DE19956294A1 - Gurtband für Sicherheitsgurte - Google Patents
Gurtband für SicherheitsgurteInfo
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Abstract
Gurtband für Sicherheitsgurte, umfassend ein Grundmaterial 2, das derart mit Mitteln zur Reibungsverminderung versehen ist, daß das Gurtband 1, 4 zumindest abschnittsweise eine gegenüber dem Grundmaterial 2 verringerte Reibung aufweist, wobei die Mittel zur Reibungsverminderung mindestens einen Faden 3, 5 umfassen, der mit dem Grundmaterial 2 zumindest abschnittsweise verbunden und/oder verwoben ist sowie eine gegenüber dem Grundmaterial 2 verringerte Reibung aufweist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gurtband für Sicherheitsgurte, insbesondere ein
Gurtband umfassend ein Grundmaterial, das derart mit Mitteln zur
Reibungsverminderung versehen ist, daß das Gurtband zumindest abschnittsweise eine
gegenüber dem Grundmaterial verringerte Reibung aufweist.
Ein Gurtband der vorgenannten Art ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 31 42 334 A1 bekannt. Bei dem darin beschriebenen Gurtband für Sicherheitsgurte
wird entweder das Grundmaterial in einer PTFE-Dispersion getränkt oder aber es werden
vor dem Weben des Grundmaterials die dafür verwendeten Filamentgarne mit einer
PTFE-Dispersion behandelt. In der dadurch geschaffenen PTFE-Imprägnierung bzw.
Beschichtung des Grundmaterials sind die vorgenannten Mittel zur
Reibungsverminderung zu sehen. Mit verringerter Reibung in diesem Zusammenhang ist
gemeint, daß das derartig imprägnierte oder beschichtete Gurtband im Zusammenwirken
mit den Komponenten, mit denen es bei einem Sicherheitsgurt in Kontakt gerät, wie
beispielsweise Umlenkelementen, einen geringeren Reibungskoeffizienten aufweist als
das unbehandelte bzw. nicht beschichtete Grundmaterial. Als nachteilig bei diesem aus
dem Stand der Technik bekannten Gurtband erweist sich, daß der Vorgang des
Imprägnierens des Grundmaterials bzw. der für das Weben des Grundmaterials
verwendeten Filamentgarne relativ aufwendig ist.
Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung eines
Gurtbandes der eingangs genannten Art, dessen reibungsvermindernde Eigenschaften
mit einfachen Mitteln erzielt werden können.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Mittel zur Reibungsverminderung
mindestens einen Faden umfassen, der mit dem Grundmaterial zumindest
abschnittsweise verbunden und/oder verwoben ist sowie eine gegenüber dem
Grundmaterial verringerte Reibung aufweist. Es erweist sich herstellungstechnisch als
wesentlich einfacher, für die Erzielung der reibungsvermindernden Eigenschaften einen
oder mehrere Fäden zu verwenden, die im Zusammenwirken mit den in Rahmen eines
Sicherheitsgurtes verwendeten Komponenten wie Umlenkelementen oder dergleichen
einen geringeren Reibungskoeffizienten aufweisen als das Grundmaterial. Im Gegensatz
zu dem Stand der Technik, bei dem auch für das Weben des Grundmaterials verwendete
Filamentgarne zusätzlich mit einer PTFE-Dispersion behandelt werden, wird gemäß der
vorliegenden Erfindung ein Faden aus einem Material verwendet, das ohne zusätzliche
Behandlung mit reibungsvermindernden Dispersionen einen vergleichsweise geringen
Reibungskoeffizienten bezüglich des Zusammenwirkens mit den entsprechenden
Komponenten des Sicherheitsgurtes aufweist.
Vorteilhafterweise enthält der mindestens eine Faden PTFE oder besteht aus PTFE.
