DE19942701C1 - Pumpe, insbesondere Faßpumpe - Google Patents
Pumpe, insbesondere FaßpumpeInfo
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Abstract
Die Fasspumpe (1) weist im Bereich ihres Einlasses (7) eine feststehende Fußplatte (8) mit Öffnungen (9, 10) auf, gegenüber der eine weitere Platte (18) mit Öffnungen (19, 20) mittels einer das Pumpengehäuse (2) umgreifenden Hülse (13) verdrehbar gelagert ist. Durch die Verdrehbarkeit der Platte (18) können die Öffnungen (9, 10) in der Fußplatte (8) der Pumpe (1) geöffnet oder geschlossen werden. Der Schließkörper bewegt sich dabei in einer Ebene, die senkrecht zur Rotorachse (25) liegt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Pumpe für Flüssigkeiten,
insbesondere Fasspumpe, mit einem in einem Gehäusemantel
angeordneten und über eine Rotorwelle durch einen Motor an
getriebenen Pumprotor, der im Bereich eines Einlasses zur
Förderung der Flüssigkeit zu einem Auslaß angeordnet ist, wo
bei der Einlaß durch eine in Strömungsrichtung der Flüssig
keit vor dem Pumprotor befindliche Schließvorrichtung ver
schließbar ist. Eine Pumpe dieser Art ist aus der DE
196 30 347 C2 bekannt.
Dort ist die Rotorwelle axial verschiebbar gegenüber dem Pum
pengehäuse angeordnet und trägt an ihrem äußeren Ende
einen Ventilkörper, mit dem der Einlaß verschließbar ist.
Nachteilig hierbei ist die Tatsache, dass der Ventilteller oder
Schließkörper für seine Axialverschiebung verhältnismäßig viel
Platz benötigt, so dass der Pumprotor verhältnismäßig weit
vom Fassboden entfernt ist. Weiterhin ist als nachteilig anzu
sehen, dass die Rotorwelle im geöffneten Zustand der Fass
pumpe ständig gegen den Ventilteller drückt, um ihn in der
Offenstellung zu halten. Hierdurch ist am Schließkörper ein
entsprechendes Drucklager nach Art einer Gleitringdichtung
erforderlich.
Aus der DE 37 18 325 A1 geht ebenfalls eine Fasspumpe der
gattungsgemäßen Bauart als bekannt hervor, bei der der
Schließkörper der Schließvorrichtung eine axial verschiebbare
Schiebehülse ist, die in dem Gehäusemantel angeordnete Ein
laßöffungen verschließt.
Aus der DE 30 07 601 A1 ist eine Armatur mit einer Grund
platte und einem scheibenförmigen Abschlusskörper bekannt,
welche Öffnungen aufweisen, die mindestens teilweise mitein
ander ausrichtbar sind. Die DE 25 06 030 C2 offenbart einen
Absperrschieber mit einem Verschlussstück in Form einer Iris
blende und aus der US 5 667 198 geht eine als ausschwenk
bare Platte ausgebildete Schließvorrichtung als bekannt her
vor. Dieser Stand der Technik regt jedoch die Anordnung sol
cher Schließvorrichtungen am Einlaß einer gattungsgemäßen
Fasspumpe nicht an.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pumpe der weiter oben an
gegebenen Art so auszugestalten, dass der Einlaß und damit
auch der Pumprotor sehr nahe über dem Fassboden liegt, wo
durch eine nahezu vollständige Entleerung des Fasses ermög
licht wird. Außerdem soll die Betätigung der Schließvorrich
tung konstruktiv einfach sein.
Diese Aufgabe wird bei einer Pumpt der eingangs erläuterten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Schließvorrich
tung zumindest einen Schließkörper umfasst, der im Bereich
des Einlasses in einer Ebene bewegbar ist, die im wesentlichen
quer zur Rotorachse liegt. Bei dieser grundsätzlichen Ausge
staltung wird die axiale Verschiebung der Rotorwelle und da
mit diejenige der Schließvorrichtung vermieden und somit der
Abstand des Pumprotors zum Fassboden verringert. Außerdem
entfällt die drehende Abstützung der Rotorwelle auf der
Schließvorrichtung.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin,
dass die Schließvorrichtung eine Fußplatte des Gehäuseman
tels mit Öffnungen und als Schließkörper eine drehbare
Scheibe umfasst, die Öffnungen aufweist, wobei zwischen den
Öffnungen der drehbaren Scheibe verbleibende Schließflächen
die Öffnungen der Fußplatte nach der Verdrehung vollständig
überdecken. In diesem Zustand ist der Einlaß verschlossen.
Eine ebenso in axialer Richtung platzsparende Ausgestaltung
ergibt sich nach einer Weiterbildung der Erfindung dadurch,
dass die Schließvorrichtung nach Art einer Irisblende ausge
führt ist.
Eine andere vorteilhafte Variante besteht in Weiterbildung der
Erfindung darin, dass die Schließvorrichtung gehäuseseitig
feststehende Lamellen und als Schließkörper gegenüber diesen
verschiebbare Lamellen umfasst, wobei letztere in der Schließ
stellung die Zwischenräume zwischen den feststehenden La
mellen überdecken.
Eine konstruktiv einfache Ausgestaltung, die obendrein zu
einem völlig unbehinderten Einlaß führt, ergibt sich nach
einer Weiterbildung der Erfindung dadurch, dass die Schließ
vorrichtung als Schließkörper eine den Einlassquerschnitt des
Gehäusemantels abdeckende, seitlich ausschwenkbare Platte
umfasst. Hierbei ist es auch möglich, dass die Schließvor
richtung zwei oder mehrere, jeweils seitlich ausschwenkbare
Platten umfasst. Hierbei ist es auch möglich, dass die Schließ
vorrichtung zwei oder mehrere, jeweils seitlich ausschwenk
bare Teilschließkörper umfasst, die sich in der Schließlage zu
einer den Einlassquerschnitt des Gehäusemantels absperren
den Platte ergänzen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass der bewegbare bzw. die bewegbaren Schließkörper in der
Schließstellung gegen einen Dichtsitz in Richtung der Ro
torachse anpreßbar ist bzw. sind. Hierdurch kann der jeweilige
Schließkörper mit geringem Spiel gegenüber dem Dichtsitz ver
schiebbar angeordnet sein, was zu einer Schonung der Dicht
flächen führt, weil während der Öffnungs- und Schließbewe
gung keine starke Reibung eintritt, die ohne eine solche An
pressbewegung notwendig wäre, um eine besonders gute Ab
dichtung der Pumpe zu erzielen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine teilweise in Achsrichtung geschnittene
Ansicht einer Fasspumpe;
Fig. 2: eine Teilansicht in Richtung des Pfeiles A in
Fig. 1;
Fig. 3: eine Ansicht der Fasspumpe von unten nach
Fig. 1 in vergrößertem Maßstab; und
Fig. 4: eine der Fig. 1 entsprechende Schnittdar
stellung eines abgeänderten Ausführungsbei
spieles.
Eine insgesamt mit 1 bezeichnete Fasspumpe umfasst einen
äußeren Gehäusemantel 2, an dessen oberen Ende eine Kupp
lung 3 für den Anschluß an einen Antriebsmotor vorgesehen
ist. Im Inneren des Gehäusemantels 2 ist ein Stützrohr 4 für
eine Rotorwelle 5 eines Pumprotors 6 vorgesehen, der sich
knapp oberhalb eines Einlasses 7 befindet. Am Einlaß 7 ist ei
ne Fußplatte 8 mit Öffnungen 9 und 10 vorgesehen, durch die
die zu pumpende Flüssigkeit vom Pumprotor 6 angesaugt wer
den kann, wenn diese Öffnungen nicht verschlossen sind. Die
zu pumpende Flüssigkeit wird durch einen Ringkanal 11 zwi
schen dem Stützrohr 4 und dem äußeren Gehäusemantel 2 zu
einem Auslaß 12 hochgepumpt.
Unterhalb des Auslasses 12 ist auf dem äußeren Gehäuse
mantel 2 eine Hülse 13 drehbar gelagert. An ihrem oberen En
de weist die Hülse einen Flansch 14 auf, durch den zumindest
zwei Führungsstifte 15 hindurchgreifen und in einem Schlitz
16 geführt sind, wie dies insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht.
Eine Handhabe 17 in Form eines Griffes dient zur Verdrehung
der Hülse 13. Die Hülse 13 weist einen Boden 18 auf, von dem
eine Ansicht in Fig. 3 dargestellt ist. Dieser Boden 18 weist
Öffnungen 19 und 20 auf, die mit den Öffnungen 9 und 10 in
der Fußplatte 8 des Einlasses 7 in der Weise übereinstimmen,
dass sie bei entsprechender Verdrehung der Hülse 13 zur Dec
kung gebracht werden können. Die deckungsgleiche Lage der
Öffnungen 9 und 19 ist in Fig. 1 in der linken Hälfte darge
stellt. Die rechte Hälfte der Fig. 1 zeigt eine Drehlage der
Hülse 13, in welcher der geschlossene Bereich des Bodens 18
die Öffnung 10 abdeckt, wie dies auch aus Fig. 3 hervorgeht.
Die dargestellten Öffnungen betreffen nur ein Ausführungsbei
spiel und können durch jede beliebige andere Art von Öffnun
gen ersetzt werden, sofern nur sichergestellt ist, dass die Öff
nungen in der Fußplatte 8 durch geschlossene Bereiche, die
sich zwischen den Öffnungen im Boden 18 befinden, in der
entsprechenden Drehlage verschlossen werden können.
Damit der Boden 18 und die Fußplatte 8 nicht während der
gesamten Drehbewegung eng aneinanderliegen und somit eine
gewisse Reibung erzeugen, können die Fußplatte 8 und der
Boden 18 einen äußerst geringfügigen Spalt aufweisen, der in
der Schließlage, die in der rechten Hälfte der Fig. 1 darge
stellt ist, wieder aufgehoben wird. Zur Erzeugung eines An
pressdruckes zwischen der Fußplatte 8 und dem Boden 18 und
damit zur Erzielung einer Abdichtwirkung, weisen die Schlitze
16, die zur Führung der Hülse 13 an Stiften 15 dienen, die am
Gehäusemantel 2 befestigt sind, im Endbereich der Drehbewe
gung einen geringfügig nach unten abgeknickten Verlauf auf,
der mit 21 bezeichnet ist. Hierdurch wird die Hülse 13 im
Endstadium der Drehbewegung nach oben gedrückt, wodurch
der Boden 18 eng an die Fußplatte 8, die in diesem Stadium
als Dichtsitz dient, angedrückt wird. Diese Endlage entspricht
der Schließstellung, die in der rechten Hälfte der Fig. 1 und
in Fig. 3 dargestellt ist. Die Hülse 13 mit ihrem Boden 18,
dem Flansch 14 mit den Schlitzen 16 und die Führungsstifte
15 sowie die Handhabe 17 bilden insgesamt in Verbindung mit
der Fußplatte 8 eine Schließvorrichtung für den Einlaß 7 der
Fasspumpe 1. Das Grundprinzip bei diesem Ausführungsbei
spiel besteht darin, dass ein drehbar an der Pumpe angebrach
ter Bauteil Öffnungen aufweist, die mit Öffnungen in einer
Fußplatte am Einlaß der Fasspumpe zusammenwirken können.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausgestaltung nach der Erfindung.
Übereinstimmende Bauteile mit der Ausführungsform nach
Fig. 1 sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. An der
Außenwand des Gehäuses 2 ist mittels Lagern 22, die am Ge
häusemantel 2 befestigt sind, eine Betätigungswelle 23 für ei
ne Schließplatte 24 gelagert, die mittels eines Handhebels 25
verdreht werden kann, um die Schließplatte 24 aus ihrer in
Fig. 4 dargestellten Schließlage in eine Öffnungsstellung zu
bringen, in welcher der Einlaß 7 freigegeben ist. Während die
ser Drehbewegung der Welle 23 beschreibt die Schließplatte 24
eine Bewegung, die in einer Ebene verläuft, welche senkrecht
zur Rotorachse 25 liegt. Die Schließplatte 24 wird also quer
zur Rotorachse 25 seitlich aus dem Bereich des Einlasses 7
herausgeschwenkt. Damit die Schließplatte 24 in ihrer
Schließlage den Einlaß 7 abdichten kann und die Welle 23 eine
entsprechende Führung aufweist, sind zu beiden Seiten eines
Lagers 22 Anschlagringe 26 vorgesehen, die sich am Lager 22
abstützen und somit die vertikale Lage der Welle 23 sichern.
Bei den Ausführungsformen, die in der Zeichnung dargestellt
sind, ist das Merkmal gemeinsam, dass der zum Verschließen
des Einlasses dienende Schließkörper in einer Ebene bewegt
wird, die senkrecht zur Rotorachse liegt.
Claims (7)
1. Pumpe für Flüssigkeiten, insbesondere Fasspumpe, mit
einem in einem Gehäusemantel angeordneten und über eine
Rotorwelle durch einen Motor angetriebenen Pumprotor, der im
Bereich eines Einlasses zur Förderung der Flüssigkeit zu
einem Auslaß angeordnet ist, wobei der Einlaß durch eine in
Strömungsrichtung der Flüssigkeit vor dem Pumprotor befind
liche Schließvorrichtung verschließbar ist, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Schließvorrichtung zumindest einen
Schließkörper umfasst, der im Bereich des Einlasses (7) in
einer Ebene bewegbar ist, die im wesentlichen quer zur Rotor
achse (25) liegt.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schließvorrichtung eine Fußplatte (8) des Gehäuse
mantels (2) mit Öffnungen (9, 10) und als Schließkörper eine
drehbare Scheibe (18) umfasst, die Öffnungen (19, 20) auf
weist, wobei zwischen den Öffnungen (19, 20) der drehbaren
Scheibe (18) verbleibende Schließflächen die Öffnungen (9, 10)
der Fußplatte (8) nach der Verdrehung vollständig überdecken.
3. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schließvorrichtung nach Art einer Irisblende ausge
führt ist.
4. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schließvorrichtung gehäuseseitig feststehende La
mellen und als Schließkörper gegenüber diesen verschiebbare
Lamellen umfasst, wobei letztere in der Schließstellung die
Zwischenräume zwischen den feststehenden Lamellen über
decken.
5. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schließvorrichtung als Schließkörper eine den Ein
lassquerschnitt des Gehäusemantels (2) abdeckende, seitlich
ausschwenkbare Platte (24) umfasst.
6. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schließvorrichtung zwei oder mehrere, jeweils seitlich
ausschwenkbare, Teilschließkörper umfasst, die sich in der
Schließlage zu einer den Einlassquerschnitt des Gehäuseman
tels (2) absperrenden Platte ergänzen.
7. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, dass der bzw. die bewegbare bzw. bewegbaren
Schließkörper in der Schließstellung gegen einen Dichtsitz in
Richtung der Rotorachse (25) anpreßbar ist bzw. sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999142701 DE19942701C1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Pumpe, insbesondere Faßpumpe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999142701 DE19942701C1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Pumpe, insbesondere Faßpumpe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19942701C1 true DE19942701C1 (de) | 2000-10-12 |
Family
ID=7921101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999142701 Expired - Fee Related DE19942701C1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Pumpe, insbesondere Faßpumpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19942701C1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US5667198A (en) * | 1995-06-07 | 1997-09-16 | L. A. Dreyfus Company, Inc. | Gate valve for controlling the flow of viscous liquids |
| DE19630347C2 (de) * | 1996-01-04 | 1998-10-08 | Gruen Foerdertechnik Gmbh | Faßpumpe |
-
1999
- 1999-09-07 DE DE1999142701 patent/DE19942701C1/de not_active Expired - Fee Related
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