DE19958926A1 - Verfahren zur Herstellung von Thienopyrimidinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I DOLLAR F1 Dabei wird ein 2-Aminobenzothiophen-3-carbonsäureester der Formel II DOLLAR F2 mit einem Nitril der Formel III DOLLAR A NXIC-R¶1¶ DOLLAR A in einem Lösungsmittel in Lösung oder Suspension in Gegenwart einer Säure umgesetzt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der
Formel I
wobei R1 steht für
einen linearen oder verzweigten Alkylenrest mit 1 bis 10 Kohlenstoff atomen, worin eine oder zwei CH2-Gruppen durch -CH=CH-Gruppen ersetzt sein können, oder
einen Cycloalkyl- oder Cycloalkylenrest mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, oder
einen Phenyl- oder Phenylmethylrest,
und die genannten Reste einfach durch -COOH, -COOA, -CONH2, -CONHA, -CON(A)2 oder -CN substituiert sind, wobei A steht für eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 C-Atomen.
einen linearen oder verzweigten Alkylenrest mit 1 bis 10 Kohlenstoff atomen, worin eine oder zwei CH2-Gruppen durch -CH=CH-Gruppen ersetzt sein können, oder
einen Cycloalkyl- oder Cycloalkylenrest mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, oder
einen Phenyl- oder Phenylmethylrest,
und die genannten Reste einfach durch -COOH, -COOA, -CONH2, -CONHA, -CON(A)2 oder -CN substituiert sind, wobei A steht für eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 C-Atomen.
Verbindungen der Formel I stellen einen leistungsfähigen Ausgangspunkt für die
Synthese von Arzneimitteln dar, da mit der Carbonylgruppe des Pyrimidins die
Möglichkeit einer Anknüpfung verschiedener Reste zur Verfügung steht, wodurch
der Weg für die Synthese neuartiger Arzneistoffe geöffnet wird, deren
Eigenschaften durch eine Variation der anzuknüpfenden Gruppe modifiziert
werden können.
Arzneistoffe, die das Heterozyklensystem von Verbindungen der Formel I
enthalten, werden beispielsweise in der DE-198 19 023 A1 beschrieben. Diese
Verbindungen und ihre Salze zeigen eine gute Verträglichkeit und besitzen sehr
wertvolle pharmakologische Eigenschaften. Insbesondere zeigen sie eine
spezifische Inhibierung der cGMP-Phosphodiesterase (PDE V). Die
Verbindungen eignen sich daher zur Behandlung von Erkrankungen des Herz-
Kreislaufsystems, insbesondere der Herzinsuffizienz und zur Behandlung
und/oder Therapie von Potenzstörungen (erektile Dysfunktion).
Für eine breite Anwendung dieser Arzneistoffe ist es erforderlich, daß geeignete
Ausgangsverbindungen in ausreichenden Mengen zur Verfügung gestellt werden
können. Wegen der strengen Anforderungen an die Reinheit der Arzneistoffe
sollten diese mit großer Reinheit anfallen. Ferner sollte die Reaktion in hoher
Ausbeute verlaufen, um die Kosten niedrig zu halten und Probleme mit der
Abfallbeseitigung zu vermeiden.
In Houben-Weyl, E9b/2, Seite 29 bis 30 wird die Herstellung von 2-substituierten
Chinazolin-4(3H)-onen beschrieben. Dabei werden Anthranilsäure- oder
Anthranilsäureester mit Nitrilen umgesetzt.
K. G. Dave et al. beschreiben in J. Heterocyclic Chem. 17, 1497 (1980) ein
Verfahren zur Herstellung kondensierter Pyrimidine. Unter anderem wird auch die
Synthese von Benzothieno[3,2-d]pyrimidinen sowie von substiuierten 4-Ethoxy-
5,6,7,8-tetrahydrobenzoe[b]thieno[2,3-d]pyrimidinen beschrieben.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellungen von Verbindungen
der Formel I zur Verfügung zu stellen, das einfach durchzuführen ist und daß die
Verbindung der Formel I mit guten Ausbeuten und in hoher Reinheit zur
Verfügung stellt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung von
Verbindungen der Formel I, wobei ein 2-Aminobenzothienophen-3-
carbonsäureester der Formel II
in der R2 steht für eine linear oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6
Kohlenstoffatomen, insbesondere Methyl, und ein Nitril der Formel III
N∼C-R1 III
in der R1 die oben angegebene Bedeutung hat, in einem Lösungsmittel in Lösung
oder Suspension in Gegenwart einer Säure umgesetzt werden.
