DE19960335B4 - Hydraulikzylinder - Google Patents
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Abstract
– ein Gehäuse (2) aus Kunststoff, versehen mit einem Zulaufanschluss (8) und einem Druckanschluss (9) sowie einem als Sackloch gestalteten Druckraum (10);
– einen im Druckraum (10) axial verschiebbar eingesetzten Kolben (4), der über zwei ortsfest angeordnete, axial zueinander versetzte Dichtungen, und zwar eine Primärdichtung (11) und eine Sekundärdichtung (12), abgedichtet ist;
– eine schwenkbar am Kolben (4) angelenkte Kolbenstange (29) und
– eine aus Kunststoff hergestellte Führungshülse (5), die in das Gehäuse (2) eingesetzt ist, einen axial aus dem Gehäuse (2) austretenden Ansatz (33) der Führungshülse (5), der den Kolben (4) in einer Neutrallage, bei der sich ein maximales Volumen des Druckraums (10) einstellt, umschließt
– wobei die Führungshülse (5) lageorientiert im Gehäuse (2) eingesetzt und druckraumseitig mit einer zum Kolben (4) offenen ringförmigen Ausnehmung (19) versehen ist;...
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Geberzylinder für eine hydraulisch betätigte Kupplung oder Bremse von Fahrzeugen entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- In der Kraftfahrzeugtechnik ist es vielfach üblich, eine Einrichtung, die durch eine Kraft zu betätigen ist, mittels hydraulischer Kräfte zu bedienen. Hierzu werden sogenannte Geberzylinder benötigt, die auch als Arbeitszylinder bezeichnet werden, und die eine mechanische Kraft in eine hydraulische Kraft umwandeln. Der Geberzylinder ist über eine Druckleitung mit der zu betätigenden Einrichtung, beispielsweise einen Nehmerzylinder verbunden.
- Der Arbeitszylinder umfasst ein aus Kunststoff hergestelltes Gehäuse, das einen zylindrisch als Sackloch gestalteten Druckraum umfasst. Der Druckraum ist mit einem Zulaufanschluss und einem Druckanschluss verbunden und dient zur Aufnahme eines axial verschiebbar eingesetzten Kolbens. Axial versetzt zum Druckraum ist im Gehäuse eine Führungshülse eingebracht, die den Kolben in einer Neutralstellung umschließt. Am Kolben ist eine schwenkbar angelenkte Kolbenstange angeordnet, die eine Verbindung zu einer manuell zu betätigenden Pedalvorrichtung herstellt.
- Aus der
DE 38 16 608 A1 ist ein Arbeitszylinder der eingangs genannten Bauart bekannt. In das Gehäuse dieses bekannten Arbeitszylinders ist eine kurze Führungshülse eingesetzt, deren Länge weniger als 30% der Längserstreckung des Kolbens beträgt. Zur weiteren Abstützung des Kolbens in der Neutrallage ist der bekannte Arbeitszylinder zusätzlich mit einem als Blechtopf bezeichneten zusätzlichen Halteelement versehen, das den Kolben außen umschließt. Zur Abdichtung des Kolbens bzw. der Führungshülse umfasst der bekannte Arbeitszylinder insgesamt drei Dichtungen. Eine Primärdichtung ist außenseitig in das Gehäuse eingepasst, wobei deren radial innere Dichtlippe dichtend an der Mantelfläche des Kolbens anliegt. Der Primärdichtung ist in Richtung der Führungshülse eine Scheibe vorangestellt, die zum Dichtungsrücken der Primärdichtung zeigend mit radialen umfangsverteilten Kanälen versehen ist. Über diese Kanäle kann in der Neutrallage des Kolbens und bei einem Druckgefälle zwischen dem Reservoir und dem Druckraum des Arbeitszylinders Druckmittel nachströmen. - Von dem Zulaufanschluss ausgehend, besteht eine Strömungsverbindung über einen Ringspalt, gebildet durch einen radial abgesetzten Abschnitt der Führungshülse, der sich bis zum Dichtungsrücken der Primärdichtung erstreckt und an den sich ein radialer Kanal der Zwischenscheibe anschließt, bevor das Druckmittel über axiale Aussparungen des Kolbens in den Druckraum einströmen kann. Da die radialen Kanäle der Scheibe mit den axialen Aussparungen des Kolbens korrespondieren, ist ein lageorientierter Einbau der Scheibe zwingend erforderlich. Eine Fehlmontage der Scheibe, bei der die radialen Kanäle in Richtung der Führungshülse ausgerichtet sind, verhindert ein selbsttätiges Nachströmen von Druckmittel aus dem Reservoir über den Zulaufanschluss. Als Sekundärdichtung dient eine stirnseitig in der Führungshülse eingesetzte Nutringdichtung, deren innere Dichtlippe dichtend am Kolben abgestützt ist. Weiterhin ist zur Abdichtung eines Ringspaltes zwischen der Führungshülse und der Gehäusewandung ein Dichtring vorgesehen, der in eine Ringnut der Führungshülse eingelegt ist und dichtend an der Gehäusewandung anliegt.
