DE19960602A1 - Elektronisch kommutierter Motor - Google Patents
Elektronisch kommutierter MotorInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen elektronisch kommutierten Motor mit einem mindestens zwei nacheinander bestrombare Wicklungsstränge tragenden Stator und einem Permanentmagnet-Rotor, bei dem die Magnetpole des Stators in Umfangsrichtung in Bereiche mit unterschiedlichen, magnetischen Eigenschaften unterteilt sind und bei dem durch die Bestromungs-Zeitpunkte und/oder die Bestromungs-Dauer der Wicklungsstränge verschiedene Arbeitskennlinien des Motors wählbar sind. Die Anpassung der Arbeitskennlinie in einem durch Variation des Bestromungs-Zeitpunktes und der Bestromungs-Dauer lässt sich mit einem Stator verbesserter Art dadurch erreichen, dass sich die Bereiche bei gleich bleibender Höhe des Luftspaltes in der Größe und/oder Form der zum Permanentmagnet-Rotor hin gerichteten Polflächen unterscheiden.
Description
Die Erfindung betrifft einen elektronisch kommutierten Motor mit einem min
destens zwei nacheinander bestrombare Wicklungsstränge tragenden Stator und
einem Permanentmagnet-Rotor, bei dem die Magnetpole des Stators in Umfangs
richtung in Bereiche mit unterschiedlichen, magnetischen Eigenschaften unter
teilt sind und bei dem durch die Bestromungs-Zeitpunkte und/oder die Bestro
mungs-Dauer der Wicklungsstränge verschiedene Arbeitskennlinien des Motors
wählbar sind.
Ein elektronisch kommutierter Motor dieser Art ist aus der DE 197 25 522.1-42
bekannt. Dabei weisen die zum Rotor gerichteten Polflächen unterschiedliche
Höhen des Luftspaltes auf, um diese unterschiedlichen Arbeitskennlinien durch
Variation der Bestromungs-Zeitpunkte und/oder der Bestromungs-Dauer zu erhal
ten. Bei großen Höhen des Luftspaltes muss dann ein entsprechend höherer
Strom für die Bestromung gewählt werden, um die nötigen Betriebsdaten - Dreh
zahl und/oder Moment - für den Motor zu erhalten.
Darüber hinaus werden die Magnetpole zu ihren Mittelebenen unsymmetrisch,
was sich in mögliche Wickelräume zu beiden Seiten der Magnetpole auswirkt.
Dies beeinträchtigt nicht nur das Bewickeln des Stators, auch der Wickelraum
wird bei gegebener Baugröße des Stators kleiner.
Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einem elektronisch kommutierten Motor der
eingangs erwähnten Art die Anpassung an unterschiedliche Arbeitskennlinien zu
erreichen, ohne die Wickelräume des Stators zu verringern und die Magnetkreise
der einzelnen Bereiche zu sehr zu verschlechtern.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass sich die Bereiche
bei gleich bleibender Höhe des Luftspaltes in der Größe und/oder Form der zum
Permanentmagnet-Rotor hin gerichteten Polflächen unterscheiden.
Bei gleich bleibender Höhe der Luftspalte werden die einzelnen Magnetkreise
zwischen den Magnetpolen des Stators und dem Permanentmagnet-Rotor nicht
zu stark verschlechtert. Durch die Variation der Größe und/oder der Form der
einzelnen Bereiche der Polflächen lassen sich unterschiedliche Arbeitskennlinien
ebenfalls wieder durch Variation der Bestromungs-Zeitpunkte und/oder der Be
stromungs-Dauer einstellen. Das Bewickeln des Stators bleibt jedoch einfacher
gegenüber dem Motor mit Bereichen der Polflächen, die sich in der Höhe der
Luftspalte unterscheiden. Die Wickelbacken können beim Bewickeln des Stators
auf gleicher Höhe der Magnetpole des Stators ansetzen. Die Magnetpole können
zu ihren radialen Mittelebenen zumindest mit ihren die Wickelräume begren
zenden Seiten symmetrisch ausgebildet sein. Dadurch läßt sich der Wickeldraht
einfacher in die Wickelräume einbringen.
