DE19956147A1 - Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren Bandanlagen - Google Patents
Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren BandanlagenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren Bandanlagen nach dem Rückvorgang. DOLLAR A Ausgehend davon, dass nach dem Rückvorgang Bandanlagen vor ihrer Inbetriebnahme oftmals aufwändig in einem diskontinuierlichen Prozess nachgerichtet werden müssen, wurde eine Vorrichtung zur Vereinfachung dieser Arbeit entwickelt. Diese Richtvorrichtung wird an Stelle des Rückkopfes nach dem Rücken an das vorhandene Rückgerät montiert. Die Richtvorrichtung besteht aus mindestens vier Rollenpaaren (A, B, C und D), die mit der Rückschiene in Eingriff gebracht werden. Das Richten erfolgt kontinuierlich während einer Fahrt über die gesamte Länge der Bandanlage. Dadurch, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Rollenpaar (A und B) ein Abstand (a) und zwischen den folgenden Rollenpaaren (B, C und D) ein demgegenüber kleinerer Abstand (b) vorgesehen ist, wird die Vorrichtung bei einer Richtfahrt durch das erste Rollenpaar (A) hauptsächlich geführt, die folgenden Rollenpaare (B, C und D) richten die Rückschiene (16a) und somit die Bandanlage aus. DOLLAR A Mit der Vorrichtung kann die Bandanlage kontinuierlich in einer ausreichenden Genauigkeit ausgerichtet werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Ausrichten von
rückbaren Bandanlagen gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs. Eine
solche Rückvorrichtung wird nach dem Rückvorgang angewendet, um die beim
Rückvorgang entstandenen unzulässigen Abweichungen der Bandanlage von
der vorgesehenen neuen Linienführung zu korrigieren.
Rückbare Bandanlagen bestehen im Allgemeinen aus Gerüstfeldern für die
Befestigung der oberen und unteren Tragrollensätze sowie einer Antriebsstation
und einer Umlenkstation. Jedes der Gerüstfelder stützt sich auf zwei
Querschwellen und einer Mittelschwelle ab. Alle Schwellen und dadurch auch die
Bandgerüste sind durch zwei beiderseitig durchlaufende Schienen verbunden,
die sowohl Rückschienen als auch die Fahrbahnen für einen Belade- oder
Schleifenwagen sein können.
Das Rücken der Bandanlagen erfolgt durch Bandrückgeräte. Der Weg, um den
eine Bandanlage quer zu ihrer Förderrichtung bewegt werden soll, wird als
Rückmaß bezeichnet. Beim Rückvorgang wird die Bandanlage an einer oder an
beiden durchlaufenden Schienen angehoben, um ein bestimmtes Maß seitlich
verschoben und dann wieder abgesetzt. Dabei wird die Schiene in vertikaler und
senkrechter Ebene gebogen und so eine im Grundriß S-förmige Bewegung
erreicht. Das Verschiebemaß der Bandanlage während einer Rückbewegung des
Bandrückgerätes über die gesamte Länge der Bandanlage wird als Rückspan
bezeichnet. Das gesamte Rückmaß besteht aus mehreren Rückspänen.
Zum Rücken von Bandanlagen können drei Arten von Geräten eingesetzt
werden:
- - Brückenrückgeräte
- - Beladewagen, Bandschleifenwagen oder dergleichen
- - Raupenschlepper oder Planierraupen
Diese Geräte werden mit Rückköpfen ausgerüstet. Ein Rückkopf besteht aus
Rollenpaaren, die mit Spurkränzen ausgebildet sind und so mit ihren Laufflächen
die Köpfe der Rückschienen formschlüssig umschließen.
