DE19958352A1 - Kettenwirkmaschine mit Fadenschar-Spannungsausgleichsvorrichtung - Google Patents
Kettenwirkmaschine mit Fadenschar-SpannungsausgleichsvorrichtungInfo
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Abstract
Eine Kettenwirkmaschine mit Fadenschar-Spannungsausgleichsvorrichtung (14) weist eine zwischen Kettbaum und Legenadeln angeordnete, elastisch nachgebende Leitschiene (19) auf. Die Leitschiene (19) ist über Stützelemente (20) auf mindestens einem Gaskissen (16) abgestützt. Dies ergibt eine massearme und daher rasch reagierende Spannungsausgleichsvorrichtung, die auch für hohe Maschinendrehzahlen geeignet ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kettenwirkmaschine
mit Fadenschar-Spannungsausgleichsvorrichtung, die eine
zwischen Kettbaum und Legenadeln angeordnete, elastisch
nachgebende Leitschiene aufweist.
Eine solche Kettenwirkmaschine ist aus US 2 637 184 be
kannt. Bei ihr ist die Leitschiene über eine Anzahl von
im abstand angeordneten federnden Armen an einer
Tragstange befestigt. Die auf der Leitschiene auflie
gende oder auf ihr umgelenkte Fadenschar wird während
des Maschenbildungsvorgangs gespannt gehalten, auch
wenn der Fadenverbrauch von der Fadeneinlaufgeschwin
digkeit abweicht. Insbesondere beim Maschenabschlagen
tritt eine plötzliche Freigabe eines Fadenabschnitts
auf. Dies führt, insbesondere bei hoher Fadeneinlaufge
schwindigkeit und/oder hoher Betriebsgeschwindigkeit zu
Markierungen in der fertigen Ware, den sogenannten
"Wasserflecken".
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ketten
wirkmaschine der eingangs genannten Art anzugeben, die
auch bei hohen Betriebsgeschwindigkeiten und/oder hohen
Fadeneinlaufgeschwindigkeiten eine einwandfreie Ware
erzeugt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Leitschiene über Stützelemente auf mindestens einem
Gaskissen abgestützt ist.
Bei dieser Konstruktion beschränkt sich die bei der
Ausgleichsbewegung bewegte Masse auf die Leitschiene,
die Stützelemente und einen kleinen Teil der Gaskissen
hülle. Infolgedessen vermag die Leitschiene den gefor
derten Ausgleichsbewegungen außerordentlich rasch zu
folgen. Des weiteren kann man durch Wahl des Gaskissen-
Innendrucks eine gute Anpassung an die jeweiligen Gege
benheiten vornehmen.
Besonders günstig ist es, daß ein schlauchartiges Gas
kissen im Inneren eines Schutzrohrs angeordnet ist, das
in seiner Wand Öffnungen für den Durchtritt der Stütze
lemente aufweist. Das Schutzrohr erlaubt es, verhält
nismäßig hohe Gaskissen-Innendrücke anzuwenden, wie
dies für viele Anwendungszwecke von Vorteil ist. Außer
dem ergibt sich eine sehr kompakte Lösung.
Ferner ist es empfehlenswert, daß das Schutzrohr ein am
Maschinengestell befestigtes Tragrohr ist. Die hierbei
genutzte Doppelfunktion erlaubt es, die Fadenschar-
Spannungsausgleichsvorrichtung noch kompakter zu ge
stalten.
Von Vorteil ist es auch, daß zwischen Gaskissenhülle
und Schutzrohrwand eine Abdeckung für frei liegende
Teile der Öffnungen vorgesehen ist. Hierdurch wird ver
hindert, daß Teile der Gaskissenhülle durch die Öffnun
gen nach außen gedrängt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dafür ge
sorgt, daß die Stützelemente an einem Ende einen Stütz
fuß und am anderem Ende eine Kupplungsfläche zur Ver
bindung mit der Leitschiene und dazwischen einen Mit
telabschnitt kleineren Querschnitts zum Durchtritt
durch die Öffnung aufweist. Dies führt zu massearmen
Stützelementen, insbesondere wenn der Mittelabschnitt
Bolzenform hat und der Querschnitt der beiden Endab
schnitte nur geringfügig über denjenigen des Bolzens
hinausgeht.
Mit Vorteil ist das Gaskissen mit Luft gefüllt. Es be
darf daher keines Spezialgases.
Günstig ist es, daß das Gaskissen mit einem Ventil zum
Füllen und Entleeren versehen ist. Das Ventil erlaubt
es, den Innendruck des Gaskissens zu ändern. Dies kann
sogar während des Betriebs erfolgen.
Hierfür ist es zweckmäßig, daß das Ventil an einem Ende
des Schutzrohrs angeordnet ist. Ein so angeordnetes
Ventil ist sogar während des Betriebs gut zugänglich.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbei
spiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Teildarstellung einer Kettenwirkmaschine
und
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Fadenschar-Spannungs
ausgleichsvorrichtung in räumlicher Darstel
lung, teilweise im Schnitt.
Die in Fig. 1 veranschaulichte Kettenwirkmaschine be
sitzt einen Wirkarbeitsbereich 1, dem Fäden 2 und 3 von
Kettbäumen 4 bzw. 5 zugeführt werden, und von dem die
fertige Ware 6 abgeführt wird. Die Kettenwirkmaschine
besitzt eine Legebarre 7 mit Legenadeln 8 und eine Le
gebarre 9 mit Legenadeln 10. Zwischen dem Kettbaum 4
und den Legenadeln 8 werden die Fäden 2 über ein fest
stehendes Umlenkrohr 11 und eine Fadenschar-Spannungs
ausgleichsvorrichtung 12 geführt. Zwischen dem Kettbaum
5 und den Legenadeln 10 werden die Fäden 3 über ein
feststehendes Umlenkrohr 13 und eine Fadenschar-Span
nungsausgleichsvorrichtung 14 geführt.
Die Fadenschar-Spannungsausgleichsvorrichtung 14 hat
den in Fig. 2 veranschaulichten Aufbau.
Im Innern eines auch als Tragrohr dienenden Schutzrohrs
15, das zumindest an seinen Enden mit dem Maschinenge
stell verbunden ist, befindet sich ein Gaskissen 16,
dessen Innenraum 17 mit Luft gefüllt ist, deren Druck
über dem Umgebungsdruck liegt. Das Gaskissen 16 weist
eine schlauchförmige Hülle 18 auf, die unter dem Ein
fluß der eingeschlossenen Luft gegen die innere Um
fangsfläche des Schutzrohrs gedrückt ist.
Eine Leitschiene 19 ist über Stützelemente 20 auf dem
Gaskissen 16 abgestützt. Zu diesem Zweck sind im Umfang
des Schutzrohres 15 Öffnungen 21 vorgesehen, hier in
der Form eines Längsschlitzes. Durch diese Öffnungen 21
ragt der bolzenförmige Mittelabschnitt 22 der Stützele
mente 20 hindurch. Am inneren Ende des Mittelabschnitts
befindet sich ein Stützfuß 23, der auf der Gaskissen
hülle direkt oder indirekt aufliegt oder mit ihr ver
bunden ist. Am äußeren Ende gibt es eine Kupplungsflä
che 24, die fest oder lösbar mit der Leitschiene 19
verbunden werden kann. Beispielsweise befindet sich die
Kupplungsfläche 24 auf einem Profilkopf, der auf den
bolzenförmigen Mittelabschnitt 22 aufgeschraubt wird
und über den dann die mit Hohlprofil versehene Leit
schiene 19 geschoben wird. Der Querschnitt des Mit
telabschnitts 22 ist kleiner als derjenige des Stützfu
ßes 23 und der Kupplungsfläche 24.
Damit die Hülle 18 des Gaskissens 16 nicht durch die
Öffnungen 21 nach außen dringt, ist eine Abdeckung 25
vorgesehen, hier in der Form einer halbzylindrischen
Schale.
An einem Ende des Schutzrohres 15 ist ein Ventil 26
vorgesehen, über das - ähnlich wie bei einem Autorei
fenventil - Luft in den Innenraum 17 eingeführt oder
aus ihm abgeführt werden kann. Auf diese Weise kann das
Elastizitätsverhalten des Gaskissens den Gegebenheiten
angepaßt werden, was auch bei laufender Maschine ge
schehen kann.
Wenn im Betrieb eine Fadenschar über die Leitschiene 19
geführt und dabei umgelenkt wird, ergibt sich eine
Kraftkomponente in Radialrichtung, durch die die Leit
schiene 19 gegen die Kraft des Gaskissens einwärts ge
drückt wird. Bei einer Entspannung, wie sie bei dem Ab
schlagen der Masche auftritt, drückt der Gasdruck die
Leitschiene 19 wieder nach außen, so daß die Fäden der
Schar immer ausreichend gespannt bleiben. Die Geschwin
digkeit ist dabei so hoch, daß die Fadenschar auch bei
unterschiedlichem Fadenverbrauch und hohen Maschinendrehzahlen
immer auf der Leitschiene 19 aufliegt. Damit
ist die Voraussetzung für ein einwandfreies Warenbild
geschaffen, welches bei sehr hohen Maschinendrehzahlen
und ungünstigen Legungsvarianten bisher kaum erreicht
werden konnte.
Von der dargestellten Ausführungsform kann in vielfa
cher Hinsicht abgewichen werden, ohne den Grundgedanken
der Erfindung zu verlassen. So können die schlitzförmi
gen Öffnungen 21 auch durch Einzelbohrungen ersetzt
werden. Die Stützelemente 22 können auch eine gewisse
Erstreckung in Richtung der Rohrachse haben.
Claims (8)
1. Kettenwirkmaschine mit Fadenschar-Spannungsaus
gleichsvorrichtung, die eine zwischen Kettbaum und
Legenadeln angeordnete, elastisch nachgebende Leit
schiene aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leitschiene (19) über Stützelemente (20) auf min
destens einem Gaskissen (16) abgestützt ist.
2. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein schlauchartiges Gaskissen (16) im
Inneren eines Schutzrohrs (15) angeordnet ist, das
in seiner Wand Öffnungen (21) für den Durchtritt
der Stützelemente (20) aufweist.
3. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Schutzrohr (15) ein am Maschinen
gestell befestigtes Tragrohr ist.
4. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen Gaskissenhülle (18)
und Schutzrohrwand eine Abdeckung (25) für frei
liegende Teile der Öffnungen (21) vorgesehen ist.
5. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente
(20) an einem Ende einen Stützfuß (22) und am ande
rem Ende eine Kupplungsfläche (24) zur Verbindung
mit der Leitschiene (19) und dazwischen einen Mit
telabschnitt (22) kleineren Querschnitts zum Durch
tritt durch die Öffnung (21) aufweist.
6. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gaskissen (16)
mit Luft gefüllt ist.
7. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gaskissen (16)
mit einem Ventil (26) zum Füllen und Entleeren ver
sehen ist.
8. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (26) an
einem Ende des Schutzrohrs (15) angeordnet ist.
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