DE19920075A1 - Lagerung einer Schiene für Schienenfahrzeuge - Google Patents
Lagerung einer Schiene für SchienenfahrzeugeInfo
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Abstract
(Die Erfindung betrifft eine) Lagerung einer Schiene (1) für Schienenfahrzeuge besteht die Schiene (1) zumindest aus einem Schienenkopf (1a) und einem Schienenstrang (1b) und ist zumindest seitlich am Schienenstrang (1b) mit in Längsrichtung der Schiene (1) verlaufenden Profilen (4, 5) versehen. Unter der Schiene (1) ist eine aus Beton bestehende Schwelle oder Feste Fahrbahn (2) angeordnet. Die Schwelle oder Feste Fahrbahn (2) weist einen Höcker (3) zur seitlichen Abstützung der Schiene (1) und ein Andrückprofil (10) auf, das derart an der Schwelle oder Festen Fahrbahn (2) angeordnet ist, daß mittels Schrauben (15) die Schiene (1) zusammen mit den Profilen (4, 5) in Richtung auf den Höcker (3) drückt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lagerung einer Schiene für Schienen
fahrzeuge, wobei die Schiene zumindest aus einem Schienenkopf und einem
Schienensteg besteht und zumindest seitlich am Schienensteg mit in Längsrich
tung der Schiene verlaufenden Profilen versehen ist, und wobei unter der
Schiene eine aus Beton bestehende Schwelle oder Feste Fahrbahn angeordnet
ist.
Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus der DE 44 27 237 A1 bekannt. Es
wird hier ein Gleis für Schienenfahrzeuge gezeigt, bei welchem sich die beiden
das Gleis bildenden Schienen mit ihren unterhalb des Schienenkopfes befindli
chen seitlichen Begrenzungsflächen über elastische Zwischenlagen gegen die
inneren seitlichen Begrenzungsflächen eines aus zwei Rahmenhälften beste
henden Rahmens abstützen. Einsatz findet diese Vorrichtung des Standes der
Technik bei Schienen, welche auf längsverlaufenden aus Beton bestehenden
Schwellen angeordnet sind. Derartige kontinuierlich gelagerte Schienen erset
zen in zunehmendem Maße Unterbauten für Gleise, welche aus Schotter, ver
dichtetem Erdreich oder auf Betonplatten verlegt sind. Sowohl das Erdreich als
auch der Schotter bzw. die Packlagen oder dergleichen, sind innerhalb be
stimmter Grenzen elastisch und bilden somit eine Feder, die eine geringfügige
Dämpfung des Körperschalls bewirkt. Häufig wurde versucht, die so gelagerten
Schienen elastisch abzustützen, um eine Verminderung des Körperschalls zu
erreichen. Dies gelang jedoch mit den damals vorgeschlagenen Maßnahmen
nicht.
Die DE 44 27 237 A1 schlägt deshalb vor, daß sich eine Rahmenhälfte gegen
eine erste Seitenwand eines Troges abstützt, und daß sich eine andere Rah
menhälfte über einen Keil gegen eine zweite Seitenwand des Troges abstützt.
Der Keil wird mittels Schrauben festgezogen, so daß eine Verkeilung der
Schiene innerhalb des Troges erfolgt. Es soll damit eine dauerhaft stabile
Gleislage und ein einfaches Aus- und Wiedereinbauen der Schiene möglich
sein. Außerdem wird unter anderem eine Luft- und Körperschalldämpfung durch
den Einbau der Schiene in dem Trog laut Offenbarung dieser Schrift bewirkt.
Nachteilig bei dieser Ausführung ist jedoch weiterhin, daß ein Trog aus Blech
oder Kunststoff in den Beton der Schwelle eingegossen werden muß. Eine
Nachbearbeitung der Lage des Troges ist somit kaum mehr möglich. Bei größe
ren Lageabweichungen oder Justiererfordernissen der Schiene ist es darüber
hinaus erforderlich, unterschiedliche Keile zur Verfügung zu stellen, um eine
Anpassung der Schiene an die Sollage zu erreichen. Ein weiterer Nachteil der
bekannten Vorrichtung liegt darin, daß die Keile nach längerem Einsatz nur
schwierig entfernbar sind und somit ein Auswechseln der Schienen beispiels
weise nach einer Entgleisung oder sonstigen Beschädigungen nur äußerst auf
wendig und mit Spezialwerkzeugen möglich ist. Ebenfalls nachteilig ist der Be
darf eines großen Betonvolumens um den Trog darin einzubetten. Ein weiterer
Nachteil der in der DE 44 27 337 A1 beschriebenen Lagerung der Schiene be
steht darin, daß eine Entwässerung des Troges nur durch zusätzliche Einbau
ten möglich ist. Falls diese als Rohrstücke ausgebildeten Einrichtungen zur
Entwässerung verstopft sind, kann es zu Beschädigungen des Gleisunterbaus
führen.
Nach einem ähnlichen Prinzip wie vorgenannte Schrift zeigt die DE 195 19 745
A1 ebenfalls den Einbau einer Schiene in einem Trog. Durch die hier gezeigte
Ausführung soll insbesondere eine Schallabstrahlung insbesondere im Hoch
geschwindigkeitsverkehr reduziert werden. Hierzu wird die Schiene mit Hilfe
von Einsatzteilen in den Aufnahmetrögen verspannt. Dies erfolgt durch Einsatz
teile, welche die Schiene in dem Aufnahmetrog verspannt. Die Zwischenräume
zwischen den Einsatzteilen, der Schiene und dem Trog werden ausgegossen
und fixieren somit die Teile zueinander. Nachteilig bei dieser Ausführung ist
ebenfalls die Ausgestaltung eines Troges, die Entwässerung des Troges, sowie
insbesondere der aufwendige Austausch im Schadensfall, da hierbei nur mittels
Fräsen die Teile wieder voneinander gelöst werden können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, die genannten Nachteile zu
vermeiden und eine Befestigungsmöglichkeit für Schienen zu schaffen, welche
insbesondere eine hohe Schallabsorbtion verbunden mit wartungs- und in
standsetzungsfreundlichem Aufbau aufweisen.
Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Im folgenden
wird einfachheitshalber stets nur von Schwelle gesprochen, auch wenn immer
eine Schwelle oder auch eine sogenannte Feste Fahrbahn gemeint ist. Erfin
dungsgemäß weist die Schwelle einen Höcker zur seitlichen Abstützung der
Schiene und ein Andrückprofil auf. Das Andrückprofil ist derart an der Schwelle
angeordnet, daß es mittels Schrauben die Schiene zusammen mit den Profilen
in Richtung auf den Höcker drückt. Der besondere Vorteil dieser erfindungsge
mäßen Ausführung besteht darin, daß es sich bei einer derartigen Lagerung um
eine äußerst wirkungsvolle Schalldämmung der Schienen handelt, da durch den
Höcker eine Abstrahlung des Schalls wirkungsvoll reduziert wird. Vorteilhafter
weise ist der Höcker an den äußeren Seiten der Schienen bzw. Gleise ange
ordnet, so daß die Abstrahlung nach außen reduziert wird. Ein weiterer wesent
licher Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß durch die Andrück
profile, welche gegen die Schiene geschraubt sind, eine schnelle Montage und
insbesondere auch Demontage der Schienen ermöglicht wird. Hierdurch sind
auch Reparaturarbeiten Zeit- und kostengünstig zu erledigen. Sowohl für die
Montage als auch für die Demontage sind lediglich Schraubarbeiten erforder
lich. Aufwendige Fräsarbeiten zum Entfernen der alten Schiene und zum Vorbe
reiten eines neuen Schienenbettes können vermieden werden. Ebenso ist die
Herstellung des Schienenbettes sehr einfach möglich, da keine Tröge mit spe
ziell vorbereiteten Oberflächen oder Einsätzen erforderlich sind. Alle Bearbei
tungsmaßnahmen des Schienenbettes können einfach erfolgen, da zwei Seiten
offen sind. Die Bearbeitung ist somit präzise und kostengünstig durchführbar.
Durch die angeordneten Profile, insbesondere wenn es sich dabei um Kunst
stoffprofile handelt, wird eine weitere Schalldämmung und federnde Auflage
bewirkt, wodurch ein ruhiger Lauf der Räder der Schienenfahrzeuge ebenso wie
ein geringer Verschleiß der Schienen bewirkt wird. Ein weiterer Vorteil der vor
liegenden Erfindung ist darin zu sehen, daß der Verbrauch von Beton im Ver
gleich zu der Lösung des Standes der Technik mit den Trögen deutlich verrin
gert ist. Dadurch ist eine kostengünstigere Herstellung der Lagerung möglich.
Sind die Schrauben, mit welchen das Andrückprofil gegen die Schiene bzw. die
Kunststoffprofile gedrückt wird, direkt in der Schwelle verankert, so wird in vor
teilhafter Weise eine besonders gute Befestigung der Andrückprofile erzielt, da
eine ungewollte Lageveränderung der Schwelle bzw. des Ankers nicht auch ein
Lösen der Befestigung der Schiene bewirkt.
Vorteilhafterweise ist das Profil aus Kunststoff, Stahl, Beton, Faserbeton oder
Kombinationen daraus hergestellt. Damit wird eine passgenaue Form der Profile
in Bezug auf die Schiene, den Höcker und das Andrückprofil mit den jeweils
erforderlichen Eigenschaften des Profils ermöglicht.
Ist das Profil durchgehend oder nur teilweise, im wesentlichen nur im Bereich
des Andrückprofils und/oder der Höcker entlang der Schiene angeordnet, so
kann je nach Anforderung beispielsweise eine sehr gute Schallabsorbtion oder
eine kostengünstige Ausführung der Schienenlagerung erzielt werden.
Sind die Profile kontinuierlich in Längsrichtung der Schiene verlaufend, so ist
über die gesamte Länge der Schiene eine wirkungsvolle Schalldämmung be
wirkt, da die Profile, insbesondere Kunststoffprofile eine Schallabstrahlung re
duzieren können. Sind die Profile elastisch ausgebildet oder elastisch beschich
tet oder mit einer elastischen Zwischenlage versehen, so wird eine wirkungsvol
le Klemmung der Schiene zwischen Höcker und Andrückprofil durch eine Quet
schung der elastischen Profile bewirkt. Außerdem ist die Schwingungs- und
Schalldämpfung der Schiene beim Befahren durch ein Schienenfahrzeug we
sentlich günstiger.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Schiene kontinuierlich elastisch gelagert
ist. Die Lagegenauigkeit der Schiene ist auf diese Weise besonders gut, auch
nach häufiger Benutzung der Schiene gewährleistet. Sowohl der Verschleiß der
Schiene, als auch die Lärmemission sind durch eine kontinuierliche elastische
Lagerung wesentlich verbessert.
Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn die Schwelle eine Standfläche für die
Schiene aufweist. Im Gegensatz zu einer hängenden Lagerung der Schiene
über den Schienenkopf und den Schienensteg ist die Lagehaltung der Schiene
auch nach längerem Betrieb besser gegeben, wenn die Schiene auf einer
Standfläche der Schwelle steht und somit die Kräfte beim Überrollen durch ein
Schienenfahrzeug über den Schienenfuß aufnehmen kann. Durch ein weiteres,
insbesondere elastisches Profil als Zwischenlage zwischen Standfläche und
Schienenfuß wird eine weitere Schalldämpfung in vorteilhafter Weise erzielt.
