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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine und
insbesondere das Zuführen von Faden zu der Maschine, um
röhrenförmige Strickwaren, wie Socken oder Strümpfe,
herzustellen, und sie betrifft eine Einrichtung zur Positionierung der
Zuführfäden an den Nadelhaltern der aktiven Nadeln einer
Doppelzylindermaschine.
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EP-A-0073745, DE-A-1560930 und GB-A-613 596
offenbaren Beispiele von verschiedenen herkömmlichen Faden-
Zuführeinrichtungen für Strickmaschinen.
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Doppelzylinder-Rundstrickmaschinen umfassen im allgemeinen im
wesentlichen zwei koaxial rotierende Zylinder, welche beide an
ihrer äußeren Zylinderoberfläche mit jeweils vielfachen
Längsschlitzen ausgestattet sind.
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Die jeweiligen Nadeln werden in Schlitzen geführt und bilden
durch Kooperieren mit der Kulierplatine während ihres
vertikalen Hubs die Strickmasche.
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Die Schlitze der Zylinder sind in der Anzahl gleich den
Nadeln, die in ihnen mit einer reziproken vertikalen Bewegung
gleiten und zwischen den zwei Zylindern ausgetauscht werden:
Um Strümpfe herzustellen, kann es im allgemeinen bis zu
ungefähr 400 Schlitze pro Zylinder geben, wohingegen für die
Herstellung von Herrensocken die Zahl der Nadeln im allgemeinen
zwischen 84 und 280 liegt.
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Die Nadeln werden in ihrer reziproken vertikalen Bewegung und
festgelegten Winkelpositionen und an den größten Höhen ihrer
Hübe mit Bezug auf den Zylinder, auf welchem sie angeordnet
sind, durch Zuführstationen, welche die Nadeln jedesmal mit
dem Zuführfaden, der in dem Strickteil, das hergestellt wird,
gestrickt werden muß, bereitstellen, in dieser speziellen
Strickreihe und in dieser speziellen Winkelposition zugeführt:
Jedesmal wenn die Zuführung sich ändert, ist es notwendig, den
vorherigen Zuführfaden mit dem Faden, der die neue Zuführung
ausmacht, zu ersetzen.
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Jeder Zuführfaden wird durch einen Fadenführer, welcher den
Faden von einer Spule wegnimmt, angeliefert: Die verschiedenen
Fadenführer sind in gegenseitig verschiedenen Höhen und/oder
radialen Abständen angeordnet, so daß sich ihre Bahnen nicht
gegenseitig überlagern, und so daß ein Fadenführer seinen
Faden bewegen kann, um zu stricken ohne einen weiteren
Fadenführer davon abzuhalten, seinen Faden vom Stricken zu entfernen.
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In Betätigungseinrichtungen für Fadenführer, welche oft
Kurbel-Stangen-Systeme, wie zum Beispiel in Fig. 1 gezeigt wird
und mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet wird, umfassen,
verfolgt das Ende des Fadenführers für gewöhnlich eine spezielle,
üblicherweise gekrümmte Bahn, welche immer dieselbe ist, um
ihn von einer inaktiven Position A in eine Position B, in
welcher er den Faden nahe dem Zylinder plaziert, und umgekehrt zu
bewegen: In herkömmlichen Einrichtungen gibt es den Nachteil,
daß jeder Fadenführer seinen Faden nur in einer vorher
eingestellten Bahnposition der Nadeln positionieren kann, wodurch
eine gewisse Steifigkeit in der Textilproduktion verursacht
wird.
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Um erhöhte Freiheit beim Stricken und höhere Zuverlässigkeit
zu erreichen, wäre es stattdessen nützlich, dazu imstande zu
sein, innerhalb eines bestimmten Bereiches, zum Beispiel 10-
20 Nadelstiche, den Punkt zu verändern, bei dem der neue Faden
positioniert wird: Diese Möglichkeit wird insbesondere mit
Bezug auf die Produktion von Sportsocken für das Zuführen von
elastischem Garn und für den Anfangsfaden für jede neue Socke
sehr wichtig.
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Insbesondere mit Bezug auf die gewöhnliche Bahn, die das Ende
des Fadenführers von einer eingefahren inaktiven Position A zu
der vorgeschobenen Position B zum Positionieren des Fadens
nahe dem Zylinder bewegt, um den Anfangsfaden der Strickröhre
zuzuführen, muß das Ende des Fadenführers zu einer noch weiter
vorgeschobenen Position C sich bewegen und dann zu der
her
kömmlichen vorgeschobenen Position B sich bewegen und
nachfolgend der üblichen Bahn folgen: Um den elastischen Faden
zuzuführen, muß der Fadenführer stattdessen zuerst den Faden in B
positionieren und dann in eine Position D bewegen, die mit
Bezug auf B eingefahren ist.