Als Rest R2 des Carbonsäureesters der Formel II wird vorzugsweise Methyl, Ethyl
oder Propyl, weiterhin bevorzugt Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl oder tert.-
Butyl, aber auch n-Pentyl, Neopentyl, Isopentyl oder Hexyl verwendet. Für den
Rest R1 des Nitrils der Formel III können lineare oder verzweigte Alkylenreste
mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen verwendet werden, worin eine oder zwei CH2-
Gruppen durch -CH=CH-Gruppen ersetzt sein können. Als Alkylenrest wird
vorzugsweise zum Beispiel Methylen, Ethylen, Propylen, Isopropylen, Butylea
Isobutylen, sek.-Butylen, Pentylen, 1-, 2- oder 3-Methylbutylen, 1,1-, 1,2- oder
2,2-Dimethylpropylen, 1-Ethylpropylen, Hexylen, 1-, 2-, 3- oder 4-
Methylpentylen, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 2,2-, 2,3- oder 3,3-Dimethylbutylen, 1- oder 2-
Ethylbutylen, 1-Ethyl-1-methylpropylen, 1-Ethyl-3-methylpropylen, 1,1,2- oder
1,2,2-Trimethylpropylen, lineares oder verzweigtes Heptylen, Octylen, Nonylen
oder Decylen verwendet. Ferner kann R1 But-2-en-ylen oder Hex-3-en-ylen sein.
Als Cycloalkyl- oder Cycloalkylenreste mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen können
Cyclopentylmethylen, Cyclohexylmethylen, Cyclohexylethylen, Cyclohexyl
propylen oder Cylohexylbutylen verwendet werden. Die Cycloalkylreste
umfassen vorzugsweise 5 bis 7 Kohlenstoffatome. Beispiele sind Cyclopentyl,
Cyclohexyl- oder Cycloheptylgruppen. Ferner kann R1 ein Phenyl- oder ein
Phenylmethylrest sein. Die genannten Reste sind jeweils einfach durch -COOH,
-COOA, -CONH2, -CONHA, -CON(A)2 oder -CN substituiert. A steht dabei für
Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispiele für geeignete Gruppen sind
Methyl, Ethyl oder Propyl, sowie Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl oder tert.-
Butyl wie auch n-Pentyl, Neopentyl, Isopentyl oder Hexyl.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren fallen die Verbindungen der Formel I als
Salze an. Diese fallen im Allgemeinen als kristalliner Niederschlag aus der
Reaktionslösung aus und können durch einfaches Abfiltrieren in ausreichender
Reinheit gewonnen werden.
Die Synthese der Verbindung der Formel I wird im Allgemeinen in der Weise
durchgeführt, daß der Carbonsäureester der Formel II und das Nitril der Formel
III in einem geeigneten Lösungsmittel vorgelegt werden und dann die Säure
zugegeben wird, indem sie beispielsweise als Gas in die Lösung eingeleitet wird.
Die Ausbeute der Reaktion sowie die Reinheit des Reaktionsprodukts der Formel
I läßt sich jedoch wesentlich steigern, wenn zunächst ein Überschuß an Säure im
Lösungsmittel gelöst wird, vorzugsweise das Lösungsmittel mit der Säure
gesättigt wird, und anschließend der 2-Aminobenzothiophen-3-carbonsäureester
der Formel II und das Nitril der Formel III zugegeben werden.
Unter einem Überschuß an Säure wird eine solch hohe Säuremenge verstanden,
daß bei quantitativem Umsatz der Verbindungen der Formel I und II und
anschließender Ausfällung als Salz noch ungebundene Säure in der Lösung
verbleibt. Diese Säuremenge soll bereits zu Beginn der Reaktion in der
Reaktionsmischung vorhanden sein.