Mit der neuen Ausgestaltung des Motors läßt sich eine einfache Anpassung der
Drehzahl bzw. der Leistung des Motors bei einer verlustarmen Bestromung er
reichen. Mit den unterschiedlich wählbaren Arbeitskennlinien läßt sich ein großes
Arbeitsfeld abdecken.
Die Aufteilung der Magnetpole am Stator ist so gewählt, dass die T-förmig aus
gebildeten Magnetpole zu beiden Seiten identische Wickelräume begrenzen und
dass die Wickelräume benachbarter Magnetpole durch Rückflußpole abgeteilt
sind.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die
Bereiche der Polflächen von der Mittelebene der Magnetpole aus über gleiche
Abmessungen in Umfangsrichtung des Stators erstrecken.
Unterschiedliche Größen der Bereiche der Polflächen lassen sich einfach dadurch
erreichen, dass sich ein Bereich über die gesamte axiale Abmessung des Stators,
während sich andere Bereiche nur über einen Teil dieser Abmessung erstrecken.
Dabei ergeben sich zudem noch Variationsmöglichkeiten der Form in der Weise,
dass ein Bereich U-förmig gestaltet ist, wobei Teile der Polfläche den Abschnitt
an den axialen Enden des Stators abschließen oder dass ein Bereich sich nur
über einen mittleren Teil der axialen Abmessung des Magnetpoles erstreckt.
Die Bereiche der Polflächen stehen vorteilhafterweise in einem vorgegebenen
Verhältnis zueinander.
Ist zudem vorgesehen, dass die Bereiche der Polflächen in zwei Richtungen -
axialer Richtung und Umfangsrichtung des Stators - unterschiedlich ausgebildet
sind, dann kann die Kontur der Polfläche in zwei Richtungen variiert werden und
damit eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeitskennlinien erhalten werden, die in
einem großen Arbeitsfeld allein durch die Auswahl zugeordneter Bestromungs-
Zeitpunkte und Bestromungs-Dauern ausgewählt werden können.
Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs
beispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen elektronisch kommutierten Motor mit einem Perma
nentmagnet-Rotor als Außenläufer und einem Stator mit zwei
Wicklungssträngen und acht Magnetpolen,
Fig. 2 die Draufsicht auf einen Magnetpol des Stators und zwei in Größe
und Form abweichenden Bereichen der Polfläche,
Fig. 3 die stirnseitige Ansicht auf den Magnetpol nach Fig. 2,
Fig. 4 und 5
entsprechende Ansichten eines anders ausgelegten Magnetpoles,
Fig. 6 Bestromungsdiagramme der Wicklungsstränge mit Variation des
Bestromungs-Zeitpunktes und der Bestromungs-Dauer,
Fig. 7 die den Bestromungen nach Fig. 6 zugeordneten Arbeitskennlinien,
Fig. 8 ein Diagramm mit dem durch Variation des Bestromungs-Zeit
punktes abdeckbaren Arbeitsfeld und
Fig. 9 ein Diagramm mit dem durch Variation des Bestromungs-Zeit
punktes und der Bestromungs-Dauer abdeckbaren Arbeitsfeld.
In Fig. 1 ist ein elektronisch kommutierter Motor mit einem Permanentmagnet-
Rotor R als Außenläufer und einem Stator ST mit zwei Wicklungssträngen W1
und W2 und acht Magnetpolen MP1, MP2, MP3, MP4 . . . dargestellt. Die Wick
lungsstränge W1 und W2 sind mit Teilwicklungen gegensinnig über um einen
Magnetpol versetzte Magnetpole geführt, wie am Beispiel des Wicklungsstran
ges W1 und den Magnetpolen MP1 und MP3 bzw. dem Wicklungsstrang W2
und den Magnetpolen MP2 und MP4 gezeigt ist. Die Räume zwischen benach
barten Magnetpolen MP1 und MP2 bzw. MP2 und MP3 bzw. MP3 und MP4 . . .
sind durch Rückflußpole RP1, RP2, RP3 . . . abgeteilt, so dass zwischen den
Magnetpolen gleiche Wickelräume WR11 und WR12; W21 und W22; W31 und
W32; W41 und WR42 für alle Magnetpole MP1 bis MP4 gebildet sind. Die
Magnetpole MP1 bis MP4 stehen mit Luftspalten LSP gleicher Höhe zum Rotor
R.
