DE19931682A1 - Spannvorrichtung für einen Zuganker - Google Patents
Spannvorrichtung für einen ZugankerInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für einen Zuganker zur Befestigung eines Abdeckelements an einem Maschinenrahmen, wobei der Zuganker in einem innerhalb des Maschinenrahmens gelegenen Durchdringungsraum 9 mit einer Querbohrung eine Spannfläche aufweist, an welcher ein in der Querbohrung längsgeführtes Spannelement über eine zugeordnete Auflauffläche aufläuft und ein Formschlußgetriebe bildet, welches mit wachsender Einwärtsbewegung des Spannelements auch eine wachsende Längskraft im Zuganker hervorruft.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung
für einen Zuganker nach Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Eine derartige Spannvorrichtung ist für einen besonderen
Anwendungsfall bekannt zur Befestigung einer Verschleißleiste
auf der Basisschiene eines Schrittförderers zum Transport ei
nes sandgefüllten Formkastens in einer Metallgießerei.
Bei derartigen Schrittförderern wird die Verschleiß
leiste an einem Basiselement befestigt, wobei das Basisele
ment motorisch angetrieben wird, um den darauf abgelegten
Formkasten schrittweise nach vorne zu befördern.
Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels sieht eine
Vielzahl von nebeneinander mit kleinen Abständen angeordneten
Basiselementen vor, von denen das erste, dritte, fünfte usw.,
bzw. das zweite, vierte, sechste usw. gruppenweise ab
wechselnd nach vorne verlagert wird, so daß insgesamt ein
quasi kontinuierlicher Förderprozess entsteht.
Obwohl dies keine Beschränkung der Erfindung auf derar
tige Fördersysteme sein soll, besteht bei letzteren Schritt
förderern das grundsätzliche Bedürfnis einer guten Zugäng
lichkeit, um die Abdeckelemente verschleißbedingt von Zeit zu
Zeit auswechseln zu können.
Da die Basiselemente oftmals nur von der Seite her zu
gänglich sind, ist bei den vorgegebenen geringen Abständen
einander benachbarter Basiselemente von einem erheblichen
Montageaufwand zur Auswechslung der Abdeckelemente auszu
gehen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die eingangs genann
ten Spannvorrichtungen so zu verbessern, daß sie bei verein
fachter Zugänglichkeit eine schnelle Auswechslung der Abdeck
elemente begünstigen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des An
spruchs 1.
Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß unter Er
halt der Kompatibilität zu den an sich bekannten Systemen ei
ne Paarung aus Zuganker und Spannelement bereitgestellt wird,
mit welcher auch bei lediglich seitlicher Zugänglichkeit des
freien Kopfs des Zugankers eine schnelle und gefühlvolle Ver
spannung des Abdeckelements am Maschinenrahmen erfolgen kann.
Dieser Vorteil wird dadurch erreicht, daß einerseits der
Zuganker eine Spannfläche aufweist und andererseits das
Spannelement eine Auflauffläche, die sich auf der Spannfläche
abstützt. Dabei stehen Zuganker und Spannelement vorzugsweise
senkrecht zueinander, so daß Spannfläche und Auflauffläche
ein Formschlußgetriebe bilden. Die Funktion des Formschlußge
triebes beruht auf einer getrieblichen Umsetzung der Längsbe
wegung des Spannelements in Richtung auf den Zuganker in eine
Längsbewegung des Zugankers in Richtung vom Abdeckelement
weg. Auf diese Weise wird mit Annäherung des Spannelements an
den Zuganker eine stetig wachsende Längskraft in den Zuganker
eingeleitet. Diese Längskraft wird vom Zuganker unmittelbar
auf das Abdeckelement in Richtung zum Maschinenrahmen über
tragen, so daß eine druckstarre Anlage zwischen der Untersei
te des Abdeckelements und dem Maschinenrahmen bzw. im beson
deren Ausführungsbeispiel, dem Basisteil, entstehen kann.
Um die Erfindung an den eingangs genannten Förderappara
ten unterschiedlicher Hersteller anwenden zu können, wird er
gänzend vorgeschlagen, eine Zwischenleiste zwischen Basisele
ment und Abdeckelement vorzusehen. Die Funktion der Zwischen
leiste beruht in der Aufnahme der für die Erfindung notwendi
gen Querbohrungen. Ihrerseits ist die Zwischenleiste fest an
dem Basiselement bzw. am Maschinenrahmen verankert.