Ein Brückenrückgerät für Bandanlagen ist in der US-PS 4 538 722 offenbart. Es
besteht aus zwei, die Bandanlage überspannenden und auf Raupenfahrwerken
verfahrbaren Portalen. Jeder der beiden Portale nimmt für die beiden
Rückschienen pendelnd je eine mehrteilige Traverse auf, deren einzelne
Segmente durch Gelenke miteinander verbundenen sind. An den beiden
Traversen sind in gleichmäßigen Abständen mit den Rückschienen in Eingriff
bringbare Rückköpfe angeordnet. So entsteht gegenüber einem einzelnen
Rückkopf eine längere Strecke für den Eingriff des Rückgerätes mit den beiden
Rückschienen der Bandanlage, wodurch die Radien der s-förmigen Biegung der
Rückschienen größer und somit für die Bandanlage schonender ausgeführt
werden können und dabei ein größeres Rückmaß realisierbar ist. Da die Pendel
zur Verbindung der beiden Traversen mit den Portalen am Portal auf der Seite
des Beginns und am Portal am Ende des Rückvorgangs in Rückrichtung
verstellbar sind, wird eine zuverlässige, gleichmäßige Rückbewegung erreicht.
Das Raupenfahrwerk dieses Gerätes ist mit einer hohen Genauigkeit in der
vorgesehenen Richtung steuerbar. Diese Vorteile werden durch einen hohen
Aufwand für das Rückgerät erreicht.
Nach DE 195 16 473 C2 ist ein Verfahren zum Versetzen einer Bandanlage
und eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens bekannt, bei der das in
die Bandanlage integrierte Absetzgerät, was beispielsweise als
Bandschleifenwagen ausgebildet sein kann, als Rückvorrichtung genutzt wird.
Dieser Bandschleifenwagen wird für den Rückvorgang mit drei verlängerten
Querträgern ausgerüstet, an dessen freien Enden Räder mit einer Spurweite
breiter als die Bandanlage plus dem Rückmaß angeordnet sind. An den drei
Querträgern befindet sich ein Gerüst mit den Rückköpfen, die an den beiden
Rückschienen der Bandanlage angreifen. Die drei Gerüste mit ihren
Rückköpfen sind gegenüber den Querträgern des Bandschleifenwagens in
waagerechter Richtung unabhängig voneinander verstellbar, wodurch das
Rückmaß einstellbar ist. Im Bereich zwischen den zueinander versetzt
angeordneten Rückköpfen zum Erreichen des Rückmaßes außerhalb der
Bandschleife wird das Obertrum des Bandes des Förderers durch senkrecht
angeordnete Rollen in eine senkrechte Lage gebracht, um eine Schonung des
Bandes durch Zwängungen beim Rückvorgang zu erreichen.
Diese Verwendung eines Bandschleifenwagens als Bandrückgerät hat den
Vorteil, dass ein vorhandenes Gerät genutzt werden kann. Es ist jedoch durch
konstruktive Veränderungen an die zusätzlichen Erfordernisse anzupassen und
kann nicht zum Rücken anderer Bänder eingesetzt werden. Zum Rücken von
Bandanlagen mit mehr als einem Kilometer Länge ist es nicht geeignet, da die
gesamte Masse des Bandschleifenwagens während des Rückvorgangs
mitgeführt werden muss.
Aus der Fachliteratur "ABC Tagebau", VEB Deutscher Verlag für
Grundstoffindustrie Leipzig, 1988, Seite 35 ist ein Bandrückgerät bekannt, das
aus einem Raupenschlepper als Grundgerät besteht, an dem ein Seitenkran
mit einem Rollenkopf als Rückeinrichtung angeordnet ist. Der Rollenkopf
besteht aus zwei Rollenpaaren, die mit der dem Rückgerät zugewandten
Schiene der Bandanlage in Eingriff gebracht werden. Die Bandanlage wird
einseitig angehoben, seitlich verschoben und wieder abgesetzt. Ein solches
Rückgerät hat den Vorteil, dass der Raupenschlepper nach dem Rücken des
Bandes wieder für andere Arbeiten wie beispielsweise zum Planieren benutzt
werden kann. Es ist lediglich der Richtkopf abzusetzen, das Gegengewicht in
Richtung des Gerätes zu verschieben und der Seitenausleger zu fixieren. Beim
Rücken einer Bandanlage mit einem derartigen Gerät können jedoch bei den
einzelnen Rückspänen in der Rückschiene wellenförmige seitliche
Verwerfungen entstehen. Sie bilden sich dadurch, dass der in den Rückkopf
hineinführende Bogen der Rückschiene in dem Bereich zwischen den beiden
Rückrollen seine Richtung wechselt, dabei in seiner äußeren Lage über das
Rückmaß hinaus gebogen wird und so beim Verlassen des Rückkopfes nicht
gerade in Förderrichtung, sondern s-bogenförmig in die andere Richtung
gebogen wird. Diese Tendenz beginnt bei einem bestimmtem Maß des
Rückspanes und wird bei zunehmenden Maß größer. Die wellenförmigen
Ausbildungen werden auch durch Steifigkeit der Gerüstfelder, bedingt durch
ihre konstruktive Ausbildung, beeinflußt. Die Bandanlage zentriert sich nicht mehr
selbst, es werden Nachrichtarbeiten erforderlich. Die Gerüstfelder werden dabei
in Richtung der idealen Förderlinie mittels eines Raupenschleppers
verschoben, so dass die Tragrollen fluchten und nur noch die konstruktiv
bedingten Bewegungswiderstände beim Betrieb der Bandanlage auftreten.
