DE19933812A1 - Verfahren und Anordnung zum Konfigurieren eines Sensors, Sensor hierzu sowie System für eine eine Vielzahl von Sensoren aufweisende Maschine - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum Konfigurieren eines Sensors, Sensor hierzu sowie System für eine eine Vielzahl von Sensoren aufweisende MaschineInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zum Konfigurieren eines Sensors vorgeschlagen, wobei der Sensor (1.1...1.s) im Sensor-Modus detektierte Sensordaten (SD) fortlaufend auf Übereinstimmung mit charakteristischen, gespeicherten, vorgegebenen Sensordaten (SDM) vergleicht. Der Sensor schaltet vom Sensor-Modus in einen Konfigurations-Modus um, sobald eine Daten-Übereinstimmung festgestellt wird. Die den charakteristischen Sensordaten (SDM) nachfolgenden Daten werden zur Konfiguration des Sensors (1.1...1.s) verwendet. Nach Erhalt dieser Konfigurations-Daten wird wieder in den Sensor-Modus gewechselt. DOLLAR A Ferner wird ein konfigurierbarer Sensor vorgeschlagen, wobei ein Vergleicher (3) vorgesehen ist, der von einem Aufnehmer (2) detektierte Sensordaten (SD) fortlaufend auf Übereinstimmung mit charakteristischen, gespeicherten, vorgegebenen Sensordaten (SDM) vergleicht und wobei eine Auswerteelektronik (4) zur Konfiguration vorgesehen ist, welche der Vergleicher (3) zeitweise mit empfangenen Sensordaten beaufschlagt, sobald eine Daten-Übereinstimmung auftritt. DOLLAR A Vorteilhaft können zusätzliche Programmier-Schnittstellen für die Konfiguration von Sensoren eingespart werden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Anordnung zum Konfigurie
ren eines Sensors, auf einen Sensor hierzu und auf ein System für eine eine Vielzahl
von Sensoren aufweisende Maschine.
Die Erfindung kann beispielsweise bei einem Industrieroboter, einem Herstellungsau
tomaten oder Fertigungsautomaten verwendet werden, welcher eine Vielzahl von Nä
herungssensoren/Näherungsschaltern aufweist. Die Erfindung unterstützt eine drahtlo
se Informationsübertragung zwischen einer Basisstation mit angeschlossenem Prozeß
rechner und einer Vielzahl von Näherungssensoren/Näherungsschaltern. Als Sensoren
können beispielsweise auch Temperaturmeßsensoren, Druckmeßsensoren, Strom
meßsensoren oder Spannungsmeßsensoren verwendet werden.
Außer bei Industrierobotern, Herstellungsautomaten und Fertigungsautomaten kann die
Erfindung auch bei Automationssystemen, Steuer/Regelsystemen, Fernsteuersyste
men, Schutz- und Sicherheitssystemen (beispielsweise bei Freiluft- oder Innenraum-
Schaltanlagen), Alarmsystemen, Zustandsüberwachungs-Systemen, in der Roboter
technik oder ganz allgemein bei Maschinen/Maschinensystemen zum Einsatz gelan
gen.
Zur Konfiguration (Strukturierung, Verschaltung, Parametrierung) eines konfigurierba
ren Sensors ist üblicherweise eine eigene Programmier-Schnittstelle erforderlich. Ins
besondere bei einem System mit einer Vielzahl von konfigurierbaren Sensoren gestal
tet sich die Konfiguration der einzelnen Sensoren umständlich, was einen unnötig ho
hen Zeit- und Kostenaufwand zur Folge hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Konfigurieren eines Sen
sors anzugeben, das ohne eine eigene Programmier-Schnittstelle auskommt.
Des weiteren soll ein dementsprechend geeigneter Sensor vorgeschlagen werden.
Außerdem soll ein dementsprechend ausgebildetes System für eine eine Vielzahl von
Sensoren aufweisende Maschine angegeben werden.
Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens erfindungsgemäß durch ein Verfahren
zum Konfigurieren eines Sensors gelöst, wobei der Sensor im Sensor-Modus detek
tierte Sensordaten fortlaufend auf Übereinstimmung mit charakteristischen, gespei
cherten, vorgegebenen Sensordaten vergleicht, wobei er vom Sensor-Modus in einen
Konfigurations-Modus umschaltet, sobald eine Daten-Übereinstimmung festgestellt
wird, wobei die den charakteristischen Sensordaten nachfolgenden Daten zur Konfigu
ration des Sensors verwendet werden und wobei nach Erhalt dieser Konfigurations-
Daten wieder in den Sensor-Modus gewechselt wird.
Diese Aufgabe wird bezüglich des Sensors erfindungsgemäß durch einen konfigurier
baren Sensor gelöst, wobei ein Vergleicher vorgesehen ist, der von einem Aufnehmer
detektierte Sensordaten fortlaufend auf Übereinstimmung mit charakteristischen, ge
speicherten, vorgegebenen Sensordaten vergleicht und wobei eine Auswerteelektronik
zur Konfiguration vorgesehen ist, welche der Vergleicher zeitweise mit empfangenen
Sensordaten beaufschlagt, sobald eine Daten-Übereinstimmung auftritt.
Diese Aufgabe wird bezüglich des Systems erfindungsgemäß durch ein System für ei
ne eine Vielzahl von konfigurierbaren Sensoren aufweisende Maschine, insbesondere
Fertigungsautomat, gelöst,
- - wobei die Sensoren Mittel aufweisen, welche im Sensor-Modus eine drahtlose Über tragung von detektierten Sensordaten an eine Zentralstation vornehmen,
- - wobei jeder Sensor die detektierten Sensordaten fortlaufend auf Übereinstimmung mit charakteristischen, gespeicherten, vorgegebenen Sensordaten vergleicht,
- - wobei jeder Sensor vom Sensor-Modus in einen Konfigurations-Modus umschaltet, sobald er eine Daten-Übereinstimmung feststellt,
- - wobei jeder Sensor die den charakteristischen Sensordaten nachfolgenden Sensor daten zu seiner Konfiguration verwendet und
- - wobei der konfigurierte Sensor anschließend wieder in den Sensor-Modus wechselt.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß zusätzli
che Programmier-Schnittstellen für die Konfiguration von Sensoren eingespart werden.
Die Konfiguration gestaltet sich sehr einfach und nicht Zeit- und kostenaufwendig. Die
Erfindung erhöht nur in geringem Maß die Komplexität der Sensoren und gewährleistet
die gewünschte Konfiguration in zuverlässiger Weise. Die geschaffenen Sensoren sind
einfach aufgebaut, zuverlässig, robust und preiswert produzierbar. Die Erfindung ist
insbesondere bei einem System mit einer Vielzahl von drahtlosen Sensoren von gro
ßem Vorteil, da die drahtlose Übertragung unterstützt wird und die Sensoren nicht zu
sätzlich mit einer elektrischen, nur zur Konfiguration dienenden Schnittstelle auszurü
sten sind.
Weitere Vorteile sind aus der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeich
net.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausfüh
rungsbeispiele erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäß ausgebildeten Sensor,
Fig. 2 eine Anordnung mit einer Zentralstation und einer Vielzahl von Sensoren.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäß ausgebildeter Sensor dargestellt. Der Sensor 1.1
weist einen Aufnehmer 2 (Sensorkopf) auf, der eine Sensor-Umgebung 6 detektiert und
entsprechende Sensordaten SD an einen Vergleicher 3 weiterleitet. Während des nor
malen Betriebes befindet sich der Sensor 1.1 im Sensor-Modus (Standard-Einstellung).
Der Vergleicher 3 überprüft die eingangsseitig erhaltenen Sensordaten SD auf Über
einstimmung mit gespeicherten, vorgegebenen Sensordaten SDM. Ausgangsseitig be
aufschlagt der Vergleicher 3 eine Auswerteeinheit 4 (Meßumformer, Meßschaltung,
Meßverstärker, Mikrorechner) mit den Sensordaten SD.
Die Auswerteeinheit 4 gibt ausgangsseitig den Sensordaten SD entsprechende Sensor-
Ausgangssignale SA (Meßergebnisse) ab. Die Sensor-Ausgangssignale SA können
über eine elektrische Leitung beispielsweise an einen Prozeßrechner weitergeleitet
werden, vorzugsweise erfolgt jedoch eine drahtlose Abstrahlung der Sensor-Ausgangs
signale über Funksignale.
Sobald der Vergleicher 3 eine Übereinstimmung der erhaltenen Sensordaten SD mit
den gespeicherten, vorgegebenen Sensordaten SDM feststellt, gibt er einen Umschalt
befehl U (Befehlssignal) an die Auswerteelektronik 4 ab. Dieser Umschaltbefehl U be
wirkt eine Umschaltung der Auswerteelektronik 4 und damit des Sensors 1.1 vom Sen
sor-Modus in den Konfigurations-Modus. Diejenigen Sensordaten SD, die während ei
ner gewissen vorgegebenen Zeitspanne nach Erhalt der mit SDM übereinstimmenden
Sensordaten SD empfangen werden, werden als Konfigurationsdaten interpretiert, ge
langen über den Vergleicher 3 wiederum zur Auswerteelektronik 4 und werden dort zur
Konfiguration des Sensors 1.1 herangezogen, ausgewertet und abgespeichert.
Unter der Konfiguration eines Sensors wird verstanden, daß die Konfiguration betref
fende Speicherinhalte hinsichtlich ihres Zustandes und/oder ihrer Parameter verändert
werden, um derart das Einrichten (Setup) und Optimieren des Sensors bzw. seines
Verhaltens inklusive seiner integrierten Baueinheiten zu bewirken. Hierbei können bei
spielsweise der Abstand zum zu detektierenden Gegenstand, materialabhängige Pa
rameter, Sensor-Standardwerte oder andere Einstellungen angepaßt werden, die das
Verhalten des Sensors in irgendeiner Weise (Energieverbrauch, Empfindlichkeit, Selek
tivität usw.) verändern. Im Falle eines kabellosen Sensors können mittels dieser Konfi
guration beispielsweise Vorgaben hinsichtlich der Informationsübertragung angepaßt
werden, wie Vorgaben bezüglich eines obligatorischen periodischen Rückmelde-
Zeitintervalls oder Parameter von verwendeten Funkverfahren.
Bei Wahl der gespeicherten, vorgegebenen Sensordaten SDM ist darauf zu achten,
daß der durch die Sensordaten SDM beschriebene Ablauf lang genug und speziell ge
nug ist, um sicher zu verhindern, daß der Sensor mehr oder weniger zufällig und damit
fälschlicherweise in den Konfigurations-Modus schaltet.
Bei einem Drucksensor werden die Sensordaten SDM beispielsweise in Abhängigkeit
des auftretenden zeitlichen Druckverlaufs der Sensor-Umgebung festgelegt. Sobald ein
durch die Sensordaten SDM definierter zeitlicher Druckverlauf vom Sensor detektiert
wird, schaltet der Sensor folglich in den Konfigurations-Modus und akzeptiert die den
nachfolgenden Druckverlauf beschreibenden Daten als Konfigurations-Daten. Mittels
einer speziellen Einrichtung ist die Umwandlung der Konfigurations-Daten (zeitliche
Abfolge) in den mechanischen Druck möglich.
Beispielsweise ist es möglich, mittels der Konfigurations-Daten das Zeitintervall zur pe
riodischen Abtastung des Druckfühlers zu ändern. Das Zeitintervall zur periodischen
Abtastung des Druckfühlers muß derart bemessen sein, daß Fehler rechtzeitig erkannt
werden, die sich mit bestimmter Geschwindigkeit innerhalb der Sensor-Umgebung aus
breiten. Durch Definition entsprechender Sensordaten SDM ist eine Optimierung hin
sichtlich dieses erforderlichen Zeitintervalls zur periodischen Abtastung des Druckfüh
lers möglich.
In Fig. 2 ist eine Anordnung mit einer Zentralstation und einer Vielzahl von Sensoren
dargestellt. Die Zentralstation 7 (Basisstation) kommuniziert drahtlos mit den einzelnen
Sensoren 1.1, 1.2, 1.3. . .1.s. Bei einem derartigen System mit hoher Sensordichte und
hoher Signaldichte sind die Vorteile der Erfindung besonders deutlich erkennbar, denn
zur Konfiguration muß nicht jeder einzelne Sensor 1.1 bis 1.s über eine Schnittstelle
konfiguriert werden - was bei einer hohen Anzahl von Sensoren sehr zeitaufwendig
und damit teuer ist - sondern die einzelnen Sensoren konfigurieren sich mit Auftreten
der vorgegebenen und abgespeicherten Sensordaten SDM selbsttätig. Neben dem
selbsttätigen erstmaligen Einrichten der Sensoren - was beispielsweise durch Schaf
fung der für die Konfiguration typischen Sensor-Umgebung erfolgt - kann auch eine
Optimierung der Konfigurationen der einzelnen Sensoren bei sich ändernder Sensor-
Umgebung während des späteren Betriebes erfolgen, so daß stets eine optimale An
passung des Systems an die reale Sensor-Umgebung gegeben ist.
Claims (4)
1. Verfahren zum Konfigurieren eines Sensors, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (1.1. . .1.s) im Sensor-Modus detektierte Sensordaten (SD) fortlaufend
auf Übereinstimmung mit charakteristischen, gespeicherten, vorgegebenen Sensorda
ten (SDM) vergleicht, daß er vom Sensor-Modus in einen Konfigurations-Modus um
schaltet, sobald eine Daten-Übereinstimmung festgestellt wird, daß die den charakteri
stischen Sensordaten (SDM) nachfolgenden Daten zur Konfiguration des Sensors (1.1
. . .1.s) verwendet werden und daß nach Erhalt dieser Konfigurations-Daten wieder in
den Sensor-Modus gewechselt wird.
2. Konfigurierbarer Sensor, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vergleicher (3)
vorgesehen ist, der von einem Aufnehmer (2) detektierte Sensordaten (SD) fortlaufend
auf Übereinstimmung mit charakteristischen, gespeicherten, vorgegebenen Sensorda
ten (SDM) vergleicht und daß eine Auswerteelektronik (4) zur Konfiguration vorgesehen
ist, welche der Vergleicher (3) zeitweise mit empfangenen Sensordaten beaufschlagt,
sobald eine Daten-Übereinstimmung auftritt.
3. System für eine eine Vielzahl von konfigurierbaren Sensoren aufweisende
Maschine, insbesondere Fertigungsautomat,
- - wobei die Sensoren (1.1 bis 1.s) Mittel aufweisen, welche im Sensor-Modus eine drahtlose Übertragung von detektierten Sensordaten (SD) an eine Zentralstation (7) vornehmen,
- - wobei jeder Sensor (1.1. . .1.s) die detektierten Sensordaten (SD) fortlau fend auf Übereinstimmung mit charakteristischen, gespeicherten, vorgegebenen Sen sordaten (SDM) vergleicht,
- - wobei jeder Sensor (1.1. . .1.s) vom Sensor-Modus in einen Konfigurations- Modus umschaltet, sobald er eine Daten-Übereinstimmung feststellt,
- - wobei jeder Sensor (1.1. . .1.s) die den charakteristischen Sensordaten (SDM) nachfolgenden Sensordaten zu seiner Konfiguration verwendet und
- - wobei der konfigurierte Sensor (1.1. . .1.s) anschließend wieder in den Sen sor-Modus wechselt.
4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Näherungssen
soren als Sensoren eingesetzt sind.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1999133812 DE19933812A1 (de) | 1999-07-20 | 1999-07-20 | Verfahren und Anordnung zum Konfigurieren eines Sensors, Sensor hierzu sowie System für eine eine Vielzahl von Sensoren aufweisende Maschine |
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| DE19933812A1 true DE19933812A1 (de) | 2001-02-01 |
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ID=7915299
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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