Diese Weiterbildung bietet den Vorteil, daß am Maschi
nenrahmen bzw. dem Basiselement keinerlei Veränderungen vor
genommen werden müssen. Die Querbohrung sitzt an der Zwi
schenleiste. Das in der Querbohrung längs geführte Spannele
ment, die zugeordnete Auflauffläche und somit auch das Form
schlußgetriebe sind im Schnittbereich der Querbohrung mit der
Zugankerbohrung vorgesehen. Dabei durchdringt die Zuganker
bohrung lediglich die Zwischenleiste und nicht den Maschinen
rahmen bzw. das Basiselement. Konstruktive Änderungen am Ma
schinenrahmen bzw. Basiselement sind daher nicht erforder
lich.
Der grundsätzliche Gedanke der Erfindung beruht daher
auf der Überlegung, daß die sich kreuzenden Längslinien von
Spannelement bzw. Zuganker in der Umgebung des Kreuzungs
punktes eine Paarung aus Spannfläche und Auflauffläche ermög
lichen, an welcher die längsgeführte und in Richtung zum Zug
anker orientierte Bewegung des Spannelements in eine Anzugs
kraft im Zuganker umgesetzt wird, die vom Abdeckelement aus
gehend in Richtung zum Maschinenrahmen orientiert ist.
Infolge der formschlüssigen Kontaktzone zwischen Spann
fläche und Auflauffläche wird somit das Abdeckelement bereits
bei geringer Einwärtsbewegung des Spannelements in Richtung
zur Zugankerbohrung hinreichend stark gegen den Maschinenrah
men/das Basiselement/die Zwischenleiste gezogen.
Auf diese Weise entsteht eine formschlüssige Packung aus
Abdeckleiste-(Zwischenleiste)-Maschinenrahmen/Basisele
ment. Die Fuge zwischen den einzelnen Paketbestandteilen ist
dabei so dicht, daß eine Unterwanderung mit Staub, Schmutz,
Sand oder dergleichen nicht zu befürchten ist.
Dennoch läßt sich durch Entspannung des Spannelements
dieses formschlüssig zusammengefügte Paket jederzeit und
leicht auseinandernehmen, wenn z. B. die Abdeckelemente infol
ge fortgeschrittenem Verschleiß erneuert werden müßten.
Wenn der Zuganker von einer Maschinenschraube, Inbus
schraube oder ähnlichem gebildet wird, stellt der Schrauben
kopf im Hinblick auf die Kontur des Schraubenschafts eine
Verdickung dar. Die zur Schraubenspitze weisende Unterseite
des Schraubenkopfs kann zweckmäßigerweise als Spannfläche
verwendet werden, an welcher die Auflauffläche des Spannele
ments angreift.
Ein anderes Ausführungsbeispiel sieht eine quer im
Schraubenschaft vorgesehene Ausnehmung als Spannfläche vor,
die im wesentlichen parallel zur Querbohrung ausgerichtet
ist. In diesem Fall würde das Spannelement mit seiner Auf
lauffläche in der Ausnehmung auflaufen und so die erforder
liche Längskraft in den Zuganker übertragen.
Zu einem besonders effektiv arbeitenden Formschlußge
triebe gelangt man durch eine Paarung aus Spannfläche und
Auflauffläche, die auf der Winkelhalbierenden zwischen der
Längsachse des Zugankers und der Längsachse der Querbohrung
liegt.
Auf diese Weise wird erreicht, daß der Vorschub des
Spannelements in Richtung zum Zuganker unter Vernachlässigung
der elastischen Materialverformungen praktisch unmittelbar in
eine Längskraft im Zuganker umgesetzt wird, die sich aus dem
Vorschubweg des Spannelements berechnen läßt.
Zweckmäßigerweise stehen die Zugankerbohrung und die
Querbohrung senkrecht zueinander, so daß die Spannfläche
unter 45° zur Längsachse des Zugankers und die Auflauffläche
unter 45° zur Längsachse des Spannelements geneigt liegen.