- Ein Hydraulikzylinder der zuvor genannten Bauart ist weiterhin aus der
DE 196 20 580 A1 bekannt. Zwischen Primär- und Sekundärdichtung ist ein Distanzring vorgesehen, der plan an der Führungshülse anliegt. - Die
EP 0 312 673 B1 offenbart einen Distanzring mit axialen Vorsprüngen, die in eine Nutringdichtung eingreifen. - Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen bauteiloptimierten Geberzylinder zu schaffen mit einer wirksamen Strömungsverbindung bei einer Druckdifferenz zwischen dem Reservoir des Druckmittels und dem Druckraum. Weiterhin soll der Arbeitszylinder eine funktionssichere, einfache Montage ermöglichen. Darüber hinaus soll er für eine Massenfertigung geeignet sein.
- Diese zuvor genannte Problemstellung wird erfindungsgemäß durch einen Geberzylinder mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, bei dem die Distanzscheibe an der stufenartig gestalteten Führungshülse zentriert und dazu ein axial vorstehender Ansatz in die Ausnehmung der Führungshülse eingepasst ist.
- Damit ist ein lageorientierter Einbau der Führungshülse im Gehäuse des Geberzylinders gegeben, um damit einen in der Führungshülse integrierten Endanschlag zu ermöglichen und gleichzeitig bei der Betätigung einen Kontakt bzw. Berührung zwischen der Kolbenstange und der Führungshülse im Bereich des Kolbenstangenaustritts zu unterbinden.
- In vorteilhafter Weise verfügt die Distanzscheibe über radial ausgerichtete Durchtritte bzw. Aussparungen, die in der Einbaulage der Distanzscheibe mit dem Zulaufanschluss korrespondieren. Aufgrund der zentrierten Einbaulage der Distanzscheibe in der Führungshülse unterbleibt eine Fehlmontage, die ein für die Funktion des Geberzylinders erforderliches selbsttätiges Nachströmen von Druckmittel – bei einer Druckdifferenz zwischen dem Reservoir und dem Druckraum bzw. bei auftretendem Vakuum im Druckraum – aus dem Reservoir über den Zulaufanschluss in den Druckraum verhindert. Die Ausgestaltung der Distanzscheibe sieht vor, dass sich in der Einbaulage ein Ringspalt zwischen dem Kolben und der Innenwandung der Distanzscheibe einstellt. In der Neut rallage des Kolbens stellt sich außerdem zwischen der radial inneren Dichtlippe der Primärdichtung und der Mantelfläche des Kolbens ein Zuströmquerschnitt ein, der ebenfalls für die selbsttätige Druckmittelströmung bei einem Druckgefälle zwischen dem Druckmittelreservoir und dem Druckraum erforderlich ist.
- Zur Erreichung einer gerichteten Einbaulage ist die Distanzscheibe erfindungsgemäß zumindest einseitig radial so gestuft, dass der gestufte Abschnitt in der Einbaulage in die stirnseitige Ausnehmung der Führungshülse eingreift. Eine Fehlmontage wird durch diese Formgestaltung der Distanzscheibe wirksam unterbunden. Der Einbauzustand der Distanzscheibe ist auch bei einem fertig montierten Geberzylinder bestimmbar, da ein radialer Ansatz der Führungshülse nur in der richtigen Einbaulage der Distanzscheibe bündig mit einer Stirnseite des Geberzylinders fluchtet.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis 8.
- Der Aufbau des Kolbens sieht vor, dass dieser eine topfartig gestaltete, zum Druckraum geschlossene Stahlbuchse umfasst, in die zwei Kunststoff-Halbschalen eingepasst sind, welche durch eine radial nach innen gerichtete Bördelung an der geöffneten Seite der Stahlbuchse gesichert sind. Die Halbschalen aus Kunststoff sind mit einer kalottenförmigen Ausnehmung versehen, in der ein Kugelkopf der Kolbenstange formschlüssig gehalten ist. Zur Montage der Kolbenstange im Kolben sind folgende Montageschritte vorgesehen. Nach einem Aufweiten oder Aufspreizen der an einem Ende über ein Scharnier verbundenen Kunststoff-Halteschalen wird der Kugelkopf der Kolbenstange axial in die Kalotte der Halteschalen eingeführt. Anschließend wird die Stahl-Kolbenbuchse auf die Halbschalen geführt und dann zur Sicherung aller Bauteile eine stirnseitige Bördelung der Buchse vorgenommen.
- Zur Erzielung einer ungehinderten Strömungsverbindung vom Zulaufanschluss, d. h. vom Druckmittelreservoir zum Druckraum in einer Neutrallage des Kolbens, d. h. bei einem Druckgefälle zwischen dem Reservoir und dem Druckraum ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass sich ein Ringspalt zwischen der Primärdichtung und dem Kolben einstellt. Gemäß der Erfindung ist der Kolben in einer Endlage soweit verlagert, dass sich ein maximales Volumen des Druckraums einstellt. Dabei ergibt sich ein axialer Versatz des Kolbens zur radial inneren Dichtlippe der Primärdichtung, zur Bildung eines Ringspaltes. In vorteilhafter Weise kann damit das Druckmittel aus dem Reservoir über den Zulaufanschluss und den radialen Ausnehmungen in der Distanzscheibe dem Kolben zuströmen, um von dort umgelenkt in axialer Richtung durch einen ersten Ringspalt der Distanzscheibe über den zweiten Ringspalt, der sich zwischen der radial inneren Dichtlippe der Primärdichtung und dem Kolben einstellt, in den Druckraum einströmen. Dieser Strömungskanal kann ebenfalls für einen umgekehrten Druckmittelfluss vom Druckraum zum Reservoir genutzt werden, z. B. bei einem temperaturbedingten Volumenausgleich.
- Alternativ oder zusätzlich ist gemäß der Erfindung ein zum Druckraum zeigender Endabschnitt des Kolbens mit umfangsverteilt angeordneten, axial verlaufenden Längsnuten versehen. Diese Längsnuten gewähren eine Druckmittelströmung in der Neutrallage des Kolbens selbst bei einer Anlage der radial inneren Dichtlippe der Primärdichtung am Kolben. Diese Kolbenstellung kann sich beispielsweise bei einer ungünstigen Toleranzlage zwischen den Bauteilen in der Neutrallage des Kolbens einstellen. Die Wirksamkeit dieser Längsnuten wird verbessert, indem diese eine Längserstreckung aufweisen, die gleich oder größer der Wandstärke der Kolbenschafthülse ausgelegt ist.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Führungshülse nur in einer gerichteten Einbaulage montierbar. Dazu eignet sich beispielsweise ein radial nach außen gerichteter Ansatz der Führungshülse, der in eine Längsnut des Gehäuses eingreift. Alternativ kann eine umgekehrte Anordnung vorgesehen werden, bei der eine radial nach innen gerichtete Nase des Gehäuses in eine Längsnut der Führungshülse eingreift. Die gerichtete Einbaulage ermöglicht einen definierten Endanschlag für das Kupplungspedal. Außerdem ist dieser Einbau erforderlich für die stirnseitige, als ein Längsschlitz ausgebildete Ausnehmung bzw. Öffnung in der Führungshülse für die schwenkbeweglich angeordnete, aus der Führungshülse austretende Kolbenstange, damit diese bei einer Betätigung des Arbeitszylinders nicht mit der Führungshülse in Kontakt tritt.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist die Führungshülse endseitig mit einem radial nach innen gerichteten Bord versehen, der eine Auszugssicherung für den Kolben bildet. Damit ist im vormontierten Zustand des Geberzylinders der Kolben einschließlich Kolbenstange im Gehäuse des Arbeitszylinders gesichert. Weiterhin ist im eingebauten Zustand der Pedalweg des Kupplungspedals entgegen der Betätigungsrichtung begrenzt.
- Zur Erzielung einer dauerhaften und abgedichteten Befestigung der Führungshülse im Gehäuse sind diese Bauteile unlösbar befestigt. Dazu eignet sich insbesondere eine Vibrations- oder Ultraschallschweißung.
- Nachstehend wird die Erfindung in der Beschreibung anhand der
1 und2 näher erläutert. Es zeigen: -
1 in einem Längsschnitt einen erfindungsgemäßen Geberzylinder
und -
2 in einer Einzelteilzeichnung die erfindungsgemäße Distanzscheibe, die in der Einbaulage zwischen der Primärdichtung und der Führungshülse eingesetzt ist. - In
1 ist ein aus Kunststoff hergestellter Geberzylinder1 in einem Längsschnitt abgebildet. Der Arbeitszylinder1 umfasst ein Gehäuse2 mit einer weitestgehend zylindrischen, radial gestuften Aufnahme3 , die auch als eine Sacklochbohrung zu bezeichnen ist. Ein erster Abschnitt der Aufnahme3 mit dem kleinsten Innendurchmesser dient zur Führung eines Kolbens4 . In dem Abschnitt der Aufnahme3 mit dem größten Innendurchmesser ist eine Führungshülse5 eingesetzt. Zwischen den beiden Abschnitten der Aufnahme3 stellt sich eine als Stufensprung6 bezeichnete radiale Stufe ein, deren Maß übereinstimmt mit einer Wandstärke der Führungshülse5 . Damit ergibt sich ein übereinstimmender Innendurchmesser zwischen der Führungshülse5 und dem kleinsten Durchmesserbereich der Aufnahme3 . Diese Übereinstimmung gewährleistet eine exakte Führung des Kolbens4 unabhängig von dessen Lageposition im Gehäuse2 . Zur Befestigung des Gehäuses2 ist dieses mit zwei Befestigungslaschen7 versehen, deren Bohrungen zur Aufnahme von Schrauben dienen, mit denen das Gehäuse2 beispielsweise an einer Pedalvorrichtung befestigt werden kann. Weiterhin verfügt das Gehäuse2 über einen Zulaufanschluss8 , der mit einem Druckmittelreservoir in Verbindung steht sowie über einem Druckanschluss9 an dem eine Druckleitung anschließbar ist. - Der Bereich kleinsten Durchmessers der Aufnahme
3 bildet den Druckraum10 , der von den Wandungen des Gehäuses2 und in einer Richtung axial von der Stirnseite des Kolbens4 begrenzt ist. Zur Abdichtung des Kolbens4 umfasst der Geberzylinder1 eine Primärdichtung11 sowie eine Sekundärdichtung12 , die jeweils als Nutringdichtung gestaltet sind. Die Primärdichtung11 ist außenseitig in einem zum Druckraum10 radial gestuften Bereich an der Innenwandung des Gehäuses2 geführt. Bei betätigtem Geberzylinder1 liegt die radial innere Dichtlippe13 der Primärdichtung11 dichtend an einer Mantelfläche14 des Kolbens4 an. Der Dichtungsrücken15 der Primärdichtung11 stützt sich an einer Distanzscheibe16 ab, die in axialer Richtung, d. h. in Richtung der Führungshülse5 zeigend, gezahnt gestaltet ist. Dadurch ergeben sich radiale Durchtritte17 , deren Lage mit dem Zulaufanschluss8 korrespondiert. Der verzahnte Abschnitt der Distanzscheibe16 bildet weiterhin einen axial vorspringenden Ansatz18 , der in einer stirnseitigen Ausnehmung19 der Führungshülse5 zentriert ist. Axial versetzt zum Ansatz18 dient die Ausnehmung19 der Führungshülse5 weiterhin zur Aufnahme der Sekundärdichtung12 , deren Dichtungsrücken20 sich an einer Schulter21 der Führungshülse5 abstützt. - Die Stellung des Kolbens
4 gemäß1 entspricht einer Neutrallage, die sich bei eingerückter Schalttrennkupplung einstellt. In dieser Kolbenposition entspricht der sich im Druckraum10 einstellende Druck weitestgehend dem atmosphärischen Druck. Aufgrund einer axial versetzten Lage zwischen der radial inneren Dichtlippe13 der Primärdichtung11 und dem Kolben4 stellt sich ein Ringspalt22 zwischen diesen Bauteilen ein. Damit kann bei Bedarf, d. h. bei einem erforderlichen Druckmittelausgleich das Druckmittel vom Zulaufanschluss8 über den Durchtritt17 der Distanzscheibe16 und einem Ringspalt23 , – die sich zwischen der Mantelfläche14 des Kolbens4 und der Innenwandung der Distanzscheibe16 einstellt-, in Richtung der Primärdichtung11 strömen und gelangt über den Ringspalt22 in den Druckraum10 . Zusätzlich oder alternativ zu dem zuvor beschriebenen Ringspalt22 schließt die Erfindung im Kolben4 eingebrachte Längsnuten24 ein. Diese in einem definierten Längenbereich umfangsseitig im Kolben4 eingebrachten Längsnuten24 ermöglichen ebenfalls ein ungehindertes Nachströmen eines Druckmittels vom Reservoir in den Druckraum10 . Für das Längenmaß der Längsnuten24 bietet es sich an, diese gleich oder größer einer Wandstärke der Kolbenschafthülse25 vorzusehen. - Für die Führungshülse
5 ist eine gerichtete Einbaulage vorgesehen. Dazu ist in der Führungshülse5 eine Längsnut35 eingebracht, in die ein radial nach außen gerichteter Ansatz35 des Gehäuses2 eingepasst ist. In der in1 abgebildeten Neutrallage des Kolbens4 ist dieser weitestgehend von der Führungshülse5 umschlossen. Dazu ist die Führungshülse5 mit einem Ansatz33 versehen, der axial an dem Gehäuse2 austritt. - Der Kolben
4 ist mehrteilig aufgebaut und umfasst zwei aus Kunststoff hergestellte Halteschalen26a ,26b , die von einer aus Stahl hergestellten Kolbenschafthülse25 umschlossen sind. An dem vom Druckraum10 abgewandten Ende bilden die Halteschalen26a ,26b eine kalottenförmige Aufnahme27 , in der formschlüssig ein Kugelkopf28 der Kolbenstange29 gehalten ist. Zur Bildung einer Auszugssicherung für den Kolben4 bildet die Führungshülse5 stirnseitig einen radial nach innen gerichteten Bord30 . - Die
2 zeigt in einer Einzelteilzeichnung die vorzugsweise aus Kunststoff hergestellte Distanzscheibe16 in einer 3-D-Ansicht. Als Scheibenrücken dient eine Ringscheibe31 , an die sich in einer Richtung axial ausgerichtete Stege32 bzw. Vorsprünge anschließen. Dabei sind die Stege32 über den Umfang symmetrisch angeordnet und bilden radial ausgerichtete Durchtritte17 . Die2 verdeutlicht weiterhin die radiale Stufung der Stege32 zur Bildung eines Ansatzes18 , mit dem die Distanzscheibe16 in der Ausnehmung19 der Führungshülse5 in der Einbaulage zentriert ist.
Claims (8)
- Geberzylinder (
1 ) für eine hydraulisch betätigte Kupplung oder Bremse von Fahrzeugen, dabei umfasst der Geberzylinder (1 ), – ein Gehäuse (2 ) aus Kunststoff, versehen mit einem Zulaufanschluss (8 ) und einem Druckanschluss (9 ) sowie einem als Sackloch gestalteten Druckraum (10 ); – einen im Druckraum (10 ) axial verschiebbar eingesetzten Kolben (4 ), der über zwei ortsfest angeordnete, axial zueinander versetzte Dichtungen, und zwar eine Primärdichtung (11 ) und eine Sekundärdichtung (12 ), abgedichtet ist; – eine schwenkbar am Kolben (4 ) angelenkte Kolbenstange (29 ) und – eine aus Kunststoff hergestellte Führungshülse (5 ), die in das Gehäuse (2 ) eingesetzt ist, einen axial aus dem Gehäuse (2 ) austretenden Ansatz (33 ) der Führungshülse (5 ), der den Kolben (4 ) in einer Neutrallage, bei der sich ein maximales Volumen des Druckraums (10 ) einstellt, umschließt – wobei die Führungshülse (5 ) lageorientiert im Gehäuse (2 ) eingesetzt und druckraumseitig mit einer zum Kolben (4 ) offenen ringförmigen Ausnehmung (19 ) versehen ist; – eine Ausnehmung (19 ), die zur Aufnahme der Sekundärdichtung (12 ) dient, deren Dichtungsrücken (20 ) an einer Schulter (21 ) der Führungshülse (5 ) abgestützt ist und deren radial innere Dichtlippe am Kolben (4 ) dichtend anliegt; – eine Distanzscheibe (16 ), die zwischen der Primärdichtung (11 ) und der Führungshülse (5 ) lageorientiert angeordnet ist; – wobei die Distanzscheibe (16 ) zumindest einen radial ausgerichteten, mit dem Zulaufanschluss (8 ) in Verbindung stehenden Durchtritt (17 ) aufweist, der radial innen in einen Ringspalt (23 ) zwischen dem Kolben (4 ) und der Distanzscheibe (16 ) mündet und an die sich in der Neutrallage des Kolbens (4 ) ein Zuström querschnitt zwischen einer radial inneren Dichtlippe (13 ) der Primärdichtung (11 ) und dem Kolben (4 ) anschließt, der mit dem Druckraum (10 ) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzscheibe (16 ) an der Führungshülse (5 ) zentriert ist und dazu ein axial vorstehender Ansatz (18 ) in die Ausnehmung (19 ) der Führungshülse (5 ) eingepasst ist. - Geberzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (
4 ) eine topfartig gestaltete, zum Druckraum (10 ) geschlossene Kolbenschafthülse (25 ) umfasst, in die Halbschalen (26a ,26b ) aus Kunststoff eingesetzt sind. - Geberzylinder nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Halbschalen (
26a ,26b ), die zur formschlüssigen Befestigung eines Kugelkopfs (28 ) der Kolbenstange (29 ) eine kalottenförmige Aufnahme (27 ) bilden. - Geberzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärdichtung (
11 ) derart im Gehäuse (2 ) angeordnet ist, dass sich in der Neutrallage des Kolbens (4 ) zwischen der radial inneren Dichtlippe (13 ) der Primärdichtung (11 ) und dem Kolben (4 ) ein Ringspalt (22 ) bildet, der eine Strömungsverbindung vom Zulaufanschluss (8 ) in den Druckraum (10 ) sicherstellt. - Geberzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (
4 ) an einem druckraumseitigen Endabschnitt mit umfangsverteilt angeordneten Längsnuten (24 ) versehen ist, deren Längserstreckung gleich oder größer einer Wandstärke der Kolbenschafthülse (25 ) ist. - Geberzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (
5 ) zur Erzielung einer gerichteten Einbaulage außenseitig mit einer Längsnut (35 ) versehen ist, in die ein Ansatz (34 ) des Gehäuses (2 ) formschlüssig eingreift. - Geberzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (
5 ) endseitig einen radial nach innen gerichteten Bord (30 ) aufweist, der eine Auszugssicherung für den Kolben (4 ) darstellt. - Geberzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (
5 ) unlösbar durch eine Vibrations- oder Ultraschallschweißung mit dem Gehäuse (2 ) verbunden ist.
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