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Derzeit benutzte Einrichtungen, die diese Anforderung
erfüllen, sind bei einigen Lösungen (in welchen der gesamte
Fadenführer-Zusammenbau parallel zu sich selbst bewegt,
insbesondere voluminös, wohingegen andere Lösungen, die auf den
beweglichen Endarm des Fadenführers wirken, als zum Blockieren und zu
Fehlfunktionen neigend erkannt worden sind.
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Das prinzipielle Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die
obenerwähnten Nachteile der bekannten Vorrichtungen aus dem
Weg zu räumen, das heißt, eine Einrichtung zur Positionierung
von Fadenführern in einer Rundstrickmaschine an auswählbaren
Punkten bereitzustellen, die mit Bezug auf die herkömmliche
Position entsprechend den Erfordernissen weiter vorgeschoben
oder weiter eingefahren sind, welche sehr kompakt und
zuverlässig ist und nicht zum Blockieren neigt.
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Innerhalb dieses Zielbereichs ist es eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung einen Aufbau zu liefern, der einfach ist,
relativ einfach zu praktizieren ist, sicher im Gebrauch ist,
effektiv bei Betrieb, und relativ billig ist.
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Dieses Ziel und diese Aufgabe werden zusammen durch die
vorliegende Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern an
auswählbaren Punkten in einer Rundstrickmaschine erreicht,
welche eine Einheit um den Fadenführer näher oder weiter weg
zu bewegen umfaßt, wobei die Einheit durch ein Stangen-Kurbel-
System gebildet wird, in welchem ein Zwischenbereich der
Stange so geführt wird, daß sie in bezug zu einem festen Schieber
gleiten kann, und das Ende der Stange, das den Fadenführer
trägt, angepaßt ist, sich entlang einer gekrümmten Bahn von
einer entfernten inaktiven Lage in eine vorgeschobene
faden
übergebende Lage zu bewegen, wenn die Kurbel angetrieben wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit mit Elementen versehen
ist zum gelenkigen Anbringen an einem festen Rahmen entlang
einer im wesentlichen zur Achse der Kurbel parallelen Achse,
und daß elastische Rückholmittel und Winkel-Abstandsmittel
zwischen der Einheit und dem Rahmen angeordnet sind und
selektiv angetrieben werden können, um den Punkt, an dem der Faden
positioniert wird, an unterschiedliche Orte zu bewegen.
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Weitere Merkmale werden aus der detaillierten Beschreibung
einer bevorzugten jedoch nicht ausschließenden Ausführungsform
einer Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern an
auswählbare Punkte in einer Rundstrickmaschine entsprechend der
Erfindung offensichtlich und deutlich werden, welche nur mit
Hilfe eines nichteinschränkenden Beispiels in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt wird, wobei:
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Fig. 1 eine teilweise Schnittdraufsicht einer
Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern in
einer Rundstrickmaschine ist;
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Fig. 2 eine teilweise Schnittdraufsicht einer
Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern an
auswählbaren Punkten in einer Rundstrickmaschine
ist;
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Fig. 3 eine teilweise Schnittdraufsicht einer weiteren
Ausführungsform der Einrichtung von Fig. 2
ist;
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Fig. 4 eine Schnittvorderansicht einer Einrichtung zum
Positionieren von Fadenführern an auswählbaren
Punkten in einer Rundstrickmaschine ist.
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Insbesondere mit Bezug auf die obigen Figuren bezeichnet das
Bezugszeichen 1 im allgemeinen eine Einrichtung zum
Positionieren von Fadenführern an auswählbaren Punkten in einer
Rund
strickmaschine entsprechend der Erfindung.
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Die Vorrichtung 1 umfaßt eine herkömmliche Einheit 2, um den
Fadenführer näher oder weiter weg zu bewegen, welche aus einer
plattenähnlichen Tragevorrichtung 3 aufgebaut ist, in welcher
ein Achszapfen 4a drehbar befestigt ist; ein Ende einer Kurbel
4 ist an dem Drehzapfen befestigt, und die Kurbel hat an ihrem
anderen Ende einen Drehzapfen 5, mit welchem ein Ende einer
Stange 6 gelenkig angebracht ist; die Stange 6 bildet einen
stumpfen Winkel 7 und hat an ihrem anderen Ende Greifklemmen 8
für einen Fadenführer 9; in einem Zwischenbereich hat die
Stange einen Längsschlitz 10, welcher gleitbar mit Bezug auf
einen festen Schieber, der aus einem Knopf 11, der innerhalb
gleiten kann und fixiert ist, mit Hilfe einer Kupplung, die
durch ein Spaltloch 12 und einem Sperrbolzen 13 angeordnet
ist, zu dem Ende eines Armes 14 geführt wird, der fest durch
Anziehen der Schraube 15 mit der Tragevorrichtung 3 in einer
winkligen einstellbaren Position verbunden wird: Durch
Verändern der Länge des Armes 14 und seiner Winkelposition mit
Bezug auf die Tragevorrichtung 3 ist es möglich, die Bahn, die
durch den Fadenführer verfolgt wird, wenn die Kurbel 4
betätigt wird, zu verändern.