Dabei liegt diese Winkelhalbierende auf der dem Spann
element zugewandten Seite des Zugankers in demjenigen Winkel
bereich, der zwischen dem freien Ende des Zugankers und dem
sich annähernden Spannelements aufgespannt wird.
Die Verspannung des Spannelements innerhalb der Querboh
rung kann auf verschiedene Weise realisiert werden.
Denkbar ist ein Steckbolzen, der in einer durch den Ma
schinerahmen/das Basiselement reichenden Durchgangsbohrung
sitzt und an seinem vorausgehenden Ende ein Schraubengewinde
trägt, welches mit dem Gewinde einer entsprechenden Schrau
benmutter korrespondiert.
Andererseits kann die Querbohrung mit einem Innengewinde
ausgestattet werden, in welches das mit einem Außengewinde
versehene Spannelement (= Schraubbolzen) eingedreht wird.
Dann würde die Spitze des Spannelements zweckmäßigerwei
se konisch angeschrägt werden und das Spannelement lediglich
von einer Seite in die Querbohrung einzudrehen sein, bis es
mit seiner konisch angeschrägten Spitze auf einen entspre
chend angeschrägten hinterschnittenen Bereich des Zugankers
aufläuft.
Wird eine derartiges Spannelement zusätzlich als Gewin
destift ausgeführt, ergibt sich der Vorteil, daß das Spann
element ohne seitlichen Überstand über den Maschinenrahmen/
das Basiselement inplementiert werden kann.
Ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, den Zuganker als
Innensechskantschraube auszuführen, dessen Schraubenkopf
formschlüssig in der Zugankerbohrung längsgeführt ist und der
an seiner Unterseite konisch angeschrägt ist.
Dieses Auführungsbeispiel bietet den Vorteil eines me
chanisch äußerst stabilen Zugankers, da derartige Innensechs
kantschrauben hohe Festigkeitsklassen aufweisen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungs
beispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Anwendungsbeispiel für die
Erfindung an einem Schrittförderer
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung
mit einer Zwischenleiste
Fig. 3 Detailansicht aus Zuganker und Spannelement
Fig. 4 Detailansicht aus Zuganker und Spannelement,
jeweils aus Normteilen
Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die
Beschreibung stets für alle Figuren.
Fig. 1 zeigt einen Schrittförderer 100, an welchem die
Erfindung anwendbar ist.
Derartiger Schrittförderer besteht aus kinematisch mit
einander gekoppelten Basiselementen der Gruppen 101 bzw. 102,
im folgenden auch als Maschinenrahmen bezeichnet.
Zwischen den Basiselementen besteht jeweils ein geringer
Abstand 103, der so groß ist, daß die Basiselemente von dort
aus zugänglich sind.
Die Basiselemente der Gruppe 101 bzw. der Gruppe 102
vollziehen wechselweise eine symbolisch mit 104 dargestellte
Antriebsbewegung. Danach werden die Basiselemente jeweils
gruppenweise angehoben und auf einer geschlossenen Bahn nach
vorne befördert, bis diese dann unter die gemeinsam von den
Basiselementen der Gruppen 101 und 102 aufgespannte Grundebe
ne tauchen, um unterhalb der Grundebene in die Ausgangsstel
lung zurückzufahren.
Während die Basiselemente der einen Gruppe unter die ge
meinsame Nullebene tauchen, werden die Basiselemente der an
deren Gruppe auf einer ebenfalls geschlossenen und nach Mög
lichkeit identischen Bewegungsbahn oberhalb der Nullebene be
wegt, um ihrerseits dann unter die gemeinsame Nullebene abzu
tauchen, wenn sie den vordersten Punkt ihres aktuellen För
derschritts erreicht haben.
Auf diese Weise entsteht eine schrittweise Förderung
nach vorn, so daß ein auf dem Schrittförderer 100 befindli
ches Gut stückweise jeweils von den Elementen der einen Grup
pe bzw. der anderen Gruppe mitgenommen wird.
Jedes Basiselement 101 bzw. 102 ist mit einem Abdeckele
ment 105 versehen. Die Oberseite aller Abdeckelemente muß in
einer gemeinsamen Nullebene liegen, damit das Verschleißver
halten aller Abdeckelemente gleich groß ist.
Ein grundsätzlicher Verschleiß dieser Abdeckelemente
läßt sich allerdings nicht immer vermeiden. Aus diesem Grunde
müssen die Abdeckelemente von Zeit zu Zeit ausgewechselt wer
den.
Dies erfolgt über Zugang zu den einzelnen Spannvorrich
tungen im Zwischenbereich des Abstands 103 zwischen den Ba
siselementen, worauf im folgenden noch eingegangen wird.
Ergänzend hierzu zeigt Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel,
bei welchem der Maschinenrahmen 101 bzw. 102 über eine aufge
doppelte Zwischenleiste 106 verfügt, die ihrerseits starr mit
dem Maschinenrahmen verbunden ist. Hierzu dienen die Befesti
gungen 107, welche die aufgedoppelte Zwischenleiste 106 unter
Bildung einer dichten Kontaktfuge 6 gegen den Maschinenrah
men 101 bzw. 102 verspannen.
Zu diesem Zweck verfügt die Zwischenleiste über ange
senkte Bohrungen, welche der Aufnahme von Schraubenköpfen
dienen. Die Tiefe der Ansenkung ist im Hinblick auf die Dicke
der Schraubenköpfe so gewählt, daß die Befestigungsschrau
ben 107 nicht über die Kontaktfuge 5 zwischen dem Abdeckele
ment 105 und der aufgedoppelten Zwischenleiste 106 emporra
gen.
Auf diese Weise läßt sich auch diese Kontaktfuge herme
tisch dicht gegen die Umwelt verpressen.
Diesbezüglich soll auch klargestellt werden, daß es im
Hinblick auf die beanspruchte Erfindung unerheblich sein
soll, ob diese unmittelbar am Maschinenrahmen oder an eventu
ellen flanschartigen Zwischenleisten angewandt wird, solange
die beanspruchte Erfindung der starren Ankoppelung von Ab
deckelementen an einen Maschinenrahmen dient.
Zur Befestigung des Abdeckelements 105 am Basisele
ment 101 (102) bzw. an der Zwischenleiste 106 dienen Spann
vorrichtungen 110, auf welche nun näher eingegangen werden
soll.
Derartige Spannvorrichtungen 110 umfassen einen Zug
anker 1, der mit einer Einschraubspitze 3 in ein Sackgewinde
loch 2 eingedreht ist. Das Sackgewindeloch 2 befindet sich
auf der Unterseite des Abdeckelements 105 und ist lediglich
von der Unterseite her zugänglich. Aufgrund des erheblichen
abrasiven Verschleisses auf der Oberseite der Abdeckelemen
te 105 kommt für diesen Anwendungsfall ausschließlich eine
Spannvorrichtung 110 in Betracht, die gegenüber den abrasiven
Effekten hermetisch dicht verpresst ist.
Durch den Eingriff der Einschraubspitze 3 in das Sackge
windeloch 2 ist der Zuganker 1 am Abdeckelement 105 auszugs
fest verankert. Mit seinem freien Ende reicht der Zuganker 1
in eine Zugankerbohrung 7 des Maschinenrahmens hinein. Der
Zuganker 1 erstreckt sich deshalb mit seinem Ankerschaft 3a
innerhalb der Zugankerbohrung 7 zumindest so weit, bis er den
Durchdringungsraum 9 erreicht hat, welcher zwischen der Zug
ankerbohrung 7 und einer anschneidenden Querbohrung 8 aufge
spannt wird.
Während die Orientierung der Zugankerbohrung 7 haupt
sächlich senkrecht zur Kontaktfläche zwischen der Unterseite
des Abdeckelements 105 und der Oberseite des Maschinenrah
mens 101 (102; 106) orientiert ist, verläuft die Querbohrung 8
quer zum Basiselement 101 und im wesentlichen parallel zur
Kontaktfläche zwischen Unterseite des Abdeckelements und
Oberseite des Maschinenrahmens.
Hierzu ist vorgesehen, daß die Querbohrung 8 die Zug
ankerbohrung so anschneidet, daß ein in die Querbohrung ein
gebrachtes Spannelement zwangsläufig auf den Zuganker trifft,
sobald das Spannelement 10 genügend weit in die Querbohrung 8
eingeführt worden ist.
Bekannt ist insoweit, daß derartige Spannelemente sich
in der Querbohrung abstützen und seitlich zugänglich sind.
