DE19943375A1 - Entlüftungsanordnung für einen Viertaktmotor - Google Patents
Entlüftungsanordnung für einen ViertaktmotorInfo
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Abstract
Es wird eine Entlüftungsanordnung mit einer Entlüftungskammer (30) vorgeschlagen, in die Öl nur schwer eindringen kann und die leicht hergestellt werden kann. Hierzu ist eine Trennwand (42) integral mit einem Nockenhalter (31) ausgebildet. In dieser Trennwand (42) ist ein Einlaß (32) vorgesehen. Dieser Einlaß (32) ist gleitend an einer rotierenden Oberfläche von Nocken (12a, 13a) angeordnet. Eine Rippe (38) macht es für Öl schwierig, von den Nocken (12a, 13a) verspritzt zu werden. Sie ist integral mit dem Nockenhalter (31) ausgebildet. Die Wand (42) des Nockenhalters (31) und ein Zylinderkopfdeckel (4) sind miteinander verbunden und durch eine Dichtung abgedichtet. Zwischen ihnen ist die Entlüftungskammer (30) gebildet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Entlüftungsanordnung für einen Viertaktmotor.
Bei einer bekannten Entlüftungsanordnung für einen Viertaktmotor bilden
einen Kopfdeckel und eine Entlüftungsplatte zusammen eine Entlüftungs
kammer. An der Entlüftungsplatte ist ein kaminartiger Vorsprung angeord
net, um zu verhindern, daß Öl in die Entlüftungskammer strömt. Einige
Typen, die keinen kaminartigen Vorsprung benötigen, besitzen eine Platte,
in der ein Loch ausgebildet ist.
Da das von einem Nocken verspritzte Öl leicht in die Entlüftungskammer
gelangt, besitzt die Entlüftungskammer eine komplizierte Gestalt, um ihr
Funktionieren zu gewährleisten. Die Vorsehung eines kaminartigen
Vorsprungs an der Platte führt zu einer komplizierten Platte und zu einem
erhöhten Kostenaufwand, wenngleich dies wirksam ist, um das Eindringen
von Öl zu verhindern.
Zur Lösung der vorstehenden Problematik ist erfindungsgemäß eine
Entlüftungsanordnung für einen Viertaktmotor vorgesehen, wobei eine
Trennwand mit einem Nockenhalter baulich integriert ausgebildet ist, um
den Nockenhalter in einen oberen und einen unteren Bereich zu unterteilen,
so daß der obere Bereich des Nockenhalters und die Trennwand für eine
Entlüftungskammer verwendbar sind. Eine gesonderte Entlüftungsplatte muß
dabei nicht vorgesehen werden. Dies erlaubt eine problemlose Herstellung
der Entlüftungskammer mit einer einfachen Gestalt.
ln der Trennwand können ein Entlüftungskammereinlaß sowie ein Rück
laufloch für abgesondertes Öl ausgebildet sein. Diese Öffnungen können
hergestellt werden, wenn der Nockenhalter gebildet wird.
Der Entlüftungskammereinlaß und die Rücklauföffnung für das abgesonderte
Öl können zwischen Einlaß- und Auslaßnockenwellen gebildet sein.
Hierdurch ergibt sich eine große Freiheit bei der Positionierung der
Öffnungen.
Der Einlaß-/Auslaß-Nockenhalter kann integral bzw. einstückig mit der
Trennwand ausgebildet sein. Sie können so leicht hergestellt werden. Es
versteht sich aber, daß sie auch getrennt sein können.
In Oben-Unten-Richtung des Nockenhalters bzw. oberhalb und unterhalb
desselben kann ein Paar von Trennwänden ausgebildet sein. Die Entlüf
tungskammer kann so mit einer zweistöckigen Gestalt ausgebildet werden.