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In den verschiedenen Figuren beziehen sich die Symbole a, b,
c, d, e, und f auf die Positionen, die normalerweise von dem
Fadenführer eingenommen werden, und a', b', c', d', e', f'
beziehen sich auf auswählbare Positionen: Es wird deutlich
gezeigt, daß die Bahnen entsprechend der Länge und der
Position des Armes 14 verschieden sind.
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Wenn die Kurbel 4 betätigt wird, paßt sich der Fadenführer an,
entlang einer gekrümmten Bahn von einer entfernten inaktiven
Lage A zu einer vorgeschobenen fadenübergebende Lage B zu
folgen.
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Die Tragevorrichtung 3 hat entlang ihrer Kante ein Gewindeloch
16 zum Einschrauben von mindestens einem Bolzen 16a, um sie
zum Beispiel mit einer Stutzklammer 17, die direkt mit einem
festen Verankerungspunkt F verbunden werden kann, zu fixieren,
wenn die Möglichkeit des Auswählens des Positionierungspunktes
des Fadenführers nicht erforderlich ist.
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Wenn der Positionierungspunkt auswählbar sein muß, so kann ein
Bolzen 16a in das Loch 16 eingeschraubt werden: Der Bolzen 16a
befestigt ein L-geformtes Element 18, an welchem ein Rahmen 20
gelenkig angebracht ist, mit Hilfe eines
Bolzen-Mutter-Zusammenbaus 19 entlang einer Achse, die im wesentlichen parallel
zu der Achse der Kurbel 4 ist: Der Rahmen 20 kann fest mit
Hilfe eines Bolzens 32 mit dem festen Verankerungspunkt F
verbunden sein; ein Gewindestift 21 ist steif mit der
Tragevorrichtung 3 verbunden und ein Gewindestift 22 ist steif mit dem
Rahmen 20 verbunden, und eine Spiralzugfeder 23 wird zwischen
den Stiften gedehnt und ist dafür geeignet, die
Tragevorrichtung 3 und den Rahmen 20 zueinander unter Zug zu halten.
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Zwei parallele Gewindelöcher werden hochkantig in dem Rahmen
20 an den zwei Seiten des Bolzens 19 angeordnet, und zwei
Bolzen 24 und 25 können darin eingeschraubt werden; die Bolzen
stellen die Hubgrenze für die Bewegung der Tragevorrichtung 3
in Richtung beziehungsweise weg von dem Rahmen 20 ein;
jeweilige Sperrmuttern 26 sind auf die Bolzen 24 und 25
aufgeschraubt.
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Der zylindrische Sitz 27 für das hermetische Gleiten eines
Kolbens 28 ist hochkant an einer mittleren Position des
Rahmens 20 gebildet; der Kolben 28 ist dafür gedacht, den
Winkelabstand der Tragevorrichtung 3 zu dem Rahmen 20 herzustellen;
der Sitz 27 ist mit einer Röhrenleitung 29 zum Einspeisen von
Druckluft oder Öl verbunden, und der Kolben 28 ist mit einem
Stab 30 verlängert, auf welchem eine ringförmige Dichtung 31
zentriert ist.
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Fig. 2 stellt eine Einrichtung dar, in welcher durch Liefern
von Druck an 27 der Kolben 28 den Fadenführer auswählt, so daß
er sich in eine vorgeschobene Position C mit Bezug auf die
Position B bewegt, welche er erreicht, wenn der Kolben inaktiv
ist; Fig. 3 stellt stattdessen eine Einrichtung dar, in
welcher durch Entfernen des Drucks von 27 der Kolben 28 den
Fadenführer auswählt, so daß er sich in eine Position D bewegt,
welche mit Bezug auf die Position B, die er erreicht, wenn der
Kolben inaktiv ist, eingefahren ist.
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Es ist somit gezeigt worden, daß die Erfindung das
beabsichtigte Ziel und die Aufgabe erreicht.
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Die somit erdachte Erfindung wird für zahlreiche
Modifikationen und Veränderungen zugelassen, wovon alle innerhalb des
Umfanges des Erfindungskonzeptes sind.
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Alle Details können zudem durch andere technische Äquivalente
ersetzt werden.
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In der Praxis können die verwendeten Materialien als auch die
Formen und Dimensionen irgendwelche entsprechend den
Anforderungen sein, ohne dadurch den Schutzumfang der Ansprüche, die
folgen, zu verlassen.
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Dort, wo technische Merkmale, die in irgendeinem Anspruch
erwähnt werden, von Bezugszeichen gefolgt werden, sind solche
Bezugszeichen für den einzigen Zweck des Erhöhens der
Verständlichkeit der Ansprüche eingefügt worden, und
dementsprechend haben solche Bezugszeichen keine Einschränkungseffekt
auf die Interpretation von jedem Element, das mit Hilfe von
Beispielen durch solche Bezugszeichen identifiziert wird.