Die seitliche Zugänglichkeit ist auch innerhalb des Abstan
des 103 zwischen den Basiselementen 101 bzw. 102 gewähr
leistet.
In jedem Falle dienen derartige Spannelemente vorrangig
zur Beaufschlagung des Zugankers 1 mit einer vorgebbaren
Längskraft 16, so daß das Abdeckelement 105 zumindest lokal
im Bereich des Zugankers 1 gegen das Basiselement 1 bzw. die
Zwischenleiste 106 gezogen wird.
Zu diesem Zweck weist der Zuganker 1 im Schnittbereich
der Querbohrung 8 mit der Zugankerbohrung 7, also im Bereich
des Durchdringungsraumes 9, eine Spannfläche 11 auf, mit wel
cher ein in der Querbohrung 8 längsgeführtes Spannelement 10
über eine zugeordnete Auflauffläche 13 ein Formschlußgetrie
be 14 derart bildet, daß mit wachsender Einwärtsbewegung 15
des Spannelements eine wachsende Längskraft 16 im Zuganker 1
entsteht.
Wesentlich hieran ist die Koppelung einer Bewegung in
Längsrichtung 12a der Querbohrung 8 mit einer elastischen
Verspannung des Zugankers 1, die im wesentlichen in Richtung
der Längsachse 12b des Zugankers 1 erfolgt.
Auf diese Weise können derartige Abdeckelemente 105,
auch wenn sie von unterhalb des Maschinenrahmens 101 bzw. 102
unzugänglich sind, fugendicht verpreßt werden und bleiben
dennoch auf einfache Weise leicht auswechselbar.
Um im vorliegenden Anwendungsfall eine möglichst gleich
mäßige Flächenpressung zwischen Abdeckelement 105 und Basis
element 101 bzw. 102 bzw. Zwischenleiste 106 zu erzielen,
werden eine Vielzahl derartiger Spannvorrichtungen über die
Länge des Abdeckelements 105 verteilt angeordnet.
Die jeweils erforderliche Anzahl ist im Hinblick auf die
konstruktiven Anforderungen festzulegen und soll zumindest so
groß sein, daß die Abdeckelemente 105 auch unter etwaigen
thermischen Einflüssen keinen Verwerfungen unterliegen.
Ergänzend hierzu zeigen die Fig. 2 bis 4, daß die
Spannfläche 11 an einer Verdickung 17 des Ankerschafts 3a
vorgesehen ist. Durch die Verdickung ensteht eine im unteren
Bereich der Querbohrung 8 liegende hinterschnittene Zone des
Zugankers, die sich zur Beaufschlagung mit dem Spannele
ment 10 besonders eignet.
Alternativ hierzu kann auch vorgesehen sein, daß die
Spannfläche 11 in einer Längsausnehmung des Ankerschafts 3a
ausprägt ist, die praktisch koaxial zur Längsrichtung 12a der
Querbohrung 8 eingestellt werden muß.
An dieser Spannfläche kann dann ein z. B. keilförmig aus
geprägtes Spannelement so auflaufen, daß mit wachsender Ein
wärtsbewegung des keilförmigen Spannelements 10 eine wachsen
de Längskraft im Zuganker 1 entsteht.
Ergänzend hierzu zeigen die Fig. 3 und 4, daß Spann
fläche 11 und Auflauffläche 13 auf der Winkelhalbierenden 18
liegen, die sich zwischen der Längsachse 12b des Zugankers
bzw. der Längsrichtung 12a der Querbohrung erstreckt.
Diese Winkelhalbierende liegt in denjenigen Quadranten,
der von dem freien Ende des Zugankers 1 und demjenigen Längs
bereich des Spannelements 10 aufgespannt wird, welcher sich
bei Einwärtsbewegung des Spannelements 10 dem Zuganker an
nähert.
Als äußerst zweckmäßig hat es sich erwiesen, die Spann
fläche 11 und ebenso die Auflauffläche 13 jeweils mit kegel
förmigen Bereichen 19 am Zuganker 1 bzw. 20 am Spannele
ment 10 auszubilden. Weisen die kegelförmigen Bereiche 19
bzw. 20 jeweils übereinstimmende Kegelwinkel von 45° auf,
- unter der Voraussetzung, daß sich die Längsrichtung 12a der
Querbohrung und die Längsachse 12b des Zugankers unter rech
tem Winkel kreuzen -, wird im Hinblick auf die relativ sel
tene Notwendigkeit zur Auswechslung der Abdeckleisten 105
eine praktisch verschleißfreie Spannvorrichtung bereitge
stellt.