Die Reaktion kann so geführt werden, daß zunächst eine, vorzugsweise gesättigte,
Lösung der Säure im Lösungsmittel hergestellt wird sowie getrennt davon eine
Lösung, welche die Verbindungen der Formel I und der Formel II enthält. Die
beiden Lösungen können dann entweder zeitgleich in ein Reaktionsgefäß zur
Umsetzung eingefüllt werden oder es wird die Säurelösung vorgelegt und die
Lösung der Verbindungen der Formel I und der Formel II zugegeben. Es ist
jedoch auch möglich, die Lösung der Verbindungen der Formel I und der Formel
II vorzulegen und die Lösung der Säure zuzugeben. In diesem Fall sollte die
Säurelösung jedoch möglichst rasch zur Lösung der Verbindungen der Formel I
und der Formel II zugegeben werden.
Als geeignet hat sich herausgestellt wenn das Lösungsmittel ausgewählt ist aus
der Gruppe, die gebildet wird von Ethern, Alkoholen, Estern, Wasser,
Formamiden, Aminen, Carbonsäuren, Chlorkohlenwasserstoffen sowie deren
Mischungen. Ein besonders geeignetes Lösungsmittel ist Dioxan.
Geeignete Ether sind beispielsweise Diethylether, Diisopropylether,
Tetrahydrofuran oder Dioxan. Geeignete Alkohole sind beispielsweise Methanol,
Ethanol, Isopropanol, n-Propanol, n-Butanol oder tert-Butanol. Geeignet sind
auch Glykolether wie Ethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether
(Methylglykol oder Ethylglykol), Ethylenglykoldimethylether (Diglyme).
Geeignete Amide sind beispielsweise Acetamid, Dimethylacetamid, N-
methylpyrrolidon oder Dimethylformamid. Eine geeignete Carbonsäure ist
beispielsweise Eisessig. Als Ester kann zum Beispiel Ethylacetat verwendet
werden. Geeignete chlorierte Kohlenwasserstoffe sind zum Beispiel
Trichlorethylen, 1,2-Dichlorethan, Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform oder
Dichlormethan. Es können auch Mischungen der genannten Lösungsmittel
eingesetzt werden.
Die Säuren sind geeignet ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird von
Brönstedtsäuren und Lewissäuren, insbesondere Salzsäure, Bromwasserstoffsäure.
Schwefelsäure, Phosphorsäure, Polyphosphorsäure, Methansulfonsäure,
Trifluormethansulfonsäure, Trifluoressigsäure, Aluminiumtrichlorid und
Bortrifluorid. Besonders geeignet sind gasförmige Säuren, insbesondere
Chlorwasserstoff.
Die Umsetzung wird geeignet bei einer Temperatur von -10°C bis 100°C.
vorzugsweise 0°C bis 60°C, insbesondere 10°C bis 50°C durchgeführt.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird während der Umsetzung weiter Säure zur Mischung zugeführt.
Dadurch kann eine nahezu quantitativ Ausfällung der Verbindung der Formel I als
Salz der Säure erreicht werden.
Die Verbindungen der Formel I stellen einen wertvollen Ausgangsstoff für
weitere Synthesen dar. Eine weitere Aktivierung der Verbindung der Formel I läßt
sich erreichen, wenn in einem weiteren Schritt die Verbindung der Formel I mit
einem Chlorierungsmittel in eine Verbindung der Formel IV
überführt wird. Das Chlor läßt sich einfach durch entsprechende Nucleophile
substituieren.
Das Chlorierungsmittel wird geeignet ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet
wird von SOCl2, POCl3, PCl5, ClCOCOCl.
Die Verbindungen der Formel II und III sind entweder bekannt oder können vom
Fachmann durch bekannte Synthesewege hergestellt werden. Eine beispielhafte
Synthese der Verbindungen der Formeln II und III wird im weiteren anhand
besonders bevorzugten Verbindungen beschrieben. Für andere Reste R1 und R2
können die Reaktionen analog durchgeführt werden.