Diese Nachrichtarbeit kann sehr aufwendig werden und nicht zu den
angestrebten Ergebnissen führen, wenn die Schienen örtlich so stark verformt
sind, dass diese Abweichungen durch die Korrekturbewegungen des
Raupenschleppers nicht vollständig beseitigt werden können. Die Ursache
hierfür liegt darin begründet, dass die Bandanlage bei der Beseitigung eines
Bogens eine in Schienenlängsrichtung gerichtete Ausgleichsbewegung
durchführt, die so groß wie die Längendifferenz zwischen dem Bogen und der
Geraden der Schiene ist. Wenn diese Ausgleichsmöglichkeit nicht zur
Verfügung steht, kann entweder der Bogen nicht aus der Schiene gedrückt
werden oder die Ausgleichsbewegung setzt sich bis in den nächsten Bogen fort
und vergrößert diesen. Das kann im Extremfall bis zur plastischen Verformung
der Schiene führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der
die wellenförmigen Abweichungen in der Bandanlage nach dem Rückvorgang im
Bedarfsfall in einfacher Weise in einem kontinuierlichen Prozess begradigt und
so gerichtet werden können. Sie soll an Stelle des Rückkopfes an einem
vorhandenen Rückgerät anbringbar sein.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
gelöst. Dabei sind die Rollen eines Rollenpaares zueinander so wie bei einem
Rückkopf angeordnet: Eine Rolle ist in einer starren und die andere in einer
durch einen Knickhebel schwenkbaren Achse gelagert. Durch die Spurkränze der
Rollen wird erreicht, dass der Rückschienenkopf in seinen wesentlichen Teilen im
Betriebszustand formschlüssig umgeben und mittels der Druckfedern der
Kniehebelsysteme die ausreichende Druckkraft erzeugt wird und dabei der
notwendige Ausgleich bei äußeren Einflüssen, die beispielsweise durch
Verschmutzungen am Schienenkopf entstehen können, möglich ist.
Die Richtvorrichtung ist einfach handhabbar. Nach dem Rückvorgang wird der
Rückkopf abgesetzt und vom Rückgerät gelöst und danach die
Richtvorrichtung an die gleichen Anlenkpunkte des Rückgerätes montiert.
Um die ausreichend genaue Fahrtrichtung des Gerätes zu gewährleisten,
werden bekannte Meßmethoden angewandt. Die einfachste und dieser
Meßmethoden mit der ausreichenden Genauigkeit ist das Setzen von
Fluchtstangen im Zusammenwirken mit einem mechanischen Peileinrichtung im
Rückgerät. Höhere Genauigkeiten können durch die Anwendung von anderen
Meßmethoden wie beispielsweise durch die Anwendung der Lasermeßtechnik
erreicht werden.
Als fahrbare Geräte zur Aufnahme für eine solche Richtvorrichtung sind sowohl
spezielle Rückgeräte wie ein spezifisch ausgebildetes Brückenrückgerät als
auch zeitweise zum Rücken verwendete Geräte wie Raupenschlepper und
Planierraupen oder zur Bandanlage gehörende Geräte wie Beladewagen oder
Bandschleifenwagen geeignet.
