicke der Plattenelemente (16) etwa ent
spricht und an deren freien Ende (21) die Verriegelungs
elemente (22) über die Plattenelemente (16) vorkragend an
geordnet sind.
6. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) aus Stahlblech oder aus faserverstärktem
Kunststoff bestehen.
7. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) sich im wesentlichen über die gesamte
Breite der Plattenelemente (16) erstrecken.
8. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) an ihrem an der Schwelle (11) arretierten
Befestigungsflansch (23) eine Ausdehnung in Gleislängs
richtung (30) haben, die kleiner ist als die Breite der
Schwelle.
9. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verriege
lungselemente (22) zweigeteilt ausgestaltet sind und zwi
schen sich einen Spalt freilassen und daß die Schenkel der
Halteklammer (19) im Bereich des Spaltes zwischen den Ver
riegelungselementteilen einen Durchlaß für ein Linienleit
kabel aufweisen.
10. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halteklammer
(19) zweigeteilt ausgestaltet ist und einen zwischen den
beiden Klammerteilen im Bereich von deren Schenkeln (20)
und dem Befestigungsflansch (23) angeordneten Durchlaß für
ein Linienleitkabel (34) aufweist, wobei die Klammerteile
miteinander am oberen, freien Ende ihrer Schenkel (20)
durch die einteilig sich über die Länge des Befestigungs
körpers (18) erstreckenden Verriegelungselemente (22) ver
bunden sind.
11. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungselemente (18) zumindest in Teilbereichen (37a, b) über
die Oberseiten (28) der benachbarten Plattenelemente (16)
aufragen.
12. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) im wesentlichen aus Massivblockelementen
(36) mit eine Höhe bestehen, die der Dicke der Plattenele
mente (16) etwa entspricht und daß die Verriegelungselmen
te (22) an der Oberseite (38) der Massivblockelemente (36)
angeordnet sind.
13. Befestigungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Verriegelungselemente (22)
an der Oberseite (38) der Massivblockelemente (36) um eine
vertikale Achse (39) schwenkbar angeordnet sind.
14. Befestigungsanordnung nach Anspruch 12 oder 13, da
durch gekennzeichnet, daß die Verriegelungs
elemente (22) eine Länge haben, die größer ist als die Ab
messung der Massivblockelemente (36) in Längsrichtung (30)
des Gleises.
15. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Massivbloc
kelemente (36) aus schallabsorbierendem Material, insbe
sondere aus Porenbeton oder Holzbeton bestehen.
16. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Massivbloc
kelemente (36) aus Stahlbeton oder einem anderen hochfe
sten Werkstoff bestehen.
17. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) an ihren stirnseitigen, zu den Schienen
(12) hin weisenden Endbereichen (31) mit die Plattenele
mente (16) seitlich umfassenden Haltevorsprüngen (32) ver
sehen sind.
18. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) an ihren stirnseitigen Endbereichen (31)
Befestigungsstellen (46) für Entgleisungsschutzschienen
aufweisen.
19. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (18) eine Länge quer zur Gleislängsrichtung
haben, die größer ist als die Breite der Plattenelemente
(16).
20. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der
Befestigungselemente (18) größer ist als ihre Abmessung in
Gleislängsrichtung.
21. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungselemente (18) an den Schwellen (11) bzw. der Glei
stragplatte (15) verdrehsicher befestigt sind.
22. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungselemente (18) an den Flanken der Schwellenkörper (11)
gegen seitliches Verschieben gesichert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999161391 DE19961391A1 (de) | 1999-12-20 | 1999-12-20 | Befestigungsanordnung für zwischen den Schienen eines Gleises angeordnete Plattenelemente |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999161391 DE19961391A1 (de) | 1999-12-20 | 1999-12-20 | Befestigungsanordnung für zwischen den Schienen eines Gleises angeordnete Plattenelemente |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19961391A1 true DE19961391A1 (de) | 2001-06-21 |
Family
ID=7933383
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999161391 Withdrawn DE19961391A1 (de) | 1999-12-20 | 1999-12-20 | Befestigungsanordnung für zwischen den Schienen eines Gleises angeordnete Plattenelemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19961391A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107905048A (zh) * | 2017-11-21 | 2018-04-13 | 中铁第四勘察设计院集团有限公司 | 一种无砟线路线上箱体设备的安装方法 |
| CN109500041A (zh) * | 2018-12-24 | 2019-03-22 | 深圳市建艺装饰集团股份有限公司 | 一种垃圾转运站的污水臭气处理系统 |
-
1999
- 1999-12-20 DE DE1999161391 patent/DE19961391A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107905048A (zh) * | 2017-11-21 | 2018-04-13 | 中铁第四勘察设计院集团有限公司 | 一种无砟线路线上箱体设备的安装方法 |
| CN107905048B (zh) * | 2017-11-21 | 2020-04-17 | 中铁第四勘察设计院集团有限公司 | 一种无砟线路线上箱体设备的安装方法 |
| CN109500041A (zh) * | 2018-12-24 | 2019-03-22 | 深圳市建艺装饰集团股份有限公司 | 一种垃圾转运站的污水臭气处理系统 |
| CN109500041B (zh) * | 2018-12-24 | 2023-10-20 | 深圳市建艺装饰集团股份有限公司 | 一种垃圾转运站的污水臭气处理系统 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT404038B (de) | Querschwelle zur abstützung von schienen im bereich von weichen | |
| DE102009005439A1 (de) | Minischutzwand für Schwellengleise | |
| EP3744893A1 (de) | Schienenbefestigungssystem | |
| DE19931048A1 (de) | Gleis für schienengebundene Fahrzeuge sowie Schallschutzelement hierfür | |
| DD284066A5 (de) | Anordnung zur ausbildung von eisenbahnoberbauten | |
| AT404266B (de) | Schienengleicher bahnübergang | |
| DE3824577A1 (de) | Laermschutzvorrichtung fuer eisenbahngleise | |
| DE19961391A1 (de) | Befestigungsanordnung für zwischen den Schienen eines Gleises angeordnete Plattenelemente | |
| DE19849266A1 (de) | Feste Fahrbahn für eine Straßenbahn | |
| DE3840959A1 (de) | Laermschutzvorrichtung fuer eisenbahngleise | |
| AT407062B (de) | Lärmschutzeinrichtung für gleisanlagen | |
| DE10032437A1 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Entgleisungsschutzeinrichtung sowie Entgleisungsschutzeinrichtung für ein Gleis | |
| EP1897992B1 (de) | Bahnschwelle | |
| DE4325869C2 (de) | Feste Fahrbahn für schienengebundenen Verkehr | |
| DE4031540A1 (de) | Schienenlager | |
| DE19620638C2 (de) | Gleisoberbau | |
| DE29905550U1 (de) | Absorptionsbelag zur Reduzierung der Schallabstrahlung für Gleiskörper | |
| DE19501696A1 (de) | Geräuscharmer Gleiskörper | |
| EP2072681B1 (de) | Konsole für temporär installierte Schienen | |
| DE4041237A1 (de) | Eisenbahnoberbau mit gegengewichten | |
| DE19920075A1 (de) | Lagerung einer Schiene für Schienenfahrzeuge | |
| AT409391B (de) | Schotterloser oberbau sowie verfahren zur herstellung desselben | |
| DE2821568C2 (de) | ||
| DE1534073C3 (de) | Vorrichtung zum Abstützen einer Schiene | |
| DE202004004323U1 (de) | Verstärkung eines Fahrgleises im Bereich eines Bremsprellbocks |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee | ||
| 8101 | Request for examination as to novelty | ||
| 8105 | Search report available |