DE19951722A1 - Kraftfahrzeug-Rücksitz - Google Patents
Kraftfahrzeug-RücksitzInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeug-Rücksitz mit einem Sitzteil und einer klappbaren Rückenlehne, wobei der Sitz mit auf das Sitzteil geklappter Rückenlehne um eine vordere Querachse in eine im wesentlichen aufrechte Position überführbar ist (Faltstellung). Derartige Sitze haben nach dem Stand der Technik eine relativ hoch liegende, stationäre Klappachse. Die dazu erforderliche, am Sitzteil-Rahmen ausgebildete Tragstruktur ist optisch nicht ansprechend und muß daher aufwendig verblendet werden. Des weiteren wird auch die Polsterung der Rückenlehne durch diese Konstruktionen erschwert. Aufgabe der Erfindung ist es, diese Mängel abzustellen. Diese Aufgabe wird bei einem Sitz der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Klappachse (12) der Rückenlehne (3) für einen zwängungsfreien Klappvorgang aus einer relativ zum Sitzteil (2) tiefen Gebrauchsposition in eine relativ zum Sitzteil (2) erhöhte Position überführbar ist.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kraftfahr
zeug-Rücksitz mit einem Sitzteil und einer klappbaren Rückenleh
ne, wobei der Sitz mit auf das Sitzteil geklappter Rückenlehne
um eine vordere Querachse in eine im wesentlichen aufrechte Po
sition überführbar ist (Faltstellung).
Derartige Sitze sind in der Fachwelt als faltbare Sitze be
kannt. Sie kommen insbesondere in Kleinbussen, Vans und Mini-
Vans zum Einsatz. Im gefalteten Zustand nehmen diese Sitze we
sentlich weniger Platz ein als im Gebrauchszustand. Das schafft
mehr Platz, z. B. Laderaum im Fahrzeug.
Gattungsgemäße Kraftfahrzeug-Rücksitze (nachfolgend abkür
zend Sitze genannt) sind beispielsweise aus US 5,393,116,
DE 196 07 060 und GB 2 284 755 A bekannt. Um die Rückenlehne
zwängungsfrei mit dem Sitzteil auf dasselbe klappen zu können,
haben derartige Sitze eine relativ hoch liegende, stationäre
Klappachse, die entweder an den an ihren hinteren Enden hochge
zogenen Seitenteilen des Sitzteil-Rahmens oder an entsprechen
den, sitzteilfesten Adaptern ausgebildet ist. Da diese nach oben
gezogenen Tragstrukturen der Klappachse optisch nicht anspre
chend sind, müssen sie entsprechend aufwendig verblendet werden.
Des weiteren wird auch die Polsterung der Rückenlehne durch die
se Konstruktionen erschwert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genann
ten Mängel abzustellen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Sitz der ein
gangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Klappachse der
Rückenlehne für einen zwängungsfreien Klappvorgang aus einer rela
tiv zum Sitzteil tiefen Gebrauchsposition in eine relativ zum
Sitzteil erhöhte Position überführbar ist.
Bei in Gebrauchsstellung befindlichem Sitz ist die Klappach
se in einer relativ tiefen Position angeordnet, so daß Verblen
dungen von nach dem Stand der Technik erforderlichen Tragstruk
turen entfallen können. Da die Rückenlehne weiterhin von ihrer
Oberkante bis zum Polsterspalt mit dem Sitzteil einstückig
durchgeht, vereinfacht sich die Polsterung. Ein weiterer Vorteil
ist darin zu sehen, daß die Klappachse in ihrer tiefen Ge
brauchsposition gleichzeitig als Neigungs-Verstellachse dienen
kann, wenn entsprechende Neigungs-Verstelleinrichtungen für die
Rückenlehne vorgesehen sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbei
spiel näher erläutert. In der dazugehörigen Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines er
findungsgemäßen Sitzes in seiner Gebrauchs
stellung,
Fig. 2 eine Darstellung gemäß Fig. 1 bei in Cargo-
Stellung befindlichem Sitz,
Fig. 3 eine Darstellung gemäß Fig. 1 bei in
Schnell-Cargo-Position befindlichem Sitz
und
Fig. 4 eine Darstellung gemäß Fig. 1 bei in Falt
stellung befindlichem Sitz.
Der in der Zeichnung dargestellte Sitz 1 weist ein Sitzteil
2 sowie eine Rückenlehne 3 mit einer daran in üblicher Weise be
festigten Kopfstütze 14 auf. Er ist auf der ersten Stufe 4 eines
doppelt gestuften Fahrzeugbodens 5 angeordnet. Die zweite Stufe
6 des Fahrzeugbodens 5 bildet einen Laderaum. Der Sitz 1 ist
hinter einer vorderen Sitzreihe angeordnet, die durch eine
Rückenlehne 7 symbolisch dargestellt ist.
Unter dem Sitzteil 2 verläuft ein Faltrahmen 8, an dessen
vorderem Ende eine Querachse 9 ausgebildet ist, über die das
Sitzteil 2 drehgelenkig mit dem Faltrahmen 8 verbunden ist. Die
Querachse 9 ist ihrerseits auf der Stufe 4 drehgelenkig an den
Fahrzeugboden 5 angeschlagen. Vom hinteren Ende des Faltrahmens
8 ragen beidseitig vom Sitzteil 2 Vertikalführungen 10 nach oben
auf, die starr mit dem Faltrahmen 8 verbunden sind. Die unteren
Enden dieser Vertikalführungen 10 stützen sich auf der Stufe 4
des Fahrzeugbodens 5 ab und bilden somit gleichzeitig hintere
Füße des Sitzes 1. In die Vertikalführungen 10 sind Schienen 11
teleskopartig eingeschoben, an deren oberen Enden eine Klappach
se 12 mit der Rückenlehne 3 ausgebildet ist.
Bei in Gebrauchsstellung befindlichem Sitz 1 (Fig. 1) sind
die Schieren 11 vollständig in die Vertikalführungen 10 einge
fahren, so daß sich die Klappachse 12 in ihrer tiefsten Position
befindet. Die Rückenlehne 3 ist in Gebrauchslage an der Karosse
rie gegen Klappen arretiert, was symbolisch durch eine Verriege
lungseinrichtung 13 dargestellt ist.
Zur Überführung des Sitzes 1 aus seiner Gebrauchsstellung
(Fig. 1) in seine Cargo-Stellung (Fig. 2) ist das Sitzteil 2 zu
nächst um die vordere Querachse 9 nach vorn zu klappen. Wenn ei
ne Verriegelung des Sitzteils 2 am Faltrahmen 8 vorgesehen ist,
ist diese zuvor zu lösen. Anschließend kann dann die Rückenlehne
3 nach dem Lösen der Verriegelungseinrichtung 13 um die
Klappachse 12 nach vorn geklappt werden. Zuvor ist die Kopfstüt
ze 3 abzunehmen, um Zwängungen mit dem aufgestellten Sitzteil 2
zu vermeiden.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, bildet die Rückseite der
Rückenlehne 3 in der Cargo-Position mit der Stufe 6 des Fahr
zeugbodens 5 eine durchgehende Ebene, so daß sich ein erweiter
ter, stufenloser Laderaum ergibt.
Es ist nicht immer erforderlich, den erweiterten Laderaum
stufenlos zur Verfügung zu haben, zum Beispiel dann nicht, wenn
Fahrräder und ähnliche Gegenstände befördert werden sollen. Für
derartige Anwendungsfälle ist eine Schnell-Cargo-Position vorge
sehen, die in Fig. 3 dargestellt ist. Um diese Position zu er
reichen, sind lediglich die Schienen 11 aus ihren Vertikalfüh
rungen 10 nach oben zu ziehen (sofern zwischen den Vertikalfüh
rungen 10 und den Schienen 11 eine Verriegelung vorgesehen ist,
ist diese natürlich zuvor zu lösen). Die Klappachse 12 kommt da
durch in eine erhöhte Position, welche ein zwängungsfreies Klap
pen der Rückenlehne 3 auf das Sitzteil 2 gestattet. Bei der
Schnell-Cargo-Position entfällt somit das für die Cargo-Position
erforderliche Nachvornklappen des Sitzteils 2 und das Entfernen
der Kopfstütze 4.
Die in Fig. 4 dargestellte Faltposition des Sitzes 1 wird
aus der Schnell-Cargo-Position (Figur. 3) durch Vorklappen des Pa
kets Sitzteil 2/Rückenlehne 3 um die vordere Querachse 9 er
reicht.
Claims (4)
1. Kraftfahrzeug-Rücksitz mit einem Sitzteil und einer klappba
ren Rückenlehne, wobei der Sitz mit auf das Sitzteil ge
klappter Rückenlehne um eine vordere Querachse in eine im
wesentlichen aufrechte Position überführbar ist (Faltstel
lung), dadurch gekennzeichnet, daß die Klappachse (12) der
Rückenlehne (3) für einen zwängungsfreien Klappvorgang aus
einer relativ zum Sitzteil (2) tiefen Gebrauchsposition in
eine relativ zum Sitzteil (2) erhöhte Position überführbar
ist.
2. Kraftfahrzeug-Rücksitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß beidseitig vom Sitzteil (2) sitzteilfeste Vertikal
führungen (10) vorgesehen sind, in denen ein- und ausfahrba
re Schienen (11) teleskopartig geführt sind, an deren oberen
Enden die Klappachse (12) gelagert ist.
3. Kraftfahrzeug-Rücksitz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Vertikalführungen (10) gleichzeitig hintere Fü
ße für den Sitz (1) bilden, die sich lösbar und gegebenen
falls arretierbar am Fahrzeugboden (5) abstützen.
4. Kraftfahrzeug-Rücksitz nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Vertikalführungen (10) starr
mit den hinteren Enden eines sich unter dem Sitzteil (2)
nach vorn erstreckenden Faltrahmens (8) verbunden sind, an
dessen vorderen Ende die Querachse (9) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999151722 DE19951722C2 (de) | 1999-10-27 | 1999-10-27 | Kraftfahrzeug-Rücksitz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999151722 DE19951722C2 (de) | 1999-10-27 | 1999-10-27 | Kraftfahrzeug-Rücksitz |
Publications (2)
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|---|---|
| DE19951722A1 true DE19951722A1 (de) | 2001-05-03 |
| DE19951722C2 DE19951722C2 (de) | 2001-10-25 |
Family
ID=7927037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999151722 Expired - Fee Related DE19951722C2 (de) | 1999-10-27 | 1999-10-27 | Kraftfahrzeug-Rücksitz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19951722C2 (de) |
Cited By (4)
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-
1999
- 1999-10-27 DE DE1999151722 patent/DE19951722C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19951722C2 (de) | 2001-10-25 |
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| DE102011110570A1 (de) | Kraftfahrzeugsitz, der in eine in einemKraftfahrzeugboden eingelassene Mulde verstaubar ist |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: FAURECIA AUTOSITZE GMBH & CO. KG, 31655 STADTHAGEN |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: FAURECIA AUTOSITZE GMBH, 31655 STADTHAGEN, DE |
|
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20110502 |