Die Achsabstände der Richtrollenpaare muss so klein gewählt werden, dass die
erforderliche Richtgenauigkeit erzielt werden kann, das heißt, die meist
wellenförmigen Verformungen der Rückschiene müssen beim Richtvorgang
ausreichend begradigt werden. Das Mindestmaß der Achsabstände der
Richtrollenpaare hängt dabei von der Verwindungssteifigkeit der Rückschiene
und von der konstruktiven Ausbildung der Bandanlage ab.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung und den dazugehörigen Zeichnungen, in
denen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Rückgerätes, bestehend aus einem
Raupenschlepper mit einer Ausrichtvorrichtung, und einer rückbaren
Bandanlage im Schnitt,
Fig. 2 eine Ausrichtvorrichtung für rückbare Bandanlagen in einer
Seitenansicht,
Fig. 3 eine Ausrichtvorrichtung nach Fig. 2 in einer Draufsicht und
Fig. 4 eine Ausrichtvorrichtung nach Fig. 2, jedoch ohne die Anhängevor
richtung, in einer Vorderansicht.
Nach Fig. 1 ist das Rückgerät ein Raupenschlepper 1 mit einem
Seitenausleger 2, einer Seitenauslegerwinde 3 mit dem Einziehwerk 4, einem
Hubwerk 5, einem Hubseil 6 mit dem Lasthaken 7 und einem Gegengewicht 8.
Solche Geräte werden auch zum Legen von Rohren verwendet. Der
Seitenausleger 2 besteht aus zwei Stützen, die von der Umlenkrolle ausgehend
zu ihrer gemeinsamen Anlenkachse am Raupenschlepper 1 hin gespreizt sind
und so zusammen mit dem Raupenschlepper 1 ein stabiles Stützdreieck bilden.
Am Lasthaken 7 des Seitenauslegers 2 hängt eine Richtvorrichtung 9. Sie ist
seitlich durch den Dreieckslenker 10 mit dem Raupenschlepper 1 verbunden.
Der Dreieckslenker 10 ist am Raupenschlepper 1 in der gleichen Achse wie der
Seitenausleger 2 schwenkbar angeordnet. Die Verbindung des Dreieckslen
kers 10 mit der Richtvorrichtung 9 ist als Kreuzgelenk ausgebildet.
Neben dem Raupenschlepper 1 befindet sich die rückbare Bandanlage mit
ihren Gerüstfeldern. Jedes Gerüstfeld besteht aus zwei, von Schwellen 11
getragenen Gerüsten 12, der gemuldeten Tragrollenstation 13, den unteren
flachen Tragrollen 14, dem Fördergurt 15 und den beiden, die Gerüstfelder
verbindenden Schienen 16a und 16b, die die Fahrbahn für einen nicht
dargestellten Aufgabe- oder Bandschleifenwagen sein können, wobei die
Schiene 16a zugleich die Rückschiene ist.
Nachdem die Bandanlage in mehreren Rückspänen um ein vorgesehenes Maß
in die Endstellung gerückt worden ist, wird der Rückkopf von der
Rückschiene 16a getrennt und auf dem Planum abgesetzt. Danach wird die in
den Fig. 2 bis 4 in ihren Einzelheiten dargestellte Richtvorrichtung 9 vom
Raupenschlepper 1 aufgenommen und eingesetzt. Sie besteht im
Wesentlichen aus der Traverse 17 und den vier, unterhalb der Traverse 17
angeordneten waagerechten Rollenpaaren A, B, C und D. Jedes der
Rollenpaare A bis D besteht aus einer festen und einer schwenkbaren
Rolle 18 und 19 mit beiderseitigen Spurkränzen. Die Traverse 17 nimmt die
axial in einer Linie angeordneten und durch die senkrechten Steckbolzen 20 bis
20 fixierten festen Rollen 18A bis 18D auf. Denen gegenüber sind paarweise
die schwenkbaren Rollen 19A bis 19D zugeordnet. Sie werden wie beim
Rückkopf mit ihren Steckbolzen 21 bis 21 in mit der Traverse 17 um die
gemeinsame Achse 22 schwenkbar angeordneten Zwischenstücken 23 bis 23
aufgenommen: Die beweglichen Rollen 19A bis 19D müssen zur Verbindung
mit der Rückschiene 16a von den festen Rollen 18A bis D abgeschwenkt, beim
Richtvorgang fest aneinander gedrückt und später bei Lösen wieder von den
festen Rollen 18A bis D abgeschwenkt werden. Das wird durch je ein
Kniehebelsystem für jedes Rollenpaar 18 und 19 bewirkt, wie es bereits beim
Rückkopf Anwendung findet. Es besteht aus den die Steckbolzen 20 für die
Rollen 19 aufnehmenden Zwischenstücken 23, die auf der der Schwenkachse
22 gegenüber liegenden Seite durch einen Hebel 24 verlängert sind, einem mit
der Traverse 17 fest verbundenen Winkelarm 26, den beiden gelenkig zu
diesem Winkelarm parallel nebeneinander angeordneten vorgespannten
Druckfedern 27 und den zwischen diesen Druckfedern 27 und dem
Verlängerungshebel 24 gelenkig angeordneten Knie- und zugleich
Handhebel 25. Zum Fixieren dieses Kniebelsystems in der geöffneten und in
der geschlossenen Stellung sind der Knie- und zugleich Handhebel 25 und der
Winkelarm 26 durch einen Handsteckbolzen 28 miteinander verriegelbar.
Die Rollenpaare A bis D sind in der durch den Pfeil 29 gekennzeichneten
Arbeitsrichtung zueinander wie folgt angeordnet: Zwischen dem ersten und
dem zweiten Rollenpaar A und B ist ein Abstand a vorgesehen. Er ist etwa so
groß wie der Abstand der beiden Rollenpaare des Rückkopfes. Zwischen dem
zweiten, dritten und vierten Rollenpaar B, C und D ist ein kleinerer Anstand b
vorgesehen.
An der Oberseite der Traverse 17 sind Bolzen 30 für das Anbringen von drei,
oberhalb mit einem Schäkel 31 für den Lasthaken 7 versehenen
Aufhängebändern 32 angebracht. Seitlich, an der dem Raupenschlepper 1
zugewandten Seite ist in der Höhe der Laufflächen der Rollenpaare A bis D
einer weiteren Bolzen 32 zur Verbindung mit dem Dreickslenker 10
vorgesehen.
Um die bei der Bandanlage nach dem abgeschlossenen Rückvorgang
entstandenen unzulässig großen Abweichungen von der idealen
Streckenführung beseitigen zu können sind, wird die Richtvorrichtung
eingesetzt. Sie wird an den Raupenschlepper 1 gehangen und seitlich gelenkig
durch den Dreieckslenker 10 zur Gewährleistung eines konstanten Abstandes
gehalten. Danach wird mit dem Raupenschlepper 1 die seitlich neben ihm
angeordnete Vorrichtung zum Ausrichten bei geöffneten Rollenpaaren A bis D
über die Rückschiene 16a der Bandanlage bewegt und so weit abgesenkt, bis
sich die Laufflächen der Rollenpaare A bis D in Höhe des Kopfes der
Rückschiene 16a befinden. Die von den festen Rollen 18 abgeschwenkten
Rollen 19 werden durch die Betätigung der Handhebel 26 des
Kniehebelmechanismusses an den Kopf der Rückschiene 16a angelegt und in
dieser Stellung durch die Druckfedern 27 mit einer Andrückkraft beaufschlagt.
Die Druckfedern 27 gestatten Ausweichbewegungen der Rollen 19 bei
veränderten Bedingungen im Bereich des Schienenkopfes, die beispielsweise
durch Verschmutzungen entstehen können, und gewährleisten trotzdem
währen des gesamtem Ausrichtens ständig einen konstanten seitlichen Druck.
Durch die Spurringe der Rollen 18 und 19 wird gegenüber dem Schienenkopf
eine formschlüssige Verbindung erreicht, wodurch zwischen der
Richtvorrichtung 9 und der Rückschiene 16a der Bandanlage während des
gesamten Rückvorgangs immer eine zuverlässig feste Verbindung besteht.
Danach wird der Raupenschlepper 1 in die Richtposition parallel zur
vorgesehenen Förderrichtung gebracht. Das erfolgt durch die Nutzung
bekannter Meßverfahren. Der Raupenschlepper 1 fährt nun parallel zur Linie
der vorgesehenen Förderrichtung und richtet die Bandanlage durch das
einmalige Fahren entlang der Bandanlage aus. Dabei wird die Bandanlage wie
beim Rücken einseitig angehoben, seitlich in die vorgesehene Endlage gerückt
und danach wieder abgesetzt. Der Unterschied zum Rücken besteht jedoch
beim Richten darin, dass die Bandanlage um das Richtmaß nicht nur gezogen,
sondern auch geschoben wird. Das erste Rollenpaar A dient zur Führung der
Richtvorrichtung an der Rückschiene 16a und zum seitlichen Verschieben und
Positionieren der Gerüstfelder der Bandanlage bis zum Maß der vorgesehenen
Linienführung. Dabei entsteht die bereits vom Rücken her bekannte s-förmige
Verformung der Rückschiene 16a, beginnend im Einlaufbereich vor dem ersten
Rollenpaar A und endend am zweiten Rollenpaar B. Damit sich diese s-förmige
Verformung nicht fortpflanzen kann, sind zum Ausrichten und Begradigen die
beiden Rollenpaare C und D nachgeordnet. Sie weisen untereinander und zum
Rollenpaar B einen geringen Abstand b auf, wodurch die beabsichtigte
Richtwirkung erzielt wird. Die genaue Dimensionierung dieser Abstände hängt
von der Elastizität der Rückschiene 16a und von der konstruktiven Gestaltung
der Gerüstfelder ab.
Der Richtvorgang kann für die Bandanlage schonender erfolgen, wenn die
Anzahl der dem ersten Führungsrollenpaar A folgenden Richtrollenpaare
B bis D weitere Rollenpaare Ebis nachgeordnet werden und die Abstände
zwischen diesen Richtrollenpaaren Bbis immer geringer werden. Das ist jedoch
nur dort erforderlich, wo an die Genauigkeit des Ausrichtens hohe
Anforderungen gestellt werden. In der Regel reichen jedoch drei
Richtrollenpaare B bis D aus, die Bandanlagen auf Grund der in den
Tagebauen vorherrschenden harten Einsatzbedingungen entsprechend robust
ausgebildet werden.
Die seitliche Verbindung der Richtvorrichtung 9 mit dem Raupenschlepper 1
kann durch eine zweite, zusätzliche Befestigung verbessert werden. Dabei
bleibt die eine Verbindung mit dem beiderseits gelenkig angeordneten
Dreieckslenker 10 erhalten, es wird jedoch in der gleichen Höhe in einem
waagerechten Abstand zu dieser ersten eine zweite Verbindung vorgesehen.
Mit einer solchen Verbindung wird eine parallele Zwangsführung der
Richtvorrichtung 9 zum Raupenschlepper 1 geschaffen und damit bei einer
Fahrweise des Gerätes entlang der vorausbestimmten Linie eine höhere
Richtgenauigkeit erreicht.
Die Laufkränze der Rollen 18 und 19 des mittleren Richtrollenpaares C können
entfallen, da die Rückschiene 16a durch die formschlüssige Verbindung der
Rollen 18 und 19 der anderen Rollenpaare A, B und D ausreichend ist.
Wenn beide Schienen der Bandanlage Rückschienen 16a und 16b sind, kann
ein vorhandenes Rückgerät an Stelle der beiden Rückköpfe mit zwei
Richtvorrichtungen 9 ausgerüstet werden, wobei jede der beiden
Richtvorrichtungen 9 mit einer Rückschiene 16a und 16b in Wirkverbindung
gebracht wird.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Ausrichten von mit einer oder zwei Rückschienen (16)
ausgerüsteten rückbaren Bandanlage in der Förderebene rechtwinklig zur
Förderrichtung durch Korrekturbewegungen an den von der idealen
Förderrichtung um ein bestimmtes Toleranzmaß vorzugsweise in
Wellenlinien abweichenden Bandabschnitten mittels eines fahrbaren
Gerätes, gekennzeichnet dadurch, dass das fahrbare Gerät ein
Rückgerät ist und die Richtvorrichtung 9 an Stelle eines Rückkopfes an
dieses vorhandenes Rückgerät (1) anbringbar ist und aus einer
Traverse (17) besteht, an deren Unterseite paarweise gegenüberliegend
mindestens vier, jeweils aus einer ersten fest angeordneten Rolle (18) und
einer zweiten mittels eines federbelasteten Kniehebels schwenkbaren und
an den Schienenkopf andrückbaren Rolle (19) bestehenden
Rollenpaare A, B, C und D angeordnet sind, die beim Richtvorgang an den
Schienenkopf einer der beiden Rückschienen (16) anliegen und ihn
teilweise formschlüssig umschließen, wobei die Rollen (18 und 19) des
Paares (A) am Anfang der Traverse (17) Schieberollen sind, denen in
einem Anstand A mindestens drei gleichermaßen ausgebildete, aus Richt-
und zugleich Führungsrollen bestehende Rollenpaare (B, C und D)
nachfolgend zugeordnet sind, die untereinander den gegenüber dem
Abstand (a) kleineren Abstand (b) aufweisen.
2. Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren Bandanlagen nach Anspruch 1,
gekennzeichnet dadurch, dass das fahrbare Gerät zur Aufnahme der
Vorrichtung entweder ein spezifisch ausgebildetes Brückenrückgerät, oder
ein zeitweise als Rückgerät umrüstbarer Raupenschlepper (1) oder ein zur
Bandanlage gehörendes Gerät wie Beladewagen oder Bandschleifenwagen
ist.
3. Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren Bandanlagen nach Anspruch 1,
gekennzeichnet dadurch, dass Achsabstand (b) zwischen den die
Richtwirkung erzielenden Rollenpaare (B, C und D) maximal so groß ist,
dass die seitliche Abweichung der Rückschiene (n) (16a und
gegebenenfalls 16b) nach dem Richtvorgang ein Toleranzmaß nicht
überschreitet.
4. Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren Bandanlagen nach Anspruch 1,
gekennzeichnet dadurch, dass beide Schienen der Bandanlage
Rückschienen (16a) sind und für jede Rückschiene (16a) eine
Richtvorrichtung (9) an einem Rückgerät angeordnet wird, das entweder
ein spezifisches Brückenrückgerät oder ein zeitweise als Rückgerät genutzter
Beladewagen oder Bandschleifenwagen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999156147 DE19956147C2 (de) | 1999-11-23 | 1999-11-23 | Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren Bandanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999156147 DE19956147C2 (de) | 1999-11-23 | 1999-11-23 | Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren Bandanlagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19956147A1 true DE19956147A1 (de) | 2001-06-07 |
| DE19956147C2 DE19956147C2 (de) | 2002-02-07 |
Family
ID=7929923
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999156147 Expired - Fee Related DE19956147C2 (de) | 1999-11-23 | 1999-11-23 | Vorrichtung zum Ausrichten von rückbaren Bandanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19956147C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20103058U1 (de) * | 2001-02-21 | 2002-07-04 | Umwelt-Technics-Nord Gmbh, 22851 Norderstedt | Rückeeinheit zum Versetzen einer Bandstraße |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4538722A (en) * | 1983-03-30 | 1985-09-03 | Mcnally Pittsburg, Inc. | Conveyor shifting apparatus and process |
| DE19516473C2 (de) * | 1995-03-06 | 1997-01-09 | Krupp Foerdertechnik Gmbh | Verfahren zum Versetzen der Bandanlage eines Absetzgerätes, eines Aufnahmegerätes o. dgl. und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
-
1999
- 1999-11-23 DE DE1999156147 patent/DE19956147C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4538722A (en) * | 1983-03-30 | 1985-09-03 | Mcnally Pittsburg, Inc. | Conveyor shifting apparatus and process |
| DE19516473C2 (de) * | 1995-03-06 | 1997-01-09 | Krupp Foerdertechnik Gmbh | Verfahren zum Versetzen der Bandanlage eines Absetzgerätes, eines Aufnahmegerätes o. dgl. und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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| DE20103058U1 (de) * | 2001-02-21 | 2002-07-04 | Umwelt-Technics-Nord Gmbh, 22851 Norderstedt | Rückeeinheit zum Versetzen einer Bandstraße |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19956147C2 (de) | 2002-02-07 |
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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Owner name: TAKRAF GMBH, 04347 LEIPZIG, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |