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Die
Erfindung betrifft ein Befehlsgerät mit einem Betätiger, der
wenigstens zwei erste Stößelelemente
aufweist und einem Schaltapparat, der wenigstens zwei räumlich und
galvanisch getrennte Kontaktgeber umfaßt, wobei jeweils ein Kontaktgeber über ein
zugeordnetes erstes Stößelelement
und ein zusätzliches
dazwischen liegendes zweites Stößelelement
betätigbar
ist.
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Derartige
Befehlsgeräte
sind bereits bekannt geworden. Sie ermöglichen eine große Anzahl
von Tastern oder Schaltern auf kleinem Raum unterzubringen.
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Sie
werden häufig
auch funktionsbedingt dort eingesetzt, wo durch eine Betätigung unabhängige Vorgänge in z.
B. zwei verschiedenen Stromkreisen ausgelöst werden sollen.
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Zwei
zusammenwirkende Stößelelemente, d.
h. erste Stößelelemente
am Betätiger
und zweite Stößelelemente
zwischen diesen und den Kontaktgebern sind deshalb notwendig, da
im Allgemeinen die Achse der Kontaktgeber außerhalb der Achse der ersten
Stößelelemente
liegt und so die Kontaktgeber von den ersten Stößelelementen nicht oder nur schlecht
betätigt
werden können,
insbesondere sofern eine Zerlegbarkeit von Betätiger und Schaltapparat gewährleistet werden
soll.
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Nachteilig
an solchen Befehlsgeräten
ist jedoch, dass zum Führen
insbesondere der zweiten Stößelelemente
ein vergleichsweise großer
konstruktiver Aufwand notwendig ist.
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Die
Führung
der zweiten Stößelelemente
erfordert zudem eine gewisse Bautiefe des Betätigers, um überhaupt eine ausreichende
Führungswirkung zu
erhalten. Große
Einbautiefen sind jedoch im Hinblick auf die ständige Verkleinerung von Systemen und
auch Schaltanlagen unerwünscht.
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Die
FR 1 300 638 A betrifft
einen elektrischen Schalter, bei dem über ein Umlenkgetriebe eine Schwenkbewegung
eines bedienbaren Schwenkhebels in eine Axialbewegung von Stiften
umgewandelt wird, wobei in einem Drehzapfen des Schwenkhebels ein
Querbolzen gelagert ist, an dem Rollen aufgenommen sind, die an
jeweils einem Kurvenstück anliegen,
wobei jedem Kurvenstück
einer der Stifte zugeordnet ist. Über die Stifte können getrennte
Kontakte betätigt
werden.
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Die
DE 44 01 314 A1 zeigt
einen Mehrstufenschalter mit einem gemeinsamen Betätigungselement
und mindestens zwei Schaltelementen zur Kontaktherstellung, wobei
die Schaltelemente nebeneinander über Kontaktelemente einer Schaltplatte
angeordnet sind und wobei im geschalteten Zustand die Kontaktelemente
durch die Schaltelemente überbrückt werden.
Beim Niederdrücken
des Betätigungselements
sprechen die Schaltelemente nacheinander an.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Befehlsgerät der eingangs genannten Art
so zu verbessern, dass es mit reduziertem konstruktiven Aufwand
herstellbar ist und die Möglichkeit
einer vergleichsweise geringeren Einbau- und/oder Aufbautiefe bietet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die jeweils zweiten Stößelelemente
starr miteinander verbunden sind. Die Erfindung macht sich dabei
die Erkenntnis zunutze, dass für eine
separate Betätigung
der räumlich
getrennten Kontaktgeber eine Verkippung der starr verbundenen zweiten
Stößelelemente,
die somit ein einziges Druckstück
bilden, vollkommen ausreichend ist. Hierdurch ist es nicht mehr
notwendig, diese zweiten Stößelelemente
in aufwendiger Weise unabhängig
voneinander zu führen.
Die starr verbundenen Stößelelemente
können
im Extremfall plattenartig ausgeführt werden, wodurch eine Verkleinerung
der Bauhöhe des
Befehlsgerätes
leicht möglich
ist.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn die Kontaktgeber einen vergleichsweise kurzen
Kontakthub besitzen. Durch diese Maßnahme genügt bereits eine leichte Verkippung
der starr verbundenen zweiten Stößelelemente,
um einen Schaltvorgang auszulösen.
Darüber
hinaus können
die starr verbundenen Stößelelemente
mit vergleichsweise wenig Spiel, z. B. in einem Gehäuse eines
Schaltapparates, untergebracht werden, woraus sich eine einfache,
aber dennoch exakte Führung
erzielen läßt. Dies
trägt zu einem
zuverlässigen
und präzisen
Schaltverhalten der Kontaktgeber bei.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
sind zwei erste Stößelelemente
und zwei Kontaktgeber vorgesehen.
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Besonders
vorteilhaft ist die Weiterbildung der Erfindung dahingehend, daß wenigstens
ein Kontaktgeber, vorzugsweise alle Kontaktgeber, Schnappscheiben
umfassen. Schnappscheiben haben den Vorteil eines besonders kleinen
Kontakthubes und begünstigen
daher eine geringe Bauhöhe des
Befehlsgerätes.
In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn jeder Kontaktgeber
einen Wechsler aufweist. So läßt sich
beispielsweise bei einem Schlüsselschalter
durch Drehen des Schlüssels
jeweils der Schließer öffnen und
der Öffner
schließen, um
gewünschte
Vorgänge
in zwei Stromkreisen auslösen
zu können.
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Um
insbesondere bei einem kurzen Kontakthub der Kontaktgeber, einer
Bedienperson den Eindruck eines deutlichen Schalteffekts, entsprechend wie
bei einem Kontaktgeber mit größerem Schalthub zu
vermitteln, wird im Weiteren vorgeschlagen, daß zwischen wenigstens einem
Kontaktgeber und den starr verbundenen Stößelelementen ein elastisches Element,
wie z. B. eine Druckfeder, vorgesehen ist.
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Zeichnungen
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung unter Angabe weiterer Vorteile und Einzelheiten näher erläutert.
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Es
zeigen
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1a eine
Querschnittsansicht gemäß der Schnittlinie
I-I in 1b, eines Schaltapparates mit
2 Gehäuseteilen
für ein
erfindungsgemäßes Befehlsgerät
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1b den
Schaltapparat gemäß 1a in einer
geöffneten
Draufsicht ohne oberes Gehäuseteil,
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1c eine
Schnittansicht des Schaltapparats gemäß einer Schnittlinie II-II
in 1a,
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2 den
Schaltapparat gemäß 1a mit einem
aufgesetzten Betätiger
in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht,
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3 den
Betätiger
gemäß 2 in
einer Ansicht von unten.
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Beschreibung des Ausführungsbeispiels.
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In
den 1a bis c ist ein Schaltapparat 1 eines
erfindungsgemäßen Befehlsgerätes dargestellt. Der
Schaltapparat 1 besitzt ein zweiteiliges Gehäuse 2 mit
einem Anschlußkontakte 3 aufweisenden
Bodenteil 4 und einem mit einer Rohrhülse 5 versehenen Sockelteil 6.
Sockelteil 6 und Bodenteil 4 sind ineinander verrastet.
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Im
Bodenteil 4 des Gehäuses 2 können durch
ein einziges Druckstück 9,
das ansonsten zwei getrennt geführte
zweite Stößelelemente
erfordern würde,
zwei Schnappscheiben 7, 8 betätigt werden.
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Die
Rohrhülse 5 wird
mit einem Betätiger 30 gemäß 2 verrastet.
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Das
ovale Druckstück 9 weist
kreisabschnittsförmige
Druckstege 10, 11 auf, die konzentrisch zur Längsachse
des Schaltapparates angeordnet sind. Die Druckstege 10, 11 wirken
mit getrennt entlang der Längsachse 33 des
Betätigers 30 sowie des
Schaltapparats 1 bewegbaren ersten Stößelelementen 31, 32 des
Betätigers 30 derart
zusammen, daß durch
Druck auf z. B. den Drucksteg 11 über das erste Stößelelement 31 das
Druckstück 9 in 1a nach
rechts verkippt und dabei mit der Schnappscheibe 7 einen
Schaltvorgang bewirkt, wobei jedoch mit der Schnappscheibe 8 nicht
geschaltet wird. Andererseits wird durch ausreichenden Druck auf
den Drucksteg 10 durch das erste Stößelelement 32 des Betätigers 30 das
Druckstück 9 in 1a nach
links verkippt und somit mit der Schnappscheibe 8 durchgeschaltet,
wobei mit der Schnappscheibe 7 nicht geschaltet wird.
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Um
für eine
Bedienperson den Schaltvorgang besser spürbar zu machen, ist zwischen
der Druckplatte 9 und jeder Schnappscheibe 7 eine Druckfeder 12 angeordnet.
Auf diese Weise wird nicht bereits bei einem minimalen nach unten
Drücken
einer Seite des Druckstücks
die dazugehörige Schnappscheibe
durchgeschaltet, sondern erst nach einem gewissen größeren Betätigungsweg.
Der Betätigungsweg
hängt von
der Dimensionierung der Druckfeder 12 ab. Erst nach Erreichen
des vorgegebenen Betätigungsweges
schnappt die Schnappscheibe 7, 8 um. Damit kann
der Schaltvorgang auch bei sehr kleinen Kontakthüben eines Kontaktgebers, wie
z. B. eines Schnappschalters, für
eine Bedienperson deutlich wahrgenommen werden.
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Die
Druckfedern 12 ruhen im Druckstück 9 in einer entsprechenden
Ausnehmung 13, an deren Boden für eine weitere Fixierung jeweils
ein Zapfen 14 angeordnet ist.
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Das
Druckstück 9 ist über gegenüberliegende
Nasen 15, 16 in etwas größeren Führungsnuten 17, 18 geführt, die
eine Verkippung des Druckstücks bis
zu einem gewissen Grad zulassen.
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Zentrisch
zur Längsachse 33 des
Schaltapparates 1 ist beispielhaft eine Lampenfassung 19 angeordnet,
die an zwei gegenüberliegenden
Stellen Lampenkontakte 20 aufweist und über Rastnasen 21 im
Gehäuse 2 gehalten
wird (s. 1c).
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Die
Druckstege 10, 11 umschließen, wie aus 1a und
b ersichtlich, teilweise diese Lampenfassung.
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Der
Betätiger 30 weist
ebenfalls wie der Schaltapparat 1 eine Rohrhülse 34 auf,
die sich in die Rohrhülse 5 des
Schaltapparats 1 einschieben und durch nicht dargestellte
Rastmittel mit der Rohrhülse 5 verrasten
läßt. Entlang
der Rohrhülse 34 lassen sich
die ersten Stößelelemente 31, 32 durch
Drehen eines beispielhaft dargestellten Drehgriffs 35 um
eine Neutralposition nach links oder rechts abwechselnd zur Betätigung der
Schnappscheibe 7 oder 8 in Richtung des Druckstegs 11 oder 10 bewegen.
In 3 sind die ersten Stößelelemente 31, 32 in
einer Ansicht von unten zu sehen. Die Stößelelemente sind in diesem
Bespiel als Hälften
eines Rohrkörpers
ausgeführt,
die sich getrennt voneinander bewegen lassen.
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Durch
die erfindungsgemäße Ausführung von
zwei Stößelelementen
in Form eines starren Druckstücks 9 kann
ein Schaltapparat 1 in seinem konstruktiven Aufbau wesentlich
vereinfacht und auch in seiner Bauhöhe reduziert werden. Der Schaltapparat
wird zudem insgesamt zuverlässiger,
da ein Verkanten oder Verklemmen von einzelnen Stößelelementen
durch eine schadhafte bzw. unzureichende Führung vermieden wird.
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- 1
- Schaltapparat
- 2
- Gehäuse
- 3
- Anschlußkontakt
- 4
- Bodenteil
- 5
- Rohrhülse
- 6
- Sockelteil
- 7
- Schnappscheibe
- 8
- Schnappscheibe
- 9
- Druckstück
- 10
- Drucksteg
- 11
- Drucksteg
- 12
- Druckfeder
- 13
- Ausnehmung
- 14
- Zapfen
- 15
- Nase
- 16
- Nase
- 17
- Führungsnut
- 18
- Führungsnut
- 19
- Lampenfassung
- 20
- Lampenkontakt
- 21
- Rastnase
für Lampenfassung
- 30
- Betätiger
- 31
- erstes
Stößelelement
- 32
- erstes
Stößelelement
- 33
- Längsachse
- 34
- Rohrhülse
- 35
- Drehgriff