Es kann eine Platte vorgesehen sein, um die Entlüftungskammer weiter zu
unterteilen. Die Fähigkeit zur Ölabsonderung kann so verbessert werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher
erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 eine vergrößerte Querschnittsansicht, die die Hauptteile eines
Kraftradmotors bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform
zeigt,
Fig. 2 eine Seitenansicht, die den gesamten Motor zeigt, wobei
jedoch ein Teil im Schnitt zu sehen ist,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Nockenhalter,
Fig. 4 eine Ansicht, die eine Unterseite des Nockenhalters zusammen
mit Nockenwellen zeigt, und
Fig. 5 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 bei einer zweiten bevor
zugten Ausführungsform.
Zunächst wird mit Bezug auf Fig. 2 die Grobstruktur des Motors erläutert.
Dieser Motor ist ein wassergekühlter Viertaktmotor mit doppelter oben
liegender Nockenwelle. Er weist ein Kurbelgehäuse 1, einen Zylinder 2,
einen Zylinderkopf 3 sowie einen Zylinderkopfdeckel 4 auf, welcher Teil des
Zylinderkopfs 3 ist. Ein verschiebbar in dem Zylinder 2 aufgenommener
Kolben 5 steht mit einer Kurbelwelle 6 (deren zentraler Bereich gezeigt ist)
in dem Kurbelgehäuse 1 in Verbindung. Er bildet zwischen sich und dem
Zylinder 2 sowie dem Zylinderkopf 3 eine Brennkammer 9.
Am Zylinderkopf 3 sind eine Einlaßöffnung 7 und eine Auslaßöffnung 8
vorgesehen, die mit der Brennkammer 9 in Verbindung stehen und durch ein
Einlaßventil 10 bzw. ein Auslaßventil 11 zu öffnen und zu schließen sind.
Das Einlaßventil 10 und das Auslaßventil 11 werden von Nocken 12a, 13a
an Nockenwellen 12, 13 betätigt, die sich synchron zur Kurbelwelle 6
drehen.
Die Bezugszeichen 14a, 14b in den Figuren bezeichnen Wassermäntel, 15
bezeichnet eine Wasserpumpe, 16 bezeichnet einen Wasserschlauch, 20
bezeichnet ein Thermostatgehäuse, 22 bezeichnet einen Kühlwasserauslaß,
23 bezeichnet einen Bypass-Schlauch, 24 bezeichnet einen Anlasser, 25
bezeichnet einen Vergaser, 26 bezeichnet ein Einlaßrohr zur Entgegennahme
von Kühlwasser über einen Wasserschlauch 27 von einem Kühler, 28
bezeichnet eine Ölwanne und 29 bezeichnet einen Ölfilter.
Als nächstes wird der Aufbau einer Entlüftungskammer 30 im einzelnen
erläutert. Diese Entlüftungskammer 30 ist im oberen Bereich des Zylin
derkopfdeckels 4 zwischen diesem und einem Nockenhalter 31 angeordnet.
Ein Einlaß 32 der Entlüftungskammer 30 ist als Öffnung im Nockenhalter 31
ausgebildet und dient zugleich als Öffnung, um Öl zur Seite des Zylin
derkopfs 3 hin zurückzuleiten. Der Raum zwischen dem Zylinderkopfdeckel
4 und dem Nockenhalter 31 ist durch eine Nockenhalterdichtung 33
abgedichtet, die integral mit einer zwischen den Zylinderkopf 3 und den
Zylinderkopfdeckel 4 eingesetzten äußeren Zylinderkopfdichtung 34
ausgebildet ist.
Wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt, ist der Einlaß 32 in Längsrichtung des
Fahrzeugs in einem mittleren Bereich zwischen benachbarten Zündkerzenlö
chern 35 ausgebildet. Der Einlaß 32 befindet sich in niedrigster Position,
wobei er als Weg dient, durch den zum Nockenhalter 31 verstreutes Öl zum
Zylinderkopf 3 zurücklaufen kann. Ferner ist der Einlaß 32 in einem mittleren
Bereich zwischen Befestigungsbolzen 36 des Nockenhalters 31 angeordnet,
und zwar im Abstand von den rotierenden Oberflächen der Nocken 12a, 13a
der Nockenwellen 12, 13 (siehe Fig. 4).
Zwischen den rotierenden Oberflächen der Nocken 12a, 13a und dem Einlaß
32 ist ferner eine integral mit dem Nockenhalter 31 ausgebildete Rippe 37
vorgesehen, welche nach unten zur Seite des Zylinderkopfs 3 ragt. Durch
diese Ausbildung ist es höchst unwahrscheinlich, daß von den Nocken 12a,
13a verspritztes Öl in den Einlaß 32 eindringt. Die Oberseite des Nockenhal
ters 31, wo der Einlaß 32 gebildet ist, ist von einer ringförmig zusammen
hängenden Rippe 40 umschlossen. Diese Rippe 40 steht mit einer Rippe 41
in Verbindung, welche das jeweilige Zündkerzenloch 35 umschließt. Die
Höhe der oberen Endfläche dieser Rippen ist die gleiche (Fig. 3); sie bilden
mit Hilfe der Zylinderkopfdichtung 34 eine Dichtfläche.
Zu beachten ist, daß die Bezugsziffer 45 in Fig. 1 eine Membranventilkam
mer bezeichnet, in der ein Membranventil 46 angeordnet ist und die von
einer Abdeckung 47 abgedeckt ist, welche sich von dem Zylinderkopfdeckel
4 unterscheidet. Die Abdeckung 47 weist einen einstückig angeformten
Rohrstutzen 48 auf, über den Frischluft als Zweit- oder Zusatzluft einge
saugt und zur Auslaßöffnung 8 geliefert wird, und zwar unter dem Einfluß
von Abgaspulsationen in der Auslaßöffnung 8.
An der äußeren Seite der Dichtfläche bildet eine obere Endfläche 39 der den
Zylinderkopf 3 umschließenden Wand eine Dichtfläche bedingt durch die
zwischen den Zylinderkopf 3 und den Zylinderkopfdeckel 4 eingesetzte
Zylinderkopfdichtung 34. Die Dichtung 33 und die Zylinderkopfdichtung 34
sind einstückig miteinander zusammenhängend ausgebildet und an einer
geeigneten Stelle brückenartig miteinander verbunden (nicht gezeigt). Es
versteht sich jedoch, daß die Nockenhalterdichtung 33 auch getrennt von
der Zylinderkopfdichtung 34 ausgebildet sein kann.
Ein Teil des Nockenhalters 31 bildet eine Trennwand 42, welche innerhalb
des Zylinderkopfdeckels 4 eine Nocken kammer von einem oberen Raum
abteilt. An der Trennwand 42 ist eine Bogenabdeckung 43 ausgebildet,
welche den oberen Bereich der Nocken 12a, 13a gekrümmt abdeckt. Die
Räume zwischen den Nocken 12a und 13a bilden talartige untere Bereiche,
an deren einigen ein Einlaß 32 ausgebildet ist. Die Nockenhalterdichtung 33
dichtet den Zwischenraum zwischen der Entlüfungskammer 30 und der
Trennwand 42 ab.
Als nächstes wird die Funktionsweise dieser bevorzugten Ausführungsform
erläutert. Die Trennwand 42 ist integral mit dem Nockenhalter 31 ausgebil
det und unterteilt den Nockenhalter 31 in einen oberen und einen unteren
Bereich. Da der obere Bereich des Nockenhalters 31 und die Trennwand 42
für die Entlüftungskammer 30 verwendet werden, besteht keine Notwendig
keit, eine gesonderte Entlüftungsplatte vorzusehen.
Da zudem der Lüftungskammereinlaß 32, der zugleich als Rücklauföffnung
für abgesondertes Öl dient, an der Trennwand 42 ausgebildet ist, kann
diese Öffnung gleichzeitig mit der Bildung des Nockenhalters hergestellt
werden.
Da ferner der Entlüftungskammereinlaß 32 bzw. die Rücklauföffnung für
abgesondertes Öl zwischen den Einlaß- und Auslaßnockenwellen 12, 13
angeordnet ist, besteht eine große Freiheit bei der Festlegung der Position
für diese Öffnung.
Da außerdem der Einlaß-/Auslaß-Nockenhalter 31 und die Trennwand 42
integral zusammenhängend ausgebildet sind, können sie leicht hergestellt
werden. Es versteht sich allerdings, daß sie auch getrennt sein können.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist eine Entlüftungsplatte 51
mittels eines Bolzens 52 an einem Vorsprung 50 angebracht, welcher
einstückig mit dem Zylinderkopfdeckel 4 ausgebildet ist und vom oberen Teil
des Zylinderkopfdeckels 4 nach unten ragt. Der Zylinderkopfdeckel 4 und
die Entlüftungsplatte 51 bilden dabei eine Entlüftungskammer 30.
Der Nockenhalter 31 besitzt die gleiche Gestalt wie bei der vorangehenden
ersten Ausführungsform. Eine Entlüfungsunterkammer 53 ist an einer Stelle
gebildet, die im wesentlichen gleich der des Einlasses 32 ist. Die Entlüf
tungsunterkammer 53 ist von einer Rippe 38 umgrenzt, welche integral mit
dem Nockenhalter 31 ausgebildet ist.
An der Stelle des Einlasses 32 der vorhergehenden Ausführungsform ist ein
Einlaß 54 zu der Entlüftungsunterkammer 53 gebildet. An der Grenze des
oberen Endes der Entlüftungskammer 53 ist ein Einlaß 32 für die Entlüf
tungskammer 30 gebildet.
Durch die Bildung eines Paars von Trennwänden 42, 51 im oberen und
unteren Bereich des Nockenhalters 31 können die Entlüftungskammern 30,
53 mit einer zweigeschossigen Struktur gebildet werden. Aufgrund der
Vorsehung der Trennwand 51 zur Trennung der Entlüftungskammern 30
und 53 kann die Fähigkeit verbessert werden, Öl abzuscheiden.
Zusammenfassend wird eine Entlüftungsanordnung mit einer Entlüftungs
kammer vorgeschlagen, in die Öl nur schwer eindringen kann und die leicht
hergestellt werden kann. Hierzu ist eine Trennwand integral mit einem
Nockenhalter ausgebildet. In dieser Trennwand ist ein Einlaß vorgesehen.
Dieser Einlaß ist gleitend an einer rotierenden Oberfläche von Nocken
angeordnet. Eine Rippe macht es für Öl schwierig, von den Nocken ver
spritzt zu werden. Sie ist integral mit dem Nockenhalter ausgebildet. Die
Wand des Nockenhalters und ein Zylinderkopfdeckel sind miteinander
verbunden und durch eine Dichtung abgedichtet. Zwischen ihnen ist die
Entlüftungskammer gebildet.
Claims (6)
1. Entlüftungsanordnung für einen Viertaktmotor, wobei eine Trenn
wand (42) mit einem Nockenhalter (31) baulich integriert ausgebildet
ist, um den Nockenhalter (31) in einen oberen und einen unteren
Bereich zu unterteilen, so daß der obere Bereich des Nockenhalters
(31) und die Trennwand (42) für eine Entlüftungskammer (30)
verwendbar sind.
2. Entlüftungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Trennwand (42) ein Entlüftungskammereinlaß (32) und ein
Rücklaufloch für abgesondertes Öl gebildet sind.
3. Entlüftungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Entlüftungskammereinlaß (32) und das Rücklaufloch für
abgesondertes Öl zwischen Einlaß- und Auslaß-Nockenwellen (12,
13) gebildet sind.
4. Entlüftungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Einlaß-/Auslaß-Nockenhalter (31) einstückig
mit der Trennwand (42) ausgebildet ist.
5. Entlüftungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Paar von Trennwänden (42, 51) in Oben-
Unten-Richtung des Nockenhalters (31) gebildet ist.
6. Entlüftungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Platte (51) vorgesehen ist, um die Entlüf
tungskammer weiter zu unterteilen.
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