Die vorliegende Erfindung wird hauptsächlich Anwendung finden bei einer
Schwelle, welche längs unter der Schiene verläuft. Durch die längsverlaufende
Schwelle ist eine kontinuierliche Lagerung der Schiene auf einfache Weise
möglich. Auf der längsverlaufenden Schiene ist eine bessere Lastverteilung im
Gegensatz zur Einzelpunktlagerung gegeben. Die Durchbiegung der Schiene
ist wesentlich geringer als bei Einzelpunktlagerung. Ebenso ist die Kippneigung
der Schiene bei großen Einsenkungen durch die hierdurch möglichen kontinu
ierlich verlaufenden seitlichen Profile und Höcker deutlich begrenzt. Die stati
sche Belastung des Untergrundes ist ebenfalls geringer als bei Einzelpunktun
terstützungen, wodurch der Unterbau länger haltbar ist. Weitere Vorteile sind
die geringere Empfindlichkeit gegen Temperatureinflüsse, höhere Schwin
gungsdämpfung, geringere dynamische Belastungen des Untergrundes, sowie
Notfahreigenschaften der Schiene nach einem Schienenbruch.
Die Schwelle wird vorteilhafterweise auf einer Platte, insbesondere aus Beton
angeordnet. Hierdurch wird eine lagegenaue Positionierung der Schwelle er
möglicht, wobei die Lage auch unter starker Einwirkung von Umwelteinflüssen
im wesentlichen beibehalten wird. Ist der Höcker einteilig mit der Schwelle aus
gebildet, so ist eine vorteilhafte Herstellung von Höcker und Schwelle in einem
Arbeitsgang möglich. Selbstverständlich ist es auch im Rahmen der vorliegen
den Erfindung wenn der Höcker mit der Schwelle mehrteilig ausgebildet ist, so
daß der Höcker beispielsweise mittels Schraubverbindungen mit der Schwelle
verbunden ist. In einer besonderen Ausführungsart könnte der Höcker auch in
Art des Andrückprofils ausgebildet sein. Ist die Schwelle einteilig mit der Platte
ausgebildet, so ist auch hier ein sowohl kostengünstiger als auch lagegenauer
Herstellungsprozeß von Schwelle und Platte gegeben, da beide Bauteile in ei
nem Arbeitsgang und somit äußerst genau zueinander positioniert herstellbar
sind. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Schiene mit einer be
nachbarten Schiene zum Bilden eines Gleises für das Schienenfahrzeug zu
sammenwirkt und somit eine definierte Spurweite einzuhalten ist. Durch die
einteilige Ausbildung von Schwelle und Platte und evtl. Höcker wird somit eine
genaue Positionierung der beiden Schienen zueinander gewährleistet.
Sind die Platte und/oder die Schwelle und/oder der Höcker als Fertigteil herge
stellt, so sind zudem die Vorteile der Fertigteilbauweise in der vorliegenden Er
findung realisierbar. Dies bedeutet, daß Umwelteinflüsse bei der Betonierung
von Platte, Schwelle und/oder Höcker weitgehend ausgeschaltet werden kön
nen und die Montage der fertigen Bauteile äußerst lagegenau vor Ort erfolgen
kann.
Ist die Standfläche und somit die Schwelle in Bezug auf die Platte erhöht ange
ordnet, so entsteht neben der Standfläche an der Schwelle eine Fläche, welche
vorteilhafterweise dafür genutzt werden kann, daß das Andrückprofil mit der
Schraube daran befestigt wird. Durch diese Fläche, welche seitlich neben der
Standfläche durch Erhöhung entsteht, ist die Einbringung des Ankers für das
Andrückprofil möglich.
Um eine besonders zuverlässige, gleichbleibende und über die ganze Schie
nenlänge gleichbleibende Eigenschaft zu erzielen, ist es vorteilhaft, wenn das
Andrückprofil und/oder der Höcker im wesentlichen kontinuierlich entlang der
Schiene ausgebildet ist. Ein seitliches Ausknicken der Schiene wird somit zu
verlässig verhindert, ebenso wie die Schallemission reduziert werden kann und
die Lagestabilität der Schiene über die gesamte Länge in geringen Toleranzen
beibehalten werden kann. Eine kostengünstigere Variante ist der Einsatz eines
abschnittsweisen Andrückprofils und/oder Höckers.
Vorteilhafterweise ist das Andrückprofil und/oder der Höcker aus Metall herge
stellt. Neben Stahlprofilen eignen sich hierfür ebenfalls Profile aus Aluminium,
Kunststoff, Beton oder Faserbeton.
Um eine besonders hohe Andrückkraft auf die Schiene über das Andrückprofil
und/oder den Höcker aufbringen zu können und seitliche Kräfte, insbesondere
bei Kurvenfahrten oder auch bei Entgleisungen aufnehmen zu können, ist eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung darin zu sehen, daß die
Schraube zur Befestigung des Andrückprofiles und/oder des Höckers in der
Schwelle bis unter die Schiene, insbesondere bis unter den gegenüberliegen
den Höcker reicht. Derart lange Schrauben sind in der vorliegenden Erfindung
besonders geeignet, um die in Einzelfällen hohen auftretenden Kräfte zuver
lässig aufnehmen zu können. Darüber hinaus ist die Kraftübertragung von dem
Andrückprofil auf die Schrauben besonders gut zu realisieren, wenn die
Schrauben möglichst rechtwinklig zur Achse der Schiene ausgerichtet sind.
Dies ist durch die vorliegende Bauart auf äußerst einfache Weise zu realisie
ren. Ist ein rechter Winkel von der Schraubenachse zur Schienenachse aus
montagetechnischen Gründen ungünstig, so ist es vorteilhaft, wenn die Schrau
be in Bezug auf die Achse der Schiene zumindest einen stumpfen Winkel ein
schließt. Hierdurch ist die Kraftübertragung von Andrückelement auf Schraube
immer noch sehr vorteilhaft und außerdem ist die Zugänglichkeit der Schraube
für die Montage und Demontage ebenfalls gut möglich.
Insbesondere wenn die Platte in Fertigteilbauweise hergestellt wurde oder auch
für den Fall, daß die Platte nach regelmäßigen Abständen Trennfugen aufweist,
ist es vorteilhaft, wenn das Andrückprofil und/oder der Höcker eine Länge auf
weist, welche der Länge der Platte oder einem ganzzahligen Teil der Länge der
Platte entspricht. Hierdurch sind Reparaturarbeiten einfacher möglich, da ein
zelne Elemente komplett ausgetauscht werden können. Außerdem ist evtl. eine
Vormontage der einzelnen Platten mit Schwelle, Höcker und Andrückprofil
möglich. Hierdurch werden die Bauzeiten und damit die Kosten ebenso wie die
Montagekosten deutlich verringert.
Als besonders vorteilhaft haben sich Schrauben zur Befestigung des Andrück
profils und/oder des Höckers erwiesen, welche eine Länge von mehr als 300
mm, vorzugsweise sogar von mehr als 450 mm aufweisen. Hierdurch ist eine
hervorragende Krafteinleitung von dem Andrückprofil und/oder des Höckers auf
die Schraube und in die Schwelle gewährleistet. Damit ist es möglich, die An
zahl der Schrauben zur Befestigung des Andrückprofils und/oder des Höckers
sehr gering zu halten, wodurch die Montage und Demontage wiederum verein
facht wird. Die Schraube kann einbetoniert, eingeklebt, in Dübel befestigt oder
als Durchsteckverbindung ausgebildet sein.
Vorteilhafterweise ist das Andrückprofil und/oder der Höcker derart ausgebildet,
daß es eine Andrückfläche und eine Stützfläche aufweist. In der Stützfläche ist
die Schraube angeordnet, welche das Andrückprofil und/oder den Höcker ge
gen die Schiene drückt. Mittels der Stützfläche stützt sich das Andrückprofil
und/oder der Höcker an einer Fläche der Platte oder der Schwelle ab. Die
Stützfläche kann derart ausgebildet sein, daß mit zunehmendem Anschrauben
des Andrückprofils und/oder des Höckers die Andrückfläche zunehmend gegen
die Schiene über die vorhandenen Hebelverhältnisse gedrückt wird und somit
die Andrückwirkung erhöht.
Um ein unbeabsichtigtes vertikales Wandern der Kunststoffprofile und/oder der
Schiene zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn die Andrückfläche in Bezug auf
die Achse der Schiene in montiertem Zustand einen spitzen Winkel einschließt.
Hierdurch wird die Schiene in Richtung auf die Schwelle gedrückt und eine
Wanderung aus der Befestigung heraus wird vermieden. Ist die Seitenwand des
Höckers zur seitlichen Abstützung der Schiene in Bezug auf die Achse der
Schiene in einem spitzen Winkel angeordnet, so wird in gleicher Weise ein ver
tikales Wandern der Schiene aus ihrer Befestigung heraus vermieden, da eine
Kraft in Richtung auf die Schwelle hin auf die Schiene einwirkt. In gleicher Wei
se können entsprechende Profilierungen, welche in dem Andrückprofil in dem
Kunststoffprofilen und/oder in den Seitenwänden des Höckers angeordnet sind,
wirken. Durch derartige Profilierungen ist ein ungewolltes Wandern der Schie
nen in ihrer Lagerung verhindert.
In vorteilhafter Weise schließt die Andrückfläche in Bezug auf die Stützfläche
des Andrückprofils einen stumpfen Winkel ein. Je nach Möglichkeit, wie die
Schraube in der Schwelle oder in der Platte befestigt werden kann, sind Winkel
zwischen 90° und 180° in den meisten Fällen vorteilhaft.
Auf besonders einfache Weise ist die Entwässerung der vorliegenden erfin
dungsgemäßen Lagerung möglich. Dies kann durch Entwässerungseinrichtun
gen, welche neben dem Höcker angeordnet sind, erfolgen. Eine besonders
einfache Ausgestaltung besteht darin, daß unter der Schiene, beispielsweise
innerhalb der Standfläche und seitlich der Schwelle, unter der Stützfläche des
Andrückprofils Einkerbungen vorgesehen sind, durch welche eingedrungenes
Wasser abgeführt wird.
Die Schallabstrahlung, welche beim Überfahren der Schienen durch ein Schie
nenfahrzeug entsteht, ist besonders vorteilhaft zu reduzieren, wenn der Höcker
auf der Außenseite der das Gleis bildenden Schiene angeordnet ist. Weitere
schalldämmende Maßnahmen können dadurch bewirkt werden, daß der Höcker
neben seiner Festigkeit, die er zur Abstützung der Schiene aufweisen muß, au
ßerdem aus schallabsorbierendem Material hergestellt ist. Hierdurch sind neben
den Kunststoffprofilen zusätzliche Maßnahmen getroffen, um einen möglichst
umweltfreundlichen, da leisen Schienenverkehr zu realisieren.
Ist in dem Höcker ein weiteres Andrückprofil angeordnet, so wird der Höcker in
vorteilhafter Weise verstärkt. Außerdem ist eine zusätzliche Einstellung der La
ge der Schiene mit dem zweiten Andrückprofil möglich. Außerdem ist es in eini
gen Fällen insbesondere zur Schallabsorbtion vorteilhaft einen zweiten Höcker
vorzusehen.
In einer besonders vorteilhaften Ausbildung der Erfindung können beidseitig
der Schiene Höcker angeordnet sein. Damit wird eine besonders gute Führung,
Lärmabsorbtion und/oder Einstellbarkeit der Schiene bewirkt. Es kann dabei
einer der Höcker kontinuierlich und der andere diskontinuierlich ausgebildet
sein, wodurch die nach der Herstellung eventuell erforderliche Nachbearbeitung
einfach ermöglicht wird. Die Nachbearbeitung kann auch besonders einfach
erfolgen indem der Höcker als separates Fertigteil auf die Platte oder Schwelle
aufgesetzt wird.
Die vorliegende Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele
zusammen mit weiteren Vorteilen beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Lagerung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Lagerung der Fig. 1;
Fig. 3 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Lagerung mit Platte;
Fig. 4-7 jeweils ein weiteres Ausführungsbeispiel.
In Fig. 1 ist ein Querschnitt einer erfindungsgemäßen Lagerung einer Schiene
1 für Schienenfahrzeuge dargestellt. Die Schiene 1 besteht aus einem Schie
nenkopf 1a, einem Schienensteg 1b und einem Schienenfuß 1c. Die Schiene 1
ist auf einer Schwelle 2 gelagert. Im folgenden wird anstelle einer Schwelle
oder Festen Fahrbahn stets nur von einer Schwelle gesprochen. Im dargestell
ten Ausführungsbeispiel ist die Schwelle 2 eine Längsschwelle, welche kontinu
ierlich unter der Schiene verläuft. In einem anderen nicht dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel könnte die Schwelle auch eine Einzelpunktunterstützung in Form
einer Querschwelle darstellen. Dies wäre aber nicht die vorteilhafteste Ausfüh
rung, da Längsschwellen im Betrieb insbesondere im Hochgeschwindigkeits
verkehr besondere Vorteile aufweisen.
Auf der Schwelle 2 ist ein Höcker 3 angeordnet. Gegen den Höcker 3 stützt sich
die Schiene 1 indirekt ab. Zwischen Schiene 1 und Höcker 3 ist ein Kunststoff
profil 4 angeordnet, welches vorteilhafterweise elastisch ausgebildet ist und
damit Schwingungen ebenso wie Schall aufnimmt. Auf der gegenüberliegenden
Seite des Schienenstegs 1b ist ein weiteres Kunststoffprofil 5 angeordnet, wel
ches gleiche Eigenschaften wie das Kunststoffprofil 4 aufweisen kann. Die
Kunststoffprofile 4 und 5, sowie die Schiene 1 werden mittels eines Andrück
profils 10 gegen den Höcker 3 gedrückt. Hierdurch entsteht eine feste Einspan
nung der Schiene 1, welche allerdings durch die vorteilhafterweise elastischen
Kunststoffprofile 4 und 5 Schwingungen und Schall aufnimmt. Die Schiene 1
wird in ihrer Position weiterhin durch ein Kunststoffprofil 6 gehalten, welches
unterhalb des Schienenfußes 1c angeordnet ist. Das Kunststoffprofil 6 liegt auf
einer Standfläche 8 der Schwelle 2 auf und sorgt somit für eine ordnungsgemä
ße Höhenposition der Schiene 1. Bei Bedarf können unterschiedlich dicke Profi
le 6 zur Höhenjustierung verwendet werden. Das Profil kann selbstverständlich
auch aus anderen geeigneten Materialien als Kunststoff hergestellt sein.
Ein bedeutender Vorteil der vorliegenden Erfindung und Gestaltung der Lage
rung der Schiene 1 besteht darin, daß der Schwellenkörper offen gestaltet ist.
Im Gegensatz zu der trogförmigen Gestaltung des Standes der Technik ist
durch die offene Bauweise eine evtl. erforderliche Nachbearbeitung der
Schwelle 2 sowie des Höckers 3 sehr einfach beispielsweise durch Abfräsen
möglich. Hierdurch ist eine Glättung der funktionsrelevanten Flächen, bei
spielsweise der Standfläche 8 der Schwelle 2, ebenso wie die ordnungsgemäße
Höhen- und/oder Seitenausrichtung dieser relevanten Flächen möglich. Es ist
nicht erforderlich, daß ein Gerät in eine Vertiefung, wie sie der aus dem Stand
der Technik bekannte Trog darstellt, eingeführt werden muß. Bei der vorliegen
den Erfindung ist es vielmehr so, daß das Nachbearbeitungsgerät seitlich an
die Schwelle 2 bzw. den Höcker 3 herangeführt werden kann und somit eine
wesentlich einfachere, Zeit- und kostengünstigere Vorbereitung der Schwelle 2
und des Höckers 3 für die Schienenverlegung stattfinden kann.
Das Andrückprofil 10 ist mittels einer Schraube 15 an der Schwelle befestigt.
Die Schraube 15 ist vorteilhafterweise möglichst lang ausgeführt. Hierdurch
wird die Kraftübertragung besonders positiv beeinflußt und es sind über die
Länge der Schiene 1 bzw. des Andrückprofils 10 gesehen, weniger Schrauben
15 erforderlich. Dies bewirkt in vorteilhafter Weise, daß der Montage- und De
montageaufwand und somit die entsprechenden Kosten verringert werden.
Durch die hier dargestellte Ausführung, bei welcher die Schraube 15 eine Ach
se 16 aufweist, welche zu einer Achse 7 der Schiene 1 einen stumpfen Winkel
aufweist, ist es möglich, die Schraube 15 sehr lang, beispielsweise 450 mm
lang, auszubilden. Durch die nahezu horizontale Anordnung der Achse 16 ist
der Raum in der Schwelle 2, in welcher die Schraube 15 verankert werden
kann, sehr groß, so daß eine große Schraubenlänge vorteilhafterweise einsetz
bar ist. Derart große Schraubenlängen sind bei den bisher bekannten Ausfüh
rungen des Standes der Technik nicht einsetzbar gewesen, da durch die im
wesentlichen vertikale Montage bisheriger Befestigungsschrauben die Länge
der Schraube durch die Dicke der Schwelle 2 bzw. einer darunter angeordneten
Platte beschränkt waren.
Wie oben beschrieben ist es besonders vorteilhaft, wenn die Achse 7 der
Schiene 1 mit der Achse 16 der Schraube 15 einen stumpfen Winkel a aufweist.
Durch diesen stumpfen Winkel α wird einerseits eine große Länge der Schrau
be 15 bewirkt, andererseits wird die Zugänglichkeit des Schraubenkopfes 15
durch Werkzeuge gewährleistet, um somit eine gute Montage mit automatisier
baren Werkzeugen durchführen zu können. Die gute Zugänglichkeit des
Schraubenkopfes ist durch diese schräge Anordnung weiterhin gegeben.