Bezüglich ihrer radialen Mittelebene MP-ME sind die Magnetpole MP1 bis MP4
mit ihren Innenkonturen symmetrisch, so dass das Bewickeln des Stators ST
einfacher wie beim bekannten Motor mit sich in der Höhe veränderten Bereichen
der Polflächen ist.
In den magnetischen Eigenschaften unterschiedliche Bereiche A1 und A2 der
Magnetpole MP1 bis MP4 des Stators ST lassen sich durch Größe und/oder
Form der dem Rotor R zugekehrten Polflächen erreichen, wie an den in Fig. 2
und 3 bzw. Fig. 4 und 5 dargestellten Ansichten zu erkennen ist.
Dabei zeigen die Fig. 2 und 4 Ansichten auf die Polfläche eines Magnetpoles MP
und die Fig. 3 und 5 die Ansichten auf die Stirnseite eines Magnetpoles MP. In
den Ausführungsbeispielen ist vorausgesetzt, dass sich die Bereiche A1 und A2,
bezogen auf die radiale Magnetpol-Mittelebene MP-ME, über dieselbe Abmes
sung in Umfangsrichtung des Stators ST erstrecken. Der Bereich A1 bildet in
Fig. 2 und 4 eine rechteckförmige Polfläche PF1 mit der Größe A1 × SB, wobei
mit SB die axiale Abmessung des Magnetpoles MP gegeben ist. Fig. 3 läßt deut
lich erkennen, dass dadurch die für das Bewickeln des Stators ST wesentliche
Innenkontur des Magnetpoles MP unverändert symmetrisch ausgelegt werden
kann, um beidseitig in gleicher Art Wickelräume WR11 und WR12 zu begren
zen, wenn MP1 der Magnetpol MP ist. Der Bereich A2 des Magnetpoles MP ist
durch eine Ausnehmung L in der Polfläche PF2 reduziert und zwar um eine Teil
fläche a × b. Die Teile T1 und T2 der Polfläche PF2 sind dabei an die axialen
Enden des Stators ST gelegt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 und 5 ist der Bereich A1 identisch wie
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 ausgelegt. Der in der Form und
Größe abweisende Bereich A2 ergibt mit dem mittleren Teil To eine Polfläche
PF2 die durch (A2 × SB) - 2(cxd) gegeben ist, da das Teil To mittig in der Ab
messung SB angeordnet ist.
Mit den Polflächen PF1 und PF2 bzw. PF3 lassen sich bei entsprechend ein
setzender Bestromung zwei Arbeitskennlinien festlegen. Eine dritte Arbeits
kennlinie ergibt sich dann, wenn sich die Dauer der Bestromung über beide
Abschnitte A1 und A2 erstreckt.
Fig. 6 zeigt in einem Bestromungs-Diagramm diese Abhängigkeiten. Werden die
Wicklungsstränge W1 und W2 mit der Bestromung nach / beaufschlagt und
zwar im Zeitpunkt bei dem die größere Polfläche PF1 wirksam ist, dann ergeben
sich die mit n1 und l1 gekennzeichneten Kennlinien der Fig. 7. Wird der
Bestromungs-Zeitpunkt so verschoben, dass bei der Bestromung // die kleinere
Polfläche PF2 und PF3 wirksam ist, dann ergeben sich die mit n2 und l2
bezeichneten Kennlinien nach Fig. 7. Schließlich kann, wie die Bestromung nach
/// zeigt, die Bestromungs-Dauer so vergrößert werden, dass sie die Wirksamkeit
bei den Polflächen PF1 und PF2 bzw. PF1 und PF3 umfaßt, dann ergeben sich
die Kennlinien n3 und l3 nach Fig. 6. Die dazu gehörigen Momente M1, M2 und
Mg des Motors sind im unteren Teil der Fig. 7 abzulesen, wenn nach /// bestromt
wird.
Die Kennlinien n1, l1; n2, l2 und n3, l3 sind in die Fig. 8 und 9 übernommen. Wird
nur der Bestromungs-Zeitpunkt der Wicklungsstränge zwischen / und // nach Fig.
6 verändert, dann läßt sich eine Anpassung des Arbeitsfeldes über den in Fig. 8
schraffierten Bereich zwischen den Kennlinien n1 und n2 vornehmen. Wird dage
gen auch noch die Variation der Bestromungs-Dauer nach /// mit einbezogen,
dann läßt sich das Arbeitsfeld im schraffierten Bereich nach Fig. 9 anpassen.
Das abdeckbare Arbeitsfeld ist dann durch die Kennlinien n1, n2 und n3 vorge
geben.
Der Vorteil der gleichbleibenden Höhe des Luftspaltes zwischen Rotor und Stator
liegt auch in den magnetischen Eigenschaften des Motors, die bei der Variation
des Bestromungseinsatzes und der Bestromungsdauer zur Anpasung der Abga
beleistung ausgenutzt werden kann. Durch relativ niedrige Ströme bei kleiner
Abgabeleistung halten sich die Taktverluste in zulässigen Grenzen. Bei hohen
Abgabeleistungen kann bei überlappender Bestromung zweier Phasen die Dreh
momentwelligkeit so gering wie möglich gehalten werden.
Claims (9)
1. Elektronisch kommutierter Motor mit einem mindestens zwei nachein
ander bestrombare Wicklungsstränge tragenden Stator und einem Per
manentmagnet-Rotor, bei dem die Magnetpole des Stators in Umfangs
richtung in Bereiche mit unterschiedlichen, magnetischen Eigenschaften
unterteilt sind und bei dem durch die Bestromungs-Zeitpunkte und/oder
die Bestromungs-Dauer der Wicklungsstränge verschiedene Arbeitskenn
linien des Motors wählbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Bereiche (A1, A2) bei gleich bleibender Höhe des Luftspaltes
(LSP) in der Größe und/oder Form der zum Permanentmagnet-Rotor (R)
hin gerichteten Polflächen (PF1, PF2 bzw. PF3) unterscheiden.
2. Elektronisch kommutierter Motor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die T-förmig ausgebildeten Magnetpole (MP1, MP2, MP3, MP4) zu
beiden Seiten identische Wickelräume (WR11 und WR12 bzw. W21 und
W22) begrenzen.
3. Elektronisch kommutierter Motor nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wickelräume (WR12, W21 bzw. W22, W31 bzw. W32, W41)
benachbarter Magnetpole (MP1, MP2; MP2, MP3; MP3, MP4) durch Rück
flußpole (RP1, RP2, RP3) abgeteilt sind.
4. Elektronisch kommutierter Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Bereiche (A1, A2) der Polflächen (PF1, PF2, PF3) von der
Mittelebene (MP-ME) der Magnetpole (MP) aus über gleiche Abmessungen
in Umfangrichtung des Stators (ST) erstrecken.
5. Elektronisch kommutierter Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich ein Bereich (z. B. A1) über die gesamte axiale Abmessung (SB)
des Stators (ST), während sich andere Bereiche (z. B. A2) nur über einen
Teil diese Abmessung (SB) erstrecken.
6. Elektronisch kommutierter Motor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Bereich (z. B. A2) U-förmig gestaltet ist, wobei Teile (T1, T2) der
Polfläche (PF2) den Abschnitt (A2) an den axialen Enden des Stators (ST)
abschließen.
7. Elektronisch kommutierter Motor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Bereich (A2) sich nur über einen mittleren Teil (To) der axialen
Abmessung (SB) des Magnetpoles (MP) erstreckt.
8. Elektronisch kommutierter Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Größen der Polflächen (PF1, PF2, PF3) in einem vorgegebenen
Verhältnis zueinander stehen.
9. Elektronisch kommutierter Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bereiche (A1, A2) der Polflächen (PF1, PF2 bzw. PF3) in zwei
Richtungen - axialer Richtung und Umfangsrichtung des Stators - unter
schiedlich ausgebildet sind.
Priority Applications (2)
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| DE1999160602 DE19960602A1 (de) | 1999-12-16 | 1999-12-16 | Elektronisch kommutierter Motor |
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Family Applications (1)
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| WO (1) | WO2001045236A1 (de) |
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