Durch die Wahl eines aus PTFE bestehenden Fadens oder eines PTFE zumindestens in
gewissen Mengen enthaltenen Fadens kann auf einfache Weise die Reibung des
Gurtbandes in dem Bereich vermindert werden, in dem der Faden zu der Oberfläche des
Gurtbandes beiträgt. Auf diese Weise kann die Reibung an allen Kontaktstellen des
Gurtbandes also beispielsweise an dem Retraktor, dem Umlenker, den Sitzflächen oder
auch dem Körper der Insassen vermindert werden. Zusätzlich bietet PTFE eine hohe
Abriebfestigkeit, so daß das Gurtband im wesentlichen wartungsfrei wird. Da durch PTFE
die Reibung in erheblichem Maße reduziert werden kann, müssen nur einer oder
mehrere Fäden in das Gurtband eingewebt werden oder mit diesem verbunden werden,
so daß auch die erfindungsgemäße Reibungsreduzierung sehr kostengünstig
durchführbar ist.
Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, mehrere Fäden parallel und zueinander
beabstandet in Längsrichtung des Gurtbandes anzuordnen. Alternativ dazu oder
zusätzlich dazu können einer oder zwei Fäden an einem oder beiden seitlichen
Längsrändern des Gurtbandes angeordnet sein, beispielsweise mit diesen verwoben
sein. Durch die vorgenannten Anordnungen des oder der Fäden wird trotz einer geringen
Anzahl an Fäden eine deutliche Reduzierung der Reibung des Gurtbandes an den
vorgenannten Kontaktstellen ermöglicht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der
mindestens eine Faden nur einseitig in das Grundmaterial eingewoben, so daß sich die
Gewebeebenen des Grundmaterials und des mindestens einen Fadens nicht
durchdringen. Auf diese Weise kann das Gurtband insbesondere auf der Seite mit
reibungsvermindernden Eigenschaften versehen werden, die dem Insassen zugekehrt ist
und somit in Kontakt zu den vorgenannten Kontaktstellen des Sicherheitsgurtes gelangt.
Dies führt aufgrund der Tatsache, daß nur sehr wenig Fadenmaterial verwendet werden
muß, zu einer weiteren Kostenersparnis.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist der
mindestens eine Faden eine geringere Dehnfähigkeit als das Grundmaterial auf. Auf
diese Weise können die Fäden als Indikator dienen, mit dem ein beispielsweise durch
einen Unfall überdehntes Gurtband kenntlich gemacht werden kann. Durch die
unterschiedliche Dehnfähigkeit des Grundmaterials und des zusätzlich eingewobenen
Fadens reißt dieser bei einer definierten Belastung, die beispielsweise im Falle eines
Unfalls gegeben ist.
Hier kann vorzugsweise vorgesehen sein, daß der zusätzliche zur
Reibungsverminderung eingewobene Faden eine andere Farbe aufweist als das,
Grundmaterial, so daß einfach erkannt werden - kann, daß der reibungsvermindernde
Faden gerissen ist. Damit kann das Gurtband als benutzt gekennzeichnet werden und
von einem weiteren Gebrauch ausgeschlossen werden.
Das Grundmaterial kann beispielsweise aus Polyester bestehen.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf
die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Gurtbandes;
Fig. 2 eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Gurtbandes.
Das in Fig. 1 abgebildete Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gurtbandes 1
kann als Gurtband 1 für Sicherheitsgurte verwendet werden. Es besteht aus einem
Grundmaterial 2, das beispielsweise als ein aus Polyester gewebtes Grundmaterial 2
ausgeführt ist.
In dieses Grundmaterial 2 sind in dem abgebildeten Ausführungsbeispiel drei parallel
zueinander in Längsrichtung des Gurtbandes 1 verlaufende Fäden 3 eingewebt, die aus
PTFE bestehen. Es besteht erfindungsgemäß auch die Möglichkeit, mehr oder weniger
als drei Fäden 3 zu verwenden. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, einzelne mehr
oder weniger lange Abschnitte von Fäden 3 hintereinander in das Grundmaterial 2
einzuweben.
Insbesondere kann vorgesehen sein, die Fäden 3 nur einseitig einzuweben, so daß sich
die Gewebeebenen des Grundmaterials 2 und der Fäden 3 nicht durchdringen.
Bei der aus Fig. 2 ersichtlichen weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Gurtbandes 4 sind die aus PTFE bestehenden Fäden 5 nicht mittig in das Grundmaterial
eingewebt, sondern an den seitlichen Längsrändern des Gurtbandes 4. Es besteht auch
die Möglichkeit, Ausführungsformen gemäß Fig. 1 und Fig. 2 miteinander zu
kombinieren, so daß beispielsweise an einer Seite ein Faden 5 an einem Längsrand des
Gurtbandes eingewebt ist, wohingegen zusätzlich noch ein Faden 3 zwischen den beiden
Längsrändern beispielsweise in der Mitte des Grundmaterials 2 eingewebt ist. Die Fäden
3, 5 können eine geringere Dehnbarkeit aufweisen als das Grundmaterial 2 und sich von
diesem durch eine unterschiedliche Farbgestaltung absetzen.
1
,
4
Gurtband
2
Grundmaterial
3
eingewebte Fäden
5
am Rand eingewebte Fäden
Claims (8)
1. Gurtband für Sicherheitsgurte umfassend ein Grundmaterial (2), das derart mit
Mitteln zur Reibungsverminderung versehen ist, daß das Gurtband (1, 4) zumindest
abschnittsweise eine gegenüber dem Grundmaterial (2) verringerte Reibung
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die. Mittel zur Reibungsverminderung
mindestens einen Faden (3, 5) umfassen, der mit dem Grundmaterial (2) zumindest
abschnittsweise verbunden und/oder verwoben ist sowie eine gegenüber dem
Grundmaterial (2) verringerte Reibung aufweist.
2. Gurtband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine
Faden (3, 5) PTFE enthält oder aus PTFE besteht.
3. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Fäden (3) vorgesehen sind, die vorzugsweise parallel zueinander und
beabstandet zueinander in Längsrichtung des Gurtbandes 1 verlaufen.
4. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Faden (5) an einem der seitlichen Längsränder des Gurtbandes (4)
angeordnet ist, insbesondere mit diesem verwoben ist.
5. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
mindestens eine Faden (3, 5) nur einseitig in das Grundmaterial (2) eingewoben ist,
so daß sich die Gewebeebenen des Grundmaterials (2) und der Fäden (3, 5) nicht
durchdringen.
6. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
mindestens eine Faden (3, 5) eine geringere Dehnfähigkeit aufweist als das
Grundmaterial 2.
7. Gurtband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine
Faden (3, 5) eine andere Farbe aufweist als das Grundmaterial (2).
8. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Grundmaterial (2) aus Polyester besteht oder Polyester enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999156294 DE19956294A1 (de) | 1999-11-20 | 1999-11-20 | Gurtband für Sicherheitsgurte |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1999156294 DE19956294A1 (de) | 1999-11-20 | 1999-11-20 | Gurtband für Sicherheitsgurte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19956294A1 true DE19956294A1 (de) | 2001-05-23 |
Family
ID=7930012
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999156294 Withdrawn DE19956294A1 (de) | 1999-11-20 | 1999-11-20 | Gurtband für Sicherheitsgurte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19956294A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008015388A1 (en) * | 2006-07-31 | 2008-02-07 | Autoliv Development Ab | A non-woven safety-belt |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2508728A1 (de) * | 1975-02-28 | 1976-09-09 | Berger Ohg Elastic | Gurtband fuer sicherheitsgurte |
| DE2945222A1 (de) * | 1979-11-09 | 1981-06-04 | Akzo Gmbh, 5600 Wuppertal | Gurtband, vorzugsweise fuer auto-sicherheitsgurte |
| DE3142334A1 (de) * | 1981-10-26 | 1983-05-05 | Hans-Hellmut Dipl.-Ing. 2061 Sülfeld Ernst | Sicherheitsgurtband |
-
1999
- 1999-11-20 DE DE1999156294 patent/DE19956294A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2508728A1 (de) * | 1975-02-28 | 1976-09-09 | Berger Ohg Elastic | Gurtband fuer sicherheitsgurte |
| DE2945222A1 (de) * | 1979-11-09 | 1981-06-04 | Akzo Gmbh, 5600 Wuppertal | Gurtband, vorzugsweise fuer auto-sicherheitsgurte |
| DE3142334A1 (de) * | 1981-10-26 | 1983-05-05 | Hans-Hellmut Dipl.-Ing. 2061 Sülfeld Ernst | Sicherheitsgurtband |
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