Zwischen einer Stützfläche 14 des Andrückprofils 10 und der Achse 16 der
Schraube 15 ist ebenfalls ein stumpfer Winkel β vorgesehen. Hierdurch wird
das Andrücken des Andrückprofils 10 gegen die Schiene 1 durch eine positive
Kraftübertragung bewerkstelligt. Kräfte, welche von der Schiene 1 ausgehend
auf das Andrückprofil 10 über eine Andrückfläche 13 auf das Andrückprofil 10
geleitet werden, können über die Stützfläche 14 sowie die Schraube 15 abge
stützt werden. Die Stützfläche 14 weist in Bezug auf die Andrückfläche 13
ebenfalls einen stumpfen Winkel γ auf Winkel γ liegt vorteilhafter Weise zwi
schen 90° und 180°, womit ein guter Kompromiß zwischen Montierbarkeit der
Schraube 15, Länge der Schraube 15, sowie Übertragung der Kräfte von der
Andrückfläche 13 auf die Stützfläche 14 ermöglicht ist.
Die Schiene 1 ist im Betrieb Schwingungen und Schubbewegungen ausgesetzt.
Um ein Wandern der Schiene 1 sowohl in horizontaler als auch in vertikaler
Richtung zu verhindern, ist es vorteilhaft, wenn die Andrückfläche 13 des An
drückprofils 10 geneigt zur Schienenachse 7 bzw. zur Seitenwand des Höckers
3 ausgeführt ist. Besonders vorteilhaft ist es hierzu, wenn ein Winkel δ ebenso
wie ein Winkel ε, welche die Neigung der Andrückfläche 13 zur Standfläche 8
ausdrücken, größer als 90° sind. Hierdurch entsteht eine gewisse Konizität des
Raumes, in welchem die Schiene 1 geklemmt wird. Dadurch ist ein Wandern
der Schiene 1 insbesondere in vertikaler Richtung sehr vorteilhaft vermieden. In
einzelnen Fällen kann es auch schon ausreichend sein, wenn nur einer der
Winkel δ oder ε größer 90° ist, da bereits hierdurch eine ausreichende
Klemmwirkung erzielt werden kann, um ein Wandern zu verhindern. In gleicher
Weise verhindert eine Neigung der Andrückfläche 13 zur Achse 7 der Schiene
1 im Winkel χ, daß das Wandern der Schiene 1 zuverlässig vermieden wird.
In Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Ausführung gemäß Fig. 1 dargestellt. Aus
der Fig. 2 ist insbesondere die kontinuierliche Lagerung der Schiene 1 er
sichtlich. Die Schiene 1 ist eingeklemmt zwischen den Kunststoffprofilen 4 und
5 sowie dem Höcker 3 und dem Andrückprofil 10. Das Andrückprofil 10 weist
eine Länge auf, welche einerseits ein Kompromiß zwischen der Montier- und
Demontierbarkeit als auch der Fertigung und des Transports der Andrückele
mente darstellt. Als besonders vorteilhaft hat sich eine Länge von 120 cm er
wiesen. In üblichen Einsatzgebieten ist hierbei die Befestigung des Andrück
profils 10 mit jeweils drei Schrauben 15 ausreichend. Der Höcker 3 bzw. die
hier nicht sichtbare Schwelle 2 ist auf einer Platte 20 angeordnet. Die Platte 20
kann als Ortbeton oder als Fertigbetonbauteil hergestellt werden. Fertigbeton
bauteile weisen die oben bereits erwähnten Vorteile auf und erlauben insbe
sondere eine schnelle und zuverlässige Bauweise.
In regelmäßigen Abständen weist die Platte 20 sowie die Höcker 3 bzw. die
Schwelle 2 Fugen auf, welche als Drainage 21 wirken können. Hierdurch ist die
Abführung von Regenwasser auf einfache Weise zu realisieren. Vorteilhaft ist
es, wenn der Abstand der einzelnen Fugen mit der Länge der Andrückprofile 10
korrespondieren, da hierdurch gleichzeitig die Wasserabführung von in dem
Klemmbereich eingedrungenem Wasser erfolgen kann. Eine andere, nicht dar
gestellte Möglichkeit der Wasserabführung des in dem Klemmbereich einge
drungenen Wassers kann dadurch erfolgen, daß in dem Klemmbereich in re
gelmäßigen Abständen Nuten angeordnet sind, welche durch die Kunststoff
profile 4, 5, 6 bzw. das Andrückprofil 10 überbrückt werden und somit Kanäle
bilden, in welchen das Wasser aus dem Klemmbereich herausgeführt werden
kann.
Fig. 3 bis 6 zeigen jeweils weitere Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das im wesentlichen der
Ausführung gemäß Fig. 1 und Fig. 2 entspricht. Allerdings wurde auf die
Unterlage unter die Schiene in Form des Kunststoffprofils 6 verzichtet. Die
Schiene 1 hängt in den Kunststoffprofilen 4 und 5. Die Kunststoffprofile 4 und 5
weisen Einkerbungen in Längsrichtung auf, welche mit Vorsprüngen in dem
Höcker 3 und in dem Andrückprofil 10 korrespondieren. Hierdurch wird eine
vertikale Kraft, welche auf die Schiene beim Überrollen aufgebracht wird, auf
genommen. Durch die hängende Lagerung der Schiene 1 ist in einzelnen An
wendungsfällen eine ebenfalls sehr günstige Befestigung der Schiene 1 auf der
Schwelle insbesondere im Hinblick auf Schallabsorbtion und Schwingungsauf
nahme gegeben. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist ebenfalls ersichtlich,
daß Höcker 3, Schwelle 2 sowie Platte 20 einteilig ausgeführt sind. Hierdurch
wird insbesondere bei einer Fertigteilbauweise ein sehr rationeller Aufbau und
damit eine sehr zügige Verlegung der Gleise ermöglicht.
