DE19934605C2 - Anordnung zur rotatorischen Positionierung - Google Patents
Anordnung zur rotatorischen PositionierungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur rotatorischen Positionierung, die aus einer Grobpositioniereinrichtung und einer Feinpositioniereinrichtung besteht, die auf ein zu positionierendes drehbares Glied einwirken, und die dadurch gekennzeichnet ist, dass eine erste relativ ungenaue Grobpositioniereinrichtung (2, 8, 9) mit hoher Verstellgeschwindigkeit und großem Verdrehbereich zusammen mit einer zweiten hochgenauen Feinpositioniereinrichtung (3) mit kleinem Verdrehbereich, aber sehr hoher Auflösung integriert ist, und die Grobpositioniereinrichtung und die Feinpositioniereinrichtung eine gemeinsame Lagerung (7) aufweisen (Figur 1A).
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur rotatorischen
Positionierung, bestehend aus einer Grobpositionierein
richtung und einer Feinpositioniereinrichtung, die auf
ein zu positionierendes drehbares Glied einwirken, wobei
die relativ ungenaue Grobpositioniereinrichtung, die
eine relativ hohe Verstellgeschwindigkeit und einen
relativ großen Verdrehbereich hat, zusammen mit der
hochgenauen Feinpositioniereinrichtung, die einen relativ
kleinen Verdrehbereich aber eine sehr hohe Auflösung hat,
integriert ist.
Eine derartige Positioniervorrichtung ist aus dem
Firmenkatalog Physik Instrumente Nanopositionierung
Ausgabe KAT 115 NP/D 8/98.12 (1998), Seite 7.36f
bekannt.
Von der Firma Karl Süss wird mit der Bezeichnung "MA 150
RH" (Production Mask Aliner) ein Gerät zur Grob- und
Feinpositionierung eines Drehtischs, auf dem ein Wafer
festgehalten ist, angeboten. Diese bekannte Anordnung zur
rotatorischen Positionierung verwendet für die Vor-(Grob)
und Feinpositionierung zwei getrennte Positionierein
richtungen. Die Feinpositionierung erfolgt mit einem
normalen Servoantrieb, während die Grobpositionierung
lediglich eine Vorjustage, um ein Ziel zu finden, quasi
als Indexierung vornimmt. Durch Einsatz eines großen
Hebelarms erreicht die bekannte Anordnung hohe
Genauigkeiten des einzustellenden Drehwinkels, hat jedoch
dadurch den Nachteil, dass sie recht groß ist.
Andere am Markt verfügbare motorische Präzisionsdreh
tische, die einen Verfahrweg von mindestens 360° haben,
wie z. B. Drehtische mit direkt angeflanschtem Rotations
antrieb, bei dem die Antriebsachse parallel und mit der
Drehachse fluchtend liegt, einem über ein Zahnrad direkt
gekoppelten Rotationsantrieb, bei dem die Antriebsachse
parallel zur Drehachse liegt und einem über Zahnriemen
gekoppelten Rotationsantrieb, bei dem die Antriebsachse
parallel zur Drehachse liegt, einem über Schnecken
getriebe gekoppelten Rotationsantrieb, bei dem die
Antriebsachse senkrecht zur Drehachse steht und einem
über eine Zahnstange gekoppelten Linearantrieb, bei dem
die Verfahrrichtung senkrecht zur Drehachse steht,
erreichen im allgemeinen Auflösungen in der Größenordnung
von 10 Winkelsekunden. Dazu werden in der Regel die
erwähnten Schneckengetriebe verwendet, bei denen die
erreichbare Auflösung abhängig vom Durchmesser des
verwendeten Schneckenrads ist.
Die Positioniergenauigkeit nimmt nicht proportional zur
Vergrößerung des Schneckenraddurchmessers zu, da mit
zunehmenden Raddurchmesser auch eine präzisere Fertigung
möglich ist. Dies bedeutet, dass kleine Dreh
tische, d. h. Tische kleiner Bauform, verhältnismäßig
geringe Auflösungen erzielen.
Hohe Auflösungen sind möglich, wenn der feine Verstell
bereich auf wenige Grad beschränkt wird. Man erreicht
eine feine Verstellbewegung z. B. dadurch, dass eine
manuelle oder motorische Mikrometerschraube mit kleinem
linearem Verstellweg auf einen langen Hebelarm einwirkt.
Auch hier nimmt bei Verlängerung des Hebels die Auflösung
zu.
Über einen Verstellbereich von wenigen Grad lassen sich
so Auflösungen im Winkelsekundenbereich realisieren.
Hoch auflösende einstufige Drehverstelleinheiten, d. h.
Verstelleinheiten, die für die Erzielung eines großen
Verstellbereichs und einer hohen Auflösung denselben
Antrieb verwenden, haben in der Regel den Nachteil, dass
sie nur geringe Verstellgeschwindigkeiten zulassen. Die
Auflösung reduziert sich, wenn hohe Verstellgeschwindig
keiten gefordert sind. Es müssen daher Kompromisse
bezüglich Verdrehgeschwindigkeit und Auflösung geschlos
sen werden. Eine hohe Auflösung und Positioniergenauig
keit über den gesamten Verstellbereich ist allerdings
nicht zwingend erforderlich, da in den meisten Fällen
große Verdrehbewegungen mit hoher Geschwindigkeit und
geringerer Auflösung gefahren werden können. Die hohe
Auflösung und Genauigkeit ist nur im Feinpositionier
bereich nötig.
Darüber hinaus können Verstellbewegungen im Winkel
sekundenbereich bisher nur von relativ großen Verstell
einheiten realisiert werden, wie dies bei der oben
erwähnten bekannten Positionieranordnung der Firma Karl
Süss der Fall ist.
Bei der aus dem oben erwähnten Firmenkatalog Physik
Instrumente Nanopositionierung Ausgabe KAT 115 NP/D
8/89(1998), Seite 7.36f bekannten Positionieranordnung
greift eine von einem Gleichstrommotor linear bewegte
Stange mit ihrer Stirnseite tangential an einem radialen
äußeren peripheren Vorsprung einer das zu positionierende
drehbare Glied bildenden Scheibe oder einem Zylinder an.
Diese die Drehbewegung des Gleichstrommotors in eine
Linearbewegung der Stange und diese wiederum in die
Drehbewegung des drehbaren Glieds umsetzende
Grobpositioniereinrichtung ragt tangential sehr weit aus
der Baufläche des drehbaren Glieds heraus. Diese
Grobpositioniereinrichtung wird ergänzt durch eine als
Piezotranslator realisierte Feinpositioniereinrichtung,
die mit ihrer translatorischen Feinverstellbewegung
koaxial in derselben linearen Verstellrichtung auf das
stirnseitige Ende der linear beweglichen Stange der
Grobpositioniereinrichtung einwirkt und an dem peripheren
äußeren Vorsprung des drehbaren Glieds befestigt ist. Ein
weiterer Nachteil dieser bekannten Positionieranordnung
ist der relativ kleine Verstellbereich der Grobposi
tioniereinrichtung, der nur etwa +/- 10 Winkelgrade
berägt.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße
Anordnung zur rotatorischen Positionierung so zu
ermöglichen, dass sie trotz großem Verstellbereich und
hoher Verfahrgeschwindigkeit sehr genau positionieren und
dabei klein und kompakt gebaut werden kann.
Die obige Aufgabe wird anspruchsgemäß gelöst.
Gemäß einem wesentlichen Aspekt zeichnet sich die
erfindungsgemäße Positionieranordnung dadurch aus, dass
durch die Grobpositioniereinrichtung eine zentral drehbar
gelagerte Scheibe verdrehbar und durch die Feinpositio
niereinrichtung ein relativ zur Scheibe drehbar
gelagerter Zylinder verdrehbar ist, der das zu
positionierende Glied bildet, und der Zylinder gemeinsam
mit der Scheibe durch die Grobpositioniereinrichtung
verdrehbar ist und mit der Scheibe ein gemeinsames
Drehlager besitzt. Die Erfindung verwendet somit das
Prinzip eines zweistufigen Antriebs zur Erzeugung einer
schnellen und zugleich hoch auflösenden Drehbewegung mit
weitem Verstellbereich bei der Grobpositionierung.
Dazu wird ein relativ einfaches, ungenaues Verstellsystem
mit großem Verdrehbereich und hoher Verstellgeschwindig
keit mit einem zweiten, hochgenauen Verstellsystem mit
kleinem Verdrehbereich, aber sehr hoher Auflösung und
Positioniergenauigkeit kombiniert. D. h. die beiden Ver
stellsysteme werden so integriert, dass die Positionier
anordnung klein und kompakt ausfällt.
Um eine Drehposition einzustellen, fährt zunächst die
Grobpositioniereinrichtung die Position innerhalb des
gesamten Verdrehbereichs (z. B. größer als 360°) grob an.
Die Bewegung zur exakten Position übernimmt dann die
Feinpositioniereinrichtung. Diese kann einen kleinen
Verdrehbereich von nur wenigen Winkelgrad oder nur
Bruchteilen eines Winkelgrads besitzen. Mit einer derart
aufgebauten Positionieranordnung können sowohl große
Verstellbewegungen mit hoher Geschwindigkeit als auch
sehr genaue Positionen erreicht werden (in der
Größenordnung von Bruchteilen von Winkelsekunden).
Günstig ist es, den präzisen Drehantrieb für die
Feinpositionierung mit Hilfe eines Linearantriebs zu
realisieren. Dieser wird vom Drehantrieb der ersten Stufe
mitbewegt. Er lenkt, vorzugsweise tangential, einen in
der ersten Antriebsstufe drehbar gelagerten Zylinder an.
Bei einer linearen Verstellung des Linearantriebs wird
der Zylinder relativ zur ersten Stufe verdreht.
Eine kompakte Bauform wird bei der erfindungsgemäßen
zweistufigen Positionieranordnung durch Miniaturlinear
antriebe erreicht. Beispiele dafür sind Piezostapelan
triebe und Piezofriktionsantriebe.
Durch die Integration einer relativ ungenauen Dreh
verstelleinheit mit großem Verstellbereich für die Grob
positioniereinrichtung mit einer sehr hoch auflösenden
Drehverstelleinheit mit sehr kleinem Verdrehbereich (z. B. Miniaturantrieb) für die Feinpositioniereinrichtung
kann die erfindungsgemäße Positionieranordnung sehr
klein, leicht und kompakt realisiert werden.
Somit stellen sich die Vorteile der Erfindung
zusammengefasst wie folgt dar:
- 1. Die Erfindung verwendet eine Kombination von zwei integrierten Drehantrieben, ein Drehantrieb für eine Grobpositioniereinrichtung für eine eher ungenaue und schnelle Drehbewegung und einen zweiten präzisen und hoch auflösenden und damit langsamen Drehantrieb für die Feinpositioniereinrichtung über einen kleinen Verstell bereich von z. B. einem Bruchteil eines Winkelgrads.
- 2. Für die Grob- und die Feinpositioniereinrichtung können zwei Einzelsysteme von jeweils geringer Komplexi tät eingesetzt werden.
- 3. Durch die Verwendung von zwei differierenden Antriebsprinzipien kann das ideale Antriebssystem für die jeweilige Aufgabe gewählt werden, z. B. ein schnelles von einem elektrischen rotatorischen Antrieb angetriebenes Schneckenrad- oder Zahnriemengetriebe zur Grobpositio nierung und ein Piezostapelantrieb oder ein Piezofrik tionsantrieb mit kleinem Verstellbereich aber großer Auflösung zur Feinpositionierung.
- 4. Durch die Verwendung von Miniaturantrieben (Linear antrieb oder Drehantrieb) kann eine minimale Baugröße erzielt werden.
Die obigen und weitere vorteilhafte Merkmale der
erfindungsgemäßen Anordnung zur rotatorischen Positio
nierung werden in der nachstehenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels noch deutlicher, wenn Bezug auf die
beiliegende Figur genommen wird.
Fig. 1A zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Positionieranordnung, und Fig. 1B
zeigt schematisch einen Teilschnitt durch die Positio
nieranordnung der Fig. 1A längs der Schnittebene B-B.
Das in Fig. 1A und allgemein mit der Bezugszahl 1
bezeichnete Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anordnung zur rotatorischen Positionierung weist eine
Grobpositioniereinrichtung auf, die schematisch durch
einen Schrittmotor 2, ein Schneckenrad 8 sowie ein am
Schneckenrad 8 kämmendes Ritzel 9 angedeutet ist. Das vom
Schneckenrad 8 angetriebene Ritzel 9 sitzt z. B. an der
äußeren Peripherie einer durch ein Drehlager 7 zentral
und horizontal drehbar gelagerten Scheibe 4, welche eine
erste Antriebsstufe bildet.
Auf dieser, durch die Grobpositioniereinheit rotatorisch,
z. B. über mehr als 90°C oder mehr als 360° mit einer
Auflösung von z. B. 0,0048°, verdrehbaren Scheibe 4 ist
ein relativ zu dieser Scheibe 4 verdrehbarer Zylinder 5
gelagert, der das von der zweiten Antriebsstufe rotato
risch zu positionierende Glied bildet. Der Zylinder 5 ist
mit der Scheibe 4 durch die Grobpositioniereinrichtung
verdrehbar.
Am oberen Rand des Zylinders 5 ist ein Drehtisch 10
befestigt, auf dem z. B. ein (nicht gezeigter) Wafer
lösbar in einer bestimmten Position fixierbar ist. An der
Peripherie der drehbaren Scheibe 4 ist ein Piezostapel
aktor 3 fixiert, der gemäß der Teilschnittdarstellung in
Fig. 1B zur Feinpositionierung tangential an einer mit
dem Zylinder 5 fest verbundenen Nase 13 angreift.
Mit einem solchen Piezostapelaktor läßt sich eine
Feinpositionierung des Zylinders 5 z. B. über einen
Drehbereich von 0,15° mit einer Auflösung von 0,00015°
erreichen.
Während die Art der Lagerung des Zylinders 5 auf der
drehbaren Scheibe 4 nicht im Detail dargestellt ist, kann
eine Einrichtung 6 vorgesehen sein, die den inneren
Zylinder 5 während des Grobpositioniervorgangs in einer
Bezugsposition oder Nulllage relativ zu der drehbaren
Scheibe 4 hält. Eine solche Einrichtung 6 kann
z. B. magnetisch oder mit Federkraft wirken. Ferner kann
die Einrichtung 6 eine aktiv betätigbare Bremseinrichtung
sein, die sich durch ein entsprechendes, von einer
5 Steuereinheit ausgesendetes Befehlssignal z. B. in
beliebiger Position relativ zur Scheibe 4 feststellen
oder lösen läßt.
In Fig. 1A ist weiterhin eine zur Ansteuerung des Motors
2 sowie des Piezostapelaktors 3 dienende nicht direkt zur
Erfindung zählende Steuereinheit 12 dargestellt, welche
Grobpositioniersignale an den Motor 2 der Grobpositio
niereinrichtung und Feinpositioniersignale an den Piezo
stapelaktor der Feinpositioniereinrichtung entsprechend
eines von einer Bedienperson eingegebenen Befehlsignals
sendet. Die Steuereinheit 12 kann ferner mit einem,
ebenfalls nicht zur Erfindung zählenden Positionsfühler
11 in Verbindung stehen, um die rotatorische Istposition
des Drehtischs 10 zu erfassen.
Mit den oben beschriebenen Merkmalen läßt sich eine sehr
kompakte Anordnung zur rotatorischen Positionierung her
stellen, die z. B. einen Durchmesser von annähernd 100 mm
und eine Höhe von annähernd 50 mm hat. Der von dem
Piezostapelaktor 3 bewegte innere Zylinder 5 kann z. B.
als Hohlwelle mit ca. 20-40 mm Durchmesser realisiert
werden.
Die in Fig. 1A und 1B dargestellte und oben beschriebene
Anordnung zur rotatorischen Positionierung arbeitet so,
dass, um eine genaue Drehlage einzustellen, die Grob
positioniereinrichtung, d. h. mit dem Motor 2, dem
Schneckenrad 8 und dem an der unteren Peripherie der
Scheibe 4 ausgebildeten, im Schneckenrad 8 kämmenden
Ritzel 9 die Position zunächst grob innerhalb des
gesamten Verdrehbereichs, welcher z. B. über 360°
beträgt, anfährt. Nach Erreichen der Grobposition über
nimmt dann die Feinpositioniereinrichtung die exakte
Einstellung der gewünschten Drehposition des Drehtischs
10, in dem der Zylinder 5 mittels des Piezostapelaktors 3
tangential verstellt wird.
Für die erfindungsgemäße Positionieranordnung ist wesent
lich, dass der Zylinder 5 mit dem an ihm angreifenden
Linearantrieb des Piezostapelaktors 3 mit der Scheibe 4
der Grobpositioniereinrichtung mitbewegt wird. Durch die
so realisierte Integration einer zweistufigen Anordnung
zur rotatorischen Positionierung sowie durch einen
Miniaturlinearantrieb, wie z. B. den im Ausführungs
beispiel beschriebenen Piezostapelaktor 3 oder statt
dessen einen Piezofriktionsantrieb, läßt sich eine sehr
kompakte Bauform der Positionieranordnung erreichen.
Durch die Verwendung von zwei differierenden Antriebs
systemen kann das jeweils ideale Antriebssystem für die
jeweilige Aufgabe gewählt werden, wie z. B. eine
schnelle, jedoch grob verstellende, Schrittschaltmotor-
Schneckenradgetriebe-Kombination oder alternativ ein
(nicht gezeigtes) Zahnriemengetriebe zur Grobpositionie
rung und zur Feinpositionierung ein Piezostapelaktor oder
alternativ ein Piezofriktionsantrieb mit kleinem Verdreh
bereich aber großer Auflösung.
Den hier einschlägigen Fachleuten ist deutlich, dass das
oben anhand der Fig. 1A und 1B beschriebene Ausführungs
beispiel einer Anordnung zur rotatorischen Positionierung
lediglich beispielhaft, schematisch und nicht beschrän
kend zu verstehen ist. Statt dessen können im Rahmen der
durch die beiliegenden Patentansprüche definierten Er
findung verschiedenen Modifikationen vorgenommen werden.
In dem oben beschriebenen und in der Figur dargestellten
Ausführungsbeispiel bildet das von der Feinpositionier
einrichtung drehbar verstellbare Glied einen Hohlzylinder
oder Hohlwelle. Statt einem Hohlzylinder oder einer Hohl
welle kann auch ein anders geformtes Glied, wie z. B. ein
Winkelhebel verwendet werden, so fern dieses von dem von
der Grobpositioniereinrichtung verdrehten Glied mitbewegt
wird, jedoch Spielraum für die Feinpositionierung relativ
dazu hat. Statt den Drehtisch 10 in einer horizontalen
Ebene zu drehen, kann dieser auch geneigt oder in der
Vertikalen verdreht werden, wenn die gesamte Positionier
anordnung entsprechend aufgebaut ist.
Statt einen Piezoaktor für den zur Feinpositionierung
dienenden Linearantrieb einzusetzen, kann auch ein
anderer geeigneter Linearantrieb verwendet werden, obwohl
der Piezoaktor hinsichtlich Genauigkeit, Robustheit und
Preis die derzeit bevorzugte Lösung darstellt.
Claims (8)
1. Anordnung zur rotatorischen Positionierung,
bestehend aus einer Grobpositioniereinrichtung (2, 8, 9)
und einer Feinpositioniereinrichtung (3), die auf ein zu
positionierendes drehbares Glied einwirken, wobei die
relativ ungenaue Grobpositioniereinrichtung (2, 8, 9), die
eine relativ hohe Verstellgeschwindigkeit und einen
relativ großen Verdrehbereich hat, zusammen mit der
hochgenauen Feinpositioniereinrichtung (3), die einen
relativ kleinen Verdrehbereich aber eine sehr hohe
Auflösung hat, integriert ist, dadurch gekennzeichnet,
dass durch die Grobpositioniereinrichtung (2, 8, 9) eine
zentral drehbar gelagerte Scheibe (4) verdrehbar und
durch die Feinpositioniereinrichtung (3) ein relativ zur
Scheibe (4) drehbar gelagerter Zylinder (5) verdrehbar
ist, der das zu positionierende Glied bildet, und der
Zylinder (5) gemeinsam mit der Scheibe (4) durch die
Grobpositioniereinrichtung (2, 8, 9) verdrehbar ist und mit
der Scheibe (4) ein gemeinsames Drehlager (7) besitzt.
2. Positionieranordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Grobpositioniereinrichtung (2,
8, 9) einen elektrischen rotatorischen Antrieb (2) und
ein Schneckengetriebe (8) aufweist.
3. Positionieranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Feinpositioniereinrichtung (3)
einen Linearantrieb aufweist, der vom Drehantrieb der
Grobpositioniereinrichtung mitbewegt wird.
4. Positionieranordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der Linearantrieb einen Piezostapel
aktor aufweist.
5. Positionieranordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der Linearantrieb einen Piezofrik
tionsaktor aufweist.
6. Positionieranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehbereich der
Grobpositioniereinrichtung größer als 90° und ihre
Auflösung in der Größenordnung von 1/10000 des
Drehbereichs liegt.
7. Positionieranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehbereich der
Feinpositioniereinrichtung annähernd 0,15° umfasst und
deren Auflösung in der Größenordnung 1/1000 dieses
Drehbereichs liegt.
8. Positionieranordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (6)
vorgesehen sind, die die Feinpositioniereinrichtung
während der Grobpositionierung in einer definierten
rotatorischen Bezugsposition oder Null-Lage relativ zur
Grobpositioniereinrichtung halten.
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|---|---|---|---|
| DE19934605A DE19934605C2 (de) | 1999-07-23 | 1999-07-23 | Anordnung zur rotatorischen Positionierung |
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Family
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- 1999-07-23 DE DE19934605A patent/DE19934605C2/de not_active Expired - Fee Related
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