Dieser Vorteil wird zusätzlich unterstützt, wenn die
Zuganker von Innensechskantschrauben gebildet werden, die der
Festigkeitsklasse 10.8 oder besser angehören.
Dieser Fall ist in Fig. 4 gezeigt.
Dort wird der Zuganker 1 von einer Innensechskantschrau
be 26 gebildet. Die Unterseite 27 des Schraubenkopfs ist hier
mit einem Kegelwinkel 21 angeschrägt, der unter 45° zur
Längsachse 12b des Zugankers 1 geneigt ist.
Gleichermaßen ist die Spitze des Spannelements 10 unter
demselben Winkel, gemessen zur Längsrichtung 12a der Querboh
rung, angeschrägt, um einen möglichst verschleißarmen bzw.
verschleißfreien Kontaktbereich im Formschlußgetriebe 14 zu
erzielen.
Ergänzend hierzu zeigen die Fig. 2 bis 4 Spannelemen
te 10, die einstückig als Schraubbolzen ausgeführt sind. Je
des Spannelement weist hierzu ein Außengewinde 24 auf, wel
ches in ein entsprechendes Innengewinde 23 der Querbohrung 8
eingedreht ist.
Stirnseitig verfügt jedes Spannelement 10 über einen
Schraubantrieb 25, der leicht von der Seite des Maschinenrah
mens 101, 102 bzw. 106 aus zugänglich ist, zumindest auch zu
gänglich ist unter Berücksichtigung des Abstandes 103 zwi
schen den oben genannten Basiselementen.
Wie ergänzend die Fig. 3 und 4 zeigen, wird jedes
Spannelement 10 von einem Gewindestift gebildet, der über ein
über die gesamte Länge laufendes Außengewinde 24 verfügt, so
daß der Gewindestift vollständig innerhalb der Querbohrung 8
verschwindet. Trotzdem bleibt der Gewindestift über den
stirnseitigen Schraubantrieb 25 von außen zugänglich. Durch
konische Anschrägung der Spitze des Gewindestifts läßt sich
die erfindungsgemäße Auflauffläche leicht realisieren.
Ergänzend hierzu wird in den Ausführungsbeispielen gemäß
Fig. 3 und 4 der Zuganker 1 jeweils formschlüssig mit sei
nem Ankerkopf in der Zugankerbohrung 7 längsgeführt. Dies be
deutet, daß der Zugankerkopf auch mit steigendem Anzugsmo
ment, welches in die Spannelemente 10 eingebracht wird, nicht
seitlich ausweichen kann, da er durch den unmittelbaren Kon
takt zur Wand der Zugankerbohrung 7 geführt ist. Auf diese
Weise lassen sich ungewollte Verspannungen, Deformationen
bzw. ungewollte Spannungsverläufe im Abdeckelement 105 zuver
lässig vermeiden.