In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt. Es handelt sich hier
bei um eine nicht erhöhte Ausführung, bei welcher die Schiene 1 direkt auf der
Platte 20 angeordnet ist. Auf der Platte 20 ist weiterhin der Höcker 3 vorgese
hen, gegen welchen das Andrückprofil 10 die Schiene 1 zusammen mit den
Kunststoffprofilen 4 und 5 drückt. Durch die niedrige Bauart ist die Schraube 15
in einem spitzeren Winkel zur Schiene 1 anzuordnen als in den vorherigen
Ausführungsbeispielen. Hierdurch ist die Länge der Schraube 15 im Vergleich
zu den anderen Ausführungsarten stark reduziert. Es ist hierdurch evtl. eine
größere Anzahl von Schrauben 15 über die Länge der Schiene bzw. des An
drückprofils 10 erforderlich. Ebenso ist die Aufnahme der auftretenden Kräfte
durch die Schraube 15 ungünstiger, als in den übrigen Ausführungsbeispielen,
kann aber durch die niedrigere Bauweise in einzelnen Anwendungsfällen trotz
dem von Vorteil sein. Der wesentliche Vorteil der Erfindung, nämlich die offene
Bauweise der Betonflächen ohne dem Erfordernis eines tiefgelegten Troges ist
aber bei diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls erhalten.
In Fig. 5 ist ein mehrteiliges Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
dargestellt. Auf der Platte 20 ist als weiterer Körper die Schwelle 2 aufgesetzt
und mit dieser beispielsweise mittels Schrauben verbunden. Auf der Schwelle 2
ist ein Höcker 3, hier ebenfalls als separates Bauteil ausgebildet, angeordnet.
Auch Höcker 3 ist mit Schwelle 2, beispielsweise mittels Schrauben verbunden,
um eine definierte Position für die Schiene 1 sowie eine Übertragung der Sei
tenkräfte auf die Schwelle 2 und die Platte 20 zu gewährleisten. Anstelle einer
Platte 20 können auch andere Untergründe, welche die Schwelle 2 aufnehmen,
vorgesehen sein. Ebenso ist es möglich, daß Schwelle 2 sowie Höcker 3 eintei
lig ausgeführt sind und dieses Bauteil wiederum auf der Platte 20 oder einem
anderen Untergrund befestigt ist. Wie aus der Darstellung der Fig. 5 ersicht
lich ist, kann die Schraube 15 auch hier in großer Länge ausgeführt werden und
somit für eine günstige Kraftübertragung bei Einsatz einer nur geringen Anzahl
von Schrauben 15 dienen.
In Fig. 6 ist noch ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, bei welcher der
Höcker 3 nicht als Betonbauteil ausgeschildert ist, sondern in ähnlicher Ausge
staltung wie das Andrückelement 10. Es handelt sich hierbei um ein weiteres
Andrückelement 10', welches mit einer Schraube 15' in der Schwelle 2 befestigt
ist. Um die auf der Außenseite eines Gleises auftretenden höheren Abstützkräf
te, insbesondere in Kurven aufnehmen zu können, ist es unter Umständen er
forderlich, daß das Andrückelement 10' stärker ausgeführt wird als das Andrüc
kelement 10. Es kann auch erforderlich sein, daß eine größere Anzahl von
Schrauben 15' als Schrauben 15 erforderlich sind, um die Kräfte auf die
Schwelle 2 übertragen zu können. Durch die erhöhte Bauweise ist hier eben
falls der Einsatz sehr langer Schrauben 15 bzw. 15' möglich.
Das weitere Andrückelement 10' kann auch mit dem Höcker 3 kombiniert sein,
das heißt, daß an einzelnen Stellen in dem Höcker 3 Andrückelemente 10' an
geordnet sind (Fig. 7). Diese Andrückelemente 10' können die Abstützkraft
des Höckers 3 unterstützen und der genauen Einstellung der Lage der Schiene
1 dienen.
Auf der Platte 20 ist eine in Längsrichtung der Schiene angeordnete Schwelle 2
angeordnet, auf welcher die Schiene 1 kontinuierlich gelagert ist. Das Andrüc
kelement 10 ist mit der Schraube 15 in der Schwelle 2 und der Platte 20 befe
stigt. Ebenso ist das Andrückelement 10' mit der Schraube 15' ebenfalls in der
Schwelle 2 und der Platte 20 angeschraubt. Das Andrückelement 10' ist derart
angeordnet, daß es eine Einstellung der Schiene 1 in horizontaler Richtung er
laubt. Damit ist die Lagefixierung der Schiene 1 im Bezug auf den Höcker 3
einstellbar und Fertigungstoleranzen des Höckers 3 sind somit korrigierbar. Der
Höcker 3 wirkt trotzdem zwischen den in Längsrichtung der Schiene 1 in Ab
ständen angeordneten Andrückelementen 10' zur Schallemission und zur weit
gehenden Abstützung der Schiene 1 bei auftretenden Seitenkräften. Zwischen
den Andrückelementen 10 und 10' ist die Schiene 1 eingespannt. Es sind hier
für Profile 4 und 5 vorgesehen sowie Einlagen 30, welche elastisch sind und die
Schiene 1 aufnehmen. Die Profile 4 und 5 sind im vorliegenden Fall als Stahl
rohre mit im wesentlichen quadratischen Querschnitt ausgebildet. Die Profile 4
und 5 können entweder kontinuierlich entlang der Schiene 1 ausgebildet sein
oder sich lediglich im Bereich der Andrückelemente 10 und 10' befinden. Sie
korrespondieren mit Vorsprüngen in den Andrückelementen 10 und 10', so daß
eine vertikale Verschiebung der Profile 4 und 5 vermieden wird. Die im vorlie
genden Ausführungsbeispiel hohl ausgebildeten Profile 4 und 5 können alter
nativ mit unterschiedlichen Materialien, beispielsweise Gummi oder Beton aus
gegossen werden, um zusätzliche Stabilität- oder Dämpfungseigenschaften
aufzuweisen. An Stelle der dargestellten Metallprofile 4 und 5 können auch
Betonprofile, beispielsweise auch aus Spannbeton oder Faserbeton eingesetzt
werden. Auch hiermit ist eine gute Einspannung der Schiene 1 zu erzielen.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Kombinationen sowie analoge Ausführungen zu den hier beschrie
benen Ausführungsbeispielen sind als unter den Schutzumfang der Erfindung
fallend zu betrachten.
Claims (33)
1. Lagerung einer Schiene (1) für Schienenfahrzeuge, wobei die Schiene (1)
zumindest aus einem Schienenkopf (1a) und einem Schienensteg (1b)
besteht und zumindest seitlich am Schienensteg (1b) mit in Längsrichtung
der Schiene (1) verlaufenden Profilen (4, 5) versehen ist, und wobei unter
der Schiene (1) eine aus Beton bestehende Schwelle oder Feste Fahrbahn
(2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelle oder Feste
Fahrbahn (2) einen Höcker (3) zur seitlichen Abstützung der Schiene (1)
und ein Andrückprofil (10) aufweist, das derart an der Schwelle oder Fe
sten Fahrbahn (2) angeordnet ist, daß es mittels Schrauben (15) die
Schiene (1) zusammen mit den Profilen (4, 5) in Richtung auf den Höcker
(3) drückt.
2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrauben
(15) in der Schwelle oder Festen Fahrbahn (2) verankert sind.
3. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Profil (4, 5) aus Kunststoff, Stahl, Beton, Faserbeton
oder Kombinationen daraus hergestellt ist.
4. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Profil (4, 5) durchgehend oder nur teilweise, im wesentli
chen nur im Bereich des Andrückprofils (10) oder des Höckers (3), entlang
der Schiene (1) angeordnet ist.
5. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Profil (4, 5) kontinuierlich in Längsrichtung der Schiene
(1) verläuft.
6. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Profil (4, 5) elastisch oder elastisch beschichtet oder mit
einer elastischen Zwischenlage versehen ist.
7. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schiene (1) kontinuierlich elastisch gelagert ist.
8. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schwelle oder Feste Fahrbahn (2) eine Standfläche (8)
für die Schiene (1) aufweist.
9. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen Standfläche (8) und Schienenfuß (1c) ein weiteres,
insbesondere elastisches Profil (6) als kontinuierliche oder diskontinuierli
che Unterlage angeordnet ist.
10. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schwelle oder Feste Fahrbahn (2) längs unter der
Schiene (1) verläuft.
11. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schwelle oder Feste Fahrbahn (2) auf einer Platte (20),
insbesondere aus Beton angeordnet ist.
12. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Höcker (3) einteilig mit der Schwelle oder Festen Fahr
bahn (2) ausgebildet ist.
13. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schwelle oder Feste Fahrbahn (2) einteilig mit der Platte
(20) ausgebildet ist.
14. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Platte (20) und/oder die Schwelle oder Feste Fahrbahn
(2) und/oder der Höcker (3) als Fertigteil hergestellt sind.
15. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß beidseitig der Schiene (1) ein Höcker (3) vorgesehen ist.
16. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Standfläche (8) in Bezug auf die Platte (20) erhöht an
geordnet ist.
17. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Andrückprofil (10) abschnittsweise, insbesondere mit
sehr kurzen Abschnitten, oder im wesentlichen kontinuierlich entlang der
Schiene (1) ausgebildet ist.
18. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Andrückprofil (10) und/oder der Höcker (3) aus Metall,
Kunststoff, Beton oder Faserbeton hergestellt ist.
19. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schraube (15) zur Befestigung des Andrückprofils (10)
und/oder des Höckers (3) in der Schwelle oder Festen Fahrbahn (2) bis
unter die Schiene (1), insbesondere bis unter den Höcker (3) reicht.
20. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schraube (15) in Bezug auf die Achse der Schiene (1)
einen stumpfen Winkel einschließt.
21. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schraube (15) eine Länge von mehr als 300 mm, vor
zugsweise von mehr als 450 mm aufweist.
22. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schraube (15) einbetoniert, eingeklebt, in Dübel befe
stigt oder als Durchsteckverbindung ausgebildet ist.
23. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Andrückprofil (10) und/oder der Höcker (3) eine Länge
aufweist, die im wesentlichen der Länge der Platte (20) oder einem ganz
zahligen Teil der Länge der Platte (20) entspricht.
24. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Andrückprofil (10) und/oder der Höcker (3) eine An
drückfläche (13) und eine Stützfläche (14) aufweist.
25. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß in montiertem Zustand die Andrückfläche (13) in Bezug auf
die Achse (7) der Schiene (1) einen spitzen Winkel einschließt.
26. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß in montiertem Zustand die Stützfläche (14) in Bezug auf die
Achse (7) der Schiene (1) einen spitzen Winkel einschließt.
27. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Andrückfläche (13) in Bezug auf die Stützfläche (14) ei
nen stumpfen Winkel einschließt.
28. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Seitenwand des Höckers (3) zur seitlichen Abstützung
der Schiene (1) in Bezug auf die Achse (7) der Schiene (1) einen spitzen
Winkel einschließt.
29. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Andrückprofil (10) mit dem Profil (4, 5) und oder das
Profil (4, 5) mit der Seitenwand des Höckers (3) ein vertikales und/oder ho
rizontales Wandern verhinderndes jeweils miteinander korrespondieren
des Profil aufweisen.
30. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß neben dem Höcker (3) Entwässerungseinrichtungen (21)
angeordnet sind.
31. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Höcker (3) auf der Außenseite der das Gleis bildenden
Schiene (1) angeordnet ist.
32. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß in dem Höcker (3) ein weiteres Andrückprofil (10') angeord
net ist.
33. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Andrückprofil (10) und der Höcker (3) bzw. das weitere
Andrückprofil (10') die Schiene (1) in Längs-, Horizontal- und Vertikalrich
tung hält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999120075 DE19920075A1 (de) | 1999-05-03 | 1999-05-03 | Lagerung einer Schiene für Schienenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999120075 DE19920075A1 (de) | 1999-05-03 | 1999-05-03 | Lagerung einer Schiene für Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19920075A1 true DE19920075A1 (de) | 2000-12-07 |
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ID=7906661
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1999120075 Ceased DE19920075A1 (de) | 1999-05-03 | 1999-05-03 | Lagerung einer Schiene für Schienenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19920075A1 (de) |
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Legal Events
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