Die Synthese des 2-Aminobenzothienophen-3-carbonsäureethylesters 7 geht aus
von Thiosalicylsäure 1. Die Carboxylgruppe wird mit Lithiumaluminiumhydrid
reduziert, wodurch der Alkohol 2 erhalten wird. Anschließend wird mit
Benzylchlorid die Thiolgruppe zum Thioether 3 umgesetzt. Als nächstes wird die
Hydroxylgruppe der Verbindung 3 mit Salzsäure zum Chlorid 4 umgesetzt, das
dann mit Natriumcyanid zum Nitril 5 umgesetzt. Dieses wird mit
Dimethylcarbonat zur Verbindung 6 umgesetzt, die schließlich zur Verbindung 7
cyclisiert wird.
Die Synthese des bevorzugten trans-4-Cyanocyclohexancarbonsäuremethylesters
geht aus von trans-Cyclohexan-1,4-dicarbonsäuremethylester 8 der zunächst mit
KOH zum Monomethylester 9 verseift wird. Dieser wird zunächst mit
Thionylchlorid ins Säurechlorid und dann mit Ammoniak ins Säureamid 10
überführt. Aus dem Säureamid 10 wird schließlich das gewünschte Nitril 11
erhalten.
Erfindungsgemäß werden die Verbindungen 7 und 11 zum Imidon 12 cyclisiert.
Durch Umsatz mit Thionylchlorid kann Verbindung 13 erhalten werden, deren
Chlorgruppe nucleophil substituiert werden kann und damit als
Ausgangsverbindung für die Synthese einer Vielzahl pharmakologisch aktiver
Substanzen zur Verfügung steht.
Die Erfindung wird im weiteren anhand von Beispielen erläutert.
9079 g 2-Aminobenzothiophen-3-carbonsäuremethylester 7 und 8600 g trans-4-
cyanocyclohexancarbonsäuremethylesters 11 wurden in 50 l 1,4-Dioxan gelöst.
Die Mischung wurde auf 45°C erwärmt und für 15 Stunden HCl-Gas in die
Mischung eingeleitet. Die Reaktion wurde durch Dünnschichtchromothographie
verfolgt (Methanol/Methylenchlorid = 1 : 1). Nach zehn Tagen wurde der
ausgefallene Niederschlag durch Filtration abgetrennt und getrocknet, Ausbeute
XX g (79,1%). Die Prüfung durch HPLC (Lösungsmittelsystem?) ergab eine
Reinheit von 86%. Dies entspricht einer Ausbeute nach Gehalt von 68%.
In einem ersten Zulaufgefäß wurden 50 l 1,4-Dioxan vorgelegt und auf 10°C
temperiert. Es wurden anschließend während 15,5 h 14,8 kg HCl-Gas eingeleitet.
In einem zweiten Reaktionsgefäß wurden 50 l 1,4-Dioxan vorgelegt und 9079 g 2-
Aminobenzothiophen-3-carbonsäuremethylester 7 sowie 8600 g trans-4-
Cyanocyclohexancarbonsäuremethylester 11 eingetragen. Das Reaktionsgemisch
wurde auf 45° erwärmt und anschließend während 20 min die mit HCl gesättigte
1,4-Dioxanlösung zugegeben. Während der Zugabe kristallisierte ein beiger
Niederschlag aus. Bei einer Innentemperatur von 34°C bis 45°C wurden während
4,75 h weitere 6 kg HCl-Gas eingeleitet. Das Reaktionsgemisch wurde über Nacht
bei 34°C gerührt. Am nächsten Tag wurden während 8 h weitere 10 kg HCl-Gas
eingeleitet und das Reaktionsgemisch über Nacht nachgerührt. Der ausgefallene
Niederschlag wurde abgetrennt und in 60 l vollentsalztem Wasser suspendiert.
Durch Zugabe von 12 l wässrigem Ammoniak (13 Gew.-%) wurde der pH-Wert
auf 9 eingestellt. Nach beendeter Zugabe wurde noch 45 min nachgerührt und der
ausgefallene kristalline Niederschlag über eine Nutsche abfiltriert. Der
Filterrückstand wurde zweimal mit 12 l vollentsalztem Wasser gewaschen und das
Produkt anschließend unter reduziertem Druck bei 50°C getrocknet.
Ausbeute 10,75 kg weiße Kristalle, Fp. < 300°C
Ausbeute 10,75 kg weiße Kristalle, Fp. < 300°C
12,5 l Thionylchlorid wurde vorgelegt und unter Rühren auf 25°C gekühlt. Dann
wurden 2320 g 12 eingetragen und 1100 ml Dimethylformamid zugetropft. Nach
Rühren über nacht wurde das Lösungsmittel unter vermindertem Druck
abgezogen. Der kristalline Rückstand wurde in Dichlormethan gelöst und dann
langsam auf Eis-Wasser gegeben. Die organische Phase wurde abgetrennt. Die
wässrige Phase wurde dreimal mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden mit Wasser, wässrigem Natriumhydroxid und erneut
mit Wasser extrahiert und dann über Natriumsulfat getrocknet. Nach Filtration
wurde das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Der kristalline
Rückstand wurde mit Diisopropylether in der Kälte gewaschen und anschließend
die Kristalle durch Filtration abgetrennt. Die Kristalle wurden bei 50°C bis zur
Massenkonstanz getrocknet.
Ausbeute: 1420 g gelbe Kristalle
Fp.: 127°C
Ausbeute: 1420 g gelbe Kristalle
Fp.: 127°C
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I
wobei R1 steht für
indem ein 2-Aminobenzothiophen-3-carbonsäureester der Formel II
wobei R2 steht für eine lineare oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Methyl, und ein Nitril der Formel III
N∼C-R1 III
wobei R1 die oben angegebene Bedeutung hat, in einem Lösungsmittel in Lösung oder Suspension in Gegenwart einer Säure umgesetzt werden.
wobei R1 steht für
- - einen linearen oder verzweigten Alkylenrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, worin eine oder zwei CH2-Gruppen durch -CH=CH- Gruppen ersetzt sein können, oder
- - einen Cycloalkyl- oder Cycloalkylenrest mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, oder
- - einen Phenyl- oder Phenylmethylrest
indem ein 2-Aminobenzothiophen-3-carbonsäureester der Formel II
wobei R2 steht für eine lineare oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Methyl, und ein Nitril der Formel III
N∼C-R1 III
wobei R1 die oben angegebene Bedeutung hat, in einem Lösungsmittel in Lösung oder Suspension in Gegenwart einer Säure umgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei zunächst ein Überschuß an Säure im
Lösungsmittel gelöst wird, vorzugsweise das Lösungsmittel mit der Säure
gesättigt wird, und anschließend der 2-Aminobenzothiophen-3-
carbonsäureester der Formel II und das Nitril der Formel III zugegeben
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Lösungsmittel ausgewählt ist
aus der Gruppe, die gebildet wird von Ethern, Alkoholen, Estern. Wasser,
Amiden, Carbonsäuren, Chlorkohlenwasserstoffen sowie deren Mischungen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Säure ausgewählt aus
der Gruppe, die gebildet wird von Brönstedtsäuren und Lewissäuren,
insbesondere Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure,
Phosphorsäure, Polyphosphorsäure, Methansulfonsäure, Trifluormethan
sulfonsäure, Trifluoressigsäure, Aluminiumtrichlorid und Bortrifluorid.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Umsetzung bei einer
Temperatur von -10 bis 100°C, vorzugsweise 0°C bis 60°C, insbesondere
10°C bis 50°C durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei während der Umsetzung
weiter Säure zur Mischung zugeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei in einem weiteren Schritt
die Verbindung der Formel I mit einem Chlorierungsmittel in eine Verbindung
der Formel IV
überführt wird.
überführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Chlorierungsmittel ausgewählt ist aus
der Gruppe, die gebildet wird von SOCl2, POCl3, PCl5, ClCOCOCl.
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