1
Zuganker
2
Sackgewindeloch
3
Einschraubspitze
3
a Ankerschaft
4
Zugrichtung
5
Kontaktfuge
6
Kontaktfuge
7
Zugankerbohrung
8
Querbohrung
9
Durchdringungsraum
7
+
8
10
Spannelement
11
Spannfläche
12
a Längsrichtung der Querbohrung
12
b Längsachse des Zugankers
13
Auflauffläche
14
Formschlußgetriebe
15
Einwärtsbewegung von
10
16
Längskraft im Zuganker
17
Verdickung des Ankerschafts
18
Winkelhalbierende
19
kegelförmiger Bereich des Zugankers
20
kegelförmiger Bereich des Spannelements
21
Kegelwinkel des Zugankers
22
Kegelwinkel des Spannelements
23
Innengewinde
24
Außengewinde
25
stirnseitiger Schraubantrieb
26
Innensechskantschraube
27
Unterseite des Schraubkopfs
100
Schrittförderer
101
Basiselement Gruppe
101
, Maschinenrahmen
102
Basiselement Gruppe
102
, Maschinenrahmen
103
Abstand zwischen Basiselementen
104
Antriebsbewegung
105
Abdeckelement
106
Zwischenleiste
107
Befestigung
110
Spannvorrichtung
Claims (9)
1. Spannvorrichtung (110) für einen Zuganker (1) zur Be
festigung eines Abdeckelements (105) an einem Maschinen
rahmen (101, 102; 106), wobei der Zuganker (1) am Abdeck
element (105) auszugfest verankert ist und in eine Zug
ankerbohrung (7) des Maschinenrahmens (101, 102; 106)
hineinreicht, die von einer Querbohrung (8) im Maschi
nenrahmen (101, 102; 106) angeschnitten wird und wobei
sich in der Querbohrung (8) ein seitlich zugängliches
Spannelement zur Beaufschlagung des Zugankers (1) mit
vorgebbarer Längskraft (16) abstützt, dadurch gekenn
zeichnet, daß
- 1. 1.0 der Zuganker (1) im Schnittbereich (9) der Querboh rung (8) mit der Zugankerbohrung (7) eine Spann fläche (11) aufweist, mit welcher
- 2. 1.1 ein in der Querbohrung (8) längsgeführtes Spannele ment (10) über eine zugeordnete Auflauffläche (13) ein Formschlußgetriebe (14) bildet derart, daß
- 3. 1.2 mit wachsender Einwärtsbewegung (15) des Spannele ments (10) eine wachsende Längskraft (16) im Zug anker (1) entsteht.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spannfläche (11) an einer Verdic
kung (17) des Ankerschafts (3a) vorgesehen ist.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spannfläche (11) an einer querver
laufenden Ausnehmung des Ankerschafts (3a) vorgesehen
ist.
4. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß Spannfläche (11) und Auf
lauffläche (13) auf der Winkelhalbierenden (18) zwischen
der Längsachse (12b) des Zugankers und der Längs
achse (12a) der Querbohrung liegen.
5. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß Spannfläche (11) und Auf
lauffläche (13) jeweils von kegelförmigen Bereichen (19)
bzw. (20) an Zuganker (1) bzw. Spannelement (10) gebil
det werden.
6. Spannvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kegelwinkel (21) bzw. (22) jeweils
45° beträgt.
7. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Querbohrung (4) ein In
nengewinde (23) trägt und daß das Spannelement (10) als
Schraubbolzen ausgeführt ist, der mit seinem Außengewin
de (24) in dem Innengewinde (23) sitzt.
8. Spannvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Spannelement (10) ein Gewindestift
mit einem über seine gesamte Länge laufenden Außengewin
de (24) und mit einem stirnseitigen Schraubantrieb (25)
ist, wobei der Gewindestift an seiner Spitze konisch an
geschrägt ist.
9. Spannvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Zuganker (1) eine Innensechs
kantschraube (26) ist, deren Schraubenkopf formschlüssig
in der Zugankerbohrung (7) längsgeführt ist und der an
seiner Unterseite (27) konisch angeschrägt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999131682 DE19931682A1 (de) | 1999-07-08 | 1999-07-08 | Spannvorrichtung für einen Zuganker |
| PCT/EP2000/006565 WO2001003862A1 (de) | 1999-07-08 | 2000-07-10 | Spannvorrichtung für einen zuganker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999131682 DE19931682A1 (de) | 1999-07-08 | 1999-07-08 | Spannvorrichtung für einen Zuganker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19931682A1 true DE19931682A1 (de) | 2001-04-05 |
Family
ID=7913984
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999131682 Withdrawn DE19931682A1 (de) | 1999-07-08 | 1999-07-08 | Spannvorrichtung für einen Zuganker |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19931682A1 (de) |
| WO (1) | WO2001003862A1 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1581477A (de) * | 1968-02-27 | 1969-09-19 | ||
| AT381893B (de) * | 1981-11-06 | 1986-12-10 | Orlik Josef | Aufspannvorrichtung |
-
1999
- 1999-07-08 DE DE1999131682 patent/DE19931682A1/de not_active Withdrawn
-
2000
- 2000-07-10 WO PCT/EP2000/006565 patent/WO2001003862A1/de not_active Ceased
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO2001003862A1 (de) | 2001-01-18 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |